Zooticker

24.03.2014, Schwarzwaldzoo Waldkirch
Offizielle Einweihungsfeier des neuen Zoo-Eingangs am Samstag 29.03.14, 11:00. Einlass in den Zoo daher ausnahmweise erst ab 11:30 Uhr!
Am Wochenende 29.03./30.03.2014 wird das neu errichtete Eingangsgebäude des Schwarzwaldzoos Waldkirch offiziell eingeweiht und „in Dienst gestellt“.
Dazu findet am Samstag, 29.03. eine kleine Feier statt in Anwesenheit von Vertretern der Stadt Waldkirch, des Landkreises, verschiedener Verbände, des Architekten, der beteiligten Baufirmen und natürlich des Vorstandes des Trägervereins „Freundeskreis Schwarzwaldzoo e.V.“. Diese Feierlichkeit startet um 11:00 Uhr und dauert ca. 30 Minuten. Musikalisch unterstützt und aufgewertet wird die Einweihung durch den Fanfarenzug der weit über das Elztal hinaus bekannten „Schwarzenberger Herolde“ aus Waldkirch!
BITTE BEACHTEN: Der Zoo wird deshalb für den Publukimsverkehr ausnahmsweise erst ab ca. 11:30 Uhr, nach dem symbolischen Durchschneiden des Roten Bandes zugänglich sein!
Darüber hinaus kostet der Besuch des Zoos an diesem Wochenende als DANKESCHÖN an die Bevölkerung KEINEN EINTRITT!

25.03.2014, EndZoo
Eisbären Tiergarten Schönbrunn: Inzucht oder Platzverschwendung?
Wien (OTS) – Die Pläne des Tiergartens Schönbrunn, zwei miteinander verwandte Eisbären nach Wien zu holen, stößt auf scharfe Kritik der Tierschutzorganisation “EndZOO Österreich”. Die Organisation spricht von “fragwürdiger Inzucht” oder einer “unerhörten Platzverschwendung”. Denn würde Wien mit den beiden Jungbären trotz Inzuchtgefahr züchten, würde man gegen die Vorgaben der europäischen Zoogemeinschaft verstoßen. Diese spricht sich nämlich vehement für eine “Inzuchtvermeidung” und für den “Erhalt der genetischen Vielfalt” aus. Aber auch ein reines “Zwischenparken” der zweijährigen Bären LYNN und RENZO verstoße gegen die eigenen Vorgaben. Denn mit dem Ausbleiben einer Zucht würden die Bären den dringend benötigten Platz einer angeblich wichtigen Erhaltungszucht wegnehmen. Anfang Februar wurde die gesunde Giraffe MARIUS im Kopenhagener Zoo wegen angeblicher Inzuchtgefahr und dem Argument der Platzverschwendung getötet. Dasselbe Prinzip würde das reine “Parken” dieser Jungbären in Wien darstellen. “Diese Gefangenschaftshaltung wäre dann ebenso die reinste Platzverschwendung!”, so EndZOO.
EndZOO fordert Wien nun auf, doch lieber den ehemaligen Schönbrunner Eisbären OLINKA und ERIC ihren wohlverdienten Altersruhesitz zu schaffen. Immerhin habe ihre und die unrechtmäßige Zurschaustellung ihrer Nachkommen der Wiener Zoo-Gefangenschaft enorm viel Geld eingebracht. Auch können sich die Tierschützer gut vorstellen, dass die etwas größere Neuanlage in Wien anderen Eisbären als eine etwas leidmindernde Haltung zugutekommen könnte. Viele Eisbären, zudem Einzelgänger, vegetieren in Europa auf engsten Raum dahin und benötigen dringend mehr Freiräume. Grundsätzlich sollte, nach Ansicht von EndZOO, jede Großbärenhaltung in Europa als ein Relikt der brutalsten Tierquälerei schnellstmöglich auslaufen. Fast alle Eisbären in europäischer Gefangenschaft zeigen extremste Verhaltensstörungen, die nachweislich als Leiden gelten.
“Ganz offensichtlich hat auch die Haltung von Eisbären in europäischer Zoo-Gefangenschaft den Überschussstatus erreicht. Denn wir können nicht glauben, dass sich Schönbrunn nur zum Zwischenparken zur Verfügung stellt und auf eine schnellstmögliche Zucht verzichten will. Uns kommt das Vorhaben von Frau Schratter wie ein verfrühter Aprilscherz vor!“, so Zoo-Experte und EndZOO-Sprecher Frank Albrecht abschließend.

27.03.2014, Haus der Meeres, Wien
Die seltenste Klapperschlange der Welt
Die Aruba-Klapperschlange: giftig und doch stark bedroht!
Seit kurzer Zeit rasselt es wieder im Haus des Meeres. Verursacher dieses so typischen Geräusches sind unsere neuen Aruba-Klapperschlangen, welche ab sofort in unserer Reptilienabteilung im 1. Stock bestaunt werden können.
Diese hochgiftige, jedoch nur wenig aggressive Art ist in der Natur ausschließlich in einem kleinen, gerade einmal 25 Quadratkilometer messenden Gebiet auf der Karibikinsel Aruba zu finden und steht kurz vor der Ausrottung. Aktuellen Zählungen zufolge dürfte der Bestand in der Wildnis nur noch wenige hundert Individuen betragen. Die Aruba Klapperschlange ist damit die seltenste aller Klapperschlangen und auch eine der weltweit am stärksten vom Aussterben bedrohten Tierarten überhaupt. Grund der Gefährdung ist die fortschreitende Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume.
Unsere Exemplare stammen von einem der wenigen Züchter, die sich erfolgreich mit der Vermehrung dieser einzigartigen Schlangenart beschäftigen. Die Aruba-Klapperschlange erreicht eine Körperlänge von etwa 90 cm. Nach drei bis 4 Monaten Tragezeit bringt das Weibchen zehn bis zwanzig lebende(!) Junge zur Welt. Diese Schlangenart ernährt sich hauptsächlich von Kleinsäugern und Vögeln. Ein Beutetier wird, wie bei Giftschlangen üblich, mit einem Giftbiss getötet und im Ganzen mit dem Kopf voran verschlungen.

Der nächste Tag der offenen Tür im Raubtierasyl Ansbach ist am Sonntag, 06. April 2014 zwischen 13.00 und 17.00 Uhr.
Die Homepage der Reptilienauffangstation hat ein neues Design.
In der Auffangstation wurde in den letzten eineinhalb Jahren ein Karakal gepflegt. Dieser wird seinen Lebensabend nun in Ansbach verbringen.

27.03.2014, Deutscher Tierschutzbund
Verbandsklagerecht in Rheinland-Pfalz: Zootiere zukünftig Tiere zweiter Klasse
Im Rahmen des gestern beschlossenen Tierschutz-Verbandsklagerechts in Rheinland-Pfalz wird es Ausnahmeregelungen für Zoos geben. In einem Hauruck-Verfahren hat die Regierungskoalition einen entsprechenden Änderungsantrag noch unmittelbar vor der Abstimmung eingebracht. Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landesverband Rheinland-Pfalz kritisieren dies scharf. Noch am Vortag hatten die Verbände die Parteien aufgefordert, auf solche Ausnahmen zu verzichten. Die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage in Rheinland-Pfalz ist grundsätzlich zu begrüßen. Die Sonderbehandlung der Zoos aber ist weder rechtlich noch sachlich nachzuvollziehen. Auch in anderen Bundesländern, die das Verbandsklagerecht bisher eingeführt haben, gibt es solche Ausnahmen nicht.
„Das Verbandsklagerecht dient dazu, dass seriöse Verbände, die Rechte einklagen können, die allen Tieren laut Grund- und Tierschutzgesetz zustehen. Es ist aus Tierschutzsicht daher nicht ersichtlich, warum Zoos bei der Verbandsklage eine Sonderrolle eingeräumt wird und sie außen vor gehalten werden. Auch die Tiere im Zoo brauchen Schutz“, fordert Andreas Lindig, Vorsitzender des Landesverbandes Rheinland-Pfalz des Deutschen Tierschutzbundes.
Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes: „Wir begrüßen die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage, kritisieren aber den Amoklauf gegen die Zootiere. Ausgerechnet der tierschutzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Marcel Hürter, soll die Ausnahmen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion durchgesetzt haben. Das muss ein Nachspiel haben, und es ist zu prüfen, ob die Ausnahmen für Zoos tatsächlich zulässig sind“.
Mit einem zweifelhaften juristischen Schachzug wurde erreicht, dass Zoos aus dem entsprechenden Landesgesetz über Mitwirkungsrechte und das Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzvereine (TierSchLMVG) ausgenommen werden – stattdessen sollen Zootiere nur unter das Naturschutzrecht fallen. „Die Ausnahmen für Zoos müssen korrigiert werden und es muss sichergestellt werden, dass nicht auch andere Tiernutzer Ausnahmen für sich reklamieren und beliebige Gründe dafür anführen, den Tierschutz nicht zu beachten“, so Schröder.

27.03.2014, EndZoo
Zoo Hoyerswerda wegen Zukunftspläne in der Tierschutzkritik
EndZOO fordert größere Gehege für Alteingesessene statt Neuzugänge in Uralt-Gehegen
Hoyerswerda – Nach dem Tod der Leopardin vor einer Woche plant der Zoo in Hoyerswerda sich wieder neue Leoparden anzuschaffen. Dieser Plan stößt jetzt auf heftige Kritik der Tierschutzorganisation EndZOO Deutschland. Die Organisation kritisiert, dass das veraltete und für Großkatzen deutlich sichtbar zu kleine und reizarme Gehege erneut zur lebenslangen Zelle von diversen Individuen werden könnte. Zudem entspricht das veraltete Gehege keinen internationalen Haltungsstandards (z.B. Österreich) und schon gar nicht den neuen Mindestanforderungen des zukünftigen „Säugetiergutachtens“. Dieses „neue“ Gutachten soll noch in diesem Jahr die veralteten Leitlinien von 1996 ersetzen. Die neuen Mindestanforderungen sehen für ein Leoparden-Individuum eine Mindestgröße von 100 Quadratmetern vor. Das alte Leopardengehege liegt nachweislich weit unter diesem Forderungen. EndZOO fordert den Zoo daher auf, das frei gewordene Leopardengehege für die Erweiterung eines Nachbargeheges z.B. der alteingesessenen Klammeraffen zu nutzen und diesen schnellstmöglich zur Verfügung zu stellen. Damit bekämen die Primaten mehr Freiraum und ein Plus an mehr Bewegungsfreiheit. Leidminderung wäre die positive Folge. Auch andere Insassen der Hoyerswerdaer Zoo-Gefangenschaft könnten von dem freigewordenen Gehege profitieren.
Grundsätzlich fordert EndZOO, jegliche Großkatzenhaltung in Hoyerswerda auslaufen zu lassen. Für Tiger, Löwe und Co. könne keine noch so moderne Gefangenschaftshaltung auch nur annähernde artgerechte Bedingungen wie im Freiland schaffen. Viele Großkatzen würden die typischen Verhaltensstörungen (Hospitalismus), wie Auf- und Ablaufen zeigen. Solche Stereotypien sind nachweislich Anzeichen von Leiden.
„Seit den neunziger Jahren warten der Großteil der bemitleidenswerten Hoyerswerdaer Zooinsassen, dass irgendein Zookonzept endlich vollständig umgesetzt wird und ihnen annähernd bessere Bedingungen geschaffen werden. Doch der Zoo dümpelt, bis auf wenigen Ausnahmen (Fischotteranlage), eher von einer Schönheitsreparatur (Flamingohaus) zur anderen dahin oder es werden irgendwelche Steine angemalt (Stachelschweine). Die Umsetzung irgendeines Zookonzeptes ist noch immer nicht in Sicht. Hätte es für die neue Bärenanlage keine private Großspenderin gegeben, würden selbst die Grizzlybären noch immer in ihrem Betonverlies hin- und herlaufen und unter diesen qualvollen Bedingungen leiden. Das ist für meine alte Heimatstadt eine Schande“, so Zoo-Experte und EndZOO-Sprecher Frank Albrecht abschließend.

27.03.2014, Tiergarten Worms
Neue Doppel-Spitze im Tiergarten Worms steht fest
Eine Doppel-Spitze – der bisherigen Leiter des Exotenreviers Marco Mitzinger, 35 und der Leiter des Handwerk- und Technikbereichs, Wilfried Adelfinger, 54 – wird zukünftig das Tagesgeschäft und die anstehenden Projekte des Tiergartens verantworten. Am vergangenen Montag bestätigte der Gesellschafterausschuss die beiden Mitarbeiter in ihrer verantwortungsvollen Position, die sie bereits kommissarisch wahrnahmen.
„Ziel ist es, die gute Entwicklung des Tiergartens, die sich in wachsenden Besucherzahlen widerspiegelt, mit den beiden an der Spitze weiter zu verfolgen “ erläutert der zuständige Dezernent Uwe Franz. Geschäftsführer Dieter Haag begrüßt die „Besetzung mit Mitarbeitern, die in den vergangenen Jahren ihr Können und ihre Kompetenz bewiesen haben, nicht zuletzt in der Zeit in der sie eingesprungen sind.“
Unterstützt werden die beiden Tiergartenleiter durch Sandy Gass, die seit Februar die Leitung der Tiergartenschule übernommen hat. Die 31-jährige Diplom-Biologin aus Ludwigshafen, wird die pädagogische Arbeit von Dr. Stefanie Kießling weiterführen. Mit ihren Ideen wird sie Mitzinger und Adelfinger künftig in ihrer Arbeit unterstützen und neue Impulse setzen.
Nicht zuletzt freut sich das hoch motivierte Team über zwei ausstehende Auszeichnungen, die sie bald stolz für den Tiergarten entgegen nehmen können: dem Umweltbildungssiegel des deutschen Wildgehege-Verbandes und dem „Inklusionsbären“, den der Tiergarten für seine behindertengerechten, integrativen Spielplatz bekommen wird.

#kopenhagen (Twitter: Löwentötung in Dänemark)

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