Portrait: Dickschnabelkrähe

Dickschnabelkrähe (Philipp Franz von Siebold)

Dickschnabelkrähe (Philipp Franz von Siebold)

Die Dickschnabelkrähe ist etwas größer als die Glanzkrähe und erreicht eine Körperlänge von etwa 48 bis 59 Zentimeter. Der Schnabel erscheint relativ lang. Die obere Schnabelhälfte ist ziemlich dick und stark gewölbt, daher der Trivialname Dickschnabelkrähe. Des Weiteren ist die obere Schnabelspitze etwas hakenförmig gebogen. Die Grundfärbung des Gefieders ist glänzend schwarz und schillert bei günstigem Lichteinfall lila bis dunkelblau. Der Nacken weist eine dunklere Färbung auf. Der Rücken, die Flügel und der Schwanz sind schwach purpurn und etwas blau getönt. Der Schwanz erscheint ebenfalls relativ lang. Die Kehle, der Vorderkopf sowie die Außenfahnen der Armschwingen sind schwach grünblau irisierend. Der Hinterkopf, der Nacken sowie der seitliche Übergang zur Brust und zum Bauch sind grauschwarz bis dunkelgrau und weisen ein leichtes Schillern auf. Auf dem Kopf erkennt man deutlich eine Federkrone, wenn die Federn aufgestellt sind. Die Beine, der Schnabel sowie der Rachen weisen eine schwarze Färbung auf. Die Iris ist dunkelbraun bis schwarzbraun getönt. An der Schnabelbasis zeigen sich mehr oder weniger Federborsten. Die Federbasis am Nacken ist grauweiß. Die Kehlfedern sind zum großen Teil gegabelt. Ansonsten sind die Federn von einer weichen Struktur. Die Jungvögel weisen im Gegensatz zu den Altvögeln ein weniger schillerndes Gefieder auf. Des Weiteren ist die Iris bei den Jungvögeln blau gefärbt und der Rachen weist eine purpurrote Färbung auf. Die Struktur der Federn erscheint bei den Jungvögeln von wollener Struktur.

Wie alle Raben und Krähen so ist auch die Dickschnabelkrähe ein sehr sozialer Vogel, die in Paaren oder in kleinen Gruppen lebt. Manchmal sammeln sich die Vögel in großen Gruppen, die Hunderte von Individuen umfassen können und hoch am Himmel kreisen, um die warmen Aufwinde zu nutzen. Die Dickschnabelkrähe ist zu vielen Arten der Umgebung sehr anpassungsfähig, einschließlich des Menschen, wenn die Dickschnabelkrähe bei dem Menschen Nahrung findet. Die Dickschnabelkrähe kann gegenüber Greifvögeln sehr aggressiv werden, vor allem wenn sie vehement ihr Nest verteidigt.

Das Verbreitungsgebiet reicht über den Himalaya bis nach Ostchina und Japan nordwärts sowie fast ganz Südostasien bis Java, Sumatra und Timor im Süden.
Dickschnabelkrähen bewohnen Wälder, Parks, Gärten und urbanen Regionen mit Bäumen.

Die Paarungs- und Brutzeit findet je nach Verbreitungsgebiet in den Monaten von Januar bis Mai statt, aber einige Individuen beginnen sogar Mitte Dezember zu brüten. Es kann im ganzen Jahr zu mehreren Bruten kommen. Das Nest ist relativ groß und weist ein schalenförmiges oder tassenförmiges Konstrukt auf. In der Regel wird das Nest hoch oben auf einem Baum mit Vorliebe in hohen Nadelbäumen wie Fichten oder Kiefern angelegt. Das Nest befindet sich meist in einer Astgabel und ist mit verschiedenen Materialien ausgepolstert wie Wolle, Lumpen und pflanzliche Fasern. Manchmal werden die Nester sogar mit Draht zusammengehalten. Das Weibchen legt etwa 3 bis 5 Eier, selten 6 bis 7 Eier, in das Nest. Die Eier haben einen leichten Glanz und weisen eine breite ovale Form auf. Die Grundfärbung der Eier ist ein helles Blaugrün und die Eier sind mit matten rötlichbraunen Flecken sowie Streifen versehen. Die Größe der Eier beträgt etwa 43,2 x 29,8 Millimeter. Das Weibchen bebrütet die Eier etwa 17 bis 19 Tage. Während dieser Zeit wird das Weibchen vom Männchen mit Nahrung versorgt. Nach dem Schlupf kümmern sich beide Elternteile um die Jungen. Die Jungvögel sind nach etwa 35 Tagen dann selbständig. Die Nester der Dickschnabelkrähe werden häufig von dem Kuckuck Indischer Koel parasitiert.

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