Zoopresseschau

Zoo Duisburg 28.05.2014
Von hämmernden Köpfen und riesigen Nestern
Mit ihrem hammerähnlichen Kopf zählen die etwa einen halben Meter großen und bis zu 500 g schweren, afrikanischen Hammerköpfe zu den ungewöhnlichsten Vertretern der Vogelwelt. Noch heute streiten die Systematiker, in welche Vogelfamilie sie den einheitlich braun gefiederten, an Schnabel, Beinen und Füßen schwarz gefärbten Hammerkopf platzieren sollen. Traditionell wird der Hammerkopf den Schreitvögeln zugeordnet und steht damit den Störchen, Reihern und Ibissen nahe. Manche Experten stellen ihn auch in die Nähe der Regenpfeifer oder verpassen ihm sogar eine eigene Ordnung. Besonders während der vorangegangenen Balzzeit führte das Paar arteigene, eigentümliche »Tänze« auf, wobei die Vögel auch recht hoch in die Luft springen und „japsende“ Rufe ausstoßen. Die Hammerköpfe bauten in der geräumigen Freiflugvoliere der Fasanerie an ihrem in der Vogelwelt einzigartigen Nest. Alles was nicht niet- und nagelfest und irgendwie geeignet erscheint, wird auf einer Nisthilfe in rund 1,50 m Höhe kunstvoll und geschäftig verbaut. Das Nest ist mit einem Durchmesser bis zu 1,80 m absolut riesig! Durch ein Schlupfloch gelangen die Vögel in die kleine Innenkammer. Beide Partner benötigen Monate bis zur Fertigstellung des Nestes. Interessanterweise wird zu jeder Brutsaison ein neues Nest errichtet. Das Gelege besteht aus 3-7 weißen Eiern und wird von beiden Altvögeln etwa 30 Tage lang erbrütet. Seit ein paar Tagen nun ist ein etwa 8 Wochen alter, ordentlich herangewachsener Jungvogel ausgeflogen und erkundet seine Nestumgebung.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 28.05.2014
Konzert von Marion Fiedler am Pfingstmontag im Naturschutz-Tierpark Görlitz
Es war eine ungewöhnliche Begegnung. Im Sommer 2013 meldete sich die junge Sängerin und Bandleaderin Marion Fiedler aus Dresden im Naturschutz-Tierpark Görlitz an, weil sie sich für den kleinen Tierpark und seine Projekte interessiert und fragte an, ob es nicht möglich sei, im Tierpark ein Konzert zu geben. Die Sängerin, Komponistin und Bandleaderin Marion Fiedler hat sich in den letzten Jahren durch ihre unverwechselbare Stimme, einem ständig wachsenden Repertoire an eigenen Songs und Kompositionen, sowie ihrer starken Persönlichkeit eine enorme Beachtung erarbeitet. Musikalisch hat sie ihre Wurzeln im Jazz, ihre Musik lässt sich aber stilistisch nicht auf ein Genre beschränken. In den Jahren, in denen sie in Nashville (USA) gelebt und an der dortigen Belmont University Musik studiert hat, entwickelte sie einen ganz eigenen Stil, der besonders in Richtung Pop geht. Bereits 2010 stand Marion Fiedler als „Newcomer Talent“ vor einem in kürzester Zeit ausverkauften Saal auf der Bühne der Jazztage Dresden. Auch 2014 war sie bei den Jazztagen in Dresen dabei. Ihr Auftritt bei den Dresdener Filmnächten am Elbufer 2013 begeisterte das Publikum. Inzwischen tourt sie durch ganz Deutschland und ist in vielen Clubs, aber auch auf großen Bühnen zu Hause. Sie hat sich so sehr für den Tierpark Görlitz begeistert, dass sie am 9. Juni 2014 um 15.00 Uhr auf der Bühne im Tierpark auftritt. Für die Besucher hat sie einiges im Gepäck. Mit 2 weiteren Musikern wird sie mit einem musikalischen Kinderprogramm starten. Dazu bringt sie ganz besondere Plüschtiere zum Verschenken mit, über das sich das eine oder andere Kind sicher freuen wird. Ihr einstündiges Konzert beginnt dann 16.30 Uhr und das ist in jedem Fall zu empfehlen!

Tiergarten Nürnberg 28.05.2014
Tiergartenvortrag über die Serengeti
Der nächste Tiergartenvortrag begibt sich auf Grzimeks Spuren in der Seregenti. Dr. Fritz Jantschke aus Laubach wird am Donnerstag, 5. Juni 2014, um 19.30 Uhr im Naturkundehaus des Tiergartens der Stadt Nürnberg über den bekanntesten Nationalpark der Welt in Tansania berichten. Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Dr. Bernhard Grzimeks Oscar-gekrönter Film und sein Welt-Bestseller „Serengeti darf nicht sterben“ haben das Reservat berühmt gemacht. Jantschke, langjähriger Mitarbeiter des früheren Frankfurter Zoodirektors und beliebten Fernsehmoderators, hat die Serengeti schon viele Male besucht, erstmals 1966 als Student. In seinem Vortrag zeigt er Bilder von Gnu- und Zebraherden ebenso wie von Löwen, Geparden und Leoparden, vergisst aber neben Elefanten, Flusspferden und Giraffen auch die kleineren Tiere nicht. Der Referent verschweigt auch nicht die Probleme des berühmten Nationalparks: Nashörner und Wildhunde sind weitgehend daraus verschwunden. Mehr als eine halbe Million Touristen im Jahr stellen eine Belastung für den Nationalpark dar. Der Plan einer durch die Serengeti führenden Straße ist einstweilen abgewendet – auch dank Einsprüchen und Hilfen von deutscher Seite.

Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 28.05.2014
Nachwuchs bei einer ungewöhnlichen Wildhundeart: Drei Welpen bei den seltenen Waldhunden
Nur wenige Zoos in Europa zeigen sie, die Waldhunde. Die Wilhelma hält die südamerikanische Wildhundeart schon seit 1988, seit 2012 lebt hier ein neues, junges Zuchtpaar: Pero und Kesara. Jetzt, zwei Jahre nach ihrer Ankunft in Stuttgart, ziehen die beiden erstmals gemeinsam Nachwuchs auf – drei fidele Welpen, zwei Männchen und ein Weibchen. Zwar wurden die drei Waldhunde-Welpen schon Mitte März geboren und Ende April erstmals in ihr Außengehege gelassen. Aber häufiger zu sehen sind die Kleinen von Pero und Kesara erst seit Kurzem – sofern die Besucher nicht nur Augen für ihre großen Nachbarn, die Tiger und Elefanten, haben und ein wenig Geduld mitbringen. Denn die tag- und dämmerungsaktiven Waldhunde, die mit ihrem gedrungenen Körper, rundlichen Kopf und Stummelschwanz eher an einen Marder oder Kleinbären erinnern, sind von Haus aus ein eher zurückgezogenes Leben gewohnt: Schließlich sind die Wälder, Baumsteppen und Uferböschungen des nördlichen Südamerika ihre ursprüngliche Heimat. Hier verbringen die Jungtiere die ersten Lebenswochen im Verborgenen eines Baus, einer Höhle, unter einem Baumstamm oder Felsen – in der Wilhelma in einer Wurfbox im Gehege-Inneren. Ungewöhnlich ist ihr Sozialverhalten: Bei Waldhunden sind im Gegensatz zu den meisten Hundeartigen die Rüden nämlich ausnehmend fürsorgliche Väter, ja sie helfen sogar bei der Geburt, beißen die Nabelschnur durch und säubern die Kleinen. In der Wildnis Südamerikas erledigen sie überdies den Job, der ihnen im Zoo von den Tierpflegern abgenommen wird: Sie versorgen Mutter und Nachwuchs wochenlang mit Nahrung. Diese besteht bei Waldhunden unter anderem aus kleinen Säuge- und Weichtieren, Vögeln, Eiern und Früchten. Aber auch Krabben und Fische stehen auf dem Speisezettel. Denn die stets in der Nähe von Seen und Flüssen lebenden Tiere sind auch zu Wasser hervorragende Jäger, wobei sich ihre Füße dank Schwimmhäuten rasch in kräftige Paddel verwandeln. Deshalb steht auch in ihrem Wilhelma-Domizil ein Wasserbecken bereit, in dem sie nach Futter tauchen und planschen können. Waldhunderudel bestehen in der Regel aus einem Elternpaar und ihrem Nachwuchs. Dieser kommt nach rund zwei Monaten Tragzeit zur Welt – meist drei bis sechs Jungtiere pro Wurf, selten sogar zehn. Die Welpen sind im Gegensatz zu den Eltern, die bis auf Schwanz und Beine rotbraun gefärbt sind, noch komplett schwarz. Innerhalb des Rudels halten die Tiere durch Fiepen Kontakt, wenn sie sich gerade nicht sehen können – was im Dickicht ihres Lebensraums ja recht schnell passieren kann. In der Regel bleibt die Familie etwa 18 Monate zusammen, dann verlassen die Jungen den Verband und gründen eigene kleine Rudel. Das muntere Nachwuchs-Trio von Kesara und Pero wird also der Wilhelma und ihren Besuchern noch eine ganze Zeitlang erhalten bleiben

Zoo Basel 28.05.2014
Trauer um verstorbenen Gorillamann Kisoro
In der Nacht auf Samstag, den 24. Mai, ist im Zoo Basel der Gorillamann Kisoro (25) verstorben. Das Affenhaus wurde geschlossen, damit die Gorillagruppe in Ruhe Abschied nehmen konnte. Das Pflegerteam und die Verantwortlichen des Zoo Basel trauern um die markante Gorillapersönlichkeit. In den letzten Monaten wurde Kisoro zunehmend schwächer und magerte stark ab. Kisoro litt unter dem Befall mit Fuchsbandwurm, welcher schlussendlich zum Tod geführt hat. Der schwer kranke Kisoro hatte seit einigen Tagen nur noch sehr wenig gegessen, akzeptierte aber bis zuletzt die Schmerzmittel. Als die Tierpfleger am Samstagmorgen eintrafen, war der Silberrücken bereits tot. Kisoro war ein eher zurückhaltender und scheuer Silberrücken. Jedoch zögerte er nie, die Gorillafrauen zu beschützen, wenn er sie in Gefahr wähnte. Mit seiner diplomatischen Art schlichtete er Streitigkeiten in der Gruppe sehr geschickt. Kisoro hatte nur zwei Kinder; bei der letzten Untersuchung stellten die Tierärzte fest, dass er unfruchtbar geworden war. Kisoros Tod hinterlässt eine Lücke in der Gorillagruppe sowie im Zoo Basel bei allen, die diesen eindrücklichen Silberrücken über lange Jahre geschätzt haben. Bis zuletzt in der Gruppe – Seit bei einer Ultraschalluntersuchung 2010 bekannt wurde, dass Kisoro mit Fuchsbandwurm infiziert war, bekam er Medikamente, welche die Erkrankung am Fortschritt hindern sollten. Bis Herbst 2013 zeigte er keine Symptome. dann magerte er immer mehr ab und wurde zunehmend schwächer. Eine Untersuchung im November 2013 ergab, dass Kisoro trotz der intensiven medizinischen Betreuung die Erkrankung nicht überleben würde. Um Kisoro seine letzten Monate möglichst zu erleichtern, nahmen die Tierärzte mit Ärzten und Ernährungsberatern Kontakt auf, welche auf Fuchsbandwurm-Erkrankungen beim Menschen spezialisiert sind. So konnte Kisoro bis zuletzt in seiner Gorillagruppe bleiben und seine Funktion als Anführer wahrnehmen. Neues Verfahren verhindert Ansteckung – Gorillas sind wie der Mensch Fehlzwischenwirte, welche durch Aufnahme von Bandwurmeiern aus mit Fuchskot kontaminierten Nahrungsmitteln infiziert werden können. Die Fuchsbandwurminfektion führt bei Mensch und Affen zu einer lebensbedrohlichen, tumorähnlichen, langsam fortschreitenden Erkrankung der Leber. Eine direkte Ansteckung zwischen Gorillas oder Gorillas und Menschen ist nicht möglich. Mit grösster Wahrscheinlichkeit ist die Ansteckung vor 5 bis 15 Jahren über mit Fuchskot kontaminiertes Futter erfolgt. Seit 2011 wird das Futter der Menschenaffen in einem mehrstufigen Prozess gewaschen und danach vier Stunden lang in einem Wärmeschrank bei 45° Celsius erwärmt. Mit diesem Verfahren werden die Fuchsbandwurmeier abgetötet. Medikamente wirken bei Gorillas weniger gut – Viele mit dem Fuchsbandwurm infizierte Menschen können dank medizinischen Interventionen (Leberoperation, lebenslange Medikamenteneinnahme) wieder ein normales Leben führen oder werden sogar geheilt. Offenbar hilft das menschliche Immunsystem zusammen mit der Langzeiteinnahme von Medikamenten, den Parasiten zu bekämpfen. Bei Gorillas scheint dies nicht der Fall zu sein. Der Bandwurm kommt nur auf der nördlichen Hemisphäre vor, Gorillas nur auf der südlichen. Die Vermutung liegt nahe, dass Gorillas deshalb im Gegensatz zum Menschen im Verlauf der Evolution keine ausreichende Immunabwehr gegen den Parasiten entwickelt haben. Heute leben im Zoo Basel Faddama (30), Goma (54), Quarta (45), Joas (24) und Zungu (11). Auch in Zukunft wird es wieder einen Silberrücken im Zoo Basel geben. In Zusammenarbeit mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) wird ein Nachfolger gesucht.

Tierpark Hellabrunn 27.05.2014
Hellabrunn erhält Preis für Jahreskarten-Anzeige
Beim Anzeigenwettbewerb „Raum für Ideen“ der Mittelbayerischen Zeitung haben die Leserinnen und Leser abgestimmt: Der Pokal für Platz 2 geht an den Münchner Tierpark Hellabrunn. Bei einer feierlichen Gala in den neuen Geschäftsräumen der Mittelbayerischen Zeitung in Regensburg wurden nun die Gewinner des Anzeigenwettbewerbs 2013 gekürt. Den zweiten Platz holte die Münchener Tierpark Hellabrunn AG für eine Anzeige, die die günstigen Jahreskarten bewirbt. Die Aussage „Opa schau mal… ein Löwe“ in Zusammenhang mit dem Foto eines Tigers vermittelt die Botschaft: Komm nach Hellabrunn – am besten mit der Jahreskarte, die ab Ausstellungsdatum 365 Tage gültig ist. Bei uns kannst du etwas lernen! „Dass unsere Jahreskartenkampagne – vor allem durch die Großflächen-Plakate in den Münchner U-Bahnhöfen – sehr bekannt und beliebt ist, wussten wir. Jetzt freuen wir uns natürlich riesig, dass unsere Anzeige mit dem Tiger auch in Regensburg und Umgebung so großen Anklang findet und beim Anzeigenwettbewerb der Mittelbayerischen Zeitung den 2. Platz holen konnte“, sagt dazu die Kuratorin und derzeitige Interimschefin des Tierparks, Beatrix Köhler. Kai Franck, Inhaber der Agentur Libero Kommunikation und Design UG aus Hannover und Verena Wiemann vom Presse/Marketing-Team des Tierparks Hellabrunn nahmen den Preis am 22. Mai in Regensburg entgegen. Jeden Monat im Jahr 2013 standen den Leserinnen und Lesern beim Wettbewerb der Mittelbayerischen Zeitung die sechs schönsten Anzeigen zur Auswahl, insgesamt waren es für die Entscheidung des Jahressiegers 72 Anzeigen. Bei der Jahresabstimmung haben knapp 1000 Leser abgestimmt. Davon hat Hellabrunns Anzeige „Opa, schau mal… ein Löwe!“ 129 Stimmen erhalten. Abgestimmt werden konnte per Telefon, Coupon, Mail oder online.

Zoo Osnabrück 26.05.2014
Tamika, die Süße: Erneut Schimpansennachwuchs in Osnabrück – Dreifacher Nachwuchs bei den Wasserschweinen
Genau vier Monate nach der Geburt von Schimpansenmännchen Helmut am Dreikönigstag kam am 6. Mai 2014 ein weiteres Jungtier bei den Menschenaffen zur Welt. Auch bei den Wasserschweinen können Besucher das Familienleben im Tierreich beobachten. „Ich säuberte gerade den Innenstall des Schimpansenhauses als mich ein Anruf von der Kasse erreichte: Besucher hätten eine Schimpansengeburt auf der Außenanlage der Menschenaffen beobachtet. Ich bin sofort raus gerannt und da war schon alles passiert“, berichtet Tierpflegerin Nina Gangei von dem aufregenden Ereignis. Im Mittelpunkt des Geschehens stand das 18jährige Schimpansenweibchen Vakanga. Auf der 2.500 Quadratmeter großen Anlage und im Beisein ihrer Artgenossen brachte sie ein weibliches Jungtier zur Welt. Die Tierpfleger tauften es auf den Namen Tamika, ein afrikanischer Mädchenname, der so viel wie „süß“ bedeutet. „Mutter und Kind sind wohlauf. Es ist Vakangas vierter Nachwuchs und sie kümmert sich rührend um die Kleine und passt gut auf sie auf. Sie akzeptiert auch, dass die anderen sieben Familienmitglieder neugierig sind und Tamika ansehen und berühren wollen“, so Gangei. Auch Vater Tatu, ein 25-jähriges Männchen, sei an seinem neuen Sprössling sehr interessiert und schaue immer wieder nach dem Rechten bei Vakanga und Tamika. – Die Zoomitarbeiter freuen sich besonders über den Nachwuchs, denn im Zoo Osnabrück leben Westafrikanische Schimpansen, die in der Wildbahn vom Aussterben bedroht sind.

Opel-Zoo Kronberg 26.05.2014
Zweite Giraffengeburt des Jahres 2014 im Opel-Zoo – Jungtier ab 28. Mai täglich zwischen 14 und 15 Uhr im Giraffenhaus zu sehen
Am 2. Januar 2014 kam Katja als erstes Jungtier des Jahres zur Welt und am Sonntag, dem 25. Mai wurde die zweite Rothschildgiraffe des Jahres 2014 geboren: Komplikationslos, wie auf dem Geburtsvideo im Giraffenschauhaus und der Homepage zu sehen ist. Dass die Geburt bevorstand, konnten die Tierpfleger und Zooverantwortlichen bereits feststellen, und Mutter „Maud“ war seit einigen Tagen von der Herde getrennt, damit sie in Ruhe ihr 4. Jungtier zur Welt bringen konnte. Am Sonntagabend um Punkt 20 Uhr war es dann soweit: „Nachwuchs Martin“ plumpste aus 2 m Höhe auf den mit viel Stroh ausgepolsterten Stallboden. Er wurde von der Mutter trocken geleckt und begann schnell mit der Versuch aufzustehen, was bereits nach einer halben Stunde gelang. Die Zitzen finden und die erste, wichtige Muttermilch trinken, hat dann auch schnell geklappt und so sind nun alle Voraussetzungen erfüllt, dass das Jungtier – genau wie Halbschwester Katja – gut wächst und gedeiht.In den nächsten Tagen, in denen das Jungtier noch viel schläft, sind Mutter und Kind für die Besucher ab Mittwoch, dem 28. Mai täglich zwischen 14 und 15 Uhr im Giraffenschauhaus zu sehen. So schnell wie möglich aber wird die Herde mit den nunmehr sieben Giraffen auf der großen Außenanlage zusammengeführt, auf der sie gemeinsam mit den Zebras, den Impalas und den Gnus – ebenfalls mit Jungtier – genüsslich ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Fressen, nachgehen.

Zoo Basel 26.05.2014
Ein markantes Zeichen für Naturschutz und Nachhaltigkeit
Im Jahre 2020 soll das Ozeanium auf der Heuwaage seine Türen öffnen. Das Ziel der Projektträger des Basler Zoo ist klar: Es wird ein Zentrum für Umweltbildung entstehen, welches ein markantes Zeichen setzt für Naturschutz und Nachhaltigkeit: „Das Ozeanium soll den Binnenländern faszinierende Begegnungen mit lebendigen Tieren ermöglichen und die Leute in den unbekannten, schützenswerten Lebensraum Meer führen“, sagte Zolli-Direktor Oliver Pagan anlässlich einer Medienkonferenz. Dargelegt wurde zudem, dass der Zoo Basel die Finanzierung und den Betrieb ohne jede behördliche Unterstützung sicherstellen wird. Basel. – Spektakuläre Aquarien mit Korallenriffen, eine faszinierende Abfolge von Lebensräumen, von denen jeder seine eigene Geschichte hat, eine endlos lange Schwimmbahn für Pinguine, Schwärme von Leuchtfischen, Haie, Seeotter, ein spektakulärer Riesenoctopus: Das geplante Ozeanium wird reich sein an Attraktionen. Umweltbildung vor Kommerz – Direktor Olivier Pagan stellte sogleich klar: „Wir vom Zolli stellen unsere Expertise in Forschung und Bildung in den Vordergrund und nicht die Show oder den Kommerz.“ Dies sei sich der Zolli mit seiner professionellen Ausrichtung auf Umweltbildung und ökologische Gesamtsicht schuldig. „Das Ozeanium ist die perfekte Ergänzung zum Kleinod Vivarium“, ergänzte Pagan und fragte rhetorisch: „Wer, wenn nicht wir, sollte ein solches Ozeanarium bauen?“ Lehren, lernen, erfahren, forschen – Der für die Inhalte des Ozeaniums zuständige Projektleiter, Meeresbiologe Thomas Jermann, unterstrich den zentralen Aspekt Bildung: „Wir wollen zeigen, wie der Mensch die marinen Ressourcen nutzt und wie er in die natürlichen Kreisläufe der Meere eingreift – und diese bisweilen auch schädlich verändert oder gar zerstört.“ Der geplante ausserschulische Lernort wird den Besucherinnen und Besuchern in einem spiralförmigen Rundgang 30 Stationen, 30 Aquarien und 30 Themen bieten. Angelegt ist der Rundgang als eine gedankliche Wanderung „von Basel hin zum Meer“. Im Gezeiten-Aquarium wird gar der echte Rhythmus des Meeres erlebbar gemacht – über eine synchrone Schaltung mit einem Ort im Ärmelkanal werden Ebbe und Flut zu spüren sein. Der Gedanke der Nachhaltigkeit zieht sich durch das ganze Gebäude. Thomas Jermann: „ Das Ozeanium wird so wenig Energie wie nur möglich verbrauchen; alle Ressourcen werden mehrfach genutzt.“ Neben Solaranlagen und der Abwärme von Pumpen wird auch die Abwärme der Besucher rezykliert. Kein Rappen vom Staat – Der Finanzchef des Zolli Jean-Nicolas Fahrenberg beleuchtete die Finanzierung und das Betriebskonzept. „Grossaquarien können aufgrund ihrer Attraktivität und ihrer Kompaktheit profitabel betrieben werden“, legte er dar. In einer Machbarkeitsstudie wurden Quervergleiche mit anderen Grossaquarien vorgenommen und verschiedene Minimal- und Maximalvarianten durchgerechnet. „Wir werden keinen Rappen staatliche Unterstützung brauchen“, ist Fahrenberg überzeugt. Basis der Zolli-Rechnung ist die Annahme von 500‘000-700‘000 Besuchern pro Jahr bei einem Eintrittspreis von rund 20 Euro. Die Erstellungskosten werden knapp über 100 Millionen Franken betragen. Das Geld soll vor allem über Spenden zusammenkommen. Dass die Mittelbeschaffung funktioniert entspricht mehr einer Gewissheit denn einer Zuversicht: in den letzten 20 Jahren schenkten Mäzene, Sponsoren und Spender dem Zolli 125 Millionen Franken für Tieranlagen. Frühester Baubeginn sei 2018

Tiergarten Schönbrunn Wien 26.05.2014
GEPARDEN-NACHWUCHS IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN IST ZU SEHEN!
Sie tollen durch das Stroh, spielen miteinander und kuscheln sich an ihre Mutter Cimber: Die Geparden-Jungtiere im Tiergarten Schönbrunn, die am 16. April in einer Wurfhöhle das Licht der Welt erblickt haben, begleiten ihre Mutter seit vergangenem Donnerstag in die Innenanlage und sind somit für die Besucher zu sehen. „Alle drei Jungtiere entwickeln sich prächtig. Zwei der Kleinen zeigen sich schon mehrmals am Tag. Das dritte Jungtier ist noch etwas zaghafter und wartet lieber in der Wurfhöhle, bis seine Mutter und seine Geschwister zurückkommen“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Kleine Geparde wachsen sehr schnell. Die fünf Wochen alten Jungtiere, deren Geschlecht noch nicht festgestellt worden ist, sind bereits so groß wie Hauskatzen und wiegen rund vier Kilogramm. Die Drillinge haben kugelrunde Milchbäuche. Schratter: „Geparde sind reine Fleischfresser. Bis jetzt wurde der Nachwuchs ausschließlich gesäugt. Ihre Milchzähne sind aber bereits durchgebrochen. Es wird nicht mehr lange dauern, bis die kleinen Raubkatzen ihre erste Fleischmahlzeit fressen.“ Geparde stehen auf der Roten Liste. Früher wurden sie vor allem für den Pelzhandel gejagt, heute macht ihnen in erster Linie der Verlust von Lebensraum und Beutetieren zu schaffen. In Afrika leben nur noch rund 10.000 Tiere. Zoos züchten diese bedrohte Tierart im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP). Die Zucht ist allerdings nicht einfach und gelingt nur selten. Für den Tiergarten Schönbrunn ist das Trio der erste Geparden-Nachwuchs seit 13 Jahren und der dritte Zuchterfolg.

Zoo Frankfurt, 23.05.2014T
Trauriger Abschied von Tiger-Kater IBAN
Der 14-jährige Sumatra Tiger IBAN musste gestern aufgrund eines sich akut verschlechternden Krankheitszustandes eingeschläfert werden. „Leider mussten wir diese sehr traurige und schwierige Entscheidung treffen, um IBAN eine längere Leidenszeit zu ersparen“, erklärt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Seit etwa einer Woche war IBAN augenfällig krank, der Bauch war geschwollen, der Rücken nach oben gekrümmt und das Tier wirkte phasenweise hochgradig apathisch. „Allein diese Störungen deuteten schon auf eine Schädigung der Leber hin“, erklärt Niekisch, „durch die Fehlfunktion der Leber setzt eine schleichende Vergiftung des Körpers ein.“ IBAN wurde gestern von den Tierärztinnen in Narkose gelegt und gründlich untersucht. Die Untersuchungen bestätigten den Verdacht: Die Leber war extrem vergrößert und verhärtet und auch die Niere war betroffen. Das Tier hatte extrem veränderte und schlechte Blutwerte. Eine Ursache für die Veränderungen konnte bisher nicht ausgemacht werden. Allerdings kann es bei Katzen in diesem Alter sehr häufig zu Erkrankungen der Niere oder Leber kommen. „Wildtiere verbergen Krankheiten extrem lange – eine wichtige Überlebensstrategie, denn ein krankes Tier hat im Freiland wenig Überlebenschancen“, so Niekisch. So kommt es, dass Tiere auch im Zoo teilweise erst auffällig werden, wenn die Krankheit schon fortgeschritten ist. IBAN war mit seinen 14 Jahren für einen Tiger schon ein altes Tier. Dennoch fiel die Entscheidung, ihn einzuschläfern enorm schwer. Zumal IBAN erst seit wenigen Wochen wieder mit seiner Partnerin MALEA zusammen war, nachdem Tochter BERANI in den Zoo von Augsburg abgegeben worden war.

Naturschutz-Tierpark Görlitz, 23.05.2014
Ratlosigkeit und Verzweiflung im Naturschutz-Tierpark Görlitz
Seit vier Monaten werden im Naturschutz-Tierpark Görlitz regelmäßig im Abstand von zwei bis vier Wochen Kupfer-Fallrohre an den Gebäuden des Tierparks gestohlen. Begonnen haben die Diebstähle im Februar an der Tierpark Villa, danach wurden am Verwaltungsgebäude die Rohre abmontiert. Während dieses Einbruchs haben es die Diebe wohl nicht geschafft, die Kupferrohre des Haustierstalles gleich mitzunehmen. Sie müssen aber registriert haben, dass es diese gibt. Sie wurden in der letzten Nacht vom 22.5. zum 23.5. entwendet. Der entstandene Sachschaden belastet die eng begrenzten finanziellen Mittel des Tierparks sehr. Noch schlimmer aber ist die Frustration, wenn man sich vor Augen führt, dass man gegen die Einbrüche machtlos ist. Die Mitarbeiter des Tierparks müssen damit rechnen, dass der Diebstahl der Fallrohre weiter geht und sie können nichts dagegen tun! Die Polizei kann leider auch nicht helfen. Sie empfiehlt, das Gelände des Tierparks besser zu sichern. Der Tierpark braucht einen einbruchsicheren Zaun. Doch dafür fehlt ihm das nötige Geld. Jetzt geht der Tierpark in die Offensive und fragt die Bevölkerung: Ist jemandem in der Nacht vom 22.5. zum 23.5 etwas Besonderes in der Nähe des Tierparks aufgefallen? Welcher Schrotthändler hat Kupferrohre aufgekauft? Der Naturschutz-Tierpark Görlitz (Telefon: 03581 407400 oder 0170 925 1118, info@tierpark-goerlitz.de) würde sich über sachdienliche Hinweise sehr freuen.

Zoo Krefeld, 23.05.2014
Oberbürgermeister Kathstede eröffnet neue Pinguinanlage im Zoo – Ab sofort Gruppenführungen, Pfingsten können alle Zoobesucher hinein
Der neue, seit Mitte April fertiggestellte und seither von außen schon gut sichtbare Pinguin-Pool im Zoo Krefeld wurde jetzt erstmals auch von innen zugänglich. Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen hat Oberbürgermeister Gregor Kathstede eingeladen, mit ihm als erstes diesen besonderen Einblick zu genießen. Ab sofort dürfen schon ausgewählte Führungen in Begleitung eines Zoomitarbeiters in die Anlage. Ab Pfingsten wird der Pinguin-Pool dann regelmäßig von 11 bis 16 Uhr für den Besucherverkehr geöffnet sein. Ein ehrenamtlicher Besucherservice steht dann in dieser Zeit für Fragen rund um die Anlage bereit. Die neuen Bewohner der Anlage, das sind 20 Humboldt-Pinguine, eine Kolonie Inkaseeschwalben und einige Zimt- und Rotschulterenten, brauchten die vergangenen Wochen, um sich an ihre neue Umgebung zu gewöhnen. Erst langsam sollen sich die Tiere jetzt an die Menschen gewöhnen, die zukünftig regelmäßig durch die 800 Quadratmeter große Anlage hindurch gehen werden und ihnen somit sehr nahe kommen können.

Zoo Krefeld, 23.05.2014

Zoo Krefeld feiert Eröffnung der ersten eigenen Tierbehandlungsräume – Veterinärstation für 1000 Tiere erleichtert Zootierärztin die Arbeit
Die erste eigene Veterinärstation konnte der Zoo Krefeld jetzt in den Räumen der alten Futtermeisterei eröffnen. Nun kann Zootierärztin Dr. Stefanie Markowski die Zootiere auch innerhalb des Zoos unter optimalen und hygienischeren Bedingungen behandeln. Bisher wurden Eingriffe oft in den Stallungen vorgenommen oder die benachbarte Praxis des Vertragstierarztes aufgesucht, was einen immensen Aufwand bedeutete. Auch zukünftig wird es eine enge Zusammenarbeit mit den Tierärzten Drs. Liselotte und Karl-Heinz Schulte geben, die der Zooveterinärin kollegial mit Rat und Tat zur Seite stehen und die Vertretung im Urlaubs- und Krankheitsfalle übernehmen. Möglich wurde die Einrichtung der Behandlungsräume durch den Umzug der Futtermeisterei in den Neubau an der Violstraße. Die medizinische Ausrüstung wurde finanziert durch Spenden von Privatleuten. Die Zoofreunde Krefeld hatten speziell dafür einen Aufruf gestartet. Innerhalb weniger Monate gingen rund 15 000 Euro auf dem Spendenkonto ein. Davon konnten unter anderem ein moderner Behandlungstisch (3000 Euro), ein Betäubungsgewehr zur Distanznarkose (3000 Euro) und ein Inhalationsnarkosegerät (4000 Euro) gekauft werden. Bald sollen noch ein Pulsoxymeter zur Narkoseüberwachung und ein Gerät zur Blutanalyse die Ausstattung ergänzen.

Zoo Krefeld, 23.05.2014

Zoo Krefeld und Eissport & Eventpark Grefrath arbeiten weiter zusammen – Kooperation und Patenschaft für die Pandabären wurden jetzt verlängert
Der Krefelder Zoo und der Eissport & Eventpark Grefrath machen weiter gemeinsame Sache. Bei einem Treffen im Zoo in Krefeld wurde sowohl die bestehende Kooperation als auch die Patenschaft des Eissport & Eventparks über die beiden roten Pandabären Cosima (acht Jahre) und Gorby (14 Jahre) verlängert. Die Pandas kletterten während der Verleihung der Patenurkunde in den Bäumen in ihrem Gehege umher. Überbracht haben Schoenmackers und Jan Lankes, Veranstaltungsfachwirt bei der Sport- und Freizeit gGmbH, dem Zoo daher ein attraktives Plakat, das die Kooperation noch einmal nachdrücklich dokumentiert. Und man möchte das Angebot in den Einrichtungen in Krefeld und Grefrath ausbauen. Gedacht ist beispielsweise an Kindergeburtstage, oder Kombitickets für bestimmte Veranstaltungen. Weiter wurde über eine gemeinsame Flyerwerbung gesprochen. Das gemeinsame Fazit lautete: „Wir sind auf einem guten Weg, denn wir haben vielfach die gleich Klientel, nämlich Familien.“ Der Zoo Krefeld, der im letzten Jahr nicht zuletzt dank zahlreicher neuer Projekte 483 000 Besucher begrüßen konnte, strebt in diesem Jahr die 500 000 Besucher-Marke an. „Wir sind optimistisch, dass wir das packen“, so Schwinn.

Zoo Augsburg, 22.05.2014

Unglücklicher Unfall auf Afrika-Panorama
Gestern Morgen kam es zu einem fatalen Unfall auf der Giraffenanlage des Afrika-Panoramas. Nachdem versehentlich ein Zebra auf die Giraffenseite gesprungen war, erschrak „Kiano“ so stark, dass er gegen eine Metallstrebe rannte, die als Absperrung des Vorgeheges dient. Die sofort informierten Zoomitarbeiter trugen die Giraffe in den Stall und verständigten den Tierarzt. Röntgenaufnahmen ergaben, dass sie sich einen Schädelbruch zugezogen hatte. Sofortige Maßnahmen zur Stabilisierung des Kreislaufs wurden durchgeführt. Kiano wurde den ganzen Tag überwacht und betreut, da die Folgen seiner Verletzung nicht abzuschätzen waren. Am Abend ist er leider verstorben.

Zoo-Aquarium Berlin, 22.05.2014

Säurespritzende Raubkäfer im Berliner Aquarium
Wieder einmal sind interessante Insekten im Aquarium Berlin eingezogen. So zum Beispiel die sehr aktiven ca. 5,5 cm großen Weißrand Raubkäfer (Anthia cintipennis). Fühlen sie sich bedroht können sie dem Angreifer – über eine Entfernung von mehr als 30 cm – zur Abwehr eine ätzende Säure aus der Hinterleibsdrüse entgegen spritzen. Auf menschlicher Haut verursacht diese Säure starke Schmerzen und bereitet ernsthafte Probleme, wenn sie in die Augen dringt. Auch der Biss mit ihren starken, scharfen und bis zu 5 mm langen Kieferklauen kann zu bösartigen Verletzungen führen. Somit ist Vorsicht bei der Pflege dieser Käfer geboten. Mit den etwas kleineren aber weniger aggressiven Verwandten im selben Terrarium, den Domino Raubkäfern (Anthia sexguttata), teilen sie sich den gleichen natürlichen Lebensraum. Sie kommen aus dem südlichen, trockenen Afrika und ernähren sich räuberisch hauptsächlich von anderen wirbellosen Tieren. Im Gegensatz zu vielen einheimischen Raubkäfern sind beide Arten tagaktiv und können deshalb gut bei ihren Raubzügen im Insektarium des Zoo-Aquariums beobachtet werden.

Zoo Duisburg, 22.05.2014
Mit Knopfaugen und Ringelschwanz – Die Kattas kommen!
Manche Zoobewohner haben es einfach drauf: sie faszinieren die Massen! Kattas, Halbaffen aus Madagaskar, gehören zweifelsfrei dazu. Allein ihr äußeres Erscheinungsbild – leuchtend-gelbe Knopfaugen und schwarze Stupsnase im fuchsartigen Gesicht sowie der überlange, schwarzweiß gekringelte Schwanz – bringt ihnen viele Sympathiepunkte ein. Ihre waghalsigen Sprünge tun ihr Übriges und wenn sich der ganze Familienverband hochsozial zu einem großen, wärmenden Fellknäuel zusammenkauert, kann es eigentlich nur noch eine Steigerung geben: Jungtiere! Vor einigen Wochen ist die Katta-Familie um 3 Jungtiere (1 Zwillingspärchen und ein Einzelkind) gewachsen. Die erfahrenen Pfleger wissen, dass sie in der ersten Zeit verstärkte Sichtkontrollen vornehmen müssen. Liegen nämlich viele Gruppenmitglieder im Körperkontakt beieinander, landen die Jungen auf der Suche nach den mütterlichen Zitzen schon mal auf einem anderen Weibchen! Erste Erkundungstouren der Zwillings-Jungtiere stehen bereits an auf der riesigen Schauinslandreisen-Lemureninsel, die für Zoobesucher immer ein Highlight ist: können sich doch Zwei- wie Vierbeiner frei bewegen und sich fast hautnah begegnen.

Erlebniszoo Hannover, 22.05.2014
Lässige Lochbuddler legen los: Nachwuchs bei den Präriehunden im Erlebnis-Zoo Hannover
Sie buddeln und wühlen. Halten inne. Graben weiter. Stoppen. Sichten die Umgebung. Schaufeln weiter mit ihren winzigen Pfoten, dass der Sand nur so fliegt. Der Nachwuchs der Präriehunde im Erlebnis-Zoo Hannover legt beim Lochbuddeln los wie die Großen, nur etwas ungeschickter. Irgendwann werden aus den Anfänger-Grabungen tiefe Gänge und Labyrinthe unter Tage. Aber dafür müssen die winzigen Wühler noch ein bisschen üben – und wachsen. Präriehunde kommen gerade mal 15 Gramm schwer, nackt und blind tief unter der Erde im schützenden Bau zur Welt. Etwa sieben Wochen lang werden die Kleinen gesäugt, ab der 5.-6. Woche gehen sie auf Entdeckungstour. Bis sie das richtige Pfoten-Feeling für gerade Gänge bekommen, gleicht das Präriehund-Gehege in der Kanadalandschaft Yukon Bay einem Feld für Probebohrungen. Und in fast jedem Loch zeigt sich eine kleine Nase – jeden Tag eine mehr. Denn insgesamt 17 Präriehunde wurden zwischen Ende März und Mitte April 2014 geboren, die nun nach und nach ihre vier Nester im tiefen Bau verlassen und die Sonne genießen. Wenn die Kleinen nicht gerade buddeln oder fressen, beschnüffeln sie sich gegenseitig und die ausgewachsenen Tiere im Gesicht und an der Schnauze, was ein bisschen wie ein Kuss aussieht. Dieser Erkennungskuss ist nicht nur reine Höflichkeit. Die Berührung der Mundwinkel löst bei den Präriehunden eine Beißhemmung aus. Auf diese Weise gehen Freundschaftsbesuche auch wirklich freundlich vor sich. Der Name „Präriehund“ ist verwirrend. Die Nager sehen eher aus wie kleine Murmeltiere und haben gar keine Ähnlichkeit mit Hunden. Wenn sie allerdings vor Feinden warnen, stoßen sie einen kurzen Ruf aus, der tatsächlich an das Bellen eines Hundes erinnert. Hören die Familienmitglieder diesen Warnlaut, verschwinden sie blitzschnell unter der Erde.

Allwetterzoo Münster, 22.05.2014
Gürteltier „Norman“ aus dem Allwetterzoo im WM-Fieber
In der Südamerika-WG im Affenhaus des Allwetterzoo Münster ist tierisch was los! Kugelgürteltier „Norman“ und seine Lebensgefährtin „Heidi“ bereiten sich auf die Fußball-Weltmeisterschaft vor und werden dabei neugierig von ihren Mitbewohnern, den Goldenen Löwenaffen und den Zwergseidenäffchen, beobachtet. „Mit Bällen haben die beiden schon immer gerne gespielt“, erklärt Zoodirektor Jörg Adler. „Da das Maskottchen der diesjährigen WM ein Kugelgürteltier ist, hat KARSTADTsports uns kleine Original-WM-Bälle geschenkt für unsere Gürteltiere! Norman hat sich direkt auf den neuen Ball gestürzt und diesen munter durch die Anlage gestupst – in seinen Adern fließt scheinbar brasilianisches Fußball-Blut“, schmunzelt Adler. Eine schöne Art der Beschäftigung und die Affen finden es ebenfalls spannend. Wie auch das Maskottchen der WM steht Norman aus dem Allwetterzoo für die Artenvielfalt Brasiliens, die es zu erhalten gilt. Denn der Allwetterzoo setzt sich schon lange für den Artenschutz weltweit ein. Die Goldenen Löwenäffchen beispielsweise, die mit Normen im Affenhaus leben sind stark von der Ausrottung bedroht. Im Allwetterzoo Münster werden sie seit Jahren erfolgreich gezüchtet. „Aktuell haben wir wieder ein Jungtier“, so Adler. „Dass das Maskottchen der WM für Fußball und die Artenvielfalt Brasiliens steht, finden wir Klasse! Daher wollen auch wir in Münster aufmerksam auf den Artenschutz machen und drücken dabei zeitgleich mit unserem Norman der Deutschen Nationalelf die Daumen für die Vorrunde! Hierzu haben wir schon einige Ideen entwickelt. Eine Fortsetzung folgt, bleiben Sie am Ball…“ Wir würden uns freuen, wenn Sie über Norman berichten. Anbei erhalten Sie ein erstes Foto von Norman im WM-Fieber, das Münster4life für uns gemacht hat. Demnächst folgen weitere Informationen und Fotomaterial.

Zoo Osnabrück, 22.05.2014
VVO spendet 10.000 Euro für Orang-Utan Buschi – Für Umbau des Menschenaffenhauses im Zoo Osnabrück
Insgesamt 10.000 Euro spendet der Verkehrsverein Stadt und Land Osnabrück (VVO) an die Aktion „Wir für Buschi“ für den Umbau des Menschenaffenhauses im Zoo Osnabrück. Hier lebt Orang-Utan Buschi, der wohl bekannteste Zoobewohner. „Stadt und Land Hand in Hand – das ist der Ansatz des Verkehrsvereins Stadt und Land Osnabrück und der Zoo Osnabrück spielt für beide eine wichtige Rolle. Er bietet den Menschen hier vor Ort Erholung, Kinder und Jugendliche lernen in der Zooschule die Tierwelt kennen und lieben, hier wird Forschung und Artenschutz betrieben und natürlich lockt er auch viele Menschen in unsere Region“, betonte Hans-Jürgen Fip, Vorsitzender des VVO, bei der Scheckübergabe. Deswegen habe der Vorstand des VVO einstimmig beschlossen, einen Teil der Spendengelder seiner diesjährigen Grünkohlmahlzeit an den Zoo, genauer gesagt an die Aktion „Wir für Buschi“, zu spenden

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 22.05.2014
NEUE EISBÄRENWELT IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN WURDE ERÖFFNET!
Die Zeit ohne Eisbären im Tiergarten Schönbrunn ist nach zweieinhalbjähriger Bautätigkeit endlich vorbei. Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner und Tiergartendirektorin Dagmar Schratter eröffneten heute gemeinsam die neue Eisbärenwelt „Franz Josef Land“, deren Name ein Tribut an die historischen Verdienste Österreich-Ungarns bei der Erforschung arktischer Regionen ist. „Das neue Angebot macht den Tiergarten noch attraktiver und stärkt auch die Tourismusmarke Österreich. Der Tiergarten liegt auf Platz drei der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Österreichs und ist nicht nur für die Wienerinnen und Wiener, sondern auch für immer mehr Städtetouristen ein Fixpunkt“, sagt Mitterlehner. Auch Tiergartendirektorin Dagmar Schratter sieht in der neuen Eisbärenwelt einen „weiteren Meilenstein in der stetigen Weiterentwicklung der Qualität des Tiergartens“. Die Anlage ist eines der umfangreichsten Bauvorhaben in der über 20-jährigen Geschichte der Schönbrunner Tiergarten Gesellschaft m.b.H.. Schratter: „Eisbären zu halten, ist uns ein großes Anliegen. Einerseits wollen wir einen Beitrag zur Erhaltungszucht dieser bedrohten Tierart leisten. Andererseits zählen Eisbären zu den Lieblingstieren der Zoobesucherinnen und Zoobesucher. Wir haben als wissenschaftlich geführter Zoo mit Bildungsauftrag die Chance, unseren Gästen wichtige Botschaften zum Umwelt- und Artenschutz mitzugeben.“ Für die Realisierung dieses ambitionierten Projekts bedankt sich Schratter an erster Stelle bei Bundesminister Mitterlehner als Eigentümervertreter, dessen Ressort den Hauptanteil der Finanzierung übernommen hat. Sowohl der Zeitplan als auch die avisierten Investitionskosten von insgesamt 10,7 Millionen Euro wurden eingehalten. Aufgrund der laufenden Investitionen in neue Angebote und des bisher guten Jahresverlaufs erwarten Mitterlehner und Schratter ein weiteres Erfolgsjahr des Tiergartens. „Der milde Winter hat zwar den Tourismus in anderen Regionen vor große Herausforderungen gestellt, er hat aber auch dazu beigetragen, dass heuer schon rund 600.000 Besucher nach Schönbrunn gekommen sind. Die Zahlen lagen Ende April um mehr als 40 Prozent über dem Vorjahr“, so Mitterlehner. Die neue Eisbärenwelt im Tiergarten Schönbrunn ist mit 1.700 m2 dreimal so groß wie die alte Anlage. Mit wechselnden Bodenstrukturen wie Fels- und Geröllflächen, Wasserfällen und Bächen wird den Eisbären eine abwechslungsreiche Landschaft geboten. Die Wasserfläche beträgt 450 m2. Das größte Tauchbecken ist fünf Meter tief und ermöglicht es den Besucherinnen und Besuchern erstmals, die Bären auch beim Schwimmen unter Wasser zu beobachten. Insgesamt fassen die Schwimm- und Tauchbecken 630.000 Liter Wasser. Zwei Drittel davon sind mit Salzwasser, die restlichen Becken mit Süßwasser gefüllt. Durch den Einbau entsprechender Filteranlagen muss das Wasser allerdings nur einmal jährlich getauscht werden. Dem Tiergarten ist der nachhaltige Umgang mit den Ressourcen ein großes Anliegen. Eine 47 m2 große Photovoltaikanlage am Dach des Polardoms wird einen Teil des Stroms für die Wasseraufbereitung erzeugen. „Jede Tierart hat besondere Ansprüche, denen man beim Planen und Bauen gerecht werden muss. Bei den Eisbären ist dies zum Beispiel die Möglichkeit, die Anlage zu teilen. Im Falle von Nachwuchs wird der Eisbärenmutter somit eine stressfreie Aufzucht ihrer Jungtiere ermöglicht. Die Teilung der Anlage in zwei annähernd gleich große Bereiche erfolgt über innovative mobile Klappbrücken“, erklärt Architekt Peter Hartmann. Die ersten Bewohner der neuen Eisbärenwelt sind die beiden zweieinhalb Jahre alten Eisbären Lynn aus den Niederlanden und Ranzo aus Finnland, die dem Tiergarten Schönbrunn im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) zugeteilt worden sind. „Vom ersten Beschnuppern an haben sich die beiden Bären gut verstanden. Die Jungtiere sollen nun als Spielgefährten miteinander aufwachsen“, so Zoologe Harald Schwammer. In zwei bis drei Jahren will der Tiergarten wieder an seine Erfolge bei der Erhaltungszucht dieser bedrohten Tierart anknüpfen. Nur noch rund 25.000 Eisbären leben laut jüngsten Schätzungen in den Polargebieten und die Bestände sind weiter rückläufig. Mehr über die Eisbären, ihre Bedrohung durch den Klimawandel und die sensiblen polaren Lebensräume erfahren die Besucherinnen und Besucher in einer interaktiven Ausstellung im Infozentrum „Polardom“. Idee und Umsetzung erfolgten durch das Studio Kudlich. Hier wird auch das Projekt von Polar Bears International (PBI) vorgestellt – eine der größten Initiativen zur Rettung der Eisbären, die vom Tiergarten Schönbrunn und vom Verein der Freunde des Tiergartens unterstützt wird. Da sich im Polardom viele wertvolle Tipps zum Umweltschutz finden und der Tiergarten somit einen wertvollen Beitrag zur Bewusstseinsbildung leistet, wurde er von PBI zu einem „Arktischen Botschafterzentrum“ ernannt. Im Polardom können Besucherinnen und Besucher die Tiere auf mehreren Ebenen, die barrierefrei zugänglich sind, beobachten. „Auch mit diesem Projekt wird seitens der BHÖ die Barrierefreiheit im Tiergarten Schönbrunn konsequent weiterverfolgt. Das technisch anspruchsvolle Bauvorhaben konnte durch die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten termingerecht und im Kostenrahmen umgesetzt werden“, betont Burghauptmann und Bauherr Reinhold Sahl. Dass die Haltung von Eisbären für Zoos von großer Bedeutung ist, unterstreicht auch Thomas Kauffels vom Verband Deutscher Zoodirektoren, in dem der Tiergarten Schönbrunn Mitglied ist. „Seit dem Jahr 2000 wurden in unseren Mitgliedszoos acht der 15 Eisbärenanlagen neu gebaut, umgebaut oder erweitert. Die erfolgreiche Zucht beweist, dass man Eisbären in Zoos beste Lebensbedingungen bieten kann.“ Eisbärenwelt-Gesamtkosten: 10,7 Millionen Euro. BMWFW: 9 Millionen Euro. Tiergarten Schönbrunn: 1,7 Millionen Euro.

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