Zoopresseschau

Das wird mal wieder eine längere Zoopresseschau, bedingt durch meine Abwesenheit (und dient gleichzeitig als Zeichen meiner Rückkehr). Und da sich Krake Paul ja einst als Fußballorakel eignete wird auch diese Zoopresseschau nicht von Zoorakeln verschont…und es wird bestimmt noch in den nächsten Wochen davon zu hören sein (hier und auch im Zooticker).

Serengeti-Park Hodenhagen 04.06.2014
Elefantendame Nelly orakelt gemeinsam mit Sepp Maier die Ergebnisse der Fußball WM
DAS Fußballereignis des Jahres steht unmittelbar vor der Tür und es stellt sich die Frage: Wie wird die deutsche Elf in der Vorrunde der Fußball-WM abschneiden? Dazu hat das aus dem Serengeti Park Hodenhagen bekannte Fußballorakel Nelly – eine vier Jahre alte und 1,1 Tonnen schwere Elefantendame – heute ihre Tipps zu den drei ersten Spielen der deutschen Nationalmannschaft abgebeben. Unterstützt wurde sie vom ehemaligen Fußballprofi und Rekord-Torhüter Sepp Maier. Das Ergebnis für die Vorrunde der Gruppe G macht Hoffnung: Für Deutschland sieht es gut aus. Nellys Prognose: Deutschland wird das Spiel gegen Portugal am 16.06. leider nicht gewinnen, ist sich dabei aber uneins mit Sepp Maier. Die Torwartlegende tippt auf ein 0:0 Unentschieden. Gegen Ghana am 21. Juni sehen Nelly und Sepp Maier jedoch Deutschland eindeutig als Sieger vom Platz gehen. Das dritte Vorrundenspiel gegen die USA am 26. Juni wird die deutsche Fußballelf voraussichtlich ebenfalls für sich entscheiden. Stehen Deutschland also rosige Zeiten bevor? Nellys bisherige Treffsicherheit spricht zumindest dafür: Seit 2011 orakelt die Elefantendame wichtige Fußballereignisse, zum Beispiel 2011 die Weltmeisterschaft der Frauen oder 2012 die Europameisterschaft der Herren. Mit einer Treffsicherheit von 87,5 % bei bisher 32 getippten Spielen bewies sie meist den richtigen Rüssel für unsere deutschen Profikicker. Ob Nelly auch diesmal richtig orakelt hat und wie ihre Tipps für die weiteren WM-Spiele lauten, wird ab sofort laufend auf Nellys Website veröffentlicht. Es bleibt auf jeden Fall spannend!

Zoo Duisburg 04.06.2014
Neu im Jubiläumsjahr: Der Ferien-Zoo!
Keine 20 Schultage mehr, dann ist es endlich soweit: Die großen Sommerferien 2014 starten Anfang Juli und bringen schon jetzt Vorfreude in das Schülerleben. Wie immer sorgt der Zoo Duisburg mit seinem Ferienprogramm für jede Menge Abwechslung, und im Sommer des Jubiläumsjahres hat sich der Zoo nun zusätzlich ein echtes Highlight für junge Zoofans ausgedacht… Erstmalig in 2014 garantiert der „Ferienzoo“ vom 21. – 25.07.2014 eine Woche lang Zooerlebnisse für Kinder von 8 – 12 Jahren. Täglich von 9.00 – 15.00 Uhr wird eine 15-köpfige Kindergruppe von fachkundigem Personal im Zoo betreut und darf den Tiergarten am Kaiserberg einmal ganz intensiv und von verschiedenen Seiten kennenlernen. Und kennenzulernen gibt es zu genüge, denn auf dem 15 ha großen Gelände leben nicht weniger als 4.500 Tiere aus aller Herren Länder. Daheimgebliebene können somit problemlos eine Woche lang auf Weltreise durchs Tierreich gehen – ohne sich in den Flieger setzen zu müssen! Auf dem kurzweiligen Programm stehen Themen wie Tierbeobachtung, -pflege und –beschäftigung, Artenschutz, Ernährungskunde und Vieles mehr. Natürlich kommt der Spaß nicht zu kurz: Spielplatzbesuche und Basteleien gehören selbstverständlich auch dazu. Da für diese spezielle Ferienveranstaltung nur 15 Plätze frei sind, ist eine rasche Anmeldung sicherlich von Vorteil

Tiergarten Nürnberg 04.06.2014
Neuer Takin für den Tiergarten
Am Donnerstag, 15. Mai 2014, kam ein neuer Takin-Bulle in den Tiergarten der Stadt Nürnberg. Er bringt „frisches Blut“ in den Bestand. Aufgrund seines kräftigen Erscheinungsbildes kam er bereits mit dem Namen OBELIX nach Nürnberg. Seit dem 27. Mai 2014 ist er mit den vier, bereits im Tiergarten geborenen Weibchen zusammen. Die Nürnberger Takine gehören der Unterart der Mishmi-Takine an, die im Tierpark Berlin 1980 erstmals außerhalb der Heimatländer gezüchtet wurde. Nur ein Paar handaufgezogene Wildfänge kam Mitte der 1970er Jahre aus Rangun, Myanmar, in die Hauptstadt der damaligen DDR. Über 20 Jahre hinweg gingen alle Takine auf dieses eine Gründerpaar zurück. Erst 1999 kam über Polen als Quarantänestation ein neuer Bulle, ebenfalls aus Rangun, nach Berlin. Einer seiner Söhne, geboren am 20. Februar 2009 in Berlin, kam jetzt aus der Junggesellengruppe in Sóstó, Ungarn, in der Tiergarten und soll seine Blutlinie einbringen. Insgesamt konnte aus den drei Gründertieren in Europa ein Bestand von 118 (42 Männchen, 72 Weibchen, 4 unbeka1nntes Geschlecht) Takinen aufgebaut werden, die in 31 Zoos leben. Im Tiergarten Nürnberg, der 1996 mit drei Berliner Takinen die Haltung begann, sind inzwischen 24 Takine aufgewachsen. 14 davon konnten an andere Zoos abgegeben werden, vier Weibchen blieben und sechs Bullen wurden getötet und an die Raubtiere verfüttert. Innerhalb von nicht einmal 40 Jahren aus drei Gründertieren einen Bestand von weit über 100 Tieren aufzubauen, zeigt, welches Potential und welche Fähigkeiten die Zoos beim Aufbau kleiner Populationen zur Bestandserhaltung haben. Alle, weit über zweitausend Pater-David-Hirsche der Welt, die 1920 in der Natur ausgestorben waren und heute wieder in zwei Reservaten und weiteren Gehegen in China leben (allein im Dafeng Milu Natural Reserve über 1.000 Hirsche), gehen übrigens auch auf nur drei Gründertiere zurück. Diese Beispiele zeigen, dass Inzucht kein Problem darstellen muss, obwohl wegen der grundsätzlichen Risiken die Inzucht so weit wie möglich vermieden werden soll.

Zoo Leipzig 04.06.2014
Zoo Leipzig startet Baumaßnahmen für Krallenaffenanlage – Neugestaltung des Eingangsbereichs bis 2015
An der ehemaligen Lagune der Kuba- und Chileflamingos direkt hinter dem Zooeingang beginnen ab sofort die vorbereitenden Baumaßnahmen für die zukünftige Krallenaffenanlage. Die Anlage ist Bestandteil der Neugestaltung des Konzertgartens und Eingangsbereichs bis zum Aquariumsvorplatz. Bis zum Frühjahr 2015 werden die flache Lagune und der angrenzende Lesehügel zu zwei Inseln für die eichhörnchengroßen Primaten umgebaut. Die Chileflamingos bekommen bereits in den diesjährigen Sommerferien mit der großzügigen Flamingolagune am neuen Zooausgang eine moderne Anlage. Solange werden sie in den rückwärtigen Bereichen gehalten. Die Krallenaffenanlage entsteht im Zuge der dritten Phase des Masterplans und soll zwei Tiergruppen verschiedener Krallenaffenarten beherbergen. Die exakte Festlegung der Arten erfolgt nach Belangen des Artenschutzes und in enger Abstimmung mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm. Zur Familie der Krallenaffen (Callitrichidae) gehören auch die Weißbauch-Zwergseidenäffchen und Silberäffchen, die der Zoo Leipzig in Gondwanaland hält. Damit können die Mitarbeiter bereits auf Erfahrungen im Umgang mit den kleinen Primaten zurückgreifen. Der Bauplan sieht für die Krallenaffen zwei Inseln vor, die von einem Wasserlauf umgeben und über einen Steg vom Besucher begehbar sind. Zu den zwei Außenanlagen gehören außerdem zwei Innenanlagen, die der Besucher nicht einsehen kann. Hier können sich die Tiere zurückziehen und in der Nacht schlafen. Vertreter der Familie Krallenaffen kommen ursprünglich in Südamerika vor. Dort leben sie in subtropischem Klima im atlantischen und Amazonas-Regenwald. Die bis zu 35 Zentimeter großen Primaten ernähren sich vorwiegend vegetarisch von Früchten, Blättern, Rindensäften, aber auch von Insekten und Vogeleiern. Für gewöhnlich leben die Tiere in Gruppen bestehend aus einem adulten Paar, dem allein die Fortpflanzung vorbehalten ist, sowie weiteren Jungtieren, die sich je nach Alter mit um den Nachwuchs kümmern. Ausgewachsene Tiere verlassen die Gruppe nach entsprechender Zeit. Krallenaffen zählen zu den bedrohten Tierarten, wobei die Hauptbedrohung von der Lebensraumzerstörung ausgeht. „Wir freuen uns, dass sich der Bereich direkt hinter dem Zooeingang nun auch in das Gesamtbild der bis 2015 fertig sanierten Kongreßhalle einfügen wird und wir den Zoo mit einer neuen Anlage bereichern. Einige Krallenaffenarten gibt es in der freien Natur nicht mehr oder konnten nur mithilfe der Zuchterfolge in Zoos wieder neu angesiedelt werden. Hier möchten wir gern anknüpfen“, erläutert Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold.

Zoo Osnabrück 03.06.2014
Au-revoir et bon voyage, Dubaku – Giraffenjungbulle reist nach Frankreich
Giraffenjungbulle Dubaku hat gestern Vormittag den Zoo Osnabrück gen Frankreich verlassen. Mit seinen knapp drei Jahren wird er demnächst geschlechtsreif und um Inzucht zu vermeiden, reiste er in den Zoo Cerza (Lisieux/Frankreich), wo er nun in einer Jungbullengruppe lebt. Ein Stück Banane, frisches Laub und ein Eimer Müsli überzeugten den Osnabrücker Giraffenjungbullen – nach kurzem Zögern betrat Dubaku am Montagvormittag den großen Spezialtransporter und verließ um 10:30 Uhr das Giraffenrevier am Schölerberg. „Dubaku war ganz gelassen und zeigte keine Anzeichen von Nervosität vor oder während der Fahrt. Nach rund elf Stunden kam er schließlich wohlbehalten in seinem neuen Zuhause an. Er wirkte bei seiner Ankunft recht zufrieden und hat auch gleich etwas gefressen“, berichtet Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zoos, der den Transport organisiert hatte. Dubakus neues Zuhause ist der Zoo Cerza in der französischen Stadt Lisieux. Der Zoo hatte sein Giraffengehege in den letzten Monaten großzügig ausgebaut und ermöglicht damit die Haltung einer Bullengruppe mit zehn Tieren im Rahmen des Europäischen Zuchtprogramms (EEP). Die Anlage, die sich die Giraffen mit Nashörnern, Antilopen und Straußen teilen, ist insgesamt sechs Hektar groß. „Es ist nicht so einfach, junge Bullen an andere Zoos zu vermitteln, da es pro Gruppe nur einen geschlechtsreifen Bullen geben kann. Deshalb sind wir sehr froh, mit dem Zoo Cerza eine schöne neue Heimat gefunden zu haben. Der Zoo ist seit 2001 auf die Bullenhaltung spezialisiert und sehr erfahren“, erklärt Klumpe. Noch hat Dubaku allerdings nur Sichtkontakt zu seinen neuen Mitbewohnern – der Jungbulle soll sich erst an die Umgebung gewöhnen, bevor er seine neuen Mitbewohner trifft. Am 17.12.2011 erblickte Dubaku, was soviel wie „der Sturm“ bedeutet, im Zoo Osnabrück das Licht der Welt. Er ist das sechstes Kalb der 15-jährigen Giraffenkuh Ursula, die bereits seit dem Jahr 2000 am Schölerberg zuhause ist. Derzeit wohnen noch fünf Giraffen im Osnabrücker Giraffenrevier: Vater Edgar (15 J.), die Kühe Manja (4 J.) und Ursula sowie die Jungtiere Nanji (3 J.) und Dziko (1 J.).

Zooschule Heidelberg 03.06.2014
Schüler schützen unser Klima. Die Zooschule Heidelberg ruft den Klimaschutzwettbewerb für Schüler aus!
Eisbären ohne Eis und Schneeeulen ohne Futter. Die Klimaerwärmung hat drastische Auswirkung auf die Tierwelt, deren Lebensräume und die biologische Vielfalt auf unserer Erde. Die Europäischen Zoos haben die Jahre 2014 und 2015 unter dem Motto „Von Pol zu Pol“ dem Klimaschutz gewidmet. Die Zooschule Heidelberg schreibt daher einen großen Wettbewerb für Schulklassen aus. Schüler von der 1. bis zur 13. Klassenstufe sind herzlich eingeladen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Interessierte Lehrer können sich mit Ihren Schulklassen noch bis zum 23. Juni anmelden. Die Schulklassen sollten die Themen Klimaerwärmung und Klimaschutz im Unterricht behandeln. Aufgabe der Schüler kann es dann sein, sich z.B. im Internet über die Klimaerwärmung zu informieren, in Büchern nachzulesen oder Experten zu befragen. Dann kann gebastelt, gemalt, geschrieben, Theater gespielt werden oder was den Schülern und Lehrern sonst noch einfällt. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, wir freuen uns über jedes einzelne Ergebnis. Wichtig ist allerdings: Alle Aktivitäten sollten direkt schon einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Am großen Klimaschutztag im Zoo (Sonntag, 29. Juni 2014) werden schließlich die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert und die Sieger geehrt. Es gibt tolle Preise zu gewinnen, wie z.B. einen Gutschein für einen kostenlosen Zoo-Unterricht. Die einzelnen Klassenstufen werden in verschiedene Kategorien zusammengefasst – es muss sich also keine 1. Klasse mit Schülern der 13. Klassenstufe messen. Alle teilnehmenden Schüler erhalten am Klimaschutztag bei Vorlage der Eintrittskarten, die Sie von uns erhalten haben, freien Eintritt an der Zookasse. Außerdem erwarten die Schüler und Lehrer über den ganzen Tag verteilt auch viele schöne weitere Aktionen rund ums Thema Klimaschutz.

Zoo Dortmund 02.06.2014
Bestürzung im Zoo: Orang-Utan-Junge Yenko wurde verletzt
Ein Zwischenfall in der Orang-Utan-Gruppe des Zoo Dortmund löste am vergangenen Dienstagvormittag, 27. Mai, beim gesamten Zooteam große Bestürzung aus: Aus bisher ungeklärter Ursache zog Orang-Utan-Mann Walter – von Orang-Frau Toba und Yenko durch ein Stahlnetz getrennt – den linken Unterarm des kleinen Adoptivjungen plötzlich durch das Netz und biss ihn vollständig ab. Mutter und Kind konnten unmittelbar von den beiden älteren Töchtern separiert werden. Nach Rücksprache mit dem Zoo Hannover sowie dem EEP-Koordinator für Orang-Utans wurde entschieden, den kleinen Yenko zu operieren. Sofort lief die tierärztliche Notfallversorgung an. Das Jungtier wurde in Vollnarkose gelegt und in die Veterinärstation des Dortmunder Zoos verbracht, wo eine chirurgische Versorgung der Armwunde sowie eine Schmerz- und Schockbehandlung vorgenommen wurde. Alles verlief glatt und bereits am Spätnachmittag desselben Tages konnte der kleine Yenko – der schon wieder klettern und trinken wollte! – zu Ersatzmutter Toba zurückgebracht werden. Mittlerweile hat sich Yenko erstaunlich gut von dem schlimmen Zwischenfall erholt. Inwieweit er seine schwere Verletzung vollständig ausheilen kann, und ob das Ereignis seine Eingliederung in die Dortmunder Menschenaffengruppe zusätzlich erschwert, vermag zum jetzigen Zeitpunkt niemand zu sagen. Auch die unerwartete Aktion des sonst eher zurückhaltenden Orang-Mannes Walter ist bis jetzt nicht hinreichend zu erklären. Der Faktor Eifersucht auf die Aufmerksamkeit, die Toba und Yenko in der letzten Zeit zuteil wurde, könnte eine Rolle spielen.

Zoo Krefeld 02.06.2014
Sommerferienerlebnis für Kinder: Übernachtung im Zoo Krefeld – Auch Angebot für Erwachsene, jetzt schnell anmelden
In den Sommerferien bietet der Zoo Krefeld die Möglichkeit zu einer Übernachtung im Zoo an: Die alte Fachwerkscheune in direkter Nachbarschaft zum neuen Pinguin-Pool wird dafür zum Zoo-Camp und erfahrene Mitglieder des Zooführerteams sorgen für spannende Stunden im Zoo. Auf alle zoobegeisterten Kinder und Erwachsenen warten – neben der Übernachtung – eine Nachtwanderung ein Lagerfeuer und verschiedene tierische Geschichten. Auch ein Besuch hinter den Kulissen des Zoos steht auf dem Programm. Interessierte Fünf- bis siebenjährige Kinder können in Begleitung der Eltern auf Abenteuertour gehen vom 22. auf den 23. Juli oder vom 8. auf den 9. August, jeweils in der Zeit von 18 bis 10 Uhr. Kosten für ein Kind mit einem Elternteil betragen 110 Euro. In der Nacht vom 29. auf den 30. Juli von 17 bis 11 Uhr sind acht- bis zwölfjährige Kinder angesprochen, im Zoo-Camp ohne Begleitung der Eltern auf Abenteuertour zu gehen. Dieses Angebot kostet pro Kind 80 Euro.
Das Zoo-Camp für Erwachsene findet dieses Jahr vom 1. auf den 2. August statt, und zwar in der Zeit von 19 bis 12 Uhr. Die Teilnahme kostet pro Person 130 Euro. Betreuung, Zooeintritt, Abendessen, Frühstück, Snacks und Getränke sind jeweils im Preis enthalten. Übernachtet wird in der Zooscheune. Eine Isomatte und ein Schlafsack sind mitzubringen.

Tiergarten Schönbrunn 02.06.2014
AUCH AFFEN-NACHWUCHS IN SCHÖNBRUNN TRÄGT BART!
Seit Conchita Wurst ist Bart in. Der jüngste Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn hat schon von Geburt an einen kleinen Bart. Am 4. Mai hat ein Kaiserschnurrbarttamarin nach einer Tragzeit von fünf Monaten das Licht der Welt erblickt. „Wie der Name schon sagt, haben bei den Kaiserschnurrbarttamarinen Männchen und Weibchen ein unverwechselbares Markenzeichen: einen langen, weißen Schnurrbart. Bei unserem Jüngsten ist der Bartansatz schon gut zu sehen“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Für die Elterntiere ist es der zweite Nachwuchs. Letztes Jahr brachten sie ein männliches Jungtier zur Welt, das sich nun gemeinsam mit seinen Eltern liebevoll um sein Geschwisterchen kümmert. Schratter: „Meist tragen der Vater oder der ältere Bruder das Jungtier huckepack. Erst wenn es hungrig ist und zu schreien beginnt, bringen sie es zur Mutter zum Säugen. Da sich der Winzling stets gut im Fell festkrallt, konnte sein Geschlecht noch nicht festgestellt werden.“ Tatsächlich wiegt der Affen-Nachwuchs gerade einmal 40 Gramm und ist ohne Schwänzchen nur rund fünf Zentimeter groß. Kaiserschnurrbarttamarine gehören zur Familie der Krallenaffen. Krallen an Fingern und Zehen ermöglichen es den Tieren, entlang von senkrechten Stämmen zu klettern und sogar kopfüber nach Nahrung zu suchen. Heimisch sind diese Primaten im tropischen Regenwald Südamerikas. Aufgrund der Zerstörung ihres Lebensraumes sind sie bedroht und werden in Zoos im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP), an dem sich auch der Tiergarten Schönbrunn beteiligt, gezüchtet.

Zoo Heidelberg 11.06.2014
Quirlige Kinderstube im Zoo Heidelberg. Fünffacher Nachwuchs bei den Stinktieren
Schwarze Knopfaugen, kontrastreich gestreiftes, streichelweiches Fell und ein eifriges Hin- und Hergewusel: Die siebenköpfige Stinktierfamilie begeistert die Besucher. Im vergangenen November zog das junge Stinktierpärchen an den Neckar. Schon kurz nach dem Kennenlernen schien es zwischen den beiden jungen Streifenstinktieren (auch Streifenskunks genannt) mächtig gefunkt zu haben. Obwohl sie sich nicht kannten, verbrachten sie gleich die erste Nacht gemeinsam in einer ihrer Schlafboxen. Für die Tierpfleger war klar: Das ist Liebe auf den ersten Blick. Sie haben sich nicht getäuscht. An dem Ergebnis können Zoobesucher sich jetzt erfreuen. Die fünf quirligen Stinktierkinder wurden bereits am 28 April geboren. Bislang hatte Mutter „Chanel“ ihren Nachwuchs gut in der Wurfhöhle versteckt und liebevoll umsorgt. Nun unternehmen die Jungtiere immer häufiger Ausflüge nach draußen und erkunden ihr Gehege. „Chanel“ hat aber nicht nur vier schwarz-weiß gestreifte, sondern auch ein schneeweißes Albino-Skunk mit roten Augen zur Welt gebracht. Albinismus kommt beim Menschen und auch bei fast allen Tierarten vor. Betroffene Menschen und Tiere leiden wegen des Melanin-Mangels unter starker UV-Empfindlichkeit und unter Sehstörungen. In freier Wildbahn hätte das Albino-Mädchen wohl keine Überlebenschance. Die fehlende Tarnfunktion, bei den Streifenskunks also die Streifen, ist das größte Problem für die Tiere, da sie leicht als Beutetier erkannt werden. Die Familie der Stinktiere umfasst vier Gattungen mit insgesamt zwölf Arten. Die Streifenskunks leben in Nord- und Mittelamerika. Die kleinen Raubtiere haben ein schönes, kontrastreiches Fell, die Grundfarbe ist schwarz oder dunkelbraun, Gesicht, Körper und Schwanz sind mit weißen Streifen versehen. Dank ihrer attraktiven Färbung und ihres hübschen Äußeren sind Stinktiere populäre Darsteller in Trickfilmen. Ein charakteristisches Merkmal aller Vertreter der Skunks sind die ausgeprägten, paarigen Analdrüsen, die ein streng riechendes Sekret absondern, das sie bis zu sechs Meter weit verspritzen können. Dieses sehr spezielle Verteidigungsverhalten wenden die Tiere aber nur im Notfall an, denn die beiden Drüsen enthalten Sekret nur für etwa fünf bis sechs „Schüsse“. Danach dauert es zirka zehn Tage, bis sie wieder aufgefüllt sind. Deshalb greifen sie bei einer Bedrohung zunächst zu einschüchternden Drohgebärden. Dabei stampfen und trommeln sie mit ihren Pfoten, schütteln ihren Körper und fauchen mit nach rückwärts gewandtem Kopf den Feind an. Als letzte, geruchsfreie Warnung beugen sie den Schwanz nach vorne und präsentieren dem Angreifer ihr Hinterteil. Zeigt sich der potentielle Angreifer davon unbeeindruckt, versprühen sie ihr übelriechendes Sekret, wobei sie meist auf das Gesicht des Angreifers zielen. Die meisten derart attackierten Tiere sind klug genug und lernen aus einer Begegnung mit einem Skunk. Größere Säugetiere wie Kojoten und Pumas greifen sie daher selten an. Greifvögel lassen sich von dem Sekret weniger abschrecken, da ihr Geruchssinn nicht so stark ausgeprägt ist.

Zoo Basel 11.06.2014
Viele neue Geschichten im Vivarium
In der Terrarienabteilung im Vivarium tut sich momentan viel. Mehrere Terrarien sind komplett renoviert worden. Neu sind die skurrilen Nasennattern ausgestellt und Hundskopfboas teilen sich ein Terrarium mit Baumsteigerfröschen. Die Spitznasennatter (auch Langnasennatter) hat sich im Vivarium bereits vermehrt! Neu im Vivarium zu sehen sind ab sofort Vietnamesische Spitznasennattern (Rhynchophis boulengeri). Ihre natürliche Heimat ist der immergrüne subtropische Asiatische Regenwald bis in etwa 2000m über Meer. Sie leben meist auf Sträuchern und in den unteren Bereichen der Bäume. Auffällig ist der extrem spitz zulaufende Kopf, der in einem flexiblen Fortsatz endet. Über dessen Funktion ist bisher praktisch nichts bekannt, vermutlich dient er der Tarnung im Lebensraum. Spitznasennattern sind eierlegend. Am 18.10.2013 legte ein Weibchen drei Eier, wovon eines befruchtet war und sich perfekt entwickelte. Am 10.12.2013 schlüpfte die erste „Basler Spitznasennatter“ im Vivarium. Sie ist momentan in einem separaten Aufzuchtsterrarium zu bestaunen. Baumsteigerfrösche mit exotischer Fortpflanzungstechnik – Baumsteigerfrösche werden oft auch als „Pfeilgiftfrösche“ bezeichnet. Einige Arten dienen südamerikanischen indigenen Völkern als Giftlieferanten für die Fertigung von Giftpfeilen, die sie zur Jagd einsetzen. Die Frösche nehmen in der Natur das Gift oder Teile davon mit ihrer Nahrung auf, die vorwiegend aus Milben, Ameisen oder kleinen Käfern besteht. Aus den aufgenommenen Substanzen produziert der Frosch hochgiftige körpereigene Sekrete, die er über die Haut abscheidet. Mit diesem Hautgift werden die Giftpfeile imprägniert, bevor sie mit dem Blasrohr abgeschossen werden. Mit ihrer auffälligen Körperfärbung unterstreichen die Pfeilgiftfrösche ihre Ungeniessbarkeit. Noch Unglaublicheres ereignet sich bei der Fortpflanzung: Die Baumsteigerfrösche laichen meist auf Blättern oder in Höhlen auf den Regenwaldbäumen. Das Männchen transportiert die Kaulquappen später auf dem Rücken in kleine Wasseransammlungen auf den Bäumen. Die Weibchen einiger Arten füttern die Kaulquappen mit unbefruchteten Nähreiern, bei anderen ernähren sich die Larven bereits selbstständig von Algen oder Insekten. In Menschenobhut geborene Nachzuchten besitzen in den meisten Fällen kein Hautgift mehr. Im Vivarium sind zwei Arten ausgestellt, der Färberfrosch (Dendrobates tinctorius ) und der Dreistreifen-Blattsteiger (Epipedobates anthonyi). Hundskopfboa oder Gartenboa (Corallus hortulanus) Hundskopfboas sind extreme Tarnkünstler: Sie verbringen die meiste Zeit komplett unsichtbar und zusammengerollt auf dem Geäst in den südamerikanischen Regenwäldern östlich der Anden und warten, bis es Nacht wird. Sie jagen meist in totaler Finsternis und benützen dazu spezielle Wärmesinnesorgane, die Labialorgane, mit denen sie warmblütige Säugetiere und Vögel „sehen“ können. Die Labialorgane auf den Oberlippen registrieren Infrarotstrahlung und liefern der Schlange ein zwar sehr unscharfes, aber doch eindeutiges Wärmebild der Umgebung. Baumsteigerfrösche und Hundskopfboas teilen sich das Terrarium Nr. 56 im Vivarium. Die Spitznasennatter ist im Terrarium 58 zu finden.

Zoo Vivarium Darmstadt 10.06.2014
Stadtkämmerer André Schellenberg und der Vorstandsvorsitzende der bauverein AG, Hans-Jürgen Braun, eröffnen neue „Tierweitsprunggrube“
Der Spielplatz im Zoo Vivarium ist um eine Attraktion reicher: Kleine und auch große Zoo-Gäste können sich dort ab sofort im „Tierweitsprung“ messen und schauen, ob sie es mit Kaninchen, Frosch oder gar Zebra aufnehmen können. Möglich macht es die neue Tierweitsprunganlage, eine Sandgrube mit integrierter Mess-Vorrichtung und einem farbig gestalteten Sprungwandzaun, der verrät, wie weit die verschiedenen Vertreter aus dem Tierreich springen können. Finanziert wurde die Baumaßnahme von der bauverein AG. Der kommunale Immobiliendienstleister engagiert sich bei zahlreichen regionalen Organisationen, Vereinen und Institutionen und seit 2012 auch beim Zoo Vivarium. 2013 wurde bereits die ebenfalls von der bauverein AG unterstützte Safari Lodge, ein Regenschutz gegenüber des Streichelzoos, eingeweiht. Die Kooperation ist Teil des regionalen Sponsoringkonzeptes des Immobiliendienstleisters, das sich auf die Bereiche „Förderung von Kindern und Jugendlichen“, „Erhaltung bzw. Verbesserung der Wohnqualität“ sowie „Kunst und kreative Arbeit“ fokussiert und von dem nach Möglichkeit auch die Mieter profitieren sollen. Ein an dem Sprungwandzaun angebrachtes Schild weist auf den Sponsor hin. Bei der Eröffnung der Tierweitsprunggrube am heutigen Dienstag (10.) bedankte sich Stadtkämmerer André Schellenberg ganz herzlich bei der bauverein AG für die großzügige Spende: „Mit der finanziellen Unterstützung der bauverein AG ist mit der Tierweitsprunggrube eine tolle neue Attraktion am Spielplatz entstanden, an der besonders die kleinen Zoo-Gäste ihre Freude haben werden und sich ausgiebig im Weitsprung mit Zebra, Ziege und Co. messen können.“ „Das Vivarium gehört zu den beliebtesten Darmstädter Institutionen, und viele erwachsene Darmstädter sind dem Zoo seit ihrer Kindheit verbunden. Als Rückzugsort innerhalb der Stadt und als Platz, an dem Kindern Natur nahegebracht wird, hat das Vivarium daher einen hohen Stellenwert. Wir freuen uns daher, dazu beitragen zu können, dass der Zoo nun eine weitere Attraktion erhält“, so Dr.-Ing. Hans-Jürgen Braun, Vorstandsvorsitzender der bauverein AG.

Tierpark Bochum 10.06.2014
Das Pfingst-Unwetter erschüttert den Bochumer Tierpark – Der Tierpark bleibt für die Dauer der Aufräumarbeiten geschlossen
Das gewaltige Unwetter der letzten Nacht hat auch vor dem Tierpark Bochum nicht halt gemacht. Umgestürzte Bäume, demolierte Tore und Gehege prägen heute das Gesicht des Tierparks. Zum Glück waren alle Tiere in ihren Innenhäusern, als der Sturm über den Tierpark hinwegfegte. Erdmännchen, Nasenbär und Co. beäugen nun erstaunt ihre veränderte Umgebung mit all ihren Verwüstungen. Die Anlage der Erdmännchen, hat es – weit genug entfernt vom nächsten Baum – relativ gut überstanden. Anders sieht es bei Flamingos und Nasenbären aus. Die schönen, hochgewachsenen Bäume ihrer Außenanlage hat es schwer getroffen. Große, schwere Äste knickten die gewittrigen Windböen, als wären es Streichhölzer. Wüste Berge aus Ästen und Blättern überlagern auch eine Vielzahl weiterer Tieranlagen. Andere Bäume hat es komplett aus ihrer Verankerung gerissen und Gehege, wie die Voliere der Sittiche unter sich begraben. Zoodirektor Ralf Slabik blickt fassungslos umher und erklärt: „So ein heftiges Unwetter haben wir hier noch nicht erlebt. Selbst beim Orkan Kyrill vor 7 Jahren hatten wir nicht dieses Ausmaß an Schäden. Wir werden nun einige Zeit brauchen, bis hier alles wieder hergestellt ist. Aufgrund der andauernden Aufräumarbeiten müssen wir daher den Tierpark für rund eine Woche geschlossen halten, bis alle Wege wieder gefahrenlos passierbar sind.“ Auch der geplante Familientag am Sonntag, 15. Juni 2014 muss aufgrund der Unwetter-Schäden leider abgesagt werden, da die Besucherwege und Veranstaltungsflächen zurzeit nicht nutzbar sind. Ralf Slabik erläutert den Entschluss: „Der Bochumer Familientag mit seiner elfjährigen Tradition ist eine wichtige Institution in Bochum geworden. Dennoch können wir das Risiko nicht eingehen und erst wieder Besucher im Tierpark Bochum willkommen heißen, wenn wir alle Gefahrenpotentiale, die von unserem Baumbestand ausgehen könnten, absolut ausgeschlossen haben. Verantwortliches und alternativloses Handeln macht diesen bedauerlichen Schritt zwingend notwendig.“

Erlebnis-Zoo Hannover 10.06.2014
Elefanten-Taufe im Erlebnis-Zoo Hannover mit kräftigem Paten – „Silvester-Baby“ heißt TARU
Bislang wurde er nur „Silvester“ gerufen, manchmal auch scherzhaft „Knaller“ (wenn er wieder irgendwelchen Unsinn angestellt hat). Heute bekam das am 31. Dezember 2013 im Erlebnis-Zoo Hannover geborene Elefantenbaby seinen richtigen Namen: Von jetzt an heißt der Kleine „Taru“. Den neuen Namen machte ihm sein Patenunternehmen Hannover Aviation Ground Services GmbH auf ganz besondere Weise elefantös schmackhaft. 15 Mitarbeiter formierten sich zu einer Kette und beförderten 20 schwere Kisten voller Äpfel, Salat, Bananen, Melonen, Lauch, Ananas und Heu in Windeseile auf die große Elefantenanlage im Dschungelpalast – kein Problem für die Mitarbeiter des Unternehmens, das unter anderem für die Gepäckbeförderung am Flughafen Hannover zuständig ist. Gemeinsam formierten sie aus den Zutaten vier köstliche Buchstaben, über die sich zunächst Taru und seine Mutter Manari hermachen durften, bevor der Rest der Elefantenfamilie zum Büffet geladen wurde. Hannover Aviation Ground Services übernahm die Patenschaft für das Elefantenkind anlässlich des zehnjährigen Jubiläums im Bereich “Push-Back”, in dem Flugzeuge mit einem Gewicht zwischen 30 bis über 400 Tonnen auf dem Flughafen Hannover bewegt werden. „Die Verbindung von Kraft, Last und Arbeit sowie die Verbundenheit mit der Region Hannover und dem Erlebnis-Zoo Hannover brachten uns auf die Idee, eine Patenschaft für ein Elefantenbaby zu übernehmen“, erklärte Geschäftsführer Gero Seidler, „der Asiatische Elefant wird in seiner Heimat ja auch als ‚Arbeitstier‘ eingesetzt und ist bekannt für Kraft und Ausdauer.“ Ein Name für das perfekte Patentier wurde in einem Wettbewerb unter den Mitarbeitern gefunden. Der Name „Taru“ setzte sich bei der Jury durch, weil er kurz und prägnant ist, die Tierpfleger ihn gut rufen können und er auch noch einem ausgewachsenen Elefantenbullen ausgezeichnet stehen wird: Der aus dem Finnischen stammende Name beutet soviel wie Mythos, Legende. Taru ist das vierte der insgesamt fünf Elefantenbabys, die in den vergangenen 15 Monaten im Erlebnis-Zoo Hannover geboren wurden. Mit seinen Geschwistern Amithi, Malay, Sitara und Yumi bildet er die Rüsselrasselbande im Dschungelpalast. „Wir sind sehr froh, dass Taru einen im wahrsten Sinne starken Paten gefunden hat“, so Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff, „immerhin wiegt Taru schon jetzt 240 Kilo und bringt irgendwann das Gewicht von vier Tonnen auf die Waage – er ist dann so schwer wie ein kleines Flugzeug!“ Vom Aussterben bedroht – In freier Wildbahn gilt der Asiatische Elefant als vom Aussterben bedroht. Um die Art zu erhalten, beteiligt sich der Erlebnis-Zoo Hannover seit Jahren am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm – und das sehr erfolgreich. Mit drei Babys, zwei Einjährigen und drei Vierjährigen rüsselt in Hannover zurzeit der größte Elefantenkindergarten Europas. Nach Zoorecherchen gibt es in keinem anderen Zoo so viele Jungtiere bei den Asiatischen Elefanten. Nachwuchs ist dringend erwünscht: Durchschnittlich werden in allen europäischen Zoos zusammen nur elf Kälber pro Jahr geboren. Um den Bestand in Europa zu erhalten, müssten es jedoch mindestens 15 Kälber pro Jahr sein.

Serengeti Park Hodenhagen 10.06.2014
Für den guten Zweck: Promis tippen gegen Elefantendame Nelly die Ergebnisse der Fußball-WM
In wenigen Tagen fällt der Startschuss zum Sportereignis des Jahres: Die Fußball-WM 2014 in Brasilien. Schon heute laufen heiße Debatten darüber, wie sich die deutsche Elf in der Vorrunde schlagen wird. Wird sie den hohen Erwartungen gerecht? Oder bedeuten bereits die ersten Begegnungen den K.O.? Das rüsselige Orakel Nelly aus dem Serengeti-Park Hodenhagen hat bereits vergangene Woche vorgelegt und seine Tipps für die Vorrunden-Ergebnisse der deutschen Elf abgegeben. Torwartlegende Sepp Maier und Ex-Nationalspieler Torsten Frings ziehen nach und treten gegen die Elefantendame an – für den guten Zweck. Nelly ist sich sicher: Deutschland startet mit einer Niederlage gegen Portugal ins Turnier, findet jedoch gegen Ghana und die USA auf die Siegerstraße zurück. Die Belohnung: Der Einzug ins Achtelfinale. Bereits in der Vergangenheit bewies Nelly einen feinen Riecher. Ihre Trefferquote liegt bei 32 getippten Spielen bei beachtlichen 87,5%. Sepp Maier und Torsten Frings wagen es dennoch, Nelly herauszufordern. Pro Tipp geht es um 250 Euro. Setzt der ehemalige Profi auf die richtige Mannschaft und Nelly schießt ins falsche Tor, darf er entscheiden, an welche Organisation der Serengeti-Park den Betrag spendet. Liegt der Promi falsch und Nelly tippt richtig, entscheidet der Serengeti-Park, wohin die Spende geht. Geben sowohl Nelly als auch der Ex-Nationalspieler einen falschen Tipp ab, steht es unentschieden und das Geld bleibt im Spendentopf. Sepp Maier ist sich – ausgenommen vom Spiel gegen Portugal – mit Nelly einig. Er glaubt an ein 0:0 Unentschieden. Torsten Frings hingegen setzt ausschließlich auf Sieg und traut der National-Elf einen Durchmarsch in der Vorrunde zu. Wer am Ende Recht behält, wird sich spätestens am 26. Juni zeigen, wenn Deutschland sein letztes Vorrundenspiel gegen die USA bestreiten wird.

Wisentgehege Springe 10.06.2014
Mittsommernachtsfest: In dieser Nacht darf wild gecampt werden – Im Wisentgehege lodern die Lagerfeuer – Nabu bietet Nistkästenbau an
Beim Mittsommernachtfest darf am Sonnabend, 21. Juni, ab 12 Uhr, wild im Wisentgehege gecampt werden. Lodernde Fackeln erleuchten die Nacht, Lagerfeuer knistern und Nachtfalter flattern durch den Mondschein. Dazu heulen die Wölfe ganz ganz nah. Wildnis pur ist in dieser Nacht angesagt. Bevor aber die Besucher in ihre Schlafsäcke krabbeln, gibt es eine Waschbär- und Wolfspräsentation sowie eine spektakuläre Flugvorführung in der Dämmerung. Wer möchte, kann sich auch auf Fledermauswanderung mit dem Naturschutzbund (Nabu) begeben. Zum ersten Mal bietet der Nabu in der Holzhütte zwischen Fischotter- und Wildschweingehege das Bauen von Nistkästen an. Von 16 Uhr bis 18.30 Uhr wird ein Kutschen-Pendelverkehr zwischen Eingang und Zeltplatz dafür sorgen, dass die Zeltausrüstung nicht getragen zu werden braucht. Für Essen und Trinken sorgt der Förderverein. Die Teilnehmerzahl an dem Mittsommerfest ist unbegrenzt, weswegen Anmeldungen auch nicht nötig sind. Zudem gelten die regulären Eintrittspreise. Die Kasse des Wisentgeheges ist am Samstag bis 20.30 Uhr geöffnet. Zum Übernachten im Wisentgehege sind ausschließlich Zelte zugelassen, keine Wohnwagen und Wohnmobile. Duschen sind nicht vorhanden. Am Morgen danach bietet das Café Wild ein Frühstücksbuffet an. Anmeldungen nehmen die Mitarbeiter der Kasse bis Freitag, 20. Juni, unter Telefon (0 50 41) 58 28 entgegen. Erwachsenen zahlen 9.50 Euro, Kinder 7 Euro. Besucher erhalten dort auch weitere Informationen. Dazu ist das Programm auch im Internet abrufbar.

Tiergarten Schönbrunn Wien 10.06.2014
NACHWUCHS BEI DEN PRÄRIEHUNDEN
Bereits Mitte April gab es bei den Schwarzschwanz-Präriehunden im Tiergarten Schönbrunn vierfachen Nachwuchs. Nun unternehmen die kleinen Nager ihre ersten Ausflüge aus dem Bau. „Bei der Geburt wiegen Präriehunde nur etwa 15 Gramm, sind noch nackt, blind und taub. Knapp zwei Monate lang werden sie von ihrer Mutter gesäugt. Jetzt knabbern sie auch schon Pflanzen“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Präriehunde leben sehr gesellig in Familienverbänden, die sich zu riesigen Kolonien zusammenschließen können. Sie pflegen sich gegenseitig das Fell, spielen miteinander und betreuen die Jungtiere gemeinsam. Auf den ersten Blick könnte man Präriehunde mit Murmeltieren verwechseln. Sie sind allerdings in Nordamerika heimisch und mit etwa 30 Zentimetern nur halb so groß und auch viel schlanker als unsere Alpenbewohner. Präriehunde gehören aber zu den Erdhörnchen und sind somit mit den Murmeltieren und Zieseln verwandt. Im Gegensatz zu diesen pfeifen Präriehunde aber nicht, um ihre Kolonie vor einem Feind zu warnen, sondern stoßen einen bellenden Ruf aus. Daher stammt auch ihr Name. Präriehunde sind bekannt für ihre unterirdischen Bauten. Hier finden sie in den weiten Gras- und Steppenlandschaften Zuflucht vor Greifvögeln, Füchsen und Kojoten und im Winter Schutz vor Schnee und Kälte. Präriehunde fressen vor allem Gräser und Kräuter. Als sogenannte „Rasenmäher“ der Prärie haben diese Nagetiere eine wichtige Funktion, denn sie pflegen das Landschaftsbild. Leider wurden sie lange als „Schädlinge“ für die Landwirtschaft gesehen und getötet. Heute bewohnen sie nur noch schätzungsweise zwei Prozent ihres ursprünglichen Verbreitungsgebietes.

Berlin Tierpark Friedrichsfelde, 06.06.2014
Binturong-Drillinge im Tierpark Berlin geboren
Nach einem Jahr Pause hat unser Binturong-Pärchen „Vincent“ und „Fiona“ erneut Nachwuchs bekommen. Am 16. April kamen drei Jungtiere zur Welt. Es ist der neunte Wurf von diesem Paar, und die Drillinge gedeihen unter der Fürsorge des erfahrenen Muttertieres „Fiona“ sehr gut. Die beiden Weibchen erhielten von unseren Tierpflegern die Namen „Rebecca“ und „Tamina“. Der kleine Junge heißt „Tassilo“. Mit nunmehr sieben Wochen liegt die Köpermasse der drei zwischen 970-1200 Gramm. Junge Binturongs sind – wie alle Schleichkatzen – Nesthocker und verbringen die ersten 7-8 Wochen ihres Lebens in einem geschützten Nest. Im Tierpark ist das ein Nestkasten in einer Mutterbox, welche für Besucher nicht einsehbar ist. Dieser Tage beginnen die drei Jungtiere ihren Lebensraum langsam zu erkunden und Ausflüge in die Schaubox zu unternehmen, wo sie von unseren Besuchern im Alfred-Brehm-Haus mit etwas Glück beobachtet werden können. Der Binturong, wegen des bärenähnlichen Aussehens auch Marderbär genannt, gehört zoologisch betrachtet zur Raubtierfamilie der Schleichkatzen. Mit fast einem Meter Kopf-Rumpflänge ist der Binturong zugleich auch der größte Vertreter seiner Familie. Eine weitere Besonderheit dieser Art ist der Greif- bzw. Wickelschwanz, der dem Binturong vor allem beim Klettern als Hilfe dient. Dieser Wickelschwanz ist einmalig unter den Säugetieren der Alten Welt. In der Neuen Welt dagegen haben einige Säugetiere wie etwa der Klammeraffe oder der Wickelbär eine solche „fünfte Hand“ ausgebildet. Binturongs sind reine Baumbewohner und leben in den tropischen Wäldern Hinterindiens, Chinas, Malaysias, Borneos, Sumatra, Java und der Philippinen. Die Art ist noch nicht selten, wird aber von der Weltnaturschutzunion als verletzlich eingestuft, da der Bestand während der vergangenen 30 Jahre um vermutlich 30% zurückgegangen ist. Hauptgrund für den Rückgang ist der Verlust und die Zerstörung des Lebensraumes.

Zoo Berlin, 06.06.2014
Geburt eines Zwergschimpansen im Berliner Zoo
Heute gegen 7:30 Uhr wurde das 1998 in Wuppertal geborene und seit acht Jahren in Berlin beheimatete Zwergschimpansenweibchen „Opala“ zum zweiten Mal in ihrem Leben Mutter. Da sie sich ganz ruhig und entspannt zeigt und ihr Baby vorbildlich behütet, bleibt das Menschenaffenhaus vorerst auch für die Zoobesucher geöffnet. Sollten Mutter und Kind beunruhigt wirken, behält sich der Zoo eine kurzfristige Schließung vor. Als Vater des Neugeborenen kommen sowohl der gebürtige Stuttgarter „Limbuko“ (19) als auch der schon länger in Berlin lebende, bereits 33jährige „Santi“ in Frage. Auch die übrigen Mitbewohner Opalas erstes Kind „Likemba“ (4½) sowie „Kiwu“ (7) mit seiner Mutter „Yala“ (33) scheinen sich über den Neuzugang, bei dem es sich höchstwahrscheinlich um ein kleines Mädchen handelt, kaum zu wundern. Zwergschimpansen, die auch Bonobos genannt werden, sind noch stärker vom Aussterben bedroht, als die kräftigeren eigentlichen Schimpansen, da sich ihr Verbreitungsgebiet rein auf die Demokratische Republik Kongo beschränkt. Insbesondere in dieser durch Bürgerkriege zerrütteten Region ist die Bejagung der Affen nur schwer zu verhindern. Ihre Nutzung als „Buschfleisch“ stellt neben der Urwaldzerstörung eine der größten Gefahren für die Bonobos dar. Die Zucht dieser sehr nahe mit uns verwandten Menschenaffenart wird international koordiniert.

Tierpark Chemnitz, 06.06.2014
Neues aus dem Tierpark: Jungtiere zu beobachten, Persischer Leopardennachwuchs wandert nach Schweden aus
Das bevorstehende Pfingstwochenende und das angekündigte gute Wetter bieten sich für einen Tierparkbesuch geradezu an. Bei der Gelegenheit lassen sich die jüngsten Bewohner kennenlernen, denn in den letzten Tagen erblickten im Tierpark einige Jungtiere das Licht der Welt. Bei den Steinböcken wurden zwei (Geschlecht noch unbekannt), bei den Somali-Wildeseln und bei den Mesopotamischen Damhirschen jeweils ein männliches Jungtier geboren. Auch in der Fasanerie und im Tropenhaus sind viele Vögel geschlüpft, so z. B. bei den Honigfressern, Weißhaubenhäherlingen und Purpurtangaren. Die meisten hier geborenen Tiere verlassen irgendwann den Tierpark. So reiste diese Woche die 2011 im Tierpark geborene Persische Leopardin Shivaa in den schwedischen Zoo Nordens Ark, wo sie zusammen mit einem Kater für Nachwuchs und damit den Erhalt der stark bedrohten Art sorgen soll. Im Tierpark Chemnitz leben derzeit noch drei Persische Leoparden.

Zoo Duisburg, 06.06.2014
Tigerdame AHIMSA im neuen Zuhause im Tierpark München
Riesig war die Freude, als vor drei Jahren wieder einmal Nachwuchs bei den Sibirischen Tigern im Zoo Duisburg zu vermelden war. Das junge Weibchen AHIMSA, Liebling zahlloser Hobbyfotografen im Zoo, entwickelte sich seither prächtig und wandelte sich in eine stattliche Tigerin. Mit Erreichen der Geschlechtsreife war der Zeitpunkt gekommen, AHIMSA an einen anderen Zoo zu überführen. Auf Empfehlung des zuständigen Zuchtbuchführers wurde AHIMSA an den Münchener Tierpark Hellabrunn vermittelt, wo das Tier mit einem Männchen zusammengeführt werden soll, um dann auch in München für Tigernachwuchs bei den im Freiland stark bedrohten Sibirischen Tigern zu sorgen. Wie von der Natur vorgegeben, wenn Jungtiere mit Erreichen der Geschlechtsreife die Eltern verlassen und ein eigenes Revier suchen müssen, musste auch im Zoo diese Maßnahme erfolgen. Für die Tierpfleger und die Zoobesucher, die AHIMSA ins Herz geschlossen haben, ist die Abgabe eines solchen Tieres immer ein schwerer Schritt. Für die Zucht und die Arterhaltung ist dieses jedoch unerlässlich, zumal es im Freiland aufgrund anhaltender Wilderei kaum noch 250 (!) Sibirische Tiger gibt. Im Zoo Duisburg hofft man, auch zukünftig Tigernachwuchs vermelden zu können. Mit dem großzügigen Umbau der bestehenden Tiger-Anlage, der noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden soll, werden hierfür die bestmöglichen Voraussetzungen geschaffen. Derweil ist AHIMSAs Vater, das Tiger-Männchen EL-ROI, der Star bei den Fotografen und Besuchern im Zoo Duisburg.

Münchener Tierpark Hellabrunn, 06.06.2014
Tigerdame gesellt sich zu Jegor
Im Münchner Tierpark Hellabrunn lebt seit gestern ein zweiter Sibirischer Tiger. Jegor zeigt sich erfreut über den Damenbesuch. Ahimsa heißt die sibirische Schönheit, die am Donnerstag, den 5. Juni in Hellabrunn eintraf. Die Tigerdame aus dem Zoo Duisburg gewöhnt sich – seit ihrem unkomplizierten Umzug von der Ruhr an die Isar – an ihre neue, bayerische Umgebung. Ein klarer Vorteil hierbei ist, dass die am 12. Mai 2011 geborene Großkatze von Natur aus neugierig und vorwitzig ist – sie lässt sich also nicht so schnell einschüchtern. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) ist mit Jegor und Ahimsa keine Zucht geplant. Jegor wurde aus diesem Grund bereits im März sterilisiert. Die beiden Tiger werden sich solange getrennt in der Innen- bzw. Außenanlage aufhalten, bis Ahimsa Interesse an ihm zeigt. Sobald die Tigerdame das erste Mal rollig ist, werden die beiden zusammengelassen. Vorher besteht die Gefahr, dass Jegor aggressiv auf Ahimsa reagieren könnte. Tiger sind Einzelgänger, die aber auch paarweise gehalten werden können. Dazu Kuratorin und Interimschefin Beatrix Köhler: „Da Ahimsa und Jegor noch sehr jung und verspielt sind, erwarten wir bei der Zusammenführung keine Schwierigkeiten. Vorerst beschnuppern sich die beiden allerdings aus der Entfernung und sind getrennt in Innen- und Außenanlage untergebracht.“ Weniger als 500 der stark gefährdeten Sibirischen Tiger leben heute in freier Wildbahn am Japanischen Meer bis nach Nordkorea, China und Russland. Der Sibirische Tiger wird auch Amurtiger genannt, ist eine Unterart des Tigers und gehört zur Familie der Großkatzen. Besucherhinweis: Ahimsa wird ihre neue Umgebung behutsam kennenlernen und deshalb anfangs zeitweise nicht zu sehen sein.

(irgendwie widersprechen sich die Mitteilungen aus München und Duisburg, was die Zucht der Tiger anbelangt,aber wenn Jegor sterilisiert ist dürfte sich eine Zucht als schwierig erweisen)

Zoo Salzburg, 06.06.2014
Die Adaptierungsarbeiten bei der Geparden-Anlage im Salzburger Zoo sind beendet
Ab heute, Freitag, sind die Salzburger Geparde für die Zoo-Besucher wieder zu sehen. Vor rund 2 Monaten „entdeckten“ Besucher das Geparden-Weibchen Ginger auf dem Besucherweg außerhalb ihrer Anlage – jedoch innerhalb des Zoogeländes. Innerhalb kürzester Zeit konnten die Tierpfleger das Geparden-Weibchen wieder auf die Anlage zurück bringen. „Weshalb Ginger ihre Anlage verließ, bleibt auch für Geparden-Experten rätselhaft“, berichtet Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner „Wir haben umgehend mit Adaptierungsarbeiten begonnen, damit so etwas nicht noch einmal vorkommen kann. Denn Sicherheit ist unser oberstes Gebot! Der Geparden-Teich ist nun rund 1,30 Meter tief. Das Becken wurde betoniert und mit einer Teichfolie überzogen. Auf der Besucherseite wurde zusätzlich ein zweiter Elektrozaun in Höhe der Wasseroberfläche angebracht“. Die Schulterhöhe eines Gepards beträgt etwa 80 Zentimeter. Sollte eines der Salzburger Tiere den Teich aus irgendwelchen Gründen wieder durchqueren, müsste es in jedem Fall schwimmen, was Geparde nur sehr ungern tun. Die gesamten Baumaßnahmen wurden auf Empfehlung von Henning Wiesner, Berater des Salzburger Zoos und langjährigem Hellabrunner Zoodirektor, und nach Rücksprache mit dem EEP-Koordinator und Geparden-Experte Lars Versteege durchgeführt. Die Kosten dieser Umbaumaßnahmen liegen bei rund € 60.000. Rund 700 Stunden arbeitete der Salzburger Bautrupp an diesem Teich. Auf Grund der vielen Niederschläge im Mai kam es zu Verzögerungen bei den Bauarbeiten.

Erlebniszoo Hannover, 05.06.2014
Jungtiere bei Karibus und Kängurus im Erlebnis-Zoo Hannover
Die einen wandern gemächlich durch den hohen Norden, die anderen hüpfen imposant im tiefen Süden umher. Zeitgleich – trotz der enormen Zeitverschiebung – präsentieren die kanadischen Karibus und die australischen Kängurus im Erlebnis-Zoo Hannover ihre Jungtiere. Die einen sind wuschelig goldbraun, zerzaust und wild auf den eigenen Beinen unterwegs. Die anderen sind kurzfellig braun-grau, eher scheu und lassen sich gerne im Beutel umher tragen. Im australischen Outback werden gleich zwei Jungtiere herumgetragen. Das Rote Riesenkänguru Rose trägt ihr Jungtier seit etwa 6 Monaten im Beutel, seit kurzem steckt es den Kopf hinaus. Wenn es sehr mutig wird, wagt es auch schon mal einen Sprung nach draußen. Sumpfwallaby-Weibchen Sumpfi hat es inzwischen etwas leichter: Ihr Jungtier macht schon öfter eigene Sprünge. Känguru-Babys werden nach 33 bis 38 Tagen nur ca. 2 cm groß und 0,8 Gramm schwer geboren. Bei der Geburt sind die Jungen nackt, taub und blind. Instinktiv krabbeln sie in den mütterlichen Beutel und saugen sich dort an der Zitze fest. Bis zu acht Monate bleiben sie im Beutel, bevor sie anfangen, mit einem zaghaften Hüpfer Taschenflucht zu begehen und die Welt außerhalb des Beutels zu erkunden. Aber selbst danach hüpfen die Jungtiere immer wieder zurück oder strecken einfach den Kopf hinein, um zu trinken. Bei den gemütlichen Karibus in Yukon Bay geht es zurzeit ein wenig lauter zu: Wer immer den Jungtieren von Lindsey und Grace zu nahe kommt, wird ordentlich angeschnauft. Friederike kam am 16. Mai zur Welt, Halbbruder Sven folgte einen Tag später. Nachdem die beiden ihre langen Beine hinter den Kulissen in aller Ruhe geordnet hatten, stürmten sie ihre Anlage hoch über dem Yukon. Jungtiere sind bei der Geburt gut entwickelt und schon recht groß, bei einem Gewicht von fünf bis 12 kg. Die Kälber wachsen schnell heran und besitzen nach kurzer Zeit genügend Ausdauer, um Wölfen entkommen zu können. Karibu-Kälber erkennen ihre Mütter übrigens an der Stimme. Wenn ein Karibu-Weibchen das Rufen eines Kalbes hört, antwortet es mit einem gedämpften Ruf. Diesen Ruf erwidert nur das eigene Kalb, indem es auf seine Mutter zuläuft. Karibus sind eine nordamerikanische Wildform der Rentiere und leben im Norden Amerikas, von Kanada bis hoch nach Alaska. Karibus können bis zu 275 kg schwer werden (Weibchen bis zu 140 kg) und haben ein mächtiges Geweih – im Vergleich zur Körpergröße tragen diese Wildrentiere die größte Geweihmasse aller Hirscharten (bis zu 15 kg!).

Zoo Osnabrück, 05.06.2014
Tiger Diana und Argo kommen sich näher, Neu gestaltetes Tigerhaus zu Pfingsten geöffnet
Ende März haben die Sumatra-Tiger Diana und Argo ihr neues Zuhause im Tigertempelgarten des Zoo Osnabrück bezogen. Zwar leben sie noch nicht zusammen, haben sich aber gut an ihr neues Zuhause und aneinander gewöhnt.Rund zehn Wochen ist es her, seit zuerst Sumatra-Tigerin Diana aus Warschau (Polen) und zwei Tage später ihr neuer Partner Argo aus Champrépus (Frankreich) an den Schölerberg reisten. Inzwischen haben sich die beiden schon gut in ihrem neuen Zuhause eingewöhnt, wie Zoodirektor Prof. Michael Böer berichtet: „Die Tiere müssen sich zunächst orientieren: Wo sind geeignete Schlafplätze, wo sind die Futterstellen? Sie müssen außerdem lernen, die neue Umgebung einzuschätzen – die Größe des neuen Territoriums, die neuen Pfleger und auch die Geräuschkulisse des Schölerbergs ist natürlich eine andere, wie beispielsweise die in der Großstadt Warschau.“ Zurzeit können die Tiger jeweils einzeln das über 1.500 Quadratmeter große Außengehege erkunden und sich im Innenstall durch ein so genanntes „Schmusegitter“ berühren und beschnuppern. Wann sie sich zum ersten Mal ohne Gitter gegenüberstehen, ist noch nicht klar: „Wir haben es nicht eilig. Beide Tiere haben sich gut eingelebt und ihre Ruheplätze gefunden – wir haben den neuen Tigertempelgarten bewusst mit vielen Rückzugsmöglichkeiten ausgestattet. Durch die großen Panoramafenster und den Aussichtssteg sind die Raubkatzen für die Besucher aber trotzdem gut zu sehen“, betont Böer. Dennoch wartet der Zoo mit der Zusammenführung weiterhin ab, wie der Zoodirektor erläutert: „Momentan laufen im Innenstall die letzten Bauarbeiten für den Bereich der Siamangs, eine Gibbonart. Natürliches Kennenlern- und Spielverhalten zeigen Tiere jedoch nur, wenn vollständige Ruhe herrscht.“ Der bevorstehenden Vergesellschaftung blickt Böer optimistisch entgegen: „Es handelt sich zwar um Tiere und deren Verhalten lässt sich nie zu hundert Prozent genau voraussagen. Doch die Chancen stehen gut, dass sie sich vertragen, denn beide Tiere sind in einer Familie mit Geschwistern aufgewachsen und haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Diana schnurrt Argo sogar während des Fressens schon an und sie liegen auch bereits zusammen am Gitter im Innenstall“, erklärt der Zoodirektor. Natürlich seien die Anreise und das Einleben auch mit einem gewissen Stress verbunden gewesen, schließlich war es für beide Jungtiger das erste Mal, dass sie ihre Familien verlassen haben, so Böer. Doch auch in der Wildbahn sei die Trennung von den Eltern für Halbwüchsige mit Stressphasen verbunden: Heranwachsende Jungtiger verlassen das ihnen von Geburt an vertraute Revier ihrer Eltern, um einer neuen Generation Platz zu machen und für sich selbst in unbekanntem Areal ein für Ernährung und Fortpflanzung geeignetes eigenes Territorium zu finden. Für Besucher sind die beiden Tiger inzwischen oft gut zu sehen. So legt sich Katze Diana gerne in die Sonne oder macht es sich vor dem Badebecken gemütlich. Zu Pfingsten soll auch endlich der ebenfalls im Stil einer Tempelruine gestaltete Besuchergang durch das Tigerhaus geöffnet werden, sodass Tigerfans auf jeden Fall eine der schönen Großkatzen im Innenstall sehen können. In den nächsten Wochen wird noch der Bereich der Siamangs fertig gestellt.

Wilhelma Stuttgart, 05.06.2014
Nachwuchs bei den Eiderenten: Flauschige Daunenlieferanten im Pinguinbecken
Die Brillenpinguine der Wilhelma haben derzeit Untermieter: Ein Eiderentenpaar belebt, gemeinsam mit seinen fünf Küken, die Anlage in der Nähe des Haupteingangs. Die großen Meeresenten sind vor allem wegen ihrer weichen und kostbaren Daunen bekannt, die Kopfkissen und Bettdecken füllen. In der Wilhelma leben Eiderenten schon seit vielen Jahren. Normalerweise haben sie ihr Zuhause zwischen Schneeziegen und Fischottern. In diesem Jahr sind sie jedoch während der Brutsaison an einer der prominentesten Stellen der Wilhelma zu bestaunen und belohnen dies auch gleich mit Nachwuchs. Eiderenten gehören zu den größten, einheimischen Enten. Sie werden um die 60 Zentimeter groß und bis zu zwei Kilogramm schwer. Das Männchen zeichnet sich durch sein elfenbeinfarbenes Federkleid mit einem schwarzen Bauch und schwarzer Kappe aus. Nur der Nacken ist in einem dezenten Grün gehalten. Weibchen und Jungvögel hingegen sind braun und unauffällig gefärbt. Die großen Meeresenten leben in nördlichen Breiten um den gesamten Erdball verteilt. Auch an der deutschen Nord- und Ostseeküste sind Eiderenten als Brutvögel verbreitet. Im Winter zieht es einige wenige Exemplare auch bis tief ins Binnenland. So überwintern alljährlich Eiderenten auf dem Bodensee. Die großen Enten ernähren sich sehr gerne von Muscheln, die sie mit ihrem kräftigen Schnabel mühelos knacken. Nirgends sind sie selten. Denn zur Gewinnung der begehrten Eiderdauen ist es nicht notwendig, die Enten zu jagen. Vielmehr werden die mit Daunen ausgekleideten Nester, nachdem die Küken diese verlassen haben, eingesammelt, gesäubert und sortiert. Ungefähr 700 Eiderentennester sind notwendig, um ein Kilogramm feinste Eiderdaunen zu gewinnen. Da dies sehr aufwendig ist, werden die begehrten Daunen nur noch in wenigen Gegenden der Erde „geerntet“. Island ist derzeit der größte Eiderdaunenproduzent. Die Produktion geht aber seit Jahren kontinuierlich zurück. Fast jährlich ziehen die schönen Eiderenten Junge in der Wilhelma groß. Nach ungefähr vier Wochen Brutzeit verlassen die Küken direkt nach dem Schlupf das Nest und werden von den wachsamen Elterntieren bewacht. Sobald die Eiderentenjungtiere ausgewachsen sind, verlassen sie die Wilhelma, um in einem anderen Zoo oder bei einem versierten Privathalter selber Junge zu bekommen.

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 05.06.2014
DANCING STAR ROXANNE RAPP ÜBERNIMMT BEIM PATENFEST GEPARD-PATENSCHAFT!
Bei „Dancing Stars“ hat Roxanne Rapp bewiesen, dass sie eine tolle Tänzerin ist, nun beweist sie auch ein großes Herz für Tiere. Beim gestrigen Patenfest im Tiergarten Schönbrunn hat sie die Ehren-Patenschaft für die Geparde übernommen. „Es macht mich stolz, Patin der schnellsten Landsäugetiere der Welt zu sein. Das ist schon etwas Besonderes. Ich habe heute auch zum ersten Mal die drei Jungtiere gesehen und mich sofort in sie verliebt“, erzählt Roxanne Rapp. Das Engagement für Tiere scheint sie von ihrem Vater zu haben. Peter Rapp ist nämlich Waldrapp-Pate im Tiergarten und setzt sich für den Schutz dieser bedrohten Vögel ein. Roxanne Rapp und ihr Vater sind aber nicht die einzigen Promis unter den über 200 Schönbrunner Tierpaten, die gestern zum Patenfest gekommen sind. Auch Bison-Pate Herbert Steinböck stattete seinen Schützlingen wieder einmal einen Besuch ab. „Die Bisons sind so zottelig wie ich – das passt einfach“, scherzt der Kabarettist. Michael Seida, seit ein paar Wochen Pinguin-Pate, findet die watscheligen „Frackträger“ so toll, „weil sie immer gsackelt sind“. Als Stepptänzer stand er beim Patenfest selbst im „Pinguinlook“ auf der Bühne. Mit dabei waren auch Mister Hitparade und Erdmännchen-Pate Udo Huber, Zwergaguti-Pate und Wien heute-Moderator Patrick Budgen, Katta-Pate Andy Lee Lang und Schauspielerin Therese Lohner, die keine tierische Patenschaft übernommen hat, sondern die Patenschaft für eine Parkbank im Zoo geschenkt bekommen hat. Patenschaften im Tiergarten Schönbrunn gibt es bereits ab 40 Euro monatlich. Tiergartendirektorin Dagmar Schratter: „Unsere Tierpaten leisten eine wertvolle Unterstützung. Dank ihrer Hilfe können wir viele Projekte für unsere Tiere realisieren.“

Zoo Wuppertal, 05.06.2014
Zwei Jungtiere bei den Erdmännchen
Nach fast neunjähriger Pause kann sich der Grüne Zoo Wuppertal wieder über Nachwuchs bei den Erdmännchen freuen. Am 18. April kamen zwei Jungtiere zur Welt. Bei milden Temperaturen und Sonnenschein verlassen sie inzwischen gerne ihre Unterkunft und erkunden zusammen mit ihrer Gruppe die Anlage. Erdmännchen bringen nach einer Tragzeit von etwa 77 Tagen meist ein bis vier Junge zur Welt. Die nur 25-40 Gramm schweren Neugeborenen öffnen ihre Augen erst in der zweiten Lebenswoche und werden etwa 2 Monate lang von der Mutter gesäugt. An der weiteren Aufzucht beteiligen sich auch die übrigen Gruppenmitglieder. Die im südlichen Afrika beheimateten, sehr sozialen Erdmännchen leben in Kolonien und besetzen feste Territorien. Sie beobachten ihre Umgebung sehr aufmerksam, um z.B. Fressfeinde früh zu entdecken. Dazu richten Sie sich auf ihre Hinterbeine auf und suchen ihr Umfeld nach Gefahren ab. Erdmännchen erfreuen sich bei vielen Zoobesuchern einer großen Beliebtheit. Auch als Patentier im Rahmen einer Tierpatenschaft sind sie sehr begehrt.

Dieser Beitrag wurde unter Basel, Berlin, Bochum, Chemnitz, Darmstadt, Dortmund, Duisburg, Hannover, Heidelberg, Hodenhagen, Leipzig, München, Nürnberg, Osnabrück, Salzburg, Springe, Wien, Wuppertal, Zoo, Zoopresseschau abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Durch das Kommentieren eines Beitrags auf dieser Seite werden automatisch über Google personenbezogene Daten erhoben. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung (http://www.beutelwolf.martin-skerhut.de/impressum/). Mit dem Abschicken eines Kommentars wird die Datenschutzerklärung akzeptiert.