Zoopresseschau

Tierpark Sababurg 27.08.2014
10. Mittelalterliches Spectaculum im Tierpark Sababurg
Am ersten September-Wochenende ist es wieder so weit: Das große Mittelalter-Spectaculum im Tierpark Sababurg findet in dem einmaligen Ambiente des kulturhistorischen Mauerparks unterhalb der Sababurg statt. Am Samstag, 06. September 2014 von 10.00 – 23.00 Uhr und am Sonntag, 07. September 2014 von 10.00 – 19.00 Uhr versetzt der Tierpark Sababurg seine Besucher in eine spannende Epoche zwischen Antike und Neuzeit. Es entsteht ein großer mittelalterlicher Platz mit Zelten und Ständen. Hier wird gelebt, gekämpft und gefeiert, gefeilscht und verkauft. Über 300 historische Figuren tragen dazu bei, dass sich der Besucher in einer anderen längst vergangenen Welt glaubt. Schaukämpfe mit Blankwaffen, Kinderbelustigung, allerlei Gaumenschmaus und Unterhaltung werden geboten. Heerlager, Gaukler, Hexen und Bogenschützen, Herolde, Kunsthandwerker und edle Ritter in Kettenhemden, Helmen und Lederzeug mit Schwertern, Lanzen und Speeren. Zweimal bzw. dreimal täglich wird die bekannte Mittelalterband „Dunkelschön“ das Spectaculum am Samstag und Sonntag beleben und am Samstagabend ein sehens- und hörenswertes 90-minütiges Konzert zeigen. Balladen der Romantik treffen auf rockige Elemente der Neuzeit und versprechen dem Zuschauer einen facettenreichen Musikgenuss. Das Trio „Zeter und Mordio“ wird den Markt an beiden Tagen um 10.00 Uhr eröffnen. Diese Drei sind etwas, was sich nicht in ein paar Sätzen beschreiben lässt. Possen, Mitmachmärchen und immer einen lockeren Spruch auf den Lippen, so unterhalten sie große und kleine Zuschauer. Eines lässt sich mit Bestimmtheit sagen: Der Spielfreude und der Lebenslust von „Zeter und Mordio“ kann man sich nicht entziehen! An beiden Tagen ist auch die Mittelalterband „Liudon Incorruptus“ mit dabei. „Liudon Incorruptus“ ist Spielfreude und Lebenslust zugleich mit einer perfekten Verbindung aus historischer Marktmusik und Unterhaltung! Abgerundet wird das musikalische Programm durch „Unvermeydbar“, eine junge Band aus der Region. Die historische Falknerei Hellenthal wird zweimal täglich ihre edlen Greifvögel im Flug vorführen. Eine besondere Attraktion wird das Mittelalter-Wikinger-Karussell für Groß und Klein sein. Bekannte Künstler aus der Mittelalter-Szene versprechen weitere Programm-Höhepunkte. „Marbun“, der Gaukler und Jongleur, wird ebenso dabei sein wie „Spiriti Sancti“ mit ihrer abendlichen, spektakulären Feuershow. Keiner sollte sich das Ereignis des Jahres im Tierpark Sababurg zwischen Bad Karlshafen und Hofgeismar, mitten im Reinhardswald gelegen, entgehen lassen.

Tierpark Bochum 27.08.2014
Bochum hat einen Weltmeister – Tierpark Bochum freut sich mit Reviertierpfleger Lukas Gers
Der Bochumer Tierpark hat einen Weltmeister! Reviertierpfleger Lukas Gers hat mit seinem Team die Einradhockey-Weltmeisterschaft in Kanada gewonnen. Nun ist er zurück und das Tierparkteam feiert seinen erfolgreichen Mitarbeiter und Kollegen. Neben seiner Begeisterung für Tiere, ist Einradhockey die große Leidenschaft des Bochumer Reviertierpflegers Lukas Gers. Er spielt mit seiner Mannschaft den „Baukau Boogaloos“ für den Baukauer Turnclub 1879 e.V Herne. Seine Teamkollegen sind sein Bruder Stefan Gers, Ben Behrens, Rene Mischliewitz und Maximiliane Jaik. Angefangen mit der noch wenig bekannten Sportart haben die fünf Spieler vor 10 Jahren, seit rund drei Jahren spielen sie in der aktuellen Besetzung zusammen. Bei der ersten gemeinsamen WM-Teilnahme 2012 in Brixen mussten sie sich noch der Schweizer Nationalmannschaft im Finale geschlagen geben. Ein Jahr später besiegten sie diese jedoch bereits im Finale der Europameisterschaft. Im selben Jahr gewannen die „Baukau Boogaloos“ zudem die Deutsche Meisterschaft. Die Einrad-Weltmeisterschaft, auch Unicon genannt, wurde diesjährig zum 17. Mal in Montreal, Kanada ausgetragen. Sie findet alle zwei Jahre statt, zuletzt 2012 in Brixen, Italien. Zunächst drohte die Teilnahme an Unicon 17 in Kanada aufgrund fehlender finanzieller Mittel zu scheitern. Doch durch zahlreiche Aktionen, wie Kalender- oder Kuchenverkäufe und der Unterstützung von Sponsoren konnte das nötige Geld aufgebracht und die Flugtickets nach Kanada gebucht werden. In der Vorrunde spielten die Mannschaft um Lukas Gers unter anderem gegen Australien und die USA, bei denen sie haushoch gewannen. Im Halbfinale trafen sie auf ein weiteres Deutsches Team, ehe sie im Finale wie im Jahr zuvor, auf die Schweizer Nationalmannschaft trafen. In einem packenden letzten Spiel gewannen die „Boogaloos“ am Ende verdient mit 6:3. So dürfen sich Lukas Gers und die anderem „Baukau Boogaloos“ amtierender Deutscher Meister, Europameister und Weltmeister nennen. Der Tierpark Bochum gratuliert Lukas Gers und seinen Teamkollegen zu diesem tollen Erfolg! Einradhockey ist eine recht schnelle, spannende und sehr faire Sportart. Gespielt wird fünf gegen fünf mit Eishockeyschlägern und einem Tennisball auf ganz normale Eishockey-Tore. Die Spielzeit ist unterschiedlich und variiert zwischen zweimal 10 Minuten und zweimal 20 Minuten. Anders als z.B beim Eishockey ist beim Einradhockey kein Körperkontakt erlaubt, deshalb benötigen die Spieler keine spezielle Schutzausrüstung. In Deutschland gibt es eine Einradhockeyliga (EDEL) welche 1995 gegründet worden ist. In der EDEL spielen derzeit über 50 Mannschaften aus ganz Deutschland, wobei man das Ruhrgebiet und den Raum Frankfurt am Main als Hochburg bezeichnen kann. Neben den gut 50 Mannschaften in Deutschland gibt es in der nicht sehr bekannten Sportart noch viele andere Mannschaften weltweit, z.B. in England, Frankreich, USA, Kanada, China, Südkorea, Dänemark, Costa Rica, Italien und der Schweiz.

Tiergarten Nürnberg 27.08.2014
„Delfinweibchen Sunny ist trächtig“
Im Tiergarten der Stadt Nürnberg wird mit Spannung die erste Geburt bei den Großen Tümmlern nach der Eröffnung der Lagune erwartet. Nach siebenjähriger Pause ist nun zum ersten Mal wieder ein Delfinweibchen trächtig. Die 15-jährige Sunny kam im Jahr 2005 nach Nürnberg, wo sie im Jahr 2007 ihr erstes Jungtier zur Welt brachte, um das sie sich zwar vorbildlich kümmerte, das aber nach drei Tagen dennoch verstarb. Es hatte trotz regelmäßigen Saugens kaum Milch aufgenommen. Im September 2011 wurde bei Sunny die „Pille“ abgesetzt. Sie ist nun wieder trächtig, was bei routinemäßigen Ultraschalluntersuchungen festgestellt werden konnte. Bei höheren Säugetieren ist das soziale Lernen für Geburt und Aufzucht ein wichtiger Baustein für erfolgversprechendes Mutterverhalten. Vor dem Neubau der Außenanlage in Nürnberg mussten gebärende Tümmlerweibchen immer in das speziell für Geburten gebaute zweite Delfinarium gebracht werden, wodurch zwar Störungen durch andere Delfine zuverlässig verhindert wurden, aber die anderen Gruppenmitglieder die Erfahrungen der Mütter nicht teilen konnten. Bei Jenny, die sich als unerfahrenes Muttertier gezeigt hatte, wird deshalb die „Pille“ erst dann wieder abgesetzt, wenn sie die Möglichkeit hatte, Sunny zu beobachten, wie diese gebärt und ihr Jungtier versorgt. Bei Anke sieht der Tiergarten vorerst von einem weiteren Zuchtversuch mit ihr aus genetischen Gründen ab. Während der Bauarbeiten für die Lagune und das Manatihaus im Tiergarten der Stadt Nürnberg vom September 2008 bis August 2011 verblieben von den weiblichen Tümmlern aus sozialen und gesundheitlichen Gründen nur Sunny und Jenny im Tiergarten. Sie erhielten während der Bauzeit die „Pille“. Eine Trächtigkeit und womöglich eine Geburt während der Bauphase oder direkt in der nachfolgenden Eingewöhnungszeit wurden als zu riskant für die Tiere eingeschätzt. Die anderen weiblichen Tümmler Anke, Naomi und Nynke wurden im September 2008 zu Zuchtzwecken nach Harderwijk gebracht. Daraus hervorgegangen sind bisher drei gesunde Jungtiere von Naomi und Nynke. Die erst kürzlich aus Duisburg eingetroffenen Weibchen Dolly und Donna haben beide in Duisburg schon Geburten und Aufzuchten miterlebt, so dass sie für ihre ersten Geburten bereits gute Voraussetzungen mitbringen. In der Lagune sind Delfingeburten in einem zentralen Bereich des Beckenkomplexes vorgesehen, so dass alle Gruppenmitglieder Geburt und Aufzucht von Anfang an miterleben und davon lernen können. Neu ist auch ein sogenannter Hebeboden in einem der für werdende Mütter vorgesehenen Becken, der die Möglichkeit eröffnet, schon in frühem Stadium nach der Geburt das Kalb schonend und ohne Gefahr für Delfin oder Mensch zu untersuchen und bei Bedarf zu behandeln. Das mit der Lagune neu entstandene Konzept für das Zucht-Management orientiert sich stark an Erfahrungen sehr erfolgreicher Delfinarien, bei denen sich zwei Faktoren als wichtig herausgestellt haben: – Die Qualität des mütterlichen Verhaltens hängt stark von sozialen Lernerfahrungen ab. Dies gilt für die meisten höheren Säugetiere (zum Beispiel die meisten Affenarten, Elefanten und Menschen). – Eine gesundheitliche Kontrolle vom ersten Tag an mit entsprechenden Therapiemöglichkeiten hat die Mortalität der Delfinkälber reduziert: Zum Beispiel Blutzuckermessungen geben einen Hinweis, ob das Kalb genug Milch aufgenommen hat und ein Blutbild kann auf Infektionen oder Mangelerscheinungen hinweisen. „Durch dieses neue Management steigt die Überlebens-Wahrscheinlichkeit, wenn auch eine natürliche Mortalität nie zu verhindern sein wird. Dem Tiergarten ist bewusst, dass an dieser ersten Geburt in der Lagune ein großes öffentliches Interesse besteht. Es lastet ein entsprechend großer Druck auf den Mitarbeitern des Tiergartens. Die Direktion des Tiergartens möchte deshalb den wahrscheinlichen Geburtstermin nicht vorab bekannt geben und bittet dafür um Verständnis“, sagt Tiergartendirektor Dr. Dag Encke. Die Zucht und Vermehrung Großer Tümmler in den wissenschaftlich geleiteten Delfinarien, die in der EAAM (European Association for Aquatic Mammals) zusammengeschlossen sind, wird in einem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) koordiniert. Das Ziel des EEPs ist eine selbsterhaltende Population Großer Tümmler in den Verbands-Delfinarien und die Bewahrung der genetischen Diversität dieser Population über die nächsten 100 Jahre. Seit 2003 greift das EEP nicht mehr auf neue Wildfänge zurück, sondern vergrößert die Population durch seine erfolgreichen Nachzuchten. Der Anteil zoogeborener Tiere liegt heute schon bei zwei Dritteln der Gesamtpopulation. 1991 kam der letzte wild gefangene Delfin aus der Schweiz nach Deutschland. Von den 17 in Deutschland lebenden Großen Tümmlern sind zwölf in den Delfinarien von Duisburg (7), Soltau (2), Nürnberg (1) und Harderwijk/Niederlande (2) geboren und aufgewachsen. „Wie für alle sozial organisierten Säugetiere und Vögel ist für die Großen Tümmler in gemischtgeschlechtlichen Gruppen die Fortpflanzung mit einer Aufzucht der Jungen im Sozialverband ein essentielles Verhaltensbedürfnis. Die Koordinierungs-Aufgabe des EEPs besteht darin, sowohl die sozialen Bedürfnisse in den Gruppen zu befriedigen als auch die genetische Integrität der Population zu garantieren, zum Beispiel Verhinderung von Inzucht, und darüber hinaus die Anzahl der Tiere auf die Kapazitäten der Institutionen abzustimmen“, sagt Tiergartendirektor Dr. Dag Encke.

Tierpark Hagenbeck Hamburg 27.08.2014
In Hamburg sagt man Tschüss – Abschied von Thura und Tochter Rani
Fast 30 Jahre lang lebte Elefantenkuh Thura im Hamburger Tierpark Hagenbeck. Fünf Jungtiere brachte sie seitdem zur Welt. Das jüngste ist Rani, ihre fünfjährige Tochter. Nun hieß es Abschied nehmen, denn die beiden ziehen in den Leipziger Zoo. Dort erwartet Saida, Thuras Freundin aus vergangenen Hamburger Jahren, die alte Bekannte und ihr Kalb. Auf der Verbundenheit der beiden Kühe soll nun in Leipzig aufgebaut werden. Ziel von Hagenbecks Elefantenzucht im Zuge des EEP (Europäisches Erhaltungszuchtprogramm) ist es, eine stabile Familienherde aus verwandten oder sehr gut befreundeten Tieren aufzubauen. Nur in einer solchen Herde ist ein harmonisches Zusammenleben gewährleistet. Elefantendame Thura hat sich in all den Jahren nie so in die Familienherde einfügen können, wie es notwendig gewesen wäre, um eine stabile Herdenstruktur aufzubauen. Der Tierpark Hagenbeck verabschiedete sich von den beiden Schwergewichten mit einem großen Korb voller Äpfel als Reiseproviant. Ein Elefantenpfleger aus Hamburg begleitete den Umzug der beiden Elefanten und informierte die Kollegen in Hamburg, dass die Tiere den Transport gut überstanden haben. „Trotz gründlichster Planung und Vorbereitung birgt solch ein Umzug immer ein kleines Restrisiko für die Tiere. Deshalb sind wir alle sehr froh, dass die Reise und die Ankunft gut verlaufen sind“, so Tierarzt Dr. Michael Flügger. Im Tierpark Hagenbeck leben nun neun Asiatische Elefanten: Bulle Gajendra und die Kühe Mogli, Shandra, Yashoda, Salvana, Kandy, Shila und Lai Sinh mit dem Jungbullen Assam

Erlebnis-Zoo Hannover 27.08.2014
Erlebnis-Zoo Hannover macht auf Ice-Bucket-Challenge aufmerksam – Forschungsgelder für ALS
Um Spenden für die Erforschung der unheilbaren Krankheit ALS zu sammeln, übergießen sich immer mehr Menschen mit einem Eimer Eiswasser und fordern weitere Mitstreiter heraus, es ihnen gleichzutun. Im Rahmen der „Ice-Bucket-Challenge“ wurde Montag Elefant Nelly aus dem Serengeti-Park mit Wasser übergossen, die wiederum Elefantenkind Saphira (4) aus dem Erlebnis-Zoo Hannover herausgefordert habe, es ihr gleichzutun, hieß es in einer Pressemitteilung. „ALS ist eine furchtbare Krankheit. Die Ice-Bucket-Challenge soll helfen, weltweit auf die Krankheit und dringend benötigte Forschungsgelder aufmerksam zu machen“, so der Geschäftsführer des Erlebnis-Zoo Hannover, Andreas M. Casdorff. Allerdings dürften der Ernst der gesamten Aktion mit dem verbundenen Spendenaufruf nicht durch tierische oder immer absurdere menschliche Fotos bzw. Videos in den Hintergrund gedrängt werden. Anstatt einen Menschen oder eines der 2.000 Tiere mit Eiswasser zu übergießen, macht der Zoo anders auf die Aktion aufmerksam: Auf der Homepage zoo-hannover.de bittet der Zoo seine 90.000 Jahreskarten-Besitzer und alle Zoobesucher, sich über ALS zu informieren und die ALS-Forschung zum Beispiel der Medizinischen Hochschule Hannover zu unterstützen.

Opel Zoo Kronberg 27.08.2014
„Alle meine Moorenten…“ schwimmen auf dem Steinhuder Meer – Nachzucht aus dem Opel-Zoo wird in Niedersachsen wiederangesiedelt
In Zoologischen Gärten findet man nicht nur Exoten wie Elefanten, Giraffe, Erdmännchen & Co., sondern auch heimische, vom Aussterben bedrohte Tierarten, für die teilweise Wiederansiedlungsprojekte in verschiedenen deutschen und europäischen Gegenden bestehen. „Der Kronberger Opel-Zoo nimmt an solchen Projekten mit Europäischer Wildkatze, Europäischem Nerz, Europäischer Sumpfschildkröte, Steinkauz, Habichtskauz und schließlich auch mit der Moorente teil“, erläutert Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels und berichtet über das Wiederansiedlungsprojekt in Niedersachsen. Zwischen den größeren und bunteren Entenvögeln fällt die Moorente in der für die Besucher begehbaren Freiflugvoliere erst mal nicht weiter auf, aber in ihrem schlichten tiefbraunen Federkleid verdient sie durchaus Beachtung, wird sie doch in der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands in der Kategorie 1 „vom Aussterben bedroht“ geführt. Als Tauchente bevorzugt sie flache, stille Gewässer mit reicher Unterwasservegetation, die sie tauchend und gründelnd aufnimmt. Und solche Gewässer mit breiten, ungestörten Uferzonen und weiten Schilfgürteln gibt es in Deutschland immer weniger. Als Zugvogel ist sie beim Flug über den Balkan und entlang der Adria in die Überwinterungsgebiete Afrikas weiteren Gefahren ausgesetzt, zumal sie auch heute noch intensiv bejagt wird. Seit dem Jahr 2012 wurden am Steinhuder Meer in Niedersachsen bereits 163 Moorenten wieder angesiedelt, nachdem der letzte Brutnachweis aus diesem Gebiet aus dem Jahre 1980 stammt, also bereits 34 Jahre her ist. Die Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen hat die Logistik der Transporte und die Haltung der Moorenten bis zur Wiederansiedlung durch die Projektpartner der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer e.V. und den NABU Niedersachsen übernommen. Auch die acht, Mitte Juli 2014 im Opel-Zoo geschlüpften Vögel machen zunächst Halt in der Station und werden von dort an die neue Umgebung gewöhnt. Sofern sie nicht – wie viele ihrer Artgenossen im letzten milden Winter – am Steinhuder Meer bleiben, werden sie sich bereits Ende September dann auf ihren Weg nach Afrika machen und es steht zu hoffen, dass möglichst viele der Kronberger Moorenten im nächsten Jahr wieder zurückkommen, brüten und damit selbst wieder für Nachwuchs sorgen. Im Opel-Zoo werden über 1500 Tiere aus 210 Arten gepflegt. Die Kassen im Opel-Zoo haben von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Die Besucher können bis Einbruch der Dunkelheit im Gelände bleiben und es über Drehtüren verlassen. Der Opel-Zoo ist gut mit dem ÖPNV erreichbar: Buslinie 260 und 261 „Haltestelle Opel-Zoo“.

Zoo Basel 27.08.2014
Neuer Gorilla-Silberrücken im Zoo Basel
M’Tongé heisst der neue Silberrücken im Zoo Basel. Der Gorillamann aus Warschau ist am Dienstag, den 19. August angekommen und lernt jetzt die Basler Gorillagruppe kennen. Die ersten Treffen verliefen recht ruhig und M’Tongé hat sich gut eingelebt. M’Tongé ist der Nachfolger von Silberrücken Kisoro, der im Mai dieses Jahres verstorben ist. Am Morgen des 19. August traf M’Tongé (15) zusammen mit einer vertrauten Pflegerin im Zoo Basel ein. Bereits am Ankunftstag hatte er Sicht- und Berührungskontakt zu den Basler Gorillas. Tags darauf lernte er Quarta (45) und Goma (55) kennen. Quarta zeigte sich sehr interessiert, Goma beobachtete die Szene meist mit einigem Abstand. Trotz seiner körperlichen Überlegenheit wies M‘Tongé die beiden älteren Weibchen immer sachte und mit Feingefühl in die Schranken, wenn sie ihm zu nahe kamen. – Sachtes Annähern – Einen weiteren Tag traf M’Tongé einzeln auf die restlichen Mitglieder der Basler Gorilla-Familie. Zuerst war Faddama (30), danach Zungu (11) und am Nachmittag Joas (24) dran, mit welcher er dann auch die Nacht verbrachte. Seither besucht M’Tongé die Gruppenmitglieder einzeln oder zu mehreren in verschiedenen Kombinationen. Dies wird so lange weitergeführt, bis er sich als Gruppenoberhaupt etabliert hat. Für M’Tongé ist es das erste Mal, dass er eine Gorillagruppe anführt. Da er in Warschau in einer Männergruppe lebte, muss er sich an seine neue Rolle erst gewöhnen. Vertraute Personen helfen beim Eingewöhnen – Damit sich M’Tongé in Basel aufgehoben fühlt, reiste eine Tierpflegerin aus dem Zoo Warschau mit. Seine Begleiterin verbrachte einige Tage im Zoo Basel, um ihm bei der Eingewöhnung Sicherheit zu geben. Die nächsten Tage und Wochen werden die Tier-pflegerinnen und Tierpfleger im Dialog mit dem eigens angereisten Primatologen Jan Vermeer und dem Kurator mit viel Fingerspitzengefühl die Lage immer wieder von neuem abschätzen und die Kennenlernphase je nach Situation gestalten. M’Tongés Vorgänger Kisoro, der seit 1996 im Zoo Basel lebte, verstarb letzten Mai. Heute leben im Zoo Basel ausser M’Tongé noch Faddama, Goma, Quarta, Joas und Zungu. Der Silberrücken ist in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Erhaltungs-zuchtprogramm (EEP) ausgesucht worden

Zoo Leipzig 27.08.2014
Verstärkung im Elefantentempel Ganesha Mandir Zwei Elefantenkühe aus Hamburg in Leipzig eingetroffen
Die fünfköpfige Herde Asiatischer Elefanten (Elephas maximus indicus) des Zoo Leipzig hat Verstärkung bekommen: Die beiden Elefantenkühe Thura (geb. 18.04.1974 in Hamburg) und Tochter Rani (geb. 03.07.2009 in Hamburg) sind gestern am späten Abend wohlbehalten aus dem Tierpark Hagenbeck eingetroffen und wurden heute Morgen in die rückwärtigen Gehege verbracht. Der Transport der Elefanten, der reibungslos verlief, wurde durch zwei Elefantenpfleger des Tierparks Hagenbeck und zwei Pfleger aus Leipzig begleitet. Neben der Vergrößerung der Herde sollen die beiden Kühe auch für eine ausgewogene Sozialstruktur sorgen. „Vor allem für unsere 40-jährige Elefantenkuh Saida, die ursprünglich 2006 aus Hamburg zu uns kam, ist die Gesellschaft der neuen Kühe wichtig, da sie sich bisher nicht komplett in die bestehende Leipziger Herdenstruktur integrieren konnte. Wir sind zuversichtlich, dass sich dieser Zustand mit der Aufnahme der Kuh Thura, die Saida aus Hamburger Zeiten noch gut kennen sollte, verbessern wird“, fasst Seniorkurator Gerd Nötzold den Transfer zwischen Leipzig und Hamburg zusammen. Die beiden Neuzugänge werden vorerst im rückwärtigen Bereich des Elefantentempel Ganesha Mandir eingewöhnt und im nächsten Schritt mit der Kuh Saida zusammengewöhnt. Der Transfer zwischen den beiden Zoos wurde seit mehr als einem Jahr vorbereitet und vom Europäischen Erhaltungszuchtprogramm empfohlen. Dr. Michael Flügger, Tierarzt in Hagenbecks Tierpark: „Da sich schon länger abzeichnete, dass Thura langfristig kein echter Bestandteil der zukünftigen Familienherde im Tierpark Hagenbeck sein wird, geht sie gemeinsam mit ihrer Tochter Rani nach Leipzig. Dort hat sie die Möglichkeit, zusammen mit Rani und ihrer früheren Freundin Saida eine eigene Elefantenherde zu gründen.“ Hinweis an die Medienvertreter: Um den Dickhäutern eine entsprechende Eingewöhnung zu ermöglichen, werden die Neuankömmlinge zunächst nicht zu sehen sein. Wir werden Sie rechtzeitig informieren, wann die Elefanten das erste Mal die rückwärtigen Bereiche verlassen und dann entsprechende Film- und Fotoaufnahmen möglich sind. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern am Mittwoch, 27.09. in der Zeit von 11.00 bis 12.00 Uhr zur Verfügung.

Zoo Leipzig 27.08.2014
Erster Zuchterfolg in der Geschichte des Zoo Leipzig Nachwuchs beim Okapi
Der ersehnte erste Okapinachwuchs ist da! Am Montagmorgen gegen halb sechs brachte Okapiweibchen Zawadi (geb. am 25.05.2009 in Stuttgart, seit 2011 in Leipzig) ein gesundes und vermutlich weibliches Kalb zur Welt. Die Geburt verlief komplikationslos und ohne Beisein der Tierpfleger, die erst bei Dienstbeginn vom Neuankömmling erfuhren. Als Erstgebärende kümmerte sich Zawadi umgehend um ihr Junges und leckte es sauber. Die ersten Aufstehversuche unternahm das Okapijunge bereits gegen 7.00 Uhr, Trinkversuche konnten die Pfleger noch am Nachmittag beobachten. „Es scheint gegenwärtig alles stabil zu sein. Jetzt kommt es darauf an, dass sich die entscheidende und wichtige Prägungsphase, die mehrere Tage andauert, intensiv ausbildet. Wir sind sehr stolz auf die erste Nachzucht in der Geschichte des Zoos und werden alles daran setzen, dass sich das Jungtier optimal entwickelt. Entscheidend werden die nächsten 7 Tage werden“, fasst Seniorkurator Gerd Nötzold das freudige Ereignis zusammen. Vater Kimdu (geb. am 11.05 2005 in Rotterdam, seit 2007 in Leipzig) befand sich während des Geschehens im Nachbarstall. Nötzold weiter: „Da Okapis Ablieger sind, wird es mehrere Monate dauern, bis sich das Jungtier ins Außengehege begeben wird. Alle Rahmenbedingungen, wie Witterung und der gesundheitliche Zustand, müssen stimmen, um eine schrittweise Gewöhnung an die Außenanlage in Angriff nehmen zu können. Wir rechnen damit, dass der Neuankömmling bis zum Frühjahr nächsten Jahres nicht zu sehen sein werden.“

Zoo Duisburg 26.08.2014
Der Ferien-Zoo im Herbst – tierische gute Ferienbetreuung!
Kaum hat die Schule wieder angefangen, steht schon die Planung der Herbstferien vor der Tür, denn nur noch 27 Schultage trennen die Schüler in NRW von den geliebten schulfreien Wochen. Nachdem der Zoo Duisburg in den Sommerferien erstmalig eine Betreuungswoche für Schüler im Alter von 8 – 11 Jahren angeboten hatte unter dem Motto „Der Ferienzoo“, die innerhalb kürzester Zeit ausgebucht war, wird dieses Programm aufgrund der großartigen Resonanz erneut im Herbst angeboten. Daher haben nun all jene, die im Sommer keinen Platz ergattert haben, eine neue Chance, in den Herbstferien eine erlebnisreiche Woche im Zoo zu verbringen. Der „(Herbst-)Ferienzoo“ vom 6. – 10. Oktober 2014 bietet fünf Tage lang Zooerlebnisse für Kinder von 8 – 11 Jahren. Täglich von 9.00 – 15.00 Uhr wird eine 15-köpfige Kindergruppe von fachkundigem Personal im Zoo betreut und darf den Tiergarten am Kaiserberg einmal ganz intensiv und von verschiedenen Seiten kennenlernen. Und kennenzulernen gibt es zu genüge, denn auf dem 15 ha großen Gelände leben nicht weniger als 4.500 Tiere aus aller Herren Länder. Daheimgebliebene können somit problemlos eine Woche lang auf Weltreise durchs Tierreich gehen – ohne sich in den Flieger setzen zu müssen! Auf dem kurzweiligen Programm stehen Themen wie Tierbeobachtung, -pflege und –beschäftigung, Artenschutz, Ernährungskunde und Vieles mehr. Natürlich kommt der Spaß nicht zu kurz: Spielplatzbesuche und Basteleien gehören selbstverständlich auch dazu. Da für diese spezielle Ferienveranstaltung nur 15 Plätze frei sind, ist eine rasche Anmeldung von Vorteil.

Deutsche Tierparkgesellschaft 25.08.2014
Deutsche Tierparkgesellschaft lehnt gegenwärtige Mautpläne strikt ab
Auf strikte Ablehnung treffen die aktuellen Pläne zur Maut auf allen deutschen Straßen bei der „Deutschen Tierparkgesellschaft“ (DTG). Mit rund 100 Mitgliedern ist die DTG die mitgliederstärkste Vereinigung von Zoos in Deutschland. Als reine Tagesausflugsziele werden die deutschen Zoos genau wie Freizeit- und Erholungseinrichtungen und andere tagestouristische Ziele besonders hart von den aktuellen Plänen getroffen. „Neben den Kosten wird der zusätzliche Organisationsaufwand viele Nachbarn davon abhalten, Tagesausflüge nach Deutschland zu machen!“ So Gert Emmrich, Präsident der DTG. „An Spontanausflüge über die Grenze ist nicht mehr zu denken!“ Praktisch jeder Zoo in Deutschland hat Gäste aus dem EU-Ausland, in unterschiedlicher Ausprägung werden daher alle von den ausbleibenden Gästen betroffen sein. Insbesondere grenznahe Einrichtungen an der gesamten deutschen Staatsgrenze wie Gettorf, Görlitz, Kleve, Nordhorn, Waldkirch oder Zittau mit einem erheblichen Anteil ausländischer Besucher werden mit massiven Einnahmeverlusten rechnen müssen. Aber auch weiter im Landesinneren gelegene Zoos wie Bochum, Münster oder der Opel-Zoo bei Frankfurt werden jeden ausbleibenden Gast schmerzlich vermissen. „Die Hälfte unserer jährlich 365.000 Besucher sind Niederländer!“ So der Nordhorner Zoodirektor Dr. Nils Kramer. „Die aktuellen Mautpläne zerstören den deutschen Tagestourismus!“ Da viele Zoos in der Hand kommunaler Träger sind, sind die aktuellen Mautpläne eine absolute Milchmädchenrechnung, so Kramer weiter. Einnahmeausfälle in den Zoos durch fehlende Besucher aufgrund der Maut belaste die kommunalen Haushalte als Eigentümer der Einrichtungen und senke das Steueraufkommen durch den Einbruch beim Tagestourismus. „Die erhofften Einnahmen bei der Maut sind ein Witz im Vergleich zum drohenden Umsatzverlust beim Tagestourismus in Deutschland!“ so Dr. Nils Kramer. „Alle Tagesausflugsziele an der gesamten deutschen Staatsgrenze sind betroffen! Ob Gastronomie, Einzelhandel oder eben Einrichtungen wie die deutschen Zoos.“ Für die „Deutsche Tierparkgesellschaft“ steht daher fest, dass die aktuellen Maut-Pläne in dieser Form nicht umgesetzt werden dürfen.

Erlebniszoo Hannover, 22.08.2014
Kleine Riesin Sissi: Nachwuchs bei den Elenantilopen im Erlebnis-Zoo Hannover
Elenantilopen gehören zu den größten Antilopen der Welt. Am Ufer des Sambesi im Erlebnis-Zoo Hannover schauen die hellbraunen Riesen mit den langen gedrehten Hörnern majestätisch aus gut 1,80 Meter Höhe auf die kleinen Thomsongazellen und Impalas herab. Selbst das am 30. Juli geborene jüngste Mitglied der Elenantilopen-Familie ist jetzt schon so groß wie die ausgewachsenen Steppen-Mitbewohner. Was Jungtier Sissi nicht davon abhält, die großen Kleinen als Spielkameraden zu betrachten, denen man immerzu hinterher laufen muss. Die ersten Wochen verbrachte Sissi in aller Ruhe hinter den Kulissen. Jungtiere der Elenantilopen sind sogenannte „Ablieger“, die versteckt liegen und nur hin und wieder von der Mutter besucht werden. Ganz so wie ein Rehkitz (nur wesentlich größer). Jetzt mischt Sissi die bunt gemischte Herde auf der Steppe auf. In freier Wildbahn schließen sich die Jungtiere der Elenantilopen zu einem Kindergarten zusammen. Aber weil Sissis Halbbruder Ludwig schon ein halbes Jahr alt und viel größer als die Sissi ist, hält sie sich an die Impalas (Schwarzfersenantilopen) und die Gazellen. Die sind ungefähr so groß wie sie und haben dieselbe Farbe. Passt. Wenn Sissi sich zum Ruhen zwischen ihre neuen Spielkameraden legt, ist die kleine Riesin kaum zu entdecken. Schon in wenigen Wochen wird ihr dieser Versteck-Trick nicht mehr gelingen. Aber dann ist sie auch schon groß genug, um mit Ludwig über die Steppe zu traben.

Zoologischer Garten Magdeburg, 22.08.2014
Gefiederter und stachliger Nachwuchs im Zoo
Obwohl Schnee-Eulen seit 1962 im Zoo Magdeburg gehalten werden, gab es seit 1999 keine Zuchterfolge mehr bei dieser beinahe größten Eulenart Europas – nur der Uhu ist noch stattlicher. Nach einer Brutzeit von 31-33 Tagen schlüpfen die Küken in mehrtägigen Abständen. Zur großen Freude der Zoomitarbeiter schlüpften im Juli gleich drei Küken – ein Männchen und zwei Weibchen. Erste Flugversuche startet der Nachwuchs nach etwa 60 Tagen, im Zoo wird dies im September erwartet. Noch trägt die Nachzucht das weiß-grau-braun gefiederte Jungvogelgefieder. Nach fünf Monaten wird das Gefieder sich fast weiß umfärben. Männchen sind dann fast schneeweiß, und die größeren Weibchen haben ein weißes Gefieder, das aber deutlich schwarz gebändert ist. In der schneebedeckten arktischen Tundra ist dies eine perfekte Tarnung. Die Federn an den Füßen verhindern ein Einsinken im Schnee und schützen die Füße vor Kälte. Einzigartig in Deutschland ist der erneute Magdeburger Zuchterfolg bei der Dunkelkusimanse. Hier gab es vor wenigen Wochen Familienzuwachs. Das weibliche Jungtier hat sich gut entwickelt, auch wenn es am Hals noch einige „Tragespuren“ der Mutter hat, die es in der ersten Zeit kräftig geschleppt hat. Die sehr sozial lebende Mangustenart kommuniziert über ein breites Lautrepertoire und über Düfte aus bestimmten Drüsen miteinander. Selbst erwachsene Tiere stärken den Zusammenhalt in der Gruppe durch häufiges Spielen. Gleich in Nachbarschaft der Dunkelkusimansen gibt es ebenfalls ein Jungtier zu entdecken. Bei den Weißschwanzstachelschweinen kam am 23. Juli bereits das zweite Junge in diesem Jahr zur Welt. Mutter „Angie“ und Vater „Hajo“ umsorgen das neue Familienmitglied liebevoll.

Münchener Tierpark Hellabrunn, 22.08.2014
Dreifacher Banteng-Nachwuchs im Münchner Tierpark
Sie spielen Fangen, hüpfen herum und schlagen Haken: Auf der Hellabrunner Banteng-Anlage toben drei kleine Jungtiere ausgelassen herum. Der Nachwuchs gehört einer stark gefährdeten asiatischen Wildrinder-Art an, die es deutschlandweit nur in fünf Zoos zu sehen gibt. Da ist Ornella, ein zartes und verspieltes Banteng-Mädchen (geboren am 23. Mai), das auf Zuruf in Richtung des Tierpflegers läuft. Gleich daneben springt übermütig Halbbruder Oskar herum, der am 25. März zur Welt kam und bereits recht stark und kräftig wirkt. Das Nesthäkchen Ochiba (geboren am 6. Juli) versucht bei jedem Spiel der Geschwister mitzumischen, ist aber eben doch mit Abstand die Kleinste im Banteng-Kindergarten und somit immer etwas langsamer als ihre beiden Spielkameraden. Die drei charakterlich vollkommen unterschiedlichen Banteng-Jungtiere sind Halbgeschwister. Der Vater von Oskar, Ornella und Ochiba – Banteng-Bulle Rahul – hat im Jahr 2013 gleich drei Banteng-Damen erfolgreich gedeckt: Oskars Mutter ist Buffy (12 Jahre), Ornellas Mama heißt Gina (8 Jahre), und Ochiba ist die Tochter von Dorle (16 Jahre). Zoodirektor Rasem Baban freut sich über den Dreifach-Nachwuchs: „Der erst zweieinhalbjährige Rahul, der Vater der drei kleinen Bantengs, kam im Februar 2013 vom Zoo Dresden nach Hellabrunn, hat sich bestens in die Gruppe integriert und drei Banteng-Kühe erfolgreich gedeckt. Zuchterfolge in Zoos sind gerade bei Tieren wie den Bantengs, die in freier Wildbahn stark gefährdet sind, von großer Bedeutung für die Arterhaltung.“ Der im Jahr 2014 geborene Banteng-Nachwuchs trägt Namen mit dem Anfangsbuchstaben „O“ wie alle in diesem Jahr im Münchner Tierpark geborenen Tiere. Der fünf Monate alte Banteng-Junge Oskar, die dreimonatige Ornella und Ochiba, eineinhalb Monate alt, ernähren sich teils von Muttermilch, teils auch schon von Kraftfutter und Heu. Etwa fünfmal täglich trinken die drei Kleinen bei ihren Müttern Buffy (Oskar), Gina (Ornella) und Dorle (Ochiba). Bantengs werden mit etwa zwei Jahren geschlechtsreif. Banteng-Kühe gebären jeweils ein Kalb, das rund neun Monate lang gesäugt wird. Die Hellabrunner Banteng-Gruppe besteht insgesamt aus zehn Tieren, sieben Weibchen und drei Männchen.

Zoo Osnabrück, 22.08.2014
Chamäleon Anton räumt mit Mythen auf: Neuer Bewohner im Tetra-Aquarium des Zoos Osnabrück
Chamäleons passen sich farblich an ihre Umgebung an und haben eine klebrige Zunge? Der Reptilienart sagt man wunderliche Dinge nach – was davon stimmt und was nicht, können Besucher jetzt im Zoo Osnabrück im Tetra-Aquarium herausfinden. Zoo-Besucher werden das Pantherchamäleon namens Anton auf seinem Baum zwischen den Schildkröten und den Leguanen schnell entdecken: Denn das Reptil setzt sich mit blauen und gelblich-orangefarbenen Schuppen deutlich von den Ästen ab, auf denen es klettert. Passt sich das Chamäleon also doch nicht farblich an seine Umgebung an? Stefan Bramkamp, Leiter des Tetra-Aquariums und Terrariums, klärt auf: „Seine Farbe wechselt der zweieinhalb Jahre alte Anton wie seine Artgenossen höchstens bei Gefahr oder in der Balz, nicht, wie viele annehmen, um sich der Umgebung anzupassen.“ Besucher können auch beobachten, wie Antons Zunge herausschnellt und Beute fängt: Alle zwei bis drei Tage füttern Bramkamp oder seine Kollegen das Chamäleon. „Die Zunge ist nicht klebrig – auch das ist ein Irrglaube. Sie besitzt einen starken Muskel am Ende, mit dem die Beute festgehalten wird“, erklärt er. „Gebissen werden möchte übrigens niemand von einem Chamäleon – das ist äußerst schmerzhaft.“ Doch nicht alle Mythen über Chamäleons sind falsch: „Ihre Augen können sie tatsächlich unabhängig voneinander bewegen. Nur, wenn sie Beute mit ihrer langen Zunge schießen wollen, müssen sie mit beiden Augen nach vorn schauen“, weiß Bramkamp. Chamäleon-Augen sind erstaunlich: Die Reptilien können beispielsweise Wasser nur sehen, wenn es tropft. Sie trinken, indem sie Regentropfen von ihrer Schnauze lecken. Der Kopf ist so geformt, dass Tauwasser bis zur Maulspitze rinnt. Die Tierpfleger geben Anton aber sicherheitshalber zusätzlich ein wenig Wasser mit einer Pipette. Auch wenn von den Reptilien eine gewisse Faszination ausgehe, solle man sich die Anschaffung gut überlegen: „Pantherchamäleons brauchen eine Luftfeuchtigkeit von 70 bis 90 Prozent. Und die erreicht man nur mit teuren Geräten“, klärt Bramkamp auf. Wer nicht gleich ein Pantherchamäleon zu Hause halten möchte, kann im Zoo Osnabrück bald sogar zwei beobachten: In den nächsten Wochen bekommt Anton eine Partnerin. Diese wird dann – wie es sein muss – auf ihrem eigenem Baum leben und die Tiere können sich dann zur Balz gegenseitig besuchen, so Bramkamp.

Zoo Frankfurt, 22.08.2014
Qualvoller Tod von Flusspferd-Bulle MAIKEL
Am Morgen des 21. August verstarb der 39-jährige Flusspferd-Bulle MAIKEL. Am Sonntag zuvor war er den Tierärztinnen des Zoos von den Pflegern als auffällig gemeldet worden – er war appetitlos und hatte keinen Kot abgesetzt. Am heutigen Freitag wurde daher eine pathologische Untersuchung durchgeführt. Das Ergebnis hat die Zoo-Mitarbeiter geschockt: MAIKEL war eigentlich gesund, die Todesursache war ein Tennisball! Mit über 39 Jahren war MAIKEL schon ein altes Flusspferd, trotzdem hätte er ohne die Gedankenlosigkeit eines Zoobesuchers noch gut und gern zehn Jahre leben können. „Der Verlust eines solchen Tieres, das wir über eine so lange Zeit begleitet haben, wiegt immer schwer und macht uns natürlich sehr traurig“, so Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch. „Wenn man dann aber feststellen muss, dass ein eigentlich kerngesundes Tier qualvoll sterben musste, weil ihm ein Zoobesucher einen Tennisball ins Maul geworfen hat, übersteigt die Wut auf diesen unbekannten Besucher die Trauer. Leider kommen in Zoologischen Gärten immer wieder Tiere zu Tode, weil Besucher versehentlich oder sogar absichtlich Gegenstände ins Gehege oder sogar direkt ins Maul der Tiere werfen. Zoologische Gärten sind keine Hochsicherheitstrakte, es gehört zum Konzept, dass Besucher die Tiere nah erleben. Eine absolute Sicherheit vor dem Fehlverhalten einiger weniger Zoobesucher kann deshalb nicht verwirklicht werden“, so Niekisch weiter. Obwohl sich die Tierärztinnen in den letzten Tagen sehr intensiv um MAIKEL gekümmert hatten und das Tierpfleger-Team ihn ständig überwachte, hatte sich sein Zustand schnell verschlechtert. Die Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten bei einem Tier mit über zwei Tonnen Gewicht sind jedoch stark eingeschränkt. Es gab keine Chance, den Tennisball auch nur zu entdecken, geschweige denn zu entfernen. Die Obduktion durch ein von der Fachärztin für Pathologie Dr. Anne Nesseler angeführtes Team des Hessischen Landeslabors, das der Zoo hinzugezogen hatte, ergab, dass der Tennisball den Darm verstopft hatte, wodurch sich der prall gefüllte Magen nicht mehr entleeren konnte und so zum qualvollen Tod führte. Der Zoo hat deswegen Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. MAIKEL wurde im Juni 1975 im Zoo von Amsterdam geboren. Im Juli 1978 kam er nach Frankfurt. 1984 kam seine Partnerin PETRA dazu (geb. 1976 in Spanien). PETRA und MAIKEL hatten zusammen fünf Jungtiere. Ein weiteres Jungtier zeugte MAIKEL im Zoo von Hannover, der den Bullen von 2004 bis 2006 zur Zucht ausgeliehen hatte. 2013 kam MAIKELs vierter Urenkel in Belgien zur Welt. Die Flusspferd- und Nashorn-Anlage gehört zu den ältesten im Frankfurter Zoo. Schon lange steht das Areal auf der Liste notwendiger Neubauprojekte. „Wir planen“, so Niekisch, „eine Afrika-Savanne, die nicht nur für die Nashörner und Flusspferde, sondern auch für Giraffen, Zebras und Antilopen eine artgemäße und großzügige neue Heimat werden soll.“ Wann die Pläne in die Tat umgesetzt werden können, hängt von der Bewilligung von Investitionsmitteln für den Zoo ab. Wie es konkret mit der Flusspferdhaltung weitergeht, kann der Zoo derzeit noch nicht sagen. „Klar ist“, so der Zoodirektor, “dass wir in die existierende alte Anlage nicht wieder einen großen Flusspferdbullen setzen werden.“

Zoo Heidelberg, 21.08.2014
„Krabbelgruppe“ im Robbengehege eröffnet
Die kommentierte Fütterung der mächtigen Mähnenrobben gehört für viele Zoobesucher zu einem der Highlights. Neuerdings stehlen zwei freche Wonneproppen den „Großen“ die Schau. Gerade mal vier Wochen alt, toben die beiden Robbenbabys quicklebendig durchs Mutter-Kind-Becken der Robbenanlage. „Doppelter Nachwuchs ist auch für uns eine kleine Sensation“ freut sich die Kuratorin Sandra Reichler. „Ganz besonders erleichtert sind wir, dass Robbe Maike ein gesundes Jungtier zur Welt gebracht hat“. Nach zwei Totgeburten gebar sie am 18.07.2014 ein gesundes Robbenmädchen und erweist sich als vorbildliche Mutter. Mähnenrobbe Lea machte dann am 19.07. mit der Geburt eines kleinen Bullen das Duo komplett. Lea ist bereits eine erfahrene Mutter und bescherte dem Zoo Heidelberg nun ihr drittes, gesundes Jungtier. „Arielle“ und „Carlos“, so wurden die beiden Wonneproppen von ihren Pflegern getauft, flitzen mit ihren kleinen Torpedoflossen so schnell sie nur können um den Beckenrand und üben fleißig schwimmen. Papa Atos beobachtet durch das Trenngitter neugierig, was sein Nachwuchs so alles anstellt. Das Schwimmen klappt schon richtig gut, auch wenn die Kleinen öfter mal nach Luft japsen müssen, da sie noch nicht so lange die Luft anhalten können wie die Großen. Denn anders als junge Seehunde können junge Mähnenrobben nicht von Anfang an gut schwimmen. Die ersten drei Wochen werden Jungtiere fast komplett an Land versorgt. Erst nach dem ersten Haarwechsel fängt das Kleine an, der Mutter ins Wasser zu folgen. Mähnenrobbenjunge werden von ihren Müttern mindestens 6 Monate gesäugt, bevor sie das erste Mal Fisch zu fressen bekommen. Auch das muss geübt sein. Generell werden nach der Geburt Mutter und Kind zunächst für einige Wochen im Robbenhaus und auf der separaten Außenanlage von der übrigen Gruppe getrennt gehalten, um ihnen eine ungestörte Aufzucht zu gönnen und das Risiko eines Unfalls zu vermeiden. Erst dann dürfen Mutter und Kind zurück in die Mähnenrobbengruppe. Diese Integration ist jedes Mal mit einigem Risiko verbunden, denn im allgemeinen Tumult einer großen Mähnenrobbengruppe kann es passieren, dass kleine Jungtiere sich verletzen oder beim Spielen mit den anderen im Wasser ertrinken. Daher ist es wichtig, dass die jungen Robben sowohl an Land wie auch im Wasser schon möglichst sicher und geschickt sind, bevor es zu den Artgenossen in die Gruppe geht. Die Heidelberger Mähnenrobbengruppe ist mit acht Tieren eine der größten und erfolgreichsten Zuchtgruppen in einem deutschen Zoo. Das Verbreitungsgebiet der mächtigen Meeressäuger erstreckt sich entlang der Pazifikküste Südamerikas von Peru bis Feuerland und entlang der Atlantikküste bis nach Südbrasilien. Dort engangiert sich der Zoo Heidelberg auch für den Schutz der herrlichen Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum, in dem er die Naturschutzorganisation YAQU PACHA e.V., unterstützt, die sich für den Schutz der Meeressäuger in Südamerika einsetzt. Mähnenrobben sind Wasserraubtiere und zählen zu den Giganten der Meere. Ausgewachsene Mähnenrobbenbullen können ein Gewicht von 500 Kilo erreichen. Auch dies ist als Anpassung an ihren kalten Lebensraum zu verstehen, denn große Körper kühlen langsamer aus als kleine. In Heidelberg zeigen diese imposanten Tiere nicht nur zweimal täglich bei der Fütterung, zu welchen Kunststücken man sie mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl bringen kann, sie sorgen auch seit 1999 regelmäßig für Nachwuchs.

Tierpark Chemnitz, 21.08.2014
Tierpark Chemnitz erhält Ausstellung
Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Tierpark Chemnitz präsentierte das Chemnitzer VITA-CENTER in den vergangenen Monaten eine große Jubiläumsausstellung. Neben der Historie des Tierparks standen seltene Tierarten, besondere Tierpersönlichkeiten oder die Arbeit von Zootierarzt und Zootierpflegern im Mittelpunkt der Ausstellung. Auch ein interaktives Tierparkspiel lud kleine Forscher zum Mitmachen ein. Die Finanzierung der Ausstellung übernahm das VITA-CENTER. Für die Konzeption zeichnete Thomas Paarmann, Vorstandsmitglied des Fördervereins „Tierparkfreunde Chemnitz e. V.“, verantwortlich. Nach Ausstellungsende übergibt das VITA-CENTER die Ausstellung „50 Jahre Tierpark Chemnitz“ dauerhaft an den Tierpark. Die Ausstellungselemente werden im Gelände installiert. Dazu wurden die Tafeln und Stelen mit eigens entwickelten Betonringen versehen und somit für den Außenbereich tauglich gemacht. Das interaktive Tierparkspiel, bei dem sich die Spieler durch den Tierpark würfeln und dabei spannende Aufgaben lösen müssen, schenkt das VITA-Center ebenfalls dem Tierpark. Das Spiel wird vom Förderverein „Tierparkfreunde Chemnitz e. V.“ künftig bei Veranstaltungen eingesetzt werden.

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