Die Unterarten des Strauß

Jagd auf Arabischen Strauß in Palästina (G. Wood, M.A., F.L.S., Etc., J. W. Lyon & Co., Guelph, Ontario, 1877)

Jagd auf Arabischen Strauß in Palästina (G. Wood, M.A., F.L.S., Etc., J. W. Lyon & Co., Guelph, Ontario, 1877)

Vom (Afrikanischen) Strauß unterscheidet man vier bis fünf Unterarten:
Unterscheiden kann man die einzelnen Unterarten vor allem durch die Farben der Hautpartien von Hals und Beinen der Hähne. Die Hennen der Unterarten sind dagegen kaum voneinander zu unterscheiden. Hals und Beine sind beim Nordafrikanischen Strauß, beim Massaistrauß und beim Südafrikanischen Strauß rosafarben, beim Somali-Strauß blaugrau. Die Intensität des Rosatons ist bei jeder Unterart verschieden. Der Nordafrikanische Strauß hat zudem einen Halsring aus weißen Federn, etwas weniger stark ausgeprägt findet man diesen auch beim Massai-Strauß; er fehlt beim Somali-Strauß und beim Südafrikanischen Strauß.

Der Nordafrikanische Strauß (Struthio camelus camelus) lebt in den Savannen Westafrikas und ist über die Sahelzone bis ins westliche Äthiopien verbreitet; nördlich der Sahara ist er ausgestorben.
Der Massai-Strauß (Struthio camelus massaicus) lebt in Kenia und Tansania.
Der Südafrikanische Strauß (Struthio camelus australis) ist im südlichen Afrika verbreitet.
Der ausgestorbene Arabische Strauß (Struthio camelus syriacus) lebte einst in Westasien. Letzte Sichtungen stammen von 1966.
Der Somali-Strauß (Struthio molybdophanes) besiedelt Somalia und das östliche Äthiopien und wird inzwischen meist als eigene Art angesehen. Molekulargenetische Untersuchungen der mitochondrialen DNA weisen darauf hin, dass Strauß und Somali-Strauß seit etwa 3,6 bis 4,1 Millionen Jahren genetisch voneinander getrennt sind, wobei der Ostafrikanische Graben und die unterschiedliche Nutzung ökologischer Nischen als Barrieren gedient haben könnte. Allerdings wird der Artstatus von einigen Systematikern angezweifelt.

Südafrikanischer Blauhalsstrauß (Zoo Leipzig)

Südafrikanischer Blauhalsstrauß (Zoo Leipzig)

Erste Erkenntnisse über das Vorkommen von Straußen in Indien gehen in die 1880er Jahre zurück. Damals fanden sich Knochen in den Siwaliks am Südabfall des Himalaya. 1958 entdeckte Dr. Sali die ersten Eierschalen. Das Britische Museum in London hat die Richtigkeit des Fundes bestätigt.
Seit einigen Jahren sind auch Bruchstücke von Straußeneierschalen aus China nachgewiesen. Weiter nördlich finden sich Abbildungen von Straußen in der Felsbildkunst der Inneren Mongolei. Durch den Wechsel von trockenem Klima zum feuchten Monsunklima am Ende der Eiszeit wurde den asiatischen Straußen die Lebensgrundlage entzogen.
Populationen der Westsahara wurden bisweilen als sechste Unterart abgetrennt, die Zwergstrauß (Struthio camelus spatzi) genannt wurde. Sie sind im Schnitt kleiner, und ihre Eierschalen haben eine andere Struktur. Von der Fachwelt wird diese Unterart größtenteils abgelehnt.

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