Zoo Saarbrücken

Auf dem Gelände des Saarbrücker Zoo existierte schon um 1870 ein Steinbruch, bis 1926 auch eine Seilbahn. Ursprünglich 1932 gegründet, wurde der Saarbrücker Zoo im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört. 1956 wurde er am Südhang des Saarbrücker Stadtteiles Eschberg auf einem 15 Hektar großen Gebiet neu erbaut. Errichtet wurde der Zoo an einer steilen Stelle des Eschberges.
Ende 2005 wurde der langjährige Direktor Vaclav Ceska des Amtes enthoben. Der damit verbundene politische Streit blockierte über Jahre fast alle Investitionen, so dass der Saarbrücker Zoo damals den Anschluss an die Zoowelt verloren hatte. Aufgrund sinkender Besucherzahlen wurde der Nordeingang geschlossen. Zwei Hektar des nördlichen Zoogeländes werden momentan zu einem Wohngebiet umgebaut.
Seit 2008 wird jedoch wieder an der Umsetzung verschiedener Projekte gearbeitet. Der Zoo Saarbrücken hat für zukünftige Projekte im Rahmen dieses Investitionsprogamms 2014 einen Masterplan erarbeitet, womit er wieder aufgewertet und attraktiver gestaltet werden soll. Fertig geworden sind mittlerweile neue Anlagen für Mandrills und Geparde und für neue Tierarten wie Erdmännchen und Pinselohrschweine. Das Afrikahaus wurde neu isoliert und ein Giraffenhügel sowie eine Hängebrücke (mit 42 Metern die längste Hängebrücke im Saarland) hinzugefügt.
Im Oktober 2012 wurde das neue Seehundbecken eröffnet, das alte Seehundbecken beherbergt nach einem Umbau seit Anfang 2014 Humboldtpinguine. Ebenfalls im Frühjahr 2014 wurde eine große Außenanlage für die Gorillas fertiggestellt, und noch im selben Jahr sollen ein begehbares Lemuren-Gehege und eine Anlage für Helmkasuare fertig werden.
Spezialisiert ist der Zoo auf afrikanische Arten – vor allem von der Insel Madagaskar – sowie Primaten. Das zentrale Tierhaus ist das Afrikahaus. Es dient als Quartier für Giraffen, Zebras und Antilopen.
Im Untergeschoss befindet sich eine Nachttierabteilung mit Gürteltieren, Erdferkeln, Nachtaffen und anderen nachtaktiven Tieren (und einige Insekten), sowie eine Ausstellung über den Ursprung der Menschen und Muscheln.
Der Zoo beherbergt auch eine große Anzahl an Affen, darunter einige Lemuren aus Madagaskar.
Im Tapirhaus leben auch freifliegende Sonnensittiche.

Einige der Gehege haben Gewächshauscharakter, was manchmal passend ist, manchmal nicht. Einige Tiere haben großzügige Anlagen zur Verfügung, andere nicht, aber der Zoo arbeitet daran, das Leben der Tiere zu verbessern, was vor allem bei der Außenanlage der Gorillas ersichtlich wird. Die Schimpansen dagegen haben noch kleine Außengehege zur Verfügung, aber ich bin mir sicher, dass dieses und andere Pain Areas demnächst auch der Vergangenheit angehören werden.

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Zootierliste

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