Neues aus Augsburg und Nürnberg

Diesen Beitrag könnte man als Ergänzung zu meinem letzten Besuch im Nürnberger Tiergarten sehen (siehe hier). Die entsprechenden Informationen habe ich dem Zoofreunde-Forum entnommen.
Ergänzt wird der Beitrag um den Augsburger Newsletter (bzw. Auszüge daraus), den ich mir zwar für den nächsten Zooticker aufsparen könnte, ich aber durchaus der Meinung bin, dass er auch gut hierher passt…
Auch aus München gibt es einige Neuigkeiten zu berichten, diese hebe ich mir für die Zoopresseschau auf. Wer aber wissen will, was sich im Tierpark Hellabrunn tut: Hingehen! Es gibt mehr als nur kleine Eisbären…

Nürnberg
Das Bionicum im 1. Stock des Naturkundehauses soll noch vor den (Bayrischen) Sommerferien eröffnet werden. Um auch gehbehinderten Besuchern einen ebenerdigen Zugang zu verschaffen, wurde ein neuer weit geschwungener Weg an dem Toilettenhäuschen und der Känguruhanlage vorbei angelegt. Dabei ist auch ein zusätzlicher Einblick in die Anlage geschaffen worden.
Die Guanakos im ehemaligen Milu-Gehege sind nur eine Übergangslösung. Mittelfristig soll das Gehege mit dem Takingehege verbunden werden und die Takine mit weiteren asiatischen Tieren vergesellschaftet werden.
Der Fischkatzenstall bekommt eine große Glasscheibe, damit er für die Besucher einsehbar ist. Der Stall wird auch noch innen bepflanzt. Ebenso das Außengehege. Der Eröffnungstermin hängt davon ab, wann die Scheibe geliefert wird.
Nach dem Tod der syrischen Braunbärin (39) soll ihr Gehege zu einer „begehbaren“ Anlage für Bartgeier umgebaut werden. „Begehbar“ bedeutet, dass die Besucher in einem überdachten Unterstand stehen und von dort frei, d.h. ohne Gitter in die übernetzte Anlage einsehen können. Ähnliches kennt man von Innsbruck oder Schmiding. Die Bartgeier sollen mit anderen Tieren vergesellschaftet werden.
Das ehemalige Biberbecken ist abgelassen worden und soll abgedichtet werden. Zukünftig sollen Riesensalamander einziehen.

Augsburg
Geburten
Leider ist das zweite Küken bei den Hornraben nicht aus dem Ei gekommen, so dass derzeit nur ein Vogel aufwächst, der inzwischen auch schon seine Federn bekommen hat.
Auf der Takinanlage wurden zwei Muntjaks geboren.
Ein weiterer Kapuziner kam zur Welt, der sich sehr gut entwickelt.
Bei den Vögeln schlüpften zwei Weißstörche, zwei Edelpapageien und erstmals auf der Katta-Anlage sieben Graukopf-Kasarkas. Da Kasarkas bekannt dafür sind, dass sie relativ unleidlich werden können, wenn man ihnen oder ihren Küken zu nahe kommt, stand zu befürchten, dass wir die Familie aus der Katta-Anlage entfernen müssen. Bisher funktioniert aber alles sehr gut.
Zugänge
Beide Sumatra-Tiger sind gut angekommen und nach einigen Tagen in denen sie sich alleine mit den Gehegen vertraut machen durften, wurden sie zusammen gelassen.
Sie harmonieren ganz toll, sind nahezu unzertrennlich und erkunden gemeinsam die Anlage.
Nashorn Bantu hat auch schon neugierig Kontakt mit deinen Kühen aufgenommen, bisher allerdings nur durch das Gitter. Hier wird es noch ein wenig dauern, bis wir die vier Tiere zusammen lassen können.
Ein weiblicher Rüsselspringer kam als Partner für den verwitweten Mann aus dem Zoo Frankfurt.
Eine Anzahl Enten kamen zur Komplettierung des Tierbestandes aus unterschiedlichsten Institutionen.
Abgaben
Vier Kamerunschafe wurden an einen privaten Halter abgegeben.
Rotbüffelbulle „Malawi“ (hier geboren 2012) reiste in den Zoo Dresden und drei Alpakas in den Tierpark Weißwasser.
Zur Wiederauswilderung gingen insgesamt sechs Steinböcke an den Alpenzoo Innsbruck. Dort werden sie auf das Aussetzen in den österreichischen Alpen vorbereitet.
Onagerstute Fjala wurde an den Zoo Ostrava (CZ) abgegeben und ein Takinweibchen an die Wilhelma Stuttgart.
Im Vogelbestand wurden folgende Tiere abgegeben: ein Nanduhahn in den Zoo Halle, die letzte Guineataube an einen Zoo in Ungarn und der Kikuyu-Brillenvogel an den Zoo Leipzig.
Todesfälle
Löwin Erica litt an einer Gebärmuttervereiterung und musste operiert werden.
Diese Probleme können leider bei weiblichen Katzen auftreten, wenn ihnen ein empfängnisverhütendes Implantat eingepflanzt wird. Leider verstarb sie an den Folgen der Operation.
Durch einen unglücklichen Unfall starb Giraffenbulle Kiano. Nachdem versehentlich ein Zebra auf die Giraffenseite gesprungen war, erschrak er so stark, dass er gegen eine Metallstrebe rannte, die als Absperrung des Vorgeheges dient. Dabei erlitt er einen Schädelbruch, der vermutlich zu seinem Tod führte. (siehe auch hier)
Außerdem verstarb unser Wasserbüffelkalb aus noch ungeklärter Ursache und die beiden letzten Flugfrösche im Elefantenhaus.
Bauvorhaben
Inzwischen sind in der begehbaren Vogelvoliere die Innenarbeiten gut vorangekommen, die Käfige sind nahezu fertig gestellt, und bis Anfang Juni sollen auch die hinter dem Haus befindlichen Außenvolieren fertig werden. Parallel dazu geht die Ausgestaltung der Voliere gut voran.
Erstmals wurde Wasser in den Bachlauf gefüllt, um die Ufermodellierung zu beginnen.

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