Welchen Mehrwert bietet der Beutelwolf-Blog? – Ein Kommentar

Vor Kurzem habe ich mich gefragt, welchen Mehrwert der Beutelwolf-Blog hat. Den entsprechenden Beitrag habe ich gelöscht. Sabine hat sich darüber Gedanken gemacht und einen längeren Kommentar verfasst, den ich auch dem Rest meiner Leser nicht vorenthalten möchte. 

Hallo Martin,
du fragtest, welchen Mehrwert der Blog für uns hat.
Ich finde, der Blog ist vielfältig, überaus kompetent, toll zu lesen und immer aktuell gestaltet.
Und ganz wichtig finde ich, dass er Zoos zum Thema hat, weil mir die Zoos in unserer oft gar nicht tierfreundlichen Welt wie eine Arche Noah für bedrohte Tierarten vorkommen.
Auch die Themen ausgestorbene und vom Aussterben bedrohte Tiere finde ich sehr brisant.
Und dass diese wichtigen Themen gemeinsam in einem Blog bearbeitet werden, habe ich bisher nur beim „Beutelwolf“ gefunden.

Aber ist das mit deiner Frage gemeint? Ein bisschen habe ich das ja früher schon erwähnt …

Ich muss zugeben, dass es noch einen anderen Grund gibt, der bei mir zur „Leserbindung“ beträgt.
Und zwar denke ich bei dem Blog oft fast gleichzeitig „das kenne ich doch“ und „das ist mir neu“. Diese widersprüchlichen Empfindungen erzeugen bei mir ein Gefühl von – Spannung, zusätzlich zum Interesse am Thema.

Manches beim „Beutelwolf“ finde ich erstaunlich und überraschend.
Aber bei anderen Themen scheint es mir fast, als hätte ich sie schon einmal erlebt.

So habe ich z.B. auch eine Cafeteria betrieben. Und zwar an unserem Fachbereich – ich habe damals Sozialwissenschaften studiert – und wir waren zu viert, zwei Frauen und zwei Männer.
Wir stellten jeder für sich fest, dass es uns Kraft gab, wenn wir etwas selbst gestalten konnten. Und das gelang uns gut. Bald waren wir für unsere Tätigkeit bekannt, während der übrige Betrieb uns oft anonym erschien.
Einer aus unserer Gruppe war Jonas. Er hatte einen festen Freund und war sehr beliebt. Ich mochte ihn auch.
Seine besondere Stärke waren Zahlen – bei Preisen, Märkten und Qualität war er ganz in seinem Element.
Er konnte auch gut schreiben, das wussten wir. Wie gut genau, merkten wir erst als er weg war.
Dann war da Marita, meine Freundin, sehr einfühlsam, aber auch sehr humorvoll und – frech.
Außerdem noch Jonathan. Seine Stärke war Spanisch. Und kochen. Und Party machen mit seinen vielen Freundinnen und Freunden. Aber seine Liebe war nicht dabei – sie lebte in Spanien und war verheiratet.
Das war bei Marita und mir anders. Wir hatten den Mann unseres Lebens in Hamburg gefunden.

Jonas war oft weg. Regelmäßig in den Semesterferien machte er lange Reisen. Sie gingen meistens zu Freunden oder Verwandten in Deutschland. Wenn er dann Briefe schrieb, waren meine Freundin Marita, Jonathan und ich jedes Mal davon gefesselt.

Der Bahnhof, der Weg in die Stadt, die Berge im Hinterland – alles war so deutlich in seinen Schilderungen. Und seine Art war wunderbar, so – Guten Morgen, gute Laune, wie geht´s Euch, bisschen necken … Marita sagte dazu einmal: „Jetzt brauchen wir eigentlich selbst gar nicht mehr hinzufahren!“ Jonathan und ich sahen uns verblüfft an und lachten.
Im zweiten Jahr unserer Cafeteria merkten wir, dass Jonas etwas bedrückte: Seine Eltern wollten sich scheiden lassen.
Diesmal ging er im Winter auf eine längere Reise. Seine Briefe erreichten uns in der Vorweihnachtszeit aus Polen.
Als seine Eltern sich im darauf folgenden Jahr trennten, schrieb er uns aus Russland. Er erwähnte etwas von Geschäftspartnern dort, was wir aber nicht ganz verstanden.

Als seine Eltern das Geschäft auflösten, war er in China.
Danach wussten wir nicht mehr, wo er war – auf Reisen oder doch in Hamburg?

Wir konnten ihn nicht mehr erreichen. Außer einmal, aber da passte es für ihn gerade nicht.

Die Frage: weg oder nicht weg und warum? beschäftigte mich eine ganze Weile. Ich fand dafür keine Lösung.
Doch schließlich akzeptierte ich es. Denn jeder muss ja selbst wissen, ob er zurückruft. Und es macht keinen Sinn, jemand zu suchen, der nicht gefunden werden will.

Manchmal kommt es mir vor, als ob ich etwas schon einmal kennengelernt habe. Dann denke ich, mir fällt so viel dazu ein.
Doch nach einer Weile merke ich, dass es doch anders ist. Dann bin ich lieber still.

Eigentlich bin ich ganz gerne still. Man kann besser arbeiten;-).

So, das ist mir zum Thema eingefallen, und das habe ich mir ausgedacht, ha

Tschüß, viele Grüße und gutes Gelingen für den Blog

Sabine

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