Zoopresseschau

Tierpark Chemnitz 02.04.2014
Frühling im Tierpark: Zahlreiche Besucher und erster Nachwuchs
Das vorwiegend schöne Wetter des ersten Quartals hat dem Tierpark viele Besucher beschert. Fast 29.000 Menschen kamen 2014 bisher in den Zoo, das sind mehr als doppelt so viele im Vergleich zum Vorjahr (11.400). Auch das Wildgatter kann sich mit rund 9.000 Besuchern über gute Resonanz freuen (2013: 5.400). Inzwischen hat auch die Jungtiersaison begonnen. Bei den Trampeltieren kam am 29. März ein männliches Fohlen zur Welt. Mutter Siri ist gelassen, es ist ihr viertes Fohlen, Vater ist Hengst Dschingis. Über die Mittagszeit sind Mutter und Kind schon draußen zu beobachten. Das Fohlen soll zu Ostern einen Namen erhalten. Vorschläge werden ab jetzt bis zum 14. April per E-Mail, Post oder Fax an den Tierpark oder 0371- 8577693) entgegengenommen. Eine kleine Jury aus Tierparkmitarbeitern wird den Namen auswählen, der Gewinner wird benachrichtigt und erhält eine kleine Überraschung. Die Capybaras, die das Winterhalbjahr im Tropenhaus verbringen, sind wieder in die Sommerresidenz, die Südamerikaanlage, umgezogen. Hier bilden sie eine tierische WG mit Nandus und Alpakas. Derzeit leben nur zwei weibliche Tiere im Zoo, das Männchen wurde kürzlich an einen tschechischen Zoo abgegeben, ein neues wird demnächst dazukommen.

Tiergarten Nürnberg 02.04.2014
Neu im Raubtierhaus: Elfenblauvögel – Gutes Wetter lockte bislang viele Besucher in den Tiergarten
Im Tiergarten der Stadt Nürnberg gibt es seit Januar 2014 drei Paare der prachtvoll gefärbten Elfenblauvögel (Irena puella). Diese gut amselgroßen Vögel kamen von einem holländischen Züchter und stammen ursprünglich aus Südostasien. Dort sind sie von Indien bis Sumatra und Borneo beheimatet. Als Nächstes geht es weiter mit dem im letzten Jahr verwaisten Wolfsgehege. Es ist nun fast fertig umgebaut und demnächst können Luchse einziehen. Auch das leere Brillenbärengehege wird bereits für Fischkatzen umgestaltet und wird noch vor Pfingsten bezogen werden können. Das erste Quartal 2014 ist vorbei und der Tiergarten Nürnberg kann einen Rekordbesuch vermelden: Nicht nur der März 2014 brachte mit 96.350 Besuchern einen neuen Rekord (Vorjahr 50.372, Fünf-Jahres- Durchschnitt 55.653 Besucher), auch das ganze erste Quartal war mit 175.596 Besuchern das beste erste Quartal in der Geschichte des Zoos. Das ist aber noch kein Grund für überschwängliche Freude, denn dieses Quartal war überdurchschnittlich warm und das Wetter war gut. Da die Osterferien in diesem Jahr komplett im April liegen, könnte bei akzeptablem Wetter der gute Trend anhalten – aber abgerechnet wird erst am Jahresende! Die derzeitigen Besucherzahlen sind dennoch ein klares Zeugnis der insgesamt großen Akzeptanz des Tiergartens in der Bevölkerung. Auch der bereits im Vorjahr hervorragende Verkauf an Dauerkarten steigt weiter. So wurden in diesem Jahr bereits 2.159 Dauerkarten verkauft (Vorjahr 1.450). Die Elfenblauvögel mussten wie alle Vögel, die der Tiergarten von kleineren Zoos oder von Privatpersonen übernimmt, zunächst für 30 Tage im Gut Mittelbüg in Quarantäne. Dann kamen zwei Paare in den Betriebshof und ein Paar zur Eingewöhnung in die Voliere hinter der Kunstfelswand des Raubtierhauses. Hier besteht ein direkter Übergang in den großen Innenraum des Hauses, wo sich die Elfenblauvögel schnell eingewöhnt haben. Wie vom Züchter vorab erläutert, hatten die Tiere keine Schwierigkeiten die Glasscheiben zu erkennen. Jetzt schlüpfen sie sehr geschickt durch die Maschen der Gitter. Die Besucher erfreuen die Elfenblauvögel nicht nur durch ihre Schönheit, sondern auch durch ihre Gesänge Die Biologen stellten die fast märchenhaft gefärbten Vögel nach ihrer Entdeckung zunächst in die Verwandtschaft der Racken, vielleicht aufgrund der prächtigen Färbung. Nach genauerer Betrachtung wurden die auch als Türkissirenen bekannten Vögel aber bereits im 19. Jahrhundert den Singvögeln zugeordnet. Heute bilden sie mit einer zweiten Art von den Philippinen eine eigene Familie, die Feenvögeln (Irenidae). Beim Nachwuchs engagiert sich bei den Elfenblauvögeln das Männchen bestenfalls bei der Auswahl des Nistplatzes, die Gestaltung des Nestes und das Bebrüten der zwei Eier über 14 Tage hinweg bleibt aber vollständig im Aufgabenbereich des Weibchens. Erst bei der Aufzucht helfen die Männchen in der Regel und schon nach 11 bis 18 Tagen sind die Jungen flügge.

Tierpark Görlitz 02.04.2014
Sparfüchse aufgepasst – Mit der Jahreskarte des Naturschutz-Tierpark Görlitz in der Oberlausitz sparen
Ab dem 01. April 2014 können Sie mit einer Jahreskarte nicht nur das ganze Jahr den Naturschutz-Tierpark Görlitz besuchen, Sie sparen auch noch beim Eintritt in alle anderen Tierparks der Oberlausitz! Dies ermöglicht eine neue Vereinbarung des Naturschutz-Tierparks Görlitz mit seinen Partnern den Tierparks Bischofswerda, Zittau, Weißwasser und dem Zoo Hoyerswerda. Mit dieser Aktion wollen die 5 zoologischen Einrichtungen der Oberlausitz zeigen, dass sie sich nicht als Konkurrenten, sondern als Partner verstehen mit dem gemeinsamen Ziel, den Menschen in der Region ein möglichst attraktives und vielfältiges Angebot zu bieten. Alle Inhaber einer gültigen Jahreskarte des Naturschutz-Tierparks genießen ab sofort einen vergünstigten Eintrittspreis in den Partnertiergärten der Oberlausitz. Jahreskarteninhaber der Tierparks Bischofswerda, Zittau, Weißwasser und des Zoo Hoyerswerda erhalten im Gegenzug im Naturschutz-Tierpark 20% Ermäßigung auf den Tageseintrittspreis.

Zoo Basel 02.04.2014
2013: wieder Besucherrekord im Zoo Basel
Mit 1‘935‘692 Eintritten verzeichnete der Zoo Basel zum vierten Mal in Folge einen Besucherrekord. Bereits 2012 meldete der Zoo Basel mit 1’812’438 Gästen einen Rekord. Mit 28’541 verkauften Jahreskarten waren die Abozahlen 2013 ebenfalls so hoch wie noch nie in der Zoogeschichte. Pro bezahlten Eintritt unterstützt der Zoo Basel mit 15 Rappen und pro Abo mit 1.50 Franken Naturschutzprojekte. Auf diese Weise kamen im Jahr 2013 rund CHF 100‘000 zusammen. 1‘935‘692 Menschen besuchten 2013 den Zoo. Das sind 123‘254 oder 6% mehr als im Jahr davor. Mit 28’541 verkauften Jahreskarten stieg die Zahl der Abonnentinnen und Abonnenten im Vergleich zum Vorjahr um 2536 Abos an. Der Tag mit der höchsten Besucherfrequenz war der 14. April mit 6333 bezahlten Eintritten. Mit 79 Eintritten war der 15. Januar der besucherärmste des Jahres 2013. Seit der Eröffnung am 3. Juli 1874 haben 82‘205‘008 Personen den Zoo Basel besucht. – Auch freilebende Tiere sorgten für Publikum – Viele Neugierige lockten die 2012 eröffneten Aussenanlagen mit dem kleinen Orang-Utan, das Nashornjunge und Ende Jahr die vier Löwenjungen an. Damit die Öffentlichkeit auch über die Neuerungen und Aktualitäten informiert ist, wurden die Social-Media und die Online-Präsenz ausgebaut. Beispielsweise inspirierten die Fotos von Schwarz- und Blaukehlchen und einem Wendehals, die dank dem „Zugvogelstau“ 2013 im Zolli Halt machten, viele Facebook-Fans, ihr Fotoglück ebenfalls im Zolli zu versuchen. – Bauen für Elefanten und Menschen – Zoodirektor Olivier Pagan ist zuversichtlich, dass die Besucherzahlen im laufenden Jahr gehalten werden können: „Derzeit wird an den neuen Elefantenanlagen und am Umbau des Restaurants gearbeitet, trotz Baustellen werden die Elefanten aber zu sehen sein.“ Der Zoo Basel bemüht sich, die Einschränkungen für die Besucherinnen und Besucher so gering wie möglich zu halten. Die Elefantenanlage wird Ende 2016 eröffnet, das umgebaute Restaurant an Ostern 2015. – Zoo im Aufwärtstrend – Im Eröffnungsjahr 1874, als vor allem einheimische Tiere gehalten wurden, besuchten knapp über 60’000 Personen den Zoo Basel. Ab 1951 zogen auch Exoten im Zolli ein, gleichzeitig stiegen die Besucherzahlen: Im Jahr 1951 wurde erstmals eine halbe Million und 1966 die Millionengrenze überschritten. Seit dem Jubiläumsjahr 1999 zeigen die Besucherzahlen einen stetigen Aufwärtstrend. „Dies zeigt, dass das Publikum die neuen Anlagen mit den naturnahen Landschaften und unser Engagement für die Bildung und den Naturschutz schätzt“, sagt Zoodirektor Olivier Pagan. Pro Eintritt verwendet der Zoo Basel 15 Rappen und pro Abo 1,5 Franken zur Unterstützung von Naturschutzprojekten.

Opel-Zoo Kronberg 02.04.2014
Impalas im Opel-Zoo – Anlage Afrika Savanne mit nunmehr vier Tierarten
Die Anlage Afrika Savanne im Opel-Zoo ist mit den Giraffen, den Zebras und den Streifengnus für die Besucher stets attraktiv, zumal auch regelmäßig Jungtiere zu sehen sind. Mit den Impalas ist nun noch eine weitere Tierart hinzugekommen, die „Afrika-feeling“ aufkommen lässt. Die Impalas sind keine neue Tierart im Opel-Zoo, aber ihre Eingewöhnung auf der Außenanlage direkt am Haupteingang hat bei dieser eleganten Antilopenart mehrere Jahre gedauert. Sie sind ausgesprochen scheu, haben sie doch auf den Baumsavannen im südlichen Afrika in den Leoparden, Löwen, Geparden, Hyänen, Hyänenhunden, Schakalen, Krokodilen und Riesenschlangen eine große Anzahl an Fressfeinden. Sie sichern ständig und sind stets zur Flucht bereit, auf der sie hohe Geschwindigkeiten von über 60 km/h erreichen. Sie können leicht 2,5 m hohe Hindernisse überwinden und bis zu 9 m weit springen. Diese hohe Fluchtbereitschaft ist der Grund dafür, dass die Eingewöhnung der Impalas im Kronberger Opel-Zoo sehr vorsichtig und über den langen Zeitraum erfolgte. Sie wurden zunächst in einem kleineren Gehege, angrenzend an die Anlage Afrika Savanne gehalten, erst abgetrennt durch Schattenleinen, dann mit Blickkontakt zu den anderen Tierarten und jetzt endlich mit der Möglichkeit selbständig in das Gemeinschaftsgehege überzuwechseln und damit näher an den Besuchern zu sein. Sie haben in den vergangenen Jahren bereits mehrfach Jungtiere großgezogen. In Zukunft wird es also kaum ein schöneres Bild geben als die insgesamt fünf Impalas, in Gemeinschaftshaltung mit Giraffen, Zebras und Streifengnus – die meisten Tierarten auch mit Nachwuchs – auf der großen Anlage Afrika Savanne.

Zooschule Heidelberg 01.04.2014
Vorstandswechsel: Neuer Vorsitzender bei Initiative Zooerlebnis e.V.!
Die Initiative Zooerlebnis e.V. (Trägerverein der Zooschule Heidelberg) hat einen neuen Vorsitzenden. Prof. Dr. Klaus Wayß wurde aus dem Vorstand verabschiedet. Wayß, Gründungsmitglied des Vereins, hat durch seine jahrelange ehrenamtliche Tätigkeit im Vorstand die Arbeit der Zooschule entscheidend mitgeprägt. Nachfolger ist Rüdiger Wenzel.Nachdem Klaus Wayß bereits zum Ende des Jahres 2012 seinen Vorsitz niedergelegt hatte, wurde er nun während der Mitgliederversammlung des Initiative Zooerlebnis e.V. im Juli vergangenen Jahres offiziell aus dem Vorstand des Vereins verabschiedet. Während der Rede von Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann, ebenfalls Vorstandsmitglied im Trägerverein der Zooschule, ist Wayß offensichtlich gerührt. „Man hat immer gemerkt, dass du mit Herzblut bei der Sache warst“, richtet Wünnemann das Wort an Wayß. „Wir konnten froh sein, jahrelang einen so engagierten ersten Vorsitzenden für den Verein zu haben“. Klaus Wayß, ehemaliger Biologe am dkfz,gründete 2004 gemeinsam in einem Kreis engagierter Personen den Verein Initiative Zooerlebnis, der fortan als Trägerverein der Zooschule im Heidelberger Zoo fungierte. Der Verein hat sich der Bildungsarbeit im Zoo Heidelberg zur Aufgabe gemacht, nachdem 2004 die Personalstelle des Zoopädagogen von der Stadt Heidelberg nicht mehr finanziert werden konnte. Während seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender hat Klaus Wayß natürlich auch die Arbeit der Zooschule mitgeprägt. Ein besonderes Anliegen in dieser Zeit war ihm zum Beispiel die Entstehung eines neuen Ferienprogramms, welches aufgrund großer Nachfrage im weiteren Verlauf stetig ausgebaut wurde. Auch eine langjährige Kooperation mit der Kinderklinik, die von einem Zoo-Schwärmer der Zooschule monatlich besucht wird, ist seinem persönlichen Einsatz zu verdanken. Als umfassend klassisch ausgebildeter Biologe brachte Wayß unter anderem eine intensive Artenkenntnis der heimischen Fauna mit, die hervorragend in die Programme der Zooschule eingebunden werden konnte. In diesem Sinne will er nun „nur noch“ als Zooranger im Zoo aktiv sein und beispielsweise Kinder in den Zoo-Ferien betreuen. Sein Nachfolger heißt Rüdiger Wenzel. Er ist als Mitgeschäftsführer bei der Christoffel-Blindenmission zuständig für den Personalbereich und hatte bisher mit der Zoowelt wenig zu tun. Wenzel arbeit sich gerade intensiv ein und blickt gespannt in die Zukunft. Kurzportrait der Zooschule Heidelberg Die Zooschule Heidelberg steht unter der Trägerschaft des gemeinnützigen Vereins „Initiative Zooerlebnis e.V.“ und ist somit eine der wenigen privaten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland. Bis zu 50 ausgebildete Zoobegleiter, sogenannte Zooranger, führen die Veranstaltungen für kleine und große Zoobesucher auf dem Gelände des Heidelberger Tiergartens durch. Ganzjährig bietet die Zooschule begleitete Rundgänge für Kindergartenkinder, Schulklassen und sonstige Besuchergruppen sowie themengebundenen Unterricht für Schüler aller Schulformen an. Ein weiterer Schwerpunkt des zoopädagogischen Angebotes liegt auf der Organisation von Ferienaktionen, Kindergeburtstagen und Sonderveranstaltungen (Zoo-Ostern, Zoo-Camp, Aktive Wintertage etc.). Zudem gibt es spezielle Angebote für behinderte Menschen sowie für Erwachsene/Senioren. Regelmäßig werden in der Zooschule auch Veranstaltungen zur Fort- und Weiterbildung von Multiplikatoren durchgeführt. Die Zooschule Heidelberg ermöglicht ihren Teilnehmern im Rahmen des pädagogischen Angebots das hautnahe Erleben von Zootieren. Ziel der Arbeit ist es dabei stets, sowohl Kinder als auch Erwachsene für den Arten- und Naturschutz zu sensibilisieren und sie von deren Wichtigkeit zu überzeugen. Dies ist einer der Gründe, weshalb sich die Heidelberger Zooschule heute als Einrichtung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung versteht.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 01.04.2014
Eisbären-Zusammenführung im 2. Anlauf erfolgreich: Corinna und Yoghi sind jetzt auf der Anlage vereint
Es hat ein wenig gedauert, aber schließlich haben die Hormone gesiegt und bei Eisbär Yoghi aus München und Eisbärin Corinna bahnt sich ein „Happy End“ an: Seit gestern teilen sich die beiden Fels und Wasserbecken und auch Corinna hat nichts mehr dagegen, mit dem neuen Bärenmann in ihrem Leben auf Tuchfühlung zu gehen. „Happy End“ bedeutet in diesem Fall, dass nun eintrifft, was Wilhelma und Tierpark Hellabrunn beabsichtigt und erhofft hatten: dass beide Eisbären wieder einen Partner auf Zeit haben und auch gemeinsamer Nachwuchs nicht ausgeschlossen ist. Corinna hatte seit dem Tod von Eisbär Anton allein auf der Anlage gelebt und Yoghi war von Giovanna getrennt, seit die Hellabrunner Eisbärin trächtig und Mutter von Zwillingen wurde. Der erste Anlauf war etwas unglücklich verlaufen: Als Yoghi wenige Tage nach seiner Ankunft Mitte März erstmals zu Corinna gelassen wurde, ging er vor lauter Sehnsucht nach einem Weibchen viel zu stürmisch zur Sache. Das erschreckte die Eisbärin, der solch ein Draufgängertum fremd war. Also wurden die beiden wieder getrennt und hatten nun zwei Wochen Zeit, sich durch das Kontaktgitter anzufreunden. Bald schon lagen die Eisbären die meiste Zeit nahe am Gitter, sie rechts, er links, und ließen sich nicht aus den Augen. Die Nähe von Corinna schien Yoghi zunehmend zu beruhigen, seine anfängliche Aufregung legte sich und er wurde ausgeglichener. Den letztlichen Ausschlag für Tierpfleger und Zoologen, das trennende Gitter zu Wochenbeginn erneut zu öffnen, gab jedoch das Verhalten Corinnas, die nun ebenfalls ein deutliches Interesse an Yoghi zeigte. Und so verlief das zweite Treffen ungleich einvernehmlicher und stressfreier. Auch erste Paarungen wurden bereits beobachtet. Seither bleibt Yoghi die meiste Zeit ganz in Corinnas Nähe. Entfernt sie sich, ruft er sie und folgt ihr, während er mit geöffnetem Maul ihren Geruch tief inhaliert oder den Boden beschnuppert, über den sie kurz davor gelaufen ist. Halten die Tiere Siesta, legen sie sich nah beieinander auf die Felsen und wirken dabei mittlerweile schon recht entspannt. Das Zusammenleben spielt sich also ein. Nach dem vielversprechenden Verlauf des ersten Tages können die Bären nun jedenfalls Tag und Nacht zusammen auf der Anlage bleiben, solange sie sich gut verstehen. Im Herbst jedoch, wenn sich die Eisbären naturgemäß wieder stärker voneinander zurückziehen, wird die Partnerschaft auf Zeit nach aktuellen Plänen wieder enden – und Yoghi in seinen Heimatzoo, den Tierpark Hellabrunn in München, zurückkehren.

Opel-Zoo Kronberg 01.04.2014
„Im Zoo, im Zoo, da gibt’s heut ein Hallo!“
Große Singveranstaltung der Primacanta-Schüler aus Schulen im Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis im Opel-Zoo Opel-Zoo Kronberg 9. und 10. April 2014 9-12:00 Uhr An zwei Tagen im April (9. und 10.04.) treffen sich 61 Primacanta-Klassen aus dem Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis im Opel-Zoo, um gemeinsam zu singen. Insgesamt werden 1.300 Kinder erwartet, die an verschiedenen Stationen im Zoo ihre vorher eingeübten Tierlieder anstimmen. Um 11 Uhr kommen an beiden Tagen alle Kinder am Eingang des Zoos zusammen, um mit jeweils 650 Stimmen vereint zu singen. Dann werden Refrains wie „Im Zoo, im Zoo, da gibt’s heut ein Hallo!“, „Eine kilometerlange Riesensuperschlingenschlange“ oder „So wie ein Tiger, wau-au-au“ auf dem Gelände des Opel-Zoos erklingen und vielleicht nicht nur die Besucher, sondern auch die Tiere überraschen. Veranstalter des großen Zoo-Singens ist die Crespo Foundation in Kooperation mit dem Opel-Zoo. Primacanta ist eine zweijährige musikpädagogische Fortbildung für Grundschullehrer im Fach Musik, die im Aufbauenden Musikunterricht geschult werden. Dabei steht das aktive Singen und Musizieren mit den Kindern im Mittelpunkt. Daher sind die gemeinsamen Singveranstaltungen ein fester Bestandteil der Fortbildung und für Schüler wie Lehrer ein großes Ereignis. Primacanta ist ein Programm der Frankfurter Crespo Foundation in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Die 5. Staffel der Fortbildung wird speziell für Lehrer und Schulen im Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis angeboten und läuft seit dem Sommer 2012. Sie wird durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die Carls Stiftung und die Taunussparkasse gefördert.

Zoo Frankfurt am Main 31.03.2014
Fotokurs für Kinder – Junge Tierfotografen aufgepasst!
16.05. – 18.05.2014 Freitag 15:00 – 19:00 Uhr, Samstag und Sonntag von 9:00 – 17:00 Uhr Zoo Frankfurt Zusammen mit dem professionellen Tierfotografen Detlef Möbius (GDT) und den Naturschutzbotschaftern geht es auf Fotopirsch in den Zoo Frankfurt. Drei Tage lang werdet ihr Tiere beobachten, verstehen lernen und natürlich fotografieren! Zuerst machen wir uns mit der Technik der Digital-Profikameras vertraut. Dabei gehen wir auf die vielfältigen Möglichkeiten der Tierfotografie ein und erklären die Spielregeln, die jeder gegenüber der Natur und den Tieren einhalten sollte. Danach gehen wir auf die Suche nach geeigneten Motiven im Zoo. Später werden die Fotos gemeinsam auf dem Computer angeschaut, ausgewertet und besprochen. Möchtest Du mitmachen? Dann schreibe uns einen Brief, maximal eine DIN A4 Seite. Beschreibe uns wer Du bist, was Dir an Tieren und der Natur so gut gefällt und warum du gerne in der Natur unterwegs bist. Bewerben können sich Kinder im Alter von neun bis dreizehn Jahren für diesen Fotokurs im Zoo Frankfurt. Die zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses werden aus allen Bewerbungen gelost. Bewerbungsschluss ist der 20.04.2014.

Zoo Wuppertal 31.03.2014
Das Bonobojungtier heißt Akeena
Der Name für das Bonobojungtier, das am 6. Februar im Grünen Zoo Wuppertal geboren wurde, steht fest: Die erste Tochter von Bonobodame „Muhdeblu“ heißt „Akeena“! Etwa 4 ½ Wochen lang konnten die Zoobesucher über einen Namen für das Jungtier abstimmen. Die von den Tierpflegern vorgeschlagenen Namen „Lindi“, „Indina“, „Mathilda“ und „Akeena“ standen zur Auswahl. Fast 2.500 Besucher haben sich bis gestern an der Abstimmung beteiligt. Sie entschieden sich mit großem Abstand und 932 Stimmen für den Namen „Akeena“, den das junge Bonoboweibchen nun offiziell erhalten wird. Von der Namenssuche profitiert auch der Natur- und Artenschutz. Mit der Stimmabgabe hatte der Zoo um eine Spende für den Verein Bonobo Alive e.V., der sich um die Erforschung und den Schutz dieser bedrohten Primatenart kümmert, gebeten. Knapp 200 Euro konnten so eingenommen werden, die nun der Arbeit von Bonobo Alive und damit letztendlich Akeenas Artgenossen in der freien Wildbahn zugutekommen. Zoo und Zoo-Verein Wuppertal e.V. unterstützen bereits seit längerem die Forschungs- und Schutzbemühungen von Bonobo Alive.

Tiergarten Schönbrunn Wien 31.03.2014
KATTA-NACHWUCHS IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN
Frühlingszeit ist im Tiergarten Schönbrunn Kattazeit! Die Lemuren zählen jedes Jahr zu den Tierarten, die als erste für Nachwuchs sorgen. Mitte März wurden drei Jungtiere geboren und entdecken an ihren Müttern festgekrallt die Welt. „Katta-Mütter tragen ihren Nachwuchs die ersten Tage am Bauch. So säugen und putzen sie die Kleinen und nehmen sie überallhin mit. Nach ein paar Tagen klettern die Jungtiere auf die Rücken ihrer Mütter und sitzen ab dann huckepack“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Bei der Geburt wiegen Kattas etwa 70 Gramm. Ihr Fell hat bereits dieselbe Farbe und Zeichnung wie das der Erwachsenen. Außerdem haben sie bereits das Markenzeichen dieser Halbaffen, den buschigen, schwarzweiß geringelten Schwanz. Während der Paarungszeit hat dieser eine ganz besondere Bedeutung. Schratter: „Die Männchen reiben ihren Schwanz mit einem stark riechenden Sekret aus ihren Duftdrüsen ein und halten ihn ihren Konkurrenten unter die Nase. Wer am meisten stinkt, darf sich mit dem Weibchen paaren.“ Nach einer Tragzeit von rund 134 Tagen kommen die Jungtiere zur Welt. Katta-Jungtiere werden etwa ein halbes Jahr lang gesäugt. Bereits mit etwa einem Monat beginnen sie, Obst und Gemüse zu knabbern. Heimisch sind Kattas ausschließlich auf der Insel Madagaskar. Da große Waldflächen in Viehweiden umgewandelt werden, ist die Population in den vergangenen 25 Jahren um ein Viertel geschrumpft. In Zoos werden Kattas im Rahmen eines Europäischen Zuchtbuchs (ESB) gezüchtet. Es sind ausgesprochen gesellige Tiere. Ob bei der Nahrungssuche, beim Schlafen oder beim Bad in der Sonne: Kattas sind immer in der Gruppe anzutreffen. Das Sagen haben übrigens die Weibchen. Die Väter sind an der Aufzucht der Jungtiere nicht beteiligt.

Zoo und Tierpark Berlin, 28.03.2014
ARTHUR ABRAHAM ALS PATE – ZOO-GESPRÄCH FRAGT„QUO VADIS ZOO?“
Am 31. März 2014 hat Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Bernhard Blaszkiewitz zwei Highlights im Programm: Box-Weltmeister Arthur Abraham übernimmt um 12.30 Uhr die Patenschaft für den Persi-schen Leoparden „Shiva“, geboren am 1.7.2013 im Zoo Berlin. Persische Leoparden sind stark von der Ausrottung bedroht, und der Zoo Berlin gehört zu den erfolgreichen Züchtern dieser seltenen Leopardenunterart. Um 14.00 Uhr lädt Dr. Blaszkiewitz ins Flusspferdhaus zu einem Zoo-Gespräch ein, bei dem mit der taz-Redakteurin Plutonia Plarre und dem Kulturkorrespondenten von WELT, WamS und Berliner Morgenpost, Eckhard Fuhr, die Zukunft zoologischer Gärten und ihre Bedeutung als Kultureinrichtungen diskutiert wird. Die Moderation hat Alexander Kulpok.

Tierpark Bochum, 28.03.2014
„Eine Portion Meerwasser, bitte!“ Ein Wasserwechsel der Extraklasse erwartet die Bochumer Seehunde
„Einmal Stöpsel raus und wieder voll machen, bitte“ – so einfach ist es nicht, wenn das Wasser im Seehundbecken des Bochumer Tierparks gewechselt werden muss. In der nächsten Woche ist es so weit und der Austausch von ca. 565.000 Litern Wasser kann in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Bochum von statten gehen. Rund 2800 Badewannenfüllungen fasst das geräumige Seehundbecken in den Tierpark eigenen Nordseewelten, in dem sich zurzeit fünf Seehunde und elf Pinguine zu Hause fühlen. Im Jahre 2006 waren die Nordseewelten eröffnet worden. Stetig wird das Wasser durch hochmoderne Filteranlagen geleitet, die Verschmutzungen aus dem Wasser herausholen. Eine Neubefüllung des Beckens war daher bisher nicht erforderlich gewesen. Zoodirektor Ralf Slabik erklärt, warum nun doch ein Wasserwechsel nötig ist: „Nach acht Jahren verantwortungsvollem Umgang mit der Naturressource „Wasser“ ist eine Grundreinigung der Anlage und eine Kontrolle der im Unterwasserbereich befindlichen technischen Einbauten, wie Schutzsiebe, Unterwasserstrahler, usw. und der dauerelastischen Dehnungsfugen, sprich Silikonfugen, zwingend notwendig.“ Der Ablauf dieses Wasserwechsels ist organisatorisch sehr aufwändig: Zunächst mussten die Tiere aus dem Becken herausgelockt werden. Doch vor allem die cleveren Seehunde ließen sich nicht einfach mit einer extra Portion saftigem Hering ködern. Mit viel Geduld und häufigem Training konnten die Tierpfleger die fünf Meeressäuger schließlich zu einem Umzug in den Überganspool bewegen. Nachdem alle Tiere das Becken verlassen haben, rückt dann am Montag die Putzkolonne an. Das Wasser wird langsam abgelassen. In festgezurrten Schlauchbooten sitzend und ausgerüstet mit Hochdruckreinigern säubern die fleißigen Helfer Zentimeter für Zentimeter der Innenseite des Seehundbeckens. Ist alles gereinigt und technisch überprüft, folgt der letzte und aufregendste Teil der Aktion. Dank der großzügigen Unterstützung der Stadtwerke Bochum ist dieser technisch und logistisch extrem aufwendige Wasserwechsel überhaupt erst möglich geworden. Immerhin müssen die Stadtwerke in kurzer Zeit 565.000 Liter Wasser über Hydranten und Schläuche in das Zuhause der Seehunde und Pinguine leiten. Zudem bringen vier Edelstahlspezialtankwagen rund 80.000 Liter Natursole an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in unsere Nordseewelten. Herr Gietzen, Leiter der technischen Abteilung des Tierparks, erläutert den Vorgang: „Einmal Stöpsel raus und wieder voll machen, bitte“ – so einfach ist das nicht. Bis das Becken wieder vollständig gefüllt ist, vergehen ein paar Tage. Man kann sich ja vorstellen, wie lange es dauert nach einander 2800 Badewannen zu füllen. Zusätzlich muss noch Sole, also Salz, zugeführt werden, damit wir wieder richtig schönes Meerwasser bekommen!“ Ist alles geschafft, können Seehunde und Pinguine wieder in ganz frischem Meerwasser planschen und sich von Besuchern beobachten lassen! Während der Aktion bis einschließlich zum 2. April kann es im Bereich um das Seehundbecken zu Beeinträchtigungen für den Besucherdurchgang kommen.

Zoo Duisburg, 28.03.2014
80 Jahre Zoo Duisburg: Start einer Jubiläumskampagne
Der Zoo Duisburg feiert dieses Jahr einen runden Geburtstag. Am 12. Mai 1934 wurde der Zoo, damals noch unter dem Namen Tierpark am Kaiserberg, von Duisburger Bürgern gegründet. „Um unser 80-jähriges Bestehen gebührend zu feiern, haben wir gemeinsam mit Studenten der Heinrich-Heine-Universität und der Düsseldorfer Kommunikationsagentur SXCES eine Jubiläumskampagne entwickelt“, sagt Achim Winkler, Zoologischer Direktor der Zoo Duisburg AG. Die Kampagne wird über mehrere Wochen laufen und soll auf unterhaltsame Weise eine Bindung zwischen den Menschen vor Ort und dem Zoo herstellen. „Der Zoo Duisburg ist nicht nur ein Ort, den man besucht, um eine schöne Zeit zu erleben“, erklärt Winkler. „Der Zoo Duisburg ist mehr: Seit 80 Jahren ist der Zoo Duisburg ein Teil der Stadt Duisburg. Er ist ein Teil von schönen Erinnerungen und Erlebnissen. Und damit ein Teil der Menschen, die uns über die Jahre immer wieder besuchen.“ Unter dem Motto „Zoo Duisburg – Ein Teil von mir“ werden daher in den nächsten Wochen, beginnend am 15.04, zahlreiche Aktionen durchgeführt. So werden die Menschen die Möglichkeit erhalten, sich auf der Zoo-Facebook-Präsenz, und der eigens für die Kampagne entwickelte Webseite „www.zeig-uns-deine-schnauze.de“ mit ihrem Lieblingstier zu verbinden und uns ihre „Schnauze“ zu zeigen, oder Jubiläumspate zu werden. Darüber hinaus wird es natürlich viele, spannende Aktionen und Angebote im Zoo selbst geben. Ein Besuch lohnt sich also in jedem Fall! Unterstützt wird die die Kampagne von zahlreichen Prominenten: Unter anderem haben die Duisburger Fußball-Legende Bernhard Dietz, WDR-Moderatorin Asli Sevindim sowie Let’s Dance-Juror und Moderator Joachim Llambi ihre Unterstützung zugesagt. Darüber hinaus unterstützen die Sparkasse Duisburg, VIVAWEST, Duisburg Marketing, SXCES, STRÖER und zahlreiche Fotografen die außergewöhnliche Kampagne auf vielfältige Weise.

Erlebniszoo Hannover, 28.03.2014
ZuZoo war ein tierischer Erfolg! Zukunftstag bot Einblicke in das „Unternehmen Zoo“
ZuZoo – Zukunftstag im Zoo! Erstmalig bot der Erlebnis-Zoo Hannover gestern 40 Schülerinnen und Schülern von Klasse 5-10 die spannende Möglichkeit, in verschiedene Berufsfelder eines Zoos im wahrsten Sinne zu „schnuppern“. Geführt von einem Scout ging es zu neun verschiedenen Stationen von der Futterküche über Stallungen bis in die Werkstatt und in die Verwaltung zu den beiden Zoodirektoren. Schnell war klar, dass ein Zoo nicht ausschließlich aus Tierpflege besteht: Über 400 Mitarbeiter in den Arbeitsfeldern Zoologie, Technik, Gastronomie, Marketing, Merchandising, Vertrieb, Verwaltung und und und sorgen für einen rundum gelungenen Zootag. Es gibt weibliche und männliche Köche, Kassierer, Verkäufer, Tierpfleger, Biologen und Zoologen, Tierärzte, Juristen, Diplom-Betriebswirte, Servicekräfte, Reinigungsspezialisten, Restaurantfachkräfte, Gärtner, Architekten, Elektriker, die sich alle um das Wohl von über 2000 tierischen Kollegen von A wie Ameise bis Z wie Zebra und das Wohl der über 1,2 Millionen Besucher jährlich kümmern. Am Ende des Tages schwirrten die Informationen in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler ähnlich quirlig wie die Blattschneiderameisen in ihren Gänge-Labyrinth, aber eines stand fest: Alle fanden den Tag tierisch toll! Und das Zooteam hatte so viel Spaß, die verschiedenen Berufsfelder vorzustellen, dass es schon jetzt beschlossen hat, am nächsten Zukunftstag wieder teilzunehmen! Das Bewerbungsverfahren für die Teilnahme am 23.04.2015 gibt der Zoo auf seiner facebook-Seite bekannt.

Zoo Osnabrück, 28.03.2014
Bewohner des Tigertempelgartens eingetroffen: Sumatra-Tiger Diana und Argo ziehen ein
Der Tigertempelgarten, der am 7. April 2014 im Zoo Osnabrück eröffnet wird, nimmt nicht nur baulich Gestalt an, sondern ist nun auch bereits bewohnt: Am vergangenen Dienstag kam Tigerin Diana aus Polen an. Ihr folgte heute Kater Argo aus Frankreich. Am Dienstagmorgen um 10 Uhr traf zunächst die zweijährige Tigerin Diana aus dem Zoo Warschau (Polen) mit einem auf Tiertransfers spezialisierten Transporter ein. Per Gabelstapler beförderten die Zoomitarbeiter die mit Stroh ausgelegte Metallkiste direkt an den Außenschieber in der Innenanlage – begleitet vom lauten Brüllen der Raubkatze. „Als der Schieber hoch ging, lief Diana direkt in ihren neuen Stall. Nachdem sie ihr neues Zuhause inspiziert hat, trank sie ein wenig Wasser und zog sich dann unter ein Holzpodest zurück“, berichtet Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoo Osnabrück. Inzwischen hat sich Diana schon ein wenig eingelebt: „Natürlich ist sie noch etwas verunsichert und scheu. Schließlich ist sie nun das erste Mal in einer neuen Umgebung und alle Geräusche und Gerüche sind für sie neu. Aber sie frisst regelmäßig und das ist ein gutes Zeichen“, so Klumpe. Heute traf um 13:30 Uhr Argo, der einjährige Sumatra-Kater aus dem Zoo Champrepus in der französischen Normandie, ein. Im Gegensatz zu Tigerin Diana ließ der kräftig gebaute Kater sich lange bitten: Nach der Fahrt fühlte er sich in der Transportkiste so wohl und sicher, dass er diese nicht mehr verlassen wollte. Erst nach anderthalb Stunden betrat Argo mit Nachhelfen durch die Tierpfleger endlich seinen Stall im Tigerhaus. Der Zoo Osnabrück geht bei der Zusammengewöhnung der zwei Sumatra-Tiger Schritt für Schritt vor, wie Zoodirektor Prof. Michael Böer beschreibt: „Für die Tiere ist das eine besondere Situation: Nicht nur die Umgebung ist neu, sondern auch der Artgenosse. Und dass sich die beiden verstehen werden, ist nicht selbstverständlich. Deswegen müssen wir langsam vorgehen.“ So bleiben die Tiger zunächst in ihrem Innengehege und lernen sich hier vorerst nur auf Distanz kennen. Im nächsten Schritt können sie sich, getrennt durch ein Gitter, schon mal beschnuppern. Nach und nach werden sie einzeln die neue 1.200 qm große Außenanlage erkunden, bevor sie dann tatsächlich aufeinander treffen. „Dennoch bleibt ein Restrisiko, dass Diana und Argo sich nicht verstehen werden – das weiß man bei Tieren eben nie. Wir hoffen, dass alles gut geht und wir dann in vielleicht zwei Jahren mit eigenem Tigernachwuchs einen Beitrag zur Arterhaltung der bedrohten Sumatra-Tiger leisten können“, so Böer. Von der Tigerart leben in der Wildbahn nur noch etwa 400 Tiere, allerdings in voneinander isolierten Landstrichen. Besucher können die zwei neuen Zoobewohner noch nicht sehen. Sie sollen sich vorerst in Ruhe an ihr neues Zuhause gewöhnen, deswegen ist der Gang durch das Tigerhaus bis auf weiteres gesperrt. Der Tigertempelgarten, der einer verfallenen Tempelruine gleicht, und den zweiten großen Bauabschnitt in der Osnabrücker Tierwelt „Angkor Wat“ bildet, wird am 7. April 2014 offiziell eröffnet. Besucher können den Bereich ab dem 8. April erkunden. Besonderes Highlight der Anlage: Ein über fünf Meter hoher und 19 Meter langer Aussichtsteg, der gitterlose Einblicke in das Tigerleben ermöglicht. Zu Pfingsten werden in einem benachbarten Bereich noch Siamangs, eine Gibbon-Art, und Binturongs, eine Schleichkatzenart, einziehen.

Zoo Salzburg, 28.03.2014
Die beiden Salzburger Braunbären Blanca und Aragon sind wach!
Heute, Freitagvormittag, 28. März 2014, wurden die Türen der Bären-Schlafboxen zur Freianlage wieder geöffnet. Die Salzburger Braunbären Blanca und Aragon haben ihre Winterruhe beendet. Ende November vergangenen Jahres hatten sie sich auf ihr Strohbett im Bärenhaus zurückgezogen. 4 Monate lang haben Blanca und Aragon nun nichts mehr gefressen. Nach der langen Ruhezeit gehen die beiden auch beim Fressen alles langsam an: Ihr erstes Frühstück war ein Kürbis, auf dem sie mehr schlecht als recht herumknabberten. Erst wenn die beiden imposanten Sohlengänger wieder ganz munter sind, werden sie größere Portionen fressen, um ihren Gewichtsverlust während der Ruhezeit wieder wett zu machen. Europäische Braunbären ernähren sich hauptsächlich vegetarisch: Gräser, Blüten, und Kräuter stehen ebenso auf ihrem Speiseplan wie Beeren, Kastanien und Pilze. Bären sind keine besonders guten Jäger. Meist erbeuten sie nur kranke oder altersschwache Tiere oder auch mal ein Jungtier. Eine willkommene Protein- und Eiweißquelle sind für diese Allesfresser Aas aber auch Fische oder Insekten wie Ameisen, Bienen und Wespen. In den Wintermonaten finden die Braunbären nicht genügend Nahrung. Deshalb ziehen sie sich zum Schlafen in eine Höhle zurück. Die Winterruhe ist kein echter Winterschlaf, da sie relativ leicht wieder aufzuwecken sind. Ihr Herzschlag und ihre Atemfrequenz gehen deutlich zurück, die Körpertemperatur sinkt um etwa 4 bis 5 Grad Celsius. Während dieser Zeit nehmen sie weder Nahrung noch Flüssigkeit zu sich. Der Beginn und die Dauer der Winterruhe hängen von den Umweltbedingungen ab. Üblicherweise ziehen sich Braunbären zwischen Oktober und Dezember zurück und werden im März spätestens Mai wieder aktiv. Jedes Jahr aufs Neue freuen sich die Zoo-Besucher und die Tierpfleger über das Erwachen der Bären: Denn jetzt ist der Winter endgültig vorbei und der Frühling hält bei uns Einzug!

Wisentgehege Springe, 28.03.2014
Die Frischlinge sind da: Die gestreiften Minis sind die Stars unter den Jungtieren
Es ist so weit! Die Wildschweine haben ihre Frischlinge zur Welt gebracht. Aktuell sind sie die Stars der Tierwelt im Wisentgehege. Die Bachen, so werden die Mütter genannt, haben ihre Nester mit Stroh gepolstert, um ihren Kleinen eine warme Unterlage zu bieten. Mit jedem neuen Tag werden die Frischlinge aber munterer und verlassen die Kinderstube um die Welt zu erkunden und miteinander zu spielen. Die Mutter ist immer dabei und sehr wachsam, damit ihrem Nachwuchs nichts passiert. So ist der frühe Frischlings-Alltag eine Kombination aus Säugen, Schlafen und Spielen. Das zu beobachten ist eine große Freude für Jung und Alt. Wer sich von den Frischlingen losreißen kann, sollte auf jeden Fall um 11.30 Uhr und 15.00 Uhr die Flugvorführungen im Falkenhof und die Wolfspräsentationen um 15.45 Uhr besuchen.

Tierpark Bochum, 27.03.2014
Osterferien mit Tieren: Spannendes Ferienprogramm im Tierpark Bochum
Auch zu Ostern sorgt der Tierpark Bochum wieder für spannende Ferienerlebnisse. Bei dem vielseitigen Angebot ist für jedes Kind etwas dabei. In der ersten Osterferienwoche beginnt am Mittwoch, den 16. April 2014 um 12 Uhr das Osterprogramm des Tierparks mit einem lustigen Frühlingsfest. Hier hält der Tierpark Bochum für Ferienkinder jede Menge lustige Aktionen, wie das „Osterei-im-Heuhaufen-Suchen“ bereit. Die frech-fröhlichen Stoffpuppen des Figurentheaters „Turbine“ schaffen ab 14:30 Uhr ein Erlebnis voller Spannung, Heiterkeit und Staunen für alle kleinen Hasenfreunde. In der besonderen Atmosphäre des Aquarienhauses des Tierparks erwartet die Besucher eine etwa 45 minütige Vorführung. Das Puppenspiel ist für Kinder ab vier Jahren geeignet. (Kosten: normaler Tierparkeintritt) An den Ostertagen vom 20. April bis zum 21. April lockt zwischen 12 und 16 Uhr ein vielseitiges Bastelangebot mit Eierfärben, Osterkörbchen und farbenfrohen Osterkarten. Eine Rallye führt mit einer bunten Ostereiersuche durch den Tierpark. Rätsel rund um’s Ei bringen Spaß für Groß und Klein. (Kosten: normaler Tierparkeintritt) In der zweiten Ferienwoche vom 22. April bis zum 25. April kommen kleine Forscher groß raus. Im Ferienforschercamp erkunden Kinder zwischen 7 und 12 Jahren die Natur. Vier Tage lang, jeweils von 10 bis 13 Uhr, verbringen die kleinen Forscher im Tierpark und werden hier von freundlichen Zooschulmitarbeitern betreut. Durch spielerische und kreative Aktionen lernen sie Spannendes über unsere Zootiere, ihre Lebensräume, Umwelt- und Artenschutz. Dabei machen sie interessante Beobachtungen und sogar kleine Experimente. Das Ferienforschercamp findet in Kooperation mit der AG Verhaltensbiologie und Didaktik der Biologie der Ruhr Universität Bochum statt. Für das Forschercamp ist eine Anmeldung erforderlich (Zooschule: 0234-950 29 42) (Kosten: 50 €/ Kind). Neben dem bunten Programm für Kinder kann beim gemütlichen Spaziergang durch den Tierpark die ganze Familie entspannen. Auch unsere Tiere hoffen auf gutes Wetter und entwickeln zunehmend Frühlingsgefühle, so dass sich hier und da schon der erste Nachwuchs angekündigt hat. Schaufütterungen von zahlreichen Tierarten werden die ganzen Ferien über stattfinden. Hierzu zählen Nasenbären, Kattas, Totenkopfaffen, Zwergseidenaffen, Seehunde, Keas, Loris, Geier, Erdmännchen und Haie. Zusätzlich werden am Infopoint flauschige Oster-Kaninchen vorgestellt.

Tiergarten Nürnberg, 27.03.2014
Scheckübergabe „Wilhelm und Luise Pühl-Stiftung“ an den Tiergarten Nürnberg
Die „Wilhelm und Luise Pühl-Stiftung“ ist eine von über 40 Stiftungen in der Nordbayern, für die die UniCredit Bank AG die Vorstände entsendet und die Verwaltung sicherstellt. Wie bereits 2011 haben sich die Stiftungsvorstände auch in diesem Jahr darauf verständigt, den Tiergarten der Stadt Nürnberg und dessen Arbeit mit einer Spende zu unterstützen. Offiziell übergaben die Stiftungsvorstände Dana Becker (UniCredit Bank AG, Leiterin Vermögensnachfolge und – planung Region Bayern-Nord) und Sandra Bührke (UniCredit Bank AG, Erb- und Stiftungsmanagerin Region Bayern-Nord) dem Tiergarten Nürnberg am Donnerstag, 27. März 2014, einen Spendenscheck. Der Tiergarten nutzte die Mittel bereits Ende 2013 zum Umbau des Innenbereichs im Tropenhaus. Dort wurde ein Teil der bisherigen Besucherfläche für die seltenen Schabrackentapire hergerichtet. Bei dieser Gelegenheit konnte nicht nur die Lauffläche für die Tapire vergrößert, sondern auch für die Besucher ein direkteres Erlebnis geschaffen werden. Nur durch eine Glasscheibe getrennt, können alle Besucher die Tapire seither aus nächster Nähe beobachten. Die beiden Schabrackentapire Pinola (*28. Januar 2012 in Nürnberg) und Manado (*14. Januar 2012 in Port Lympne) haben den zusätzlichen Bereich im Winter gerne genutzt. Schabrackentapire werden in Deutschland nur in den Zoos in Leipzig, Dortmund, München und Nürnberg gehalten. Das Europäische Arterhaltungsprogramm für Schabrackentapire ist seit 1992 am Tiergarten Nürnberg angesiedelt. Die Tierart ist stark gefährdet, da die Lebensräume oft in Palmölplantagen und andere Landnutzungen umgewandelt werden. Dem Stifter der „Wilhelm und Luise Pühl-Stiftung“ war es ein grundsätzliches Anliegen, Tieren zu helfen und in diesem Zusammenhang auch das Leben von Tieren in ihrer Umgebung generell zu verbessern. Um diesen Stifterwillen zu erfüllen und im Andenken an den Stifter werden jährlich verschiedene Institutionen entsprechend der Stiftungszwecke gefördert und unterstützt.

Und noch ein paar Aprilscherze:

Tierpark Görlitz, 28.03.2014
Urtümlicher Neuzugang: Himalaya-Alligator im Naturschutz-Tierpark Görlitz
Und wieder was Neues: Im Naturschutz-Tierpark Görlitz lebt ab dem 01.April eine neue Tierart: Ein Exemplar des seltenen Himalaya Alligators (Alligator himalayensis nonsens) wird im umgestalteten Ottergehege zu sehen sein. Um in Europa ein Zuchtbuch dieser sehr seltenen Krokodilart führen zu können, wurden auch deutsche Zoos aufgerufen, Himalaya-Alligatoren zu halten. Der Naturschutz-Tierpark Görlitz hat diese Gelegenheit wahrgenommen, passt doch diese Tierart in das geographische Konzept des Parks. Als nördlichster Vertreter der Ordnung „Crocodilia“ kommt der Himalaya Alligator sehr gut mit dem kühlen mitteleuropäischen Klima zurecht. Den Winter verbringen die Echsen tief eingebuddelt im Schlamm des Geheges. Himalaya Alligatoren sind sehr scheu und ernähren sich hauptsächlich von Fisch und Borstenwürmern. Ihren Gehegegenossen, den Ottern und Waschbären werden sie nicht gefährlich, ebensowenig unseren Besuchern. Übrigens als Besonderheit zeigen die Alligatoren als Anpassung an ihren kalten Lebensraum eine rudimentäre Behaarung im Kopfbereich.

Zoologischer Garten Magdeburg, 28.03.2014
Zoologische Sensation: Entlaufener Luchs findet nach 6 Jahren in den Zoo Magdeburg zurück
Zur Vorgeschichte: Im März 2008 erhielt der Zoo Magdeburg ein junges Weibchen aus dem Zoo Dortmund. Auf bis heute ungeklärte Art und Weise hatte das Tier den Weg aus seinem Gehege gefunden und lief danach noch einige Zeit im Magdeburger Stadtgebiet umher. Alle Bemühungen, den Luchs wieder einzufangen, blieben erfolglos. Erst zu Beginn dieses Jahres sorgten ein Luchs und Fotofallen-Aufnahmen dieses Tieres auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow für Aufsehen. Es wurde bereits vermutet, dass es sich bei diesem Tier um den entlaufenen Magdeburger Luchs handeln könnte. Dann die gestrige Sensation: Am späten Nachmittag beobachteten Spaziergänger im Vogelgesangpark ein größeres, geflecktes Tier im Unterholz. Sie wendeten sich unmittelbar an das Zoopersonal, da sie mglw. ein ausgebrochenes Tier vermuteten. Die „schnelle Eingreiftruppe“ der zoologischen Abteilung unter Führung des Kurators Konstantin Ruske rückte unmittelbar mit Fangnetzen aus, staunte aber nicht schlecht, als sie einen Luchs einkreisten und ihn mit geübten Aktionen in eine große Transportbox treiben konnten. Gewissheit, dass es ich um den entlaufenen Luchs des Magdeburger Zoos handelte, erhielten wir durch das Ablesen des Microchips, welchen das Weibchen noch in ihrem Geburtszoo bekommen hatte. Derzeit gewöhnt sich das Luchsweibchen in ihrer alten, nunmehr aber auch neuen Umgebung im Zoo wieder ein. Wir sind über die Heimkehrerin überglücklich und wollen gemeinsam mit allen Medienvertretern am kommenden Dienstag, den 1. April um 14:00 Uhr den Luchs wieder in das große Luchsgehege entlassen.

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