Portrait: Kropfgazelle

Persische Kropfgazelle (Zoo Plzen)

Persische Kropfgazelle (Zoo Plzen)

Von allen Arten der Gattung Gazella dringt die Kropfgazelle am weitesten nach Norden vor. Sie bewohnt die Steppen und Halbwüsten von Transkaukasien, Palästina und Arabien über Iran und Turkestan bis in die Wüste Gobi und Nordchina. Es werden sieben Unterarten beschrieben:
Arabische Kropfgazelle (Gazella subguttorosa marica): Arabische Halbinsel; gefährdet
Persische Kropfgazelle (Gazelle subgutturosa subgutturosa): Transkaukasien, Persien, Mesopotamien, Russisch-Turkestan; In Persien und Mesopotamien weitgehend ausgerottet, in Russisch-Turkestan noch gesichert
Seistan-Kropfgazelle (Gazella subgutturosa seistanica): Seistan in Ostpersien, Belutschistan, Afghanistan; weitgehend ausgerottet
Jarkand-Kropfgazelle oder Saikik-Gazelle (Gazella subgutturosa yarkandensis): Ebenen in Yarkant, Xinjiang; gesichert
Tibetische Kropfgazelle (Gazella subgutturosa reginae): Nordtibet, Nordwest-Tsaidam; gesichert
Mongolische Kropfgazelle (Gazella subgutturosa hilleriana): Mongolei; gefährdet
Dsungarische Kropfgazelle (Gazella subgutturosa sairensis): Dsungarei und Ost-Balkasch, nordwärts bis Tarbagataigebirge; gefährdet

Die Kropfgazelle erreicht eine Körperlänge von 90 bis 115 cm, eine Schulterhöhe von 50 bis 65 cm, eine Schwanzlänge von 15 bis 20 cm sowie ein Gewicht von 20 bis 35 Kg. Das Fell ist meist hellbraun bis ocker gefärbt, die arabische Unterart ist fast weiß, und ermöglicht den Tieren in ihrem natürlichen Lebensraum eine sehr gute Tarnung. Die Bauchseite ist deutlich heller gefärbt. Der Schwanz ist schwarz. Die Männchen verfügen über imposante Hörner, die eine Länge von 25 bis 43 cm erreichen können. Weibchen verfügen nur über sehr kleine oder gar keine Hörner.

Kropfgazellen bewohnen Wüsten, Halbwüsten, hügelige Ebenen und Hochebenen im westlichen und zentralen Asien. Die Hauptverbreitungsgebiete erstrecken sich über Kaukasien, die arabische Halbinsel, Iran, Turkestan bis in die Wüste Gobi.

Da die Kropfgazelle weiter im Norden lebt als andere Gazellen ist sie stärker von Jahreszeiten abhängig, und kennt im Gegensatz zu ihren südlicheren Verwandten eine feste Brunftperiode. Ab September sammeln die starken Böcke jeweils einige Weibchen um sich und verteidigen diese gegen Nebenbuhler. Wenige Wochen später schließen sich die Weibchen wieder zu größeren Herden zusammen und die Männchen verlassen deren Gesellschaft. Anfang Winter verlassen sie in den nördlichen Regionen des Verbreitungsgebietes die verschneiten Zonen und sammeln sich in wärmeren Tälern mit geringeren Niederschlägen. Während des Winters bilden sie zeitweise große Herden. Die Populationen aus Syrien wanderten einst jeden Herbst Richtung Süden nach Saudi-Arabien und kehrten im Frühling in die Nähe des Euphrat zurück um ihre Kitze zu gebären. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gazellenarten sind Zwillingsgeburten nicht selten. Kropfgazellen ernähren sich vielseitig von Gräsern, Kräutern, Blättern und Trieben.

Kropfgazellen ernähren sich von Gräsern, Kräutern, Blättern und jungen Trieben. Meist gehen sie in den frühen Morgen- und Abendstunden auf Nahrungssuche. Im Winter unternehmen sie bei der Nahrungssuche oft Wanderungen von zehn bis dreißig Kilometer am Tag. Im Sommer sind diese Wanderungen selten nötig.

Persische Kropfgazelle (Tier- und Naturschutzpark Görlitz)

Persische Kropfgazelle (Tier- und Naturschutzpark Görlitz)

Da die Kropfgazelle weiter im Norden lebt als andere Gazellen ist sie stärker von Jahreszeiten abhängig, und kennt im Gegensatz zu ihren südlicheren Verwandten eine feste Brunftperiode. Die Geschlechtsreife erreichen Weibchen der Kropfgazellen mit rund neun Monaten, Männchen hingegen erst mit etwa 18 Monaten. Die Brunftzeit erstreckt sich über die Monate September bis Januar. Ab September sammeln die starken Böcke jeweils einige Weibchen um sich und verteidigen diese gegen Nebenbuhler. Wenige Wochen später schließen sich die Weibchen wieder zu größeren Herden zusammen und die Männchen verlassen deren Gesellschaft. Zu Beginn des Winters verlassen sie in den nördlichen Regionen des Verbreitungsgebietes die verschneiten Zonen und sammeln sich in wärmeren Tälern mit geringeren Niederschlägen. Während des Winters bilden sie zeitweise große Herden. Die Populationen aus Syrien wanderten einst jeden Herbst Richtung Süden nach Saudi-Arabien und kehrten im Frühling in die Nähe des Euphrat zurück um ihre Kitze zu gebären. Nach einer Tragezeit von 160 bis 170 Tagen bringt das Weibchen ein oder zwei Jungtiere an geschützter Stelle zur Welt. Nach der Geburt bleibt das Jungtier einige Tage regungslos im Gras oder Gestrüpp liegen. Die Mutter kommt mehrmals am Tag vorbei um das Jungtier zu säugen. Später folgt das Jungtier der Mutter und der Herde. Die Säugezeit beträgt rund 130 bis 150 Tage.

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