Zoopresseschau

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 21.05.2014
Neues von den Greifvögeln: Von Auswilderungen, Nachwuchs und kommentierten Fütterungen
Bei den Greifvögeln der Wilhelma tut sich was: Vor zehn Tagen sind drei Gänsegeier aus der Wilhelma ausgezogen und nach Bulgarien gereist, um dort auf die Auswilderung vorbereitet zu werden. Derweil ist der nächste Geier-Nachwuchs bereits geschlüpft, ein weiterer Jungvogel steht kurz davor. Und bei neuen kommentierten Fütterungen können die Besucher nicht nur über Geier jede Menge lernen, sondern auch über die anderen Greifvögel und die Eulen in der Wilhelma. 2011 und 2012 waren die Gänsegeier Buli, Rila und Pirin geschlüpft – als drei von über dreißig, die in der Wilhelma bereits das Licht der Welt erblickten. Und schon bei ihrer Geburt stand fest, dass sie eines Tages ausgewildert werden und über dem Balkan kreisen sollten. Dort waren die Gänsegeier bis vor 50 Jahren noch heimisch, bevor vergiftete Köder für Wölfe auch ihnen den Garaus machten. Mittlerweile ist die Organisation „Green Balkans“ jedoch dabei, das Balkanmassiv als Heimat für die Geier wiederzubeleben. 2010 ließ sie die ersten 26 Vögel frei, weitere folgten. Und bald werden auch die Geier aus Stuttgart an der Reihe sein. Ihre Anreise im Lieferwagen nach Bulgarien über Österreich, Ungarn und Rumänien in nur 25 Stunden haben die drei gut überstanden, wie die Tierärzte bei der Erstuntersuchung an Ankunftsort, dem Wildlife Rescue Centre in Stara Zagora, feststellten. Hier werden die Vögel zudem markiert, bevor sie weiterreisen: Ziel ist dann die Auswilderungsstation in den Bergen, wo sie sich akklimatisieren und an die übrigen Geier aus anderen Zoos gewöhnen können, um dann Schritt für Schritt auf ein Leben in Freiheit vorbereitet zu werden. Seit für die Gänsegeier in einem ihrer letzten europäischen Refugien, in Spanien, auch immer weniger Nahrung abfällt, hat das bulgarische Wiederansiedlungsprojekt an Bedeutung gewonnen. Zwar hat der IUCN (International Union for Conservation of Nature) den Gänsegeier weltweit noch nicht als gefährdet einstuft, aber zumindest in Europa geht es dem großen Vogel mehr schlecht als recht. Das und viel mehr über Gänse-, Bartgeier und andere Greifvögel und Eulen erfahren die Besucher künftig auch bei den neuen, kommentierten Greifvogel-Fütterungen der Wilhelma – und zwar aus erster Hand und berufenem Munde, nämlich von den Tierpflegern. Ob Bartkauz, Uhu, Seeadler, Schneeeule oder Geier: Jede Art erhält künftig täglich außer montags und freitags ab 14 Uhr vor Publikum eine artgemäße Mahlzeit, während die Pfleger Wissenswertes über Lebensweise, Eigenarten und die unglaublichen Fähigkeiten dieser Vögel erzählen und dabei Fragen der Besucher beantworten. Diese können derzeit zudem einen Blick in die etwas unordentlich wirkende Kinderstube der Gänsegeier werfen – und dort, falls die Geiermutter sich nicht gerade schützend davor aufbaut, das erste geschlüpfte Küken dieses Jahres entdecken. Bis auch das zweite und derzeit intensiv bebrütete Ei aufbricht, ist es nur noch eine Frage der Zeit.

Wisentgehege Springe 21.05.2014
Rotwildchen und der Wolf laden ins Wisentgehege ein
Feen, Hexen und Trolle tummeln sich auf dem Tiermärchenfest
Märchen, Tiere und der Wald stehen im Mittelpunkt des Tiermärchenfestes im Wisentgehege Springe. Der Wildpark zeigt am Sonnabend und Sonntag, 31. Mai und 1. Juni, jeweils ab 11 Uhr, seine geheimnisvolle Seite. Dann sind Türen und Tore geöffnet für das Tiermärchenfest. Es gilt für die ganze Familie die Ohren zu spitzen. Die Spannung kennt keine Grenzen mehr bei Geschichten und Aktionen rund um die wilden Gesellen aus bekannten Märchen. Kreative Köpfe können auf dem Weg zum Hüpfburg-Märchenschloss malen und basteln. Auf Sportliche warten Ponys. Auch das Waldpädagogikzentrum hat an diesem Wochenende wieder die Türen geöffnet und für interessierte Besucher jeden Alters eine interessante Ausstellung zum Rätseln und Lernen vorbereitet. Dazu sind ganz viele andere wilde Tiere zu sehen. Zweimal täglich, um 11.30 Uhr und um 15 Uhr, erheben sich die Luftakrobaten des Falkenhofs in die Lüfte. Bei den Timber- und Polarwölfen wird Matthias Vogelsang mit dem Märchen vom bösen Wolf aufräumen. In seinen Präsentationen, jeweils um 15.45 Uhr, erleben Besucher das perfekte Miteinander von Mensch und Raubtier und erfahren auf spannende Weise, dass es den bösen Wolf nicht gibt. Das wilde Märchenfest, auf dem sich auch Feen, Hexen und Trolle tummeln, findet an beiden Tagen von 11 bis 17 Uhr statt.

Zoo Salzburg 21.05.2014
Baby Boom im Eurasien Bereich des Salzburger Zoos
Die heimische Tierwelt bringt vor allem im Wonnemonat Mai ihren Nachwuchs zur Welt. Im Frühjahr wächst und gedeiht fast überall sattes Grün. Die Natur bietet nun reichlich Nahrung für die stillenden Tier-Mütter, und die Kleinen können einen Sommer lang wachsen, spielen und viel lernen. Wohin man derzeit im Eurasien Bereich im Zoo Salzburg schaut, sind Tierbabys zu sehen: Drei junge Alpensteinböcke, drei Gämsen und seit gestern Nachmittag nun auch ein entzückendes Waldrentier-Baby! Das Geschlecht des kleinen Rentiers ist noch unbekannt – Nach einer Tragzeit von rund 7 Monaten brachte gestern Nachmittag, 20. Mai, das drei Jahre alte Waldrentier-Weibchen Sanni ein gesundes Jungtier zur Welt. Bei der Geburt wiegen Rentiere etwa fünf Kilogramm. Mit seinen großen dunklen Augen schaut der Salzburger Nachwuchs schon recht neugierig in die Welt. Die ersten drei Lebensmonate ist das Rentier-Baby ganz auf seine Mutter angewiesen und wird ihr auf Schritt und Tritt folgen. Erst im Alter von etwa sechs Monaten wird der Rentier-Nachwuchs von Muttermilch vollständig auf feste Nahrung umsteigt. Das Waldrentier ist eine bedrohte Tierart – Das Waldrentier ist eine Unterart des Rentiers. Experten schätzen, dass nur mehr 2.200 Tiere in den Wäldern Finnlands und Westrusslands leben. In der Vergangenheit wurde es bejagt und mit den domestizierten Rentieren gekreuzt. Die EU stuft das Waldrentier als bedrohte Tierart ein. Waldrentiere sind ausdauernder Läufer und guter Schwimmer. Sie ernähren sich von Gräsern, Kräutern, Blättern, Pilzen und Flechten. Wie alle Vertreter der Hirsche sind sie Wiederkäuer und beide Geschlechter tragen ein Geweih.

Zoo Heidelberg 21.05.2014
Am 5. Juni ist „Traumnacht“ im Zoo Heidelberg – Exklusiv für Kinder mit chronischen Krankheiten oder Behinderungen
Nach dem großen Erfolg 2009 und 2010 veranstaltet der Zoo Heidelberg und seine Zooschule am Donnerstag, den 5. Juni 2014 von 16.00 bis 20.00 Uhr wieder die „Traumnacht im Zoo Heidelberg“ – exklusiv für Kinder mit chronischen Krankheiten oder Behinderungen Kinder und Jugendliche, die infolge ihrer Krankheit oder Behinderung den Zoo oft nur schwerlich besuchen können, sollen an diesem Abend den Zoo unbeschwert genießen. Der Zoo ist exklusiv für die Traumnacht-Kinder an diesem Tag bis 20.00 Uhr geöffnet. Die Veranstaltung (inklusive Zooeintritt) ist ausschließlich für alle angemeldeten Traumnacht-Kinder, ihre Familien und Betreuer kostenlos. Das Programm beginnt pünktlich um 17.00 Uhr. Der Zoo Heidelberg und seine Zooschule haben sich für diese besondere Veranstaltung wieder viele schöne Aktionen und Überraschungen ausgedacht. Fantasievolles Kinderschminken, lustige Clowns von „xundlachen – die klinikclowns im rhein-neckar-kreis“ und natürlich viele spannende Aktionen rund um die Tiere im Zoo Heidelberg versprechen ein einmaliges Erlebnis.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 19.05.2014
Jetzt fliegt er wieder! Tierpark- Wintergast Schwarzstorch „Luigi“ erfolgreich wieder ausgewildert.
Erinnern Sie sich an die Geschichte des unter mysteriösen Umständen im August vergangenen Jahres in einer Wohnsiedlung in Biesnitz aufgegriffenen Schwarzstorches? Die beidseitig beschnittenen Schwungfedern waren bis Oktober nicht nachgewachsen und so mußte „Quasselstrippe“ Luigi den Winter statt im warmen Afrika im Tierpark verbringen. Außer Frage stand von Anfang an, dass der Storch wieder in die Freiheit zurückkehren sollte. Mitte April wurden die ersten Afrika – Rückkehrer in der Region gesichtet. Das bedeutete grünes Licht für „Luigi“. In Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft konnte der schwarze Verwandte des Weißstorches Ende April endlich freigelassen werden.

Zooschule Heidelberg 19.05.2014
Fit für die Zukunft mit dem Zukunfts-Diplom – Workshop der Zooschule für Kinder und Jugendliche gibt Tipps!
Am Freitag, den 30. Mai bietet die Heidelberger Zooschule einen spannenden Workshop an, den die Teilnehmer mit dem „Zukunfts-Diplom“ abschließen. Der Workshop findet von 9.30 bis 16.30 Uhr im Zoo Heidelberg statt und richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren. Sumatra-Tiger, Löwenäffchen, Riesenseeadler und zahlreiche weitere Tierarten haben eine Gemeinsamkeit. Sie sind von der Ausrottung bedroht. Meistens ist der Mensch hierfür verantwortlich, denn er zerstört die Lebensräume der Tiere oder geht auf die Jagd nach ihnen. Wenn junge Zoobesucher erfahren, dass viele Tierarten von der Ausrottung bedroht sind, sinkt sehr schnell die Stimmung. Gerade Kinder haben meistens die Befürchtung, ohnehin nichts ausrichten zu können, denn Geld spenden ist eher etwas für Erwachsene. Aber: Das stimmt nicht! Die Zooschule Heidelberg hat zahlreiche Tipps parat, die es auch Kindern und Jugendlichen ermöglichen, selbst aktiv zu werden und somit etwas für den Schutz bedrohter Tiere und den Naturschutz überhaupt zu tun. Dabei wird ihnen auch aufgezeigt, dass viele kleine Schritte zusammen eine große und wichtige Wirkung haben können. Während dem Workshop erfahren die Teilnehmer natürlich auch Wissenswertes und Spannendes rund um die Zootiere, denn diese wirken als Botschafter für ihre bedrohten Artgenossen. Und auch der Zoo geht in vielen Bereichen mit gutem Beispiel voran. Seit wenigen Wochen werden die Robben zum Beispiel nur noch mit Fisch aus nachhaltigem Fischfang gefüttert. Das könnten sich die Teilnehmer des Workshops auch fest vornehmen: Nur noch Fischstäbchen mit dem MSC-Siegel zu kaufen. Am Ende des Workshops erhalten alle Teilnehmer ein Zukunfts-Diplom, welches bescheinigt, dass sie fit für die Zukunft sind!

Zoo Krefeld 19.05.2014
ZOOlympics mit tierischen Disziplinen für Groß und Klein – Im Zoo Krefeld war Samstag richtig was los
Da staunten die Tiere des Krefelder Zoos nicht schlecht: Am Samstagabend war im Zoo alles ein bisschen verdreht. Die Tiere bekamen nämlich beste Unterhaltung von den Besuchern. Da spuckten Kinder (kleine Erbsen) weit wie Lamas, sprinteten wie ein Gepard oder trugen schwere Lasten wie Ameisen. Andere lauschten mit den Ohren eines Löffelhundes oder standen auf einem Bein wie ein Flamingo. Mitten auf dem Weg tanzten dutzende von Kindern wie ein Strauß. Kurz und knapp: Sie waren alle „tierisch gut drauf“. Was war hier los? Ganz einfach: Groß und Klein trafen sich bei strahlendem Sonnenschein zu den „II. ZOOlympics“. Die „Tierischen Sommerspiele für große und kleine Olympioniken“ wurden vom Krefelder Zoo und der Firma Intersport Borgmann veranstaltet. Zahlreiche Sponsoren unterstützten die Veranstaltung. Jeder Athlet zahlte ein nach dem Alter gestaffeltes Startgeld, Eltern begleiteten sie als sogenannte Trainer oder machten selbst mit. Mindestens zehn von zwanzig tierischen Disziplinen waren in verschiedenen Altersklassen zu absolvieren und die hellen Freudenrufe und kichernden Kinder überall im Zoo bewiesen: Die Kinder zwischen vier und vierzehn Jahren hatten einen Riesenspaß. Gestartet wurde in unterschiedlichen Altersklassen. Aber nicht nur Kinder bis 14 Jahren, auch Jugendliche und Erwachsene konnten teilnehmen. Eine als Spinne verkleidete Dame trug stolz ihr selbstgeschneidertes Kostüm zur Schau und nahm selbst begeistert an allen Disziplinen teil. Für Menschen mit körperlichem oder geistigem Handicap gab es eine spezielle Kategorie, sie bekamen eigene Aufgaben und lösten diese zusammen mit ihren Betreuern. Freundliche Helfer standen bei jeder Disziplin bereit, halfen den Kindern bei der Aufgabe und gaben Informationen zum jeweiligen Tier. Nach jeder absolvierten Disziplin wird mit einem dicken Häkchen auf der Teilnehmerkarte als „erledigt“ markiert. Betont wird von den Veranstaltern, dass es nicht darum geht, wer am schnellsten, weitesten und höchsten läuft und springt, sondern es zählt vor allem der olympische Gedanke: „Dabeisein ist alles“. Kurz vor der Siegerehrung bot die Tanzschule Biggi Klömpkes eine Tanzeinlage, natürlich zu dem passenden Zoo-Song von Volker Rosin: Das singende Känguru. Am Ende der Veranstaltung wurden aus allen Kategorien je drei Gewinner ausgelost: Gold-, Silber-, Bronzemedaillen, Zoogutscheine wie eine Jahreskarte und Patenschaften für Zootiere wurden an die Gewinner verliehen. Ausnahmslos jeder Teilnehmer erhielt eine Urkunde. Geschäftsführer Christoph Borgmann lobte begeistert die sportlichen Kinder und ließ es sich nicht nehmen, die Preisverleihung persönlich vorzunehmen. Unterstützt wurde er dabei von Zoosprecherin Petra Schwinn und verschiedenen Glücksfeen. Es war gleichzeitig ein Tierkostümwettbewerb ausgeschrieben und auch hier gab es am Ende drei Medaillen. Ein Baby-Krokodil, ein südländischer Marienkäfer und ein bunter Schmetterling waren die strahlenden Sieger. Die Stimmung war bestens, die Organisatoren zufrieden, die Kinder glücklich. Als „Tüpfelchen auf dem I“ gab es für den Nachhauseweg auch noch eine süße Überraschung. Die Gesamteinnahmen kommen dem Projekt „Eine Burg für Erdmännchen“ zugute. Im vergangenen Jahr flossen die Einnahmen in den Neubau der inzwischen fertigen Pinguinanlage.

Opel-Zoo Kronberg 19.05.2014
Erfolgreiche Nachzucht beim seltenen Waldrapp – Drei Paare mit Jungvögeln
Es gibt Tiere, die durch ein außergewöhnliches Aussehen auffallen und dazu gehört der Waldrapp: Das schwarze Federkleid mit dem grünem und rötlichem Metallschimmer ist eigentlich wunderschön, aber mit dem nackten, roten Gesicht und Kopf, dem langen gebogenen Schnabel und den abstehenden, verlängerten Federn im Nacken wirkt er fast wie ein karnevalesk mit Maske verkleideter Vogel.Der Waldrapp ist vom Aussterben bedroht und es existiert ein so genanntes EEP – European Endangered Program, mit dem die Zucht in den Europäischen Tiergärten koordiniert wird, um die Art zu erhalten. Er war in Europa nie ein häufig vorkommender Vogel und stand unter dem Schutz der Landesherren, möglicherweise weil er als Delikatesse galt. Mit dem 30jährigen Krieg und einer unkontrollierten Bejagung verschwanden die Waldrappe Mitte des 17. Jahrhunderts aus Mitteleuropa. Heute gibt es nur noch eine Brutkolonie in Nordafrika. Und so ist es ein besonders schöner Erfolg, dass die Waldrappe in der Freiflugvoliere im Opel-Zoo in diesem Jahr erstmals für reichen Nachwuchs gesorgt haben. Drei Paare ziehen Jungvögel auf und es ist schon ein besonderes Bild, die skurril aussehenden Vögel in ihren nebeneinanderliegenden Nisthilfen mit ihrem Nachwuchs zu sehen.

Zoo Leipzig 19.05.2014
„Das Dschungelbuch“ feiert Premiere im Zoo Leipzig
Am 15. Juni 2014 um 19.30 Uhr feiert das Schauspiel Leipzig mit seiner Inszenierung von Rudyard Kiplings „Das Dschungelbuch“ im Zoo Leipzig Premiere. Insgesamt 40 Vorstellungen finden unter freiem Himmel gegen-über der angrenzenden Kiwara-Savanne statt und entführen die Gäste in die abenteuerliche Geschichte des Menschenjungen Mowgli, der im tiefen Dschungel Indiens von einer Wolfsfamilie aufgenommen und großgezogen wird. Inmitten des indischen Dschungels überlebt der Menschenjunge Mowgli einen Angriff des lahmen, aber gefürchteten Tigers Shir Khan. Getrennt von seinen Eltern findet er Unterschlupf bei der Wölfin Rakscha, die ihn zusammen mit ihrem Wurf großzieht. Von dem Bären Balu und dem schwarzen Panther Baghira lernt Mowgli nach und nach alles, was ihm das Überleben im Dschungel ermöglicht. Aber auch wenn er nach den Gesetzen der Tiere lebt, ist und bleibt er ein Mensch und hat somit nach Meinung der Ratsversammlung der Wölfe nichts im Dschungel zu suchen. Das ist ganz im Sinne von Shir Khan, der unnachgiebig sein Recht an Mowgli fordert, um ihn endlich zu töten. Eine gefährliche und abenteuerliche Reise auf der Suche nach der eigenen Identität beginnt. Schon lange vor jeder Verfilmung war Rudyard Kiplings „Dschungelbuch“ eines der bekanntesten und erfolgreichsten Jugendbücher der Welt. In seiner Inszenierung des Klassikers nutzt Regisseur Stephan Beer Elemente der indischen Bollywood-Ästhetik. Farbenprächtige Kostüme und Masken sowie am indischen Pop angelehnte Kompositionen von Jan S. Beyer und Jörg Wockenfuß versprechen an einem der attraktivsten Ausflugsorte Leipzigs eine Aufsehen erregende Theateraufführung unter freiem Himmel. Regisseur Stephan Beer, der mit dem Autor Georg Burger die Theaterfassung für die Leipziger Inszenierung schuf, wurde 1977 in Magdeburg geboren. Er erarbeitete als Autor und Regisseur bereits häufig Bühnenversionen bekannter Märchen und Jugendbücher.

Zoo Salzburg, 18.05.2014
Ein riesengroßer Erfolg für den 2. Salzburger Zoolauf!
675 kleine und große Laufbegeisterte gingen am Samstag, 17. Mai, an den Start zum 2. Salzburger Zoolauf. 223 Teilnehmer mehr als beim 1. Zoolauf! „Wir bedanken uns herzlichst bei allen unseren Teilnehmern, ob jung oder älter! Dass so viele Menschen unserem Aufruf ´Laufen für einen guten Zweck´ gefolgt sind, freut uns sehr. Alle Läufer haben zusammen eine Distanz von etwa 1890 Kilometer für den guten Zweck zurückgelegt, immerhin eine Strecke von Salzburg nach Rom und zurück“, freut sich Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner. Trotz des regnerischen Wetters ließen sich hunderte Zuseher nicht davon abhalten, die gutgelaunten Läufer kräftig anzufeuern. Dank der vielen Anmeldungen und der großartigen Unterstützung der Sponsoren dieses einmaligen Laufs vorbei an tierischem Publikum können sich die Veranstalter und Organisatoren über mehr als 10.000 Euro Reinerlös freuen, die den Kinder- und Jugendprojekten von Rainbows Salzburg und den Tier-, Natur- und Artenschutzprojekten des Zoo Salzburg zugute kommen.

Zoo Berlin, 16.05.2014
Aufgewacht und ausgeschlafen? Zwei Murmeltierarten im Berliner Zoo
Jetzt, Anfang Mai, grüßt auch im Berliner Zoo täglich wieder das Murmeltier. Ausgewintert wurden in dieser Frühsaison gleich zwei Erdhörnchenarten. Neben vier jungen Alpenmurmeltieren bezog ein Pärchen Waldmurmeltiere eine benachbarte Anlage vor dem Steinbockfelsen. Diese Vertreter des nordamerikanischen „Hörnchenkontinents“ findet man deutsch-landweit in keinem anderen zoologischen Garten. Beide Tiere stammen aus der Nachzucht des Prager Zoos von wo aus sie im Oktober 2013 zum Winterschlafen nach Berlin kamen. Während ihre europäischen vier Verwandten, die fast zeitgleich mit ihnen aus Österreich eintrafen, den relativ warmen Winter überwiegend aktiv blieben, kehrte im Quartier der Nordamerikaner im Hochwinter Ruhe ein – so wie es sich für Murmeltiere eigentlich auch gehört. In energiesparendem Schlafstarrezustand senkten sie ihre Körpertemperatur auf etwa 7 °C und ihr Herz schlug nur noch 2-3mal pro Minute. Die jungen Alpenmurmeltiere verhielten sich hingegen fast menschenkindähnlich und „randalierten“ täglich statt zu schlafen. Gut, dass diese Zeit nun vorüber ist. Bei schönem Wetter sind die pelzigen Gebirgsbewohner auch im Freien überwiegend aktiv, und wenn sie die begonnene Saison gut nutzen, können sie bis zum nächsten Herbst ihr Gewicht fast verdoppeln. Dann werden auch sie den Winter im Schlaf überdauern; denn Körperfett macht Winterschläfer schläfrig. Alpenmurmeltiere besiedeln seit dem Ende der letzten Eiszeit nur noch europäische Gebirgsregionen oberhalb der geschlossenen Waldgrenze. Hier ernähren sich die wärme-stressempfindlichen Erdhörnchen von Kräutern und Blüten. Bergwanderern verraten sie Ihre Anwesenheit meist erst durch eine Serie von Warnschreien, die wie Vogelpfiffe klingen. Wenn sie ihren größten Feind, einen Adler, erspähen, reicht ein einziger lauter Pfiff, der alle Kolonieanwohner in ihre Erdbaue treibt. Die nordamerikanischen Waldmurmeltiere werden aus gleichem Grund auch als „Whistle-pigs“, übersetzt „Pfeifschweine“, bezeichnet. Doch mit Schweinen sind die Nagetiere keines-falls näher verwandt. Ebenfalls leben sie nicht im Wald, sonder bevorzugt an flach bewachsenen Freiflächen in der Nähe von Waldrändern. Zu Koloniebildung kommt es bei diesen Erdbaugräbern nicht, da anders als bei den Alpenmurmeltieren die Jungtiere nach der Entwöhnung den elterlichen Erdbau früh verlassen.

Erlebniszoo Hannover, 16.05.2014
Verspielte Wilde in Yukon Bay: Nachwuchs bei den Waldbisons
Ihre Bilder finden sich schon in der Höhlenmalerei. Mythen ranken sich um sie. Sie zieren Stammeszeichen, amerikanische Flaggen, Geldnoten, Münzen. Man nennt sie auch Kuh des Manitu. Oder Indianerbüffel. Manchmal gar Wolfbüffel: Die Bisons. Im Erlebnis-Zoo Hannover hat sich der Nachwuchs der Waldbisons gerade einen weiteren (allerdings nicht ganz so beeindruckenden) Namen verdient: Verspielte Wilde! Vom ehrwürdigen Ruhm ihrer Verwandtschaft nichts ahnend, toben und stolpern die beiden neun und drei Tage alten Jungtiere durch ihr Gehege in der Kanadalandschaft Yukon Bay und benehmen sich dabei so gar nicht Bison-behäbig. Macht nichts: Noch ähneln Rook (*7. Mai) und Raik (*13. Mai) mit ihrem kurzen goldbraunen Fell, der schwarzen Nase und dem zierlichen Körperbau nicht mal im Entferntesten einem majestätischen Waldbison mit dichtem dunklen Fell und mächtigem Höcker auf dem Rücken. Und das nutzen sie aus – so imposant und mächtig wie ihr Vater Tatanka können sie auch später noch sein. Bison-Jungtiere kommen im Frühsommer mit einem Gewicht von etwa 25-30 kg zur Welt. Wenn Rook und Raik genug vom Toben und Rennen haben, kehren sie schleunigst zu ihren Müttern Yuka und Catori zurück, um eifrig zu trinken – etwa acht Monate werden sie gesäugt. Es gilt, einiges an Gewicht zuzulegen: Ausgewachsen werden Rook und Raik bis zu 1.000 kg auf die Waage bringen.

Opel-Zoo Kronberg, 16.05.2014
„Opel-Zoo Tiergartenbiologie“ an der Goethe-Universität Frankfurt: Stiftungsprofessur verstärkt Forschungsaktivitäten des Kronberger Freigeheges
Bildung und Erholung der Besucher, Arten- und Naturschutz sowie Forschung – sind die vier Säulen Zoologischer Gärten im Sinne der Welt-Zoo-Naturschutzstrategie, an denen sich auch die Arbeit des Opel-Zoo und seines Trägers, der „von Opel Hessischen Zoostiftung“ orientiert. Während die ersten drei Aufgabenbereiche auch für Außenstehende leicht nachzuverfolgen sind, findet die wissenschaftliche Forschung in einem Zoo eher ohne große Publicity statt: Zum einen steht der Tierbestand regelmäßig akademischen Arbeiten und Untersuchungen der umliegenden Universitäten zur Verfügung und zum anderen unterstützt der Opel-Zoo auch Forschungsprojekte in freier Wildbahn. Bereits im eigentlichen Namen „Georg von Opel – Freigehege für Tierforschung“ hat der Zoogründer, Dr. h.c. Georg von Opel, einen eindeutigen Schwerpunkt gesetzt. „Und so freuen wir uns ganz besonders, am 18.5. 2014 nicht nur zum 102. Geburtstag meines leider viel zu früh im Jahre 1971 verstorbenen Vaters zu gedenken, sondern zu diesem Termin auch eine wesentliche Verstärkung unserer Forschungsaktiviäten und –aufwendungen bekannt geben zu dürfen“, so Gregor von Opel, der Stiftungs-Vorstandsvorsitzende. Ab dem Jahre 2014 für zunächst fünf Jahre finanziert die von Opel Hessische Zoostiftung eine Stiftungsprofessur „Opel-Zoo Tiergartenbiologie“ im Fachbereich Biowissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Der Lehrstuhl ist mit 100.000 € pro Jahr dotiert. Zoodirektor, Dr. Thomas Kauffels, der dieses Projekt mit dem Präsidenten Prof. Werner Müller-Esterl und dem zuständigen Vizepräsidenten Dr. Enrico Schleiff der Goethe-Universität vereinbart hat, geht damit neue Wege in Bezug auf die Forschungstätigkeit deutscher Zoologischer Gärten. Der Stiftungs-Lehrstuhl wird den Kronberger Tierbestand für die wissenschaftliche Analysen und akademische Ausbildung seiner Studenten und Doktoranden nutzen. Weitere Aktivitäten betreffen die wissenschaftliche Nutzung der Zoopädagogik und ihrer Aktivitäten in Bezug auf Naturschutzbildung und –ausbildung. In Publikationen im Meso-Magazin des Opel-Zoos, der Zeitschrift „Zoologischer Garten“ und weiteren Fachmagazinen wird über die Forschungsarbeiten und –ergebnisse des Lehrstuhls regelmäßig berichtet. Gregor von Opel erläutert weiter: „Wir freuen uns, mit der Stiftungsprofessur auch einen Beitrag zum 100jährigen Jubiläum der Goethe-Universität zu leisten und sind sicher im Sinne unseres Zoogründers zu handeln.“

Tiergarten Nürnberg, 16.05.2014
Landschaftsschutzgebiete-Ausstellung im Tiergarten
Unter dem Titel „Aufatmen – Land in der Stadt“ präsentiert das Umweltamt der Stadt Nürnberg bis Mittwoch, 4. Juni 2014, im Naturkundehaus im Tiergarten der Stadt Nürnberg eine Ausstellung zu Nürnberger Landschaftsschutzgebieten. Für die Ausstellung gilt der reguläre Eintritt in den Tiergarten Nürnberg. Landschaftsschutzgebiete machen Nürnberg lebendig und lebenswert. Vor 36 Jahren hat der Nürnberger Stadtrat die ersten Flächen ausgewiesen, inzwischen steht knapp ein Viertel des Stadtgebiets unter Landschaftsschutz. Die Besucherinnen und Besucher können in der Ausstellung die Nürnberger Naturschätze aus der Nähe entdecken. Gezeigt werden große Fotos, begleitet von wissenswerten Texten zu den Landschaftsschutzgebieten. Eine Klangcollage, das Modell einer Libelle und eine Videoinstallation regen zum längeren Verweilen an. Am Dienstag, 20. Mai 2014, ist der Besuch der Ausstellung vor dem Vortrag „Der Grünspecht – Vogel des Jahres 2014“ um 19.30 Uhr kostenfrei möglich.

Zoo Osnabrück, 16.05.2014
Kinderstube im „Kajanaland“ des Zoo Osnabrück: Fünf Silberfuchswelpen und zwei Rentierkälber
Erstmals seit der Eröffnung der nordischen Tierwelt „Kajanaland“ gibt es im Zoo Osnabrück Jungtiere bei den Silberfüchsen. In direkter Nachbarschaft haben zwei Rentierkälber das Licht der Welt erblickt. Dichter, schwarzer Pelz, eine kleine weiße Schwanzspitze und ein tapsiger Auftritt – die fünf Silberfuchswelpen im „Kajanaland“ des Zoo Osnabrück sorgen selbst bei den Tierpflegern für Entzücken. „Über den Nachwuchs freuen wir uns ganz besonders, denn es ist das erste Mal, dass hier die Nachzucht geklappt hat“, so Revierleiter Thorsten Vaupel. „Die Jungtiere sind wahrscheinlich bereits Mitte April geboren, blieben aber zunächst im Fuchsbau, sodass wir sie erst am 1. Mai entdecken konnten. Wir haben gleich das Geschlecht bestimmt und ihnen einen Erkennungschip eingesetzt – das ist nur ein kurzer Pieks, wie eine Spritze. Der Chip ist wichtig, damit wir die Tiere auseinander halten können.“ Die Bilanz: Ein Weibchen und vier Männchen, alle kerngesund. Ein weiteres Jungtier verstarb. „Die Kleinen verbringen noch viel Zeit in der sicheren Wurfhöhle. Inzwischen können Besucher sie aber immer öfter im Gehege beobachten. Sie entdecken ihre Umgebung, raufen miteinander und testen ihre Kräfte“, schmunzelt Vaupel. Mutter Silberfuchs passt dabei genau auf, dass ihr Nachwuchs der ebenfalls im Gehege lebenden Braunbär-Seniorin Susi nicht zu nahe kommt: „Susi ist keine Gefahr für die Kleinen, denn sie ist aufgrund ihres hohen Alters von 35 Jahren blind und taub. Die alte Bärin lebt mit den Füchsen zusammen und wir lassen sie auch jetzt im Gehege, damit die Jungtiere lernen Gefahren einzuschätzen – in der freien Wildbahn müssten sie sich auch vor Feinden schützen“, erklärt Vaupel. Mit Warnrufen „pfeift“ die Mutter den Nachwuchs zurück und werden ihr die Kleinen zu forsch, trägt sie sie zur sicheren Höhle. Zu der Silberfuchsgruppe gehören noch sieben weitere Tiere. Kurz nach den Silberfüchsen folgte weiterer Nachwuchs in der nordischen Tierwelt: Am 3. und 7. Mai wurden zwei Rentierkälber geboren. Der langbeinige Nachwuchs stakst zurzeit noch etwas unbeholfen durch die Taiga: „Die zwei liegen zwar noch viel, beobachten aber schon aufmerksam ihre Umgebung. Die Mütter sorgen dafür, dass die Kleinen regelmäßig aufstehen und laufen, damit sich Sehnen und Muskeln gut entwickeln“, erklärt Vaupel. Sie leben mit sechs weiteren Rentieren auf der Anlage. „Wir rechnen in den nächsten Wochen noch mit ein bis zwei weiteren Jungtieren. Besucher können das Familienleben bei den Rentieren sehr gut beobachten, denn der Nachwuchs lebt von Anfang an mit den Erwachsenen zusammen und ist deswegen fast immer gut zu sehen“, weiß Vaupel. Auch in anderen Teilen des Zoos können Besucher das Familienleben im Tierreich beobachten: So gab es gleich fünffachen Nachwuchs in den letzten Wochen bei den Impalas, einer Antilopenart, die in der Afrika-Tierwelt „Samburu“ gemeinsam mit Giraffen und Straußen durch die Steppenlandschaft ziehen.

Tierpark Görlitz, 15.05.2014
Eröffnung des Lausitztals
Am 25. Mai um 15.30 Uhr wird das naturnahe Refugium „Lausitztal“ eröffnet. Dr. Hammer, der Direktor des Tierparks stellt den Besuchern die Besonderheiten des Geheges für Mensch und Tier vor. Neue Aussichtsplattformen und ein Abenteuerpfad mitten durch das Gehege ermöglichen tiernahe Begegnungen. Nicht nur bei der Schaufütterung werden Fischotter und Waschbären zu erleben sein. An 2 Spiel-Stationen können sich die Besucher danach bis 17.30 Uhr über das Leben von Fischotter und Waschbär informieren. „Importierte Konflikte” ist ein Schlagwort, unter dem immer wieder über Spannungen berichtet wird, die in den menschlichen Einwanderungsgesellschaften Europas zu beobachten sind. Gibt es diese auch unter Tieren? Tierische Migranten jedenfalls gibt es genug. Einer der erfolgreichsten ist der Waschbär. Eigentlich in Nordamerika zu Hause, hat er in der Teichlausitz ein neues Refugium in Beschlag genommen und ist damit in das Revier des Fischotters eingedrungen. Jetzt müssen die beiden nachtaktiven Räuber in Europa miteinander klar kommen, auch im 4.000 m2 großen „Lausitztal“ im Naturschutz-Tierpark Görlitz.

Münchener Tierpark Hellabrunn, 15.05.2014
Es geht voran! Endlich wieder Bauarbeiten am Elefantenhaus
Das historische Hellabrunner Elefantenhaus von 1914 soll bis Ende 2015 wieder in neuem Glanz erstrahlen. Die nächsten Schritte der Sanierung sind geklärt. Das Elefantenhaus, erbaut im byzantinischen Stil vom Münchner Architekten Emanuel von Seidl, gilt als Wahrzeichen von Hellabrunn. Doch der mehr als 100 Jahre alte Bau litt so stark unter den ammoniakhaltigen Dämpfen des Elefantenurins, dass im Herbst 2010 ein Teil der Rabitzdecke einstürzte. Die Zugfestigkeit des Stahls sowie die erforderliche Betonfestigkeit waren nicht mehr gegeben. Das Haus wurde für die Öffentlichkeit gesperrt und für Elefanten und Giraffen jeweils ein Interimsgebäude erstellt. Zu Pfingsten 2013 konnten die Giraffen in ein neues, eigens für sie gebautes Giraffenhaus umziehen. Nach dem Auszug der Tiere erfolgten Sicherungsmaßnahmen am Elefantenhaus, eine Bauwerksuntersuchung und Vorplanungen für das Gestaltungskonzept. Als besondere Herausforderung entpuppte sich, die Sanierung des denkmalgeschützten Kuppelbauwerks für die verschiedenen Anspruchsgruppen – Tiere, Tierpfleger, Besucher und Denkmalschutz – befriedigend umzusetzen. Letztendlich entschied der Tierpark, dass eine neue Kuppel als Stahlkonstruktion errichtet werden soll. Diese wird eine sehr viel höhere Haltbarkeit haben, da ihr die Dämpfe der Tiere nichts anhaben können. Die Stadt München unterstützt den Tierpark Hellabrunn bei der Sanierung des Elefantenhauses mit 15 Millionen Euro. Aufgrund der Entscheidung, das Elefantenhaus nicht in gleicher Bauweise zu sanieren, wie es 1914 erbaut wurde, könnte die Denkmalschutzbehörde den Denkmalschutz des Gebäudes aufheben. Nach Abriss der Kuppel wird sein Denkmalschutzstatus erneut geprüft werden. Die offizielle Abbruchgenehmigung für die Kuppel liegt mittlerweile vor. Auflagen für den Kuppelabbruch sind eine umfangreiche Dokumentation und die Vorlage einer geprüften Statik. Für Ende August 2014 ist ein Abbruch der Kuppel mit einer Lockerungssprengung anberaumt. Da solch ein Abbruch gut vorbereitet werden muss, haben die Baumaßnahmen jedoch bereits angefangen: Um Baufreiheit zu bekommen, werden Zufahrtswege erschlossen und müssen Besucherwege zeitweise gesperrt werden. Anschließend muss die Dachhaut des Elefantenhauses entfernt werden. Schließlich wird die komplette Infrastruktur aus dem alten Elefantenhaus in ein Provisorium verlegt, das auf der ehemaligen Giraffen-Außenanlage errichtet wird: Es werden Elektroleitungen umgelegt, die Bestandsheizkessel im alten Haus demontiert und in Provisorien umgesetzt. Durch diese Maßnahmen kann der Betrieb des Elefanten-Provisoriums und des Schildkrötenhauses während der bis voraussichtlich Ende 2015 andauernden Sanierungsphase aufrechterhalten werden. Bereits seit 14. Januar 2014 prüft der Fachbereich Untere Denkmalschutzbehörde der Lokalbaukommission (LBK) den Bauantrag für Umbau und Sanierung des restlichen Elefantenhauses (ohne Kuppel). „Wir freuen uns sehr, dass die Bauarbeiten am Elefantenhaus endlich vorangehen“, sagt Beatrix Köhler, Kuratorin und Interimschefin des Tierparks. „Unser Elefantenbulle Ludwig ist mittlerweile drei Jahre alt und braucht als pubertärer Elefantenbulle eine eigene Anlage. Wir stehen unter enormem Zeitdruck und können uns aus tierhalterischen sowie wirtschaftlichen Gründen keine Verzögerung leisten.“

Zoo Osnabrück, 15.05.2014
Mit Spende für Buschi Teil des Zoos werden – Neue Spendentafel für Umbau des Menschenaffenhauses
Fans des Osnabrücker Orang-Utans Buschi können sich neuerdings im Zoo Osnabrück verewigen. Im Rahmen der Spendenaktion „Wir für Buschi“ für den Umbau des Menschenaffenhauses wurde eine Spendentafel errichtet, auf der Spenden ab 100 Euro genannt werden. Die Firma 4colours unterstützte den Zoo bei der Umsetzung. „Wir sind schon seit über acht Jahren Partner des Zoos und drucken die Tiertafeln, Wegeschilder oder Gebäudeschilder kostenlos. Der Zoo ist eine wichtige Familieneinrichtung für unsere Region und deswegen helfen wir der gemeinnützigen Einrichtung gerne mit unserer Expertise“, so Melanie Harmeling, Geschäftsführerin der Digitaldruckerei 4colours. Die neu angefertigte Buschi-Spendentafel spielt dabei eine besondere Rolle, wie Zoogeschäftsführer Andreas Busemann erläutert: „Hier verewigen wir Spender, die den Umbau des Menschenaffenhauses finanziell unterstützen. Und es werden nicht nur die großen Spender namentlich erwähnt. Schon ab einer Summe von 100 Euro erhält man einen Platz auf der Spendenwand.“ Ein großes Dankeschön gehe dabei an die Firma 4colours, die dem Zoo in den letzten Jahren mit Druckerzeugnissen im Wert von über 40.000 Euro geholfen habe: „Als gemeinnützige Einrichtung, die sich größtenteils selbst finanziert, sind wir dankbar über jeden Partner. Neben finanzieller Unterstützung entlastet natürlich auch Sachmittelsponsoring unsere Budgets.“ Die neue Buschi-Spendenwand steht direkt am Außengehege des bekannten Orang-Utans. Mit der Spendenaktion „Wir für Buschi“ sammelt der Zoo Osnabrück Gelder für den Umbau des Menschenaffenhauses, in dem Orang-Utan Buschi mit seiner Partnerin Astrid sowie Weißwangenschopfgibbons lebt. Bis 2016 soll das Haus modernisiert und in die umliegende Themenwelt „Angkor Wat“ mit Affentempel und Tigertempelgarten im Stil einer Tempelruine integriert werden. Der beliebte und bekannte Orang-Utan Buschi und seine Partnerin Astrid benötigen ein neues Zuhause. Der 1971 im Zoo geborene Orang-Utan Buschi ist wohl die bekannteste Tierpersönlichkeit in Osnabrück. Viele kennen ihn schon von klein auf und haben ihn sogar als Baby auf dem Arm gehabt. Buschi malt gerne, löst knifflige Geschicklichkeitsspiele, liebt Gummibärchen und von Regen bekommt er schlechte Laune. Das Menschenaffenhaus ist trotz mehrerer Umbauarbeiten in die Jahre gekommen und soll bis 2016 umgebaut und vergrößert werden. Nach den neuen Tiergehegen in „Takamanda“ mit einer über 3.000 Quadratmeter großen Außenanlage für die Schimpansen oder dem Umbau der Bärenanlage in „Kajanaland“ soll nun endlich Buschi ein größeres Zuhause bekommen. Auch die Zoobesucher wünschen sich für die Menschenaffen mehr Platz. Um sein neues Zuhause schnell realisieren zu können, möchte der Zoo alle Buschi-Fans für den Umbau mobilisieren, denn dieser kostet rund 1,6 Millionen Euro. Wie der benachbarte Affentempel und demnächst der Tigertempelgarten soll das neue Zuhause bald einer asiatischen Tempelruine gleichen und somit die Tierwelt „Angkor Wat“ komplett machen. Spenden per Überweisung an: Zoo Osnabrück, Stichwort: Wir für Buschi, Sparkasse Osnabrück Kto-Nr. 581 504, BLZ 265 501 05. Spenden ab 100 Euro werden dauerhaft an einer Spendentafel in „Angkor Wat“ dargestellt. Alle Spender erhalten auf Wunsch eine Spendenbescheinigung.

Wisentgehege Springe, 15.05.2014
Erstes Kalb der Unterart Flachlandwisent geboren: Die königliche Elchin bringt wieder Zwillinge zur Welt
Am 1. Mai hat Wisentkälbchen Delia das Licht der Welt erblickt. „Delia ist der Beginn einer neuen Zeitrechnung bei uns. Sie ist der erste Wisent der seltenen Unterart Flachlandwisent, der im Wisentgehege geboren wurde“, sagte Wisentgehegeleiter Thomas Hennig. Ihre Mutter ist Dusty, die 2012 aus Duisburg ins Wisentgehege kam. Der Vater ist Powik, der im Nationalpark Bialowieza in Polen geboren wurde und ebenfalls 2012 im Wisentgehege ein neues Zuhause fand. Insgesamt fünf junge Flachlandwisentkühe gehören zu seinem Harem. Der vier Jahre alte Wisent ist, obwohl noch nicht ausgewachsen, bereits ein stattlicher Bulle. Auffällig sind seine gewaltigen Hörner, die ihn erheblich von allen in Springe lebenden sonstigen Wisentbullen unterscheiden. Für die Zucht der Flachlandwisente ist mit dem Zuchtbuchführer abgesprochen, dass im Wisentgehege geborene Tiere dieser Unterart nicht wie bisher Namen mit SP (abgeleitet von Springe) bekommen, sondern mit DE beginnen (abgeleitet von Deister). „Wir hoffen noch auf einen Spielkameraden für Delia“, sagte Thomas Hennig. Die kleine Erstgeborene wird mindestens ein Jahr mit ihrer Mutter in der Herde bleiben. Da in Deutschland aber nur wenige Flachlandwisente gehalten werden, ist es wahrscheinlich, dass die kleine Wisentkuh irgendwann eine relativ weite Reise antreten wird. Bereits seit 1928 züchtet das Wisentgehege Wisente – allerdings der Unterart Flachland-Kaukasuslinie. Auch in dieser Herde wurde im Mai ein kleines Kälbchen geboren. Ihre Mutter ist Ihnga. Das kleine Mädchen namens Sponga ist im Gehege gegenüber der Köhlerhütte zu sehen. Damit aber nicht genug: Die „königliche Elchin „ Silvia hat wieder Zwillinge zur Welt gebracht, ein Junge und ein Mädchen. Auch diese sollen Namen aus dem schwedischen Königshaus erhalten. Die beiden Kälber sind wohlauf und folgen ihrer Mutter auf Schritt und Tritt. Zwei Jungstörche recken zudem ihre Köpfchen aus dem Horst. Noch ist immer ein Elterntier bei den Küken. Der Partner sucht nach Nahrung. Wenn er heimkehrt tauschen sie die Rollen. Der Wisentgehegeleiter freut sich über den Nachwuchs, nachdem im vergangenen Jahr alle Storchenküken wegen der kalten und nassen Witterung nicht überlebten. In der Kinderstube des Wisentgeheges tummeln sich zudem etliche Muffellämmer sowie ein Minirentier. Dazu kommen 28 Frischlinge, die in ihrem gestreiften Look einfach niedlich anzuschauen sind. Es gibt also viele Jungtiere im schönen Wisentgehege zu entdecken.

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 15.05.2014
ERÖFFNUNG DER EISBÄRENWELT „FRANZ JOSEF LAND“
Am 22. Mai 2014 wird die neue Eisbärenwelt „Franz Josef Land“ im Tiergarten Schönbrunn feierlich eröffnet. Den Vertretern der Medien bieten wir bereits ab 9.00 Uhr die Möglichkeit, mit Tiergartendirektorin Dagmar Schratter, Zoologen Harald Schwammer und Architekten Peter Hartmann die Eisbärenwelt und ihre Bewohner zu besuchen. Die offizielle Eröffnung beginnt anschließend um 10.30 Uhr. Ab 23. Mai ist die Eisbärenwelt für alle Tiergartenbesucher geöffnet. Seit einigen Tagen erkunden die beiden Eisbären Lynn und Ranzo ihr neues Zuhause. Sie haben sich bereits gut eingewöhnt. Nun wird die Eisbärenwelt eröffnet und der Tiergarten Schönbrunn ist um eine Attraktion reicher. Die neue Anlage ist dreimal so groß wie die alte und mit Wasserfällen, Felsen und unterschiedlichen Bodensubstraten dem natürlichen Lebensraum der Eisbären nachempfunden. Mehrere Süß- und Salzwasserbecken laden die Bären zum Schwimmen und Tauchen ein. Im interaktiven Besucherzentrum, dem Polardom, erhalten die Besucher wichtige Informationen über diese bedrohte Tierart und die sensiblen polaren Lebensräume.

Zoo Wuppertal, 15.05.2014
Der Grüne Zoo Wuppertal: Mehr Platz für die Rentiere, Nachwuchs bei den Milus
Die Umsetzung des neuen Zookonzepts „Der Grüne Zoo“ macht weitere Fortschritte. Mit der Abgabe der letzten beiden Weißlippenhirsche an den Tierpark Bernburg hat sich der Zoo von einer weiteren Tierart getrennt. Die freigewordene Anlage kann nun von den Rentieren mit genutzt werden. Die beiden nebeneinander liegenden Gehege wurden mit geringem Aufwand miteinander verbunden, so dass sich der Platz für die Rentiere nun nahezu verdoppelt hat. Zusätzlich steht den Rentieren neben ihrem bisherigen Stall auch der ehemalige Weißlippenhirsch-Stall zur Verfügung, so dass die Tiere noch mehr Rückzugsmöglichkeiten haben. Die Veränderungen konnten rechtzeitig vor der Geburt der ersten Jungtiere der Saison bei den Rentieren umgesetzt werden, die meist in den Monaten Mai oder Juni zur Welt kommen. Dies ermöglicht ein besseres Tiermanagement, so können bei Bedarf z.B. Tiere besser von der Gruppe abgetrennt werden. Nebenan bei den Milus hat sich bereits der erste Nachwuchs eingestellt. Am 3. und 11. Mai kamen hier insgesamt drei junge Davidshirsche, wie die Milus auch genannt werden, zur Welt. Die Nachzucht stellt einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung dieser ursprünglich im Nordosten Chinas beheimateten Hirsche dar, die im Freiland bereits ausgerottet waren und nur in Zoologischen Gärten überlebt haben. Dank guter Zuchterfolge in den Zoos konnte 1985 mit der Wiederausbürgerung von Milus in China begonnen werden. Das neue Zookonzept sieht in absehbarer Zeit auch für diese Tiere eine erhebliche Verbesserung vor, der Bau einer neuen Miluanlage im Wildgatterstil ist geplant. Der Erlös des diesjährigen Zoo-Berglaufes am 21. Mai wird für den Bau dieser Anlage verwendet.

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