Zoopresseschau

Die neueste Ausgabe von ZOOQUARIA, dem dreimonatlichem Magazin der EAZA steht zum Download bereit (hier). Darin findet man (neben den üblichen Nachrichten aus den EAZA-Zoos) zahlreiche Beiträge über europäische Tierarten, deren Auswilderungen und Zuchtprogramme.

Zoo Leipzig 10.09.2014
Nachwuchs bei der Tapir Familie Laila brachte männliches Jungtier zur Welt
Heute Morgen um 6.23 Uhr hat Tapirweibchen Laila (geb. am 03.04.2009 in Nürnberg, seit 29.10.2010 in Leipzig) nach ca. 398 Tagen Tragzeit ein gesundes, männliches Jungtier zur Welt gebracht. Laila, die äußerst entspannt und ruhig ist, umsorgt ihren Kleinen liebevoll, den die Tierpfleger bereits wenige Stunden nach der Geburt beim Trinken beobachten konnten. „Die erneute Tapirgeburt ist für uns ein Glücksfall. Vor allem für die Verantwortlichen freut es mich sehr, denn sie haben alles dafür getan, dass sich Laila wohlfühlt und die Geburt optimal und komplikationslos erfolgen kann“, freut sich Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold. Tapirbulle Copasih (geb. am 21.01.2008 in Port Lympne, seit 21.09.2010 in Leipzig), der vom Nachbargehege aus das Geschehen verfolgte, ist der Vater des Neuankömmlings.
Für Laila und den Zoo Leipzig ist es der zweite Schabrackentapirnachwuchs (Tapirus indicus) seit Eröffnung der Tropenerlebniswelt Gondwanaland. Erst im letzten Jahr gebar Laila ihren ersten Schützling Baru (geb. am 09.02.2013), der im März dieses Jahres den Zoo in Richtung Zlin/Tschechien verlassen hat. Laut Zooinformationssystem (ZIMS) ist die Leipziger Geburt die zweite in diesem Jahr in einem europäischen Zoo und weltweit die sechste Nachzucht.

Zoo Basel 10.09.2014
Spätsommerlicher Nachwuchs im Zoo Basel
Zum Sommerende sind im Zoo Basel viele Jungtiere zu sehen. Drei kleine Wildschweinchen flitzen durch das Gehege und im und um das Vogelhaus gibt es gleich eine ganze Reihe stolzer Vogeleltern. Auch zwischen den Gehegen hat es Nachwuchs gegeben. Auf der Wildschweinanlage sausen zurzeit drei Frischlinge herum. Eifrig stöbern sie mit ihren Rüsselchen in der Erde oder drehen Steinchen, um zu sehen, ob sich etwas Interessantes darunter findet. Die grösseren Jungen vom letzten Jahr führen sich auf wie Halbstarke und machen den drei Kleinen mit einem Schubs immer wieder klar, wer auf der Anlage das Sagen hat. Im Vogelhaus sind Sumbawadrosseln, Dolchstichtauben und Napoleonweber mit ihrem hungrigen Nachwuchs beschäftigt. Der Vater der beiden kürzlich ausgeflogenen jungen Napoleonweber schwebt aufgeregt und aufgeplustert wie ein Wattebäuschchen durch die Voliere und bedrängt bereits wieder die Weibchen. In der Voliere vor dem Vogelhaus trägt der junge Ibis noch sein schwarzgraues Jugendkleid. Noch ist nicht zu erkennen, dass er zu einer regelrechten leuchtend roten Schönheit heranwachsen wird. Auch die 24 in diesem Jahr geschlüpften Flamingos sind zwar bereits gleich gross wie die Eltern, ihrem Federkleid fehlt aber noch die pinke Farbe der Erwachsenen. Auch bei den Tieren zwischen den Gehegen hat es Nachwuchs gegeben. Die Eichhörnchenmutter wurde dabei beobachtet, wie sie ihre Jungen im Maul in ein neues Nest (auch Kobel genannt) getragen hat.

Zoo Duisburg 09.09.2014
Abschied von Wombatsenior „Rolf“
Seit fast 20 Jahren lebte der im Jahr 1993 im Zoo Hannover geborene Nacktnasenwombat „Rolf“ im Zoo Duisburg, der am gestrigen Montag verstarb. Der absolut handzahme Wombat war beliebt bei Jung und Alt und eine der großen Attraktionen des Zoos. Zusammen mit Emus, Bennett-Kängurus und anderen Wombats fühlte sich der Wombatsenior auf der Australien-Anlage des Duisburger Zoos sichtlich wohl. Allerdings machte „Rolf“ das fortschreitende Alter zu schaffen, zumal er von Geburt an deutlich kleiner war als die übrigen Wombats mit erheblichen Verformungen am Skelett. Mit seinen letztendlich 21 Jahren wurde „Rolf“ gleichwohl wesentlich älter als die meisten Wombats, deren Lebenserwartung bei etwa 14 bis 15 Jahren liegt. Das muss wohl auch an Mutter „Emma“ gelegen haben, die im biblischen Alter von über 34 Jahren als ältester jemals bekannter Wombat im Jahre 2008 im Zoo Duisburg verstarb. Neben seinen Knochenproblemen hatte „Rolf“ auch Probleme mit seinen unregelmäßig wachsenden Zähnen, die im Halbjahresrhythmus zahnmedizinisch korrigiert wurden. Dazu wurde „Rolf“ regelmäßig in die Duisburger Kleintierpraxis von Zahnspezialist Dr. Bernhard Lazarz verbracht, der die Zahnkorrekturen vornahm. Dr. Lazarz ist ein echter „Rolf“-Fan geworden, dessen Praxisräume unzählige Fotos seines Lieblingstieres zieren. Aber nicht nur für ihn fiel der Abschied von „Rolf“ schwer. Besonders die Mitarbeiter des Zoo Duisburg haben einen Kloß im Hals. Den „Kleinen“ hatte jeder gern.

Zoo Duisburg 08.09.2014
Der Zoo als Arche Noah
Die alte Geschichte von Noah, der die Arche baute, um der Sintflut zu entgehen, ist heute wieder erstaunlich aktuell: Laut der Bibel hatte die Menschheit durch ihr egoistisches Handeln den Zorn Gottes auf sich gezogen, der daraufhin die Welt überflutete. Nur Noah und seiner Familie trug er auf, sich ein Schiff zu bauen, um sich zu retten. Doch Noah sollte nicht nur an seine Familie denken, sondern auch je ein Pärchen von jeder Tierart mit auf Schiffsreise nehmen. Auch heute sind es die Menschen, die rücksichtslos die Natur zerstören, Ressourcen ausbeuten und Tier- und Pflanzenarten vernichten. Und auch heute gibt es glücklicherweise verantwortungsbewusste „Noahs“, die gegen die Ausrottung der Arten ankämpfen. Genau zu diesem Kreis zählen nämlich die modernen Zoos! Inzwischen bilden sie oftmals den letzten sicheren Zufluchtsort für vom Aussterben bedrohte Mitgeschöpfe. Zwar sind die majestätischen Sibirischen Tiger, die kletterfreudigen Varis oder die geschickten Fossas eigentlich perfekt an ihren Lebensraum angepasst. Doch tritt der Mensch mit Aktivitäten wie Wilderei, Lebensraumzerstörung oder Umweltverschmutzung auf den Plan, kommt es zum täglichen Kampf ums Überleben. Der gesetzliche Schutz der Arten steht oft auf geduldigem Papier – wo die Wirtschaft andere Interessen verfolgt, ist es häufig unmöglich, dringend nötige Schutzgebiete einzurichten. Auch die verarmte, einheimische Bevölkerung versteht oft nicht, wieso man kein Gorillafleisch an ein Restaurant verkaufen soll, wenn man doch mit dem Geld, das man damit verdient, die Familie länger versorgen kann als durch „ehrliche“ Arbeit. Zoos haben sich den Artenschutz inzwischen zu einer Hauptaufgabe gemacht. Tierarten, deren Existenz in der Wildbahn nicht gesichert ist, werden hier gehalten und koordiniert gezüchtet, um sie wieder in die Natur zu bringen, sobald ihr Überleben dort möglich ist. Erfahren Sie bei der kostenfreien Sonderführung zum Thema „Der Zoo als Arche Noah“ mehr darüber, wie sich Zoos für den Erhalt von Tierarten einsetzen und welche Erfolge schon sichtbar sind! Am 28.09.2014 beginnt je eine Führung um 12:00 und 14:00 Uhr am Haupteingang des Zoo Duisburg.Die Teilnehmeranzahl der Führungen ist auf je 20 Personen begrenzt.

Zoologischer Garten Magdeburg, 05.09.2014
Ein Stückchen Harz für den Magdeburger Zoo: Magdeburger Harzklub spendiert Parkbank zum 125. Jahrestag
„Mit diesem Geschenk kommt ein Stückchen Harz in den Magdeburger Zoo“, freute sich heute Zoohandwerker und passionierter Wanderer Uwe Kühn, als er gemeinsam mit den Mitgliedern des Harzklub Zweigvereins Magdeburg e.V. auf der wunderschönen, nagelneuen Parkbank aus Douglasienholz zum ersten Probesitzen Platz nehmen durfte. Anlässlich des 125. Jahrestages des Magdeburger Zweigvereins war es den Harzfreunden ein besonderes Anliegen, die Tradition einer solchen Parkbank des Harzklubs für die Magdeburger wiederzubeleben – dieses Mal aber nicht im Stadtpark, sondern vor den Toren des Magdeburger Zoos. „Als naturliebender Wanderverein fühlen wir uns mit den Interessen des Zoos besonders verbunden und hoffen, dass viele Menschen in Zukunft unsere Bank als Ruhepol an dieser Stelle zum Verweilen nutzen werden“, so Peter Hornemann, 1. Vorsitzender des Harzklub Zweigverein Magdeburg e.V.. Dr. Rainer Schulz, Vorsitzender des Deutschen Wanderverbandes des Landes Sachsen-Anhalt, betonte besonders die Arbeit des Vereins in Sachen Umwelt- und Naturschutz und bedankte sich mit einem herzlichen „Glück auf!“ für die neu geschmiedete Verbundenheit von Magdeburger Zoo und Harzklub. Der mit einer der begehrten Harzer Wandernadeln bereits als „Wanderkönig“ gekürte Zoomitarbeiter Uwe Kühn möchte sich am liebsten gleich wieder die Wandererstiefel schnüren. Dem ein oder anderen Zoobesucher wird es beim Anblick der Parkbank des Harzklubs in Zukunft wohl auch so gehen.

Tierpark Bochum, 05.09.2014
Tierische Musik im Tierpark Bochum: Konzert der Musikschule in einzigartiger Atmosphäre
Esel, Schildkröten, Hühner und viele andere Tiere sind nicht nur in Gehegen zu sehen, sondern können auch mit Musikinstrumenten dargestellt werden. Diese Kombination wird beim Konzert der „Jungen Streicher“ im Tierpark Bochum möglich. Am Mittwoch, 01. Oktober 2014 um 18 Uhr musiziert das Ensemble der Musikschule Bochum im Foyer des Tierparks, Klinikstr. 49. Eintrittskarten sind nur im Vorverkauf erhältlich. Die Schülerinnen und Schüler der Musikschule Bochum spielen den bekannten „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saens in einer Bearbeitung von Stefan Taupe. Die Elefanten und Löwen des Stücks gibt es in Bochum zwar nicht, aber viele andere Tiere, die in der musikalischen Suite ihre Stimme erheben. Die „Jungen Streicher“ sind Schülerinnen und Schüler im Alter von 9 bis 14 Jahren und treffen sich einmal pro Woche zum Proben. Die Solisten am Klavier sind ebenfalls Schüler aus verschiedenen Klavierklassen der Musikschule. Alle haben mit Eifer und Engagement geprobt, um dieses Ereignis unter dem Motto „Töne treffen Tiere“ möglich zu machen. Zoodirektor Ralf Slabik freut sich auf das gemeinsame Projekt: „Es ist toll zu sehen, mit welcher Begeisterung sich die Kinder und Jugendlichen der Musikschule auf das Konzert vorbereiten. Wir möchten ihnen hier den Raum geben, das fleißig Geübte dem Publikum zu präsentieren. Die Atmosphäre, mit all unseren Tieren, ist dafür natürlich besonders gut geeignet. Es wird sicher ein gelungener Abend.“ Die Karten sind im Vorverkauf an der Tierparkkasse innerhalb der Öffnungszeiten erhältlich. Rund 80 Plätze bietet der besondere Konzertsaal mit Blick auf Fische und Korallen und lässt das Auditorium in eine einzigartige Atmosphäre eintauchen. Nach dem Konzert besteht die Möglichkeit zu einem Rundgang durch das Aquarium und Fossilium des Tierparks. Der Kostenbeitrag beträgt 2,00 Euro für Kinder und 5,00 Euro für Erwachsene.

Opel-Zoo Kronberg, 04.09.2014
Rettung in letzter Minute: Der Mesopotamische Damhirsch – Die Brunft einer fast ausgestorbenen Tierart im Opel-Zoo hat begonnen
„Die größte zoologische Kostbarkeit des Opel-Zoos wirkt im Vergleich zur Attraktivität der Elefanten auf die Besucher eher unspektakulär: die Mesopotamischen Damhirsche“, so liest man im Buch „Der Zoo im Taunus“. Weiter heißt es, dass diese „unspektakuläre Tierart“ bereits ausgestorben wäre, wenn nicht der Zoogründer durch Expeditionen in den Iran Tiere nach Kronberg gebracht hätte. Seit 1966 züchtet die Tiergruppe regelmäßig im Freigehege und rund 250 Nachzuchten wurden seitdem geboren, im Iran wieder ausgewildert und an Israel, Neuseeland, Österreich, Frankreich, USA und zahlreiche deutsche Zoos abgegeben. Es ist wahrscheinlich, dass es heute mehr Tiere in Menschenobhut gibt als in der freien Natur. Alle heute in Zoos lebenden Mesopotamischen Damhirsche stammen von den drei ursprünglich vom Zoogründer, Dr. Georg von Opel, gesuchten und importierten Tiere ab, und so wird die Erhaltung dieser Tierart stets mit dem Opel-Zoo und seinem Gründer verbunden sein. Jedes Jahr im Zeitraum von August bis September findet bei den Mesos, wie die Mesopotamischen Damhirsche liebevoll im Opel-Zoo genannt werden, die Brunft statt. Und dabei gibt es Interessantes zu beobachten: Die Männchen beanspruchen ein kleines Areal, auf dem sie sich Konkurrenten und den Weibchen gegenüber präsentieren. Mit ihrem Geweih bohren sie in den Erdboden, schlagen fast wütend mit den Vorderhufen und ihr Gesicht und der Unterbauch färben sich sichtbar dunkler. In ritualisierten Verhaltensweisen versuchen sie das direkte Kräftemessen mit ihren Konkurrenten und damit Verletzungen durch den Geweiheinsatz zu vermeiden. Sie laufen parallel nebeneinander her und versuchen den Widersacher durch möglichst imposantes Auftreten einzuschüchtern. Man hört die arttypischen, rülpsend klingenden Brunftlaute und kann beobachten, wie die Männchen durch Flehmen den Urin der Weibchen prüfen, um etwas über deren Zyklus zu erfahren. Aber bei allem Imponiergehabe der männlichen Hirsche: Es gilt Damenwahl, denn die Weibchen wählen den Geschlechtspartner. Nach rund 229 Tagen Tragzeit bringen sie dann im April oder Mai ihr Kalb zur Welt, das dann den Fortbestand dieser seltenen, nach wir vor zu den seltensten Landsäugetieren dieser Größe zählenden Hirschart weiter zu sichern imstande ist. Seit 1987 wird die Haltung des Mesopotamischen Damhirschs im Rahmen eines EEP (Europäisches Erhaltungszuchtprogramm) koordiniert. Dieses Zuchtbuch übernahm im Jahre 2013 die von Opel Hessische Zoostiftung als Träger des Opel-Zoo vom Tierpark Berlin-Friedrichsfelde.

Erlebniszoo Hannover, 04.09.2014
Dirk Roßmann und Andreas Casdorff weihen neue Weltbevölkerungsuhr am Zoo ein
Hannover hat eine neue Weltbevölkerungsuhr. Dirk Roßmann, Gründer der Stiftung Weltbevölkerung, und Andreas Casdorff, Geschäftsführer des Erlebnis-Zoos Hannover, haben die Installation im Eingangsbereich des Erlebnis-Zoo heute feierlich enthüllt. Die zwei mal drei Meter große Uhr zählt, wie viele Menschen zurzeit auf der Erde leben. Pro Sekunde kommen 2,7 Menschen hinzu – das sind mehr als eine viertel Million Menschen täglich. Das Wachstum erfolgt fast ausschließlich in Entwicklungsländern, wo die Menschen schon heute oft in großer Armut leben. „Mit der Uhr machen wir darauf aufmerksam, dass das Weltbevölkerungswachstum zu einem großen Teil auf ungewollten Schwangerschaften beruht“, sagte Dirk Roßmann. „Wenn wir die Armut bekämpfen wollen, müssen wir Frauen helfen, ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden. Aufklärung und freiwillige Familienplanung spielen hierbei eine Schlüsselrolle. Ich finde es gut, dass sich nun Menschen aus ganz Deutschland am Erlebnis-Zoo Hannover über das wichtige Thema informieren können.“ „Das stete Wachstum der Bevölkerung ist eines der dringlichsten Probleme dieser Welt“, so Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. „Als Zoo möchten wir auf den direkten Zusammenhang von Bevölkerungswachstum und dem Verlust des Lebensraumes vieler Tierarten aufmerksam machen – und zum Nachdenken anregen.“ So entstand die Idee, eine neue Weltbevölkerungsuhr am Erlebnis-Zoo aufzustellen und mit einer besonderen Ausstellung zum Zusammenhang der Themen zu verbinden. In über 400 Jugendklubs der Stiftung Weltbevölkerung in Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda informieren speziell ausgebildete Jugendberater ihre Altersgenossen, wie sie sich vor ungewollten Schwangerschaften schützen können. Die Jugendlichen erhalten zudem Schulungen im Bereich Kleingewerbemanagement und Umweltschutz und lernen so, ihr Leben mit Rücksicht auf die Natur selbst in die Hand zu nehmen und gleichzeitig den Regenwald in seiner biologischen Vielfalt zu schützen. In den Klubs können die jungen Menschen eine eigenes Einkommen erwirtschaften. So stellen sie Ketten aus Altpapier her, Körbe aus Kronkorken, Taschen aus alten Plastiktüten und Übertöpfe aus Milchtüten für Setzlinge zur Wiederaufforstung. Genau so einen Jugendklub zeigt der Erlebnis-Zoo in seiner afrikanischen Themenwelt Sambesi. Zentrales Ausstellungsstück ist die Brikett-Presse, mit der die Jugendlichen Heiz-Briketts aus Altpapier, Laub und anderen Recycling-Materialien herstellen. Mit dem Verkauf der Briketts verdienen sie ihr eigenes Geld und tragen dazu bei, dass weniger Bäume des Regenwaldes als Brennmaterial gefällt werden. Abholzungen, Brandrodung, „Landgrabbing“ internationaler Investoren haben dazu geführt, dass der Waldbestand in Ostafrika seit den 1960er Jahren massiv zurückgegangen ist. Neben dem enormen Ressourcenbedarf der Industrieländer ist Armut eine der Hauptursachen. Als Kleinbauern leben die meisten Menschen in Ostafrika von der Hand in den Mund. Um ihre Familien zu ernähren, roden sie den Wald und bebauen das Land. Doch so zerstören sie langfristig ungewollt ihre eigene Lebensgrundlage und den Lebensraum zahlreicher Tierarten. Allein in Kenia gelten 43 Säugetier- und 24 Vogelarten als gefährdet. Zu den bedrohten Arten zählen beispielsweise die Sokoke-Zwergeule im Arabuko-Sokoke-Wald, die Haubenmangabe, der Rotkopfstummelaffe und die Echte Karettschildkröte. Im Regenwald an der Grenze zu Uganda leben die vom Aussterben bedrohten Berggorillas, die Verbreitungsgebiete der Schimpansen und östlichen Gorillas gehen bis an die Grenzen von Uganda und Ruanda. „Mit dieser Ausstellung wollen wir vermitteln, dass eine aufgeklärte Jugendgeneration nicht nur für sich selbst Zukunftsperspektiven aufbauen kann, sondern dass diese Jugendlichen einen wichtigen Teil zum Ressourcenschutz beitragen und helfen, den Lebensraum von Mensch und Tier nachhaltig zu bewahren“, so Andreas Casdorff. Der Zoo unterstützt die afrikanischen Jugendlichen durch den Verkauf ihrer filigran gefertigten Altpapier-Ketten im Shop am Sambesi. Der Erlös kommt den Jugendklubs zugute.

Wilhelma Stuttgart, 04.09.2014
Nachwuchs beim Roten Ibis: Farbenpracht aus Südamerika
Die Roten Ibisse der Wilhelma haben Nachwuchs. Derzeit betteln zwei Jungvögel im Nest nach Futter und halten ihre Eltern mächtig auf Trab. Damit ist die kleine Kolonie, die sich gegenüber vom Wilhelma-Restaurant befindet, auf insgesamt 17 Tiere angewachsen. Weiterer Nachwuchs wird erwartet: Denn in mindestens zwei weiteren Nestern befinden sich noch Eier, die gerade von den farbenprächtigen Altvögeln bebrütet werden. Mit ihrem scharlachroten Gefieder gehören die aus Südamerika stammenden Ibisse zu den farbenfrohsten Vögeln. Die Jungvögel erkennt man deutlich an ihrem unscheinbaren, grauschwarzen Gefieder. Bis sie so rot wie ihre Eltern sind, vergehen zwei Jahre. Weltweit gibt es 20 verschiedene Ibisarten. Der farbenprächtigste ist jedoch der leuchtend rote Scharlach- oder Rote Ibis. Zu Tausenden brüten diese Vögel auch heute noch in den Mangrovenwäldern und Sümpfen des nördlichen Südamerika. Der Anblick einer großen gemischten Kolonie mit Ibissen, verschiedenen Reihern, Löfflern und Kormoranen gehört zu den eindrucksvollsten Naturerlebnissen in diesem Teil der Welt. Nahrung finden die großen Vogelschwärme zur Genüge auf den bei Ebbe trocken fallenden Schlickflächen der Mangrovengebiete. Nach typischer Ibisart wird der weiche Boden mit dem Schnabel nach Krebsen, Muscheln, Schnecken, Würmern und kleinen Fischchen sondiert. Wie bei fast allen rot oder rosa gefärbten Vögeln kommt die scharlachrote Gefiederfarbe auch beim Roten Ibis durch Carotinoidfarbstoffe zu Stande, die mit der Nahrung aufgenommen und in die wachsenden Federn eingelagert werden. Das attraktive Erwachsenengefieder erhalten die Vögel allerdings erst nach dem zweiten Lebensjahr. Junge Scharlachibisse tragen, wie alle ihre Verwandten, als Nestlinge zunächst ein schwarzes Daunenkleid und später ein grauschwarzes, auf der Unterseite schmutzig-weißes Jugendgefieder. Dass so spektakulär gefärbte und interessante Vögel gerne in Zoos gehalten werden, versteht sich von selbst. Auch in der Wilhelma haben die Roten Ibisse von Beginn an Heimatrecht genossen. Die Kolonie besteht ohne Unterbrechung seit 1954. Die Nachzucht der Ibisse gelingt nicht immer problemlos. Neben Jahren mit guten Fortpflanzungserfolgen galt es zwischendurch auch immer wieder, längere Durststrecken zu überwinden. Die rote Farbe erhalten die Tiere in der Wilhelma auch über ihr Futter: Regelmäßig wird diesem ein synthetisches Carotinoidpräparat hinzugefügt. Dadurch haben die Vögel ein mindestens genauso auffälliges Gefieder, wie ihre Artgenossen in Südamerika. Jedes Jahr im Frühsommer beziehen die Vögel ihre Nistplätze in den von Schlinggewächsen umrankten Weidenbüschen in ihrer Voliere. Dann bieten sie unseren Besuchern einen kleinen Eindruck vom farbenprächtigen Bild der großen Scharlachibis-Kolonien in den Mangrovewäldern Südamerikas.

Opel Zoo Kronberg 17.09.2014
Zoopädagogik im Kronberger Freigehege – Staatsministerin a.D. Nicola Beer (FDP) informiert sich im Opel-Zoo
Nicola Beer (FDP), die ehemalige Kultusministerin Hessens und Sprecherin des Hessischen Landtages für Europa, Wissenschaft und Kultur, besuchte den Kronberger Opel-Zoo und informierte sich über den Bildungsauftrag Zoologischer Gärten im Allgemeinen und des Opel-Zoo im Besonderen. In einem Rundgang mit Stiftungsvorstand Gerold Dieke und Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels kamen dabei nicht nur Details der jüngst veröffentlichten Stiftungsprofessur zur Sprache, sondern auch das bereits etablierte zoopädagogische Angebot. Es umfasst – ausgehend von der Zooschule – Führungen, Rallyes, Märchenstunden, Streichelzooführerschein, Ferienprogramme und vieles mehr und stellt dabei insbesondere auf Zusammenhänge in Natur-, Tier- und Artenschutz ab. Nicola Beer erfuhr, dass der Opel-Zoo zu den größten außerschulischen Lernorten Hessens gehört. „Unsere Zoopädagogik bietet nicht nur Schulklassen, sondern auch privaten Gruppen – wie bspw. bei Kindergeburtstagen – und nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen – bspw. bei Firmen- oder Kundenveranstaltungen – Wissensvermittlung in Form von interessanten Programmen während des Zoobesuchs“, so Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels. Frau Beer regte ganz grundsätzlich eine bessere Nutzung der außerschulischen Lernorte an: Dazu sei es sinnvoll, im Rahmen der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften, diesen Aspekt mit konkreten Umsetzungsbeispielen für verschiedene Fächer und Jahrgangsstufen zu behandeln. Sie sicherte dem Opel-Zoo ihre Unterstützung zu.

Zoo Leipzig 17.09.2014
Nashornbulle Ndugu vorrübergehend abgegeben – Reibungsloser Umzug in den Zoo Hannover
Für den Nashornbullen Ndugu hieß es heute Abschied nehmen: Das Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis michaeli) hat den Zoo Leipzig am Vormittag Richtung Hannover verlassen, wo es fortan gemeinsam mit zwei Nashornkühen leben wird. Gegen 12 Uhr ist Ndugu (geb. am 18. Februar 1996 in Berlin, seit Juli 2001 in Leipzig) wohlbehalten in seinem neuen Zuhause im Zoo Hannover angekommen. Dort erholt sich der Dickhäuter in den nächsten Stunden in einem separaten Stall von dem Transport. Das 18 Jahre alte Nashorn findet im Zoo Hannover nur vorrübergehend ein neues Zuhause: Für die andauernden Bauarbeiten zur Kiwara Kopje, die im kommenden Frühjahr 2015 fertiggestellt und eröffnet werden soll, bezieht Ndugu die Anlage der hannoverschen Themenwelt Sambesi. Dort leben aktuell zwei Nashornkühe. Der Hannoveraner Bulle Kifaru ist bereits vergangene Woche nach England gereist, wo er im Zoo Chester auf drei Nashornkühe trifft. Hannover erhofft sich von dem Nashornbullen aus dem Zoo Leipzig perspektivisch Zuchterfolge bei den vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörnern. Im Zoo Leipzig hat Ndugu bereits mehrfach für Nachwuchsfreuden gesorgt: Im September 2014 brachte Nashornkuh Nandi (geb. 07. Mai 1999 in Leipzig) Jungtier Samia zur Welt. In diesem Spätherbst erwartet außerdem Nashornweibchen Sarafine (geb. am 10. Januar 2000 in Leipzig) ein Junges. Auch aufgrund des anstehenden Nachwuchses musste der Zoo Leipzig in seinem aktuellen Nashorngehege vorrüber- gehend Platz schaffen.

Tierpark Sababurg 17.09.2014
Das besondere Naturschauspiel – DIE HIRSCHBRUNFT STEHT AN
Wenn tiefe, dröhnende Laute durch die Wälder tönen, dann ist es soweit: Die Paarungszeit bei den Hirschen beginnt. Mit laut imposantem Röhren macht sich der Platzhirsch während der Brunft bei seinen Rivalen bemerkbar. Wird er auch in diesem Jahr wieder der Stärkste und damit Herr des Rudels sein? Zu dieser Jahreszeit sind die Geweihe der männlichen Rothirsche fertig ausgebildet und der Hormonspiegel steigt. Die Hirsche untereinander werden zu Rivalen. Die lockeren Rudelverbände der männlichen Hirsche lösen sich auf, denn nun locken die weiblichen Tiere. Sind die Platzhirsche wieder bei ihrem Rudel, röhren sie lautstark, um ihren Anspruch auf die Hirschkühe zu zeigen und um Konkurrenten abzuschrecken. Wenn das nicht reicht, kommt es auch schon mal zu spektakulären Kämpfen, in denen die Geweihe der Hirsche lautstark aufeinander krachen. Ein männlicher Rothirsch muss etwa sechs Jahre alt sein, bevor er ein Rudel verteidigen kann. Während der Brunft wird die Nahrungsaufnahme für die Hirsche zur Nebensache. Die Paarung mit den weiblichen Tieren und die Verteidigung des Rudels nimmt die ganze Kraft und Zeit in Anspruch. Die Tragzeit beträgt rund 230 Tage und die Setzzeit ist Mitte Mai bis Anfang Juni. Das einzige Kalb (Zwillinge sind sehr selten und überleben meist nicht) wiegt bei der Geburt etwa 15 Kilogramm und ist zunächst gefleckt. Nach drei Monaten verschwinden diese Flecken. Ein halbes Jahr wird das Kalb vom Muttertier gesäugt. Der Tierpark Sababurg bietet wieder Führungen zur Brunft an, damit dieses Naturschauspiel hautnah erlebt werden kann. Von Donnerstag, den 25. September bis Sonntag den 28. September und von Donnerstag, den 02. Oktober bis Sonntag den 05. Oktober, finden täglich, um 18:00 Uhr, unter der Leitung unserer Erlebnisführer, die Wanderungen durch den abendlichen Park statt.

Tiergarten Nürnberg 17.09.2014
Neue Gorilla im Tiergarten
Ein Gorilla für Nürnberg: Am Freitag, 12. September 2014, ist aus dem Zoo Zürich ein junges Gorillaweibchen in den Tiergarten der Stadt Nürnberg gekommen. Habibu, wie der Gorilla genannt wird, wurde am 29. Juli 2007 im Zoo Zürich geboren. Das Jungtier wurde noch vor dem Erreichen der Geschlechtsreife aus dem Harem ihres Vaters herausgenommen, wie dies auch in der Natur durch Abwanderung oft geschieht, um Inzucht zu vermeiden. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) wurde der Gorillaharem in Nürnberg als neue Gruppe für Habibu empfohlen. Eine Tierpflegerin aus Nürnberg war zur Kontaktaufnahme mit dem Gorilla für eine Woche im Zoo Zürich und ein Pfleger von dort war bis Montag, 15. September 2014, als Bezugsperson in Nürnberg, um Habibu das Einleben in ihrer neuen Umgebung zu erleichtern. Hintergrund des Transfers sind langfristige Planungen innerhalb des EEP. Dabei geht es darum, für die Zeit nach dem in den nächsten Jahren zu erwartenden Tod des 51-jährigen Nürnberger Haremschefs Fritz zu planen und dafür einen stabilen Harem aufzubauen. Deshalb kam bereits im Januar des letzten Jahres das achtjährige Gorillaweibchen Louna aus Leipzig an den Schmausenbuck, die zusammen mit den alten Weibchen Bianka (42 Jahre) und Lena (38 Jahre) die bisherige Gruppe bildete. Bei der Zusammenführung war die souveräne Rolle des Nürnberger Silberrückens gut zu beobachten. Die Kleine suchte sofort Schutz bei Fritz, ordnete sich unter und kroch unter ihn. Fritz beobachtet seine Weibchen sehr genau und schreitet sofort ein, wenn die Rangeleien der Weibchen, die ihre Hierarchie regeln müssen, zu heftig werden. Obwohl inzwischen weitgehend Ruhe eingekehrt ist, wird es auch in Zukunft noch zu Rangeleien zwischen den Weibchen kommen.

Zoo Basel 17.09.2014
Berühmte Gorilla-Frau Goma wird 55 Jahre alt
Am 23. September wird Goma 55 Jahre alt. Die Gorilla-Greisin blickt auf ein aussergewöhnliches Leben zurück. Seit ihrer Geburt 1959 ist Goma eine Berühmtheit. Sie wuchs wie ein eigenes Kind in der Familie des damaligen Zoodirektors Prof. Dr. Ernst Lang auf. Als erster in einem europäischen Zoo geborener Gorilla wurde Goma der Liebling einer ganzen Generation von Zoobesucherinnen und -besuchern. Die sichtlich betagte Goma lebt heute noch im Zoo Basel und erfreut sich guter Gesundheit. Gomas bewegtem Leben wurden in den letzten Jahren nochmals einige Meilensteine hinzugefügt. Als die Basler Gorillagruppe 2011 nach einem Jahr in einem provisorischen Zu- Hause ins neu umgebaute Affenhaus zurückkehrte, war sie die erste, die ihr neues Heim genauestens unter die Lupe nahm. Im September 2012 war es ebenfalls Goma, die mit viel Selbstvertrauen als erste die neuen Aussenanlagen erkundete. Am 19. August dieses Jahres traf Goma nochmals auf einen neuen Silberrücken. Sie gab M’Tongé (15) gleich zu verstehen, dass ein Jungspund wie er sich ihren Respekt erst verdienen muss. Derzeit leben in Zoos nur vier noch ältere Gorillas. Der älteste ist die 1956 erste weltweit zoogeborene Gorilla-Frau Colo in Columbus (USA). Prof. Dr. Ernst Lang, der Goma in seiner Familie mit grosser Zuwendung aufgezogen hat, hat Goma immer wieder besucht. Er lebt in Basel und durfte am 16. Oktober 2013 seinen 100. Geburtstag feiern. Ein aussergewöhnlicher Lebenslauf Über Gomas Geburt und ihre frühe Zeit bei Menschen haben die Medien damals weltweit berichtet. Etwa einjährig bekam Goma Gesellschaft vom gleichaltrigen Pepe. Mit ihm zusammen wurde sie später in ihre angestammte Familiengruppe zurückgebracht. Ihren 1971 geborenen Sohn Tamtam zog Goma ohne menschliche Hilfe gross, was sie erneut international ins Gespräch brachte: Tamtam war der erste Gorilla in zweiter Zoogeneration und das erste Gorillakind, das in einem Zoo vom ersten Tag an in Gesellschaft eines Silberrückens aufwuchs. Er sollte Gomas einziges Kind bleiben. Als Folge ihrer aussergewöhnlichen Kindheit ist Goma bis heute den Menschen verbunden und deshalb in ihrer Gruppe eine Aussenseiterin geblieben. Erst in den letzten Jahren konnte sich Goma immer mehr ins Familienleben integrieren. Happy Birthday Goma Ihren fünfundfünfzigsten Geburtstag feiert die weltberühmte Goma im Kreise der sechsköpfigen Basler Gorillagruppe mit dem Silberrücken M’Tongé (15), ihrer Schwester Quarta (45), Faddama (30), Joas (24) und Zungu (11). Am Nachmittag des 23. September lädt der Zoo Basel die Besucherinnen und Besucher zu Gomas Geburtstag ein. Gemeinsam mit dem Publikum blickt der Zolli am 23. September auf Gomas Leben zurück. Von 15 bis 17 Uhr gibt es für das Publikum ein Spezialprogramm und für die Gorillas und die Besucher einen Geburtstags-Leckerbissen. Geburtstagskinder erhalten an diesem Tag freien Eintritt in den Zoo. Lebensraum der Menschenaffen schwindet – Der Name Goma steht heute für eine betagte Gorillafrau, die mit ihrem in Folge ihrer aussergewöhnlichen Kindheit besonders menschlich anmutenden Blick täglich neu unsere Verantwortung wachruft für die in Menschenobhut gehaltenen Menschenaffen und ihre bedrohten Artgenossen im Regenwald. Denn alle nichtmenschlichen Menschenaffen sind in ihrem Bestand gefährdet. Die Gründe dafür liegen in erster Linie in der Zerstörung ihres Lebensraumes und in der Bejagung.

Allwetterzoo Münster 17.09.2014
NRW-Partner-Zootag am 21. September
Am Sonntag, 21. September ist wieder NRW-Partner-Zootag. Was heißt das? Alle NRW-Partnerzoos, zu denen auch der Allwetterzoo Münster gehört, laden die Jahres- und Vereinskarten-Inhaber der Partnerzoos ein, ihren Zoo kennen zu lernen und zwar ohne Eintritt zu zahlen! Man braucht lediglich eine gültig Vereins- oder Jahreskarte von einem der NRW-Zoos: Allwetterzoo Münster, Aquazoo Düsseldorf (ist allerdings noch bis Mitte 2015 geschlossen), Tierpark Aachen, Naturzoo Rheine, Zoo Bochum, Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen, Zoo Duisburg, Zoo Dortmund, Zoo Köln, Zoo Krefeld, Zoo Wuppertal Diesen Service bieten die NRW-Partnerzoos einmal im Jahr ihren Vereins- und Jahreskarteninhabern an und zwar immer am 3. Sonntag im September. An allen anderen Tagen können die Partnerzoos von den Karteninhabern zum ermäßigten Gruppenpreis besucht werden. „Dieses besondere Angebot ist ein Dank an all unsere Jahres- und Vereinskarten-Inhaber“, so Zoodirektor Jörg Adler. „Schließlich unterstützt man den Zoo mit dem Kauf einer Jahreskarte langfristig – eine bessere Empfehlung als zu sagen „ich habe eine Jahreskarte für den Allwetterzoo“ können wir kaum bekommen! Zudem können Zoofreunde die Zoo-Landschaft NRW so gut kennenlernen…“

Serengeti Park Hodenhagen 16.09.2014
Prominenter Besuch beim kuscheligen Löwen-Trio im Serengeti-Park Hodenhagen
Am 21. Juli wurden im Serengeti-Park Hodenhagen Löwen geboren. Die stolzen Eltern sind die erfahrene Mutter „Shalima“ (9 Jahre) und Vater „Baba“ (12 Jahre). Leonora und Leon bekamen heute prominenten Besuch. Sarah Connor ist ein totaler Tierfan und besonders haben es ihr Raubkatzen angetan. Sie war heute bei den zwei kleinen Fellknäulen, wurde kräftig angefaucht und genoss die Zeit mit ihren Lieblingstieren. Hintergrund Löwen: Löwinnen gebären nach einer Tragzeit von ca. 4 Monaten 3-4 blinde Junge. Nach 2 Wochen öffnen sie ihre Augen und können nach ca. 3 Wochen laufen. Löwenkinder trinken bis zu 1,2 Liter Muttermilch pro Tag und können bis zu 6 Monate bei der Mutter saugen. Meist beginnen sie aber schon nach 6 Wochen mit dem Verzehr von Fleisch. Mit dem Beginn der Fleischaufnahme wird das Saugen bei der Mutter weniger.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma 15.09.2014
Was Sie schon immer über die Wilhelma wissen wollten … 21. Wilhelma-Tag – Einblicke erhalten, fragen, mitmachen
Am 21. September findet – wie jedes Jahr eine Woche nach Ende der Sommerferien – wieder ein großer „Wilhelma-Tag“ statt, und das bereits zum 21. Mal. Auch diesmal erhalten die Besucher spannende Einblicke in Bereiche hinter den Kulissen des Zoologisch-Botanischen Gartens, von der Futterküche über die Anzuchthäuser bis hin zur Krankenstation. Außerdem können vor allem die Kinder auf vielerlei Weise selbst aktiv werden, ob beim „Tierpfleger-Eignungstest“ der Wilhelma-Azubis, beim Baumklettern oder Pflanzentopfen. Zu verdanken ist der Wilhelma-Tag dem Verband der Zoo-Tierpfleger in Deutschland, die vor 21 Jahren einen „Zoo-Tag“ anregten. In der Wilhelma wurde daraus die einzige zoologisch-botanische Spielart. Gestaltet wird der Tag von Tierpflegern, Gärtnern und Parkpflegern, Azubis und Wilhelma-Pädagogen in Eigenregie. Nur am Wilhelma-Tag können die Besucher beispielsweise die botanischen Anzuchthäuser hinter den Kulissen besichtigen und Blicke in die Futterküche oder den Behandlungsraum des Tierarztes werfen. Zudem finden sie an den Info-Ständen der Tierpfleger, Gärtner und Parkpfleger reichlich Anschauungsmaterial rund um Tiere, Pflanzen, Futtermittel und Co. und können den Mitarbeitern nach Herzenslust Fragen stellen. Was fressen Flusspferd, Nashorn und Elefant? Wie schnell wächst eine Palme und wann blühen Kakteen? Am Ende des Tages verstehen die Besucher dann viel besser, wie ein Zoologisch-Botanischer Garten funktioniert – und wie aufwändig sein Betrieb ist. In der Wilhelmaschule können sich die Kinder, gegen eine kleine Spende für einen Kindergarten im kongolesischen Virunga-Nationalpark, Tier-Motive auf die Gesichter schminken lassen. Beim Stand der Parkpflege dreht sich auch am 21. September alles um die Wilhelma-Mammutbäume, die in diesem Jahr 150 Jahre alt werden. Im Amazonienhaus können Besucher auf Rallye gehen und ihr Wissen bei einem Quiz unter Beweis stellen. Um Wissen und Geschick geht es auch beim beliebten Tierpfleger-Eignungstest, den die Wilhelma-Auszubildenden auf der Wiese bei den Flamingos durchführen. Nicht zuletzt gibt es im Betriebshof wieder überzählige Pflanzen Marke Wilhelma-Eigenanbau zu kaufen – praktische Tipps für ihre Pflege inklusive. Auch die Wilhelma-Begleiter des Fördervereins tragen mit einem Infostand am Elefantenhaus und kostenlosen Führungen zum Thema „Tierwelt im Klimawandel“ ihren Teil zum Programm bei. Zudem bietet die Kinderturnstiftung für Kinder und ihre Eltern eine Führung durch die Bewegungsstationen der Kinderturnwelt in der Wilhelma an. Neu dabei ist in diesem Jahr die Umweltakademie, die in ihrem Akademie-Info-Center am Schaubauernhof einen Aktionstag zum „Lebensraum Obstwiese“ veranstaltet.

Zoo Leipzig 15.09.2014
Nachwuchsfreuden gehen weiter 13 Stumpfkrokodile im Zoo Leipzig geschlüpft
Am vergangenen Donnerstag schlüpften im Süßwasser-Landschaftsbecken des Aquariums gleich 13 Stumpfkrokodile aus ihren Eiern, wovon zwölf bisher überlebten. Das Schlüpfen der Minikrokodile zog sich tagsüber über mehrere Stunden hin und fand unter den Augen der staunenden Besucher statt, die dieses Schauspiel erstmals miterleben konnten. Wie für die Art typisch, hat das mindestens 30 Jahre alte Weibchen (seit 1994 in Leipzig) die Jungtiere nach dem Schlupf sofort vorsichtig ins Wasser gebracht. Zum ersten Mal werden die Jungtiere im Becken bei den Eltern gelassen. Dafür wurde vorsorglich das Becken unterteilt, damit potentielle Beutegreifer, wie der Nilbarsch, nicht an die Jungen herankommen. „Für die Elterntiere ist die Vorgehensweise wichtig. Damit können sie erstmals ihre Schützlinge eigenständig betreuen. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie behutsam das Weibchen mit ihren Schützlingen umgeht“, freut sich Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold über den ersten Zuchterfolg nach 2008. Der Zoo Leipzig züchtet seit 1996 diese von der Roten Liste als gefährdet eingestufte Krokodilform erfolgreich und führt mittlerweile im achten Jahr das europäische Zuchtbuch. Der männliche Partner kam 2012 aus dem Tropikariet in Helsingborg, Schweden nach Leipzig und ist mindestens 22 Jahre alt. Stumpfkrokodile erreichen eine Länge von maximal zwei Metern und gehören damit zu den kleinsten Krokodilarten. Sie leben in schattenreichen Sumpfwäldern und Urwaldtümpeln im westlichen und zentralen Afrika und sind besonders in der Dämmerung aktiv. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Weichschildkröten, Fischen, Krebstieren und Fröschen. Stumpfkrokodile gehören zu den wenigen Reptilien, die Brutpflege betreiben. Dazu legen sie ihre Eier in selbst aufgeschichtete Sand- oder Erdhaufen, die eine Temperatur von 27 bis 35 Grad Celsius haben. Diese Temperatur entscheidet, ob aus dem gesamten Gelege nach einer Brutzeit von etwa drei Monaten männliche oder weibliche Tiere schlüpfen. Die Jungtiere werden dann vom Krokodilweibchen aufgezogen. Im Freiland ist die Art aufgrund illegaler Jagd und Lebensraumzerstörung gebietsweise stark bedroht.

Zoo Salzburg 15.09.2014
Aktionstag zur Europäischen Mobilitätswoche im Zoo Salzburg – Autofrei in die Welt der Tiere! Sonntag, 21. September 2014, von 10.30 bis 15.30 Uhr
Die Umwelt schonen, ist die Devise des Aktionstags im Salzburger Zoo! Jeder, der am Sonntag, den 21. September 2014, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus oder Bahn in den Zoo kommt, erhält einen vergünstigten Zoo-Eintritt: Erwachsene zahlen nur € 6, Kinder bis 14 Jahren haben freien Eintritt. Im Zoo Salzburg sind eine Vielzahl von tierischer Bewegungskünstler zuhause wie Gänsegeier, Gibbons, Steinböcke und Co.. An drei Erlebnis-Stationen erfahren alle Zoobesucher Spannendes und Wissenswertes über unterschiedlichste Bewegungsarten im Tierreich! Ab 14 Uhr gibt es bei den „Schon gewusst…?“-Treffpunkten viel Interessantes über die Fortbewegung unterschiedlicher Tierarten zu erfahren: um 14 Uhr bei den Braunbären, um 14.30 Uhr bei den Gibbons, 15 Uhr bei den Schneeleoparden und um 15.30 Uhr bei den Geparden. Ein tolles Rahmen-Programm erwartet Groß und Klein vor dem Zoo! Schon mal auf einem Bonanzarad oder Skatebike gesessen? Beim Aktionsstand des Vereins Spektrum gibt es kuriose Räder zum Ausprobieren und allerlei Spiel und Spaß rund ums Thema „Alles was sich bewegt“. Die mobile Werkstätte MIR – „Mein Intelligentes Rad“ – bringt alte „Drahtesel“ wieder in Schuss. Patschen picken im Duell: Jugendliche reparieren platte Reifen im Wettbewerb oder in Ruhe jeder für sich. Fürs Publikum gibt´s jede Menge zu schauen und zahlreiche Tipps zum Nachmachen. Die offene Fahrradwerkstatt macht mobil, denn Fahrradschläuche kleben ist keine Hexerei – wenn man weiß wie es funktioniert. Bewegung macht Spaß! Kinder können sich beim Sackhüpfen, mit Laufdollis oder auf dem Trampolin von JAKO-O austoben. An diesem Tag gibt’s tolle Preise von JAKO-O – Kindersachen mit Köpfchen! – zu gewinnen!

Zoo Osnabrück, 13.09.2014
Neue Gesichter auf der Pinguin-Anlage
Acht Humboldt-Pinguine aus dem Rheinland-Pfälzischen Neuwied vergrößern neuerdings die Pinguinkolonie im Osnabrücker Zoo. Die Vögel haben sich schon gut eingelebt. Fridolin, Dörte, Ole, Snorre, Melli, Ida, Freddi und Michel – so heißen die acht neuen Humboldt-Pinguine am Schölerberg. Sie vergrößern die bestehende Gruppe auf insgesamt 22 Tiere, elf Männchen und elf Weibchen. „Da wir im Frühjahr unsere Pinguinanlage vergrößert haben, war es uns wichtig auch die Gruppe entsprechend zu erweitern. Denn Pinguine sind Koloniebrüter und fühlen sich in großen Gruppen am wohlsten. Und dann klappt es auch eher mit dem Nachwuchs“, erläutert Revierleiterin und Tierpflegerin Kirsten Bischoff. Humboldt-Pinguine gelten in der Wildbahn als gefährdet, weswegen es auch ein europaweites Zuchtprogramm in Zoologischen Gärten gibt. Nach ihrer Ankunft am vergangenen Freitag zogen die „Neuen“ zunächst alleine in das Pinguinhaus ein, um die Umgebung und ihre Tierpfleger in Ruhe kennen zu lernen. Außerdem erhielten sie eine Kennzeichnung, denn alle Pinguine im Osnabrücker Zoo tragen schmale Bänder an den Flügeln, damit jeder Pfleger sie unterscheiden kann. „Zwar sind die Individuen auch anhand der Punktmuster auf der Brust zu erkennen, aber bei Fütterungen geht es doch recht turbulent zu. Da müssen wir Pfleger darauf achten, dass jeder seine Vitamine und Salztabletten bekommt“, erklärt Bischoff. Alle Pinguine bekommen einen schwarzen Ring, Männchen rechts und Weibchen links, sowie einen farbigen. „Die Kennzeichnungen stören die Pinguine überhaupt nicht – und für die richtige Versorgung sind sie für uns sehr wichtig“, so Bischoff. Nach fünf Tagen durften die Zugezogenen dann endlich in den großen Pinguinbereich und direkt auf ihre neuen Mitbewohner treffen. „Ganz vorsichtig kamen die neuen Pinguine im Schutz der Gruppe hinaus – nur um dann doch bäuchlings in das Wasserbecken zu springen und den anderen den Fisch wegzuschnappen“, freut sich Bischoff über die gelungene Zusammenführung. Die Neuwieder Pinguine scheinen sich in der Gruppe und in ihrem neuen Zuhause wohl zu fühlen. „Die Jahreszeit ist für die Zusammengewöhnung besonders gut, da die Pinguine zurzeit nicht in der Balz sind. Außerdem sind sechs der neuen Pinguine Jungtiere. Sie haben noch kein Bedürfnis einen möglichst hohen Platz in der Rangordnung zu ergattern“, erklärt Revierleiterin Kirsten Bischoff. Die jüngsten Frackträger sind für Besucher sehr gut zu erkennen, da sie erst in der nächsten Mauser im August die typische Gesichtszeichnung der erwachsenen Tiere erhalten. Nun wird es noch spannend: Zwar werden Pinguine als weitgehend monogam lebend beschrieben, doch Partnerwechsel sind nicht völlig unüblich. So auch in der Osnabrücker Kolonie: „Die beiden älteren Tiere sind Männchen und es kann sein, dass sie sich ein Osnabrücker Weibchen ‚angeln’. Wer sich mit wem verpaart, ist noch offen. Wir sind gespannt“, schmunzelt Bischoff. Da Humboldt-Pinguine zwei Mal jährlich brüten können, könnte also bereits zum kommenden Frühjahr auf Pinguin-Nachwuchs im Osnabrücker Zoo gehofft werden. Humboldt-Pinguine sind in Peru und Chile verbreitet. Sie erreichen eine Körperlänge von circa 65 Zentimetern und ein Gewicht von etwa vier Kilogramm. Sie sind mit drei Jahren geschlechtsreif und brüten zwei Mal jährlich, im Frühjahr und im Herbst. Einmal jährlich befinden sie sich in der Mauser. In dieser Zeit gehen sie nicht ins Wasser, weshalb sie sich vorher eine dicke Speckschicht anfressen. Die Koloniebrüter können zehn bis zwölf Meter tief tauchen und 20 bis 30 Stundenkilometer schnell werden. Sie werden auf der Roten Liste als „gefährdet“ eingestuft.

Münchener Tierpark Hellabrunn, 12.09.2014
Elefantenhaus: Kuppel gesprengt
Die Kuppel des Elefantenhauses im Tierpark Hellabrunn ist Geschichte: Am frühen Morgen des 12. September 2014 gab Sprengmeister Eduard Reisch das Signal zur Zündung – und innerhalb weniger Sekunden stürzte die 18 Meter hohe und rund 300 Tonnen schwere Stahlbetonkonstruktion in sich zusammen. Das Ereignis fand lang vor Beginn des Besuchereinlasses statt, war wochenlang vorbereitet worden und wurde begleitet von sorgfältig geplanten Maßnahmen, um die Sicherheit von Mensch und Tier zu gewährleisten. „Die Sprengung war fachlich, logistisch und organisatorisch eine echte Herausforderung, aber alles hat hervorragend funktioniert“, lobte Tierparkdirektor Rasem Baban die Zusammenarbeit zwischen Sprengteam, Baustellenleitung, Polizei und den Sicherheitsbeauftragten des Tierparks im Anschluss. Die Elefanten und die Tiere der angrenzenden Anlagen hatten den Morgen gut geschützt in ihren Stallungen verbracht; ihre vertrauten Tierpfleger hielten sich in der Nähe auf, um nötigenfalls beruhigend eingreifen zu können. Nachdem das Elefantenhaus seit Wochen Baustelle ist, haben sich Elefantenkind Ludwig und seine Familie inzwischen gut an Lärm und zeitweilige Erschütterungen gewöhnt. Sie waren zudem von den Pflegern in letzter Zeit noch an zusätzliche ungewöhnliche Geräusche gewöhnt worden und durchlebten daher nun die wenigen Sekunden der Sprengung eher gleichmütig. Revierleiter Andreas Fries hierzu: „Jede Silvesternacht mit der stundenlangen Knallerei bedeutet deutlich mehr Stress für die Tiere. Allerdings werden wir heute trotzdem vorsorglich auf die Elefanten-Show verzichten.“ Auch Sprengmeister Eduard Reisch zeigte sich mit Verlauf und Ergebnis der Sprengung zufrieden: „Wir haben hier eine Lockerungssprengung durchgeführt, das heißt die Kuppel und die Stützkonstruktion wurden mit rund 250 Kilogramm Sprengstoff, verteilt auf rund 2500 Bohrlöcher, innerhalb von Sekundenbruchteilen in kleine Teile gesprengt. Von außen konnte man da wenig sehen, weil alle Dächer und Öffnungen mit schweren Sprengschutzmatten und dicken Vlieslagen bedeckt waren. Das Kiesfallbett im Gebäude hat die Erschütterung gemindert und durch das feuchte Wetter der letzten Tage ist auch die Staubentwicklung so gering geblieben, dass sie keine Belastung darstellt, weder für die Tiere noch für die Besucher.“ Das denkmalgeschützte Elefantenhaus wurde 1914 im byzantinischen Stil von dem Münchner Architekten Emanuel von Seidl erbaut. Seine Kuppel, eine Konstruktion aus Stahlbeton und Glas, ist eine der ersten freitragenden Stahlbetonkuppeln weltweit. Das Gebäude war Ende 2010 wegen akuter Einsturzgefahr gesperrt worden, später beschloss der Aufsichtsrat die Sprengung und originalgetreue Neukonstruktion der Kuppel. Die Stadt München unterstützt die Sanierung mit 15 Millionen Euro; ob der Denkmalschutz bestehen bleibt, steht allerdings noch nicht fest. Das Elefantenhaus wird nun aufwendig saniert und nach neuesten Erkenntnissen für die optimale Elefantenhaltung gestaltet. „Unser Hellabrunner Wahrzeichen soll äußerlich wieder so aussehen wie vor 100 Jahren, innen aber wird es heller und weitläufiger – die Tiere werden mehr Platz haben, und die Besucher werden sie besser sehen können“, betonte Christine Strobl, Aufsichtsratsvorsitzende und 3. Bürgermeisterin, und wies darauf hin, dass die Sicherheit von Mensch und Tier ebenso wie wirtschaftliches und energieeffizientes Bauen relevante Fragen seien, die es zu berücksichtigen gelte.

Opel-Zoo Kronberg, 12.09.2014
Erfolgreiches Vogeljahr im Opel-Zoo: Nachzuchten auch bei bedrohten Tierarten
Die Meldungen über den Nachwuchs bei den Tieren im Opel-Zoo werden stets gerne gelesen. Meist betreffen diese Meldungen den Nachwuchs bei Säugetieren wie den der Giraffen, der Warzenschweine, der Berberaffen, der vielen Hirscharten, Mufflons, Ziegen und vielen anderen mehr. Nicht weniger erfreulich aber ist der Nachwuchs bei den Vögeln und für sie war 2014 im Kronberger Freigehege ein äußerst erfolgreiches Jahr. „Bei den farbenprächtigen Satyr-Tragopanen, den in ihrem Bestand stark bedrohten Waldrappen und den eleganten Seidenreihern konnten wir erstmals Nachzuchten aufziehen“, freut sich Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels. Er ergänzt, dass es beispielsweise auch bei den Habichtskäuzen und Nandus Bruterfolge gegeben hat. Und über die Wiederansiedlung von jungen Kronberger Moorenten am Steinhuder Meer wurde bereits berichtet. Aber auch über 50 heimische Vogelarten nutzen das Zoogelände als Lebensraum und brüten häufig zwischen den Gehegen, wo sie gut geschützt sind und am Futter der Zootiere partizipieren können. Mit etwas Glück zeigt sich sogar der seltene, scheue Eisvogel. Selbst im September, wenn die ersten Zugvögel sich auf den Weg gen Süden machen, können die Zoobesucher Vögel bei der Balz und beim Brüten beobachten, so bei den Napoleonwebervögeln in ihrer neuen Voliere nahe der Zooschule, die höchst kunstfertig ihre kugeligen Nester anfertigen. Auch in der großen, für die Besucher begehbaren Freiflugvoliere im südlichen Teil des Zoogeländes ist bei den Schwarzkopfibissen das Brutgeschäft noch voll im Gange.

Zooschule Heidelberg, 12.09.2014
Bäume pflanzen für die Zukunft – Tschira-Jugendakademie und Zooschule Heidelberg engagieren sich gemeinsam in nachhaltiger Jugendarbeit
Seit dem Jahr 2011 gibt es die Tschira-Jugendakademie in Heidelberg. Von Beginn an war die Zooschule Heidelberg fester Partner. Immer freitags besuchen die jungen Nachwuchsforscher im Basiskurs den Zoo, um dort an einem maßgeschneiderten Programm der Zooschule Heidelberg teilzunehmen. Nun findet die Tschira-Jugendakademie im Aufbaukurs III zusätzlich ihren Abschluss im Zoo. Die inzwischen erfahrenen Nachwuchsforscher pflanzen dort zum Abschied symbolisch einen Baum– als eigenen Beitrag zum Naturschutz. Bereits das vierte Jahr in Folge machen die Tschira-Jugendakademie (ein Projekt der Klaus Tschira Stiftung) und die Zooschule Heidelberg (Initiative Zooerlebnis e.V.) gemeinsame Sache bei der Betreuung der Jugendlichen. Als fester Partner im Basiskurs „Was ist Biologie?“ bietet die Zooschule den jungen Nachwuchsforschern am letzten Tag der Ferienwoche ein vierstündiges Programm rund um Biodiversität, Arten- und Naturschutz. Sie erfahren anschaulich und handlungsorientiert, warum zahlreiche Tierarten von der Ausrottung bedroht sind und welchen Beitrag sie zum Schutz der Arten und Lebensräume leisten können. „Besonders wichtig ist es hierbei, den jungen Nachwuchs-Biologen Tipps und Anregungen mitzugeben, mit denen sie sich selbst für den Schutz der Tiere und der Natur einsetzen können“, so Daniela Vogt, die pädagogische Leiterin der Zooschule Heidelberg. Im Laufe der letzten Jahre sind zusätzlich zum Basiskurs drei Aufbaukurse entstanden, die auf den erworbenen Erfahrungen und Erkenntnissen aufbauen, diese vertiefen und vor allem erweitern. Die Jugendlichen, die den Aufbaukurs III „Future now – Zukunft jetzt“belegen, haben bereits dreimal die Forscherkurse der Tschira-Jugendakademie besucht, sind also sehr an biologischen Themen interessiert und auch außerhalb der Ferienkurse im Bereich Biologie, Natur und Umwelt engagiert. „Dabei ist mir auch ein Anliegen, den Kursteilnehmern mögliche berufliche Betätigungsfelder in Biowissenschaften und verwandten Disziplinen zu zeigen, denn viele von ihnen werden in ein bis drei Jahren ihre schulische Laufbahn beenden und möglicherweise Interesse an einem entsprechenden Berufsfeld haben“, so die Leiterin der Tschira-Jugendakademie Dr. Nina Schaller. Am letzten Tag des Aufbaukurses III erhalten die Teilnehmer neben anderen Aktivitäten einen Einblick in die Renaturierungszone am Neckar. Sie lernen die Naturschutzarbeit am Fluss am Beispiel des Bibers als regionalen Beitrag zum Arten- und Naturschutz kennen. Auf diese Weise wird der Bogen zum Zoobesuch während des Basiskurses geschlagen, bei dem sich ebenfalls viel um Aktivitäten für den Arten- und Naturschutz drehte. Denn auch der Zoo setzt sich sowohl für den lokalen, als auch für den globalen Schutz der Natur ein. Zum Abschluss werden die Teilnehmer noch einmal selbst aktiv. Sie pflanzen eigenhändig, symbolisch für den Naturschutz, einen Baum im Zoo Heidelberg. Die Tschira-Jugendakademie richtet sich speziell an Schüler/innen, die sich für naturwissenschaftliche Themen begeistern und denen es Spaß macht, im Team zu forschen. In einwöchigen Ferienkursen von Ostern bis Herbst experimentieren die Jugendlichen wie Biologiestudenten mit professioneller Ausrüstung in Laboren der Universität Heidelberg und draußen in Tümpel und Wald. Bei Tagesexkursionen zu Forschungsinstituten, Museen, Ausgrabungsstätten, botanischen und zoologischen Gärten dürfen die Teilnehmer/innen im Rahmen von Spezialführungen auch hinter die Kulissen schauen, exotischen Tieren auf den Pelz oder die Schuppen rücken und Reisen durch unsere Erdgeschichte unternehmen. Expertenrat beim Forschen und direkte Einblicke in die Vielfalt naturwissenschaftlicher Betätigungsfelder erhalten die jungen WissensSchaffer von Zoologen, Botanikern, Ökologen, Paläontologen und Molekularbiologen. Selbständiges Entdecken und kritisches Hinterfragen werden gefördert. Spaß am Lernen steht im Vordergrund! Die Tschira-Jugendakademie ist ein Projekt der Klaus Tschira Stiftung. Dr. Nina Schaller,begeisterte Biologin und Preisträgerin des Klaus Tschira Preises für verständliche Wissenschaft, ist Projektleiterin. Die Zooschule Heidelberg ermöglicht ihren Teilnehmern im Rahmen des pädagogischen Angebots das hautnahe Erleben von Zootieren. Ziel der Arbeit ist es dabei stets, sowohl Kinder als auch Erwachsene für den Arten- und Naturschutz zu sensibilisieren und sie von deren Wichtigkeit zu überzeugen. Dies ist einer der Gründe, weshalb sich die Heidelberger Zooschule heute als Einrichtung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung versteht. Ganzjährig bietet die Zooschule begleitete Rundgänge für Kindergartenkinder, Schulklassen und sonstige Besuchergruppen sowie themengebundenen Unterricht für Schüler aller Schulformen an. Ein weiterer Schwerpunkt des zoopädagogischen Angebotes liegt auf der Organisation von Ferienaktionen, Kindergeburtstagen und Sonderveranstaltungen (Zoo-Ostern, Zoo-Camp, Aktive Wintertage, etc.). Zudem gibt es spezielle Angebote für Menschen mit besonderen Bedürfnisse sowie für Erwachsene/Senioren.

Zoo Duisburg, 11.09.2014
Koala KUNA auf dem Weg nach Madrid
Koala-Männchen KUNA war gestern Vormittag der wohl exklusivste Fluggast an Bord des airberlin Fluges AB8552 nach Madrid. Gemäß internationaler Tiertransportregularien reisen Koalas nämlich mitnichten im Frachtabteil sondern gesellen sich unter die „normalen“ Passagiere. Die Transferempfehlung für das ursprünglich in San Diego gebürtige Beuteltier, das sich seit seiner Ankunft am Kaiserberg vor drei Jahren fleißig reproduzierte, kam aus Duisburg. Bekanntlich verwaltet und managt der Zoo den europäischen Koala-Bestand, der sich in mittlerweile acht Zoos auf knapp 40 Tiere erhöht hat. In Madrid wollte es mit der Zucht allerdings noch nicht so gut klappen wie bei den Duisburger Kollegen, so dass KUNA mit seiner wertvollen genetischen Ausstattung nun auf spanischem Terrain sein Glück versuchen darf. airberlin ist Sponsor der Koala-Haltung in Duisburg. Zweimal wöchentlich wird Eukalyptus von einer Plantage in Florida/USA über Miami eingeflogen, um die Duisburger Feinschmecker adäquat zu versorgen. Die Fluggesellschaft bereitete dem Koala-Männchen und der Begleitperson, seiner Pflegerin, ein großes Aufgebot mit Rundum-Sorglos-Betreuung vom Zoo bis zum VIP-Boarding mit Begrüßung durch den Flugkapitän und seiner Mannschaft. Da die Transportkiste zwei Sitzplätze in Anspruch nahm, stellte ein airberlin-Mitarbeiter die Boardingpässe kurzerhand auf „Mr Bernd Koala“ und „Mrs Helene Koala“ aus! Die ersten Nachrichten aus Madrid waren verheißungsvoll: KUNA hatte sein Quartier bezogen und bereits fleißig Eukalyptusblätter verspeist.

Zoo Augsburg, 11.09.2014
Zoo-Bähnle mit neuer Dampflok
Noch vor dem Ende der Sommerferien präsentiert das Zoobähnle im Augsburger Zoo eine neue Dampflok mit den passenden Personen-Wagons. Offizielle Einweihung ist am kommenden Sonntag (14.09.) ab 12 Uhr, sofern das Wetter mitspielt. Als besonderes Schmankerl erhalten alle Schulanfänger, die am 14.09. zur Einweihung an das Zoo-Bähnle kommen und ein selbst gemaltes Bild von der neuen Lok mitbringen eine Freifahrt. Die Bilder bitte an der Kasse der Eisenbahn (nicht an der Zoo-Kasse) abgeben. Am kommenden Sonntag fahren dann erstmals beide Dampfloks in entgegen gesetzten Richtungen auf den Bahn-Gleisen im Zoo.

Erlebniszoo Hannover, 11.09.2014
Zweifacher Nachwuchs bei den bedrohten Addax-Antilopen
Riesenfreude im Erlebnis-Zoo Hannover: Bei den seltenen Addax-Antilopen gab es in diesem Sommer zweifachen Nachwuchs. Am 28. Juli erblickte Amelie das Licht der Welt (Mutter: Lotta) und am 05. August folgte Klaus (Mutter: Lisa). Jetzt sind die Kälber groß genug, um ihren Müttern zu folgen und wirbeln bei ihren Erkundungstouren auf der Wüstenanlage mächtig Staub auf. Die ersten Wochen verbrachten Klaus und Amelie hinter den Kulissen. Addax-Jungtiere sind sogenannte „Ablieger“ – die ersten Wochen liegen sie versteckt abseits von der Herde. Im Zoo verbrachten die beiden diese Zeit gut verborgen im Heu. Wenn die beiden nun ihr Reich am Sambesi erkunden, sind Lisa und Lotta gleich dreifach gefordert: Sie müssen ihrem Nachwuchs die Umgebung zeigen, die aufgeweckten Kälber stets im Auge behalten und gleichzeitig ihre Rangordnung untereinander neu auskämpfen – schließlich haben sie sich seit mehreren Wochen nicht mehr gesehen. Noch toben Amelie und Klaus ausgelassen über die Wüstenanlage, springen über jeden Stock und jeden Stein, jagen sich und schauen hin und wieder bei ihren Müttern zum Trinken vorbei. In Kürze werden sie ihre Mitbewohner, die Somali-Wildesel kennen und gleichzeitig ihre erste Lektion lernen: Warnsignale erkennen! Egal ob Steppe, Savanne oder Wüste – die Größten fressen zuerst und mit einem Somali-Wildesel, der die Ohren angelegt hat, ist nicht gut Heu fressen.

Tierpark Görlitz, 11.09.2014
Schlangenhaut und Storchenbein … muss das bei uns zu Hause sein?
Wir packen den WWF-Artenschutzkoffer aus. Letzte Sonderveranstaltung mit Storch Rudi Rotbein und Knoblauchkröte Stinkewitz für Kinder mit der ganzen Familie am Sonntagvormittag, den 21. September von 10.00-11.30 Uhr auf der Festwiese im Naturschutz-Tierpark Görlitz. Knoblauchkröte Stinkewitz wundert sich: Weißstorch Rudi Rotbein ist immer noch im Naturschutz-Tierpark Görlitz und nicht mit den anderen Störchen Ende August in den Süden geflogen? Vielleicht hat er einen Freund unter den Störchen in der Wildtierauffangstation gefunden und möchte im Tierpark bleiben? Doch Rudi Rotbein hat einen geheimnisvollen Koffer mit großen bunten Fotos bei sich. Stinkewitz platzt fast vor Neugier, was wohl in diesem Koffer steckt. Deshalb werden Mitarbeiter des Tierparks gemeinsam mit Storch, Kröte und allen Kindern den rätselhaften Koffer öffnen… Karten für die Kinderveranstaltung am 21. September 2014 gibt es an der Kasse im Naturschutz-Tierpark Görlitz. Die Preise enthalten den Tageseintritt in den Tierpark (Kinder 6,00 Euro, Erwachsene 9,00 Euro).

Weltvogelpark Walsrode, 11.09.2014
Nur für kurze Zeit und Rabatte für Ehrenamtliche
Sichern Sie sich jetzt das vergünstigte Senioren-Online-Ticket in unserem Online-Ticketshop. Denn nur vom 11. September bis 02. Oktober 2014 sparen Senioren über 60 Jahre und älter bei Online-Buchung über 40% (Nachweis durch Ausweiskontrolle an den Kassen). Das Senioren-Online-Ticket kostet in diesem Zeitraum nur 10 € statt den regulären 17 € und das beste: die Tickets sind bis zum 09. November 2014 gültig. Dieses Angebot gilt auf Anfrage sowie nach Verfügbarkeit. Nicht kombinierbar mit anderen Aktionen, Angeboten oder Jahreskarten. Sondertickets sind nur im Online-Ticketshop erhältlich und nicht an den Kassen. Ein Ehrenamt zu übernehmen ist in der heutigen Zeit kein Selbstverständnis. Umso mehr möchten wir uns bei Personen, die ehrenamtlich tätig sind, bedanken. Vom 11.09.-01.10.2014 zahlen alle Ehrenamtskarten-Besitzer aus Niedersachsen und Bremen nur 10 € statt 19 € Eintritt pro Person (Nachweis durch Vorlage der Ehrenamtskarte). Ehepartner und eigene Kinder im Alter von 4-12 Jahren der Ehrenamtskarteninhaber erhalten einen Rabatt von 2 € pro Person auf den Tageseintrittspreis. Dieses Angebot gilt auf Anfrage sowie nach Verfügbarkeit. Nicht kombinierbar mit anderen Aktionen, Angeboten oder Jahreskarten. Vom 19.-21.09.2014 wird es zudem einen Informationsstand des Heidekreises zur Ehrenamtskarte im Park geben.

Wilhelma Stuttgart, 11.09.2014
Nordamerika ist so nah: Neue Bewohner im Wilhelma-Aquarium
Das Aquarium der Wilhelma lädt jederzeit zu einer Weltreise ein. Im Eingangsbereich, dort wo Süßwasserfische der kühleren und gemäßigten Zonen zu sehen sind, geht es seit neustem bunt her: In einem Becken tummeln sich zahlreiche Kleinfische aus Nordamerika, die durch auffällige Farben bestechen. Diamantbarsch, Regenbogen- und Rotstreifen-Elritze tragen ihre Schönheit schon im Namen. Sie teilen sich ihr Aquarium mit eher unscheinbareren, deswegen aber nicht minder interessanten Arten, wie Steinroller, Springbarsch oder Goldauge. Wie ein kleines Schaufenster in einen nordamerikanischen Fluss oder See ist das Becken, welches in der Aquarienbeschilderung die Nummer 17 trägt. Es zeigt einen Ausschnitt aus der Unterwasserfauna und -flora des Ostens der USA. Die Bewohner sind in Gewässern zwischen New York und Florida heimisch. In Schauaquarien hingegen sind nordamerikanische Kleinfische nur selten zu sehen. Häufiger werden sie von Privatleuten im heimischen Gartenteich gehalten. Dies vor allem wegen ihrer teilweise sehr attraktiven Erscheinung. Der auffälligste Kleinfisch ist sicherlich die Regenbogen-Elritze. Bei ihr ist der Name Programm: Das Schuppenkleid der Männchen weist eine auffällige blau-rote Färbung auf, welche sich zur Paarungszeit noch verstärkt. Diese zu den Karpfenfischen zählende, etwa acht Zentimeter messende Art, war früher ausschließlich im Mobile River im Süden der USA zu finden. Da sie in den USA als Zierfisch sehr beliebt ist, findet man die heute in weiten Teilen Nordamerikas. Auch in Europa ist die Regenbogen-Elritze immer häufiger in Gartenteichen zu finden. Die etwa zwölf Zentimeter große Rotstreifen-Elritze ist, wie alle Elritzen, ein sehr geselliger Fisch und in Schwärmen unterwegs. Sie ist leicht an ihren auffälligen, roten Seitenstreifen erkennbar. In den Kanada und den USA ist sie vor allem in klaren Quellbereichen von Flusssystemen mit sauberem Sand- oder Kiesbett zu finden. Darum gilt sie auch als Indikator für ein sauberes, gut funktionierendes Ökosystem. Beim Diamantbarsch ist, neben seinem Aussehen, das Fortpflanzungsverhalten bemerkenswert. Dieser, gerade einmal neun Zentimeter große Fisch betreibt aktive Brutpflege. Die Männchen, dieser zu den Sonnenbarschen zählenden Art, bauen in Wasserpflanzen versteckte Nester, in welche mehrere Weibchen ihre Eier legen. Von dem Nestbauer werden die Eier vor Fressfeinden beschützt und er fächelt ihnen frisches Wasser zu. Sein Brutpflegeinstinkt erlischt erst, wenn der Dottersack der Jungfische aufgebraucht ist und diese selbstständig auf Nahrungssuche gehen. Neben diesen vom äußeren Erscheinungsbild auffälligsten Arten, sind natürlich die anderen nicht zu verachten. Vor allem Steinroller und Springbarsch bringen viel Leben in das Aquarium. Es lohnt sich aber auch ein Blick auf die Pflanzen zu werfen, die sich in dem Aquarium finden. Auch sie sind typische Vertreter der Unterwasserflora aus Nordamerika. Hier runden Wasserpest, Tausendblatt und Ludwigie das Bild ab.

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