Zooticker

Bereits in der letzten Zoopresseschau habe ich auf die Medienberichte über Psychopharmaka bei Zootieren hingewiesen. Der Verband Deutscher Zoodirektoren hat dazu Stellung genommen:

08.05.2014, VdZ
Einer flog übers Affenhaus
In dem Artikel „Einer flog übers Affenhaus“ in der Welt am Sonntag vom 4. Mai 2014 wurde die Schimpansenhaltung im Wuppertaler Zoo kritisiert, wobei ein ehemaliger Tierpfleger wie folgt zitiert wurde:
„Die Droge kam mit der Babyflasche. Eine Tablette in Viagra-Blau, aufgelöst in Milchbrei. Epulu, der Schimpanse, nuckelte. Als die Wirkung eine Viertelstunde später einsetzte, war Epulu nicht wiederzuerkennen. Zugedröhnt, benommen, aber friedlich von seiner Dosis Valium. Ohne Valium wäre Epulus Leben unerträglich gewesen, für ihn, für die Pfleger, für die anderen Tiere im Gehege. Epulu kannte und liebte diese Flasche, die Mitarbeiter des Wuppertaler Zoos liebten sie auch. „Wenn Epulu raste, wenn er mit voller Wucht gegen die Scheiben sprang, dachten wir: Hoffentlich hält das Panzerglas“, sagt Dirk Diestelhorst. Er war regelmäßig dabei, wenn Epulu seine Flasche bekam. …. Epulu war gefährlich. Die Pfleger näherten sich ihm nur, wenn er zuvor mit Drogen ruhiggestellt worden war. „No-Hands-Haltung“ ist der Fachbegriff dafür. „Ohne Valium rastete Epulu aus“, sagt Diestelhorst. „Die krachenden Schläge hat man im Umkreis von 100 Metern gehört.““
Diestelhorst hat selbst diesen Artikel wie folgt kommentiert: „Ich habe von 1978-Januar 2010 als Tierpfleger im Wuppertaler Zoo gearbeitet. Ich bin derjenige, der als ehemaliger Tierpfleger in diesem Bericht gemeint ist. In der Tat wurden dem Schimpansen-Mann Epulu vor über 30 Jahren Valium-Tabletten zur Ruhigstellung verabreicht. Eine kontinuierliche Vergabe von Psychopharmaka oder Schmerzmitteln ist zumindest im Wuppertaler Zoo ausgeschlossen. Wäre auch kontraproduktiv, denn wenn diese Medikamente einmal benötigt werden würden, würden sie bei ständiger Vergabe wirkungslos sein. So habe ich das auch gegenüber der Journalistin geschildert, die einen Bericht in der Zeitung „Die Welt“ über dieses Thema veröffentlicht hat. Um die Sache noch einmal auf den Punkt zu bringen: Meiner Meinung nach werden Medikamente, die dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen, nur nach ausgewogener Medikation in deutschen wissenschaftlich geleiteten Zoos verabreicht. Dies macht auch Sinn, denn manchmal müssen Tiere eben mit Schmerzmitteln behandelt werden. Ich habe den Wuppertaler Zoo oft kritisiert, aber so wie es in dieser Reportage dargestellt wird, dass ich schwere Vorwürfe erhebe, dem ist nicht so. Zumindest was dieses Thema angeht. Zum guten Schluss möchte ich noch erwähnen, dass aus meiner Sicht heraus den Tieren bei Bedarf auch diese Medikamente zur Verfügung gestellt werden sollten und das der Umgang mit dem Schimpansen Epulu vor über dreißig Jahren falsch war, weiß der Wuppertaler Zoo auch.“
Da die Schimpansenhaltung im Zoo Wuppertal schon seit einiger Zeit immer wieder ein Thema in den Medien und Ziel besonderer Kritik von Tierrechtsorganisationen ist, wurde bereits 2013 eine Gutachterliche Stellungnahme zur Schimpansenhaltung im Zoo Wuppertal veranlasst und den Medien vorgestellt.
Das Gutachten wurde bereits Anfang des Jahres 2013 erstellt, um die Schimpansenhaltung im Zoo Wuppertal selbstkritisch zu hinterfragen. Bei dem Gutachter handelt es sich um den renommierten und erfahrenen ehemaligen Zootierarzt Dr. Wolfram Rietschel, der als sogenannter Veterinary Advisor der Great Ape-TAG jahrelang für alle Menschenaffen in Europa zuständig war. Er kommt in seiner Stellungnahme zu dem Ergebnis, dass es derzeit keine bessere Unterbringungsmöglichkeit für die im Zoo Wuppertal lebenden Schimpansen Epulu und Kitoto gibt und „es für die beiden Schimpansen am besten ist, bis auf weiteres im Zoo Wuppertal zu verbleiben.“ Verstöße gegen das Tierschutzgesetz konnte er ausdrücklich nicht feststellen, auch bescheinigt er, dass sich die Tiere „unter Berücksichtigung ihres Alters in einem ausgezeichneten Ernährungs- und Pflegezustand“ befinden. Die besondere Situation der beiden Wuppertaler Schimpansen berücksichtigend – Epulu wurde 1968 in Wuppertal geboren und im Hause des damaligen Zoodirektors von Hand aufgezogen – kommt er zu dem Schluss, dass „der Versuch eines Transfers der Tiere oder gar einer Integration der Tiere in eine bestehende Schimpansengruppe (…) mit nicht vorhersehbaren Risiken verbunden und vom tiergärtnerischen Standpunkt aus Unsinn“ wären.
Die Gutachterliche Stellungnahme zur Schimpansenhaltung im Zoo Wuppertal ist als pdf-Dokument auf der Homepage des Wuppertaler Zoos schon seit längerer Zeit abrufbar, es ist dieser Nachricht als Anlage beigefügt.
Gutachten zur Schimpansenhaltung in Wuppertal
Auch die Delphinhaltung im Zoo Duisburg bekam ihr Fett ab: „Die Antwort des Duisburger Zoos von Anfang Februar war klar und eindeutig formuliert: „Ich kann Ihnen versichern, dass bei uns KEIN EINZIGES Tier Psychopharmaka erhält, damit es im Zoo gehalten werden kann.“ Als dann vergangene Woche der Düsseldorfer Landtag den Direktor des Duisburger Zoos, Achim Winkler, zu einer Anhörung über Drogen im Zoo zitierte, hörte sich das auf einmal ganz anders an. Dort räumte er ein, dass seinen Delfinen „im krankheitsbedingten Ausnahmefall“ Psychopharmaka verabreicht worden seien, „ähnlich wie diese Mittel bei anderen Zootieren ebenfalls Verwendung finden“. Bei den angesprochenen Delfinen habe man die Präparate „seit 2008 lediglich in zwei Fällen jeweils acht Tage lang“ verabreicht. Der Meeresbiologe Karsten Brensing von der Wal- und Delfinschutzorganisation WDC hält selbst diese neue Darstellung Winklers für untertrieben. Es sei gar nicht denkbar, Delfine ohne regelmäßige, großzügige Medikation zu halten: „Das ist international gängige Praxis.“
Dazu bemerkte die Duisburger Zootierärztin Kerstin Ternes in einem Kommentar: „Leider mußte ich feststellen, dass Sie absolut rein gar nichts von meiner Antwort begriffen haben. Ich stehe nachwievor zu der Aussage, dass kein einziges Tier des Duisburger Zoo Psychopharmaka bekommt, damit es hier gehalten werden kann. So und jetzt lesen Sie sich diesen Satz noch einmal gaaaaaaanz langsam durch, damit auch Sie ihn verstehen (wie Sie sehen, gebe ich die Hoffnung nicht auf). Damit habe ich nie die Aussage meines Chefs infrage gestellt. Könnte ich auch gar nicht, schliesslich werden Medikamente im Zoo auf meine tierärztliche Diagnostik und Indikation hin den Tieren verabreicht.
Und nun zu Ihren Behauptungen, die fast schon Verleumdungscharakter haben:
1.) Keiner unserer Tierpfleger hat den Schlüssel zur Zooapotheke.
2.) Für tierärztliche Zooapotheken gibt es strenge Verordnungen und ebenso werden diese von den uns übergeordneten Behörden überwacht.
3.) Jede Bestellung durchläuft die Buchhaltung, den Medikamenteneingang und über jede Medikation wird streng Buch geführt. Und ja auch dies wird von den Behörden in regelmäßigen Abständen kontrolliert.
Mit Ihren haltlosen Behauptungen unterstellen Sie nicht nur den Tierpflegern kriminelle Handlungen, die den Straftatbestand erfüllen, sondern auch mir, dass ich Pflichteintragungen verheimlichen würde, sowie unseren Behörden, dass Sie ihre Arbeit nicht korrekt ausführen würden. Stattdessen berufen Sie sich auf z.B. einen Menschen mit besonderen Fähigkeiten, der anscheinend an den Augen der Tiere das Medikament erkennen kann. Dieser Mensch könnte bestimmt ganz wunderbar bei der nächsten Olympiade eingesetzt werden, damit würde man viel Geld für Dopingkontrollen sparen. Ich kann nicht glauben, dass eine studierte Biologin solche Unwahrheiten schreibt, nur um die entsprechende Leserschar zu erreichen. Das ist kein objektiver Journalismus.“
Es macht den Anschein, dass es der „Wissenschaftsjournalistin“ Elke Bodderas nicht um eine objektive Berichterstattung ging, sondern darum, die Zoos zu diskreditieren und Reklame für ein gegen die Zoos gerichtetes Buch des gelernten Erziehers und selbsternannten Tierschützers Goldner zu machen, der nebst vielem Anderen behauptet, dass er durch Beobachten von Tieren feststellen kann, dass z.B. einem Orang Utan Johanniskraut unters Fressen gemischt wurde. Dass solche Aussagen von der Wissenschaftsredaktion der WELT nicht hinterfragt und auch nicht abgeklärt wurde, ob Goldner tatsächlich zwei Jahre lang Verhaltensstudien in deutschen Zoos durchgeführt hat und um welche Zoos es sich handelte ist bedenklich. Armes Deutschland, das über solche „Wissenschaftsjournalisten“ verfügt, die es zudem noch nötig haben, ihren Artikel dadurch aufzupeppen, dass sie gleich in der ersten Zeile die Farbe von Valium-Tabletten (fälschlicherweise) als „Viagra-Blau“ bezeichnen!

Und es geht noch weiter:

08.05.2014, VdZ
Kein willkürlicher Einsatz von Psychopharmaka in deutschen Zoos
Aktuelle Medienberichte, wonach in deutschen Zoos vorsorglich, flächendeckend und willkürlich Psychopharmaka an Tiere verabreicht werden, entsprechen nicht den Tatsachen. Der Verband Deutscher Zoodirektoren (VDZ) stellt grundsätzlich klar, dass Medikamente nur dann eingesetzt werden, wenn dies nach Einzelfallprüfung durch einen Tierarzt medizinisch indiziert worden ist.
Dafür gibt es genaue Vorschriften, die exakt eingehalten werden müssen. „Um Missbrauch zu verhindern, haben bei uns im Kölner Zoo beispielsweise ausschließlich Tierärzte Zugang zu den gesichert aufbewahrten Medikamenten. Die Verabreichung erfolgt nur unter medizinischer Indikation“, sagt Theo Pagel, Präsident des VDZ und Direktor des Kölner Zoos.
Auch die amtstierärztlichen Vorgaben sind streng. Da es keine speziell für Zootiere zugelassenen Sedativa und Tranquilizer gibt, muss jedes Präparat im Einzelfall umgewidmet werden. Die verantwortlichen Fachtierärzte der im VDZ zusammengeschlossenen Zoos stehen in engem Kontakt mit der jeweils zuständigen Veterinärbehörde. Zoologische Gärten werden per se regelmäßig durch Aufsichtsbehörden kontrolliert.
Theo Pagel: „Die Auflagen für den Einsatz von Psychopharmaka bei Zootieren sind hoch und unterscheiden sich nicht von den Standards, wie sie auch bei der Behandlung von Menschen gelten.“

Und dann gibt es noch das neue Säugetiergutachten, aber das spare ich mir für einen eigenen Beitrag auf. Ich muss mich erst durcharbeiten und dann kann ich auch meinen Senf dazugeben, außerhalb des Zootickers.

Aber auch sonst tut sich einiges in den deutschsprachigen Zoos. Es folgt (wie gewohnt) eine Auswahl der Ereignisse.

Der Wildpark Melmeisel, der seit knapp vier Wochen existiert, durfte bereits seinen 10.0000. Besucher begrüßen. Erstaunlich für eine so abgelegene Einrichtung, aber auch der Beutelwolf-Blog war schon da (siehe hier und hier).

06.05.2014, Alternativer Bärenpark Worbis
Gewinne bis zu 9.000 Euro für unsere Bären! HOT!
Die Firma Gefro aus Memmingen im Allgäu verschenkt anlässlich ihres 90. Jubiläums 1 x 9.000 Euro und 9 x 900 Euro. Hunderte Einrichtungen hatten sich beworben, die STIFTUNG für BÄREN hat sich nun unter den ersten 20 platziert. Vom 24. Mai bis 1. Juni können sich nun alle Bärenfreunde am finalen Voting beteiligen und so sicherstellen, dass unseren Bären ein (hoffentlich fetter) Batzen in die Tatzen fällt.
Die Firma Gefro, Hersteller von Suppen, Soßen und Würzen, hatte bereits zu ihrem 88. Jubiläum eine entsprechende Aktion durchgeführt. Vor zwei Jahren gingen 8.888 Euro an einen Verein, der sich um alte und arme Menschen kümmert. Die Aktion hat also eine solide Basis.
Die STIFTUNG für BÄREN macht sich nun Hoffnungen auf einen Gewinn, der den Tieren in den Bärenparks Worbis und im Schwarzwald ganz sicher zu gute käme. Hoffnungen deshalb, weil die Bärenparks ja im doppelten Sinn ein Wohltätigkeits-Projekt sind: Die Parks helfen zum einen gequälten Bären und mit der Aktion „Ein schöner Tag im Bärenpark“ ermöglicht die Stiftung hilfsbedürftigen Menschen einen Besuch bei unseren Bären, was für die Teilnehmer erfahrungsgemäß zu einem unvergesslichen Erlebnis werden kann.
Dass dieses Konzept überzeugt, beweist die Vorauswahl unter die ersten 20 Teilnehmer, die uns am 15. April mitgeteilt wurde. Hoffnungen machen wir uns vor allem auch deshalb, weil wir auf viele Jahre Unterstützung durch unsere Freunde und Förderer zurückblicken können. Und darauf bauen wir auch diesmal. Also bitte: Merkt Euch den Zeitraum vom 24. Mai bis 1. Juni. Dann bitte über diesen Link (ab 24.5. aktiviert) zu Gefro gehen und die Stimme für unsere Bären abgeben – und dann Tatzen drücken!!
Von der Reptilienauffangstation in München gibt es einige Neuigkeiten zu berichten, vor allem für Schildkrötenfreunde:

05.05.2014, Reptilienauffangstation
In den letzten Jahren hat das verantwortungslose Aussetzen von exotischen Wasserschildkröten in deutschen Gewässern ein erschreckendes Ausmaß angenommen. Immer öfter sind Haustierbesitzer mit ihren einst niedlichen Baby-Schildkröten überfordert, welche inzwischen zu gefrässigen Riesen herangewachsen sind. Da viele Halter die Abgabegebühren der Auffangstationen und Tierheime meiden wollen oder glauben, ihrer Schildkröte damit etwas Gutes zu tun, werden zahlreiche Tiere in Seen und Flüssen ausgesetzt.
Einige Tiere sterben bereits im ersten Winter, andere überleben mehr schlecht als recht und zerstören fortan die heimische Fauna und Flora. Wie hoch die Anzahl der heimatlosen Exoten inzwischen ist, weiß niemand mit Sicherheit. Deshalb wollen wir gemeinsam mit Ihrer Hilfe eine Kartierungsaktion starten!
Schicken Sie uns Ihr Foto und berichten Sie, wann und wo Sie das Bild gemacht habt. Wenn möglichst viele Leute mitmachen, können wir eine neue, einzigartige und v.a. deutschlandweite Datenbank aufbauen. Dabei ist es egal, ob Sie eine Schmuck-, Höcker- oder Zierschildkröte beobachtet haben. Jede Art zählt! Die Zahlen können dann von Wildbiologen für weitere Forschungen verwendet werden und Politiker davon überzeugen, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht.
Sie konnten die Tiere nicht fotografieren, weil sie zu schnell ins Wasser verschwunden sind oder Sie gerade Ihre Kamera nicht zur Hand hatten? Kein Problem, wir würden trotzdem gerne mehr erfahren. Schildern Sie uns bitte so genau wie möglich, was Sie beobachtet haben und wir werden nach kurzer Prüfung Ihre Sichtung in unsere Karte eintragen. Mehr dazu hier.

08.05.2014, Reptilienauffangstation
Nil-Schildkröten sind gesund und munter an der Isar eingetroffen
Am gestrigen Mittwoch ist München um eine Spezies reicher geworden: Die Auffangstation für Reptilien, München e.V. hat zwei Nilweichschildkröten aus Spanien erhalten. Die exotischen Tiere werden künftig dauerhaft in „CHELONIA“, der neuen Schildkrötenanlage der Auffangstation, ein artgemäßes Zuhause finden.
„Diesmal werden die Tiere definitiv bei uns bleiben“, erklärt Dr. Markus Baur, Leiter der Auffangstation für Reptilien. Die zwei Tiere wurden vor einigen Jahren schon einmal in der Station beherbergt und konnten dann an einen Zoo nach Spanien vermittelt werden. Dieser musste die Schildkröten aus Managementgründen nun wieder zurückgeben.
Ein drittes Tier wird in Kürze aus der Schweiz in die Station kommen und seinen Artgenossen Gesellschaft leisten. Dieses stammt von einem Privathalter, der für die Exotenhaltung inzwischen zu alt geworden ist und keine anderweitige Bleibe für sein Tier finden konnte.
nilweichschildkroeten2„In der neuen, großzügigen Anlage werden sich die drei Schildkröten wohlfühlen“, ist sich Baur sicher. „Mit dem Ausbau unserer Station ist es zum Glück nicht mehr notwendig, die inzwischen rund 50 Jahre alten Tiere noch einmal zu vermitteln und damit weiteren stressigen Transporten auszusetzen.“
Die ersten beiden Nilweichschildkröten sind gestern nach zweitägiger Anreise in die neue Schildkrötenanlage „CHELONIA – Deutschlands größtes Schildkrötenrefugium“ in München-Freimann eingezogen. Diese teilen sie sich nun mit einigen Schnapp- und Geierschildkröten sowie über 200 Schmuckschildkröten. Und auch zwei Alligatoren werden demnächst in die neuen Gehege einziehen. Die offizielle Eröffnung der Anlage wird am 2. Juni der Bayerische Staatsminister Herr Dr. Marcel Huber vornehmen. In der Zeit von 14 bis 17 Uhr erhält dann auch die Öffentlichkeit freien Zutritt, um neben vielen anderen Tieren auch die seltenen Nilweichschildkröten bewundern zu können.

Die nächste öffentliche Führung durch die Reptilienauffangstation findet am Mittwoch den 28.05.2014 um 17:00 Uhr in der Kaulbachstr. 37, 80539 München statt. Interessenten bitte unter 089 / 2180 5030 oder per Mail anmelden.

Der nächste Tag der offenen Tür Raubtier- und Exotenasyl Ansbach ist am Sonntag, 01. Juni 2014 zwischen 13.00 und 17.00 Uhr.

Der Mai steht im Schwarzwaldzoo Waldkirch ganz im Zeichen von Veranstaltungen. Nicht nur am Muttertag wird einiges geboten:
Am 11. Mai haben alle Mütter mit ihren Kindern freien Eintritt.
Märchenstunde im Schwarzwaldzoo: Am 18. Mai erzählt Märchenerzählerin ISGARD CAROLI aus Waldkirch „Im Wald da sind …!?“ – Tiermärchen der Gebrüder Grimm. Und am 25. Mai ist es Märchenerzählerin ELISABETH SCHNEIDER aus Waldkirch zu Gast und erzählt „Die tanzenden Ziegen“ und andere Tiermärchen aus aller Welt.
Mehr dazu findet man hier.

08.05.2014, Haus des Meeres, Wien
Blüten der Lüfte
Wo sind die jungen Modeschüler, die ständig auf der Suche nach Ideen für ihre Kreationen sind? Ist nicht die Natur immer schon ein Quell der Inspiration gewesen? Wir vom Haus des Meeres sind überzeugt: Ein einziger Nachmittag bei uns, umgeben von zahllosen bunten Vögeln, könnte eine Belebung der kompletten Modeszene abseits von Paris, Mailand oder Barcelona bedeuten!
Im heurigen Sommer liegt bei Modeschöpfern scheinbar die pflanzliche Natur im Trend. Tolle Prints von Pflanzenblättern vermitteln einen Hauch von Tropenfeeling, lassen Urlaubsträume wach werden und die jeweilige Trägerin geheimnisvoll und exotisch wirken. Gefiederte Palmenblätter finden sich auf raffiniert geschnittenen Badeanzügen und überschwängliche Blütenpracht von Dschungelpflanzen auf Röcken oder Blusen. Selbst die Trendfarbe 2014 stammt aus dem Pflanzenreich: Radiant Orchid!
So schön diese Motive auch sind, so können sie sich kaum mit der Farbenpracht tropischer Vögel messen. Modeschöpfer würden eine schier endlose Palette an möglichen Farbkombinationen entdecken und verblüfft sein, wo und wie die Natur glänzende Federn einsetzt. Wer einmal ruhig bei uns durch die Tropenhäuser geht und sich unter diesem Aspekt unsere gefiederten Bewohner ansieht, wird sofort wissen, was gemeint ist. Nirgendwo sonst außer beim Smaragdglanzstar findet sich diese verblüffend gewagte Kombination aus Lila mit einem glänzenden Smaragdgrün und das atemberaubend schillernde Blau eines Dreifarbenglanzstars sucht selbst im Vogelreich seinesgleichen. Fließende Farbübergänge im Gefieder faszinieren während abrupte Wechsel überraschen; nichts ist gewöhnlich, kein Vogel alltäglich…
Und wenn Sie nichts mit Mode zu tun haben, dann genießen Sie einfach diese unglaubliche Farbenpracht, denn gibt es was Schöneres als im Frühling nicht nur Blüten in den Gärten zu haben, sondern von ihnen gleichsam umschwirrt zu werden? Denn genau das sind die Vögel in unseren Tropenhäusern: Blüten der Lüfte…

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