Wildpark Schloss Tambach

Mein letzter Besuch im Wildpark Tambach ist schon einige Zeit her (siehe hier).
Viel hat sich seit dem (meiner Meinung nach) nicht verändert. Auf dem Lageplan ist eine Waschbäranlage in Planung, aber großartige Neuerungen waren nicht zu erkennen, sieht man davon ab, dass die Meerschweinchenanlage nicht mehr betretbar ist und einige neue Bewohner (Zwergwachteln, Papageien) eingezogen sind.
Das Jagdmuseum ist geschlossen und eine Wiedereröffung ist wohl nicht vorgesehen.


Im Großen und Ganzen hat der Wildpark nichts von seinem Charme verloren. Allerdings kann es durchaus sein, dass dies mein letzter Besuch im Wildpark war, denn kurz nach meinem Besuch wurde bekannt gegeben, dass der Wildpark Ende des Jahres schließen wird (siehe hier).
Aber das letzte Wort ist in dieser Hinsicht nicht gesprochen. Unter den Besuchern wurde ein riesiger Aufschrei laut, auf Facebook wurden Gruppen zum Thema „Rettet den Wildpark“ gegründet (hier und hier).
Scheinbar hat niemand mit der so plötzlich anstehenden Schließung gerechnet. Nicht nur auf Facebook wird fleißig diskutiert, auch in der Lokalpresse wird darüber diskutiert, wie es mit dem Wildpark weitergehen soll, bzw. wie man einer Schließung entgegenwirken kann.
Landrat Michael Busch hat am 2. Juli bei einer Pressekonferenz deutlich gemacht, dass er „ernsthaft bemüht“ ist, Lösungen anzubieten. Allerdings sei es „nicht verhandelbar“, dass der Landkreis ein privates Unternehmen bezuschusst. Dies sei jedoch eine Forderung des Heinrich Graf zu Ortenburg (dem Betreiber des Wildparks), die schriftlich u. a. dem Landtag zugestellt wurde. Der Wildpark ist schon seit Jahren in den Roten Zahlen und es ist verwunderlich, dass erst jetzt um Hilfe gebeten wurde, vor allem mit dem Ultimatum der Schließung zum Saisonende.
Überlegungen zu Hilfsangeboten werden durchaus angestellt und nicht alle sind so „weltfremd“ wie die Überlegung eines Fördervereins unter Mithilfe der oben erwähnten Facebookgruppen. Natürlich ist ein Förderverein keine schlechte Idee, doch wird man dafür eher Interessenten in Firmen oder Privatpersonen der näheren Umgebung finden, als in den Weiten des www (liken fällt leichter als tatsächlich zu spenden).
Soll der Wildpark als Kulturgut der Region weiterbetrieben werden, käme des Weiteren eine schuldenfreie Schenkung mit Gebäuden und Tierbestand oder eine Erbpacht in Betracht. Dafür ist allerdings eine deutlich längere Vorlaufzeit nötig, inklusive Einsicht in die Buchführung des Wildparks. Das beinhaltet aber auch Einsichten in die anderen Betriebe, die zu Ortenburg betreibt.
Es bleibt abzuwarten, wie das Schicksal des Wildparks aussieht. Aber es wäre schade um diese Einrichtung. Es muss nicht immer Erlebniszoo oder Freizeitpark sein. Schön am Wildpark ist die Ruhe, die man beim Spaziergang erlebt. Selbst bei besucherstarken Tagen verläuft sich die Menge und man ist fast alleine.
Auch wenn ich kein regelmäßiger Besucher bin, fände ich die Schließung des Wildparks schade.

Dieser Beitrag wurde unter Tambach, Wildpark, Zoo abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.