Zoopresseschau

22.09.1014, Zoo Augsburg
Eine erfreuliche Überraschung gab es bei den Erdmännchen: Nur drei Monate nach dem letzten Wurf sind wieder vier Jungtiere geboren worden. Sie sind inzwischen auch schon regelmäßig an der Oberfläche zu sichten.
Bei den Reptilien ist die Geburt eines Pfauenaugengeckos zu melden, außerdem wurden weitere fünf madagassische Hundskopfboas entdeckt.
Für die Takingruppe kam ein neuer Bulle aus einem Wildpark in Schottland. Es kann guten Gewissens gesagt werden, dass es sich um ein „gstandenes Mannsbild“ handelt. Mit seinen 11 Jahren weiß er auch wie mit den Damen umzugehen ist, und so hat er der Handaufzucht „Niva“ sehr schnell klar gemacht wer jetzt in der Anlage das Sagen hat.
Aus dem Zoo Berlin kamen zwei weibliche Schwarzstörche für die beiden Herren in Augsburg. Und von vielen lange erwartet bezogen insgesamt fünf Strauße (ein Männchen und vier Weibchen) den ehemaligen Watussistall. Wenn sie sich gut eingewöhnt haben sollen Sie die Anlage mit den Breitmaulnashörnern zusammen nutzen.
Aus dem Zoo Dresden kamen drei Rotschenkel für die begehbare Vogelvoliere.
Im vergangenen Monat hieß es von einigen Tieren Abschied nehmen. Ein Paar Muntjaks konnte nun endlich die Reise in den Zoo Budapest antreten. Beim ersten Versuch im Juli kamen sie nur bis Dasing, dann ging das Transportfahrzeug kaputt.
Die verbliebenen männlichen Fenneks werden in den nächsten Monat, bis auf den zukünftigen Zuchtmann, an andere Zoos abgegeben. Mit einem weiblichen Tier aus Athen wird dann in Augsburg begonnen eine neue Gruppe aufzubauen. Als erstes reiste einer in den Tiergarten Straubing. Dorthin begleitet wurde er von einer unserer Nachzuchten bei den Straußwachteln.
Insgesamt 34 bei uns geschlüpfte Gelbbauchunken wurden in einem Biotop in Bergheim ausgewildert. Und schließlich traten zwei weibliche Seehunde die weite Fahrt nach Norwegen an. Bei der Abholung saßen bereits zwei Weibchen aus Zürich im Transportfahrzeug. Alle vier werden dort zusammen mit zwei Männchen ein großes neues Becken direkt am Meer beziehen.
Die weibliche Bartagame verstarb. Wir bemühen uns aber intensiv um eine Nachfolgerin, damit das Männchen nicht zu lange alleine bleiben muss.
Außerdem starb ein weibliches Buschbaby. „Paula“ wurde schon längere Zeit alleine gehalten, da sie offensichtlich mit dem Männchen Paul nicht harmonierte.
Über 300 Tierpaten nutzten vor einigen Tagen die Gelegenheit, sich über das Wohlergehen ihres Schützlings zu informieren. Bei einem wunderschön warmen Abend konnte man sich anschließend dann noch bei guten Gesprächen im Biergarten der Zoogaststätte austauschen.
Vergangenen Samstag veranstaltete Happy Dog den traditionellen Hundetag. 54 Hunde und deren Herrchen/Frauchen sahen als Zuschauer auf der Festwiese des Zoos verschiedene Vorstellungen im Dog Dance mit anschließender Prämierung.
Inzwischen sind in den hinten anschließenden kleineren Außengehegen der Vogelvoliere auch die ersten Vögel eingezogen: Die beiden neu angekommenen Schwarzstörche und die Austernfischer dürfen schon einmal „Probewohnen“.

Zoo Frankfurt am Main 24.09.2014
Wissenswertes über schräge Vögel – der Zoo eröffnet ein Kiwi-Zentrum
Sie können nicht fliegen, ihre Nasenlöcher sitzen an der Schnabelspitze und im Zoo Frankfurt werden sie seit 1987 erfolgreich gezüchtet. Nur gesehen hat sie kaum jemand – die Kiwis. Der sensible Wappenvogel Neuseelands lebt im Zoo „hinter den Kulissen“. Warum das so ist und was den nachtaktiven Vogel so besonders macht, wird nun im Kiwi-Zentrum mitten im Zoo erklärt. „Die Umgestaltung der Brutstation zum ‚Schaufenster in die Welt der Kiwis‘, bietet nicht nur spannende Informationen, sondern hilft auch zu verstehen, wie ein moderner, wissenschaftlich geführter Zoo funktioniert“, erklärt Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch anlässlich der Eröffnung des Kiwi-Zentrums. Ein Bereich des didaktischen Angebots widmet sich den Tieren und ihrem Lebensraum, der andere stellt die Kiwi-Zucht des Zoos vor und steht damit stellvertretend für die Zuchtbemühungen von Zoos im Sinne des Artenschutzes. Das Besondere: Im Zoo Frankfurt sind die empfindlichen Kiwis für die Besucher nicht unmittelbar zu sehen. „Uns ist die erfolgreiche Zucht so wichtig, dass wir die Tiere auch halten, obwohl sie unsere Besucher fast nie zu sehen bekommen“, so Niekisch. „Durch die besondere Methodik der Informationsvermittlung werden die Tiere dennoch erfahrbar und gleichzeitig wird das Vorgehen des Zoos erklärt.“ Über Exponate, Modelle und einen Film werden die Kiwis erlebbar gemacht. Ein großes Fenster in die Kiwi-Aufzuchtstation bietet darüber hinaus Einblicke in die Vogelkinderstube immer dann, wenn die Pflegerinnen und Pfleger ihre Schützlinge wiegen und messen. Finanziert wurde der teilweise Umbau der Brutstation durch Mittel der KfW Stiftung, die aktuell fünf didaktische Projekte des Zoos fördert, darunter auch eine Informationsstation zum Zoo als Lebensraum für wildlebende einheimische Arten und die Informationsangebote rund um die neue Pinguin-Anlage. „Unser gemeinsames Ziel ist es, den Menschen zu zeigen, wie wichtig es ist, die Vielfalt der Arten zu erhalten. Der Kiwi ist nicht nur bei den Zoobesuchern besonders beliebt, sondern zeigt uns auch – stellvertretend für viele andere Arten – wie sorgsam wir mit unserer Umwelt umgehen müssen, damit er auch künftig eine Lebensgrundlage hat“, sagt Dr. Bernd Siegfried, Geschäftsführer der KfW Stiftung. Die KfW Stiftung setzt damit die Förderung des Zoos fort, die die KfW Bankengruppe 2011 begonnen hat. Ziel dieser Förderung ist es, das Informations- und Bildungsangebot im Zoo für alle Besuchergruppen zu erweitern und zu verbessern und damit einen aktiven Beitrag zur Sensibilisierung für die Themen Natur- und Artenschutz zu leisten. Dabei ist die KfW den Frankfurter Kiwis besonders verbunden: Bereits 2011 wurde die Patenschaft für Kiwi MANU übernommen. Das Jungtier von einst soll zukünftig im Rahmen eines internationalen Zuchtprogramms seinen Beitrag zur Arterhaltung leisten.

Zoo Hannover 24.09.2014
Klima-Ausstellung Pole-to-Pole im Erlebnis-Zoo Hannover Stecker ziehen!
„Pole-to-Pole“ – die neue Artenschutzkampagne des Europäischen Zoo- und Aquarienverbandes EAZA macht auf die Bedrohung der Lebensräume am Nord- und Südpol aufmerksam: Durch die fortschreitende Erwärmung und das damit verbundene Abschmelzen der Polkappen sind tausende Tier- und Pflanzenarten in der Arktis und Antarktis gefährdet. Auch der Erlebnis-Zoo Hannover beteiligt sich an der großen Kampagne und zeigt jetzt die Ausstellung „Pole-to-Pole“ in der Unterwasserstation der kanadischen Themenwelt Yukon Bay – mit Blick auf Eisbären und Pinguine. Mit Tafeln und einprägsamen Mitmach-Stationen wird über die Zusammenhänge zwischen dem immer weiter ansteigenden Anteil der Treibhausgase, der dadurch bedingten Erderwärmung, dem Schmelzen der Pole und der globalen Klimaveränderung informiert. Vorgestellt werden die Tiere der Lebensräume Arktis und Antarktis, die sich den extremen Bedingungen angepasst haben und denen das Schmelzen des Eises jetzt die Lebensgrundlage nimmt. Als charismatische Arten hat die EAZA den Eisbären und den Königspinguin als Botschafter für diese Kampagne gewählt. Bedroht sind jedoch auch viele andere: Belugawale, Vielfraße, Moschusochsen, Schneegänse, Rentiere, Schneeeulen, Seeleoparden oder das mikroskopisch kleine Plankton, das vielen Krebsen, Weichtieren und Fischen als Lebensgrundlage dient. Mit der Pole-to-Pole-Ausstellung möchte der Erlebnis-Zoo Hannover zum Umdenken anregen. Der Treibhauseffekt wird nicht nur durch Industrie, Autos und Flugzeuge erzeugt, sondern auch durch elektronische Haushaltsgeräte, Handys, PCs im Standby- Betrieb. „Pull the Plug“ (Zieh den Stecker) heißt deshalb die Aufforderung der EAZA: Jeder Einzelne kann durch kleine Verhaltensänderungen im Alltag helfen, einen täglichen Beitrag zum Klimaschutz und zum Schutz der Pole zu leisten! In der Unterwasserwelt im Erlebnis-Zoo können Besucher jeden Alters anhand eines Bildersuchspiels kinderleicht erkennen, wie sich Strom im Alltag einsparen lässt.

Tiergarten Worms 24.09.2014
Naturbotschafter des Frankfurter Zoos zu Besuch im Wormser Tiergarten
Die Naturbotschafter des Frankfurter Zoos und die Tiergartenbotschafter des Wormser Tiergartens, sind ehrenamtliche Organisationen, die die jeweiligen Zoos mit viel persönlichem Engagement und Einsatz unterstützen. Beide Gruppen stehen schon seit einiger Zeit im engen Kontakt und Austausch. Bereits im Februar besuchten die ehrenamtlichen Helfer aus Worms ihre Kollegen in Frankfurt. Nun stand am 21. September der Gegenbesuch an. 22 Naturbotschafter des Grzimek Zoos waren zu Gast im Tiergarten Worms. Die Freude über das Wiedersehen war auf beiden Seiten sehr groß. Nach Kaffee, Tee, Streuselkuchen und frischen Brezeln, referierte Uschi Renner, Sprecherin der Tiergartenbotschafter, über die Entstehung, Entwicklung und den aktuellen Aufgabenbereich der Tiergartenbotschafter. Anschließend erklärte Suzann Demmer, Revierleiterin des Bauernhofes, mit einer Präsentation das Leitbild und das Konzept des Wormser Tiergartens. Nach der theoretischen Einführung ging man dann direkt zum praktischen Teil über. Demmer und Revierleiterin Nina Reinhardt boten den Gruppen zwei höchst informative und spannende Führungen an. Die Tiergartenbotschafter hatten parallel dazu ihren Stand am Bauernhof aufgebaut und alle Naturbotschafter waren natürlich sehr neugierig, in welcher Form die Wormser Wissenswertes über Tiere und Tiergarten an die Besucher weiterzugeben. Es fand ein sehr reger Informationsaustausch statt. Nach einem bangen Blick gen Himmel, entschied Reinhardt die angekündigte Schaufütterung der Wölfe eine Stunde vorzuverlegen. Zur großen Freude der Naturbotschafter konnten diese die Fütterung exclusiv verfolgen, denn die meisten Besucher hatten, nach heftigem Donner und sehr schwarzem Himmel, den Tiergarten bereits verlassen. Pünktlich zum Ende der Schaufütterung öffnete Petrus dann seine Schleusen .Der Tiergarten Worms und die Tiergartenbotschafter haben einen sehr positiven Eindruck bei den Naturbotschaftern hinterlassen. Diese sind auch voll des Lobes. Fazit eines Frankfurter Botschafters : „Wir werden unsere „Weiterbildungsmaßnahme“ sicherlich einmal jährlich fortsetzen, denn wir können nur voneinander lernen!“

Zoo Osnabrück 23.09.2014
Nuka und Dinkar auf dem Weg nach Ungarn – Elefantenjungbullen haben Zoo Osnabrück verlassen
Gestern Mittag rollte der Spezialtransporter mit Nuka und Dinkar gen Ungarn vom Hof. Die beiden Elefantenjungbullen, die vorübergehend im Zoo Osnabrück lebten, sind nun auf dem Weg in eine neue Elefantenanlage im Zoo Veszprém. „Das Verladen der Elefanten hat gut geklappt. Nur Dinkar verletzte sich leider am linken Stoßzahn. Nach Begutachtung durch unseren und den ungarischen Zootierarzt sowie die anwesende Amtstierärztin konnte er jedoch nach kurzer Behandlung die Reise antreten“, berichtet Zoodirektor Prof. Michael Böer. Im Zoo Veszprém im westlichen Ungarn werden Nuka und Dinkar in eine neue, große Elefantenanlage ziehen. Mit ihnen reist ihr Halbbruder Felix aus dem Zoo Hannover, der dort in einem gesonderten Anhänger abgeholt wurde. Nach einem Zwischenstopp im Zoo Nürnberg sollen die drei Elefantenjungbullen heute Abend in ihrem neuen Zuhause eintreffen. „Wie für uns Menschen ist so eine lange Reise auch für Elefanten eine besondere Situation. Die begleitenden Tierpfleger, der Tierarzt und der Zoodirektor aus dem Zoo Veszprém überprüfen deswegen regelmäßig den Gesundheitszustand der Bullen und versorgen sie mit Heu und Wasser“, so Böer. In Ungarn werden die neuen Bewohner schon sehnsüchtig erwartet. Wie in der Natur bilden Jungbullen auch in Zoos Jungbullengruppen, in denen sie heranwachsen können. Eine Wohngemeinschaft für Elefantenbullen ist ein wichtiges Projekt innerhalb des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Asiatische Elefanten und dient als Zwischenstation auf dem Weg der Bullen in eine eigene Herde. Der Zoo Osnabrück stellt sich mit dem Weggang von Nuka und Dinkar auf die Übernahme einer Mutterlinie in den nächsten Monaten ein. Die Elefantenexperten der zuständigen Kommission des EEP beraten bei der Tagung der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) Ende September über den Transfer. Welche Kühe in den Zoo Osnabrück ziehen, entscheidet sich in den kommenden Wochen. Dann werden auch die zwei weiteren Elefantenjungbullen Shanti und Sharhukh den Zoo Osnabrück verlassen. Für sie geht es in wärmere Gefilde: in den Zoo Attica bei Athen. In Osnabrück bleibt der 42jährige Elefantenbulle Luka: „Mit Luka und den Kühen hoffen wir am Schölerberg Asiatische Elefanten züchten und uns damit an der Nachzucht der stark gefährdeten Tierart beteiligen zu können. Ziel der Zoologischen Gärten ist eine von der Entwicklung in der Natur unabhängige und stabile Population aufzubauen, um den Fortbestand der Art zu sichern“, erläutert Böer. In der Wildbahn leben nur noch 25.000 bis 30.000 Individuen.

Thüringer Zoopark Erfurt 23.09.2014
Verein der Zooparkfreunde realisierte bislang größtes Projekt: Neue Kea-Voliere im Thüringer Zoopark eingeweiht
Nur zwei Wochen nach der Eröffnung der neuen Elefantenanlage erhält der Thüringer Zoopark Erfurt die nächste Besucherattraktion: eine großzügige Voliere für Kea-Papageien. Sie weist eine Fläche von 560 Quadratmetern auf und besteht aus einem Tierhaus mit 23 Quadratmetern Größe und einer 170 Quadratmeter großen und sechs Meter hohen Außenvoliere. Neben einer Wasserstelle enthält sie auch Sitz- und Kletterbäume sowie Wurzelstubben und erinnert mit Fels, Geröll, Gräsern und Farnen an die neuseeländische Heimat der Keas. „Wir haben schon ein Stück Australien und ein Stück Südamerika auf dem Roten Berg gebaut. Nun folgt ein Stück Neuseeland“, erklärte Dietmar Schumacher, Vorsitzender des Vereins der Zooparkfreunde in Erfurt e.V., bei der offiziellen Einweihung. Der Förderverein hat die Investitionskosten in Höhe von 191.000 Euro komplett aus eigenen Mitteln aufgebracht und damit das bislang größte Projekt seiner 21jährigen Geschichte realisiert. Die neue Voliere, die sich zwischen Giraffenanlage und neuer Elefantenanlage befindet, beherbergt aktuell zwei Kea-Männchen – ein Weibchen kommt im Oktober hinzu. Die Anlage ist als einzige ihrer Art in Deutschland als begehbar konzipiert. Vorerst jedoch gibt es für die Tiere eine Eingewöhnungszeit, in der sie Ruhe benötigen. In jedem Fall werden die Keas recht schnell zu Besucherlieblingen auf dem Roten Berg avancieren, denn sie sind sehr lebhaft, neugierig und verspielt. Zwei Tierpaten haben sich bereits für sie entschieden: Angelika Becher vom Erfurter Bestattungshaus wird Patin von „Maurice“ und Gerhard Schade vom THS Technischen Hausservice wird Pate von „Klaus“. Der Kea oder Bergpapagei (Nestor notabilis) ist eine etwa 45 Zentimeter lange Vogelart aus der Gattung der Nestorpapageien. Er ist relativ unauffällig gefärbt mit überwiegend olivgrünem Federkleid und lebt in den Gebirgen der Südinsel Neuseelands. Neben Samen, Früchten, Knospen, Knollen und Wurzeln von Pflanzen frisst er auch Insekten und bei Gelegenheit auch Aas. Keas gelten als sehr intelligente Vögel. Sie sind in der Lage, Werkzeuge zu nutzen und haben ein sehr gutes technisches Verständnis. Ihre Population in freier Natur wird auf 1.000 bis 15.000 Exemplare geschätzt. Deswegen gilt der Kea als gefährdet.

Zoologische Gesellschaft Frankfurt 23.09.2014
KPMG-Chef Klaus Becker is neuer ZGF-Präsident
Der Sprecher des Vorstands der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Klaus Becker, wurde gestern Abend im Rahmen der Mitgliederversammlung zum Präsidenten der Zoologischen GesellschaftFrankfurt gewählt. Der langjährige ZGF-Präsident Gerhard Kittscher stand nach 13 Jahren nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung. Mit dem Rückblick auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2013 für die ZGF hat sich Gerhard Kittscher bei der gestrigen Mitgliederversammlung der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt im Zoo-Gesellschaftshaus als deren Präsident verabschiedet. Er stand bei der Wahl zum Vorstand kein weiteres Mal zur Verfügung. Mit großer Mehrheit wurde Klaus Becker (48) von den Mitgliedern neu in den Vorstand und anschließend zum Präsidenten gewählt. Becker ist bereits seit 2010 Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Hilfe für die bedrohte Tierwelt und kennt somit die ZGF und ihre Arbeit gut. Als Sprecher des Vorstands von KPMG Deutschland hat Becker die Führungsverantwortung für mehrere Tausend Mitarbeiter. Der Diplom-Kaufmann, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater verfügt über langjährige Erfahrung in der Prüfung und Beratung von multinationalen sowie DAX-Unternehmen. Über die neue ehrenamtliche Herausforderung sagt Becker: „Der Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen und der Schutz bedrohter Tierarten liegen mir am Herzen. Nachhaltigkeit wird mehr und mehr auch in unserem wirtschaftlichen Handeln zu einem bestimmenden Parameter. Mit großer Freude nehme ich dieses Ehrenamt an und will meine Erfahrung in Sachen Unternehmensführung und Organisationsstruktur sowie mein Netzwerk gern einbringen.“ Für die ZGF ist die Besetzung des Präsidentenamtes mit Klaus Becker ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung hin zu einer internationalen Organisation mit professionellen Strukturen. Allein in den letzten zehn Jahren hat sich der Mitteleinsatz der ZGF für den Naturschutz auf mehr als 9 Millionen Euro jährlich verdoppelt. Die ZGF hat ein Netzwerk aus „Töchtern“ auch im Ausland (z.B. USA) aufgebaut und kooperiert international mittlerweile auf höchstem Niveau. Abschied nach mehr als drei Jahrzehnten 34 Jahre lang hat Gerhard Kittscher (78) die Entwicklung der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt wesentlich mitgeprägt. Er hat bereits mit Bernhard Grzimek und Richard Faust zusammengearbeitet, war seit 1980 Mitglied des Vorstandes, wurde im Jah 2001 zum Präsident gewählt und hat dieses Ehrenamt 13 Jahre lang mit großem Erfolg bekleidet. Die Gründung der Stiftung Hilfe für die bedrohte Tierwelt (2001), das große 150-jährige Jubiläum (2008) und der KfW-Bernhard-Grzimek-Preis (2013) sind nur drei der Meilensteine seiner Präsidentschaft. „Ich verabschiede mich mit großer Zufriedenheit aus dem Präsidentenamt und dem Wissen, viel für den Schutz der Natur und bedrohter Arten erreicht zu haben. Und ich freue mich, dass die ZGF mit Klaus Becker nun einen Präsidenten hat, der die umfangreiche Naturschutzexpertise des ZGF-Teams mit großem Knowhow in Sachen Unternehmensführung und internationalem Management ergänzt“, sagte Kittscher. Die ZGF-Mitglieder sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle bedankten sich mit Standing Ovations bei Kittscher für sein Engagement und seine Verbundenheit, für die Türen die er in drei Jahrzehnten ehrenamtlicher Präsidentschaft geöffnet und die Impulse, die er gesetzt hat. Der ZGF-Vorstand 2014 Neben der Neubesetzung mit Klaus Becker standen alle weiteren der bisherigen Vorstandmitglieder für eine Wiederwahl und somit eine weitere dreijährige Amtszeit zur Verfügung, so dass sich der ZGF-Vorstand folgendermaßen zusammensetzt: oKlaus Becker, Präsident oProf. Dr. Manfred Niekisch, Vizepräsident oProf. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger oAlexandra Prinzessin von Hannover oRenate von Metzler oHand Joachim Suchan oGerold Dieke oDr. Thomas Kantenwein

Serengeti Park Hodenhagen 23.09.2014
Mit Raubkatzen auf der Jagd
Seit dem 20. September können die Gäste des Serengeti Parks von der Raubtier – Aussichtsplattform an der Dschungel-Safari einmalige Eindrücke, der unbeschreiblichen Kraft der größten Raubkatzen der Welt erleben. Täglich um 15 Uhr werden die weißen Löwen oder weißen Tiger von einer 8 m hohen Seilbahn aus gefüttert. Diese einmalige Showfütterung bietet den Gästen Faszination pur! Ein weiteres Highlight ist unsere „Noch mal Noch mal“ Aktion. Alle Gäste die den Park noch in dieser Saison besuchen erhalten am Restaurant Zanzibar ihre ganz persönliche Serengeti-Card. Mit dieser Karte erhalten unsere Gäste beim zweiten Besuch in dieser Saison 50% Rabatt und ab dem dritten Besuch ist der Eintritt sogar kostenfrei. Alle Serengeti-Fans können den sonnigen Herbst also zu besonders attraktiven Konditionen genießen.

Tiergarten Schönbrunn Wien 22.09.2014
NEU IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN: ANTILOPEN SO KLEIN WIE HASEN!
Sie sind in etwa so groß wie Feldhasen und trotzdem Antilopen: Im Tiergarten Schönbrunn lebt nun ein Pärchen Dikdiks. „Dikdiks sind afrikanische Zwergantilopen. Wir halten die sogenannten Kirk-Dikdiks, die vor allem in Ostafrika noch weit verbreitet sind. Sie werden nur etwa 45 Zentimeter groß und höchstens sechs Kilogramm schwer“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Der außergewöhnliche Neuzugang bewohnt das ehemalige Gehege der Helmkasuare, nachdem die Haltung dieser Laufvögel aufgegeben wurde. So faszinierend die „Größe“ dieser Antilopenart ist, sie hat auch Nachteile: Wer so klein ist, hat viele Feinde. Für Leoparden, Wildhunde und Greifvögel sind Dikdiks begehrte Beute. Daher sind sie Meister im Verstecken. Schratter: „Um Weibchen und Jungtiere vor Feinden zu warnen, pfeifen die Männchen laut durch die Nase. Auf dieses Signal hin verstecken sich alle Tiere der Gruppe blitzartig in Büschen und Sträuchern.“ Dikdiks leben monogam und in festen Revieren. Die Männchen markieren ihr Territorium durch Dungplätze und mit einem teerartigen Duftsekret aus den Voraugendrüsen. Kirk-Dikdiks werden oft auch als Zwergrüssel-Dikdiks bezeichnet. Namensgebend dafür ist ihre rüsselartige, bewegliche Nase. Dieser „Rüssel“ ist ein ausgeklügeltes Kühlsystem als Anpassung an ihre Heimat. Zum Schutz vor Hitze kühlen die Tiere ihr Blut in den Nasengängen ab.

Erlebniszoo Hannover, 19.09.2014
Abschied von Felix: Elefanten-Jungbulle zieht mit Brüdern in Junggesellengruppe
Mit einem großen Korb voll Staudensellerie, Möhren, Äpfeln, Bananen, Birnen, Radieschen, Spinat, Artischocken und Granatäpfeln verabschiedete sich der Erlebnis-Zoo Hannover von Felix. Der vierjährige Elefantenjunge hat sich zu einem stattlichen, starken, 1.080 kg schweren Jungbullen entwickelt. Jetzt wird es Zeit, die Herde zu verlassen und auf den eigenen vier Elefantenfüßen zu stehen. In Kürze zieht Felix gemeinsam mit seinen Halbbrüdern Dinkar und Nuka, die seit April 2013 im Zoo Osnabrück in einer Junggesellengruppe lebten, in den Zoo Veszprém im Westen Ungarns. Dort ist ein komplett neuer Elefantenbereich für eine Jungbullengruppe entstanden.Auf ihrer mit dem Europäischen Erhaltungsprogramm (EEP) abgestimmten Reise werden die Bullen von zwei Elefantenpflegern aus Hannover begleitet. Eine Wohngemeinschaft für Elefantenbullen ist ein wichtiges Projekt innerhalb des EEP für Asiatische Elefanten und dient als Zwischenstation auf dem Weg der Bullen in eine eigene Herde. Felix ist das erste Kind von Elefantenkuh Califa, die am 17. März 2014 ihr zweites Kalb Yumi zur Welt brachte. Seinen Obst-Abschiedsgruß verputzte der Jungbulle übrigens innerhalb weniger Minuten.

Zoo Wuppertal, 19.09.2014
Grüner Zoo Wuppertal als erster Zoo in Deutschland als Ausbildungsstätte für die Fachtierarztausbildung nach ACZM-Standard akkreditiert
Der Grüne Zoo Wuppertal ist stolz, als erster Zoo in Deutschland und dritter Zoo (nach Zürich und Kopenhagen) in Europa als Ausbildungsstätte für die Fachtierarztausbildung nach ACZM-Standard akkreditiert zu sein. Er darf damit ein sogenanntes Residency-Programm starten und mit der Ausbildung von Tierärzten beginnen, die sich spezialisieren möchten. Die gute Nachricht des „ACZM Training Program Committee“ erreichte den Grünen Zoo am Mittwoch, sie stellt einen Meilenstein in der Umsetzung des Entwicklungskonzepts „Grüner Zoo 2020“ dar. Die Akkreditierung ist ein wichtiger Baustein für die Errichtung des künftigen Veterinärmedizinischen Zentrums, das im Grünen Zoo Wuppertal etabliert werden soll und das neue Standards in der Veterinärmedizin Zoologischer Gärten setzen soll. Das American College of Zoological Medicine (ACZM) ist ein internationale Organisation, von der die Anforderungen an die spezialisierte Fachtierarztausbildung festgelegt und geprüft werden und die nach dem Durchlaufen eines dreijährigen Ausbildungsprogramms ein entsprechendes Diplom vergibt. Bei den Tierärzten, die dieses Programm durchlaufen, handelt es sich um bereits fertig ausgebildete Tierärzte mit mindestens 2-3-jähriger Berufserfahrung, die sich auf den Bereich der Zoo- und Wildtiermedizin spezialisieren wollen. Diese sogenannten Residents verbringen ihre dreijährige Ausbildungszeit nicht nur mit praktischer Arbeit im Zoo, sondern führen auch wissenschaftliche Forschungsprojekte in- und außerhalb des Zoos durch. Der Grüne Zoo Wuppertal kooperiert mit der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) Hannover, die das Ausbildungsprogramm mit einer Ausbildung in Pathologie und wissenschaftlicher Betreuung ergänzen wird. Die Ausbildung qualifiziert den Resident, die internationale Fachtierärzteprüfung zum Erreichen des ACZM-Diploms anzutreten, welche den international höchsten Standard einer fachtierärztlichen Ausbildung darstellt. In Europa gibt es derzeit nur wenige Tierärzte mit einem ACZM-Diplom, darunter die neue Tierärztin des Grünen Zoo Wuppertal, Dr. Maya Kummrow, die das neue Ausbildungsprogramm leiten wird. Auch die Akkreditierung des European College of Zoological Medicine (ECZM) wird in Kürze erwartet, so dass die Residents im Grünen Zoo Wuppertal nach ihrer Ausbildung die Diplome beider Organisationen erwerben können. Der Grüne Zoo Wuppertal möchte im kommenden Jahr mit seinem ersten Residency-Programm beginnen.

Tiergarten Nürnberg, 19.09.2014
Delphine erwarten Zuwachs
Die Geburt eines Delphinkalbs im Tiergarten der Stadt Nürnberg rückt näher: Nach einer langen zeitlichen Pause steht die Niederkunft bei dem weiblichen Tier Sunny bevor. Die Geburt ist in den nächsten Wochen zu erwarten. Die letzten Ultraschall-Untersuchungen zeigen ein normal entwickeltes Kalb, das in Bezug auf Größe und Herzschlag in einem guten Zustand ist. Die Vorbereitungen auf die Geburt laufen bereits seit längerer Zeit. Dafür wurden Erfahrungen von Delphinarien aus vielen Ländern gesammelt sowie Vorgehensweisen besprochen. Es wurde ein detailliertes Protokoll erstellt, sodass die Eingriffe im Falle einer Unregelmäßigkeit bereits vorab festgelegt werden. Diese Vorbereitungen verfolgen das Ziel, möglichst viele mögliche Vorkommnisse im Rahmen und im Nachgang der Geburt zu bedenken und für die Fälle vorbereitet zu sein, bei denen eine menschliche Intervention notwendig und sinnvoll sein kann. Fälle, in denen der Tiergarten eine Intervention für sinnvoll hält, sind unter anderem unregelmäßiges Trinkverhalten und/oder fehlende Milchwolken beim Saugvorgang, Anzeichen für Schwäche beim Kalb sowie oberflächliche Verletzungen, die eine Infektion nach sich ziehen könnten. Die erste Voraussetzung für eine tiermedizinische Intervention ist die Möglichkeit, das Kalb untersuchen zu können. Dafür wurde im Zuge des Neubaus der Lagune ein Hebeboden in das für die Geburt vorgesehene Becken eingebaut. Mit Hilfe dieses Hebebodens können Mutter und Kalb schonend in niedriges Wasser gehoben werden, sodass Routine-Untersuchungen des Kalbs im Wasser stattfinden können. Diese Vorgänge werden seit Monaten wiederholt mit Sunny geübt, sodass sie daran gewöhnt ist. Da Sunny bei ihrer letzten Geburt im Jahr 2007 sehr gutes mütterliches Verhalten gezeigt hat, hoffen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass sie auch dieses Kalb sofort akzeptieren und führen wird. Dennoch weist der Tiergarten ausdrücklich darauf hin, dass genauso wenig wie in der Humanmedizin auch in der Tiermedizin eine Garantie oder eine sichere Prognose für ein überlebensfähiges Jungtier abgegeben werden kann. Natürliche, biologisch begründete Todesursachen sind möglich und dann zu akzeptieren. Die künftige Mutter Sunny wurde bereits mit ihrer besten Freundin Jenny von dem Rest der Gruppe getrennt, sodass sie keine Bedrängung durch die Bullen oder andere Tiere vor, während oder nach der Geburt zu befürchten hat. Sobald sich die Geburt ankündigt, wird Sunny in das Geburtsbecken gelassen und wird dort alleine sein, bis das Kalb geboren ist und sich die Situation als stabil erweist. Danach wird das Kalb zusammen mit der Mutter an seine Umgebung der unterschiedlichen Becken gewöhnt und dann sukzessive in die gesamte Gruppe integriert. Bei der Neukonzeption der Delphinhaltung in Nürnberg wurden zwei Faktoren maßgeblich weiter entwickelt. Durch den neuen Hebeboden ist es nun möglich, das Kalb im Wasser zu untersuchen und gegebenenfalls bei Bedarf zu behandeln. Damit kann nun mit Delphinkälbern wie mit allen anderen Jungtieren im Tiergarten verfahren werden. Der zweite Faktor, die sozialen Einflüsse des Gruppenlebens auf die Entwicklung und das Lernen der einzelnen Gruppenmitglieder, macht den Bärenanteil der Neuplanung aus. Das Mehrbeckensystem mit seinen vielfältigen Möglichkeiten für die Tiere, Komfort-, Schutz- und Präferenzräume zu wählen, zu wechseln und zu nutzen, ist schon mehrfach vorgestellt worden. Nach der dreijährigen Erfahrung, die nun vorliegt, haben sich die Erwartungen, die an dieses Haltungssystem geknüpft waren, erfüllt. Bei Brunft, spielerischen Verfolgungsjagden, bei hierarchischen Rangkämpfen und anderen Gelegenheiten können die Tiere sich selbst sortieren und organisieren. Sie können sich zusammentun oder sich aus dem Weg gehen. Schnell erkennt man, ob es sich um vorübergehende Rangeleien oder um eine perspektivisch dauerhafte Unverträglichkeit handelt. In letzterem Fall muss es dann zu einem Transfer in ein anderes Delphinarium kommen, wie es zurzeit für den Bullen Rocco vorgesehen ist. Ein zweiter sehr wichtiger Aspekt ist das soziale Lernen aller Gruppenmitglieder, vor allem aber der weiblichen Tiere, bei Geburt und Aufzucht. So mancher erinnert sich noch an das Weibchen Nynke, die ihre Kälber nicht versorgt und sogar angegriffen hat. Nynke wurde daraufhin zum sozialen Lernen in die große Delphingruppe in die Lagune von Harderwijk in den Niederlanden gebracht. Dort konnte sie vor ihrer nächsten Niederkunft die Geburten anderer Tiere und die folgende Aufzucht erleben. Sie zieht dort gerade ihr zweites Jungtier auf. Ihr erstes Jungtier, Kai, ist nun schon vier Jahre alt und lebt in Nürnberg. Für das soziale Lernen ist das Geburtsbecken in Nürnberg über drei Verbindungen mit allen angrenzenden Becken verbunden, so dass alle Tiere Geburt und anfängliche Aufzucht mit erleben können, bis Sunny mit ihrem Kalb wieder gänzlich in die Gruppe integriert ist. Bisher hat sich die Delphinlagune tierhalterisch hervorragend bewährt und alle Mitarbeiter erwarten nun mit einer Mischung aus Freude und Anspannung die erste Geburt in der neuen Anlage, in einer neu formierten sozialen Gruppe, die nun Sunnys Muttererfahrung miterleben und davon wiederum lernen kann.

Wisentgehege Springe, 18.09.2014
Ein Nachmittag unter Wölfen mit Fellkontakt: Wisentgehege Springe bietet wegen großer Nachfrage zwei neue Termine an
Wegen der starken Nachfrage bietet das Wisentgehege Springe für den 08. und 22. Oktober zwei zusätzliche Termine zum „Wolfsnachmittag“ an. Matthias Vogelsang gibt viele Informationen zum Wolf. Es besteht die Möglichkeit zum angeregten Austausch über den faszinierenden Beutegreifer, der für viele Menschen eine herausragende Stellung einnimmt. Selbstverständlich werden bei Interesse auch die zurückkehrenden frei lebenden Wölfe in Deutschland angesprochen. Matthias Vogelsang, der als Wolfsberater für das Land Niedersachsen tätig ist, hat aktuelle Zahlen, Daten und Fakten. Höhepunkt der Veranstaltung ist der Besuch im Wolfsrudel. Für einen einzigartigen und unvergesslichen Augenblick dürfen die Teilnehmer Gäste im Timberwolfsrudel sein. Direkter Wolfskontakt ist wahrscheinlich. Ob und wie intensiv es dazu kommt, entscheiden aber ausschließlich die Wölfe. Pro Termin stehen maximal 10 Plätze für Teilnehmer zur Verfügung. Alle weiteren Informationen erhalten Interessierte telefonisch unter 05041/5828 oder im Internet unter www.wisentgehege-springe.de. Alle Veranstaltungstermine für das Jahr 2015 findet man ab 01. Oktober auf der Homepage.

Verband Deutscher Zoodirektoren e.V., 18.09.2014
Zoos abschaffen wegen eines verschluckten Tennisballs?
Am 21. August 2014 starb im Zoo Frankfurt ein Flusspferdbulle an einem verschluckten Tennisball. Selbsternannte „Tierschützer“ und Tierrechtler benützten die Gelegenheit, nicht etwa um den verantwortungslosen Besucher zu verurteilen, der den Tod des Tieres verursacht hatte, sondern um den Zoo zu kritisieren und einmal mehr die Abschaffung der Haltung populärer Großtiere oder die Schließung aller Zoos zu fordern. Dass das fragliche Flusspferd mit über 39 Jahren ein sehr respektables Alter erreicht hatte (in der Wildbahn wird kaum ein Flusspferd älter als 35 Jahre), dass der Frankfurter Zoo seit 120 (!) Jahren Flusspferde hält, ohne dass es je zu einem vergleichbaren Vorfall gekommen wäre, oder dass die nicht mehr zeitgemäße Flusspferdanlage nicht der Zooleitung anzulasten ist, sondern der Frankfurter Politik, deren jahrzehntelanger Streit darüber, ob man den Innenstadtzoo schließen und durch einen Außenzoo ersetzen, oder den Innenstadtzoo behalten und durch einen Außenzoo ergänzen soll und falls ja, wo denn dieser hinkommen sollte, zu einem Investitionsstau geführt hatte. Dass als seriös geltende Medien solchen Leuten immer wieder eine Plattform bieten und dabei nicht einmal die Zoos als betroffene Einrichtungen zu Worte kommen lassen, stimmt bedenklich. Der Tod des Frankfurter Flusspferdbullen ist nur eine von über 50 Pressemitteilungen des Monats August aus 34 VdZ-Mitgliedzoos, die neu auf www.zoodirektoren.de präsentiert werden. Auch Duisburg berichtete über einen schwergewichtigen Abgang, dort musste ein 50 Jahre altes Nashorn wegen rasch zunehmender Altersbeschwerden eingeschläfert werden. Trotz hohen Alters noch munter sind das 54 Jahre alte Flusspferd Tana und eine 27 Jahre alte Giraffe im Opel-Zoo. Dieser konnte auch über Geburten bei Salzkatze, Warzenschwein und Berberaffe berichten. Der Magdeburger Zoo gab zwei Pressemeldungen über ein weites Spektrum von Geburten heraus. Antilopengeburten meldeten Dresden, Hannover und Herberstein, Robbengeburten Heidelberg, München und Neunkirchen, Affenjunge unterschiedlichster Art gab es in Basel, Duisburg, Nürnberg und Stuttgart, junge Großkatzen im Tierpark Berlin, in Hannover und in Wuppertal. Der Zoo Wuppertal war auch erfreut über den neunten Afrikanischen Elefanten in neun Jahren und Leipzig über die erste Geburt eines Okapis. Weitere Geburtsanzeigen betrafen u.a. eine Streifenhyäne und Hundskopfboas in Augsburg, verschiedene Vögel in den „Nordseewelten“ im Tierpark Bochum, Bantengs in München, Klippschliefer in Stuttgart und Fischotter in Zürich. Nürnberg wartet gespannt auf die Geburt des ersten Atlantischen Tümmlers in der neuen Delphin-Lagune. Im Rahmen von Erhaltungszuchtprogrammen wechselten Asiatische Elefanten von Heidelberg nach Zürich sowie von Hamburg nach Leipzig, ferner zwei Malaientiger von Dortmund nach Cottbus. Ein neuer Gorilla-Silberrücken kam aus einer Männergruppe in Polen nach Basel, ein Schneeleopard aus Finnland nach Wuppertal, und Wien begann mit der Haltung der bedrohten Mhorrgazelle. Diese war in der Wildbahn bereits ausgerottet und konnte aus Zoobeständen wieder in Schutzgebieten angesiedelt werden. Ein neues globales Zuchtprogramm wurde für den unmittelbar von der Ausrottung bedrohten Java-Leoparden eingerichtet. Dieses wird gemeinsam vom Tierpark Berlin und einem Zoo in Indonesien koordiniert. Aktuell an Wiederansiedlungsprojekten beteiligten sich der Opel-Zoo Kronberg mit Moorenten für das Steinhuder Meer und der Allwetterzoo Münster mit einem Gänsegeier für Bulgarien. Aus Tierschutzgründen nahmen Görlitz und Straubing Waschbären und Neumünster Nasenbären aus Wildtierstationen in ihre Bestände auf. Neumünster will auch bei der Wiederansiedlung der Europäischen Sumpfschildkröte einsteigen und hat als Erstes ein Schaugehege für diese Tierart gebaut. Neu angeschafft wurden in Augsburg die im Freiland gefährdeten Mohrenmakis und in Nordhorn die in Europäischen Zoos eher seltenen Weißrüsselnasenbären, die eine neue Anlage im Verbund mit Waldbison und Halsbandpekari beziehen konnten. In Osnabrück hat vorerst ein Pantherchamäleon Einzug gehalten. Die Meldung des Tiergartens Schönbrunn, dass er jetzt 28 Arten Quallen pflegt, bot Anlass, das Datenblatt über Schirmquallen in der Abteilung „Tiere in VDZ-Zoos“ zu überarbeiten und zu erweitern. Insgesamt werden in dieser Abteilung jetzt 1571 Tierarten in Text und Bild vorgestellt. Dank einer Spende kann der Zoo Landau Landau jetzt für die Zwecke der Umweltbildung Zooschulbesucher mit Tablet-PCs ausrüsten. Was „verwanzte“ Zootiere mit Forschung zu tun haben, erklärt der Krefelder Zoo. In Nordhorn wurde eine Forschungsstudie zum Hörvermögen von Seehunden durchgeführt, und ein internationales Forscherteam unter Beteiligung des Kölner Zoos hat die 10’000. Reptilienart entdeckt. Zoo und Tierpark Berlin werden in Zukunft noch intensiver mit dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) zusammenarbeiten und so Berlin als „Kompetenzzentrum für Artenvielfalt“ stärken. Und zu guter Letzt: Auch Augsburg, Heidelberg und Magdeburg können sich in die Liste der Zoos mit rekordverdächtigen Besucherzahlen einreihen. Da hat der CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Deppe wohl recht, wenn er die Anti-Zoo-Politik von NRW-Umweltminister Remmel als wenig zukunftsträchtig anprangert.

Zoologischer Garten Magdeburg, 18.09.2014
Nana und Wubbo erstmals auf neuer Außenanlage: Magdeburger Schimpansen erobern neues Terrain
Zum ersten Mal öffnete sich für die Magdeburger Schimpansen Nana und Wubbo nun das Tor auf die Außenanlage und sofort befand sich Schimpansendame Nana auf Erkundungstour. Als wahre Balancekünstlerin entpuppte sie sich beim Überqueren der Kletterbäume und -seile und schaute neugierig in jeden Winkel des unbekannten Terrains. Mit bestem Sommerwetter, einem leichten Windhauch um die Nase und dem Gefühl von Erde und Gras unter den Füßen ließ sie sich ausgiebig Zeit für die erste Entdeckungsrunde, bevor sie zu Wubbo zurückkehrte. Der Schimpansenmann riskierte eine kurze Stippvisite, verweilte dann aber doch lieber noch etwas unentschlossen im Innengehege. Der mit Leckerbissen gefüllte Stocherkasten und ein wenig Neugier werden ihn in Zukunft wohl auch an die frische Luft locken. Nach einer angemessenen Eingewöhnungszeit im neuen Haus – bei Nana und Wubbo dauerte diese etwas länger – stellt die Erkundung der Außenanlage für die beiden nun die nächste Etappe der Eingewöhnung dar. Neben der Ankunft einer neuen Schimpansengruppe im Magdeburger Zoo, hat sich auch für die alteingesessenen Magdeburger Schimpansen Nana und Wubbo mit dem Umzug auf die vor zwei Monaten neu eröffnete Schimpansenanlage vieles geändert. Natürlicher Bodengrund, nachgebildete Termitenhügel, Futterautomaten und abwechslungsreich gestaltete Außenanlagen geben diesen geistig hochentwickelten Tieren ganz neue und vielfältige Reize.

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