Portrait: Spinnenschildkröte

Ordnung: Schildkröten (Testudinata)
Unterordnung: Halsberger-Schildkröten (Cryptodira)
Familie: Landschildkröten (Testudinidae)
Unterfamilie: Testudininae
Gattung: Spinnenschildkröten (Pyxis)
Art: Spinnenschildkröte (Pyxis arachnoides)
Spinnenschildkröte (Zoo Plzen)

Spinnenschildkröte (Zoo Plzen)

Die Spinnenschildkröte erreicht eine durchschnittliche Carapaxlänge von rund 15 Zentimeter. In freier Natur sind auch Längen von bis zu 20 Zentimeter nachgewiesen. Die sichtbare Haut ist oliv bis leicht gelblich gefärbt. Auf dem Carapax zeigt sich eine dunkle olivfarbene bis schwärzliche Färbung, die mit gelblichen Mustern durchsetzt ist. Das Scharnier am Plastron, das nach vorne geöffnet werden kann, ist vollständig oder wenigstens zum Teil verschließbar. Der Plastron weist eine einheitlich gelbliche Färbung auf. Je nach Unterart können sich schwarze Flecken auf dem gelben Untergrund zeigen.

Die Spinnenschildkröte ist im südwestlichen und südlichen Madagaskar endemisch. Das Verbreitungsgebiet beschränkt sich dabei auf einen 10 bis 50 Kilometer breiten Küstenstreifen. Im Norden reicht die Verbreitung der Art bis nach Morombe. Das Verbreitungsgebiet der Spinnenschildkröte überschneidet sich in den südlichen Regionen mit dem Vorkommen der Strahlenschildkröte. Die Unterart Pyxis arachnoides brygooi kommt nur südlich des Flusses Mangoky zwischen den Orten Morombe und Ihotry auf. Pyxis arachnoides oblonga ist entlang der Südküste Madagaskars östlich des Flusses Menarandra verbreitet. Die Nominatform Pyxis arachnoides arachnoides ist zwischen den Flüssen Onilahy und Manambo anzutreffen. Spinnenschildkröten bewohnen ausgesprochen trockene Habitate. Beliebte Lebensräume sind lichte Trockenwälder, Dornbuschsavannen und ähnlich geartete Habitate.

Spinnenschildkröten ernähren sich von jungen Blättern und ähnlichen grünen Pflanzenteilen sowie verschiedenen Früchten. Die Nahrungssuche und -aufnahme erfolgt hauptsächlich in den frühen Morgenstunden.

Über das Fortpflanzungsverhalten in freier Natur ist nur relativ wenig bekannt. Die Geschlechtsreife erreichen die Tiere wahrscheinlich im Alter von 12 Jahren. Die Paarungszeit beginnt auf Madagaskar für gewöhnlich Anfang Dezember. Dies entspricht auf Madagaskar dem zeitigen Frühjahr. 2 bis 3 Monate nach der Paarung erfolgt die Eiablage. Ein Gelege umfasst 1 bis 2 recht große Eier. Die Anzahl der Gelege pro Jahr ist jedoch nicht bekannt. Die Eier werden in Mulden in sandigem Substrat abgelegt. Die Mulden werden nach erfolgter Ablage der Eier sorgsam verschlossen. Die Jungtiere entwickeln sich in den Eier in den nächsten rund 300 bis 330 Tagen. Die Lebenserwartung kann bis zu 70 Jahren betragen.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen