Biosphäre Potsdam

Biosphäre Potsdam

Biosphäre Potsdam

Die Biosphäre Potsdam ist ein Tropenhaus in der Stadt Potsdam. Das Gebäude der Biosphäre befindet sich im Volkspark Potsdam, einer neueren Parkanlage zwischen dem Park Sanssouci und dem Neuen Garten. Das ehemals militärisch genutzte Gelände wurde eigens für die Bundesgartenschau 2001 neu hergerichtet. Der Entwurf für das Gebäude stammt vom Berliner Architektenbüro Barkow Leibinger.
Das Gebäude beherbergt tropische Pflanzen und Tiere, darunter auch freifliegende Vögel und Geckos. Auf mehreren Ebenen werden Boden, Wasser und Luft als Elemente der Gestaltung genutzt. Sogar ein tropisches Gewitter wird simuliert. In der Unterwasser-Forschungsstation sind tropische Fische und Wasserpflanzen zu sehen.
Die Biosphäre unterscheidet sich deutlich von klassischen Botanischen Gärten durch ein Konzept als Naturerlebniswelt bzw. Veranstaltungsort mit wechselnden Sonderthemen rund um die Natur. Noch bis zum 2. Oktober ist die Ausstellung „WAS ERLAUBEN MENSCH“…DIE LETZTEN IHRER ART (?) zu sehen. Frei nach Giovanni Trapattoni fragt sich die Künstlerin Meune Lehmann „Was erlauben Mensch?“. Im Foyer präsentiert sie ihre Tierporträts der besonderen Art. In Acryl auf geschwärzter Leinwand gearbeitet, zeigen diese von der Ausrottung durch den Menschen bedrohte Tiere, die auf der „Roten Liste gefährdeter Arten“ stehen.
Die Biosphäre ist eine Mischung aus Hightec-Erlebnis und Tropenhalle, die den Besucher auch aktiv in das Geschehen in der Halle einlädt, beispielsweise durch das Auslösens eines Geysirs.

Schmetterlingshaus (Biosphäre Potsdam)

Schmetterlingshaus (Biosphäre Potsdam)

Seit 2009 sind in einem begehbaren Schmetterlingshaus etwa 20 verschiedene Arten aus Asien, Nordafrika und Lateinamerika zu sehen, z. B. Bananenfalter und Atlasspinner.
Speziell in den Wintermonaten finden regelmäßig Abendveranstaltungen für Erwachsene und Kinder statt, und für Kindergruppen werden eine Schatzsuche und ein Dschungelabenteuer angeboten.
Am Ende des Rundganges erreicht man über einen luftigen Stegweg einen „Zeppelin“ und gelangt zurück in unsere Gegenwart.
Die Biosphäre wird von der städtischen Pro Potsdam betrieben und musste 2010 und 2011 mit jeweils 1,7 Millionen Euro von der Stadt Potsdam bezuschusst werden, davor lagen die Zuschüsse teilweise sogar noch höher. Der Bau kostete 29 Millionen Euro und wurde mit 21,5 Millionen aus Landesmittel gefördert, unter der Auflage, dass die Halle bis 2016 zweckentsprechend als „touristische Basiseinrichtung“ genutzt werden muss.

Bei einem Eintrittspreis von 11,50 € für Erwachsene ist die Biosphäre vergleichsweise teuer, wenn man sie mit normalen botanischen Gärten oder den Hauptstadtzoos vergleicht. Trotzdem wird ein einzigartiges Erlebnis geboten, das Tropenhallen in Zoos bei Weitem nicht bieten können.

Mehr über die Biosphäre findet man hier und hier (auch wenn die Zootierliste die zahlreichen Vertreter der Wirbellosen nicht berücksichtigt).

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