Zooticker

Es ist Frühling und obwohl man das ganze Jahr mit Jungtieren rechnen kann scheint es so, als ob gerade jetzt besonders viele Tierkinder durch Zoos und Wildparks wuseln.
Im Tierfreigelände I im Bayrischen Wald sind drei kleine Braunbären zu sehen.
Das erste Jungtier im Amerika-Zoo in Limbach-Oberfrohna ist ein Zwergzebu.
Im Tier-und Vogelpark Irgenöd ist ein Lama zur Welt gekommen, im benachbarten Wildpark Ortenburg einige Zwergziegen und Kamerunschafe.
Im Wildpark Pforzheim sind 17 , in der Alten Fasanerie Hanau 10 Wildschweinfrischlinge zur Welt gekommen. Auch in vielen anderen Wildparks kann man die kleinen Ferkelchen beobachten.

Der Augsburger Newsletter ist bereits seit dem 24. März auf der Homepage, als Abonnent desselben ist er mir aber noch nicht untergekommen…deswegen erfolgt die ausschnittsweise Wiedergabe hier ebenfalls mit Verspätung:
Erneut überraschend kam ein kleiner Plumplori zur Welt. Obwohl sich die Mutter Kalle um ihn kümmerte, verstarb er nach fünf Tagen. Ein Alpakahengst, dieses Mal einfarbig braun, wurde geboren. In der Tropenhalle schlüpften drei Straußwachteln, ein Jacarinifink und fünf Zebrafinken. Das Ei der Hornraben war leider unbefruchtet.
Die vier weiblichen Erdmännchen aus dem Zoo Erfurt haben sich gut in die Gruppe integriert. Sie sind durch die wesentlich hellere Fellfarbe leichtvon den Männchen zu unterscheiden.
Aus dem Tierpark Schönbrunn kam ein weiblicher Fidschi-Leguan für das einzelne Männchen im Reptilienhaus. Vier Taggeckos aus Privathaltung sollen in das inzwischen leere Gehege (die bisher dort lebenden Reptilien sind in das Elefantenhaus umgezogen) in der Tropenhalle einziehen.
Je zwei Nachzuchten der Zwergwachteln und der Kanadagänse reisten in den Zoo Halle. Zwei Seidenhühner wurden an privat abgegeben.
Kurz nach Tiger Jacques musste ein weiterer Todesfall einer Tierpersönlichkeit des Zoos beklagt werden: Giraffenbulle Marvin verstarb im Alter von 19 Jahren nachdem er nicht mehr aufstehen konnte. Die Obduktion hat noch kein Ergebnis gebracht. Klar ist bisher nur, dass er keine Verletzung an den Beinen hatte. Aus Altersgründen musste Takinbulle Knut eingeschläfert werden, ebenso der männliche Zwergplumplori im Tigerhaus.
Bedingt durch das schöne Wetter konnte an der Vogelvoliere im Außenbereich weiter gearbeitet werden. So wurde der Bachlauf modelliert und außerdem Bambus gepflanzt. Parallel dazu konnte der Außenputz am Haus angebracht werden. Nachdem die Aufheizphase der Fußbodenheizung nun planmäßig voran geht, kann demnächst der Innenbereich fertig gestellt werden.
Besonders gut gefällt mir der Social Stream, bei dem man richtig neidisch werden könnte. Der Beutelwolf-Blog hätte etwas Vergleichbares ebenso gerne, hat aber noch nicht herausfinden können (und bisher auch beim Zoo selbst noch nicht nachgefragt)

01.04.2014, Tier- und Kulturpark Bischofswerda
Die Einsamkeit hat ein Ende
Nachdem unser Polarfuchs Rocco vor ca. 4 Wochen seine Partnerin verloren hat, bekommt er nun eine neue, 3-jährige Fähe aus dem Wildpark Lüneburger Heide. Sie wird zur Schaufütterung am 30. März 2014, 15.00 bis 15.30 Uhr, erstmals den Besuchern vorgestellt. Noch hat die Füchsin keinen Namen und wir bitten um Ihre Namensvorschläge. Diese können Sie am 30.03.2014, oder an jedem anderen Tag, gern bei uns abgeben.

03.04.2014, Haus des Meeres, Wien
Diskusfische: Wild- und Zuchtformen zu sehen
„Schönheit liegt im Auge des Betrachters.“
So lautet der oft zitierte Spruch. Deswegen präsentiert nun das Haus des Meeres in einem speziellen Aquarium verschiedenste, überaus farbenfrohe Zuchtformen des Diskusfisches.
Wie die meisten Zoos hat es sich auch das Haus des Meeres zur Aufgabe gestellt, Tiere zu halten und zu zeigen, wie sie in der Natur vorkommen. Es sind dies allesamt Wildformen, also nicht über gezielte Zucht durch den Menschen veränderte Arten. Eine dieser ursprünglichen Arten, der Braune Diskus, wird seit kurzem in der Amazonas–Dschungel– Passage gezeigt.
Wir tun dies zum einen, weil wir den Menschen in der Stadt einfach unverfälschte Natur näher bringen möchten, und zum anderen, weil einige dieser Tiere in ihrer Existenz massiv bedroht sind, und es daher wichtig ist, sie in ihrer ursprünglichen Art und Gestalt zu vermehren. Nun haben wir uns trotzdem entschlossen dem so genannten „König der Süßwasserfische“ – dem Diskusbuntbarsch – ein eigenes Aquarium mit Zuchtformen zu widmen. Ist der doch der einzige unter den Zierfischarten, der aufgrund seiner Beliebtheit in Preisklassen von einigen hundert Euro vorstößt.
Seien es nun flächig hellblau gefärbte Tiere, gänzlich rote, oder Tiere mit einer Vielzahl an wellenförmigen Linien, ja selbst weiße, gelbe, oder geisterhaft graue Fische wurden aus den Wildformen herausgezüchtet. Nun können sich Besucher ansehen, wie Züchter das natürliche Erscheinungsbild des Fisches in den letzten 40 Jahren verändert haben, um andere Menschen durch Fische mit ausgeprägten Farben und einem auffälligen Zeichnungsmuster zu erfreuen, und das alles gentechnikfrei.
Eingriffe in das Erbgut von Tieren durch Zuchtauslese, abseits von gentechnischen Maßnahmen, begleiten unser Dasein seit Abertausenden von Jahren und sind Teil unserer Kulturgeschichte. Davon zeugen nicht nur die unterschiedlichen Sorten von Äpfeln im Supermarkt, die vielen Hunderassen oder die regionalen Weinsorten der Thermenregion, sondern auch die seit rund 2.000 Jahren in China und Japan ausselektierten Farbspielrassen des Karpfen, die hierzulande als Koi bezeichnet werden. Seit einigen Jahren begrüßen Vertreter dieser Fische die Besucher des Haus des Meeres bereits beim Eingang und sind ein Besuchermagnet.
Nun können sich unsere Gäste im 10. Stock – im Viktor Otte Saal – nebst den Hammerhaien auch an den schillernden und farbenfrohen Diskusbuntbarschen erfreuen.

Die neueste Ausgabe des TIERGARTEN (01/2014) ist erschienen. Das Magazin enthält unter anderem Berichte über die (wilde) Tierwelt Kretas, die neuen Anlagen für Kleine Panda und Erdmännchen, sowie die Zuchtbemühungen bei Sibirischen Tiger und einige mehr.

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