Zoopresseschau

Förderverein von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V. 15.10.2014
Freunde Hauptstadtzoos freuen sich über Freigabe von 5 Millionen Euro Investitionsmittel für den Tierpark – Klares Bekenntnis zur Zukunft vom Tierpark Berlin –
Zum Beschluss der Freigabe der 5 Millionen Euro vom Hauptausschusses vom Abgeordnetenhaus, erklärt der Vorsitzende des Fördervereins von Tierpark und Zoo e.V., Thomas Ziolko: „Mit dieser Entscheidung wird in die Zukunft vom Tierpark investiert. Dies ist der richtige Entschluss um die Zukunftsfähigkeit vom Tierpark Berlin abzusichern, der in diesem Jahr auf sein 60. Gründungsjubiläum zurückblickt. Damit bekennen sich das Landesparlament und der Senat von Berlin deutlich zum Erhalt und der Weiterentwicklung des größten europäischen Landschaftszoos. Nun sind Rahmenbedingungen gesetzt, die weiter ausgebaut werden müssen. Der nächste Schritt ist es auf Grundlage einer soliden Entwicklungsplanung vom Tierpark aufbauend, eine mittelfristige Investitionsplanung des Tierparks abzusichern. Es darf nicht bei einer Einmalzahlung bleiben. Das Land Berlin ist weiterhin in der Verantwortung. Ziel sollte es nun sein, eine auf zehn Jahre angelegte Investitionszuwendung von jährlich 10 Millionen Euro ab dem Jahr 2016 zu ermöglichen, um den extrem hohen Investitionsbedarf im Tierpark Berlin abzusichern und dessen Zukunft nachhaltig zu sichern.“

Wisentgehege Springe 15.10.2014
Im Wisentgehege Springe geht es rund: Wir feiern das Hubertusfest – Die große Fete läuft am Sonnabend und Sonntag, 25. und 26. Oktober
Während des Hubertusfestes steht das Wisentgehege in Springe kopf: Mehr als 80 Aussteller rund um Natur und Naturschutz, Jagdhornbläser, Wildbretverlosungen und tierisch spannende Aktionen hat das Team um Wisentgehegeleiter Thomas Hennig vorbereitet. Wer mit dabei sein möchte, sollte sich den Sonnabend und Sonntag, 25. und 26. Oktober, rot in seinem Kalender anstreichen. Die größte Veranstaltung im Wisentgehege beginnt jeweils um 10 Uhr. Einlass ist bereits ab 8.30 Uhr. Besonders sehenswert ist die Ausstellung über den Wisent – in diesem Jahr das Wildtier des Jahres. Wisentgehegeleiter Thomas Hennig hat Informationen über 86 Jahre Wisentzucht in Springe aufgearbeitet.Bereits zum 31. Mal wird das Fest zu Ehren des Heiligen Hubertus von Lüttich, dem Schutzheiligen der Jäger, im Wisentgehege ausgerichtet. Die Aussteller bieten den Besuchern ein umfassendes Angebot an Kunsthandwerk und Gebrauchsgegenständen. Beim Vorbeischlendern an den Ständen, die über das ganze Wisentgehege verteilt sind, ist so manches Unerwartete zu entdecken. Mit dabei sind auch die Service-Clubs Lions Springe und die Kiwanis. Kein Hubertusfest versäumt hat die Jägerschaft Springe. Vertreten ist auch der Naturschutzbund (NABU) Springe, der BUND Hannover sowie die Wildtier- und Artenschutzstation. Nach einigen Jahren der Pause haben auch die Landfrauen ihr Kommen zugesagt: Sie verwöhnen Besucher mit ihren Bradn Klüten. Zur Stärkung der Gäste werden zudem Wildbratwurst, Reibekuchen und andere Leckereien gereicht. Ganz viel Programm gibt es auch für jüngere Besucher: Ob Ponyreiten, Laubsägearbeiten, Kinderschminken, Stockbrot backen, Hüpfburg, Bunjee-Trampolin und Bogenschießen (auch für Erwachsene) lassen keine Langeweile aufkommen An beiden Tagen, jeweils 16 Uhr, können sich Besucher an der Wildbretverlosung an der Köhlerhütte beteiligen. Sie müssen dafür das Hubertusquiz mit Fragen zum Wisentgehege lösen. Es ist an der Kasse erhältlich Premiere bei den Falknern: Bartkauznachwuchs Simpson hat während des Hubertusfestes seinen ersten Auftritt in der Flugvorführung auf dem Falkenhof. Ende April war das Federknäuel mit dem dicken Popo aus dem Ei geschlüpft – ein Riesenerfolg für die Falkner, denen es zum ersten Mal gelungen war, Bartkäuze nachzuziehen. Falkner Rouven Polep und sein Team zeigen in der Flugschau auch andere wilde Greifvögel und Eulen. Am Sonnabend erheben sich die gefiederten Luftakrobaten um 11.30 Uhr und 15 Uhr in die Höhe. Am Sonntag um 11 und um 15 Uhr. An beiden Tagen präsentieren Birgit und Matthias Vogelsang ihre handaufgezogenen Timber- und Polarwölfen. Sie berichten ab 17 Uhr aus dem Alltag mit ihren Lieblingen. Am Sonntag, 12 Uhr, lädt Wisentgehegeleiter Thomas Hennig zu einer ökumenischen Hubertusmesse am Duellplatz ein. Der Freiluftgottesdienst unter alten Eichen wird musikalisch vom Parforcehorncorps Hannover – Treffpunkt Fermate gestaltet.

Zoo Leipzig 15.10.2014
Mit den Entdeckertagen Gondwanaland in die Herbstferien starten
In den sächsischen Herbstferien vom 18. Oktober bis 2. November bekommen Kinder jeden Alters im Zoo Leipzig wieder ein vielfältiges Ferienprogramm geboten. Den Auftakt geben die Entdeckertage Gondwanaland am 18. und 19. Oktober und entführen groß und klein auf eine spannende Reise durch die Tropenerlebniswelt mit kommentierten Fütterungen und Touren hinter die Kulissen. Neben den Entdeckertagen Gondwanaland basteln Zoolotsen am ersten Feriensamstag (18.10.) beim sogenannten Upcycling am Tierkindergarten mit Kindern ab drei Jahren Vogelhäuschen und bunte Accessoires aus Materialien, die für gewöhnlich im Hausmüll laden. Am Pavillon nebenan können sich Jungen und Mädchen Tiergesichter schminken lassen. Montags und mittwochs nehmen Zoolotsen wissbegierige Kids im Alter von acht bis zwölf Jahren mit auf die Tour „Regenwaldpass“: Mit dem Regenwaldkoffer im Schlepptau erkunden die Teilnehmer die Tropenhalle auf spielerische Art und erfahren Vieles über den tropischen Lebensraum sowie die Pflanzen und Tiere, die darin leben. Kosten: 5 Euro pro Kind. Vorherige Anmeldung über das Safari-Büro erforderlich. Dienstags und donnerstags geht es auf die Herbstferientour durch die Themenwelten Afrika, Asien, Pongoland, Südamerika und Gründer-Garten. In 90 Minuten entdecken die Teilnehmer die Vielfalt des Zoos und seiner Bewohner. Die Herbstferientour ist kostenfrei. Das große Finale der schulfreien Zeit steigt mit dem Halloween-Spektakel am 31. Oktober. Dann geschehen geheimnisvolle Dinge im Zoo Leipzig: Hexen, Geister und andere Fabelwesen treiben an diesem Tag ihr Unwesen. Das Gruselabenteuer beginnt um 11 Uhr und bietet unter anderem Kürbisschnitzen, Lagerfeuer mit Stockbrot und Gruseltouren

Neunkircher Zoo 15.10.2014
Tierischer Herbst: Abwechslungsreiches Ferienprogramm für Kinder in den Herbstferien im Neunkircher Zoo
Wegen des großen Zuspruchs mit insgesamt über 600 kleinen Teilnehmern, die am Osterferienprogramm und den Tierisch wilden Dienstagen und Donnerstagen in den Sommerferien in diesem Jahr teilgenommen haben, dürfen sich besonders die Kinder und Jugendliche auch wieder auf die kommenden Herbstferien freuen: Von Montag, 20. Oktober, bis Freitag, 24. Oktober, sowie von Montag, 27. Oktober bis Freitag, 31. Oktober, bietet die zoopädagogische Abteilung des Neunkircher Zoos jeden Vormittag ein abwechslungsreiches Programm aus Kurzerlebnisführungen, kreativem tierbezogenem Bastelspaß und vielem mehr an. Auch der Blick hinter die Zookulissen als spannender Einblick in den Zooalltag wird möglich sein. Start ist immer um 10.00 Uhr am Haupteingang und das zweistündige Programm endet um 12.00 Uhr auch wieder dort. Das Programm ist besonders geeignet für Kinder ab dem 5. Lebensjahr, aber auch kleinere Besucher und Besucherinnen sind in Begleitung Erwachsener herzlich willkommen.

Tiergarten Worms 14.10.2014
Pflasterarbeiten im Tiergarten fast abgeschlossen.
Die im Juni diesen Jahres begonnenen Pflasterarbeiten auf den Hauptwegen im Tiergarten Worms sind nach nur dreimonatiger Bauzeit fast abgeschlossen. Das „gerumpelte“ Altstadtpflaster wurde von Mitarbeitern der EBWO verlegt und kommt sowohl bei den Besuchern als auch bei den Mitarbeitern des Tiergartens sehr gut an. Neben dem ästhetischen Aspekt – die Wege wirken jetzt viel breiter und weitläufiger – ist in erster Linie die Vermeidung von Gefahrenstellen der Hauptgrund für die Baumaßnahmen. Im laufenden Jahr mussten immer wieder Schlaglöcher auf den sandigen Wegen aufgefüllt und Pfützen beseitigt werden. „Mit der Pflasterung der Wege möchten wir im Tiergarten in erster Linie mehr Sicherheit für unsere Gäste gewährleisten. Es ist jetzt neben der besseren Begeh- und Befahrbarkeit durch Kinderwägen auch eine größere Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer gegeben – und gut aussehen tut es auch noch,“ freut sich Geschäftsführer Dieter Haag. „Gerade für Veranstaltungen wie den Wolfsnächten, die ja bekannterweise bei Dunkelheit stattfinden, sind jetzt mögliche Stolperfallen und Unebenheiten entfernt worden und für Senioren, die mit einem Rollator unterwegs sind, wird der Besuch im Tiergarten jetzt wesentlich komfortabler“ ergänzt Beigeordneter Uwe Franz, der an der ersten Begehung am 19. September anwesend war.Alfred König, Chef der Entsorgungs- und Baubetriebe sowie Abteilungsleiter Andreas Oberhaus überzeugten sich Vorort von der sachgemäßen Verlegung des Pflasters. Für Straßenbaumeister Andreas Bleicher sind die Arbeiten im Tiergarten darüber hinaus auch ein tolles Projekt für die Azubis der EBWO. Hier können die Nachwuchskräfte ohne den üblichen Straßenlärm in Ruhe ihr Handwerk üben und anwenden. Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen, darin sind sich alle Anwesenden einig.

Zoo Wuppertal 14.10.2014
Es ist ein Mädchen
Okapinachwuchs entwickelt sich prächtig mit Freude und Stolz können wir berichten, dass sich unser Okapinachwuchs prächtig entwickelt. Mittlerweile sind schon 10 Tage nach der Geburt verstrichen. Die ersten 3-7 Tage sind für die Bindung zwischen Mutter und Jungtier die entscheidenden Tage. Wir können uns nun sicher sein, dass wir keine Handaufzucht machen müssen. Wir wären aber für den Notfall, dank der Unterstützung der Salvana Tiernahrung GmbH, bereit gewesen. Diese hatte extra eine Ersatzmilch für Okapis für uns hergestellt. Ein Geheimnis hat sich mittlerweile gelöst, wir kennen nun auch das Geschlecht des Nachwuchses. Es ist ein Weibchen und wurde von den Tierpflegern auf den Namen „Zia“ getauft. Dieses bedeutet so viel wie „die Reisende“. Weiterhin möchten wir die Tiere aber so wenig wie möglich stören. Mutter und Jungtier sind deshalb immer noch in einem für das Publikum nicht einsehbaren Bereich. Wir werden aber regelmäßig über die Entwicklung des Jungtiers berichten und versuchen eine Übertragung zu installieren um den Zoobesuchern einen Blick auf das Jungtier zu ermöglichen. Wir verzichten aber aus obigen Gründen auf einen eigenen Pressetermin. Über eine entsprechende Berichterstattung würden wir uns trotzdem freuen, die angehängten Fotos dürfen kostenfrei genutzt werden. Biosphaerium Elbatalaue Neue Veranstaltungsreihe „Nordische Gastvogeltage“ in der Elbtalaue Jetzt im Herbst beginnt sie wieder – die Zeit der Nordischen Gastvögel in der Elbtalaue. Die Tage werden kürzer, das Laub färbt sich bunt und es wird langsam kälter. In diesen Monaten ist die Elbtalaue „der Süden des Nordens“ für eine Vielzahl von Vogelarten wie Gänse, Schwäne, Enten – aber auch Kraniche und Seeadler. Anlässlich dieses Naturschauspiels lädt das Biosphaerium Elbtalaue unter dem Motto „Nordische Gastvogeltage“ erstmals zu einer Reihe von eigenen und Veranstaltungen von Partnern in der Elbtalaue ein. Ob Exkursionen zu Fuß oder mit der Kutsche, eine Familienaktion oder ein Vortrag mit Kaffee und Kuchen – 15 Termine finden vom 19. Oktober bis zum 2. November 2014 in Bleckede und der gesamten Elbtalaue statt. Vom 26. Oktober 2014 bis zum 31. März 2015 zeigt das Biosphaerium Elbtalaue außerdem die neue Sonderausstellung „Nordische Gastvögel in der Elbtalaue“. Die Ausstellung gibt einen Überblick über die unter diesem Stichwort zusammengefassten Vogelarten, ihre Zugrouten in die Elbtalaue, bestehende Konflikte und Lösungsansätze, aber auch Möglichkeiten des Naturerlebens in den Wintermonaten.

Tierpark Bochum 14.10.2014
Merano verlässt den Tierpark Bochum: Shetlandpony im neuen Zuhause in guter Gesellschaft
Shetlandpony Merano bekommt ein neues Zuhause. Vor Kurzem verabschiedete sich der Ponyhengst vom Zooalltag und zog auf das Pferdegut Teltrup in Gelsenkirchen um. Der stolze neue Besitzer ist Alexander, der 5-jährige Sohn der Familie Schwabe. Er möchte auf Merano Reiten lernen und hat das Shetlandpony direkt ins Herz geschlossen. Vor zehn Jahren, im September 2004, zog der kleine Ponyhengst im Tierpark Bochum ein. Der Publikumsliebling war bei Besuchern und Tierpflegern vor allem für seine Gelassenheit und Ruhe bekannt: Ob in den Anfängen beim Ponyreiten oder später bei großen Tierpark-Festen, selbst bei großen Besucheranstürmen bewahrte das Shetlandpony stets sein ausgeglichenes Gemüt. Jens Stirnberg, Abteilungsleiter der Zoologie, erklärt, warum: „Natürlich ist uns der Abschied von Merano schwer gefallen, aber jeder Abschied bietet eben auch eine Chance zu einem neuem Anfang. Und so können wir schon heute verraten, dass wir nach einigen Umbaumaßnahmen zukünftig neue Tierarten im Haustierbereich erwarten dürfen. Welche, bleibt zunächst unser Geheimnis!“ Als Familienpony startet Merano nun einen Neuanfang! Denn mit 14 Jahren ist das Pony noch lange nicht im Rentenalter. In seinem neuen Zuhause findet der Ponyhengst bei Reitstunden und Kutschfahrten neue Herausforderungen. Mittlerweile hat sich Merano schon gut auf Hof Teltrup eingelebt und tollt zusammen mit seinen Mitbewohnern, dem Shetlandpony Kecks und einer Gruppe von Westfalenhengsten, über die Weiden des Pferdeguts. Und auch zwischen dem 5-jährigen Alexander und Merano hat sich schnell eine innige Freundschaft entwickelt. Für Alexander war es Liebe auf den ersten Blick. Er konnte es kaum abwarten, sein neues Pony mitzunehmen. Und jetzt wird er seinen „Engel Merano“ – wie Alexander das Shetlandpony liebevoll nennt – nie mehr gehen lassen. Shetlandponys stammen – wie ihr Name verrät – ursprünglich von den Shetlandinseln. Sie erreichen ein Stockmaß von maximal 107 cm. Es wurden aber auch schon einzelne Tiere mit einer Widerristhöhe von nur 87 cm gemessen. Trotz ihrer geringen Körpergröße gelten die Ponys als besonders robust. Deshalb wurden sie im 19. Jahrhundert, während der industriellen Revolution, auf dem Festland als Grubenponys unter Tage eingesetzt.

Zoo Leipzig 13.10.2014
Nashorn im Zoo Leipzig geboren Erfolgreiche Nachzucht bei bedrohten Dickhäutern
Nachwuchs im Nashornhaus des Zoo Leipzig: Am späten Samstagabend hat Spitzmaulnashorn Sarafine (geb. am 10.01.2000 in Leipzig) ein Jungtier zur Welt gebracht. Die Geburt verlief schnell und ohne Komplikationen. Für das Muttertier ist es nach 2011 bereits das zweite Jungtier, um das sie sich vorbildlich kümmert. Nashornbulle Ndugu (geb. 18.02.1996 in Berlin), der vorübergehend in Hannover lebt, wurde damit zum dritten Mal Vater. Während Naima in Rotterdam lebt, ist mit Samia das kleine Nashorn aus dem Vorjahr täglich auf der Außenanlage zu sehen. Der neuerliche Nachwuchs hält sich zunächst ausschließlich in der Mutterstube auf und ist noch nicht zu sehen. „Um kein Risiko bei der Aufzucht einzugehen, geben wir Mutter und Kind ausreichend Zeit, um die Bindung zu festigen, bevor wir unseren Besuchern bei entsprechenden Wetterverhältnissen den Nachwuchs zeigen“, erklärt Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold. Mit dem erneuten Nachwuchs bei den Spitzmaulnashörnern (Diceros bicornis michaeli) setzt der Zoo Leipzig seine erfolgreichen Zuchtbemühungen für den Erhalt der vom Aussterben bedrohten Art fort. Sarafines Jungtier ist das einzige, das laut Zoo-Informationssystem ZIMS in den vergangenen zwölf Monaten in einem europäischen Zoo zur Welt kam. Auch weltweit gehört der Zoo Leipzig mit den Zuchterfolgen der vergangenen drei Jahre, in denen hier drei Nashornjungtiere zur Welt kamen, zu den führenden Tiergärten. „Die regelmäßigen Zuchterfolge sind Lohn und Bestätigung unserer kontinuierlichen Arbeit im Sinne des Artenschutzes“, sagt Zoodirektor Prof. Dr. Junhold. Engagiert vorangetrieben werden deshalb auch die Projekte des Masterplanes Zoo der Zukunft. Im kommenden Jahr erhalten die Nashörner eine neue Anlage. Die Kiwara-Kopje soll in der ersten Jahreshälfte eröffnet werden.

Zoo Duisburg 13.10.2014
Der Traum vom Tierpflegerberuf: Neue Erlebnistermine für 2015 sind da!
Eukalyptus als Koala-Frühstück verteilen, die bunten Futterrationen für die Affen zubereiten, das Nashorn auf die Außenanlage lassen, Fleischbrocken für die Tiger zurechtlegen oder den Fischeimer für die Robben füllen? Viele Menschen würden gerne einmal in die Rolle eines Zootierpflegers schlüpfen und das persönliche Lieblingstier sowie viele andere haarige, schuppige, gefiederte oder schwimmende Zoobewohner aus aller Welt versorgen. Diesen Wunsch erfüllt der Zoo Duisburg nun schon seit mehreren Jahren regelmäßig mit seinem Angebot „Tierpfleger für einen halben Tag“ – es gibt sogar schon regelrechte Stammgäste, die jährlich immer wieder neue Tiere und ihre Pfleger besuchen. Beim gemeinsamen Arbeiten mit den Zootierpflegern kommt man nicht nur den Tieren nahe, sondern erfährt Spannendes, Lustiges oder Skurriles aus dem Zooalltag. Fast alle Reviere im Zoo Duisburg bieten diesen exklusiven Einblick hinter die Kulissen an, sodass eigentlich jeder Tierfreund voll auf seine Kosten kommt. Viele Anrufer mussten in den letzten Monaten vertröstet werden, da die Terminvergabe für 2015 noch nicht freigegeben war. Daher nun die frohe Botschaft: Ab 11.00 Uhr am Montag, den 03.11.2014 ist das Zoo-Telefon freigeschaltet, um neue Buchungen für den „Tierpfleger für einen halben Tag“ für das Jahr 2015 entgegenzunehmen. Übrigens: Mit dem „Tierpfleger für einen halben Tag“ kann man sich selbst beschenken oder einer lieben Person einen unvergesslichen Tag bereiten – bald steht Weihnachten vor der Tür…

Opel Zoo Kronberg 13.10.2014
Herbstferienprogramm: Führungen, Naturbeobachtungen und Laternenbasteln – Die Jungtiere bei den Roten Pandas im Opel-Zoo sind jetzt zu sehen
Im Opel-Zoo wird in den Ferien stets ein umfangreiches Ferienprogramm angeboten, so auch in den Hessischen Herbstferien, auf die die Schüler sich bereits freuen. Jeden Dienstag, also am 21. und 28.10., startet um 14 Uhr an der Zooschule die Sonderführung mit dem Förster aus Kronberg mit dem Thema „Der Wald und seine Tiere im Herbst“. Jeden Donnerstag, also am 23. und 30.10., können die Zoobesucher an der Führung mit dem Thema „Giraffe, Elefant & Co.“ teilnehmen, die jeweils am Haupteingang um 11 Uhr losgeht. Mittwochs (22. und 29.10.) können die Kinder in Begleitung Erwachsener dann in der Zeit zwischen 10 und 13 Uhr die „Natur unter die Lupe nehmen“. Die Zoopädagogen erläutern ihnen an verschiedenen Stationen, wie die Zusammenhänge der Jahreszeit Herbst in der Natur auch unter dem Binokular zu erkennen sind. Und wer wollte sich nicht schon immer mal Herbstfrüchte, Blätter, Winterfell und vieles andere mehr in vielfacher Vergrößerung angesehen haben? Erstmals in diesem Jahr werden die Zoopädagogen mit den Kindern auch Laternen basteln (Materialkostenbeitrag 2 €) und sich dabei von den Zootieren inspirieren lassen. Ganz sicher werden dann bei den verschiedenen Martinsumzügen und der beliebten Laternenführung im Opel-Zoo am 15. November viele kunstvolle Laternen mit Tiermotiven den Weg beleuchten. Eine besondere Attraktion für alle Zoobesucher wurde bereits im Juni geboren: Die beliebten Roten Pandas haben wieder Nachwuchs – das vierte Mal in Folge im Opel-Zoo und erneut zwei Jungtiere. Die ersten Wochen verbringen die zunächst gräulich gefärbten Kleinen im Schutz von Höhlen, in denen sie von ihrer Mutter gesäugt werden. Erst im Alter von rund drei Monaten kommen sie zunächst nur in der Dämmerung heraus, um dann nach und nach ihre Umwelt auch tagsüber zu erkunden. Seit einigen Tagen sind sie nun regelmäßig mit den Elterntieren auf der Anlage zu sehen. Es ist schon ein schönes Bild, wenn sie auf der Suche nach Nahrung, die hauptsächlich aus Bambus und Früchten besteht, durchs Gehege streifen, unter Anleitung von Mutter Luri geschickt auf den Baumästen balancieren oder attraktiv zusammengerollt in luftiger Höhe einfach nur Siesta halten.

Zooverein Wuppertal 13.10.2014
Dank an Loro-Parque-Stiftung
Dem Vorsitzenden des Zoo-Verein Wuppertal e.V., Bruno Hensel wurde auf dem VIII. Internationa- len Papageienkongress auf Teneriffa eine besondere Ehre zuteil. Aus Anlass des 20 jährigen Be- stehens der Loro-Parque-Stiftung konnte er vor mehr als 850 Papageien-Experten aus 40 Ländern, unter ihnen auch der Präsident der kanarischen Inselregierung, ein Grußwort für Zoo und Zoo- Verein halten. Er überreichte an den Präsidenten der Loro Parque-Gruppe und Gründer der Stif- tung, Wolfgang Kiessling (rechts auf dem angehängten Foto) als Geschenk des Vereins ein Bild der Künstlerin Barbara Klotz, das ein Paar der sehr seltenen Gelbohrsittiche aus Kolumbien zeigt. Stichworte: Loro Parque Stiftung Seit 1994 wurden fast 100 Projekte zum Schutz bedrohter Papageien in ihren Heimatländern mit 15 Millionen US $ gefördert, vom Aussterben bedrohte Arten konnten gerettet werden. Gelbohrsittich Der Bestand dieser kleinen Sittichart war durch Abholzen der Wachspalme, die ihm als Futter- und Nistplatz dient, auf weniger als 30 Tiere im Freiland gesunken. Dank der von der Loro-Parque- Stiftung über mehr als 10 Jahre finanzierten Maßnahmen (Aufforstung, künstliche Nistkästen) unter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung gibt es inzwischen wieder mehr als 2.000 Vögel dieser Art. Zoo-Verein Wuppertal e.V. In enger Abstimmung mit der Zoo-Leitung hilft der Zoo-Verein seit über 10 Jahren auch bei der Fi- nanzierung von Artenschutz-Projekten. In diesem Zeitraum wurden in etwa 20 Projekte insgesamt 150.000 € investiert. Mit der Uni Giessen wird vom Zoo-Verein ein Langzeit-Projekt der Loro- Parque-Stiftung zur Spermagewinnung bei seltenen Großpapageien mit bis zu 30.000 € bis 2017 gefördert. Darüber hinaus wurden im gleichen Zeitraum durch den Verein mehr als 6.000.000 € in neue Anlagen im Zoo Wuppertal investiert. Okapi-Anlage Auch der neue einsehbare Okapi-Stall und das überarbeitete Außengehege hat der Zoo-Verein 2011 für 500.000 € gebaut und freut sich umso mehr über den aktuellen Nachwuchs bei dieser hoch-bedrohten Huftierart, die extrem selten in Zoos gehalten wird. Nach einen Überfall auf die Okapi-Station im Kongo im Sommer 2012, bei der sechs Menschen und alle 14 Okapis erschossen wurden, initiierte der Zoo-Verein eine Spendenaktion, bei der 15.000 € überreicht werden konnten.

Zoo Osnabrück, 10.10.2014
Neuzugänge, Nachwuchs und neue Mitbewohner – Im Herbst neue Tiere im Zoo Osnabrück entdecken
Zwei neue Guanako-Weibchen, Nachwuchs bei den Rappenantilopen, Servalen und Erdmännchen sowie der Umzug der Großen Kudus von Takamanda nach Samburu: Auch in den Herbstferien lohnt sich ein Ausflug in den Osnabrücker Zoo. Die beiden Osnabrücker Guanako-Weibchen Hella und Mona haben Verstärkung bekommen: Seit September teilen sie sich das Gehege nicht mehr nur mit den Hengsten Miguel und Fernando, sondern auch noch mit Hannah und Inka, zwei weiteren Stuten aus dem Zoo Wuppertal. „Zu Beginn waren die beiden schon nervös, schließlich war die Umgebung neu und Guanakos sind Fluchttiere“, erklärt Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Assistent im Zoo Osnabrück. Deshalb wurden sie behutsam an ihr neues Zuhause herangeführt: Anfangs lernten Hannah und Inka nur die Tierpfleger kennen. „Als sie Vertrauen gefasst hatten, konnten sie im nächsten Schritt durch ein ‚Kennenlerngitter’ ihre neuen Mitbewohner begutachten“, beschreibt Klumpe die Eingewöhnung. So sahen Hannah und Inka die anderen Guanakos und konnten sie beschnuppern. Schlussendlich ging es auf die Außenanlage zu den anderen. „Hier fühlen sie sich nun richtig wohl und integrieren sich gut in die Gruppe“, so Klumpe. Dass neben den Guanakos auch Nandus, schwarz-graue Laufvögel, auf der Anlage leben, haben die beiden neuen Stuten ohne mit den langen Wimpern zu zucken akzeptiert. Derartige Vergesellschaftungen verschiedener Tierarten sind für viele Tiere in Zoos wichtig, denn das Zusammenleben nach dem Vorbild der Natur sorgt für Abwechslung. Allerdings klappt das Zusammenleben nicht immer so reibungslos wie in der Südamerika-Anlage. „In unserer Afrikawelt ‚Takamanda’ gab es in letzter Zeit ab und zu Unruhe zwischen den Großen Kudus und den Rappenantilopen. Deswegen mussten wir langfristig eine andere Lösung finden“, erklärt Tobias Klumpe. Die Großen Kudus zogen deshalb Mitte September von „Takamanda“ nach „Samburu“. Hier lebt die dreiköpfige Familie jetzt mit Wasserböcken, Impalas, Straußen und Giraffen zusammen. Nach kurzer Eingewöhnungszeit in einem abgetrennten Bereich, konnten die recht ruhigen Tiere schon am Umzugstag auf die neuen Mitbewohner treffen. Die ehemaligen Mitbewohner der Großen Kudus, die Rappenantilopen, bekamen kurz nach deren Auszug Nachwuchs: Die Mitte September geborene Rappenantilope Leni wird von ihren Eltern fürsorglich umsorgt. Das Jungtier ist für Besucher gut zu erkennen: Im Gegensatz zu den dunkelbraunen erwachsenen Tieren ist sein Fell noch vergleichsweise hell. Ein paar Wegbiegungen später warten weitere Jungtiere auf die Besucher: Serval-Kätzchen. Für den Serval-Nachwuchs war der Start ins Leben allerdings nicht ganz so einfach: „Die Mutter wurde während der Aufzucht krank und musste behandelt werden. Deswegen kümmerte sich der Vater um den Nachwuchs und wir haben Schälchen mit Milch und Fleischbrei ins Gehege gestellt“, erklärt Tobias Klumpe. Seit einigen Tagen fressen die Kätzchen schon feste Nahrung und entwickeln sich gut. Namen fehlen ihnen allerdings noch. Wild geht es bei den Erdmännchen zu: Am 2. September erblickten vier Jungtiere das Licht der Welt. Erst im Alter von zwei bis drei Wochen verlassen die anfangs nackten Erdmännchen ihren Bau. Inzwischen hat ihre Mutter schon Mühe die kleinen Raubtiere zu bändigen, wenn sie miteinander durch den Sand toben oder sie erfolglos versucht, ihre Rasselbande „einzusammeln“. „Nachwuchs gibt es bei uns im Zoo das ganz Jahr über“, freut sich Klumpe. „Die Jungenaufzucht ist für die Tiere eine schöne Erfahrung und gleichzeitig ist es für unsere Besucher spannend das Familienleben im Tierreich zu beobachten.“ Während der Herbstferien, derzeit bereits in NRW und Ende Oktober in Niedersachsen, erläutern auch die Zoopädagogen täglich das Geschehen in den Tierwelten.

Tierpark Bochum, 10.10.2014
„Das tierische ABC“: Lustige Tierporträts begrüßen bald die Tierparkbesucher
Von „Alligator Ali“, über „Falter Frederik“, bis hin zu „Zebra Ziska“, alle haben eines gemeinsam: Die Freude am Lesen. Mit viel Witz und Kreativität hat Autor Waldemar Mandzel diesen und weiteren Kreaturen seines neuen Buches „Das tierische ABC“ Leben eingehaucht. Besonders bunt und fantastisch sind die Abbildungen, die dem geschrieben Wort Ausdruck verleihen. Ab dem 18.10.2014 sind die farbenfrohen Kunstwerke aus dem Buch in einer Sonderausstellung im Foyer des Tierparks Bochum zu sehen. Bei der Vernissage am 17.10.2014 werden die 26 Drucke auf Papier aus Waldemar Mandzels Buch „Das tierische ABC“ erstmalig dem geladenen Publikum präsentiert. Ab dem Wochenende sind die Bilder dann für die Öffentlichkeit zu bestaunen. Am Sonntag, 19. Oktober ab 16 Uhr werden die Werke und das Buch noch einmal ganz speziell für die kleinen Tierpark Besucher präsentiert. Der Wattenscheider Künstler stellt in einer Autorenlesung höchstpersönlich seine fröhliche Buchstabengeschichte den I-Dötzchen, Vorschulkindern und anderen interessierten Tierpark Besuchern vor. Denn wer mit den lesebegeisterten Buch-Protagonisten, wie „Norbert Nashorn“ oder „Wal Werner“ mitfiebert, bekommt sicher selbst große Lust zu lesen. Waldemar Mandzel ist Dipl.-Grafik-Designer, Maler und Karikaturist. Sein Kunst-Studium an der Folkwang-Universität der Künste beendete er 1973, ehe er sich als freischaffender Maler, Grafik-Designer und Karikaturist einen Namen machte. Er veröffentlichte bereits zahlreiche Cartoons in vielen überregionalen Illustrierten, Magazinen und Regionalzeitungen und gewann damit zwei Karikaturen-Preise der Stadt Leverkusen. Belobigungen, Würdigungen und Anerkennungspreise der Akademie für Kommunikation in Stuttgart folgten. In Einzel- und Gruppenausstellungen konnte man seine Werke bereits in vielen öffentlichen Einrichtungen, Museen und Galerien bewundern. Zwei seiner Bilder konnte er sogar in einer ständigen Ausstellung im Museum des Humors in Gabrovo, Bulgarien veröffentlichen. Ebenso sind drei von Mandzels Bildern im Haus der Geschichte in Bonn zu sehen. Weiter blickt Mandzel auf über 40 Bild-Kalender-Veröffentlichungen in verschiedenen Verlagen, Autoren- oder Co-Autorenschaften von über 30 Bilder-, Cartoon- und Kinderbüchern zurück. Termin für die Lesung „Das tierische ABC“: Sonntag, 19.10.2014, 16 Uhr. Ort: Foyer/ Kassenhalle des Bochumer Tierparks. Kosten: normaler Tierparkeintritt.

Münchener Tierpark Hellabrunn, 10.10.2014
Eisbär Yoghi geht es besser!
Entspannung in Hellabrunn: Mit Yoghis allgemeinem Gesundheitszustand geht es seit gestern stetig bergauf. Am Wochenende wird der Vater der Eisbärenbabys Nela und Nobby für die Besucher aber noch nicht zu sehen sein, da er sich hinter den Kulissen weiter auskuriert. Nachdem Yoghi gestern Morgen erbrochen hatte und sehr geschwächt wirkte, hat sich der Gesundheitszustand des 14-jährigen Eisbären kontinuierlich verbessert. Zoodirektor Rasem Baban freut sich: „Yoghi geht es schon viel besser und er frisst die eigens für ihn gekochte Schonkost aus Reis, Haferflocken und Leinsamen mit Begeisterung. Das Wochenende wird er aber noch im Stall verbringen, wo ihn unsere Tierärzte weiterhin behandeln und überwachen.“ Weil Yoghi am Donnerstag gesundheitlich angeschlagen war, fiel die Entscheidung beim Tierpark, das für heute geplante Zusammentreffen von Eisbärenmutter Giovanna und den Zwillingen Nela und Nobby mit dem Eisbärenvater Yoghi am sogenannten Schmusegitter zu verschieben. Ein neuer Termin für das erste Beschnuppern der beiden Familienteile steht noch nicht fest, wird aber baldmöglichst bekannt gegeben.

Erlebniszoo Hannover, 10.10.2014
Khaing Hnin Hnin und ihre Familie leben jetzt in Pairi Daiza – Elefanten gut in Belgien angekommen
Elefantenkuh Khaing Hnin Hnin, ihre Töchter Farina, Soraya und Malay sowie Enkelin Amithi sind heute Morgen gut im Zoo Pairi Daiza in Belgien angekommen. Die „Olifanten“, wie sie in Belgien heißen, lernen jetzt erst einmal ihr Warmhaus kennen, bevor sie am Wochenende ihr neues Außengehege erkunden. Zwei Elefantenpfleger aus dem Erlebnis-Zoo Hannover haben die Tiere auf der Reise begleitet und werden auch die nächsten Tage bei ihnen bleiben, bis sie sich eingelebt haben. Nach dem Abschied von der fünfköpfigen Familie besteht die Herde im Dschungelpalast des Erlebnis-Zoos aus neun Tieren, darunter die drei Jungtiere Sitara, Taru und Yumi.

Zoo Leipzig, 10.10.2014
Gondwanaland als UN-Dekade-Projekt ausgezeichnet – Zoo Leipzig setzt sich beispielhaft für die biologische Vielfalt ein
Im Rahmen der heutigen Konferenz zur UN-Dekade Biologische Vielfalt hat der Zoo Leipzig für seine Tropenerlebniswelt Gondwanaland die Auszeichnung „UNDekade-Projekt“ erhalten. Gondwanaland darf den Titel „Ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ für zwei Jahre tragen und kann sich nach Ablauf der Zeit auf eine Verlängerung bewerben. Die Ehrung wird seit Juni 2012 an Projekte verliehen, die sich beispielhaft für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen. Mit mehr als 24.000 Pflanzen und rund 300 exotischen Tieren beheimatet Gondwanaland eine in Europa einzigartige tropische Vielfalt und bietet seinen Besuchern völlig neue Einblicke in das Ökosystem vieler bedrohter Arten. Dabei stellt der Zoo Leipzig an die Tropenhalle höchste Ansprüche hinsichtlich Artenschutz und Nachhaltigkeit und setzt sich stellvertretend mit Gondwanaland für den Schutz des Sabah-Nashorns auf Borneo ein. Die vielfältigen Bildungsmaßnahmen in Gondwanaland haben die Juroren der Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt sehr beeindruckt und dazu veranlasst, die Tropenhalle mit dem Qualitätssiegel „UN-Dekade-Projekt“ zu ehren. Auf der UNDekade-Veranstaltung im Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung erhielt Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold am Mittag von UN-Dekade-Botschafterin Shary Reeves eine Urkunde, ein Auszeichnungsschild und den Vielfalt-Baum, der symbolisch für die bunte Vielfalt und einzigartige Schönheit der Natur steht. „Unsere Aufgabe als Zoo besteht darin, auf bedrohte Arten aufmerksam zu machen und sie nach Möglichkeit vor dem Aussterben zu bewahren. In Gondwanaland zeigen wir unseren Besuchern ein Idealbild des tropischen Regenwaldes, wie es ihn im natürlichen Lebensraum mitunter nur noch selten gibt“, erläutert Junhold und bedankt sich für die Ehrung bei der Jury und den UN-Dekade-Botschaftern. Junhold hofft, dass die Auszeichnung für Aufmerksamkeit sorgt und ich möglichst viele Menschen von den Aktivitäten des Zoos begeistern lassen – und vielleicht sogar selbst im Naturschutz aktiv werden. Die Auszeichnung zum UN-Dekade-Projekt findet im Rahmen der Aktivitäten zur UNDekade Biologische Vielfalt statt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen wurde. Ziel der internationalen Dekade ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Neben der Tropenerlebniswelt Gondwanaland wurde auch das Projekt „Annalinde – urbane Landwirtschaft“ ausgezeichnet. Beide Projekte werden ab sofort auf der deutschen UN-Dekade-Webseite (www.un-dekade-biologische-vielfalt.de) vorgestellt. (siehe auch hier)

Münchener Tierpark Hellbrunn, 09.10.2014
Eisbär Yoghi ist gesundheitlich angeschlagen – Treffen mit Giovanna und Eisbärenbabys muss verschoben werden
Das für Freitag, den 10. Oktober geplante Zusammentreffen von Eisbärenmutter Giovanna und den Zwillingen Nela und Nobby mit dem Eisbärenvater Yoghi (14 Jahre) am sogenannten Schmusegitter in der Hellabrunner Eisbären-Anlage kann nicht stattfinden. „Unser Eisbär Yoghi, der am Dienstag aus der Wilhelma in Stuttgart nach Hellabrunn zurückkam, hat heute Morgen unerwartet erbrochen und ist seitdem in tierärztlicher Behandlung. Die Ursache für seinen schlechten Gesundheitszustand ist momentan noch nicht bekannt. Bis auf weiteres wird Yoghi für die Besucher nicht zu sehen sein.“, erläutert Zoodirektor Rasem Baban den Sachverhalt. Weitere Informationen oder Stellungnahmen können frühestens morgen, am Freitag, den 10. Oktober, gegeben werden.

Zoo Wuppertal, 09.10.2014
NRW-Minister lobt die Arbeit der Zooförderer
Zum Abschluss der 15. Tagung der Europäischen Zooförderer in Wuppertal hat der NRW- Minister für Arbeit, Integration und Soziales, Guntram Schneider im Rittersaal auf Schloss Burg die wichtige Arbeit der Fördervereine für ihre Zoos gewürdigt. Er betonte die wichtige Funktion der Zoos als kulturelle Einrichtungen und sagte für die Landesregierung die Unterstützung, auch gegen ungerechtfertigte Angriffe von sogenannten Tierrechtlern zu. Nordrhein-Westfalen hat mit seinen 11 wissenschaftlich geführten Zoos die weltweit höchste Dichte an zoologischen Einrichtungen. Die etwa 100 Delegierten, Gäste und Referenten von mehr als 30 Fördervereinen aus sechs europäischen Ländern bewältigten ein umfangreiches Vortragsprogramm zum Thema Kooperation. Der Zoo-Verein Wuppertal e.V. hatte als Gastgeber auch ein interessantes Rahmenprogramm organisiert, so nahmen die Gäste u.a. am Benefizkonzert des Sinfonie-Orchesters in der Historischen Stadthalle teil, dass für den Zoo-Verein einen Erlös von 14.900 € erbrachte. Direktor Arne Lawrenz nutzte mit Vortrag und Führung die Möglichkeit, den Delegierten das neue Konzept „Der grüne Zoo 2020“ ausführlich vorzustellen.

Zoo Frankfurt, 09.10.2014
Nachwuchs bei den Okapis
Am 21. September 2014 wurde ein kleines Okapi-Mädchen geboren. Noch ist der wertvolle Nachwuchs nicht zu sehen. Allerdings kann man über einen Bildschirm im Giraffenhaus einen Blick auf das Jungtier erhaschen, wenn es seine Deckung verlässt, um bei Mutter ETANA zu trinken. Okapi-Babys sind Ablieger, das heißt, sie halten sich in den ersten Monaten ihres Lebens die meiste Zeit des Tages in einem Versteck auf. Hier im Zoo Frankfurt ist dies der geschützte Okapi-Stall. „Ein Strohbett, angewärmt von einer Fußbodenheizung und geschützt durch einen Blättervorhang, dient dem zweieinhalb Wochen alten Jungtier als Nest“, erläutert Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Das Okapi-Mädchen ist deshalb für die Zoobesucherinnen und Zoobesucher nur über einen Bildschirm im Giraffenhaus zu sehen. Die elfjährige ETANA kümmert sich gut um LINDI (Fluss im Kongo). Die Geburt verlief problemfrei und schnell, sie konnte von den Pflegern über einen Bildschirm beobachtet werden. „LINDI wirkt agil und ist schon ein bisschen proper. Kurz nach ihrer Geburt wog sie 22 kg“, weiß Niekisch. Okapis werden bis zu einem Jahr lang gesäugt. In einem Alter von etwa sechs Wochen fangen sie an, sich zusätzlich von Frischlaub zu ernähren. Vater AHADI ist zurzeit von der kleinen Familie getrennt. Er hat schon zwei gemeinsame Kinder mit ETANA, die im Zoo Dvur Kralove (Tschechien) zur Welt kamen. In Frankfurt ist LINDI das 21. Jungtier. Okapis werden seit 1954 im Zoo Frankfurt gehalten, der damalige Direktor Prof. Bernhard Grzimek brachte die erste „Waldgiraffe“ nach Frankfurt. Jede Okapi-Geburt ist von herausragender Bedeutung für das Überleben der relativ kleinen Zoopopulation. Das Internationale Zuchtbuch sowie das Europäischen Erhaltungszucht-Programms EEP werden vom Zoo Antwerpen aus gemanagt.

Tierpark Haag, 09.10.2014
BABYS BEI ZEBRA UND NILGAUANTILOPEN
Der Tierpark Stadt Haag kann erfreulicherweise wieder Tiergeburten melden. Ende September 2014 brachte die Chapman-Zebrastute ZEA einen strammen Hengst zur Welt, der sich im Vergleich früherer Zebrageburten mit einer überaus ansehnlichen Größe zeigte und die Tierpfleger zum Staunen brachten, dass solch ein großes Fohlen im Bauch der Mutter Platz gefunden hatte. Lohnend ist die Beobachtung des Hengst-Fohlens und der ganzen Zebrafamilie aber allemal. Sehr eindrucksvoll für den Besucher ist der Standort der Tiere auf dem Zebrahübel. Derzeit hält sich der junge Hengst sehr gerne in der unmittelbaren Nähe seines Vaters „Hatari“ auf. Er sucht die Nähe und den Schutz des Vaters. Im Vergleich zum Zebra-Hengstfohlen, wo die Tierpfleger eher die aufmerksame Beobachterrolle inne haben, sind sie bei den Nilgauantilopen stark gefordert. Vor über 6 Wochen kamen 2 Nilgauantilopen-Mädchen zur Welt. Dramatisch wurde es vor 3 Wochen, als die Antilopenmutter einem Herzinfarkt erlag, wie die Obduktion erbrachte. Nunmehr waren die Tiefpfleger wieder einmal besonders gefordert und dürfen seither die Mutterrolle bei den jungen Kälbern übernehmen.

Wilhelma Stuttgart, 09.10.2014
Umzug und Nachwuchs: Jungtier bei den Faultieren in der Wilhelma
Bei den Faultieren in der Wilhelma, den Experten der Langsamkeit, ist viel in Bewegung geraten. Im August sind sie aus dem Kleinsäuger- und Vogelhaus, das bald neu gebaut wird, ausgezogen und teilen sich ein Gehege mit ihren südamerikanischen Genossen, den Goldagutis und einem Weißgesichtseidenaffen. In ihrem neuen Domizil, dem so genannten Jungtieraufzuchthaus, stellt zudem seit kurzem Nachwuchs ihre Welt auf den Kopf. Erst zog der letztjährige Sprößling des Faultier-Paares Marlies und Mike von der Wilhelma in die weite Welt. Er ist jetzt im Loro Parque auf Teneriffa zu Hause. Gleich darauf galt die Aufmerksamkeit sofort dem nächsten Neuankömmling. Denn die vermeintlichen Faulpelze sind sehr produktiv als Zuchtpaar und haben der Wilhelma nun schon das zehnte Jungtier geschenkt. Mike lebt seit 1994 in dem Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart, Marlies ist 2001 zugezogen. Ob der Familienzuwachs ein Weibchen oder Männchen ist, weiß bisher so recht keiner. Das Geschlecht ist bei den Zotteltieren schwer festzustellen. Noch trägt der Winzling den Kopf oben, wenn er auf dem Bauch der Mutter liegt. Die ungewöhnliche Perspektive der Faultiere, die ihr Leben fast komplett kopfüber von Ästen hängend verbringen, lernt das Kleine erst später kennen. Die Zweifingerfaultiere leben im tropischen Regenwald des Flach- und Berglands Südamerikas. Die Bäume verlassen sie nur einmal pro Woche, um ihr Geschäft zu verrichten. Das reicht aus, weil ihre Verdauung extrem langsam verläuft. Damit verwerten die Verwandten des Ameisenbärs ihre nährstoffarme Rohkost aus Blättern und Blüten gründlich. Ihr Energiesparmodus hat ihnen den Ruf der größtmöglichen Gemütlichkeit eingetragen. Oft hängen sie regungslos vom Ast. Wer sich nicht rührt, wird ohnehin seltener von Fressfeinden entdeckt. Damit während dieser Hängepartie der Regen besser abläuft, hat sogar ihr Fell den Scheitel auf dem Bauch. Teilweise wachsen den Tieren Algen im Fell, die es grünlich färben und die Tarnung perfektionieren. Wenn sich Faultiere fortbewegen, legen sie in den Bäumen bis zu 40 Meter am Tag zurück – auf der Flucht sind sie aber auch deutlich schneller. Der Umzug der Faultiere ist Vorbote einer größeren baulichen Veränderung: Das Kleinsäuger- und Vogelhaus muss für den Neubau nach den Herbstferien geschlossen werden. Die dort bisher gezeigten Tiere kommen zum Teil an anderen Orten in der Wilhelma unter, einige Arten werden an andere Zoos abgegeben. Die Fertigstellung des neuen Kleinsäuger- und Vogelhauses, das dann auch fleischfressende Pflanzen beherbergen soll, ist für das Frühjahr 2016 vorgesehen.

Übrigens: Eigentlich gibt es die aktuelle Ausgabe des TIERGARTEN schon länger, ich habe nur vergessen, darauf in der vergangenen Zoopresseschau hinzuweisen.
Unter anderem wird der Zoo in Budapest (Teil 1), der Loro Parque und die Zitadelle von Besancon (hauptsächlich Elefantenhaltung) vorgestellt, außerdem findet man einen Überblick über die Familien der Hirschferkel und der Hokkohühner (wird fortgesetzt) und eine Anmerkung zu Marius und dem Tierschutz/Tierrecht.
Einige der Artikel kann man hier nachlesen (auch die vergangener Ausgaben)

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