Zoopresseschau

Zoo Wuppertal 14.05.2014
Neuigkeiten von den Gorillas: MahMah hat den Wuppertaler Zoo verlassen, Vimoto und Rosi werden weiter hinter den Kulissen behandelt
Die Gorilladame MahMah, die erst Mitte des vergangenen Jahres aus dem Howletts Wild Animal Park nach Wuppertal gekommen war, hat den Zoo vorgestern wieder verlassen und ist in den Zoo La Valle Des Signes in Romagne, Frankreich, gezogen. MahMah war nach Wuppertal gekommen, da sie aus einer Gruppe stammte, in der schon häufiger junge Gorillas großgezogen worden sind. Die Hoffnung war, dass sie ihre Erfahrung in die Wuppertaler Gruppe einbringt und vielleicht selbst hier ein Jungtier zur Welt bringt und aufzieht. Bei den beiden vorangegangenen Gorillageburten in Wuppertal 2012 hatten sich die unerfahrenen Mütter Ukiwa und Grace nicht um ihren Nachwuchs gekümmert. Die Jungtiere Vana und Tebogo wurden in die Gorilla-Kinderstube des Zoologisch-Botanischen Gartens Wilhelma in Stuttgart gebracht, wo sie nun gemeinsam mit anderen Gorillajungtieren aufwachsen. Leider war es nicht lange nach MahMahs Ankunft in Wuppertal zu einer schweren Erkrankungswelle bei den Gorillas gekommen, von der vor allem der Silberrücken Vimoto besonders stark betroffen war. Bei ihm gab es im Verlauf der Behandlung immer wieder Rückschläge, aktuell wird er noch hinter den Kulissen behandelt und erholt sich langsam. Der Durchfall, unter dem er leidet, konnte bislang nicht nachhaltig gestoppt werden, er frisst jedoch und nimmt langsam wieder zu. Bei Gorillaweibchen Rosi ist leider eine alte Erkrankung wieder aufgebrochen, bei der sie an sich selbst knabbert und an ihren Wunden leckt. Durch verschiedene Maßnahmen und Beschäftigung soll sie davon abgehalten werden, so dass ihre Wunden abheilen können. Sie wird wie Vimoto noch einige Zeit hinter den Kulissen behandelt werden. Da nicht auszuschließen ist, dass die Erkrankungen im Zusammenhang mit der versuchten Integration von MahMah stehen, hat sich der Zoo entschlossen, MahMah wieder abzugeben. In Absprache mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm und dem Heimatzoo von MahMah wurde nun eine gute Lösung für die junge Gorilladame gefunden. Über den weiteren Genesungsverlauf von Vimoto und Rosi werden wir zu gegebener Zeit wieder unterrichten.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 14.05.2014
Überraschender Geldsegen für den Naturschutz-Tierpark Görlitz
Am 14. Mai um 11.00 Uhr stellte Dr. Hammer, der Direktor des Naturschutz-Tierparks Görlitz, Vertretern der Medien das neue Gehege für Fischotter und Waschbären, genannt „Lausitztal“ vor. Er freute sich sehr, dass ihn Mitglieder des Vorstandes des Trägervereines dabei begleiteten, zeigt es doch Wertschätzung und die gute Zusammenarbeit zwischen Geschäftsleitung und Vorstand. Er konnte nicht ahnen, dass hinter diesem Besuch noch mehr steckt. Seilermeister Helmut Goltz brachte einen Scheck über 6.000 Euro für den Umbau des Ponystalles im Naturschutz-Tierpark Görlitz mit. Der ehemalige Ponystall soll das neue, attraktive Domizil für den Kiosk werden. Direkt neben dem neuen Haustierspielplatz gelegen, haben die Eltern der Kinder dann die Möglichkeit sich auszuruhen und einen kleinen Snack zu genießen, während die Kinder auf dem Spielplatz und in der Entdeckerscheune spielen. Für den Naturschutz-Tierpark Görlitz ist der Umbau des Stalles zum Kiosk mit Toiletten ein sehr wichtiges Projekt, denn damit verbessern sich die Bedingungen für die Besucher erheblich. Helmut Goltz kennt die Entwicklungspotenziale im Naturschutz-Tierpark Görlitz sehr genau, denn er ist seit 1996 Mitglied im Vorstand des Trägervereines und hat viele wichtige Entscheidungen, die die Entwicklung des Tierparks vorangebracht haben, mit getroffen. Viele Spenden der Hanf- und Drahtseilerei Goltz in Form von Netzen und Seilen finden sich schon in den Gehegeausstattungen und auf den Spielplätzen. Jetzt hilft er mit 6.000,00 Euro weiter und man merkt Helmut Goltz an, die Unterstützung des Naturschutz-Tierparks Görlitz ist für ihn eine Herzenssache.

Tierpark Bochum 14.05.2014
Zoomobil in der Tagespflege Herne – Tierpark Bochum ist unterwegs mit Haizähnen, Schlange & Co.
Der Tierpark Bochum startet mit seinem Zoomobil-Projekt nun auch in Herne durch und hat der Tagespflege der Diakonie einen tierischen Besuch abgestattet. Besonders Schlange „Sultan“ sorgte hier für große Begeisterung. Am vergangenen Dienstag hatte das Zoomobil-Projekt des Bochumer Tierparks Premiere in der kürzlich eröffneten Senioren-Tagespflege an der Altenhöfener Straße in Herne. Zooschulmaterialien und sogar lebende Tiere wurden hier eingesetzt, bei Menschen, die mit einer Demenzerkrankung oder einer körperlichen Beeinträchtigung leben. Der Bochumer Tierpark hatte bereits im Februar dieses Jahres ein Pilotprojekt für das Seniorenprogramm in der Tagespflege in Hattingen gestartet. Nun hat das Tierpark-Team mit der Diakonie Herne einen weiteren Partner für das zukunftsweisende Projekt gefunden. Speziell für die Bedürfnisse der Senioren wurde ein interaktives Programm entwickelt, wie Judith Becker berichtet: „Wir haben besonderen Wert darauf gelegt, dass die Senioren aktiv einbezogen werden. Die Ansprache möglichst vieler Sinne steht dabei im Vordergrund. So sollen die Teilnehmer nicht nur hören und sehen, sondern vor allem auch fühlen und riechen, um die mitgebrachten Objekte zu erkunden.“ Mitgebracht haben Judith Becker und Kerstin Schulze von der Zooschule des Tierparks z.B. ein Hai-Gebiss, Alpakawolle und Bienenwachs. Kerstin Schulze, Leiterin der Zooschule, erklärt die Ziele des Projekts: „Unser Besuch soll nicht nur eine nette Abwechslung im Alltag der Senioren bieten, sondern verfolgt auch einen therapeutischen Ansatz. Wir schaffen neue Eindrücke und rufen dabei auch Erinnerungen ab. So können wir die Gedächtnisleistung fördern. Auch Kommunikation ist ein wichtiger Bestandteil – durch unser Programm wird eine Gesprächsbasis geschaffen.“ Der Plan geht auf: Schon als das erste Exponat, ein Haigebiss, in den Raum getragen wird, werden bei den Tagesgästen Erinnerungen wach und die Gespräche kommen ins Rollen: Huch – Die Zähne fühlen sich ganz spitz an.“ – „Das sieht ja aus wie das Gebiss einer Oma“, scherzt sogar einer der Tagesgäste. „Ist das der weiße Hai?“, fragt schmunzelnd ein weiterer. Tatsächlich handelt es sich um das Gebiss eines Schwarzspitzenriffhais, der auch im großen Meerwasseraquarium des Tierparks zu finden ist. Für großes Staunen und ein echtes Highlight sorgte dann eine Schlange – der Königspython „Sultan“, als Ehrengast der Veranstaltung. Der knapp ein Meter lange Python ist an Menschen gewöhnt, denn auch in der Zooschule des Tierparks wird er bei Besucherführungen präsentiert. Giftzähne hat er nicht und zu seiner bevorzugten Nahrung zählen große Mäuse und kleine Ratten. So konnte Zoopädagogin Judith Becker die Schlange ruhig auf ihrem Arm halten, während die Senioren zum Streicheln der Schlange animiert wurden. Die Schlange sorgte bei allen Tagesgästen der Diakonie für große Begeisterung. Manche wurden sogar richtig mutig: „Darf ich die Schlange um meinen Hals legen?“, rief einer der Senioren gleich in die Runde. Da bei der Würgeschlange nur Streicheln erlaubt ist, brachte auch diese Aktion eine besondere Erfahrung und sorgte für positive Emotionen: „Das fühlt sich gut an“, war die einheitliche Meinung der Tagesgäste. Es folgen weitere Beobachtungen, wie: „Die Schlange ist ganz schön kalt“, die für neue Erkenntnisse

Tiergarten Nürnberg 14.05.2014
Der große JAKO-O-Spielplatz im Tiergarten strahlt in neuem Glanz: Mehr Platz denn je für Luftsprünge und Höhenflüge
Der JAKO-O-Spielplatz im Tiergarten der Stadt Nürnberg bietet jetzt noch mehr Platz für Spaß und Abenteuer für die ganze Familie. Im Frühjahr war es soweit: Anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Tiergartens machte uns JAKO-O aus dem oberfränkischen Bad Rodach ein besonderes Geburtstags-Geschenk. Der Spezialversender für „Kindersachen mit Köpfchen“ baute die bereits seit 15 Jahren mit dem Tiergarten bestehende Partnerschaft sprichwörtlich aus: JAKO-O sponserte neue, besondere Spielgeräte und somit erhielten der große Familien-Spielplatz innerhalb des JAKO-O-Kinderzoos sowie auch die Spielgeräte am Liebesweg einen frischen Anstrich – und noch viel mehr. Am Mittwoch, 14. Mai 2014, testeten Fünftklässlerinnen und -klässler der Reichelsdorfer Mittelschule die neuen Spielgeräte. Eltern und Kinder sind zu einer Rutschpartie auf der neuen, 30 Meter langen Seilbahn eingeladen – oder zum Luftsprünge um die Wette machen auf vielen großen Trampolin-Springfeldern, die in die Erde eingelassen sind. Kleine Höhenflüge können Kinder auch auf der neuen Kontaktschaukel erleben – der Kitzel beginnt, wenn die Füße aller sich in der Mitte berühren. Auch ganz neu: Eltern von kleineren Kindern können derweil im neu entwickelten Kleinkindbereich direkt neben dem Kinderzoo entspannen, hier können die Sprösslinge in der Nestschaukel träumen oder die kleine Wolkenrutsche mit allen Sinnen entdecken. Zuvor haben sie beim Pferde-Striegeln, Schäfchen streicheln und noch viel mehr im Kinderzoo so allerhand gesehen und gelernt – schließlich sind die Infotafeln hier mit anschaulichen, kindgerechten Bildern und Fotos versehen und natürlich auf Kinderaugenhöhe angebracht. Für Tiergarten Direktor Dr. Dag Encke gehört der große Spielplatz am Kinderzoo zu den unbedingten Glanzpunkten des Tiergartens Nürnberg. „Ob Kinder, Familien oder auch der eine oder andere Erwachsene,“ so Tiergartendirektor Encke, „alle genießen es ausgelassen, auf den großen Springfeldern zu hüpfen oder an der Seilbahn zu schweben. Dank des Engagements von JAKO-O ist unser beliebter Spielplatz rund um die höchste Rutsche in ganz Nürnberg noch abwechslungsreicher geworden.“ Ob Riesenrutsche, Familienschaukel oder eine 12 Meter hohe Riesenspielanlage, im Tiergarten ist jetzt noch mehr Platz mit mehr Geräten zum Austoben, zum Klettern, zum Balancieren und zum Geschicklichkeit testen. Im nahenden Sommer sorgen hohe Bäume für kühlenden Schatten – mit vielen Sitzplätzen. So kann neue Energie getankt werden, bevor es weiter geht in den Kinderzoo und die umliegenden Gehege. „Wir von JAKO-O finden Zoos toll, denn sie sind eine intelligente Abwechslung für Eltern und Kinder“, erklärt JAKO-O-Geschäftsleiterin Bettina Peetz. „Hier kann man Tiere kennen- und besser verstehen lernen, über Dinge staunen, die man noch nicht wusste oder so erwartet hätte. Es ist eine wunderbare Art, dazuzulernen und Neuem zu begegnen.“ Und sie fügt begeistert hinzu: „Es ist ein tolles Familienabenteuer, für das wir gerne Pate stehen.“ Neues entdecken, zwischendurch Austoben und mal wieder mit den Eltern hüpfen, rutschen, schaukeln, einfach mal als Familie wieder richtig ausgelassen Spaß haben, das ist es, was sich JAKO-O wünscht mit seiner Patenschaft im Tiergarten. „Es ist für uns die hochwertige Ergänzung zu den vorhandenen Tiergehegen und der tollen Gesamtanlage des Tiergartens“, ergänzt Bettina Peetz. „Denn Eltern sollten nie vergessen, dass es nichts gibt, was ein Kind nicht werden kann, wenn man es erst einmal eines sein lässt: Einfach nur Kind“.

Zoo Basel 14.05.2014
Endlich wieder Nachwuchs bei den Zwergflusspferden
14 Jahre ist es her, seit es bei den Zwergflusspferden im Zoo Basel zum letzten Mal Nachwuchs gegeben hat. Nun ist am 18. März „Lani“ zur Welt gekommen. Draussen war es für sie bisher noch zu kalt. Jetzt kommt sie an warmen, sonnigen Tagen mit Mutter „Ashaki“ (9) zwischen 10-15 Uhr auf Aussenanlage. „Lani“ ist eines von etwa 135 Zwergflusspferden im europäischen Erhaltungszuchtprogamm (EEP) und das das 74. im Zoo Basel geborene Junge.

Zoo Heidelberg 14.05.2014
Erfolgreiche Intensivfortbildung für Tierpfleger im Zoo Heidelberg
Abwechslungsreiche Programme zur Beschäftigung sind ein wesentliches Element moderner Zootierhaltung und ebenso entscheidend für das Wohlbefinden der Tiere wie gesunde Ernährung und tierärztliche Betreuung. Damit es den Tieren gut geht, lassen sich die Tierpfleger im Zoo Heidelberg immer wieder etwas Neues einfallen. Auch Tiertraining ist eine Art der Beschäftigung, kann aber auch helfen, bestimmte Probleme in der Haltung zu lösen. Deshalb fördert der Zoo die gezielte Weiterbildung für seine Pfleger und konnte mit der US-Amerikanerin Barbara Heidenreich eine der weltweit erfolgreichsten Tiertrainerinnen für ein Seminar an den Neckar holen. Wenn Uhu-Männchen „Sligo“ Hunde wahrnimmt, wird ihm sichtlich unbehaglich zumute. „Sligo“, ein prächtiger Europäischer Uhu, ist bei den Besuchern des Heidelberger Zoos sehr beliebt. Viele kennen ihn von der „Tiere Live“-Präsentation, die täglich um 13.15 Uhr auf der sogenannten Flugwiese des Zoos stattfindet. Meist thront er souverän aufrecht und mit wachem Blick auf der Hand seiner Pfleger, absolviert geschickt verschiedene Flugübungen und scheint sich durch nichts aus der Ruhe bringen zu lassen. Nur der Anblick eines noch so kleinen Hundes macht ihn nervös. Im Vordergrund für seine Pfleger steht nun, problematische Situationen so zu entschärfen, dass „Sligo“ sukzessive lernt, auf Dauer mit dem Anblick von Hunden stressfrei umzugehen. Es braucht viel Geduld und Einfühlungsvermögen, um die Körpersprache eines Tieres zu verstehen, erklärt Barbara Heidenreich vor den Tierpflegern und Mitarbeitern des Zoos Heidelberg und Tierpflegern aus den umliegenden Zoos, die extra zu dem Seminar angereist sind. Manchmal reichen schon kleine Trainingseinheiten um große Veränderungen zu bewirken. Die US-Amerikanerin gehört zu den angesehensten Tiertrainern und arbeitet weltweit für Zoos, Arterhaltungsprogramme und Universitäten. Ihre Philosophie baut auf den Methoden der positiven Verstärkung auf. Die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit liegen in der Weiterentwicklung und Verbesserung von Trainingsmethoden und in der Ausbildung von Zootierpflegern und Trainern. Auf dem eintägigen Seminar erläutert Heidenreich mit kurzen Filmbeispielen zum Training mit unterschiedlichen Tierarten, wie die Pfleger ihre angestrebten Ziele Schritt für Schritt und ohne Stress für die Tiere erreichen können. Sämtliche ihrer Trainingsmethoden verzichten auf jede Form des Zwangs und basieren ausschließlich auf einer guten Vertrauensbasis zwischen Mensch und Tier. Tierbeschäftigung ist heute ein wichtiger Bereich im Zootiermanagement, mit der sich viele Wissenschaftler und Pfleger beschäftigen und die erheblich zum Wohlbefinden der tierischen Pfleglinge beiträgt. Die Haltung, Beschäftigung und das Training der vier jungen Elefantenbullen zählt beispielsweise zu den qualitativ herausragenden Beispielen für gelungenes „Enrichment“ ebenso wie das ausgefeilte Beschäftigungsprogramm für die Menschenaffen. Mit den Seychellen-Riesenschildkröten wird regelmäßig ein sogenanntes „Targettraining“ geübt. Durch Konditionierung werden die Tiere dazu veranlasst, den Target-Stab mit ihrer Nase zu berühren und bei Fortbewegung des Targets den Kontakt zu halten und dem Pfleger folgen. So können die schweren Tiere uch in der Übergangszeit, wenn es nachts noch kühl wird, problemlos in ihr Innengehege geleitet werden.

Tiergarten Nürnberg 13.05.2014
Neue Delphinweibchen leben sich gut im Tiergarten ein
Die beiden am Montag, 5. Mai 2014 aus Duisburg in den Tiergarten der Stadt Nürnberg umgesiedelten Delphinweibchen Dolly und Donna gewöhnen sich gut in Nürnberg ein. Sie haben bereits einen Teil der bislang acht in Nürnberg lebenden Delphine sowie einige der Becken der Delphinlagune kennengelernt. Dolly (geb. 4. August 2007) und Donna (geb. 17. September 2007) kamen vor fast sieben Jahren innerhalb von nur sechs Wochen in Duisburg zur Welt. Im Rahmen eines nachhaltigen Zuchtmanagements mit dem Ziel, eine genetisch gesunde Delphinpopulation in Menschenobhut fortzuführen und die erfolgreiche Zucht in Duisburg nicht einzuschränken, einigten sich die Verantwortlichen der beiden wissenschaftlich geleiteten Zoos von Nürnberg und Duisburg, zusammen mit dem EEP, auf einen Umzug der Delphinweibchen nach Nürnberg. Derzeit ist mit Thomas Lange noch ein, den beiden Delphinweibchen vertrauter Tierpfleger aus dem Zoo Duisburg im Tiergarten Nürnberg und unterstützt die Nürnberger Tierpfleger in der Eingewöhnungsphase. Nach und nach lassen die Tierpfleger die neuen Delphine mit Nürnberger Delphinen zusammen und beobachten die Interaktionen der Tiere.

Zoo Berlin 12.05.2014
Doppelter Nachwuchs an historischem Ort
In freier Wildbahn leben Präriebisons meist in Verbänden von etwa 50 Tieren, die sich in den Zeiten vor ihrer schonungslosen Bejagung im 19. Jahrhundert, noch zu riesigen Wanderherden vereinigten, um über hunderte von Kilometern in neue Weidegründe zu ziehen.
Solche Bilder gehören in Nordamerika nur noch der Vergangenheit an und auch im Berliner Zoo können große Herdenverbände nicht beherbergt werden. Doch Bisons sind nicht erst in Mehrzahl beeindruckend. Wenn man als Zoobesucher relativ dicht den respekteinflößenden Tieren gegen-übersteht, kann man sich leicht vorstellen, welchen Mut die nur mit Pfeil und Bogen bewaffneten Prärieindianer aufbringen mussten, um die größten und schwersten Säugetiere des nordamerika-nischen Kontinents zu überwältigen. Nie hätte der Mensch die Bisons nur mit diesen Waffen an den Rand des Aussterbens gebracht. Möglich war dies nur durch den Einsatz moderner Distanz-waffen. Bei der Gewehrjagd – auch aus Eisenbahnzügen – ging es den „Jägern“ vielmals nicht um die Nutzung der erlegten Tiere, sondern man wollte den nomadisierenden Indianerstämmen, de-nen die Konservierung von Bisonfleisch das Überleben im Winter ermöglichte, die Nahrungsgrund-lage entziehen. Es war ein reiner Vernichtungskampf. Mit zu verdanken ist der Arterhalt initiativ dem ehemaligen Zoodirektor des New Yorker Bronx Zoos, William T. Hornaday, unter dessen Leitung 1905 die „American Bison Society“ gegründet wurde, die das Ziel verfolgte, den Bison zu retten. Als natürliches Rückzugsgebiet diente etwa zeitgleich der Yellowstone-Nationalpark in dem derzeit wieder 3000 Tiere leben. Dies entspricht etwa einem Zehntel aller wildlebenden Bisons, deren Artgenossen heute überwiegend in Men-schenhand gehalten werden. Insgesamt findet man in Nordamerika wieder schätzungsweise eine halbe Million Bisons. Die kleine Bisonherde des Berliner Zoos wuchs durch die Geburten eines Bull- und eines Kuhkalbs, am 21. April respektive 6. Mai auf sechs Mitglieder heran. Für den relativ jungen Bullen „Samy“ ist es erst die zweite Zuchtsaison und die beiden Muttertiere „Birte“ und „Biggi“ sammeln in diesem Jahr die allerersten Aufzuchtserfahrungen. Aus diesem Grund verwundert es einen nicht, dass noch keine Routine beim täglichen Umgang mit den Tieren aufkommen konnte. Das Umsperren der Tiere zum Zwecke der Fütterungs- und Reinigungsarbeiten ist zuweilen recht schwierig, da die Kühe, die ihre Kälber instinktiv schützen wollen, noch recht nervös sind. Bisonkälber kommen mit einem hellbraunen Fell zur Welt, womit sie sich von den dunkelbraunen Alttieren deutlich unterscheiden. Ihr Geburtsgewicht von etwa 30 kg können männliche Tiere in der Wachstumsphase fast verdreißigfachen, die Weibchen wiegen später nur etwa halb so viel wie die größten Bullen. Im Berliner Zoo werden die beindruckenden Präriebisons in und an einem 1905 erbauten Blockhaus gehalten, dass mit seinen gemalten und geschnitzten Verzierungen einem indianischen Bretterhaus nachempfunden ist. Dieser schöne Stilbau wurde im zweiten Weltkrieg zwar überwie-gend zerstört, doch glücklicherweise 1957 nach alten Plänen wieder aufgebaut und hergerichtet. Die Geschichte des Gebäudes ist damit ebenso alt wie die Rettungsbemühungen um seine Bewohner.

Tiergarten Schönbrunn Wien 12.05.2014
DIE EISBÄREN SIND DA!
Lange müssen sich die Eisbärenfans nicht mehr gedulden: Am 23. Mai öffnet die Eisbärenwelt „Franz Josef Land“ im Tiergarten Schönbrunn ihre Pforten. Die beiden Bewohner, das Weibchen Lynn und das Männchen Ranzo, sind bereits gut in Wien angekommen. „Beide Bären wurden per LKW transportiert. Lynn kam aus den Niederlanden. Ranzos Reise war etwas länger, denn er war in Finnland zuhause. Die Tiere sollen nun die Möglichkeit haben, sich bis zur Eröffnung in Ruhe einzugewöhnen. Wir freuen uns schon darauf, dass die Besucher sie in Kürze sehen können“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Der zwei Jahre alte Ranzo ist als Erster in seinem neuen Zuhause eingetroffen. Am Donnerstag Abend ist er in Wien angekommen und wurde vorerst in die Innenanlage gebracht, die den Bären auch später als Rückzugsbereich dienen wird. Seit Freitag ist er bereits immer wieder auf einem Teil der Außenanlage. Gestern ist schließlich auch Lynn eingetroffen. Die zwei Jahre alte Bärin hat heute mit ihrem neuen Mitbewohner Bekanntschaft gemacht. Sie sind nun bereits gemeinsam auf der Außenanlage. Schratter: „Vom ersten Beschnuppern an haben sich die beiden gut verstanden. Die zwei jungen Bären werden sicher tolle Spielgefährten.“ Für die neuen Bewohner des Tiergartens ist natürlich alles neu und aufregend: neue Anlage, neue Pfleger und neue Abläufe. Bis zur Eröffnung der Eisbärenwelt in zehn Tagen geht es für Lynn und Ranzo nun darum, ihr neues Zuhause kennenzulernen. Schratter: „Sie erkunden die Anlage ganz genau. Lynn wurde uns von ihren Pflegern als Wasserratte beschrieben und sie tollt tatsächlich fast die ganze Zeit im Schwimmbecken herum. Auch Ranzo geht immer wieder baden.“

Zoo Hannover 12.05.2014
Schon über 100.000 Besucher mehr als im Vorjahr – Erlebnis-Zoo Hannover startet tierisch stark in die Saison 2014
Der Erlebnis-Zoo Hannover ist tierisch stark in die Sommersaison 2014 gestartet. Vom 1. Januar bis 30. April besuchten über 356.000 Gäste den Erlebnis-Zoo mit seinen einzigartigen Themenwelten – das sind über 100.000 Besucher mehr als im Vorjahr. „Die Beliebtheit des Erlebnis-Zoos ist ungebrochen. Mit der beeindruckenden neuen Schimpansenanlage ‚Kibongo‘ konnte die Attraktivität weiter gesteigert und eine erhebliche Verbesserung für die Tierhaltung erreicht werden“, so Geschäftsführer Frank Werner.
Deutlich über dem Vorjahr liegt auch der Absatz der Jahreskarten. 33.500 verkaufte ZooCards bis Ende April 2014 stehen 19.400 im gleichen Vorjahreszeitraum gegenüber, eine Steigerung von rund 72 Prozent. „Mit den neuen Angeboten für Singles mit Kindern, junge Erwachsene und der erweiterten Familienkarte konnten wir zusätzliche Jahreskarten-Kunden gewinnen“, freut sich Geschäftsführer Andreas M. Casdorff.
Besonders stolz ist der Zoo, dass auch die Tageskarten-Besuche deutlich gesteigert werden konnten. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich diese nahezu verdoppelt. „Für einen spannenden und abwechslungsreichen Besuch im Zoo lohnt sich auch eine weite Anreise“, hebt Casdorff hervor. Der Anteil der Besucher mit einer Anreisezeit von über einer Stunde ist gewachsen und liegt über 40 Prozent. Sehr gut angenommen wird auch das Ende März eingeführte Feierabendticket (werktags ab 16.30 Uhr). Trotz der abends noch kühlen Temperaturen nutzten bereits 1.345 Besucher das ermäßigte Angebot für eine Stippvisite bei Löwe, Eisbär und Elefant.
Eine deutliche Steigerung wird auch bei den Umsätzen im Veranstaltungsbereich und in der Zoo-Gastronomie verzeichnet. „Wir haben neue Angebote geschaffen und viele Arbeitsabläufe verbessert. So können wir flexibler auf die Nachfrage reagieren“, so Casdorff. „Gerade im Event- und Tagungsgeschäft bieten wir attraktive Pauschalen.“
Insgesamt wirken sich die guten Rahmenbedingungen, aber vor allem auch die vielen eingeleiteten Veränderungen sehr positiv auf die wirtschaftliche Lage, das Ergebnis und die Liquidität aus. „Das ist ein großer Schritt in Richtung eines ausgeglichenen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes“, so Casdorff – und die Grundlage für die weitere Entwicklung des Zoos. Die Masterplanungen haben bereits begonnen. „Gerade ist der Erlebnis-Zoo zum sechsten Mal zum besten Zoo Deutschlands gewählt worden. Er hat eine große Strahlkraft für Hannover und seine Region und das wollen wir weiter vorantreiben!“, erklärt Andreas M. Casdorff.

Tierpark Berlin-Friedrichsfelde, 09.05.2014
Nachwuchs bei der Uganda-Giraffe im Tierpark Berlin
Am Mittag des 30. April 2014 konnten die Besucher des Tierparks Berlin Augenzeuge eines ganz besonderen Ereignisses werden. „Erstmalig brachte eine unserer Uganda-Giraffen ihr Jungtier während der Besuchszeiten auf der weitläufigen Außenanlage zur Welt“, berichtet stolz der Zoo- und Tierpark Direktor Dr. Andreas Knieriem. Bei dem Jungtier handelt es sich um ein Weibchen, das von den Pflegern auf den Namen „Bine“ getauft wurde. Ihre Mutter ist die siebenjährige Giraffe „Inge“. Die zahlreichen Besucher, die die Geburt von Beginn an gespannt verfolgten, konnten beobachten, wie drei Stunden später die junge Giraffe – etwas unsanft – aus einer Höhe von zwei Metern auf die grüne Wiese fiel. Dort wurde sie von ihrer Mutter sowie den übrigen Herdenmitgliedern sogleich beschnuppert und beleckt. Bereits 40 Minuten später konnte die 1,79 Meter große „Bine“ stehen und nur wenig später trank sie erstmals am Euter ihrer Mutter. Auch wenn ihre ersten Gehversuche noch etwas wackelig waren, erkundet sie inzwischen neugierig die weitläufige Außenanlage. Droht Gefahr sucht sie sogleich Schutz zwischen den langen Beinen ihrer Mutter, „ganz so, wie ihre Artgenossen im natürlichen Lebensraum, wenn diese von Raubtieren wie Löwen oder Hyänen bedroht werden“, erklärt Dr. Florian Sicks dieses Verhalten. Die Uganda-Giraffe ist eine von neun Unterarten der Giraffe. Einst war sie von Kenia über den Sudan bis nach Uganda häufig anzutreffen. Heute existiert die letzte freilebende Population dieser Unterart mit nur noch 750 Tieren im Murchison Falls Nationalpark in Uganda. Um diese stark bedrohte Giraffen-Unterart langfristig zu erhalten, unterstützt die Fördergemeinschaft von Zoo und Tierpark Berlin ein Uganda-Giraffenschutzprojekt und lädt am 21. Juni 2014 – dem „längsten“ Tag des Jahres – alle Berlinerinnen und Berliner zum ersten Weltgiraffentag in den Tierpark ein.

Tierpark Chemnitz, 09.05.2014
Traurige Nachricht aus dem Tierpark Chemnitz: Lippenbärin Bhima verstarb an bösartigem Tumor
Eine traurige Nachricht muss die Chemnitzer Tierparkdirektorin Dr. Anja Dube heute mitteilen: „Am Mittwoch ist unsere Lippenbärin Bhima leider verstorben. Bhima (Foto) wurde 1993 in Leipzig geboren und lebte seit 2007 bei uns im Chemnitzer Tierpark.“ Bei einer Untersuchung im Jahr 2011 hatte sich gezeigt, dass die Bärin an einer chronischen Magen- und Darmentzündung litt, die vermutlich immunologische bzw. allergische Ursachen hatte. Seitdem wurde sie deshalb mit Medikamenten zur Appetitanregung und Entzündungshemmung behandelt und die Symptome besserten sich zunächst deutlich: Bhima fraß gut und nahm auch zu. Seit März dieses Jahres aber verweigerte Bhima zunehmend ihr Futter und zog sich auch immer öfter in ihr Innengehege zurück. In Sorge um die auffallend ruhige Bärin Bhima und um die Ursache für ihr Befinden abzuklären, wurde durch die Zoofachleute entschieden, die Bärin mit Röntgen, Ultraschall und einer Blutprobe unter Narkose zu untersuchen. Die am vergangenen Dienstag (6. Mai) angesetzte Untersuchung konnte, so Tierärztin Dr. Peggy Riedel, allerdings nicht durchgeführt werden, da die Narkose die Bärin nicht ausreichend zum Schlafen brachte. Die kranke Bärin Bhima verstarb in der darauf folgenden Nacht (7. Mai). Ursache für das schlechte Allgemeinbefinden des Tieres in den letzten Tagen und für die Narkosekomplikationen war laut Pathologiebefund ein bösartiger Tumor in der Bauchhöhle. Wildtiere, so wissen die Fachleute, zeigen leider erst am Ende ihrer Erkrankung deutlich Symptome. Ein Tumor wächst zudem ohne sichtbare klinische Anzeichen im Anfangsstadium, bis er eine Größe erreicht, bei der er dann lebenswichtige Organe verdrängt oder in ihrer Funktion maßgeblich beeinträchtigt. Eine Operation ist in diesem Stadium der Erkrankung leider nicht möglich. Derzeit, so Tierparkchefin Dube, lebt im Tierpark Chemnitz nur noch Bärenmann Bodo, der sich das Gehege mit fünf Bärenmakaken teilt. Da Lippenbären Einzelgänger sind, ist das vorerst kein Problem.

Bergzoo Halle, 09.05.2014
DIE VÖGEL EROBERN DEN REILSBERG
Am 8. Mai verkündete die Bundeskulturstiftung, dass im Rahmen des Fonds Neue Länder das Projekt DIE VÖGEL von Wolter und Kollegen! im Zoo Halle gefördert wird. Damit steht fest, dass eine der größten kulturellen Ereignisse in diesem Jahr im Zoo Halle stattfinden wird. Wir freuen uns daher, die gemeinsame Produktion DIE VÖGEL – Eine willkommene Beunruhigung nach der Komödie von Aristophanes und dem Thriller von Alfred Hitchcock durch Wolter und Kollegen! ankündigen zu dürfen! Am Samstag, den 13.09.2014, ab 19 Uhr bis 22 Uhr, findet im Bergzoo Halle der Theaterspaziergang DIE VÖGEL statt. Das gesamte Zoogelände wird bespielt: An 13 Stationen wird die Komödie DIE VÖGEL von Aristophanes für die Besucher durch einen Spaziergang auf ungewöhnliche Weise erlebbar! Für diese Stationen werden unter der Leitung von Tom Wolter verschiedene Künstler neben Installationen Szenen erarbeiten, die während des Spaziergangs durch den Zoo lebendig werden. Erstmals soll mit diesem Projekt ein großer Teil der vielfältigen Freien Szene in Halle an einem Abend gemeinsam agieren. Es ist geplant, dass ca. 400 Personen bei der Produktion mit eingebunden sind. Neben den Künstlern, die bereist zugesagt haben, möchten die Produzenten den vielfältigen kulturell aktiven Initiativen und Ensembles der Stadt Halle die Möglichkeit geben, sich bei der Eroberung des Reilsberges zu beteiligen! Die entsprechende Ausschreibung befindet sich nachstehend. Das Team um Wolter und Kollegen! freut sich, dass es erstmalig eine finanzielle Unterstützung der Kulturstiftung des Bundes zugesagt bekommen hat. Neben der Kulturstiftung des Bundes als Hauptsponsor, unterstützt auch die Nord LB das außergewöhnliche Projekt. Aber erst durch die Kooperation mit dem Bergzoo Halle wird die Realisierung des Projekts überhaupt erst ermöglicht. Ausschreibung: DIE VÖGEL – Eine willkommene Beunruhigung nach der Komödie von Aristophanes und dem Thriller von Alfred Hitchcock durch Wolter und Kollegen! Am Samstag, den 13.09.2014, ab 19 Uhr bis 22 Uhr, findet im Bergzoo Halle der Theaterspaziergang DIE VÖGEL statt. Das gesamte Zoogelände wird bespielt: An 13 Stationen wird die Komödie DIE VÖGEL von Aristophanes für die Besucher durch einen Spaziergang auf ungewöhnliche Weise erlebbar! Für diese Stationen werden unter der Leitung von Tom Wolter verschiedene Künstler neben Installationen Szenen erarbeiten, die in einer Zeitspanne von 2 Stunden während des Spaziergangs durch den Zoo lebendig werden. Erstmals wird mit diesem Projekt ein großer Teil der vielfältigen Freien Szene in Halle an einem Abend gemeinsam agieren! Wir planen, dass ca. 400 Personen bei einem der größten kulturellen Ereignisse in diesem Jahr eingebunden sind! Neben den Künstlern, die bereist zugesagt haben, möchten die Produzenten den vielfältigen kulturell aktiven Initiativen und Ensembles der Stadt Halle die Möglichkeit geben, sich bei der Eroberung des Reilsberges zu beteiligen! Wollt ihr dabei sein? Wir entscheiden bis Ende Mai 2014, wer aus den Bereichen, Tanz, Musik (Bands, Chöre, Sänger und Orchester), Literatur, Theater und aus anderen Bereichen (Sport, Handwerk u.a.) unsere Partner sind. Für die Teilnahme am Projekt können sich Vereine, Initiativen, Einzelkünstler und freie Gruppen bis zum 30.05.2014 unter dem Stichwort „Vögel“ bewerben. Bitte teilt uns mit, worin ihr eure Möglichkeit der Teilnahme seht, wie ihr das Projekt unterstützen könnt und worin eure Stärken bestehen. Bitte sendet uns dafür eine Mail an kollegen@tom-wolter.de. Kurzfristig, nach dem 30.05.2014, wird ein erstes Arbeitstreffen stattfinden. Bei Fragen zum Projekt könnt ihr euch gern an Marleen Kuschke wenden unter kollegen@tom-wolter.de.

Bergzoo Halle, 09.05.2014
ELEFANTISCHE KUNST FÜR EINEN GUTEN ZWECK
Malende Elefanten im Bergzoo? Was auf den ersten Blick wie ein verspäteter Aprilscherz wirkt ist in Wirklichkeit Teil eines Beschäftigungsprogrammes im Elefantenrevier Halle. Elefanten sind hochintelligente Tiere und der spielerische Umgang mit den natürlich lebensmittelechten Farben macht Ihnen anscheinend großen Spaß. Malende Tiere sind an sich nichts Neues. Insbesondere von Menschenaffen gemalte Bilder haben es sogar in namhafte Galerien geschafft und sind auf dem nationalen und internationalen Kunstmarkt teilweise zu Höchstsummen versteigert worden. Die kolossalen Maler und Ihre Pfleger im Bergzoo Halle haben allerdings nicht so hohe Ansprüche. Trotzdem hat sich besonders der 13 Jahre alte Elefantenbulle Abu als „kleiner Meister“ entpuppt als er erst kürzlich mit seinem Rüssel insgesamt 7 Bilder malte. Die farbenfrohen Kreationen geben Raum für allerlei Interpretationen wobei man davon ausgehen kann, dass für Abu nur der Spaß im Spiel mit den Farben im Vordergrund stand. Letztlich stellt aber jedes Bild ein absolutes Unikat dar und dürfte schon allein durch die Natur seines Erschaffers über hohen Seltenheitswert verfügen. Die Tierpfleger des Elefantenhauses im Zoo Halle sind nun auf die spontane Idee gekommen diese Bilder für einen guten Zweck zu versteigern. Da viele von ihnen Besitzer von Hunden aus dem städtischen Tierheim sind, welches vom Zoo Halle im Auftrag der Stadt betrieben wird, entschlossen sie sich kurzerhand die aus der Versteigerung erlösten Gelder für die Hilfe und medizinische Versorgung von Straßenhunden zu verwenden. Die Versteigerung wurde nun auf der Facebookseite des Elefantenhauses Halle ausgeschrieben und soll bis zum 113. Geburtstag des halleschen Bergzoos laufen. Die Personen welche bis Mitternacht des Zoojubiläums am 23.05 am meisten geboten haben, bekommen dann je ein Bild von Abu. Die Bekanntgabe der erfolgreichen Bieter und Übergabe der Bilder erfolgt im Rahmen des großen Zoogeburtstagsfestes am 24.05.. Mitbieten kann jeder über die Facebook-Seite des Elefantenhauses Halle unter https://www.facebook.com/pages/Elefantenhaus-Zoo-Halle/121581147996706

Zoologischer Garten Magdeburg, 09.05.2014
Zoodirektoren zu Gast im Magdeburger Zoo
Am heutigen Freitag statteten Prof. Dr. Jörg Junhold, Direktor des Zoologischen Gartens Leipzig und Lee Ehmke, Direktor des Zoos Minnesota sowie Präsident der WAZA (World Association of Zoos and Aquariums) dem Zoologischen Garten Magdeburg einen Besuch ab. Eine große Ehre für den Magdeburger Zoo, so Direktor Kai Perret, haben die beiden Kollegen durch das derzeit in Leipzig stattfindende „EAZA Conservation Forum“ doch einen recht vollen Zeitplan. Dr. Kai Perret informierte beim Rundgang durch den Zoo über Baufortschritte der im Sommer neu eröffnenden Schimpansenanlage, über Besuchermagneten, wie die große Savannenlandschaft mit ihren zahlreichen afrikanischen Tierarten inmitten des Zoos und entführte die interessierten Kollegen natürlich auch hinter die zoologischen Kulissen. 2013 übernahm Lee Ehmke das Amt des WAZA-Präsidenten von Prof. Dr. Jörg Junhold. Die derzeitige Tagung in Leipzig dient ganz klar dem Artenschutz, so Dr. Kai Perret, und der Koordination des Artenschutzengagements von WAZA und EAZA. Auch der Magdeburger Zoo ist Teil dieser Gemeinschaft und engagiert sich aktiv für den Artenschutz in den Ursprungsländern seiner Zootiere.

Münchener Tierpark Hellabrunn, 09.05.2014
Zwillinge² – Doppelter Zwillingsnachwuchs bei den Hellabrunner Affen
Schon wieder Zwillingsnachwuchs in Hellabrunn! Gleich zwei Zwillingspaare machen in der Welt der Affen den Eisbären Nela und Nobby Konkurrenz. Die stolzen Eltern finden sich bei den Kattas und den Roten Varis. Am 14. April kamen die winzigen Kattazwillinge im Tierpark Hellabrunn auf die Welt. Seither schart sich die komplette Affengruppe (sechs Kattas) um die sechsjährige Mutter Iris und ihre beiden noch namenlosen Jungtiere. Die Kleinen werden abgeschleckt, auf dem Rücken quer durch die Anlage getragen oder es wird einfach mit ihnen getobt – da ist es komplett egal, wer denn eigentlich der Vater ist – nicht einmal die Pfleger wissen es ganz genau. Die entzückenden Äffchen mit dem schwarz-weiß gestreiften langen Schwanz und den bernsteinfarbenen Augen werden einfach von allen Seiten mit Liebe überschüttet. Bei den Roten Varis ist eher die Mutter in der Verantwortung. Der siebenjährige Vater Cooper, in Frankreich geboren und erst vor einem Jahr aus Israel nach Hellabrunn gezogen, zeigt zwar einen deutlichen Beschützerinstinkt. Sobald es jedoch um Pflege und das Tragen der Zwillinge (geboren am 16. April) geht, ist Mutter Tita (16) voll in ihrem Element. Oft liegen Mutter und Kinder gemeinsam zum Schlafen und Ruhen in den nicht-einsehbaren Nestern, während Cooper von seinem Aussichtspunkt über die Anlage wacht. „Es ist fantastisch, dass unsere kleinen Affen gleich zweimal Zwillinge bekommen haben.“, freut sich Kuratorin und Interims-Chefin Beatrix Köhler. „Das bestätigt uns, dass sich die Tiere in Hellabrunn wohlfühlen. Und unsere Besucher dürfen sich gleich über vier süße Affenbabys freuen.“ Kattas und Rote Varis leben in der Hellabrunner Affenwelt als Nachbarn, was auf diese Affenarten auch in der freien Natur zutrifft. Sie sind auf der afrikanischen Insel Madagaskar beheimatet. Die Kattas bewohnen hier bevorzugt die trockeneren Regionen im Südwesten, während die Roten Varis vor allem in den Regenwäldern im Nordosten des Landes zu finden sind.
(siehe auch hier)

Allwetterzoo Münster, 09.05.2014
Schimpansengruppe verlässt den Allwetterzoo
„Wir stimmen zu, dass die Schimpansen-Gruppe aus Münster in den nächsten Monaten in den Zoo Magdeburg wechseln darf“, verkündet der Koordinator des Europäischen-Erhaltungszucht-Programms (EEP) für Schimpansen. Zoodirektor Jörg Adler ist erleichtert: “In den letzten Monaten habe ich mit dem EEP viele, viele Gespräche geführt. Ich bin sogar nach Kopenhagen geflogen, um direkt mit dem Koordinator zu sprechen.“ Die Innenanlage für die acht Schimpansen im Allwetterzoo sei zu klein und ein Umbau wäre wahnsinnig teuer. Hinzu käme, dass gleichzeitig die benachbarte Innenanlage für Gorillas, die ebenfalls zu klein sei, umgebaut werden müsse. Die beste Lösung wäre somit, eine Menschenaffenart abzugeben und deren Anlage für die bleibende Art zu nutzen. „Uns war aber von Anfang an klar, wenn wir die Schimpansen abgeben, dann nur als komplette Gruppe. Schimpansen leben in einer sozialen Struktur, die wir nicht einfach trennen dürfen“, so Adler. „Der Zoo Magdeburg baut zurzeit eine neue Anlage für Schimpansen. Schnell war ich mir mit dem Magdeburger Kollegen Dr. Kai Perret einig, dass unsere Schimpansen nach Magdeburg wechseln. Es musste nur noch das EEP zustimmen. Jetzt sind wir alle sehr froh, über die positive Entscheidung.“ Wann die Schimpansen nach Magdeburg umziehen werden, steht noch nicht fest. Vermutlich aber in den nächsten zwei Monaten, denn bis zum Sommer soll die neue Anlage im Zoo Magdeburg fertig sein und mit den Münster-Schimpansen eingeweiht werden. Mit dem Umzug der Schimpansen und dem baldigen Umbau der Gorilla-Innenanlage, wird der Allwetterzoo dann den Richtlinien für die Haltung von Menschenaffen entsprechen, welche die jüngst aktualisierte Auflage des Säugetiergutachtens vorsieht. Zudem sparen Allwetterzoo und die Stadt Münster erhebliche Kosten, da nun nur noch die Gorilla-Innenanlage erweitert werden muss.

Zoo Salzburg, 09.05.2014
Mutterliebe im Tierreich
Auch bei vielen Tierarten gilt: „Mutter ist die Allerbeste“: Die mütterliche Fürsorge ist vor allem unter Säugetieren sehr ausgeprägt. So stillen viele Tiermütter ihren Nachwuchs monatelang, schützen sie vor „Gefährlichem“ und bringen ihnen alles Notwendige für das Überleben bei. Wohin man derzeit im Salzburger Zoo schaut, kann man tierische Mütter bei ihrer Fürsorge um ihren Nachwuchs beobachten! Puma-Katerchen Maxxum und Mutter Winnie: as kleine Familienglück bei dem Salzburger Puma-Nachwuchs Maxxum und Mutter Winnie ist ungebrochen. Die beiden lassen sich kaum aus den Augen und spielen oft stundenlang miteinander. Als „Einzelkind“ genießt der nun fast schon 5 Monate alte Puma-Nachwuchs die ganze Aufmerksamkeit seiner Mutter Winnie. Familienglück bei den Kattas: Anders geht es bei den Kattas zu! Die beiden Salzburger Katta-Babys sind jetzt gerade mal 5 Wochen alt. Ihre Mutter erhält tatkräftige Unterstützung von allen Gruppen-Mitgliedern. Jeder achtet auf das Wohl der Kleinen! Bei den gemeinsamen Ausflügen klettern die Jungtiere einfach auf den Rücken des nächstbesten, erwachsenen Gruppen-Mitglieds und lassen sich herumtragen. Wenn sie Hunger verspüren, rufen sie eindringlich nach ihrer Mutter. Drei auf einen Streich: Auf der Wiese vor dem Eingang des Zoos „rufen“ derzeit drei Lämmchen der Waldschafe fast ununterbrochen nach ihrer Mutter. Die Bindung der Drillinge zu ihrer Mutter Samedi ist sehr intensiv, denn die Kleinen ernähren sich noch ausschließlich von Muttermilch.

Zoo Dresden, 08.05.2014
Erfolgreiche Zuchttradition bei den Rotbüffeln wird fortgesetzt
Seit drei Tagen lebt bei uns ein neuer Rotbüffel-Bulle aus dem Zoo Augsburg mit den beiden Rotbüffel-Kühen Jarpa (geboren 1982) und Makena (geboren 2007) zusammen. Das junge zweijährige Männchen mit dem Namen Malawi ist der erste Bulle seit 5 Jahren im Dresdner Zoo und damit Hoffnungsträger für ein Anknüpfen an die lange Tradition der Zucht und erfolgreichen Haltung von Rotbüffeln in unserem Zoo. Vor dem Eintreffen des neuen Männchens wurde die Rotbüffel-Anlage modernisiert und strukturell aufgewertet. Dazu wurden die Gehegebegrenzungen erneuert, ein Unterstand errichtet und eine Lehmsuhle für die Tiere geschaffen. Zu den beiden Weibchen und dem neuen Bullen sollen noch in diesem Jahr zwei weitere junge Kühe hinzukommen, um die Rotbüffel-Herde komplett zu machen.

Erlebniszoo Hannover, 08.05.02014
Mein Ferienabenteuer im Erlebnis-Zoo Hannover
Ferien in Afrika, Indien, Kanada, Australien! Auf Safari gehen, Tiere beobachten, Flusspferde hautnah erleben, Pinguine füttern, spannende Blicke hinter die Kulissen werfen: Wie sieht es bei den Eisbären aus, wie wohnen die Wombats, was für ein Bett braucht ein 800-Kilo-Bison? Gibt es eigentlich ein Wartezimmer in der Tierarztpraxis, wo Elefanten neben Erdmännchen sitzen und auf den Zoo-Doc warten? Vom 31. Juli bis 10. September 2014 bietet der Erlebnis-Zoo Hannover erstmals ein Ferienprogramm für Kinder im Alter von 8-12 Jahren mit Betreuung durch erfahrene Zooscouts an. Das vierstündige Programm richtet sich ausschließlich an Kinder – Eltern dürfen leider nicht mitmachen (können derweil aber ausruhen, einkaufen, Freunde besuchen, Bücher lesen, eben Erwachsenen-Ferien machen). Montags bis freitags, jeweils von 9 bis 13 Uhr, gibt es spannende Blicke hinter die Kulissen, tolle Mitmachaktionen, lustige Spiele und unvergessliche Tierbegegnungen. Bei zwei verschiedenen Programmen, die wöchentlich im Wechsel angeboten werden, erfahren die kleinen Ferienabenteurer Spannendes und Wissenswertes über exotische und einheimische Tiere, über Tierbeschäftigung, Arten-, Natur- und Umweltschutz. Die unterhaltsamen und abwechslungsreichen, im wahrsten Sinne tierisch tolle Ferien für bis zu 20 Ferienabenteurer pro Tag.

Zoo Leipzig, 08.05.2014
Die Welt zu Gast im Zoo Leipzig – Internationale Tagungen der Zooverbände WAZA & EAZA
Der Zoo Leipzig ist in dieser Woche erneut Gastgeber zweier internationaler Tagungen, die sich beide mit dem Thema Artenschutz befassen: Auf der Agenda des WAZA Strategy Workshop stand in der ersten Wochenhälfte die Aktualisierung der „Welt-Zoo- und Aquarium-Naturschutzstrategie“. Im Rahmen des EAZA Conservation Forum diskutieren die Mitglieder des europäischen Zooverbandes aktuelle Erkenntnisse zum Artenschutz und dessen Relevanz für die Zoologischen Gärten. Die „Welt-Zoo- und Aquarium-Naturschutzstrategie“ ist das Grundlagen-Dokument für alle modernen, wissenschaftlich geführten Zoos, die nach ethischen Grundsätzen geleitet werden und die höchsten Tierschutzstandards erfüllen. Detailliert finden Zoos in dieser Richtlinie alle Maßnahmen beschrieben, mit denen sie den Natur- und Artenschutz und die Forschung darüber fördern können. Rund 30 Zoo-Experten aus der ganzen Welt, wie dem Minnesota Zoo oder Houston Zoo, befassten sich dieser Tage in Leipzig intensiv mit der Neustrukturierung der Strategie, die 2015 zur WAZA-Tagung in Al-Ain veröffentlich werden soll. Mit der Aktualisierung der Fassung nach zehn Jahren wird man der wissenschaftlichen Entwicklung auf diesem Sachgebiet gerecht. Alle relevanten Kernfragen und Kapitel wurden auf Grundlage der neuesten Erkenntnisse diskutiert, überarbeitet und neu entworfen. Im Vergleich zur letzen Ausgabe wird der Stellenwert des Artenschutzes noch stärker herausgestellt. Außerdem soll der in-situ und ex-situ Artenschutz im Sinne des One Plan Approach, der das Management von kleinen Populationen in Zoos und Reservaten als gemeinsame Population fordert, verzahnt werden. „Es waren zwei intensive WAZA-Tage, an denen wir der Strategie eine neue Grundausrichtung gegeben haben und mit der Aktualisierung ein großes Stück weitergekommen sind“, resümiert Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold. Ebenfalls mit dem Thema Artenschutz befasst sich das aktuell laufende, dreitägige EAZA Conservation Forum, eine alle zwei Jahre stattfindende Tagung des europäischen Zooverbandes. 80 Teilnehmer aus Zoos und Naturschutzverbänden treffen sich, um Projektbeispiele vorzustellen und in Workshops neue Vorhaben zu erarbeiten. Die Themen reichen von Strategien und deren Umsetzung über den Umgang mit invasiven Tier- und Pflanzenarten bis hin zur Auswertung des Erfolgs von Natur- oder Artenschutzmaßnahmen. Mehrere der Fach-Referenten kommen von der Welt-Naturschutz-Union IUCN sowie deren Spezialistengruppe für Artenschutz-Wildtierzucht und von der Europäischen Kommission.

Zoologischer Garten Magdeburg, 08.05.2014
Spitzmaulnashorn Mala geht auf große Reise: Das Magdeburger Christkind verlässt den Zoo
Tausende Menschen auf der ganzen Welt warteten im Dezember 2011 gespannt auf die Geburt eines Spitzmaulnashorns im Magdeburger Zoo. Via Webcam konnte jeder dieses außergewöhnliche und seltene Ereignis live im Internet und exklusiv bei sternTV mitverfolgen. So hielten Nashorn-Fans weltweit nächtelang an ihren Computern Wache. Ausgerechnet am 24.12.2011 war es soweit: Spitzmaulnashorn Mala erblickte das Licht der Welt. Welch ein Weihnachtsgeschenk! In den folgenden Monaten entpuppten sich Mala und Mutter Mana als echte Besuchermagneten und Medienlieblinge. Mittlerweile ist Mala 2 ½ Jahre alt und für die junge Spitzmaulnashorn-Dame ist es an der Zeit, auf große Reise in ihre nächste Heimat zu gehen. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) ging es für Mala am gestrigen Mittwoch (07.05.2014) zunächst in den britischen „Port Lympne Wild Animal Park“, nach entsprechenden Umbauarbeiten reist sie von dort aus dann in den walisischen „Folly Farm Adventure Park and Zoo“. Im Magdeburger Zoo indes kann nach dem notwendigen Lösen der Mutter-Kind-Bindung zwischen Mala und Mutter Mana die äußerst erfolgreiche und für den Arterhalt wichtige Spitzmaulnashorn-Zucht mit der erfahrenen Nashorn-Kuh Mana und dem Magdeburger Nashorn-Bullen Madiba weitergeführt werden. Nur etwa drei Spitzmaulnashörner werden jährlich in den europäischen Zoos geboren, die Spitzmaulnashörner züchten. Weltweit gibt es nur 250 Spitzmaulnashörner in Zoos und etwa 5000 in freier Wildbahn. Magdeburg konnte erstmals 1979 als erster ostdeutscher Zoo einen Zuchterfolg verzeichnen. Insgesamt war Malas Geburt die bisher sechste Nachzucht im Magdeburger Zoo. Malas Entwicklung der ersten Monate haben wir für Sie auf der Zoo-Website im Film- und Fotoarchiv www.zoo-magdeburg.de/aktuell/filme-fotos/2012/dezember/malas-erstes-jahr.html und in „Malas Tagebuch“ festgehalten: www.zoo-magdeburg.de/zoo-tiere/unsere-tiere/tagebuch/spitzmaulnashorn.html.

Zoo Osnabrück, 08.05.2014
Forschung zum Wohl der Tiere im Zoo Osnabrück: Deutschlandweit einzigartige Elefantengruppe unter die Lupe genommen
Forschung ist neben Bildung, Erholung, Natur- und Artenschutz eine der vier Hauptaufgaben von Zoos. Auch im Zoo Osnabrück wird regelmäßig geforscht – in einem kürzlich abgeschlossenen Projekt untersuchten zwei Studentinnen das Sozialverhalten von Asiatischen Elefantenjungbullen unter Aufsicht eines erwachsenen Bullen. Stuhl, Handy, Klemmbrett, Stoppuhr – das war die tägliche Ausrüstung der Studentin Viviann Meyer, wenn sie ins Elefantenrevier kam. Insgesamt dreizehn Wochen mit etwa 15 Stunden pro Woche verfolgte sie das Zusammenleben des Elefantenjungbullenquartetts mit dem erwachsenen Elefantenbullen Luka. Vorangegangen war bereits eine zwölfwöchige Beobachtung einer weiteren Studentin. „Das Forschungsthema war besonders spannend, da der Zoo Osnabrück der einzige Zoo in Deutschland ist, in dem Elefantenjungbullen gemeinsam mit einem erwachsenen Bullen leben. Über das Sozialverhalten in einem solchen Verband in einem Zoo gab es bislang keine Studien“, erklärt Lehramtstudentin Meyer. Bei ihren Beobachtungen wendete sie die sogenannte Fokustiermethode an: „Ich beobachtete jedes Tier jeweils zehn Minuten und notierte mir, welche anderen Tiere sich in dieser Zeit in seiner Nähe befanden und welche Berührungen zwischen den Tieren stattfanden. Dabei habe ich die Interaktionen nach Sender und Empfänger unterschieden. Ziel war es, so ein möglichst umfassendes Bild der Beziehungen zwischen den Individuen zu bekommen“, beschreibt Meyer ihre Forschungen. Das Besondere an der Fokustiermethode ist, dass keine Stichproben durchgeführt werden, sondern eine kontinuierliche Beobachtung das Verhalten genau dokumentiert. Dabei zeigte sich, dass die Jungbullen im Alter von vier bis sechs Jahren überraschend viel mit dem 41 Jahre alten Bullen Luka interagieren und ihn als ihre Leitfigur voll akzeptieren. Zoodirektor Prof. Michael Böer begleitet derartige Studien, die in Kooperation mit verschiedenen Hochschulen wie der Universität Osnabrück stattfinden. „Bei Forschungen in der Wildbahn hat man bereits festgestellt, dass das Temperament von Jungbullen durch ältere Leitbullen gezügelt wird. Das ist wichtig, damit sie Grenzen erfahren und sich später in einem Sozialgefüge mit Elefantenkühen zurecht finden. Hier im Zoo wollten wir diese Situation aus der Natur nachbilden. Das Verhalten der Tiere zeigt uns, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Ein erwachsener Bulle ist auch im Zoo ein wichtiger Partner und Lehrmeister für die Jungbullen“, betont Böer. Die Forschungsarbeit an den Osnabrücker Elefanten ist kein Einzelfall. „Für uns als Zoo sind derartige Arbeiten von großer Wichtigkeit. Denn wir betreiben keine Forschung im Elfenbeinturm, sondern versuchen durch die gewonnenen Ergebnisse die Tierhaltung in Zoos permanent zu optimieren. Dass es den Tieren in unserer Obhut gut geht, ist unser oberstes Ziel – und nur so können sie als Botschafter für den Natur- und Artenschutz werben“, ist Böer überzeugt. Von Viviann Meyers Arbeit und ihren Erkenntnissen profitieren auch die anderen Zoos. „Da es in anderen Zoos nur reine Jungbullengruppen gibt, schauen die Kollegen gespannt auf Osnabrück, welche Erfahrungen wir hier machen. Deswegen sind die Ergebnisse besonders wertvoll und wegweisend“, erläutert Böer. Auch die Tierpfleger profitieren von der Arbeit. Elefantenrevierleiter Detlef Niebler stand dazu im ständigen Austausch mit den Studentinnen: „Da wir selbst im Tierpflegeralltag nur wenig Zeit für langfristige und intensive Beobachtungen haben, waren die Studien von Frau Meyer eine große Hilfe für uns. Ein weiterer Vorteil ist, dass eine für die Tiere fremde Person die Beobachtungen durchgeführt hat – die Tiere fühlen sich dann unbeobachtet und verhalten sich ganz normal. Am Ende jedes Tages haben wir dann unsere Eindrücke ausgetauscht“, erklärt der langjährige Tierpfleger. Während die Beobachtungen bei den Elefanten vorerst beendet sind und Studentin Vivann Meyer ihre Arbeit abgeschlossen und zur Bewertung abgegeben hat, laufen in anderen Bereichen des Zoos weitere Studien, zum Beispiel bei den Wölfen. So kann der Zoo Osnabrück auch bei anderen Tierarten überprüfen, ob sich die Zoobewohner wohl fühlen.

Wilhelma Stuttgart, 08.05.2014
Zuwachs in der Südamerika-WG: Wollige Kleinkamele in Schwarz-Weiß und Beige
Die Wohngemeinschaft der südamerikanischen Wilhelma-Tiere hat Zuwachs bekommen: ein Alpaka- und ein Vikunja-Fohlen. Verspielt wie alle Fohlen sind, bringen sie neuen Schwung in die WG und selbst die erwachsenen Tiere mitunter ganz schön auf Trab. Und bei beiden Arten ist in den nächsten Wochen mit je einem weiteren Nachkommen zu rechnen. Normalerweise bewohnen die Vikunjas zwar ein eigenes Gehege. Da dieses aber saniert wird, leben die Stuten und ihr Nachwuchs derzeit noch in der großen „Südamerika-WG“ zusammen mit 15 Alpakas, zwei Nandus, drei Pampashasen und zwei Ameisenbären. Was wunderbar klappt, solange kein Hengst dabei ist. Bei den Alpakas ist das ohnehin selten der Fall: Hier verweilt kein Hengst dauerhaft bei der Herde, sondern der genetischen Vielfalt wegen sorgt jedes Jahr ein anderer für Nachwuchs. Letztes Jahr übernahm diesen Teilzeitjob Chulo, der einem Privathalter in Backnang gehört, und zeugte mit der Stute Susi unter anderem den im April geborenen, schwarz-weißen Rito. Bei den Vikunjas dagegen ist der Hengst Caspar normalerweise fester Teil der Herde. Als solcher ist er ebenso Vater des 2013 geborenen Stutfohlens Marie wie von Laras jüngstem Sohn Fidi, der Ende März zur Welt kam. Aktuell lebt Caspar in der Wilhelma-Außenstation Tennhof, wird aber voraussichtlich im Juli auf der frisch sanierten Vikunja-Anlage wieder mit seiner Herde vereint sein. Sowohl Vikunjas als auch Alpakas gehören zu den Kleinkamelen und stammen aus dem südamerikanischen Andenhochland – wobei Vikunjas eine Wildform und die Alpakas als Haustierform quasi „die Schafe Südamerikas“ sind. Schon die Inkas züchteten sie vor mehreren tausend Jahren wegen ihrer weichen, warmen Wolle. Als die spanischen Eroberer echte Schafe ins Land brachten, wurde das Alpaka bald nur noch als Nutztier der armen indianischen Einwohner betrachtet und immer seltener. Erst das unabhängige Südamerika besann sich auf ihren Wert und belebte die Zucht neu. Heute gibt es mehrere Millionen Alpakas in Peru, Bolivien und Chile. Wie auch die Wilhelma-Herde anschaulich zeigt, liefern die Tiere Wolle in allen Farbvarianten und -kombinationen aus Weiß, Braun, Beige, Grau und Schwarz. Wie Schafe werden auch Alpakas einmal im Jahr geschoren und liefern bis zu sechs Kilo Wolle pro Tier und Schur. Im Fall der Wilhelma-Alpakas werden aber keine Pullover oder Mützen daraus gestrickt. Vielmehr profitieren die anderen Zootiere davon: In den Vogelrevieren dient es als Nistmaterial, bei den Raubkatzen zur Beschäftigung. Und falls etwas übrig bleibt, wird es in der Wilhelmaschule oder am Wilhelma-Tag mit Kindern „verbastelt“. Noch wertvoller als die Wolle der Alpakas ist die der Vikunjas – sie gilt bis heute als die teuerste der Welt. Ein Alpakamantel symbolisierte schon bei den Inkas Wohlstand, aber die noch feinere Vikunja-Wolle war allein den Herrschern vorbehalten. Und fast wären die Vikunjas wegen der kostbaren Fasern ausgerottet worden. Denn während die Inkas die Tiere nur zu bestimmten Zeiten für die Schur zusammentrieben und lediglich überzählige Hengste töteten, gingen die spanischen Eroberer in der Gier nach Fell und zartem Fleisch sehr maßlos zu Werk. Heute streift die Art dank frühzeitiger strenger Schutzmaßnahmen wieder in den Anden bis in Höhenlagen bis 5500 Meter umher, doch ganz unterbinden lässt sich die illegale Jagd auf sie bis heute nicht.

Weltvogelpark Walsrode, 08.05.2014
Kunst im Park
„Art and Nature“ – unter diesem Motto findet bis 31. August 2014 eine rund viermonatige Ausstellung von John Chamberlain, einem der wichtigsten Künstler der zeitgenössischen Kunst, statt. Bis Ende August präsentieren wir vier Skulpturen des 2011 verstorbenen Künstlers.

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 08.05.2014
SCHÖNBRUNNER WÖLFE ERFREUEN WIEDER MIT NACHWUCHS
Seinen ersten Ausflug hat der jüngste Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn im Maul der Mutter unternommen: Am 24. April sind bei den Arktischen Wölfen sechs Jungtiere zur Welt gekommen und wurden von Mutter Inja nun erstmals ins Freie getragen. „Wolfswelpen werden in einer Erdhöhle geboren und aufgezogen. Mit ein bisschen Glück erhascht man einen Blick auf die Kleinen, wenn Inja sie aus dem Bau trägt. Sie ist aber noch sehr vorsichtig mit ihrem dritten Nachwuchs“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Während ihrer ersten zwei Wochen haben Wolfswelpen die Augen geschlossen, sind völlig hilflos und brauchen daher den Schutz ihrer Mutter. Drei Monate lang werden sie gesäugt. Das Markenzeichen der Arktischen Wölfe – ihr strahlend weißes Fell, das sie im Schnee tarnt – bildet sich erst später aus. Schratter: „Die Jungtiere haben noch ein dunkles, braunes Fell. Nach und nach wird es aber heller und schließlich ganz weiß, wie das der Eltern.“ Mit dem sechsköpfigen Nachwuchs besteht das Schönbrunner Wolfsrudel nun aus zwölf Tieren.

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