Zoopresseschau

Zoo Duisburg 30.07.2014
Zoo-Spezial für ABC-Schützen: So lernen Tierkinder!
Das Ende der Sommerferien rückt näher, und für viele Kinder nähert sich ein ganz großer Tag – die Einschulungen stehen vor der Tür! Passend zu diesem Ereignis steckt der Zoo Duisburg sozusagen etwas Besonderes in die Schultüte. Um den ABC-Schützen die Wartezeit in den letzten Tagen zu versüßen, können Eltern mit ihren Kleinen an der kostenfreien Führung zum Thema „Lernen im Tierreich“ teilnehmen. Wie lehrt eine Wildkatzenmama ihren Sprösslingen das Jagen? Gucken Delfine gerne ab? Knacken Affen wirklich jede Nuss? Und wer macht den Klassenkasper im Zoo? Fragen über Fragen, die am 17.08.2014 jeweils ab 12:00 und 14:00 Uhr beantwortet werden. Ein fachkundiger Zoomitarbeiter begleitet die Teilnehmer ca. 1,5 Stunden lang durch den Zoo und erklärt, wer die wahren Blitzbirnen und wer eher die faulen Vertreter in den tierischen „Klassenzimmern“ sind. Natürlich gibt es im Zoo auch Unterricht durch menschliche Lehrer. Was die Tiere dort ganz ohne Tafel und Kreide lernen, hat meist mit ihrer Gesundheit zu tun. So steht auf dem Stundenplan weder Mathe noch Lesen, sondern Zähne putzen, Ultraschall oder Fußpflege. Immer wieder kommt es auch zu Überraschungen, wenn die Zoobewohner ihren Tierpflegern beispielsweise zeigen, welche Schwachpunkte ein Gehege hat. Da heißt es dann einmal mehr: „Wer lernt hier eigentlich von wem?“

Zoo Krefeld 30.07.2014
Zoo Krefeld: Orang-Utan Barito auf dem Weg nach Frankreich – Mal-Talent vom Affenhaus und WM-Orakel findet neue Heimat
„Barito“ der 14 Jahre alte Borneo-Orang-Utan aus dem Krefelder Zoo, der in der Vergangenheit durch seine Malkünste, eine eigene Mode-Kollektion mit seinen Werken, und schließlich als meistens richtig tippendes Fußball-WM-Orakel auf sich aufmerksam gemacht hat, verlässt den Seidenstadt-Zoo und wandert aus nach Frankreich. In den Zoo von La Palmyre. Sein Halbbruder „Bunjo“, der zusammen mit ihm vor sechs Jahren aus dem Zoo Köln nach Krefeld kam und sich hier besser in die Gruppe eingefunden hat, wird Familienoberhaupt bleiben und mit den Weibchen „Lea“ und „Sungai“ für weitere Nachzuchten sorgen. Weil beide Tiere jetzt geschlechtsreif sind, müssen sich ihre Wege trennen. In den frühen Morgenstunden am Mittwoch, 30. Juli, begann für Barito die Reise in das neue Leben. Zwei französische Tierpfleger, die ihn abgeholt haben, und sein Krefelder Pfleger Werner Golinowska begleiten ihn dabei. In Frankreich warten auch schon zwei Orang-Utan-Weibchen auf ihn, er wird also in seiner neuen Heimat nicht ohne Artgenossen auskommen müssen. Ob er dort weiterhin seine Malkünste präsentieren wird, ist noch ungewiss. Die Fachfrau für Tierbeschäftigung des Krefelder Zoos, Christine Peter, hat ihn schließlich entscheidend dabei angeleitet. Er hatte sich die Fähigkeit bei seiner Artgenossin Sita abgeguckt. Noch bis Mitte September hängt eine große Auswahl von Baritos Werken in der Ausstellungsscheune des Krefelder Zoos. Täglich von 11 bis 17 Uhr können die Bilder hier angeschaut werden. Gekauft werden können die einzigartigen Affen- Bilder über die online-Galerie affenbrut.de. Die Erlöse fließen zu über 60 Prozent in die Tierbeschäftigung. Das Modelabel ajoofa hat Kleidung mit den Bildern von Barito produziert. Unter ajoofa.com kann die aktuelle Kollektion der modischen Shirts bestellt werden.

Serengeti Park Hodenhagen 30.07.2014
Kleinste Rinderart der Welt mit Nachwuchs in der neuen Massai Mara Anlage
Am Freitag, den 06. Juni wurde in der neuen Masai Mara Anlage des Serengeti-Parks der erste Nachwuchs geboren. Ein kleines Dahomey-Zwergrind erblickte in den frühen Morgenstunden das Licht der Welt. Das Kälbchen wurde von seinem Tierpfleger auf den afrikanischen Namen „Kiuno“ getauft. Seine Eltern sind die 8 Jahre alte Nyasi und der 5 Jahre jüngere Charly. Beide kamen im letzten Jahr aus Österreich zu uns.
Nun durfte Kiuno das erste Mal das weitläufige Gelände der Masai Mara Tieranlage erkunden. Zu Beginn zögerlich und im Schutz seiner Mama erforschte er die unbekannte Umgebung und seine Bewohner. Nach ein wenig Eingewöhnungszeit überwand er seine Scheu und hatte sichtlichen Spaß beim Herumtollen im Gras. Seit dem 28. Juli kann der kleine Kiuno mit all den anderen Tieren bei der Safari zu Fuß auf der Masai Mara Anlage von den Besuchern bestaunt werden. Der Serengeti-Park freut sich über den Zuwachs und rechnet auch in Zukunft mit weiteren Zuchterfolgen bei den Dahomey Zwergrindern. Hintergrund Dahomey Zwergrind: Dahomey Zwergrinder sind die kleinste Rinderrasse der Welt und stammen ursprünglich aus dem heutigen Benin. Nach einer Tragzeit von 9-10 Monaten gebären sie ein 10-15 kg schweres und 30 cm großes Kalb. Es trinkt täglich etwa 1,5 l Milch und beginnt mit etwa zwei Wochen zusätzlich an zu grasen. Mit etwa 6 Monaten sind sie komplett entwöhnt. Danach ernähren sie sich von Gräsern, Heu, Obst und Gemüse. Ausgewachsene Tiere wiegen zwischen 180 kg und 300 kg.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 30.07.2014
Ferienspaß für Kids von sechs bis 14 Jahren: Beim Sommerferienprogramm der Wilhelma sind noch Plätze frei!
Eltern, die ihren Kindern für die Sommerferien noch die Teilnahme an einem der spannenden Programmangebote der Wilhelmaschule sichern möchte, haben unter der Telefonnummer 0711 / 5402-136 die Chance, einen der verfügbaren Restplätze zu ergattern. Ab Anfang August und bis in den September hinein bietet das Sommerferienprogramm spannende Erlebnisse für Kinder von sechs bis 14 Jahren. Frei sind beispielsweise noch Plätze bei dem Angebot „Keine Langeweile für Zootiere“, bei dem die Kinder gemeinsam mit den Tierpflegern Beschäftigungsspielzeug für Affen und Co. basteln und anschließend beobachten können, was die Tiere so alles damit anstellen. Oder wie wäre es, im Kurs „Fell & Federn“ ein eigenes Wilhelmabuch anzulegen, in dem von jedem besuchten Tier Haare, Federn oder Schuppen eingearbeitet werden? Einen Blick hinter die Kulissen des Aquariums werfen die Teilnehmer beim „Tag am Meer“ und gehen dort mit Seesternen und Oktopus auf Tuchfühlung. Ein Besuch „Down under“ in Australien bietet Kängurus, Krokodile und Kakadus. Diese und alle weiteren noch verfügbaren Themen und Termine finden sich bei „wilhelma.de/wilhelmaschule“ unter „Sommerferienprogramm“. Die Anmeldung ist verbindlich, eine bestätigte Anmeldung Voraussetzung für die Teilnahme.

Zoo Heidelberg 30.07.2014
Der Zoo Heidelberg und die Graf-von-Galen-Schule in Heidelberg arbeiten schon seit einigen Jahren zusammen. In der Schule werden Kinder und Jugendliche mit Behinderung unter Anderem auf Arbeit und Beruf vorbereitet. Neben den klassischen Schulfächern lösen die Schülerinnen und Schüler auch praktische Aufgaben in den schuleigenen Werkstätten. Als Gemeinschaftsprojekt der Holzwerkstatt, den Schüler/innen und dem Zoo sind nun 10 Stocherkästen für die Zootiere entstanden. Ein besonders schönes Projekt, denn die Schülerinnen und Schüler können im Zoo direkt sehen, wofür ihre Arbeit eingesetzt wird. Stocherkästen bestehen aus einem mehr oder minder komplizierten Labyrinth, in das die Tiere nur durch wenige Schlitze Einblick und Zugang haben. In diesen Labyrinthen wird Futter versteckt. Die Stocherkästen sind eine Herausforderung an Hirn und Geschicklichkeit vieler Zootiere. Vor allem die Menschenaffen lernen schnell, sich Stöcke oder andere Gegenstände als Werkzeug zu suchen, auf die richtige Länge zurechtzubeißen und damit auch aus komplizierten Labyrinthen Futter hervorzuholen. Dies konnten die Schülerinnen und Schüler direkt am Übergabetag beobachten, nachdem Herr Ritter aus dem Zoohandwerkerteam den ersten Stocherkastendirekt im Außengehege der Schimpansen installierte und Frau Jakob, Revierleiterin im Affenrevier, die Box mit leckeren Obst- und Gemüsestückchen befüllte. Aber auch andere Zootiere, wie zum Beispiel die Waschbären, beschäftigen sich mit den Stocherkästen. An jeweils einem Tag pro Woche haben die Schülerinnen und Schüler Werkstattarbeit auf dem Stundenplan. „Sie haben sehr motiviert und eigenständig an dieser schönen Aufgabe gearbeitet“ freut sich Herr Kamuf, der Lehrer der Gruppe. Der Zoo bedankt sich ganz herzlich für diese große Hilfe, die allen Beteiligten viel Freude bereitet hat – und nun auch den Zootieren. Eine weitere Zusammenarbeit ist schon geplant.

Zoo Basel 30.07.2014
Lebe schnell und intensiv: Sepien im Zoo Basel
Für kurze Zeit sind jetzt im Vivarium im Zoo Basel Sepien (oder Gemeine Tintenfische) zu sehen. Bereits haben sie sich gepaart und Eier gelegt. Sepien werden nur ungefähr eineinhalb bis zwei Jahre alt. Umso erstaunlicher ist es, wie intelligent sie sind. Sie kommunizieren untereinander mit sekundenschnellem Wechseln der Farben und Muster. Drei Sepien tummelten sich im Schaubecken Nr. 4. Zuerst fand das Männchen an einem der Weibchen Gefallen und es kam Balzlaune auf, wie am in solchen Fällen typischen Zebramuster unschwer zu erkennen war. Am 19. Mai legte das Weibchen eine „Traube“ aus Eiern ab und verstarb wenige Wochen später, was für Sepien nach der Fortpflanzung ebenfalls typisch ist. In den vergangenen Tagen zeigte das Männchen Interesse am zweiten Weibchen. Was bei den folgenden, „Ringkämpfen“ genau geschah, blieb aber in einer dunklen Tintenwolke verborgen. Sags mit Farbe Sepien ändern ihre Farben und Muster in Sekundenschnelle. Wer etwas Sepia-Sprache versteht, kann daran ihre Stimmung ablesen: Zwei schwarze Punkte auf dem Rücken deuten auf Abwehr hin. Im Jagdfieber huschen dunkle Farbwellen über den Körper, und hin und wieder können sich Sepien auch einmal schwarz ärgern. In der Sepien-Haut sind Farbpigmentzellen eingelagert, die auf die elektrischen Impulse von Nervenreizen reagieren. Tintenfische steuern mit ihrem Hirn jede einzelne Farbzelle in ihrer Haut, um sich perfekt an ihre Umgebung anzupassen. Die Farbwechsel sind etwa gleich schnell wie das Flackern des Sonnenlichts auf dem seichten Meeresboden. „Live fast die young“ Sepien werden nur eineinhalb bis zwei Jahre alt und sind deshalb immer nur kurz im Vivarium zu sehen. Die Aufzucht ist recht heikel, da sie sich untereinander nicht gut vertragen. Zur Verpaarung wählen die Tierpfleger einzelne Sepien aus. Mit viel Fingerspitzengefühl und etwas Glück bildet sich so ein Paar und beginnt mit Paarungs-Ringkämpfen. Das Weibchen befestigt einige Tage bis Wochen danach bis zu zweihundert Eier an Hornkorallen, aber auch an eigens dafür ins Aquarium gehängte Taue oder Netze. Intelligenzbestien des Meeres Trotz ihrem Namen sind Tintenfische nicht mit Fischen, sondern mit Schnecken verwandt. Sie sind neugierig, kommunizieren untereinander und zeigen ein komplexes Sozialleben, das wohl nur mit demjenigen von Säugetieren oder Vögeln vergleichbar ist. Im Zolli werden sie bereits seit 1979 gezüchtet. Wer die Sepien besucht, sollte einen Blick auf ihre Mitbewohner werfen. Wie kleine bunte Feuerwerke ragen die Korallenpolypen aus ihren Stöckchen.

Münchner Tierpark Hellabrunn 29.07.2014
Ausstellung der Fotofreunde Tierpark Hellabrunn
Im Artenschutzzentrum des Tierparks Hellabrunn können sich Gäste vom 31. Juli bis zum 15. September 2014 die Ausstellung „Ansichten und Einsichten – Tierportraits aus Hellabrunn“ ansehen. Der Ausstellungsraum ist jeweils von 9 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet. Gorilla Kajolu fasziniert den Betrachter mit seinem direkten Blick. Eisbärenmutter Giovanna wirkt ganz selig angesichts ihres eigenen Familienglücks und kuschelt liebevoll mit ihren Zwillingen Nela und Nobby. Dies sind nur zwei Bespiele einer Auswahl beeindruckend realitätsnaher Bilder der Tiere Hellabrunns, die die Fotofreunde Tierpark Hellabrunn im Artenschutzzentrum beim Orang-Utan-Paradies ausstellen. Die Fotofreunde Tierpark Hellabrunn sind Hellabrunn-begeisterte Fotografen, die ihre im Münchner Tierpark entstandenen Fotos in sozialen Netzwerken im Internet verbreiten. Über Jahre sind so fotografische Schätze entstanden, die Hellabrunn nun mit dieser Ausstellung der Öffentlichkeit näher bringen möchte.

Zoo Vivarium Darmstadt 29.07.2014
Dr. Maria Börsig Haus: Außengehege für Bolivianische Totenkopfaffen im Zoo Vivarium fertig gestellt
Nach der Eröffnung des neuen Hauses für südamerikanische Affen im April dieses Jahres wurde jetzt das Außengehe für die Bolivianischen Totenkopfaffen fertiggestellt. Verschiedene Bäume und Seile bieten den Tieren Kletter- und Versteckmöglichkeiten. Die 11-köpfige Affengruppe ist ab sofort in der ca. 850 Quadratmeter großen Anlage zu sehen. Zoo-Gäste können die Tiere bequem von Sitzmöglichkeiten außerhalb der Anlage beobachten. Die Eingangs- und Ausgangsschleuse zum Gehege ist auch für Menschen mit Handicap, die etwa auf einen Rollator oder einen Rollstuhl angewiesen sind, benutzbar. Sobald die Totenkopfaffen sich eingewöhnt haben, wird das begehbare Außengehege für Besucherinnen und Besucher in Begleitung eines Tierpflegers zugänglich sein und für intensive Tier-Beobachtungen sorgen. Der Zoo Vivarium wird die genauen Termine mitteilen. Mit den bolivianischen Affen beteiligt sich der Zoo Vivarium Darmstadt am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) und hat in den letzten Jahren die Zoopopulation dieser Art mit zahlreichen Nachzuchten erweitert, die an andere Zoos gingen. Als Bewohner der Baumkronen im südamerikanischen Regenwald fühlen sich die Affen im zweistöckigen Bau mit dem hohen Innengehege und der großzügigen Außenanlage besonders wohl. In dem 170 Quadratmeter großen „Dr. Maria Börsig Haus“ leben neben den Bolivianischen Totenkopfaffen noch die Zwergseidenäffchen. Hinzukommen wird in allernächster Zeit eine weitere Krallenaffen-Art.

Zoo Salzburg 29.07.2014
Gundula auf dem Weg der Besserung!
Vor 14 Tagen wurde die Weißkopfgeier-Dame Gundula in einem Garten nahe der Hellbrunner Straße in Anif von Tierpflegern schwer verletzt gefunden und gleich in den Zoo gebracht. Zoo-Tierärztin Miriam Wiesner untersuchte das Geier-Weibchen umgehend: Eine Kralle am rechten Fuß war angerissen und die Wunde blutete stark. Sie hatte auch Hautabschürfungen am Bein. Wiesner entschied, dass der Vogel rasch zur Veterinärmedizinischen Universitätsklinik für Vögel nach München gebracht werden sollte, um weitere Verletzungen auszuschließen. Die Ärzte in München diagnostizierten eine Fraktur am rechten Sprunggelenk. Ihr Fuß wurde geschient und verbunden. Die Spezialisten der Klinik müssen den Verband regelmäßig wechseln und ihr Bein therapieren, um es beweglich zu halten. Hoffentlich gleitet sie bald wieder hoch oben in den Lüften dahin „Gundula hat wieder großen Appetit und es hat den Anschein, dass sie mit dem Klinikaufenthalt zurechtkommt“ berichtet Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner. „Die behandelnden Tierärzte sind zuversichtlich, dass Gundulas Verletzungen soweit gut verheilen werden. Hoffentlich wird sie in zwei bis drei Wochen wieder hoch oben in den Lüften über dem Hellbrunner Berg dahingleiten“. Die freifliegenden Gänsegeier vom Salzburger Zoo Weltbekannt sind die freifliegenden Gänsegeier des Salzburger Zoos. Im Sommer sind die imposanten Aasfresser mit ihrer rund zweieinhalb Meter weiten Flügelspannweite eher selten gesehene Gäste in Hellbrunn. Den Winter verbringen diese Vögel hoch oben am Hellbrunner Berg des Zoogeländes und kommen fast täglich zur Fütterung „herunter“

Tiergarten Nürnberg 29.07.2014
Neue Luchsanlage im Tiergarten
Der Tiergarten der Stadt Nürnberg hat die ehemalige Wolfsanlage umgebaut und mit drei Luchsweibchen aus dem Wildpark Pforzheim besetzt. Damit hat der Zoo erstmals seit knapp elf Jahren wieder Vertreter dieser heimischen Raubkatzen im Bestand. Das neue Gehege umfasst eine Fläche von 1.850 Quadratmetern, es ist reich strukturiert und bewaldet. Die große, mit dem Umbau verbundene Neuheit der Anlage ist eine Aussichtskanzel im oberen Bereich. Die Projektkosten für den Bau der neuen Luchsanlage belaufen sich insgesamt auf etwa 95.000 Euro. Mit knapp 30.000 Euro unterstützten die Mitglieder des Vereins der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V., darunter auch Tierpaten, das Projekt. Dr. Lorenzo von Fersen, 2. Vorsitzender des Vereins, begrüßt die Rückkehr der Luchse in den Tiergarten: „Da Luchse entgegen aller Hoffnungen in Bayern nach wie vor extrem bedroht sind und illegal getötet werden, lag es nahe, sich erneut für den Erhalt des Luchses einzusetzen und das Millionenpublikum des Tiergartens für diese Tierart zu begeistern.“ Für dieses Anliegen erhielt der Tiergarten auch eine Spende der Nürnberger Heinrich-Gröschel-Stiftung in Höhe von 8.000 Euro und die in Nürnberg ansässige Firma Electrolux Hausgeräte GmbH übernahm eine Tierpatenschaft über 3.500 Euro. „Wir freuen uns den Tiergarten Nürnberg mit unserer Tierpatenschaft unterstützen zu können“, so Nadya Bayer von den AEG Hausgeräten (Elektrolux). „Für Natur und Umweltschutz setzen wir uns immer gerne ein – vor allem natürlich in unserer Heimat.“ Der Wildpark Pforzheim hielt auf einer großen Anlage insgesamt sechs Tiere, ein Männchen und fünf Weibchen, in einer Gruppe. Eine solch große Gruppe hat den Vorteil, dass die Besucher auch sehr gute Chancen haben, die Tiere in einem weitläufigen Gehege zu sehen. Die Katzen, die in der Gruppe aufgewachsen sind, vertragen sich untereinander gut. Eine solche Gruppe soll perspektivisch auch in Nürnberg etabliert werden. Die drei Luchsweibchen, zwei sterilisierte und eine nicht sterilisierte Katze, werden in den nächsten Jahren noch durch einen Kater ergänzt. Der Nürnberger Tiergarten hat in der Vergangenheit schon viele Luchse gehalten. Die letzte Gruppe wurde mit einem Paar aus den Karpaten aufgebaut, das 1980 in der Ostslowakei geboren wurde und über den tschechischen Zoo Dvùr Králové am 9. Dezember 1982 nach Nürnberg kam. Insgesamt zog es neun Jungtiere auf, zwei davon wurden 1993 im Kampinoski-Nationalpark in Polen ausgewildert. Der Kater erreichte ein Alter von 19 Jahren, das Weibchen starb am 4. November 2003 mit einem für Katzen außergewöhnlichen Alter von gut 23 Jahren. Die damalige Haltung in den beiden „Papageienvolieren“ gegenüber dem Raubtierhaus war jedoch ein Auslaufmodell. Aktuell leben in Bayern 15 bis 20 adulte Luchse im Bayerischen und Oberpfälzer Wald. Die Nachweise weiter nördlich beziehungsweise westlich konnten seit Jahren nicht mehr bestätigt werden. Anders in der südlichen Oberpfalz oder in Niedersachsen. Im Harz wurden in den Jahren von 2000 bis 2006 insgesamt 24 Luchse ausgewildert. Nun steigt dort der Bestand leicht an und einzelne Tiere in Nord-Hessen sind vermutlich von dort her eingewandert. Wenn wir den Luchs akzeptieren, kann er also durchaus überleben und für solch eine klare Akzeptanz engagiert sich der Tiergarten.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 29.07.2014
Wildes Wochenende – Vortrag „Artenschutz im Urlaub“
Souvenirs im Konflikt mit dem Artenschutz Ob Krokohandtasche, Schlangenhaut oder Alligatorschädel, nicht alle exotischen Mitbringsel, die man im Urlaub legal erwerben kann, darf man nach Deutschland einführen. Der Zoll hat, vor allem an Flughäfen, gerade zur Urlaubszeit ein wachsames Auge und kann auch einmal empfindliche Strafen verhängen. Am 3. August 2014 berichtet darum das Hauptzollamt Stuttgart in der Wilhelmaschule, passend zu den anstehenden Sommerferien, über Artenschutz im Urlaub. Gut ist es, sich vor dem Urlaub zu informieren, mit welchen Souvenirs man Raubbau an der Natur unterstützt. Denn Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Außer den kurzen Vorträgen um 15 und 16 Uhr zeigen die Zollmitarbeiter auch Stücke aus der Asservatenkammer des Stuttgarter Flughafens und beantworten natürlich gerne Fragen..

Wildpark Lüneburger Heide 29.07.2014
Aktiv in den Ferien – Wildpark macht‘s möglich!
Sommerferien-Programm im Wildpark Lüneburger Heide: „Mitmachen“ ist angesagt Das war ein langes Schuljahr – vor allem für die Kinder aus Niedersachsen. Aber jetzt sind sie endlich im ganzen Norden da, die lang ersehnten Sommerferien. Das Event-Team vom Wildpark Lüneburger Heide in Hanstedt-Nindorf steht auch schon in den Startlöchern, um Kindern und erwachsenen Besuchern einen unvergesslichen Urlaubstag zu gestalten – prall gefüllt mit tierischen Erlebnissen, spannenden Abenteuern, Aktivitäten und Aktionen: Junior-Tierpfleger, Junior-Falknerschein, Original Lauenburger Puppentheater und Überraschungsvormittage im Wildpark sind die Themen, aus denen das Wildpark-Event Team ein großes Sommerferien-Paket geschnürt hat. Da ist für jeden garantiert etwas dabei! Immer mittwochs 12 – 15 Uhr: Junior-Tierpfleger für Kinder Mädchen und Jungen ab 9 Jahren werfen einen einmaligen Blick hinter die Wildpark-Kulissen und erleben einen spannenden Tag mit den Tieren. Tiere füttern und Gehege reinigen gehören ebenso zum Programm wie ein Besuch auf der Hühnerfarm – Küken streicheln inklusive! Die Ponys freuen sich auch auf ihre Streicheleinheiten und im Wüstenklima des Reptiliums kann man Echsen, Schlangen und Schildkröten beobachten. Eine Anmeldung unter 04184 8939-15 ist erforderlich. Die Teilnahme kostet EUR 15,00 pro Kind. Jeden Donnerstag 13 – 16 Uhr: Junior-Falknerschein für Kinder Keine Angst vor Greifvögeln? Dann sind Kinder ab 9 Jahren bei den Wildpark-Falknern bestens aufgehoben und können Eulen und Greifvögel hautnah erleben. Neben vielen spannenden Informationen steht auch hier die Arbeit mit den Tieren im Vordergrund – und zwar auf Augenhöhe mit den Flugkünstlern; jedes Kind darf selber wie ein richtiger Falkner den Handschuh überstreifen und einen Greifvogel halten. Als Erinnerung gibt es eine Junior-Falknerurkunde. Auch hier ist eine Anmeldung unter 04184 8939-15 erforderlich. Die Kosten betragen ebenfalls EUR 15,00 pro Kind.

Zoo Wuppertal 29.07.2014
Neu im Zoo Wuppertal – eine Blattschneiderameisenkolonie mit über 30.000 Tieren
Bereits seit dem letzten Jahr hält der Zoo Wuppertal eine Kolonie südamerikanischer Blattschneiderameisen. Bis jetzt waren die Tiere für die Besucher nicht zu sehen, was sich aber nun geändert hat. Seit letzter Woche ist die erste Ausbaustufe der neuen Amei-senanlage in unserem Tapirhaus abgeschlossen. Nun können die Besucher einen ersten Blick auf die Tiere werfen. Diese erste Ausbaustufe ist allerdings im für das Publikum nicht zugänglichen Bereich. Erste ganz nahe Einblicke werden im Verlauf des weiteren Jahres möglich sein , wenn die Tiere näher an die Besucher heranziehen werden. Erst einmal müssen wir den Tieren aber die Zeit geben, komplett mit allen Mitgliedern des Staates in die erste Ausbaustufe umzuziehen. Blattschneiderameisen sind dafür bekannt mit ihren Mundwerkzeugen Pflanzenblätter zu zertei-len um mit diesem einen eigenen Pilz zu züchten. Dabei können sie Blatteile mit dem mehrfachen Gewicht ihres eigenen Körpergewichtes wegtragen, was sowohl die großen als auch die kleinen Zoobesucher begeistert.

Tiergarten Schönbrunn Wien 29.07.2014
DIE LUSTIGSTEN TIERE IN EINEM KALENDER
Küssende“ Flusspferde, „lachende“ Mähnenrobben und ein Orang-Utan, der mit Bausteinen spielt: Im neuen Kalender „Tierisch lustig 2015“ des Fotografen Daniel Zupanc sind die witzigsten Tierfotos aus dem Tiergarten Schönbrunn zu sehen. Jedes Monatsblatt zeigt eine Szene, die uns zum Schmunzeln bringt. „Im Tiergarten entstehen viele lustige Aufnahmen, weil die Tiere auf unterschiedlichste Art beschäftigt werden. So konnte ich fotografieren, wie Eisbär Ranzo mit einem Ball spielt, das Orang-Utan-Weibchen Sol Bausteine stapelt oder ein Nasenbär zu Halloween Leckereien aus einem geschnitzten Kürbis nascht“, erzählt Daniel Zupanc.Ob Tiere einen Sinn für Humor besitzen, ist in der Wissenschaft umstritten. Fest steht allerdings, dass sie oft unfreiwillig komisch wirken. „Immer wieder bekomme ich Situationen vor die Linse, die wir lustig finden, weil die Tiere uns dabei so extrem menschlich erscheinen, wie zum Beispiel ein Brillenbär, der in einer Hängematte liegt.“ Natürlich dürfen im Kalender die großen Publikumslieblinge wie die Pandas oder die Tiger nicht fehlen. Das Cover zeigt aber die „Stars“ schlechthin, die Erdmännchen. „Zu den Erdmännchen durfte ich ausnahmsweise ins Gehege. Neugierig haben sie meine Fotoausrüstung inspiziert und sogar durch die Kamera geschaut“, erzählt Zupanc. Und was macht ein Fotograf da? Schmunzeln und ein Foto schießen.

Zoo Hannover 28.07.2014
Das Gasthaus Meyer begeistert Schülerinnen und Schüler für Gastronomie
Ran an den Herd! Nudeln mit Tomatensauce – das einfachste Rezept der Welt! Man nehme: Eine Packung Nudeln und eine Tüte Tomatensauce. Dass man dieses Gericht auch ganz frisch, viel leckerer und ohne Tüten kochen kann, zeigte das Team vom Gasthaus Meyer am Montag 24 Achtklässlern des Ratsgymnasiums Peine. Die erste große Überraschung überkam die Schülerinnen und Schüler gleich morgens bei der Nudelproduktion: Nein, Nudeln sind nicht hart. Zumindest dann nicht, wenn sie ganz frisch sind. Ab 9:30 Uhr wurde das Nudelholz geschwungen, bevor die Küche so richtig auf Betriebstemperatur kam. Die eine Hälfte der Schulklasse zauberte das Essen am Herd aus frischen Tomaten, Kräutern und natürlich den selbstgemachten Nudeln, während die andere Hälfte im Gastraum in die hohe Kunst eingeweiht wurde Tische stilvoll einzudecken. „Wir möchten den Kindern vermitteln, dass Kochen Spaß macht und dass Gerichte aus frischen Zutaten viel gesünder sind und besser schmecken als Fertigprodukte“, erklärt Jörg Kantor, Leiter der Gastronomie im Erlebnis-Zoo Hannover. Zudem möchte das Gasthaus Meyer die Schülerinnen und Schüler frühzeitig für die Gastronomie und ihre Berufe begeistern. „Kochen mit Kindern“ ist ein Pilotprojekt vom Gasthaus Meyer. Wenn die Aktion bei den Jungköchen gut ankommt, besteht höchste Wiederholungsgefahr. Und spätestens beim gemeinsamen Essen waren sich die Schülerinnen und Schüler aus Peine einig: Die Mühe hat sich gelohnt – guten Appetit!

Zoo Magdeburg 28.07.2014
Neue Südamerikaner im Zoo
Schwarzschwanz-Silberäffchen Mit den neuen, äußerst selten gehaltenen Schwarzschwanz-Silberäffchen ist aktuell die 9. Krallenaffenart im Magdeburger Zoo eingezogen. Erstmals in Magdeburg zu sehen, erhielt der Zoo ein Pärchen dieser hübschen Neuweltaffen aus England (Newquay und Shaldon) und ist nun der einzige Zoologische Garten auf dem europäischen Festland, in dem Besucher die kleinen Primaten beobachten können. Der Zoo Magdeburg hält und züchtet seit drei Jahrzehnten Krallenaffen. Die Erfolge in Zucht und Haltung vieler dieser seltenen und bedrohten Arten brachten bisher internationale Anerkennung. Auch bei den Schwarzschwanz-Silberäffchen wird auf reichlichen Nachwuchs gehofft.
Ein hochintelligenter und stimmlich sehr aktiver Neuzugang ist als schöner Kontrast im Gehege der Ecuadoramazonen für Zoobesucher zu beobachten. Der zu den Kranichverwandten zählende Graurücken-Trompetervogel ist im tropischen Regenwald Südamerikas beheimatet. Dort wird er infolge seiner Intelligenz von Indiostämmen gerne als Haustier und Ungezieferjäger gehalten. Für das Weibchen, das aus Köln in unsere Elbestadt kam, wird derzeit nach einem passenden Männchen Ausschau gehalten.

Wisentgehege Springe 28.07.2014
Wilder Wildpferdnachwuchs im Wisentgehege
Vier Fohlen in vier Tagen In der Zeit vom 23. bis 26. Juli sind im Wisentgehege vier Przewalskifohlen geboren worden. Allen geht es ausgezeichnet. Es sind zwei Hengst- und zwei Stutfohlen. Wie üblich, sind alle im Laufe der Nacht zur Welt gekommen. Hilfe benötigen die Wildpferde dabei nicht. Im Gegenteil! Jeder Mensch würde vor und während der Geburt eine Störung darstellen. Wenn bei stark bedrohten Arten, zu denen das Przewalskipferd gehört, Nachwuchs kommt, ist die Freude im Wisentgehege immer besonders groß. Dass die Geburten in so kurzem Zeitraum stattfinden, ist allerdings ungewöhnlich und auch für die Mitarbeiter des Springer Wildgeheges ein besonderes Ereignis. Als „Nestflüchter“ sind die Fohlen innerhalb weniger Minuten auf den Beinen. Es dauert nur wenige Stunden bis sie perfekt laufen und auch in hohem Tempo der Herde folgen können. Für Besucher ist es faszinierend, den Fohlen bei Ihren alltäglichen Laufspielen zuzusehen. Das Wisentgehege Springe beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm der Przewalskipferde. Viele der Pferde, die in Springe gezüchtet wurden, leben in verschiedenen Projekten in Europa und in den Wiederansiedlungsprojekten in der Mongolei und in China. Für die vier Fohlen gibt es natürlich noch kleine Pläne, aber vielleicht werden auch sie in absehbarer Zeit in den Steppen Asiens in Freiheit leben. Zur Finanzierung der Transporte in die Wiederansiedlungsprojekte muss sich der abgebende Betrieb mit 5000,- Euro pro Pferd an den immensen Kosten beteiligen. Dazu hat der Förderverein „Freunde des Wisentgeheges“ ein zweckgebundenes Spendenkonto eingerichtet. Volksbank Springe, BLZ 25193331, KNr: 81463 303

Tiergarten Worms 28.07.2014
Seniorennachmittag im Tiergarten Worms
Der Seniorenbeirat lädt ein zur Führung: Wölfe in Deutschland – Fluch oder Segen? Am Montag dem 4. August findet der vierte Seniorennachmittag 2014 im Tiergarten statt. Bitte beachten: Da sich die Ruftaxi-Zeiten leicht geändert haben, beginnt die Führung dieses und die kommenden Male etwas später, nämlich erst um 14.45 Uhr. Im Juli lernten die knapp dreißig Teilnehmer eine Menge über Farben, Federn und Formen der Tierwelt. Rot und Blau können zum Beispiel bedeuten: „Achtung ich bin giftig!“, und schwarz-gelbe Tiere geben oftmals das Signal „Achtung, ich steche dich!“ Flamingos hingegen haben einen dezent-rötlichen Farbton. Dieser entsteht durch die spezifische Ernährung der Vögel. Algen und Krebse, die Hauptnahrungsmittel der Flamingos, enthalten sogenannte „Carotinoide“, rote Farbstoffe. Die Leber der Flamingos verwandelt diese Farbstoffe in winzige Teilchen und diese wandern dann in die Federn. Je rötlicher das Gefieder des Flamingos ist, desto mehr Futter konnte das Tier erringen und das ist ein besonders wichtiges Merkmal für die Männchen. Die Frauenwelt der Flamingos entscheidet sich nämlich für denjenigen Bewerber, der am meisten Nahrung liefert und damit den zukünftigen Nachwuchs gut versorgen kann. Die grünen Drachen des Tiergartens, die Leguane im Exotenhaus, begeisterten die Senioren mit ihren Tarneigenschaften. Den Satz: „ Ich kann die Echsen gar nicht sehen“ konnte man nicht nur einmal hören, da die Leguane durch ihr grünes Äußeres, im Dickicht der Pflanzen, kaum zu erkennen sind. Als kleines Highlight durften die Gäste dann zum Abschluss eine Stabheuschrecke anfassen. Diese tarnen sich durch ihre Form. Das bloße Auge kann das Tier nicht auf Anhieb erkennen, da sie kaum von einem kleinen Zweig zu unterscheiden sind. Die kommende Seniorenführung am 4. August thematisiert „Wölfe in Deutschland – Fluch oder Segen?“. Nach der Ausrottung der einst heimischen Wölfe, gegen Ende des 19. Jahrhunderts, siedelt er sich nun wieder häufiger im östlichen Teil Deutschlands an. Doch ist diese Tatsache nun ein Fluch oder ein Segen? Tierschützer freuen sich über die Einwanderung­ -­ Bauern sorgen sich um ihr Vieh! Der Wolf gehört zu den vom Aussterben bedrohten Tieren in Deutschland und ist deswegen streng geschützt. Welche positiven und auch negativen Aspekte mit der Anwesenheit der Wölfe in Deutschland auftreten, erfahren die Besucher am vierten Seniorennachmittag. Nach dem Besuch bei den schönen aber doch gefürchteten Wölfen kann man den Tag dann bei Kaffee und Kuchen in der Tiergartenschule ausklingen lassen. Da nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen vorhanden ist, ist eine Anmeldung bis zum Freitag, dem 1. August, an der Tiergartenkasse erforderlich (Tel. 06241/972270). Die Führung inklusive Eintritt kostet für Senioren 5,50 € und für Kinder ab vier Jahren 3,00 €.

Zoo Heidelberg, 25.07.2014
Internationales Elefantenpflegertreffen im Zoo Heidelberg
Seit 50 Jahren treffen sich in regelmäßigen Abständen Elefantentierpfleger aus aller Welt, um sich über einen der wohl interessantesten Berufe auszutauschen. Der Zoo Heidelberg richtet in diesem Jahr das Internationale Elefantenpflegertreffen aus, zu dem sich Kollegen aus aller Welt – von der Schweiz, über Holland bis hin zu den USA – angemeldet haben. Gemeinsam wird über die unterschiedlichen Erfahrungen mit ihren „sanften Riesen“ gesprochen, neue Beschäftigungsmethoden ausgetüftelt, aber auch über Probleme berichtet, die der Alltag mit diesen sensiblen Tieren mit sich bringen kann. Im Zoo Heidelberg leben ausschließlich Asiatische Elefantenbullen. Der direkte Kontakt vor allem zu Elefantenbullen, kann auch für Tierpfleger lebensgefährlich sein. Dies ist einer der Gründe, warum im Zoo Heidelberg die Haltung der Bullen im geschützten Kontakt, dem „Protected contact – Konzept“, stattfindet. Bei dieser Haltungsmethode agiert der Pfleger nicht als Leitelefant sondern die Tiere lernen, mit einem Pfleger durch ein Belohnungssystem kooperativ zusammenzuarbeiten. Zwischen Pfleger und Tier gibt es immer eine Trennung durch ein Gitter. Das Elefantenpflegertreffen im Zoo Heidelberg, an dem über 50 Pfleger, aber auch einige Tierärzte und Zoologen, teilnehmen, dient sowohl dem Austausch über die tägliche Arbeit mit Elefanten, als auch der Vernetzung weltweit. Nur durch dieses Engagement kann die Haltung von Wildtieren in Zoos immer weiter verbessert und damit auch der wichtigste Punkt – die Arterhaltung – gewährleistet sein. „Viele Erkenntnisse aber auch interessante Fragen erwachsen aus dem täglichen Umgang mit den Elefanten und finden nur schwer Eingang in die wissenschaftliche Literatur. Treffen wie dieses führen dazu, dass auch dieses Wissen kommuniziert wird,“ erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann, warum der Zoo Heidelberg gerne Gastgeber für diese Treffen ist. Das Treffen wird von unterstützt von der Heidelberger Brauerei und der Musikkneipe Eckstein.

Zoo Osnabrück, 25.07.2014
Im August den Zootieren „Gute Nacht“ sagen, Neue Tierart eingezogen: Kirk-Dikdiks
Im August können Besucher auch nach Feierabend den Zoo Osnabrück besuchen und die besondere Atmosphäre im dämmrigen Waldzoo genießen. Die Kasse hat dann bis 20 Uhr geöffnet, die meisten Tierhäuser sind bis 21:30 Uhr begehbar. Eine neue Tierart, zwei Kirk-Dikdiks, kann dann ebenfalls beobachtet werden. Für alle, die Löwen, Giraffen und Co. „Gute Nacht“ sagen wollen, ist der Zoo Osnabrück im August täglich für Besucher länger geöffnet: „Gerade an heißen Tagen sind die kühlen Abendstunden genau richtig für einen entspannten Spaziergang durch den Zoo. Dann werden auch viele Tiere richtig aktiv und Besucher können sehen, wie der Wolfsnachwuchs im Wald umhertobt oder wie die Hyänen durchs hohe Gras streifen“, erklärt Zoogeschäftsführer Andreas Busemann. „Da wir uns weitgehend ohne kommunale Zuschüsse, das heißt primär aus Besucher- und Sponsoreneinnahmen, finanzieren, sind für uns natürlich auch die finanziellen Impulse maßgebend.“ Bei guter Resonanz überlege der Zoo, das neue Konzept dauerhaft in den Sommermonaten zu etablieren. Das Wohl der Tiere steht dabei jedoch immer im Vordergrund: Deswegen bleibt zum Beispiel das Menschenaffenhaus mit Orang-Utan Buschi, der seine festen Schlafenszeiten hat, auch geschlossen. Wer mehr über das abendliche Tierleben erfahren will, kann sich zwei Zoo-Guides anschließen. Diese führen während der neuen Öffnungszeiten interessierte Tierfreunde auf zwei verschiedenen Routen durch den Waldzoo. Start der rund 45-minütigen Führungen ist um 18:30 Uhr, 19:30 Uhr und 20:30 Uhr jeweils am Affentempel „Angkor Wat“ im Zentrum des Zoos. Es gelten die üblichen Eintrittspreise. Zu den neuen Öffnungszeiten können Besucher auch gleich eine neue Tierart in der ehemaligen Goldschakalanlage beobachten: die zwei Kirk-Dikdik-Böcke Marco und Neo. Kirk-Dikdiks sind dämmerungsaktiv und zählen zu den kleinsten Antilopenarten der Welt. Marco ist am 07.12.2013 geboren und reiste aus Rotterdam nach Osnabrück. Neo ist am 10.10.2013 im englischen Chester geboren. Damit die Tiere einziehen konnten, haben Tierpfleger und Gärtner die Anlage neben dem Löwenaußengehege neu bepflanzt und Bäume zurück geschnitten, um für mehr Licht zu sorgen. Langfristig soll hier wieder mehr Rasenfläche entstehen. Ihr neues Zuhause scheint den Zugezogenen zu gefallen, sie haben sich bereits gut eingelebt.

Münchener Tierpark Hellabrunn, 25.07.2014
Lang ersehnter Emu-Nachwuchs in Hellabrunn
Im Münchner Tierpark gab es seit mehr als zehn Jahren keinen Nachwuchs bei den Emus. Nun sind gleich acht kleine australische Laufvögel auf der Gemeinschaftsanlage mit den Roten Riesenkängurus unterwegs. Vater sein kann ganz schön anstrengend sein, vor allem, wenn die Kinderschar so groß ist und man(n) sich um alles alleine kümmern muss! Der achtfache Nachwuchs von Emu-Papa Kanoro (9 Jahre) und Emu-Weibchen Luschi (3) hält vor allem Kanoro auf Trab, denn bei den australischen Laufvögeln ist die Aufgabenverteilung ganz klar: Die Emu-Weibchen legen zwar die Eier, aber alles, was danach kommt – Brut und Betreuung des Nachwuchses – ist reine Männersache. Zwischen dem 6. und dem 12. Mai schlüpften Nummer 1 bis 8 aus dunkelgrünen Eiern, die etwas kleiner als Straußeneier sind: Fünf Küken waren es am 6. Mai, zwei am 8. und eins am 12. Mai. Da hatte Emu-Männchen Kanoro bereits knapp 60 Tage mit dem Brüten der Eier verbracht. Während der ersten eineinhalb Lebensjahre sorgt ausschließlich der Vater für die Jungtiere. Die Mutter der kleinen Nestflüchter kümmert sich nicht um die Jungvögel. Kleine Emus haben ein Gefieder, das – wie bei Frischlingen – schwarz-weiß gestreift ist. Am liebsten fressen die acht kleinen Emus in Hellabrunn zurzeit Insekten und Brennnesseln. Da ihre Geschlechter noch nicht festgestellt werden konnten, haben sie noch keine Namen. Kuratorin und Interimschefin Beatrix Köhler: „Kanoro, der Vater unseres Emu-Nachwuchses, macht seine Sache hervorragend, hat einen großen Beschützerinstinkt und kümmert sich rührend um seine Jungtiere. Da wir in Hellabrunn seit mehr als zehn Jahren keine Nachzucht bei den Emus hatten, freuen wir uns über die acht gesunden kleinen Laufvögel nun besonders.“ Mittlerweile sind die kleinen Emus knapp zweieinhalb Monate alt, und auf der Hellabrunner Gemeinschaftsanlage von Emus und Riesenkängurus ist einiges geboten: Ein Emu-Küken entfernt sich zu weit von Papa Kanoro, ein anderes schlägt Haken und läuft dem nächsten nach – natürlich in die andere Richtung – und zudem muss ein freches Känguru verscheucht werden, das sich zu nah an die Mini-Emus traut: Vater Kanoro ist im Rundum-Einsatz. Emus leben in freier Wildbahn in Australien, können mehr als zweieinhalb Meter große Schritte machen und bis zu 50 km/h schnell laufen. Allerdings sind die Laufvögel flugunfähig, da ihre Flügel nur noch ansatzweise vorhanden sind. Verwandt sind Emus nicht mit Straußen, auch wenn sie ihnen optisch ähneln, sondern mit Kasuarvögeln. Nach den afrikanischen Straußen sind die australischen Emus die zweitgrößten Vögel der Erde: Mit einem Gewicht von mehr als 50 Kilogramm können sie vom Fuß bis zum Schnabel eine Höhe von 1,80 Meter erreichen.

Zoologischer Garten Magdeburg, 25.07.2014
Bildhauer werkeln im Zoo: Passionierte Künstler gestalten tierische Hingucker
Einmal im Jahr schlägt der Bildhauer-Workshop unter Kursleiter Andreas Seidel und Steinmetzmeisterin Cathrin Bothmann in herrlicher Magdeburger Zookulisse seine Zelte auf. So wie derzeit noch bis morgen zu sehen, können Kreative und Naturliebhaber hier eine ganze sommerliche Woche nach Herzenslust Tierfiguren im Bereich Plastik und Skulptur gestalten. Der künstlerischen Phantasie sind beim Arbeiten mit Stein, Ton und anderen Materialien keine Grenzen gesetzt – Expertenrat ist stets zur Stelle. Ein besonderes Schmankerl für Tierbegeisterte ist das Anatomiestudium direkt am Lebewesen. Wer beim gewählten Thema „Tapir“ am echten Tier fühlen und beobachten darf, erhält einen ganz neuen Zugang zur eigenen künstlerischen Ader. Dafür lohnt sich auch der weite Weg einiger Kursteilnehmer bspw. aus Münster nach Magdeburg. An der Seite des passionierten Künstlers Andreas Seidel steht die Steinmetzmeisterin Cathrin Bothmann, von der die Kursteilnehmer eine umfassende Einführung in den Umgang mit Materialien und Werkzeugen erhalten. Andreas Seidel, seines Zeichens Präparator am Naturkundemuseum Magdeburg, ist für das gewisse künstlerische Etwas zuständig. Sein Fachwissen über tierische Anatomie, Verhaltensweisen und Bewegungsabläufe fließt in den Unterricht ein und ist Grundlage für gelungene Tierdarstellungen. Unter seiner Leitung trifft sich die Interessengruppe „ZooZeichner“ jeden Dienstag zum gemeinsamen Naturstudium im Magdeburger Zoo.

Zoo Dresden, 25.07.2014
Nachwuchs in der Mandrill-Gruppe: Weibchen Ikela bringt gesundes Mädchen zur Welt
Am vergangenen Sonntag (20. Juli) konnte in unserer Mandrill-Gruppe ein neuer Zuwachs begrüßt werden. Das 10-jährige Weibchen Ikela brachte nach einer Tragzeit von einem halben Jahr ihr erstes Mädchen zur Welt. Ikela sorgte zusammen mit Männchen Napo bereits in den vergangenen Jahren dreimal für männlichen Nachwuchs. Die zwei jüngsten Sprösslinge Rafiki (geboren 2011) und Takari (geboren 2013) leben noch zusammen mit den Eltern in der Gruppe. Das kleine Weibchen Uzuri hängt eng am Bauch von Mutter Ikela und wird regelmäßig mit Muttermilch versorgt. Mandrill-Jungtiere werden bis zu einem dreiviertel Jahr gesäugt, nehmen aber bereits mit etwa eineinhalb Monaten auch feste Kost zu sich. Der Name „Uzuri“ ist afrikanischer Herkunft und bedeutet „die Schöne“. In der Dresdner Mandrill-Gruppe leben Mandrill-Männchen Napo, Weibchen Ikela und ihre Schwester Jamala, die beide im Dresdner Zoo geboren wurden, das schon 28-jährige Mandrill-Weibchen Gitte, die jungen Männchen Rafiki und Tacari sowie nun die kleine Uzuri. Die ursprüngliche Heimat der Mandrills sind die tropischen Regenwälder Zentralafrikas und sie sind mit Ausnahme der Menschenaffen die schwersten Primaten der Welt.

Zolli Basel, 24.07.2014
Strategien gegen die Sommerhitze
Das äusserst milde Klima in der Region Basel ist schweizweit bekannt. Viele Zolli-Bewohner kommen aus wärmeren Gefilden und mögen die sommerlichen Temperaturen. Für diejenigen, die trotzdem gerne eine zwischenzeitliche Abkühlung schätzen, ist in den natürlich strukturierten Anlagen immer eine Kühlmöglichkeit vorhanden. Auch das Zoopersonal hilft gerne beim Abkühlen mit. Die Rentier- und Bisonherden sehen zurzeit ziemlich zerzaust aus. Das gut isolierende Winterfell hängt noch in letzten Fetzen herunter, doch bald werden sie es ganz abgestreift haben und das sommerliche Kurzhaarfell erscheint in neuem Glanz. Gerne ziehen sie sich im Sommer an Schattenplätze zurück und verlegen Ihre Aktivitätsphasen in die kühleren Morgen- und Abendstunden. Mit etwas Glück kann der Besucher auch beobachten, dass die Tiere Abkühlung im nahe gelegenen Flusslauf suchen, indem sie längere Zeit im seichten Wasser stehen bleiben. Die unter den Klauen befindliche Lederhaut ist besonders gut durchblutet, womit ein effizienter Wärmeaustausch über die Füsse stattfindet. Kühlende Glaces sind bei Menschenaffen, Javaneraffen und Klammeraffen ein Hit. Dazu werden Gemüse- oder Früchtestücke in Eis gefroren. Seit diesem Sommer kommen auch die Panzernashörner in deren Genuss. Während dem die Mütter Quetta (20) und Ellora (32) anfangs noch wenig Interesse zeigten, preschten die Jungtiere Kiran und Jari vor. Erst beim Auftauen der Leckerbissen bekundeten auch die älteren Tiere Interesse. Bulle (20) Jaffna kühlt mit dem Eis auch gerne seine Wangen, indem er sich sanft gegen die Glace lehnt. In der Freiflughalle des Vogelhauses werden täglich Pflanzen gegossen und der Besuchergang heruntergewaschen. Diese Möglichkeit zur Abkühlung nutzen Fischer-Turako, China-Rotschnabelbülbül, Blaunacken-Mausvögel und Co. im Sommer vermehrt, um eine Dusche zu nehmen oder sich an den nassen Pflanzenblättern abzukühlen.

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 24.07.2014
KLEINE GEPARDE ALS GROSSE ABENTEURER
Miteinander spielen, durchs hohe Gras tollen und über Steine springen: Die Außenanlage im Tiergarten Schönbrunn hat den Geparden-Jungtieren jede Menge Abenteuer zu bieten. Seit vergangener Woche steht das Tor zur Freianlage offen und die mittlerweile drei Monate alten Drillinge Zulu, Sambesi und Mali entdecken neugierig jeden Winkel. „Mutter Cimber lässt ihren Nachwuchs nicht aus den Augen und das ist gar nicht so einfach. Geparde sind die schnellsten Landsäugetiere und auch die Kleinen flitzen schon mit hohem Tempo durch die Anlage“, erzählt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. In ihrer Heimat Afrika sind Geparden-Junge sehr gefährdet. Sie fallen oft Löwen, Hyänen oder Leoparden zum Opfer, während ihre Mutter auf der Jagd ist. Schratter: „Zur Tarnung haben die Jungtiere eine silbergraue Nackenmähne, die sich ab dem Alter von drei Monaten langsam zurückbildet. Dank dieser wolligen Haare verschmelzen sie mit dem Savannengras und sind für andere Raubtiere nicht so leicht auszumachen.“ Der größte Feind der Geparde ist allerdings der Mensch, der sie bei der Viehzucht als Konkurrenten sieht und gnadenlos jagt sowie ihren Lebensraum zerstört. Die jüngeren Geparden-Drillinge, die am 4. Juli geboren worden sind, sind noch in der separaten Anlage. In dieser „Kinderstube“ kümmert sich Mutter Farida fürsorglich um sie. Um eine ungestörte Aufzucht zu ermöglichen, ist der Bereich noch gesperrt und die Kleinen sind für die Besucher daher noch nicht zu sehen. Mittlerweile sind sie so groß wie Hauskatzen und ihre dicken Milchbäuche sind ein gutes Zeichen dafür, dass sie sich prächtig entwickeln. Bis sie ebenfalls in die Außenanlage dürfen, müssen sie allerdings noch ein ordentliches Stück wachsen.

Tierpark Bochum, 24.07.2014
Köhlerschildköten-Trio im Tierpark Bochum: Neue Tierart bereichert „Südamerika-WG“
Drei Köhlerschildkröten finden als eine weitere neue Tierart im Bochumer Tierpark ein neues Zuhause. Zunächst wurde im vergangenen Monat ein stattliches Köhlerschildkröten-Männchen mit den Weißbüschelaffen und Grünen Leguanen in der „Südamerika-WG“ vergesellschaftet. Nun sind auch zwei Schildkrötenweibchen eingetroffen, die das Trio perfekt machen. Das Köhlerschildkröten-Männchen befand sich seit 1988 in Privathaltung der Bochumerin Beate Sprenger. Im Tierpark Bochum hat es nun ein neues Zuhause gefunden, indem es nicht länger der einzige seiner Art sein sollte. Beate Sprenger freut sich: „Natürlich fällt es mir ein wenig schwer, mich nach so langer Zeit von dem Tier zu trennen, aber ich weiß das es hier im Tierpark in den besten Händen ist. Um weiterhin einen Teil zum Wohl der Schildkröte beizutragen, habe ich auch umgehend die Patenschaft für das Tier übernommen.“ Adäquate Gesellschaft für den Schildkröten-Junggesellen wurde nun ebenfalls dank des ehrenamtlichen Einsatzes der Bochumerin herbeigeholt. Die beiden weiblichen Schildkröten, die dem Männchen nun zur Seite gestellt wurden, stammen aus dem Zoo Schwerin. Beate Sprenger reiste auf eigene Kosten gen Norden, um die Tiere in ihre neue Heimat nach Bochum zu überführen. Zoodirektor Ralf Slabik erläutert erfreut: „Durch die Komplettierung der Köhlerschildkröten-Gruppe lässt sich nun auf zukünftige Zuchterfolge hoffen, die dem Artenschutzgedanken des Tierparks entgegenkommen. Die Basis hierfür wurde dank des bürgerschaftlichen Engagements geschaffen, welches für den Bochumer Tierpark, wie für andere gemeinnützige Einrichtungen von unschätzbarem Wert ist. „Ehrenamtler“ wie Frau Sprenger, die sich in ihrer Freizeit freiwillig für Tier-, Natur- und Artenschutz einsetzen, sind hervorragende Bespiele einer selbstlosen Unterstützung der Interessen des Gemeinwohls. Sie verdienen größte Wertschätzung und Anerkennung in ihrem Handeln, ohne das viele Projekte – auch im Bochumer Tierpark – nicht realisierbar wären.“ Zusätzlich zu ihrem Einsatz für den Tierpark kümmert sich die Schildkrötenliebhaberin auch um weitere Landschildkrötenarten, die in ihrem heimischen Garten ein liebevoll gepflegtes Zuhause haben. Seit ihrem neunten Lebensjahr ist Beate Sprenger für ihre Lieblingstiere da und nimmt auch gelegentlich Abgabetiere bei sich auf. Köhlerschildkröten (Chelonoidis carbonaria) gehören zur Familie der Landschildkröten und sind, wie auch ihre tierischen Mitbewohner im Bochumer Tierpark, im tropischen Südamerika beheimatet. Dort kommen sie sowohl in Savannen als auch im Regenwald vor, denn ihre optimalen Umweltbedingungen sind eine hohe Luftfeuchtigkeit, sowie dauerhafte Temperaturen über 20 °C. Köhlerschildkröten leben hauptsächlich von pflanzlicher Nahrung, fressen aber auch Aas oder Insekten. Von anderen Schildkrötenarten heben sie sich durch ihre grau-schwarze Grundfärbung und die gelb bis orangeroten Hornschuppen auf Beinen und Kopf ab. Mit ihrer Größe von ca. 50 cm können sie ein Gewicht von knapp 20 kg erreichen. Köhlerschildköten legen 6-10 Eier in ein nicht allzu tief gegrabenes Loch, aus denen nach etwa 5 Monaten die Jungtiere schlüpfen. Köhlerschildkröten gelten als gefährdet und sind laut Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt. Trotzdem sind sie in ihrer Heimat durch illegale Jagd und Lebensraumzerstörung bedroht. Einen kleinen, jedoch wichtigen Anteil für die Erhaltung dieser faszinierenden Schildkrötenart können erfolgreiche Nachzuchten liefern, die durch die Haltung in Zoologischen Gärten ermöglicht werden.

Die 86. Ausgabe der ZOOQUARIA, dem Magazin der EAZA ist erschienen und kann hier heruntergeladen werden.

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