Zoopresseschau

Zoo Vivarium Darmstadt 25.06.2014
Abendführung „Das Liebesleben der Tiere“ im Zoo Vivarium
Im Rahmen der „Darmstädter Exkursionen“ gibt es am Samstag, 5. Juli, eine Abendführung mit dem Zoopädagogen Frank Velte zum Thema „Das Liebesleben der Tiere“ im Zoo Vivarium Darmstadt. Im Zentrum der Führung stehen wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung.

Zoo Leipzig 25.06.2014
Zoo Leipzig für exzellente Gastfreundlichkeit ausgezeichnet – Nachwuchsfreuden in Asien, Gondwanaland und Südamerika
Der Zoo Leipzig erhielt von der Bewertungsplattform TripAdvisor das Zertifikat für Exzellenz 2014 verliehen. Das Zertifikat wird ausschließlich auf der Grundlage der Bewertungen von Besuchern vergeben, die für das vorangegangene Jahr für ein Unternehmen abgegeben wurden. Nur Unternehmen die ausschließlich ein kontinuierlich hervorragendes Feedback von TripAdvisor-Reisenden erhalten, werden ausgezeichnet. „Wir sind sehr stolz darauf, in dieser Art und Weise ein solch positives Feedback von unseren Zoobesuchern zu erhalten“, freut sich Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold. Natürlich ist es für uns auch gleichermaßen Ansporn den eingeschlagenen Weg anhaltend weiterzugehen und unseren Gästen die Artenvielfalt auf höchstem Niveau zu präsentieren, so Junhold weiter. Grund zur Freude gab es in den letzten Tagen auch bei den Przewalski-Pferden (Equus caballus przewalskii): Zwei Stuten und zwei Hengste wurden geboren und erkunden bereits neugierig und ausgelassen die Freianlage. Stolzer Vater der vier jungen Wildpferde ist der neunjährige Hengst Lucky, der seit 2012 im Zoo Leipzig lebt. Seit 1964 kamen nunmehr 91 Fohlen zur Welt. Der rege Nachwuchs ist von großer Bedeutung, da laut Roter Liste der IUCN weltweit schätzungsweise nur noch 2000 Tiere leben. Der Zoo Leipzig beteiligt sich seit Jahren an den Artenschutz- und Auswilderungsprogrammen für diese Art und zählt zu den renommierten Züchtern. Ebenfalls für Nachkommen hat die acht Jahre alte Dianameerkatze (Cercopithecus neglectus) Monifa in der Tropenerlebniswelt Gondwanaland gesorgt. Am 3. Juni brachte sie ein Junges zur Welt, dessen Geschlecht noch nicht bekannt ist. Wohlbehütet trägt sie ihr Jungtier im Arm und lässt die sieben Artgenossen immer wieder einen Blick auf ihren Schützling werfen. Zusammen mit den Zwergflusspferden teilen sich die in Afrika beheimateten Affen eine Anlage. Seit 1979 hält der Zoo Leipzig die gefährdeten Dianameerkatzen, die regelmäßig züchten. Gerade einmal tennisballgroß ist der männliche Spross von Kugelgürteltierpaar (Tolypeutes matacus) Laetitia und Pedro, der am 20. Mai zur Welt kam. Die dritte Nachzucht der beiden entwickelt sich sehr gut und bringt schon 1.470 Gramm auf die Waage. Zusammengerollt liegt er am liebsten in der Schlafbox, und ist bei seinen ersten Erkundungen bislang nur für Kenner mit geschultem Augen zu entdecken. Der am 12. Juni geborene Giraffenbulle von Giraffenweibchen Andrea (geb. am 05.08.2009 in Givskud, seit 2009 in Leipzig) wurde von den Pflegern auf den Namen Madiba getauft und durfte gestern das erste Mal die Weiten der Kiwara-Savanne erkunden. Fidel und interessiert hat er jeden Stein und Baum unter die Lupe genommen und dabei sichtlich Spaß gehabt. Für den Zoo Leipzig ist es der zweite Nachwuchs in diesem Jahr. Bereits Anfang Februar gab die Geburt des Jamal (geb. am 18.01.2014) Anlass zur Freude.

Zoo Basel 25.06.2014
Namen für Zolli-Störche gesucht
In den letzten Tagen besuchte ein Expertenteam den Zoo Basel, um drei Jungstörche und einen Altstorch zu besendern. Für zwei Störche werden noch Namen gesucht. Nebst den Vögeln im Zolli werden auch andernorts Störche mit Sendern ausgestattet. Ziel der Aktion ist es, mehr Informationen über das Zugverhalten der Weissstörche zu erhalten. Jedes Jahr werden die Horste der Altvögel im Zoo Basel genau beobachtet. Der Monat Juni steht dann ganz im Zeichen des Weissstorches: Die Jungvögel werden gezählt und beringt. Wenn alles gut läuft, werden einzelne Jung- und manchmal auch Altvögel mit einem Sender ausgerüstet. Der Sender ist Streichholzschachtel gross, 40 Gramm schwer und wird dem Vogel wie ein kleiner Rucksack auf den Rücken geschnallt. Von dort sendet er Signale, die via Satellit empfangen oder mit einem speziellen Lesegerät abgelesen werden können. Auch dieses Jahr kamen sehr viele Weissstörche zur Brut in den Zolli. 24 Horste wurden besetzt und bislang sind 45 Jungvögel beringt worden. Namen gesucht – Ausser den Jungstörchen hat dieses Jahr auch ein Altstorch einen Sender erhalten. Es ist „Helen“, die bereits vor 14 Jahren erstmals besendert wurde und derzeit im Zoo Basel Junge aufzieht. Letztes Jahr wurden zwei Störche im Zolli mit einem Sender versehen. „Amelios“, ein Jungstorch, verunfallte leider später in Spanien und kam nicht zurück. Der Altvogel „Lenny“ ist seit Ende Februar wieder im Zolli und hat selber Nachwuchs bekommen. Auch „Yumna“, der bereits 2012 einen Sender erhalten hatte, fand den Weg zurück in die Region. Für die Zoll-Störche hat der Zoo Basel unter dem Namen „Amelios“ eine eigene Facebook-Seite eingerichtet. Dort wird regelmässig über die mit Sendern versehenen Störche berichtet. Für zwei der diesjährigen Senderstörche werden noch Namen gesucht. Auf zoobasel.de/storch können Vorschläge eingereicht werden. Weissstörche ziehen nicht mehr nach Afrika – In früheren Jahren ging man davon aus, dass alle Weissstörche im Winter von der Schweiz nach Nordwestafrika ziehen. Doch dieses Verhalten hat sich verändert. Die meisten Störche der westziehenden europäischen Population bleiben in Spanien und suchen die Nähe riesiger Mülldeponien, die den Vögeln als Nahrungsquelle dienen. Bis zu 2000 Störche trifft man an vielen Orten an. Ob das Zugverhalten der Vögel sich auf Grund der Müllhalden verändert hat und welche anderen Gefahrenquellen den Vögeln auflauern, sollen die Daten der Sender aufzuklären helfen. Zolli unterstützt Erforschung des Storchenzuges – Der Verein „Storch Schweiz“ möchte mit dem Projekt „SOS Storch, Storchenzug im Wandel“ diese Fragen klären. In enger Zusammenarbeit mit Kollegen aus ganz Europa verfolgen sie die Bewegungsmuster der Weissstörche. Der Zoo Basel ist in den letzten Jahren ein wichtiger Partner für „Storch Schweiz“ geworden, denn im Zoo Basel leben die meisten Brutpaare der Region. Ausserdem unterstützt der Zoo Basel „Storch Schweiz“ finanziell und mit seinem Knowhow bei der Durchführung wissenschaftlicher Studien.

Wildpark Lüneburger Heide 24.06.2014
Tagesseminar für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Am Sa 05.Juli 2014 findet im Wildpark Lüneburger Heide ein Zeichenkurs mit dem Titel „Wölfe und andere Tiere zeichnen am Wildgehege“ unter der Leitung von Claus Rabba statt. Der Kurs ist insbesondere für Anfänger, aber auch für Fortgeschrittene geeignet und lehrt kurz und professionell die Grundlagen und Methoden des Skizzierens und Porträtzeichnens von Tieren des Wildparks. Elch, Hirsch, Otter, Luchs und viele andere Tiere können in dem naturnah angelegten Wildpark fast wie in freier Wildbahn erlebt werden. Die Wolfsexpertin Tanja Askani ermöglicht den Kursteilnehmern einen hautnahen Kontakt zu den Wölfen. Der Künstler Claus Rabba der seit vielen Jahren als Dozent für Mal- und Zeichenkurse wirkt und mehrere Bücher zu diesem Thema verfasst hat, ist mit seinen Werken auf international renommierten Ausstellungen vertreten. Er richtet sein Augenmerk neben einer wirklichkeitsgetreuen Darstellung auch auf den besonderen Ausdruck in seinen Tierbildern.

Tiergarten Schönbrunn Wien 24.06.2014
FAULTIER IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN GEBOREN
Was den Nachwuchs angeht, sind die Zweifingerfaultiere im Tiergarten Schönbrunn keineswegs faul. Seit etwa sieben Jahren leben die beiden Faultiere Alberta und Einstein im Vogelhaus. Am 27. Mai ist ihr bereits fünftes Jungtier zur Welt gekommen. Bislang war das Kleine allerdings etwas fotoscheu. „Das Jungtier klammert sich das erste halbe Jahr im kuscheligen Bauchfell der Mutter fest und liegt meist gut versteckt auf ihr wie in einer Hängematte“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Außerdem ist ihr Name Programm: Mindestens 14 Stunden am Tag dösen die Faultiere gemütlich vor sich hin. Zweifingerfaultiere sind in Südamerika heimisch. Egal ob sie schlafen, fressen, sich paaren oder Jungtiere zur Welt bringen: Ihr ganzes Leben spielt sich kopfüber hängend in den Baumkronen des Regenwaldes ab. Ihre langen, gebogenen Krallen geben ihnen in den Ästen Halt. Schratter: „Das Zeitlupentempo der Faultiere ist eine Anpassung an ihre Lebensbedingungen. Für ihre Nahrung – Blätter, Knospen und Früchte – müssen sie nicht schnell sein. Auch weil die pflanzliche Kost wenig Energie liefert, hat sich die langsame Lebensweise bewährt. So verbrauchen sie weniger Energie. Und wer nicht hektisch durch das Geäst springt, wird von Feinden nicht so leicht entdeckt“. Das Schönbrunner Faultier-Weibchen Alberta ist eine erfahrene Mutter. Das Kleine wird etwa ein halbes Jahr lang gesäugt. Es nascht aber schon jetzt Grünzeug. Einen Namen wird das Jungtier noch länger nicht bekommen, weil man das Geschlecht nicht sehen kann, solange seine Mutter es durch das Gehege trägt. Ob es ein Weibchen oder ein Männchen ist, spielt aber ohnehin erst dann eine Rolle, wenn für den Nachwuchs ein neues Zuhause gesucht wird. Mit rund eineinhalb Jahren wird das Jungtier, wie zuvor seine Geschwister, den Tiergarten im Rahmen des Europäischen Zuchtbuchs (ESB) verlassen und in einem anderen Zoo einen Platz zum Faulenzen finden.

Opel-Zoo Kronberg 23.06.2014
Sommer im Opel-Zoo – Elefanten fühlen sich in der neuen Anlage sichtlich wohl
Sommer im Opel-Zoo – das sind Jungtiere bei Giraffen, Löffelhunden, verschiedenen Hirschen, Guanakos, bei zahlreichen Vögeln und vielen anderen Tierarten mehr. Das sind auch schattige Wege unter altem Baumbestand, das sind Wald- und Apfellehrpfad und Lehrpfad „Baum des Jahres“. Sommer 2014 im Opel-Zoo – das ist die neue, große Elefantenanlage, in der sich die drei Elefantenkühe Aruba, Wankie und Zimba sowie Jungbulle Tamo sichtlich wohl fühlen. Sie sind sowohl von den Terrassen des Restaurant Sambesi als auch von den Besucherantritten und den neuen in die Anlage hineinragenden Stegen sehr gut zu beobachten. Und wenn man Glück hat, erlebt man ein besonderes Highlight hautnah: Elefanten beim Bad in einem der beiden großen Badebecken. Tamo, der im Zoo Wuppertal vor sechseinhalb Jahren geborene „kleine“ Bulle liebt das kühle Nass besonders und kühlt sich an warmen Sommertagen auf diese Weise gerne ab. Selbstredend, dass er sich nach dem Bad ausgiebig der Körperpflege widmet und genüsslich nach Elefantenart den Schlamm und Sand aus den Suhlen auf dem Außengelände auf sich wirft.

Allwetterzoo Münster 23.06.2014
Hoher Besuch bei WM-Orakel „Norman“
Der Präsident des Weltzooverbandes (WAZA), Lee C. Ehmke, besuchte auf seiner Tour durch europäische Zoos auch den Allwetterzoo und betonte dabei mehrmals, dass der Zoo in Münster zu den Highlights seiner Tour gehörte. Begeistert zeigte er sich vor allem von Gürteltier „Norman“ und vom Einsatz Münsters für den Artenschutz. Zoodirektor Jörg Adler überzeugte seinen Kollegen Lee Ehmke aus Minnesota (USA) bei seiner Führung durch den Allwetterzoo von den Fähigkeiten des münsterschen WM-Orakels „Norman“. Der kleine Flitzer hatte schnell das Herz des Zoodirektors aus Minnesota und WAZA-Präsidenten erobert. „Norman hat‘s drauf, das sehe ich sofort. Wenn ich ihn einmal halte, kann ich ihn vielleicht positiv beeinflussen für das Spiel Deutschland gegen USA?! Schließlich haben wir einen deutschen Trainer…“, schmunzelt Ehmke. Besonders aber gefiel dem Präsidenten die Idee hinter der Orakel-Geschichte, die Adler ihm erklärte: „Unser Norman verbindet die beiden Themen Fußball und Artenschutz. Er orakelt die deutschen WM-Spiele und da Gürteltiere in ihrer Heimat leider von der Ausrottung bedroht sind, fungiert er dabei gleichzeitg als Botschafter für die Artenvielfalt Brasiliens und die Erhaltung selbiger. Bei uns lebt er mit seiner Gefährtin „Heidi“ in der Südamerika-WG mit den ebenfalls stark von der Ausrottung bedrohten Goldenen Löwenaffen und Zwergseidenäffchen zusammen.“ Ein dickes Lob vom Präsidenten für den Allwetterzoo – Mehrmals betonte Ehmke, dass der Besuch im Zoo Münster zu seinen absoluten Highlights auf seiner Tour durch europäische Zoos gehörte. Mit nach Hause in seinen Zoo nach Minnesota nimmt er einige Ideen, denn wie der Allwetterzoo wurde Minnesota Zoo in den 1970er Jahren gebaut und eröffnet. „Es gibt viele Parallelen in der Gestaltung beider Zoos. Münster hat in den letzten Jahren eine positive Entwicklung vom ehemaligen Betonzoo zum grünen Zoo vollzogen. Das gefällt mir sehr gut“, so Ehmke. „Vor allem aber ist Münster der Artenschutz Zoo mit Vorbildfunktion für die Zoos weltweit. Norman passt dabei gut ins Bild und beweist wie das schwierige Thema Artenschutz emotional besetzt und vermittelt werden kann. Das ist eine wichtige Sache, die ich bei meinem Besuch in Münster gelernt habe und nun mit in meinen Zoo in die USA und in all die anderen Zoos, die ich während meiner Funktion als WAZA-Präsident noch besuche, nehmen werde…“ Norman orakelt das Spiel Deutschland gegen USA – Ob der WAZA-Präsident unseren Norman beeinflussen konnte, werden wir Morgen (Dienstag, 24. Juni) sehen, denn dann ist der nächste Orakel-Termin um 11 Uhr im Affenhaus im Allwetterzoo Münster, zu dem Sie herzlich eingeladen sind.

Tierpark Chemnitz, 22.06.2014
Den Tierpark neu entdecken –interaktive Tierparkspiel im VITA-CENTER lädt zur Entdeckungsreise
Was ist eigentlich ein Anoa, welches sind die nächsten Verwandten von Flusspferd und Zwergflusspferd, wo lebt der seltenste Hirsch der Welt? Diese und andere spannende Fragen beantwortet das extra für die Jubiläumsausstellung im VITA-CENTER entwickelte Tierparkspiel. Noch bis zum 5. Juli erwartet Rosemarie Roßner, im Förderverein „Tierparkfreunde Chemnitz e. V.“ unter anderem für die Kindergeburtstage zuständig, freitags von 15 bis 19 Uhr und samstags von 12 bis 18 Uhr die großen und kleinen Gäste zu einer informativen und unterhaltsamen Reise durch ihren Tierpark. Auf einer Fläche von vier mal fünf Metern können sich dabei die Spieler durch den Chemnitzer Tierpark würfeln, dabei müssen auf zehn Aktionsfeldern spannende Aufgaben gelöst werden. „Ziel war es, die zahlreichen seltenen und außergewöhnlichen Arten, die im Tierpark gehalten werden, den Besuchern auf unterhaltsame Art und Weise nahezubringen“, so Thomas Paarmann vom Vorstand des Fördervereins. „Wir sind dem VITA-CENTER sehr dankbar, dass es die Herstellung des Spieles ermöglicht hat und uns hier die Möglichkeit gibt, es erstmals vorzustellen.“ Das interaktive Tierparkspiel ist Teil der Jubiläumsausstellung „50 Jahre Tierpark Chemnitz“, die ebenfalls noch bis zum 5. Juli im VITA-CENTER zu sehen ist. An acht teilweise interaktiven Stationen werden Geschichte und Geschichten aus der Tierparkhistorie erzählt, berühmte Tierpersönlichkeiten vorgestellt oder die Arbeit von Zootierarzt und Tierpfleger vorgestellt. Darüber hinaus können kleine Forscher hier auf Expedition gehen und ihr ganz persönliches Forschertagebuch führen. Die Jubiläumsausstellung wurde von Thomas Paarmann, Vorstand des Fördervereins „Tierparkfreunde Chemnitz e. V.“, in Zusammenarbeit mit dem Tierpark entwickelt und umgesetzt. Die Finanzierung trägt komplett das VITA-CENTER Chemnitz, das einzelne Ausstellungselemente sowie das interaktive Tierparkspiel nach Ausstellungsende dem Tierpark als Spende übergeben wird.

Naturschutz-Tierpark Görlitz, 20.06.2014
Hier kommt Snapper!
Es war ein Akt kollegialer Unterstützung, denn eigentlich passt die amerikanische Schnappschildkröte gar nicht in das Konzept des Tierparks. Eine befreundete Wildtierstation quoll quasi über vor Findlingen dieser zu der Familie der Alligatorschildkröte zählenden Art. Zur Zeit des „Hero Turtles Booms“ wurden viele dieser Schildkröten als Schlüpflinge im Handel angeboten und fanden reißenden Absatz. Vielen Besitzern sind die Reptilien mit der Zeit buchstäblich über den Kopf gewachsen und endeten oft ausgesetzt in heimischen Gewässern, wo sie als Neozoen die heimische Fauna beeinträchtigen. Aus diesem Grund gibt es seit 1999 in Deutschland ein allgemeines Handels-, Neubesitz- und Nachzuchtverbot. „Snapper“ ist mit seinen 8kg noch ein Jungspund. Erwachsene Schnappschildkröten erreichen eine Panzerlänge von 45 cm und werden bis zu 16kg schwer. Sie sind Lauerjäger, fressen alles was sie bewältigen können und halten sich meist im dichten Pflanzenwuchs von Gewässern auf. Im Tierpark kann man den Neuzugang mit etwas Glück im Teich das Rhesusaffengeheges beim Sonnen oder „Lauern“ beobachten.

Zoologischer Garten Magdeburg, 20.06.2014
Zuwachs bei den Magdeburger Brillenpinguinen: Erstzucht und neue Tierart stellen sich vor
Obwohl Brillenpinguine erst seit letztem Herbst die frisch renovierte Anlage in nächster Nähe zum neuen Schimpansenhaus bewohnen, kann sich der Magdeburger Zoo bereits über Nachwuchs in der Kolonie freuen. Ein klares Zeichen, dass sich die einzige Pinguinart Afrikas hier rundum wohl fühlt. Der junge Brillenpinguin ist noch etwas schüchtern. In Kürze wird der Wechsel vom noch erkennbaren Dunenkleid zum Jugendgefieder vollzogen sein. Dann darf er auch die Außenanlage und das für Pinguine so wichtige kühle Nass erobern. Nach seinem Schlupf am 12. April sorgten sich zunächst Mutter Ellis und Vater Doyle mehrere Wochen liebevoll um ihr Küken, bevor es zur Gewöhnung an die praktische Handfütterung mit Fisch in die Aufzuchtstation des Magdeburger Zoos wechselte. Mit dem kürzlichen Einzug Südafrikanischer Rostgänse auf der Pinguinanlage ergibt sich für Besucher eine ganz besondere Vergleichsmöglichkeit zwischen zwei stark ans Wasser angepassten Vogelarten. Die auch Graukopfkasarkas genannten Halbgänse haben sich dabei, im Gegensatz zu Pinguinen, ihre Flugfähigkeit erhalten. Selten in Zoos anzutreffen, teilen sie sich ebenfalls in der Natur ihren Lebensraum mit Brillenpinguinen. Zoobesucher können beim Magdeburger Kasarka-Pärchen sehr schön das Männchen mit seinem grauen Kopf vom Weibchen mit seinem weiß-grau gescheckten Kopfgefieder unterscheiden.

Wilhelma Stuttgart, 20.06.2014
Störche auf Damaszenerhalle: Ungewöhnlicher Feuerwehreinsatz in der Wilhelma
Am vergangenen Mittwoch, 18. Juni 2014, herrschte große Aufregung in der Wilhelma. Die Feuerwehr rückte mit einem so genannten Hubrettungsfahrzeug an. Ein Feuer war jedoch weit und breit nicht zu sehen. Vielmehr stand wieder einmal die Beringung der jungen Störche an. Zwei Jungvögel bekamen von Ute Reinhard, der Storchenbeauftragten des Landes Baden-Württemberg, Ringe jeweils am rechten Bein angelegt. Die diesjährige Storchenbrut ist das Ergebnis einer Liaison zwischen der langjährigen Wilhelma-Störchin und einem neuen Partner, der aus der Schweiz stammt. Der alte Storchenmann war im vergangenen Jahr gestorben. Ganz still und unbeweglich duckt sich der Weißstorchnachwuchs in das Nest, als sich der Feuerwehrkorb über sie reckt. Die beiden Altvögel gehen auf Abstand. Beobachten das Geschehen aber argwöhnisch. In dem Korb befinden sich Ute Reinhard und ein Wilhelma-Mitarbeiter. Sie haben den Auftrag, den Jungvögeln Ringe anzulegen. Diese schwarzen Kunststoffringe tragen eine individuelle Nummer. So können sich die Wilhelma-Störche überall auf der Welt „ausweisen“, denn der Ring ist vergleichbar mit einem Personalausweis. In einer Datenbank werden Geburtsort und Geburtstag für jeden Storch gesammelt. Neben dem Anlegen der Ringe standen Wiegen und Schnabelsäubern auf dem Programm. Mit ungefähr drei Kilogramm sind die Jungstörche schon recht groß. Ihr Alter wird auf ungefähr sechs Wochen geschätzt. Der diesjährige Nachwuchs bei den Weißstörchen stellt in gewisser Weise das Happy End einer nicht so schönen Geschichte dar: Im vergangenen Jahr machte zunächst der kalte Frühling den Wilhelma-Störchen zu schaffen. Die Brut erfror im Nest. So gab es keinen Nachwuchs bei Meister Adebar. Im Herbst wurde zudem das Männchen tot im Rosensteinpark aufgefunden. Die Störchin blieb den Winter über alleine in Stuttgart und bekam in diesem Jahr Gesellschaft von einem neuen, in der Schweiz geborenen Männchen. Wann genau die jungen Störche geschlüpft waren und wie viele sich in dem Nest auf der Damaszenerhalle befinden, war bis Mittwoch unklar. Denn das Nest ist von unten nicht einsehbar. Nur dank des Einsatzes der Berufsfeuerwehr Stuttgart sind für dieses Jahr die Geheimnisse des Storchenpaares gelüftete. Spannend bleibt nun nur noch die Frage, ob das neue Storchenmännchen auch den Winter über bei seiner Störchin in der Wilhelma bleibt.

Zoo Wuppertal, 20.06.2014
Zwei neue Anlagen im Zoo Wuppertal – Bonoboaußengehege und Wolfsanlage werden eröffnet
Nach fast zweijähriger Bauzeit freuen wir uns, dass unsere Bonobos nun ihre neue Außenanlage bekommen werden. Unsere Bonobos beziehen eine naturnah gestaltete Anlage mit bis zu 11m Höhe und über 300 m2 Grundfläche. Das Gehege wird zudem im Wechsel von unseren beiden Schimpansen genutzt werden. Wir sind uns sicher, dass beide Arten diese neue Anlage ausgiebig nutzen werden. Wesentlich schneller gingen die Umbauarbeiten an der neuen Wolfsanlage voran. Die Wölfe erkunden bereits seit einigen Tagen das Terrain. Und als weiteres Highlight werden sie zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit erhalten in das Bärengehege und zurück zu gelangen, ohne das die Bären ihnen folgen können. Bei beiden Projekten hat sich der Zoo-Verein Wuppertal e. V. finanziell beteiligt und zur schnellen Umsetzung beigetragen. Die Finanzierung der Bonobo-Außenanlage erfolgte zudem mit Hilfe der Stadt Wuppertal und Rücklagen des Zoos. Weitere Sponsoren der Wolfsanlage waren vor allem die Stadtsparkasse Wuppertal, Fliesen Kollwitz und Frau Sigrid Wolf ein Mitglied des Zoo-Vereins. Zudem flossen die Erlöse des Zoo-Berglaufes 2013 in das Projekt Wolfsanlage.

Zolli Basel, 19.06.2014
Orang-Utans, Gorillas und Schimpansen geniessen die Aussenanlagen
Vor rund eineinhalb Jahren haben die Menschenaffen im Zoo Basel die neue Erlebniswelt der „Geigy-Anlagen“ in Besitz genommen. Heute nutzen die Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans das reichhaltige Angebot der Aussenanlagen regelmässig. Am wildesten geht es bei den Orang-Utans zu und her. Sie hangeln an Seilen und Netzen entlang, schwingen an den Wippstangen oder laufen auf allen Vieren über die waagrechen Äste. Gerne geniessen sie auf den hochgelegenen Plattformen liegend oder am Deckengitter hängend die Aussicht auf den ganzen Zoo und die Umgebung. Ob Seile, Schrauben oder Äste, die Orang-Utans unterziehen die gesamte Einrichtung einem Härtetest. Alles, was nicht niet- und nagelfest ist, montieren sie sofort ab. Die Kletterpflanzen am äusseren Netz üben zurzeit eine magische Anziehung auf die Orang-Utans und Schimpansen aus. Auch sonst kosten sie von allen Pflanzen, um nichts Essbares zu verpassen. Im Frühling freuten sie sich besonders über den im Gehege wachsenden frischen Klee. Daran, dass einen auf den Aussenanlagen das Gras zwischen den Zehen kitzelt, haben sich die Gorillas jetzt gewöhnt. Sand hingegen ist ihnen immer noch suspekt. Im Winter zeigte sich, dass auch Gorillas es geniessen, einmal Schnee in den Händen zu halten. Auch bei den Schimpansen ist offensichtlich, dass die neuen Aussenanlagen zum Spielen und Entdecken einladen. Vor allem die Schimpansenkinder nutzen die schrägen Pfeiler als Rutschbahn und die Hängematten eignen sich wunderbar als Fangnetz für Sprünge aus grosser Höhe. Im Gebüsch, im Bach und in den Tümpeln entdecken sie immer wieder Mitbewohner, wie Frösche, Libellen oder Vögel, und nähern sich ihnen neugierig. Sehr gerne treffen sie sich auf den Aussenanlagen, um sich gegenseitig das Fell zu pflegen oder einfach ein paar Minuten zusammen die Sonne zu geniessen. Bis alle Individuen erstmals den Schritt über die Schwelle gewagt hatten, dauerte es seine Zeit. Alles war neu und ungewohnt. Gorillas und Schimpansen brauchen noch etwas Zeit, bis sie die neuen Aussenanlagen definitiv als Teil ihres neuen Zuhauses ansehen. Auch das Publikum musste sich an die Gehege erst gewöhnen. Da sich die Menschenaffen in den reich Strukturierten Anlagen auch zurückziehen können, sind sie nicht immer auf den ersten Blick zu sehen. Dafür ist es heute viel spannender, sie in ihrem bereicherten Lebensraum zu beobachten. In der warmen Jahreszeit stehen die Aussenanlagen den Menschenaffen rund um die Uhr offen, im Winter wegen der nächtlichen Kälte tagsüber.

Erlebniszoo Hannover, 19.06.2014
Erlebnis-Zoo Hannover mit Exzellenz-Zertifikat ausgezeichnet
Die Touristikwebsite TripAdvisor hat den Erlebnis-Zoo Hannover mit dem Zertifikat für Exzellenz ausgezeichnet. „Mit dieser Auszeichnung werden Unternehmen geehrt, die von TripAdvisor-Reisenden kontinuierlich hervorragendes Feedback erhalten haben“, so das Unternehmen in seinem Glückwunschschreiben, das den Zoo gestern mitsamt der Urkunde erreichte Grundlage für das Zertifikat sind die individuellen Bewertungen und Empfehlungen, die im vergangenen Jahr von Reisenden auf der Touristikwebsite abgegeben wurden. „Es ist ein großes Kompliment für uns, dass es so vielen Besuchern hier so gut gefallen hat, dass sie ihre positiven Eindrücke mit Millionen Menschen teilen möchten. Die tollen Bewertungen, Fotos und Berichte machen richtig Lust auf einen Besuch im Erlebnis-Zoo Hannover. Das Zooteam bedankt sich herzlich für alle Bewertungen“, sagt Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. Die Exzellenz-Urkunde wird in Kürze an der Wand mit den Zoo-Auszeichnungen im Service-Center zu sehen sein. TripAdvisor ist nach eigenen Angaben die größte Reise-Community der Welt mit über 150 Millionen Erfahrungsberichten und Meinungen zu über 4 Millionen Unterkünften, Restaurants und Attraktionen weltweit und rund 260 Millionen Besuchern monatlich. „Unternehmen, die mit dem Zertifikat für Exzellenz ausgezeichnet werden, stellen Exzellenz im Gastgewerbe unter Beweis und repräsentieren die besten Unternehmen auf TripAdvisor“, heißt es auf der Website.

Erlebniszoo Hannover, 19.06.2014
Samtschnauze & Farbklecks: Exmoor-Pony und Harzer Rotvieh geboren
Das Leben ist kein Ponyhof. Das hat Camilla schon begriffen, obwohl sie erst wenige Tage alt ist. Auf einem Ponyhof leben schließlich nur Ponys. Aber das Fohlen der Exmoor-Ponys stolziert auf der Koppel im Erlebnis-Zoo Hannover neben einem unübersehbaren rotbraunen Farbklecks, der abstehende Ohren hat, ständig kaut und mit seiner langen Zunge seine ganze Nase abschlecken kann. Und nicht sehr elegant galoppiert. Garantiert kein Pony. Camilla hält sich lieber an Ihresgleichen. Als Kalb des imposanten Harzer Rotvieh lässt sich Irene, der rote Farbklecks, von der gerümpften Samtschnauze des Fohlens keineswegs beeindrucken. Ihresgleichen sind sie allemal: Das Exmoor-Ponys als auch das Harzer Rotvieh gehören zu den stark bedrohten Haustierrassen. Fohlen Camilla wurde am 7. Juni 2014 geboren, liebt es, an allem zu knabbern (sei es Grashalm, Zinkwanne oder Holzzaun) und mit großen Sprüngen über die Koppel zu galoppieren – um sich dann in aller Ruhe in die Sonne zu legen und stundenlang zu schlafen. Mutter Mona hat derweil immer ein Auge auf ihr Fohlen, damit ihm weder die Kühe Irene und Mutter Irma noch Camillas Vater Bruno zu nahe kommen. Kalb Irene (5. Juni 2014) ist zwar nur zwei Tage älter als Camilla, aber schon viel ruhiger. Irene liebt es beschaulich, trinkt gerne ausgiebig bei Mutter Irma – sie will ja schließlich mal 600 Kilo wiegen – und erkundet ruhigen Schrittes die Koppel, untersucht Baum und Borke, Wanne und Wagen. Nur manchmal sticht sie der buchstäbliche Hafer, dann rennt sie los, muht laut – und legt sich wieder nieder zum Schlafen. Das Exmoor-Pony geht vermutlich auf keltische Ponys zurück, die während der Bronzezeit durch keltische Einwanderer nach England gebracht wurden. Seit dem 11. Jahrhundert lebt das Pony halbwild in Exmoor, einem wilden Landstrich im Südwesten von England. Es hat einen stämmigen Körperbau, dunkelbraunes Fell mit hellen Stellen an der Innenseite der Vorder- und Hinterschenkelm, Augen und Schnauze. Die Schulter ist zurückgesetzt, was dem Tier große Trittsicherheit verleiht. Das Pony gilt als außerordentlich zäh und widerstandsfähig. Weltweit gibt es nicht mehr als 800 Exmoor-Ponys. In Deutschland leben noch ca. 130 Tiere. Das Harzer Rotvieh gehört zu den ältesten und ursprünglichsten Nutztierrassen. Besonders typisch für diese Rinderrasse aus Deutschland ist das durchgehend rot-braune Fell und die weit herabhängende Wamme. In der Literatur wird das „Roten Höhenvieh“ häufig als Keltenvieh bezeichnet. Der Name entstand, da diese Rinderrasse von dem Rind abstammt, das vom Volksstamm der Kelten nach Europa gebracht wurde. Die kräftigen Tiere konnten hervorragend zur Feldarbeit eingesetzt werden. Und obwohl die landwirtschaftlichen Bedingungen in den Mittelgebirgen kärglich waren, gab das Keltenvieh ordentlich Milch und war ein guter Fleischlieferant. Das Rind wurde daher in vielen Gebieten gezüchtet und so entstanden weitere Namen, wie zum Beispiel Vogelsberger, Waldecker, Bayrisches Rotvieh, Harzer Rotvieh, Odenwälder Rotvieh. Mit der Nachzucht der Exmoor-Ponys und des Harzer Rotviehs trägt der Zoo zum Erhalt der bedrohten Haustierrassen bei.

Zoo Osnabrück, 19.06.2014
Gesundheitscheck für kleine Wölfe: Nachwuchs im Osnabrücker Wolfsrudel
Das Wolfsrudel im Zoo Osnabrück hat wieder Nachwuchs zu vermelden. Nach der ersten Zeit im Bau, sind die sechs Welpen inzwischen schon häufiger auf Erkundungstour im Wolfswald unterwegs. Zeit für den ersten Arztbesuch mit Wurmkur und Gesundheitscheck. Für die Untersuchung gingen die Tierpfleger mit Zootierarzt Thomas Scheibe direkt in das Wolfsgehege. Während sich die älteren Wölfe scheu zurückzogen, verkrochen sich die sechs Jungwölfe, die um den 27. April zur Welt kamen, in ihrer Wurfhöhle, aus der die Tierpfleger sie dann hervorholten. „Wölfe können, wie auch viele andere Tierarten, von Spulwürmern befallen werden. Deswegen haben wir den Welpen eine Wurmkur verabreicht. Das ist eine milchige Suspension, die wir den Tieren ins Maul geben, sowie eine Spritze. Zur Prophylaxe erhalten sie noch eine Vitamin-B-Injektion“, erklärt Scheibe. Zusätzlich führte der Tierarzt einen Gesundheitscheck durch, untersuchte beispielsweise Augen und Körperbau, kontrollierte das Gewicht und bestimmte das bislang noch unbekannte Geschlecht der Jungtiere. Die Bilanz: ein Weibchen und fünf Männchen. Um die Tiere besser unterscheiden zu können, implantierte der Tierarzt ihnen außerdem einen mikroskopisch kleinen Erkennungschip unter die Haut. „Dafür betäuben wir die Haut oberflächlich und setzen den Chip in sekundenschnelle per Spritze ein. Dieses Vorgehen ist auch bei Haustieren wie Hunden und Katzen mittlerweile üblich“, so Scheibe. Durch eine auf dem Chip gespeicherte, fünfzehnstellige und weltweit einmalige Nummer kann das einzelne Tier so genau identifiziert werden. Die sechs Welpen leben zurzeit mit ihren Eltern Paulina und Welpi, zwei älteren Rüden und drei Jungtieren aus dem letzten Jahr zusammen im Wolfswald. Eine besonders reizvolle Konstellation, wie Zoodirektor Prof. Michael Böer erklärt: „Das Osnabrücker Wolfsrudel ist natürlich gewachsen, wie man es auch in der Wildbahn vorfinden würde. In der Wildbahn ziehen Wölfe ihre Jungtiere in abgelegenen Gebieten auf, wie beispielsweise auf nicht öffentlich zugänglichen Truppenübungsplätzen. Das waldige Hanggelände am Schölerberg bietet den Tieren einen idealen Lebensraum, wie sie ihn auch in der Wildbahn nutzen würden.“ In Niedersachsen streifen derzeit Schätzungen zufolge drei bis vier Wolfsrudel durch die Wildbahn – Tendenz steigend. „Im Osnabrücker Zoo bekommen die Besucher einmalige Einblicke in das Familienleben der sonst so scheuen Tiere. Hier können unsere Zoopädagogen den Besuchern und Schulklassen viel erklären und Vorurteile gegen diese Tierart abbauen“, betont Böer. Die sechs Welpen bringen ordentlich Schwung in das Leben der mittlerweile dreizehnköpfigen Wolfsfamilie. Tanja Boss, Revierleiterin des Kamelreviers zu dem auch die Wölfe gehören, ist begeistert von der Stimmung im Rudel: „Das Sozialverhalten in der Gruppe ist sehr harmonisch. Die Schlafphasen der Kleinen werden jetzt immer kürzer und es herrscht schon richtig Leben auf der Anlage. Vor allem die Jährlinge, also die Jungtiere aus dem letzten Jahr, spielen und toben mit den Welpen. Die ganze Familie hilft außerdem bei der Versorgung des Nachwuchses. In den nächsten Monaten werden die Kleinen viel wachsen und brauchen dann beinahe drei Mal so viel Futter wie die Erwachsenen.“ Noch werden die Jüngsten vorwiegend mit Muttermilch versorgt, nehmen aber auch schon feste Nahrung zu sich. Das wird sich in der nächsten Zeit umkehren. Die Welpen haben ihren ersten Gesundheitscheck gut überstanden und sind in bester Verfassung. Damit steht der ersten Impfung, eine Standard Impfung für Hunde gegen zum Beispiel Staupe oder Hepatitis, in circa drei Wochen nichts im Wege.

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