Zoopresseschau

Urlaubsbedingt gibt es diesmal eine längere Zoopresseschau, die von vergangener Woche und die aktuelle, wie man sich denken kann.
Seit gestern kursieren ja diverse Berichte über Psychopharmaka bei Zootieren durch die Medien. Ich weiß nicht, inwieweit sich das auf diverse Pressemitteilungen der großen Zoos auswirken wird, aber ich habe mich gegen einen gesonderten Beitrag entschieden. So neu ist die Sache nämlich nicht.
Ich habe schon 2012 über Diazepam bei Delfinen berichtet.
Und Antidepressiva werden nicht erst seit gestern verabreicht. Ob das gut oder schlecht ist sei dahingestellt, ich werde das nicht beurteilen und was auch nicht vergessen werden darf: Auf Verhalten spezialisierte Tierärzte, die Haustiere behandeln, verwenden dagegen immer wieder Antidepressiva. (mehr dazu hier). Und bevor sich irgendwelche Meinungen festigen: Es ist nicht leicht an eine Zooapotheke zu gelangen, nur bestimmte Personen (meist ausschließlich Tierärzte) haben darauf Zugriff und der Gesetzgeber kontrolliert die Verwendung (oder sollte es zumindest tun)
Aber nun zurück zur eigentlichen Zoopresseschau.

Zoo Dortmund 23.04.2014
Das erste Breitmaulnashorn-Baby kam am Ostermontag in Dortmund zur Welt
Da stand das kleine plötzlich mit im Stall: Am Ostermontag brachte im Zoo Dortmund die Breitmaulnashorn-Dame Shakina ihr erstes Nashorn-Baby zur Welt. Nach etwa 17-monatiger Trächtigkeit gebar sie ein gesundes Mädchen. Allein der Anblick des noch hornlosen Mini-Nashorns ist für den Betrachter, ob Besucher oder Zooprofi, herzergreifend. Darüber hinaus sind die Mutter Shakina und der Vater Amari gerade selbst erst im fortpflanzungsfähigen Alter. Der erste Nachwuchs ist ein sehr gutes Zeichen für eine zukünftig erfolgreiche Zucht mit dieser kleinen, noch jungen Zuchtgruppe. Und gerade das ist so wichtig wie nie zuvor, steigt doch die Gefährdung der wildlebenden Tiere durch illegale Bejagung massiv an. In den ersten Tagen benötigten Mutter und Kind vor allem Ruhe zur Erholung und zur Gewöhnung aneinander. Daher blieb das Nashornhaus zunächst geschlossen. Noch vor dem kommenden Wochenende soll es zeitweise für die Besucherinnen und Besucher geöffnet werden.

Zoo Salzburg 23.04.2014
Auf die Plätze, bald geht’s los – der 2. Salzburger Zoolauf findet am Samstag, 17. Mai, statt!
„Laufen für einen guten Zweck!“ ist auch heuer wieder das Motto der einmaligen Laufveranstaltung durch den Salzburger Zoo. Der Reinerlös kommt den Kinder- und Jugendbetreuungsprojekten von Rainbows Salzburg und den Tier-, Natur- und Artenschutzprogrammen des Zoo Salzburg zugute. Jetzt anmelden! Jeder, der sich bis Sonntag, 27. April, unter salzburg-zoolauf.at anmeldet, erhält eine personalisierte Startnummer, auf der der Vorname und auch auf Wunsch ein Team-Name steht! Das neue Zeitnehmungssystem macht es möglich. Neu ist heuer, dass der Chip in der Startnummer integriert ist. So muss niemand mehr einen Chip am Fuß oder Handgelenk tragen! Das Nenngeld für den Bambini-Wolfslauf über die Distanz von 420 Metern beträgt 10 € und beim 680 Meter langen Steinbocklauf kostet die Teilnahmegebühr für ein Kind oder einen Jugendlichen 12 €. Für den Steinbocklauf kann sich auch ein Erwachsener mit einem Kind für eine Nenngebühr von 17 € anmelden. Vorbei an Steinbock, Jaguar, Nashorn und Co. führt die Strecke des 2. Salzburger Zoolaufs für Erwachsene: 5,9 Kilometer ist die Distanz dieses Laufs, der nicht nur durch das gesamten Zoo-Areal führt, sondern auch eine Schleife durch die historische Hellbrunner Parklandschaft zieht. Die Nenngeld für die Laufstrecke beträgt 20 €. Alle weiteren Details zu den Startzeiten, der Streckenführung, Zeitmessung und Teilnahmebedingungen finden Sie unter salzburg-zoolauf.at!

Tierpark Hagenbeck Hamburg 23.04.2014
Tschüss und Doswidanja Neseyka
Mit einem weinenden und einem lachenden Auge hat der Tierpark Hagenbeck Abschied von Walross Neseyka genommen. Kurz vor Ostern ist sie wieder nach Hause ins russische Ischewsk gereist. Nach dem langen Weg mit dem Flugzeug und den Fahrten im gekühlten LKW freuen wir uns, dass sie gesund und munter angekommen ist. Nesesyka war das erste Walross, das 2012 im neuen Eismeer einzog. Seit der Eröffnung war sie der Star für Medien und Besucher. Durch ihre freundliche, dem Menschen zugewandte, Art eroberte sie alle Herzen im Sturm. Doch ihr Aufenthalt war von vornherein von begrenzter Dauer. Der Zoo in Ischewsk konnte dem Tier bei seinen Zahnproblemen nicht mehr weiterhelfen. So kam Neseyka per Einstellungsvertrag für zwei Jahre nach Hamburg. Hier wurde sie schließlich im Sommer 2013 operiert. Ihre chronische Entzündung an den Zahnwurzeln war mit Medikamenten nicht mehr einzudämmen. Frei von Kopf- und Zahnschmerzen genoss Neseyka das vergangene Jahr mit den vier Walrossen, die aus dem Moskauer Zoo nach Hamburg gekommen waren. Eine ähnliche Gruppe wartet auch im Ischewsk auf sie. „Sie wird es dort richtig gut haben“, ist sich Reviertierpfleger Dirk Stutzki sicher, auch wenn ihm der Abschied schwer fiel. Die vierköpfige Gruppe, die aus dem Bullen Odin, den Kühen Dyna und Polosa sowie deren Tochter Olivia besteht, ist weiterhin im Eismeer zuhause. Dies ist Deutschlands einzige Walross-Zuchtgruppe. Im Frühling trötet und hupt Odin – sehr zur Freude der Besucher – und versucht so die Herzen seiner Damen zu gewinnen.

Zoo Frankfurt am Main 23.04.2014
Bye-bye BERANI – die junge Sumatra-Tigerin siedelt heute in den Zoo von Augsburg über
Heute, am 23. April, bricht für Sumatra-Tigerin BERANI ein neuer Lebensabschnitt an: Am frühen Morgen wurde sie von Tierpflegern des Augsburger Zoos abgeholt. In dem bayerischen Zoo wird die Tigerin bald ihren neuen Partner kennenlernen, der aus Champrépus in Frankreich nach Augsburg kommt. Ein Jahr lang war die am 3. April 2013 geborene Sumatra-Tigerin einer der Besucher-lieblinge im Zoo Frankfurt. Jetzt wird es für BERANI Zeit, sich von der Mutter zu trennen und selber Nachwuchs zu bekommen. „Wir sind froh, BERANI in die hervorragende Haltung des Augsburger Zoos abgeben zu können, wo sie auch bald auf ihren neuen Partner, den ebenfalls einjährigen Kater DHJALA treffen wird, mit dem sie sich sicher schnell gut versteht“, so Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. „In welchen Zoo bei uns geborene Tiere kommen, entscheiden wir aufgrund der Empfehlung des Zuchtbuchführers“, erklärt Niekisch. Der Zuchtbuchführer für Sumatra-Tiger sitzt in London bei der Zoological Society (ZSL). Er hat für BERANI den Zoo Augsburg ausgesucht und auch schnell einen genetisch passenden Kater gefunden. Dem Abtransport war ein Kistentraining über mehrere Tage vorangegangen. BERANI sollte die Transportkiste kennenlernen und üben, sie freiwillig zu betreten. So sollte vermieden werden, dass die Tigerin für das Einladen in die Kiste betäubt werden muss. „Dies“, so Niekisch, „ist besonders schonend und stressfrei. Wann immer möglich, versuchen wir die Tiere auf diese Weise auf den Transport vorzubereiten.“ Die Eltern von BERANI, der fast 14-jährige Kater IBAN und die 13-jährige MALEA, werden nun sehr bald wieder zusammen durch ihre Anlage im Zoo Frankfurt streifen und, so die Hoffnung von Zoodirektor Niekisch, wieder Nachwuchs bekommen.

Zoo Duisburg 23.04.2014
Der Zoo Duisburg nimmt Abschied von Europas ältestem Zoo-Koala
Kangulandai (bedeutet „die Erste“ in der Sprache der australischen Aborigines) war der erste Koala, der in Europa erfolgreich aufgezogen wurde. Es war seinerzeit eine riesige Sensation und markierte einen Meilenstein in der Zoogeschichte, als Kangulandai 1995 im Zoo Duisburg geboren wurde, nur ein Jahr, nachdem die Koalahaltung in Duisburg und in Deutschland seinen Anfang nahm. Riesengroß war die Begeisterung bei allen Mitarbeitern des Zoos, als damals zuerst ein Bein und ein Arm, und letztendlich dann der kleine Kopf des jungen Koala-Weibchens mit den dunklen Kopfaugen aus dem schützenden Beutel des Muttertieres hervorlugte. Der anschließende Medienansturm war überwältigend und wirkte wie bei einem Staatsbesuch. Und tatsächlich ließ es sich der damalige australische Botschafter in Deutschland nicht nehmen, dem Koala-Nachwuchs persönlich seine Aufwartung zu machen. Fast 20 Jahre lebte Kangulandai am Duisburger Kaiserberg und war damit der mit Abstand älteste Koala in Europa. Im Freiland in Australien werden Koalas selten älter als 10 Jahre. Das fortgeschrittene Alter von Kangulandai zeigte sich zuletzt aber deutlich an einer verminderten Beweglichkeit und fortschreitendem Gewichtsverlust. Durch die eingeschränkte Bewegung baute die Muskulatur ab, die der Koala zum Klettern dringend benötigt. In den letzten Tagen hat sich Kangulandai nur noch minimal fortbewegt, kaum gefressen und wurde sehr unsicher. Um ihr einen Sturz aus der Astgabel und mögliche Verletzungen zu ersparen, hat sich der Zoo schweren Herzens dazu entschlossen, das altersschwache Tier sanft einschlafen zu lassen. Ein paar Tränen blieben im Koalahaus nicht aus. Allerdings können die Koalapfleger auf viele gute Jahre mit Kangulandai zurückblicken, denn sie selbst wurde insgesamt 8 mal Mutter und ihre Nachkommen vertreten die Duisburger Gene mittlerweile in einigen europäischen Zoos.

Tiergarten Schönbrunn Wien 23.04.2014
PANDAJUNGTIER FU BAO SCHAUKELT GERNE
Mit Mutter Yang Yang spielen, klettern und neugierig das Gehege entdecken: So ausgelassen ist das Leben des Pandanachwuchses im Tiergarten Schönbrunn. Seit kurzem hat Fu Bao eine neue Lieblingsbeschäftigung: schaukeln. Wenn das schwarzweiße Fellknäuel nicht gerade ganz nach Pandamanier ein Schläfchen hält, ist er meist hoch oben in den Bäumen oder in der Schaukel, die POM-BÄR bereits seinem älteren Bruder Fu Hu geschenkt hat. „Fu Bao findet es spannend, dass sich die Schaukel bewegt, wenn er hinaufklettert. Aber auch seine Mutter findet sie sehr gemütlich. Yang Yang hält gerne ihr Mittagsschläfchen in der Schaukel“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Fu Bao ist vergangene Woche acht Monate alt geworden. Mittlerweile bringt er bereits 14 Kilogramm auf die Waage. Da Pandajungtiere im Freiland als Einzelkinder aufwachsen, sind ihre Mütter ihre Spielgefährten und dabei verlangt Fu Bao seiner Mutter einiges ab. Schratter: „Fu Bao ist natürlich sehr verspielt und er kann beim Spielen ganz schön übermütig werden. Immer wieder zwickt er seine Mutter mit seinen spitzen Milchzähnen. Aber Yang Yang nimmt das gelassen. Sie war schon bei ihren ersten beiden Jungtieren sehr geduldig.“

Zoo Heidelberg 22.04.2014
Ausstellung im Zoo Heidelberg: „Tierblicke“ von Vera Wisseler
Der Zoo Heidelberg präsentiert ab dem 27. April faszinierende Tiergemälde von Vera Wisseler. Ihre Ausstellung „Tierblicke“ ist in der Scheune des Zoos bis Ende Juni 2014 zu sehen. Dargestellt sind Vera Wisselers Tiere nicht in ihrem alltäglichen Umfeld. Sie befinden sich vielmehr in einer fantasierten, nicht eindeutig definierten Welt. (Öl)-Farben und Pinselstrich geben jedem der Tiere damit ein eigenes Leben. Sie sind deshalb nicht einfach abgebildet, sondern, so Wisseler, „kommunizieren mit der Malerin und den Betrachtern“. Dies gelingt Vera Wisseler dadurch, dass sie jedem ihrer Tiere seinen eigenen Charakter gibt – oder lässt. Für ihre farbkräftigen Porträts und Ganzdarstellungen wählt sie mittlere und größere Formate auf Leinwand oder Karton, aus denen heraus die Tiere mit ihrem Gegenüber Blickkontakt aufnehmen oder ihm durch eine bestimmte Körperhaltung entgegentreten. Das geplante neue Löwengehege im Zoo Heidelberg liegt der Malerin sehr am Herzen. Ein Teil des Verkaufserlöses ihrer Bilder soll ihrem Wunsch gemäß als Spende diesem Projekt gewidmet sein. Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, den 27. April um 11.00 Uhr in der Scheune des Zoos statt.

Naturschutz-Tierpark Görlitz, 17.04.2014
Der Naturschutz-Tierpark Görlitz erhält Auszeichnung der Deutschen UNESCO-Kommission
Am 29. April 2014 fahren Dr. Sven Hammer, Direktor und Katrin Matthieu, Zoopädagogin des Naturschutz-Tierparks Görlitz nach Osnabrück, um für die Umsetzung ihres Projektes „Nachhaltige Landwirtschaft in Tibet und Deutschland“ zum Bau der Entdeckerscheune und des Haustierspielplatzes eine Auszeichnung entgegen zu nehmen. Die Deutsche UNESCO-Kommission hat dieses Projekt als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Das Projekt „Nachhaltige Landwirtschaft in Tibet/Deutschland“ zeigt eindrucksvoll, wie zukunftsfähige Bildung aussehen kann. Das Votum der Jury würdigt das Projekt, weil es verständlich vermittelt, wie Menschen nachhaltig handeln“, so Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees und der Jury der UN-Dekade in Deutschland. Die Auszeichnung erhalten Initiativen, die das Anliegen dieser weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen: Sie vermitteln Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln. Eine Jury aus Experten entscheidet über die Auszeichnung der Bildungsprojekte. Voraussetzung ist die Ausrichtung der Arbeit an den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. So müssen Wissen und Kompetenzen aus den drei Nachhaltigkeits-Dimensionen Wirtschaft, Soziales und Umwelt vermittelt werden. Außerdem ist wichtig: Die Projekte haben einen innovativen Charakter, wirken in die Breite und bemühen sich um die Zusammenarbeit mit anderen Projekten.

Zoo Krefeld, 17.04.2014
„Pinguin-Pool“: Neue Attraktion im Zoo Krefeld ist eröffnet – Auge in Auge mit den Humboldt-Pinguinen
Im Krefelder Zoo freuen sich 20 Pinguine und eine Kolonie Inka-Seeschwalben über den Einzug in den neuen „Pinguin-Pool“. Rechtzeitig zu den Osterfeiertagen wurde die 800 Quadratmeter große, moderne und naturnahe Anlage fertiggestellt. Vor den Augen der Besucher eröffnet sich ein felsiges Küstenpanorama in dessen Vordergrund ein Wasserbecken mit einer Fläche von 250 Quadratmetern in eine Dünenlandschaft eingebettet liegt. Durch eine große Scheibe können die flinken Schwimmvögel nun gut bei ihren rasanten „Unterwasserflügen“ beobachtet werden. Überspannt wird die Anlage von einer unauffälligen, feinmaschigen Netzkonstruktion, die die Inka-Seeschwalben am Entweichen hindert. Der Clou an der neuen Anlage: Ein Weg führt mitten hindurch. So können Vögel und Besucher sich nahe kommen wie nie zuvor. Bei der Planung des „Pinguin-Pools“ wurde die Zooleitung durch das Architekturbüro Buchert aus Landau unterstützt, das bereits Erfahrung mit dem Bau einer Pinguinanlage im dortigen Zoo hatte. Gestaltet wurde die natürlich anmutende Felsenlandschaft durch die Brüder Uwe und Andreas Thürnau vom studio grafico naturalistico aus Berlin. Mit viel Erfahrung im Bau von naturnahen Kunstfelsen und der Gestaltung von Natur-Dioramen verwandelten sich in den vergangenen Monaten unscheinbare Betonwände in die südamerikanische Küstenlandschaft. Zoogärtner und -handwerker sorgten anschließend für die landschaftsgärtnerische Gestaltung. Gräser, niedrig wachsende Pflanzen und südamerikanische Pfennigbuchen bestimmen das Pflanzbild des Geheges. Vorbild ist der natürliche Lebensraum der Humboldt-Pinguine an den felsenreichen Küsten und in den Dünen der Pazifikküste Chiles und Perus. Dort leben sie in großen Kolonien und jagen ihre Hauptbeute, Fische und Tintenfische, in der kalten Humboldt-Meeresströmung der Küstengewässer. Zu den Humboldt-Pinguinen und Inka-Seeschwalben werden sich bald noch einige Rotschulter- und Zimtenten gesellen. Alle Arten haben eine lange Tradition im Zoo. Humboldt-Pinguine werden seit 1960 hier gehalten. Die alte Anlage stammte in ihren Ursprüngen noch aus den 1960er-Jahren und wurde 1988 erneuert. Der jetzige Neubau wurde notwendig, da in der alten Anlage immer wieder Pinguine an Infektionen starben und schon lange keine Jungtieraufzucht mehr stattfand. Der Verein der Zoofreunde Krefeld ermöglichte die vollständige Finanzierung der Pinguinanlage in Höhe von 550 000 Euro. Die Summe kam durch die Spendenaktionen Zoolotterie, Pinguin-ART und Fördersteine, aber auch durch zahlreiche private Spender und Sachspenden einzelner Baufirmen zustande. Eine Tafel am Eingang der Anlage nennt die Namen der Förderer, ohne deren Unterstützung der Neubau nicht möglich gewesen wäre. Humboldt-Pinguine sind stark bedroht: An der Westküste Südamerikas lebten in den 1950er-Jahren rund 1,5 Millionen, heute sind es nur noch etwa 13 000 Tiere. Geht diese Entwicklung weiter, werden sie in 30 Jahren dort aussterben. Die Ursachen sind Überfischung, Klimaveränderung, Zerstörung von Lebensraum durch Tourismus und die Verschmutzung der Meere mit Öl und Müll. Seit 2012 sind der Zoo und die Zoofreunde Krefeld Mitglied im Verein „Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins“ mit Sitz in Landau. Ziele des 2008 gegründeten Vereins sind Schutz und Überwachung von Brutkolonien, Errichtung von Meeresschutzzonen, Durchsetzung von Fangverboten mit Kiemennetzen und Verhinderung des Fischens mit Dynamit, Sensibilisierung der lokalen Bevölkerung für Naturschutzthemen, Schaffung alternativer Einkommensquellen sowie Beratung zoologischer Gärten bei der artgerechten Haltung von Humboldt-Pinguinen. Zur Eröffnung der neuen Anlage im Krefelder Zoo hat Dr. Christina Schubert, 2. Vorsitzende von Sphenisco, das Projekt vorgestellt. Zoo und Zoofreunde überreichten einen Scheck für die Freiland-Projekte von Sphenisco. In den ersten Wochen sollen sich die neuen Bewohner des „Pinguin-Pools“ an die Gegebenheiten gewöhnen. Solange wird der Weg durch die Anlage noch für die Besucher gesperrt sein. Von außen und durch die Panoramascheiben können Pinguine und Inka-Seeschwalben jedoch bereits in den Osterferien sehr gut beobachtet werden. Eckdaten zur neuen Anlage: Beteiligte Spezial-Firmen: Architekt Peter Buchert, Landau; Rohbau Heuck, Krefeld; Felsengestaltung studio grafico naturalistico, Berlin; Netzbau Rofia, Rostock. Kosten 550 000 Euro, Fläche 800 Quadratmeter, Wasserfläche 250 Quadratmeter -Menge 300 Kubikmeter, Netz-Fläche 950 Quadratmeter, Scheibendicke vier Zentimeter in drei Schichten. Pinguine 20 Tiere (10 Brutpaare), Herkunft: Zoo Wien (7), Zoo Karlsruhe (2), Zoo Zürich (4), Zoo Beauval (2), Zoo Krefeld (5); Inka-Seeschwalben Zoo Krefeld (7), Naturzoo Rheine (9); Rotschulterenten Zoo Krefeld (5); Zimtenten Zoo Krefeld (2).

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 17.04.2014
ELEFANTENKINDER IQHWA UND TULUBA SIND NUN SPIELGEFÄHRTEN
Erfreuliche Nachrichten aus dem Tiergarten Schönbrunn: Die siebenköpfige Elefantenherde ist wieder vereint. Leitkuh Tonga wurde vor der Geburt der kleinen Iqhwa im vergangenen September gemeinsam mit ihrer ersten Tochter Mongu von der restlichen Herde getrennt. „Wenn ein neues Mitglied zur Herde kommt, ist es immer schwer abzuschätzen, wie die anderen Elefanten reagieren. Schritt für Schritt wurde die Gruppe zusammengewöhnt und nun sind wieder alle gemeinsam auf der Außenanlage. Das kleine Elefantenmädchen Iqhwa und der drei Jahre alte Bulle Tuluba, unsere beiden Jüngsten, können jetzt miteinander spielen und herumtoben“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Elefanten sind Herdentiere. Die Weibchen und ihre Jungtiere leben in Gruppen zusammen, während sich erwachsene Männchen der Herde nur zur Paarungszeit anschließen. Angeführt wird die Herde von einem älteren, erfahrenen Weibchen, das sie zu den besten Futter- und Wasserplätzen bringt. Für die Besucher im Tiergarten Schönbrunn ist es nun besonders nett, die beiden Elefantenkinder beim Spielen zu beobachten. Schratter: „Die kleine Iqhwa liebt es, Tuluba zu ärgern und auszutesten, wie viel er sich gefallen lässt. Aber auch Tuluba freut sich sichtlich über seine neue Spielgefährtin. Wird er zu übermütig, stellt sich Tonga schützend dazwischen.“

Zoo Augsburg 30.04.2014
Nashornbulle Bantu angekommen
Gestern Abend um 20 Uhr kam der Container mit dem neuen Nashornbullen „Bantu“ im Augsburger Zoo an. Der 9-jährige Bulle, der in London geboren wurde, lebte die letzten Jahre in einer Junggesellengruppe im Gaiapark in den Niederlanden. Inzwischen ist er im zuchtfähigen Alter und so wurde er vom Zuchtbuchführer an den Zoo Augsburg vermittelt. Heute durfte er bereits im Vorgehege durch die Gitterstäbe ersten Kontakt mit den Weibchen aufnehmen. „Chris“ und „Kibibi“ scheinen von dem neuen Mann sehr angetan zu sein. Wenn er sich in den nächten Tagen mit seinen Gehegen vertraut gemacht hat, kommt es dann auch zu einem ersten direkten Kontakt mit den Damen. Dies wird bei den Tigern sicherlich noch etwas länger dauern. Djhala ist immer noch sehr nervös, und das Tigerhaus muss leider weiter geschlossen bleiben. Tigerin Berani ist im Pavillon aber vom Besucherweg aus zu sehen. Aber es gibt es auch eine traurige Nachricht zu vermelden: Bei Löwin Erica wurde eine Gebärmuttervereiterung festgestellt, die eine sofortige Operation notwendig macht. Leider verlief diese nicht erfolgreich und Erica ist dabei verstorben.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 30.04.2014
Hilfe für die Gorillaschützer im Virunga-Park: Ein Geländewagen für die Spürhundstaffel
Seit Anfang 2012 unterstützt die Wilhelma mit Fundraising-Aktionen ein Spürhunde-Projekt – die „Congohounds“ – im Virunga-Park in der demokratischen Republik Kongo, dem ältesten Nationalpark Afrikas und Unesco-Weltnaturerbe. Allein im Jahr 2013 kamen aus Spendenaktionen und dem Handyrecyling-Projekt der Wilhelma rund 20.000 Euro für den Park zusammen. Von diesen konnte sich das Congohound-Team Anfang 2014 erstmals einen Einsatzwagen leisten. Der neue Gelände-Jeep erweitert den Aktionsradius der Ranger und ihrer eigens ausgebildeten „Congohounds“ deutlich und steigert damit Schnelligkeit und Erfolgschancen beim Schutz der letzten Berggorillas und im Kampf gegen Wilderei und Co. Auf dramatische Weise bestätigte sich vor Kurzem, wie nötig und hilfreich der Geländewagen ist: Denn mit ihm konnten die Leiterin des Congohound-Teams Dr. Marlene Zähner und ihre Ranger dem Leiter des Virunga-Parks Emmanuel de Merode rasch zu Hilfe eilen, als dieser am 15. April auf dem Rückweg aus der Hauptstadt Goma von Unbekannten niedergeschossen worden war. Er überlebte den Anschlag glücklicherweise und befindet sich auf dem Weg der Besserung. Allein in den letzten drei Jahren waren 20 Ranger bei der Verteidigung des Nationalparks getötet worden – im ständigen Kampf gegen Rebellen, Wilderer und die Holzkohlemafia. Als er angeschossen wurde, war Emmanuel de Merode allein unterwegs und kam gerade von einem Treffen mit Regierungsvertretern, bei dem er sich gegen die nun obendrein drohende Zerstörung des Weltnaturerbes durch die geplanten Ölförderungen der Firma Soco International im Park eingesetzt hat. Am Pfingstsonntag und -montag, dem 8. und 9. Juni 2014, wird Dr. Marlene Zähner bereits zum vierten Mal in der Wilhelmaschule zu Gast sein und in Vorträgen über die ebenso wichtige wie gefährliche Arbeit der Ranger und ihrer Bluthunde berichten. Zeitgleich veranstaltet die Wilhelma eine weitere Fundraising-Aktion für den Gorillaschutz im Menschenaffenhaus. (Wir werden in einer gesonderten Meldung nochmals zeitnah auf diese Aktionen hinweisen). Mit Spendensammlungen durch Kampagnen, Tombolas, Versteigerungen, Aktionstage und das Handyprojekt unterstützt die Wilhelma derzeit etwa acht Artenschutzprojekte weltweit, darunter auch den Schutz von Tigern, Nashörnern, Okapis, Drills, Orang-Utans und Bonobos.

Tierpark Berlin 28.04.2014
Tierpark Berlin freut sich über europäische Erstzucht bei der Palawan-Bengalkatze
Die Bengalkatze ist eine Traditionsart im Berliner Tierpark. Der erste Vertreter dieser südostasiatischen Kleinkatzenart traf bereits 1961 aus dem Zoo Hanoi ein. Seit 1964 vermehrt sich die Bengalkatze bis heute erfolgreich. Zu Beginn 2013 gelang es dem Tierpark, zwei Paare einer nur auf der philippinischen Insel Palawan beheimateten Unterart der Bengalkatze, die sogenannte Palawan-Bengalkatze, einzuführen. Die vier jungen Tiere stammten aus der Zucht des philippinischen Zoos Avilon, welcher sich für den lokalen Artenschutz einsetzt. Ein Jahr nach ihrer Ankunft im Alfred-Brehm-Haus des Tierparks, brachte eines der beiden Weibchen erfolgreich Zwillinge in einer geschützten Baumhöhle – ähnlich wie im Freiland – zur Welt. Die Aufzucht der beiden Jungen funktioniert im Beisein des Vaters ohne Schwierigkeiten. Alle vier leben friedlich als Familie zusammen. Im Alter von acht Wochen wurden die Jungen den Standardimpfungen für Katzenkrankheiten unterzogen und dabei konnte auch das Geschlecht festgestellt werden. Es handelt sich um ein Männchen und ein Weibchen, welche von den Tierpflegern die Namen „Ilian“ und „Taytay“ erhielten. Bei den Namen handelt es sich um zwei Orte auf der Insel Palawan. Die Palawan-Bengalkatze lebt auf den Philippinen ausschließlich auf der westlichen Insel Palawan sowie auf einigen vorgelagerten Inseln. Die Bestandsituation dieser Unterart im Freiland ist gänzlich unbekannt. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass der Bestand ähnlich wie bei anderen philippinischen Tierarten rückläufig ist. In Zoologischen Gärten außerhalb der Philippinen wird die Unterart derzeit nur im Tierpark Berlin und in einem englischen Zoo gehalten. Das Ziel ist es, eine Erhaltungszucht aufzubauen, zukünftige Nachzuchten an andere, interessierte Zoologische Gärten weiterzugeben und so einen Reservebestand außerhalb der Philippinen aufzubauen. Die Spezialistengruppe für Katzen innerhalb des Europäischen Zooverbandes (EAZA) freut sich über diese seltene Nachzucht und die beiden Jungtiere „Ilian“ und „Taytay“ werden im Herbst in die Zoologischen Gärten Prag und Pilsen übersiedeln.

Zoo Heidelberg 28.04.2014
Zoo Heidelberg setzt auf nachhaltig gefangenen Fisch mit MSC-Siegel.
Für die Mähnenrobbengruppe gilt: Genuss mit Verantwortung Der Zoo Heidelberg setzt nachhaltig gefangenen Fisch, zertifiziert nach dem Standard des Marine Stewardship Councils (MSC), auf den Speiseplan seiner Mähnenrobben. Ab sofort verfüttern die Pfleger des Robben- und Raubtierreviers Hering mit dem MSC-Siegel. Dafür hat sich der Zoo Heidelberg nach dem Rückverfolgbarkeits-Standard des MSC zertifizieren lassen. Artenschutz und Nachhaltigkeit stehen im Zoo Heidelberg und seiner Zooschule an oberster Stelle, Werte, die der Zoo konsequent vorantreiben möchte. Ein nachhaltiges Speiseangebot für die Zootiere spielt hierbei eine wichtige Rolle. Bei den mächtigen Meeressäugern steht Fisch täglich und ausnahmslos auf dem Speiseplan. Zwischen 25 und 50 Kilogramm Hering verspeisen Mähnenrobbenbulle Atos und seine fünf Weibchen während der zweimal täglich stattfindenden Fütterung. Bereits in den letzten Jahren hat der Zoo seinen Einkauf sukzessive auf Hering aus nachhaltiger Fischerei umgestellt. Die Zertifizierung verlangt vom Zoo, dass der Fischeinkauf und die Verfütterung des zertifizierten Fischs lückenlos und transparent dokumentiert werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Futterfisch bis zu jener nachhaltigen Fischerei zurückverfolgt werden kann, die ihn gefangen hat. Dafür darf der Zoo seinen zertifizierten Futterfisch künftig mit dem MSC-Siegel kennzeichnen. Das Siegel steht für den Einsatz umweltverträglicher Fangmethoden und für eine verantwortungsvolle Nutzung von Fischbeständen. Die MSC-Zertifizierung beweist in besonderem Maße das Engagement des Zoos für nachhaltige Fischerei. Selbstverständlich wird auch die Zooschule die Themen Fischkonsum und Nachhaltigkeit spielerisch und altersgerecht vermitteln. „Wir möchten einen Beitrag zur Stärkung des Bewusstseins für einen verantwortlichen Umgang mit der Ressource Fisch leisten und hoffen, dass der Nachhaltigkeitsgedanke auch in anderen Bereichen noch verbessert werden kann“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.

Zoo Osnabrück 28.04.2014
Mehr Platz für die Humboldt-Pinguine – Neue Bruthöhlen und großer Trockenbereich angelegt
Mehr Platz haben seit kurzem die 14 Humboldt-Pinguine aus dem Osnabrücker Zoo: Den neu angelegten Trockenbereich mit optimierten Bruthöhlen haben die ersten Pinguine schon bezogen. Jetzt hoffen die Zoomitarbeiter auf Nachwuchs – vielleicht sogar noch in diesem Jahr. „Mit dem neuen Trockenbereich haben wir die Fläche des Geheges fast um das Doppelte vergrößert“, berichtet Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Assistent im Zoo Osnabrück. Er hatte gemeinsam mit Kirsten Bischoff, Revierleiterin des Vogelreviers, Tierpfleger Thorsten Vaupel und den Zoohandwerkern um Rolf Piepmeier die Umbaumaßnahmen geplant und koordiniert. „Auf dem zusätzlichen Landteil haben wir sieben neue Bruthöhlen angelegt. Diese sind jetzt nach Süden ausgerichtet, bekommen also mehr Sonne ab, und sind somit wärmer. Zusätzlich wurde eine spezielle Drainage eingebaut, sodass die Höhlen trockener sind“, beschreibt Wulftange. „Die Höhlen sind außerdem mit einer Klappe ausgestattet – so können die Tierpfleger die Nester besser kontrollieren.“ Die Bruthöhlen auf der ursprünglichen Anlage sollen geschlossen werden. Erste Bruthöhlen bereits bezogen – In den neuen Trockenbereich gelangen die schwarzweißen Vögel durch eine Röhre, die unter dem Besucherweg verläuft. Anfangs waren die geselligen Tiere schüchtern: „Unsere Pinguine sind eher zurückhaltend. Sie brauchen immer etwas länger, um sich an Neues zu gewöhnen“, erklärt Revierleiterin Kirsten Bischoff. Doch das Warten hat sich gelohnt: Drei Pinguinpaare haben den neuen Anlagenteil schon in Beschlag genommen und ein Paar brütet bereits zwei Eier aus. „Ob die Eier befruchtet sind, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Falls ja, schlüpfen mit etwas Glück dann schon die ersten Küken“, hofft Wulftange. „Dass die Tiere sich an die neue Umgebung so schnell gewöhnen, damit haben wir nicht gerechnet. Deshalb freut uns der Erfolg besonders und zeigt uns, dass wir bei der Planung die Bedürfnisse der Tiere richtig eingeschätzt haben.“ Auch die Besucher profitieren von dem Gehegeumbau: „Der Weg, der von den Pinguinen zu den benachbarten Seehunden führt, geht nun über die neue Anlage. Diesen möchten wir später auch für die Pinguine öffnen. Dann können die Besucher die putzigen Tiere hautnah erleben. Das ist sicher ein tolles Erlebnis“, freut sich Bischoff. Zuerst müssen sich die watscheligen Gesellen allerdings noch an ihr neues Zuhause gewöhnen. Wann der Besucherpfad auch zur Pinguinstraße wird, steht noch nicht fest. Neues Salzwasserbecken – Zusätzlich zu dem neuen Trockenbereich haben die Humboldt-Pinguine, die ursprünglich aus Chile stammen und in der Wildbahn akut vom Aussterben bedroht sind, noch ein 300 Liter fassendes Salzwasserbecken im bisherigen Gehegebereich erhalten. Wulftange erklärt: „Salzwasser desinfiziert und ist gut für den Salzhaushalt der Tiere. Auch in der Wildbahn schwimmen die Pinguine im Salzwasser.“ Wissenswertes zu den Humboldt-Pinguinen (Spheniscus humboldti) – Pinguine sind die am besten an das Leben im Meer angepassten Vögel. Ihre Flügel sind als Ruder ausgebildet, mit denen sie gleichsam durchs Wasser „fliegen“ können. Sie können bis zu einer Tiefe von 100 Metern abtauchen. In Anpassung an das kalte Meerwasser haben sie ein besonders gutes und isolierendes, Wasser abstoßendes Federkleid mit zusätzlichem Luftpolster. Einen besonderen Schutz bildet die sehr starke Speckschicht. Pinguine sind sozial lebend und gehen eine Einehe ein, die über viele Jahre anhalten kann. Sie gehen häufig gemeinsam auf Fischfang. Dabei umzingeln sie die Fischschwärme und greifen sie von allen Seiten an. Der Humboldt-Pinguin ist die einzige Pinguinart, die zweimal im Jahr brüten kann. Das Hauptbrutgebiet waren in früherer Zeit die Guanoinseln vor der chilenischen und peruanischen Küste. In den Guano (der Kot der Seevögel) gruben sich die Pinguine ihre Bruthöhlen. Der Guano wurde schon zu den Zeiten der Inkas als Dünger genutzt. Bedingt durch industriellen Abbau haben die Humboldt-Pinguine ihre natürlichen Bruthöhlen verloren und ziehen jetzt in Felsgrotten und Höhlen ihre Nachkommen auf. Sie haben eine Körpergröße von circa 65 Zentimetern und rund vier Kilo Körpergewicht. Nach einer Brutdauer von 36 bis 39 Tage schlüpfen in der Regel ein bis zwei Jungtiere. Die Art ist akut vom Aussterben bedroht (IUCN – Rote Liste).

Hamburger Tierpark Hagenbeck, 25.04.2014
Tolle Tiere und bestes Wetter – Besucherrekord im Frühjahr
Große Freude im Tierpark Hagenbeck: In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden so viele Besucher gezählt, wie seit Jahren nicht mehr. Das erste Quartal 2014 war damit das besucherstärkste innerhalb der letzten sechs Jahre. Mehr als 120.000 Menschen wurden zwischen dem 1. Januar und dem 31. März 2014 im Tierpark gezählt. Zum Vergleich: im ersten Quartal 2013 waren es wenig mehr als 75.000. Vor allem im März strömten die Menschen in den Tierpark. Die ersten Jungtiere, wie zum Beispiel die Kamelstute Saida, waren sicherlich Gründe für den Zuspruch. Ideales Tierpark-Wetter mit viel Sonne und angenehmen Temperaturen machte die tierischen Ausflüge perfekt. Insgesamt stieg die Besucherzahl im März auf knapp 52.000. Das entspricht einer Steigerung von 79 Prozent im Vergleich zum gleichen Monat 2013. Selbst über einen längeren Zeitraum betrachtet ist der Beginn des Jahres 2014 außergewöhnlich gut. Während die Besucherzahlen im ersten Quartal 2014 um 67 Prozent gestiegen sind, zeigt sich auch im Vergleich über fünf Jahre ein deutlicher Anstieg um 64 Prozent. Selbst der Zehnjahresvergleich sieht mit einem Plus von 52 Prozent mehr als positiv aus.

Zoologischer Garten Magdeburg, 25.04.2014
Rothund-Alarm im Zoo
Kein Tierausbruch, aber eine kleine Invasion aus der Wurfbox verzeichnet derzeit die Anlage unserer Rothunde. Als pünktlich zum Frauentag am 8. März erstmals ein Piepsen in der Box zu vernehmen war, konnte noch keiner ahnen, was einige Wochen später passieren würde: nicht drei, nicht fünf, nein, acht Rothundwelpen streckten nach und nach ihre Nasen an die Luft. Inzwischen ist die Achterbande regelmäßig auf Exkursion zu beobachten, streng bewacht von ihren Eltern sowie den beiden einjährigen Geschwistern erkunden sie das Gehege und betreiben „spielerisches Lernen“ – in erster Linie in den Disziplinen Herumtollen, Toben und Ringen. Wurfgrößen von acht Welpen sind bei Rothunden keine Seltenheit, im Normalfall liegen sie jedoch eher um die vier bis fünf Jungtiere. In ihrem großen Verbreitungsgebiet in Asien sind Rothunde stark gefährdet, der Bestand wird auf um die 2500 Tiere geschätzt. Auch die Anzahl der Haltungen in Zoos ist begrenzt, in Deutschland werden Rothunde derzeit in nur fünf Zoologischen Gärten gezeigt.

Zoo Osnabrück, 25.04.2014
Oberbürgermeister unterstützt Zoo-Lotterie 2014: Lotterie zugunsten gemeinnütziger Einrichtungen eröffnet
Die jährlich stattfindende Zoo-Lotterie wurde heute zum 17. Mal eröffnet. Vom 25. April bis 6. Juli 2014 sowie in einem zweiten Abschnitt im Herbst können Lose zugunsten von gemeinnützigen Osnabrücker Einrichtungen gekauft werden. Schirmherr ist Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. „Wir haben hochwertige Sofortgewinne im Wert von 200.000 Euro zusammengestellt: Hauptgewinne sind ein Fiat 500 sowie ein Fiat Panda, die uns vom Autohaus Schiermeier zur Verfügung gestellt wurden. Außerdem gibt es Wellness-Reisen, Erlebniswertgutscheine von Jochen Schweizer und natürlich tolle Zoo-Gewinne wie Führungen, Tageskarten aber auch Thermobecher mit Zoomotiven oder Zoo-Regenschirme zu gewinnen“, verkündete Zoopräsident Reinhard Sliwka bei der heutigen Eröffnung in der Großen Straße. Ein Los kostet wie in den Vorjahren einen Euro. Die Schirmherrschaft für die Zoo-Lotterie übernimmt Wolfgang Griesert, Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück, vertreten durch Bürgermeisterin Birgit Strangmann: „Mit diesem einen Euro können wir – in der Menge gesehen – viel erreichen. Sei es für die Attraktivität des Zoos oder für Einrichtungen, die sich für das kulturelle und soziale Miteinander in Osnabrück einsetzen.“ Der Reinerlös der gemeinnützigen Sachwertlotterie geht zu 60 Prozent an den Zoo Osnabrück und zu 40 Prozent an andere gemeinnützige Einrichtungen. In diesem Jahr werden davon zu je einem Drittel der Verein „Kultur für Alle Osnabrück“ (KAOS), die St. Johann Behindertenhilfe des Bischöflichen Stuhls zu Osnabrück und die Arbeiterwohlfahrt Kreisverband in der Region Osnabrück e.V. profitieren. Der Verein KAOS gibt seit 2013 die „Kunst-und-Kultur-Unterstützungs-Karte“ (KUKUK) heraus, die Osnabrückern mit wenig Geld ermöglicht, für einen Euro an Kulturereignissen bei über 50 Veranstaltern teilzuhaben – vom Theater über Kabarett und Vorträge bis hin zum Meisterkonzert. Max Ciolek, Vorstandsmitglied des KAOS-Vereins, betonte beim heutigen Pressetermin: „Kultur ist kein Luxus, Kultur ist Lebensmittel – mit dem Erlös der Zoolotterie können wir unsere wichtige soziale Arbeit fortführen und erweitern.“ Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen einen neuen Wohn- und Lebensraum, ein zweites Zuhause zu geben, das ist das Ziel der St. Johann Behindertenhilfe in Trägerschaft des Bischöflichen Stuhls zu Osnabrück. Mittlerweile hat sie sich zu einer Spezialeinrichtung für schwerstmehrfach behinderte Kinder und Jugendliche mit hohem Betreuungsaufwand entwickelt. „Mit dem Erlös der Lotterie möchten wir unter anderem Ferienfahrten für unsere Bewohner finanzieren. Aufgrund der Schwere der Behinderungen sind nur besondere, behindertengerechte Ferieneinrichtungen geeignet, die erhebliche Mehrkosten verursachen“, so Einrichtungsleiter Ludwig Klein. Mobilität gewährleisten, das ist auch das Ziel des Arbeiterwohlfahrt Kreisverbands in der Region Osnabrück e.V. Erreicht werden soll dieses durch einen eigenen Kleinbus. Annegret Brockfeld, Geschäftsführerin, erklärt, warum diese Investition wichtig ist: „In den Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt im Osten Osnabrücks werden zu rund 80 Prozent Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund betreut, deren Bewegungsradius sich oft auf ihren Stadtteil beschränkt. Mit der Finanzspritze durch die Lotterie können wir einen Teil der Kosten für einen gemeinsamen Bulli stemmen. Die Kinder und Jugendlichen können so an kulturellen und freizeitpädagogischen Angeboten teilnehmen sowie Bildungseinrichtungen innerhalb und außerhalb des Stadtgebietes besuchen.“ Der Zoo Osnabrück selbst nutzt seinen Anteil für den Umbau des Menschenaffenhauses. Dieser solle noch in diesem Jahr starten, so Sliwka. Dafür hat der Zoo die Spendenaktion „Wir für Buschi“ gestartet und ruft damit die ganze Region zum Spenden für Orang-Utan Buschis neues Zuhause auf. Weitere Informationen zur Aktion unter www.zoo-osnabrueck.de. Neben dem Lotteriestand vor dem Mediencafé der Neuen Osnabrücker Zeitung in der Großen Straße gibt es einen weiteren Verkaufsort vor der Hirsch- Apotheke am Nikolaiort. Der erste Verkaufsabschnitt der Zoo-Lotterie endet am 6. Juli, der zweite wird nach knapp zwei Monaten Pause im Herbst vom 29. August bis 2. November 2014 stattfinden. Die gemeinnützige Sachwertlotterie findet in dieser Form in Osnabrück seit 1998 statt. Bisher wurden über 620.000 Euro an gemeinnützige Osnabrücker Einrichtungen und Vereine ausgeschüttet. 2015 wird die Zoo-Lotterie erneut durchgeführt. Neben der Zoogesellschaft Osnabrück e.V. können weitere, grundsätzlich wechselnde, Begünstigte zu insgesamt 40 Prozent am Erlös teilhaben. Einrichtungen aus den Bereichen Soziales, Kultur und Sport können sich mit konkreten Projekten ab sofort bewerben. Die Bewerbung ist an die Stadt Osnabrück, Fachbereich Bürger und Ordnung, Postfach 4460, 49034 Osnabrück, zu richten. Rückfragen an die Stadt unter 0541/323-4151 oder wiethaeuper.j@osnabrueck.de.

Zooverein Wuppertal, 25.04.2014
Erfurt & Sohn KG übernimmt Patenschaft für Eisbärin Anori
Der Zoo-Verein Wuppertal e.V. und der Grüne Zoo Wuppertal freuen sich gemeinsam über einen neuen Tierpaten: Die Wuppertaler Traditionsfirma Erfurt & Sohn KG hat für ein Jahr die Patenschaft für Eisbärin Anori übernommen. Am heutigen Freitag, 25. April, fand vor dem Eisbärengehege die Übergabe der Patenschaftsurkunde statt. Ulrich Türk, Marketingleiter der Erfurt & Sohn KG, erhielt die Urkunde von Andreas Haeser-Kalthoff, dem Geschäftsführer des Zoo-Verein Wuppertal e.V., überreicht, während im Hintergrund die Eisbären Anori und Luka eine Extra-Portion Fisch genossen. Der Zoo-Verein Wuppertal e.V. betreut die Tierpatenschaften im Grünen Zoo Wuppertal. Durch die Einnahmen aus den Patenschaften können Anschaffungen für den Zoo getätigt werden, die sich der Zoo ohne die Patengelder nicht leisten könnte, z.B. Beschäftigungsmaterial für die Tiere, besondere veterinärmedizinische Instrumente oder andere Dinge, mit denen die Haltungsbedingungen für die Tiere verbessert und die Attraktivität des Zoos gesteigert werden können.

Zolli Basel, 24.04.2014
Zwergzebu-Kälbchen im Zoo Basel
Am 14. April ist im Zoo Basel ein Zwergzebu zur Welt gekommen. Für Mutter Conny (5) ist es das zweite Kälbchen. Die Geburt verlief problemlos. Die Freude darüber war besonders gross, da die Mutterkuh bereits einen Kaiserschnitt und einen Abort hinter sich hat. Das Stierkalb war anfangs noch recht schüchtern, schon bald siegte aber die Neugier. Das Zwergzebu-Kälbchen ist auf der Aussenanlage zur Welt gekommen. In den ersten Tagen war es recht zurückhaltend, auch auf dem Weg vom Stall ins Aussengehe versteckte es sich jeweils hinter seiner Mutter. Nach und nach wurde es immer übermütiger. Neugierig näherte es sich den anderen Zwergzebu-Kühen und suchte nach den Zitzen. Sogar beim Stier schaute es nach, ob vielleicht bei ihm etwas zu holen wäre. Mittlerweile sucht das Kälbchen immer öfter den Kontakt zu den anderen Kühen. Der Stier jagt es sofort weg, wenn es zu nahe kommt. Interessiert näherte es sich auch der Kamera des Fotografen, diesen behielt dann auch die fürsorgliche Mutter genau im Auge. Allzulange dauern die kleinen Abenteuer noch nicht und das Kälbchen begibt sich schnell wieder in die sichere Nähe seiner Mutter. Die Zwergzebus im Kinderzolli repräsentieren eine der weltweit bekannten 600 bis 750 verschiedenen Hausrinderrassen. Grundsätzlich wird zwischen buckellosen Rindern und den Buckelrindern unterschieden. Die Zwergzebus gehören der zweiten Gruppe an. Ihr auffälligstes Merkmal ist ihr Widerristhöcker am Übergang von der Hals- zur Brustwirbelsäule. Die Funktion der besonders bei Stieren sehr imposant ausgebildeten Muskelpakete ist bis heute ungeklärt und wird deshalb als sekundäres Geschlechtsmerkmal angesehen.

Tierpark Bochum, 24.04.2014
Kaninchendiebstahl im Tierpark Bochum mit „Happy End“: Entführtes Kaninchen „Schecki“ ist wieder da!
Es hört sich fast nach einem schlechten Scherz an, aber es ist die traurige Wahrheit: Kaninchen „Schecki“ wurde beim Kinderfest am 16.April 2014 aus der Kaninchenanlage gestohlen. Die Diebe fühlten sich anscheinend unbeobachtet, als sie sich über die Absperrung das Kaninchen-Außengehege beugten und nach dem großen Kaninchen griffen. In einer schwarzen Tasche verstaut, wurde „Schecki“ schließlich aus dem Tierpark entwendet, wie andere Besucher bezeugten. Die Zeugen schlugen sofort Alarm und verständigten das Tierparkpersonal. Mehrere Tierpfleger versuchten die Räuber zu verfolgen, doch leider erfolglos – die Diebe waren bereits über die verzweigten Wege des Bochumer Stadtparks entkommen. Der zuständige Tierpfleger, Lukas Gers, ist bestürzt über den Vorfall: „Unser Riesenschecke „Schecki“ ist ein besonderes Kaninchen. Fast Katzengroß und etwa fünf Kilo schwer, ist das schwarz-weiße Tier ein echter Blickfang in unserer Kaninchengruppe. Auch bei den Kaninchenfütterungen zu Kindergeburtstagen, ist der zahme Riese sehr beliebt. Zum Glück haben wir unseren Riesenschecken nun wieder!“ Denn ach aller Aufregung und Bestürzung folgte nun das „Happy End“. Zu Ostern fand „Schecki“ auf mysteriöse Weise den Weg zurück in den Tierpark. Am Sonntagmorgen saß er, wenn auch etwas durcheinander, wieder im Kaninchen-Außengehege. Zoodirektor Ralf Slabik ist dennoch empört: „Es ist mir gleich, ob es sich bei dem Vorfall nun um falsch verstandene Tierliebe oder um einen schlechten Osterscherz handelt – die dreiste Aktion ist kein Kavaliersdelikt. So haben wir den Diebstahl natürlich zur Anzeige gebracht. Trotz des – zum Glück – glimpflichen Ausgangs der Entführung, bleibt die Strafanzeige bestehen.“ Der Tierpark Bochum sucht weiterhin nach Zeugen, die die Entführung beobachtet haben oder die Diebe kennen. Bei den Räubern soll es sich um ein Pärchen handeln. Die Frau hatte lange dunkle Haare mit einer grünlichen Strähne, der Mann, ca. 1,75 bis 1,80 Meter groß und dünn, hatte sehr kurze, dunkel blonde Haare. Zur Tatzeit trug der Mann eine Cargohose und einen Pulli. Beide sollen Ende zwanzig bis Anfang dreißig Jahre alt sein. Der Tierpark Bochum setzt für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung von 250,- Euro aus

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