Katzen in Kunst und Kultur

Die weiße Katze (Franz Marc)

Die weiße Katze (Franz Marc)

Katzen in der bildenden Kunst
Katzen wurden schon früh als Motiv in der Kunst verwendet. Besonders im Alten Ägypten hat die Katze in der Darstellung eine entscheidende Rolle gespielt. So finden sich in ägyptischen Denkmälern und Grabkammern viele Abbildungen und Statuen von Katzen. Zudem sind sie auf griechischen Münzen des 5. Jahrhunderts v. Chr. abgebildet. Später bildeten sie Motive römischer Mosaike und Gemälde und waren auf Münzen, Schilden sowie auf Töpferwaren abgebildet. Das Book of Kells aus dem 8. Jahrhundert zeigt ebenfalls Miniaturen von Katzen. In der Renaissance wurde die Katze in der europäischen Kunst wiederentdeckt. Leonardo da Vinci schuf das erste Katzenbild. Albrecht Dürer zeichnete eine Katze, Adam und Eva zu Füßen liegend, in seiner Grafik vom Sündenfall. Jan Brueghel der Ältere malte das Katzenkonzert. Auch etliche Werke des italienischen Malers Tintoretto zeigen Katzen.
Der französische Impressionist Manet, der die Frau mit der Katze auf dem Schoß malte, war ein ausgesprochener Katzenfreund. Renoirs romantische Beziehung zur Katze zeigt sich in den Bildern Frau mit Katze und Junges Mädchen mit Katze. Auch in einigen Werken des Künstlers Toulouse-Lautrec sind Katzen zu sehen.
Im 19. Jahrhundert wurden besonders der Schweizer Gottfried Mind (genannt „Katzen-Raffael“) und der Sachse Fedor Flinzer für ihre Katzenbilder bekannt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts blieb die Katze ein beliebtes Motiv. Franz Marc, dessen Vorliebe den Tieren galt, malte Die weiße Katze. In den Werken der Maler Raoul Dufy, Paul Klee, Max Beckmann und Balthus lassen sich auch Katzendarstellungen finden. Seit Ende des 20. Jahrhunderts sind stilisierte Katzenbilder von Rosina Wachtmeister und auf ihrer Grundlage hergestellte Porzellanfiguren beliebte Sammelobjekte.

The goddess Freyja, riding in her cat-pulled wagon (Ludwig Pietsch)

The goddess Freyja, riding in her cat-pulled wagon (Ludwig Pietsch)

Katzen in der Mythologie
Seit ungefähr 3050 v. Chr. wird Bastet in Ägypten verehrt. Sie gilt als die Gemahlin des Sonnengottes Re, Mutter des Löwengottes Mahes und in gesonderten Überlieferungen auch als Mutter von Nefertem und Anubis. Man bezeichnet sie als Göttin der Liebe, der Zeugungskraft, der Stärke und des Guten. Als Mondkatze bewachte sie unter anderem bei Nacht die Sonne und bekämpfte die Schlange der Finsternis, die Todfeindin der Sonne. Am Anfang wurde sie oft mit einem Löwenkopf dargestellt und mit der Göttin Sachmet gleichgestellt. Sachmet ist blutrünstig und stellt die zerstörerische Kraft der Sonne dar, während man Bastet als die wohltuende Kraft der Sonne ansieht. Doch erst im Mittleren Reich Ägyptens wurde die Katze zum heiligen Tier der Bastet erklärt, und später wurde sie nicht mehr mit einem Löwenkopf, sondern mit einem Katzenkopf dargestellt. Sie bekam zudem weichere und freundlichere Gesichtszüge. Ihr zu Ehren führten Frauen Musik und Tanz auf und fanden Schiffsprozessionen und orgiastische Zeremonien statt.
Bastet wird als Frau mit Tierkopf oder aber als ganzes Tier dargestellt. Bei der katzenköpfigen Darstellung hält sie meistens das Sistrum (ein kultisches Instrument, das die Finsternis vertreiben soll und eine Verbindung mit den Göttern Isis und Hathor bezeugt), eine Schachtel, Ketten, ein junges Kätzchen als Zeichen der Muttergöttin oder einen Papyrusstab als Zepter. Die Papyruspflanze ist das Symbol für „Gedeihen“ und die Wappenpflanze Unterägyptens, wo Bubastis lag. In Bubastis, der Hauptkultstadt Bastets, befand sich auch ein riesiger Katzenfriedhof.
Die ägyptische Katzenverehrung war so stark, dass für sie innerhalb des Islam eine Berechtigung hergeleitet werden musste. Im Koran ist daher in Erinnerung an den alten Volksglauben eine Geschichte von Mohammeds Lieblingskatze enthalten. In islamischen Wundererzählungen ist häufig von Katzen die Rede. Es gab Sufi-Orden, die in ihren Klöstern Katzen als Wächter hielten. Der im Koran mehrfach erwähnte Begriff sakīna steht für einen Seelenzustand, in welchem der Gläubige die göttliche Gegenwart erfährt. Sakina konnte nach dem Volksglauben als Katze oder als Mischwesen mit einem Katzenkopf sichtbar werden. Die frühislamischen Kämpfer sollen in der Schlacht eine Lade (Tragsessel, auch tābūt) mitgeführt haben, die, falls aus ihr Katzengeschrei hervordrang, auf magische Weise zum Sieg verhalf. Die Katze gilt im Islam als reines Tier, im marokkanischen Volksislam ist sie darüber hinaus noch mit etwa Baraka (Segenskraft) behaftet. Wovon die Katze zuvor gefressen hat, das soll auch für den Menschen bekömmlich sein, weshalb an manchen Schreinen Katzen gefüttert werden.
In der Mythologie des persischen Zoroastrismus war die Katze (mittelpersisch gurbag) ein Werk des Teufels. Ein zoroastrischer Priester des 9. Jahrhunderts n. Chr. erklärte, die Katze sei aus der Verbindung von Dschamschids Schwester Dschamak mit einem Dämonen hervorgegangen.
In anderen Kulturen spielt die Katze in der Mythologie ebenfalls eine wichtige Rolle. So wird beispielsweise Shosti, die Hindu-Göttin der Geburt, auf einer Katze reitend dargestellt. Freya, die nordische Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit, fährt in einem von zwei Katzen gezogenen Wagen. Als Symbol für den Mond verkörpert die Katze sein Geheimnis.
Im Volksglauben in Osttimor gelten Katzen als heilig. Wenn man eine Katze tötet, soll man selbst und seine Nachkommen bis in die siebente Generation verflucht sein. Bei Beerdigungen werden Katzen vom Leichnam ferngehalten, weil nach dem Aberglauben der Tote, beherrscht von bösen Geistern, wieder zum Leben erwacht, wenn eine Katze über ihn springt.
Katzen werden teilweise auch im japanischen Shintō als Nekogami verehrt. Darüber hinaus gelten Maneki-neko-Figuren („Winkekatzen“) als Glücksbringer, Bakeneko und Nekomata sind katzenförmige Dämonen.

Erzählungen über Katzen
Eine Sage aus dem morgenländischen Märchenschatz erzählt von einer Mäuse- und Rattenplage während der großen Sintflut. Es drohte eine Hungersnot, da die Vorräte schon arg angenagt waren. Aus Verzweiflung suchte Noah Rat beim Löwen, der mit seiner Löwin gerade seinen Mittagsschlaf halten wollte. Der König der Tiere hörte Noah an, blinzelte seiner Löwin zu, sagte aber nichts. Noah wandte sich enttäuscht ab, strich zuvor der Löwin gedankenverloren über den Kopf. In diesem Moment nieste die Löwin einmal kräftig. Aus ihrer Nase entsprangen zwei mähnenlose Minilöwen – das erste Katzenpaar. Rasch hatten die beiden Minilöwen die Plage im Griff. Mensch und Tier waren begeistert – mit Ausnahme der Mäuse und Ratten.
Im weltweit bekannten Märchen vom gestiefelten Kater, das die Brüder Grimm in ihre Sammlung aufnahmen und Ludwig Tieck als Komödie für das Theater bearbeitete, aber auch in anderen Märchen spielt die Katze eine Hauptrolle, etwa Der arme Müllerbursch und das Kätzchen.
Nach einer ungarischen Sage soll Eva aus dem Schwanz einer Katze entstanden sein. Als Gott Adams Rippe herausnahm, um daraus die Frau zu formen, soll diese von der Katze geschnappt worden sein. Sie rannte davon, aber Gott erwischte ihren Schwanz und formte Eva daraus. In Rumänien wiederum erzählt man sich, dass die Katze aus der Frau entstanden sei. Deren Name war Kata, und deshalb wurde das neu entstandene Lebewesen so benannt.
Auch von Muezza, der Katze des islamischen Propheten Mohammed, werden einige Legenden überliefert. Um das in seinem Arm schlafende Tier nicht zu wecken, soll dieser ohne Zögern den Ärmel seines Gewandes abgeschnitten haben, als er zum Gebet gerufen wurde. Ebenso heißt es, dass alle Katzen mit vier Pfoten auf den Boden fallen, weil Mohammed den Rücken seiner Lieblingskatze nach der Rückkehr von diesem Gebet dreimal streichelte und ihr diese Gabe verlieh, oder nach einer anderen Version, weil er sie immer zärtlich streichelte. Nach den Legenden hat eine Katze sogar ihre Jungen in dem weiten Ärmel seines Gewandes geboren. Im islamischen Volksglauben gilt die Katze als einziges Tier, das so rein ist, dass Wasser, aus dem sie getrunken hat, noch zur Waschung vor dem Gebet geeignet ist.
Der islamische Gelehrte Ibn Babshad saß mit Freunden auf dem Dach einer Moschee in Kairo beim Essen, als eine Katze vorbeikam. Sie gaben ihr ein paar Bissen, und sie trug sie weg, um kurz später wiederzukommen und erneut ein paar Brocken davonzutragen. Neugierig folgte er der Katze und sah, dass sie mit den Brocken eine andere, blinde Katze fütterte. Allahs Fürsorge für die blinde Katze rührte ihn so sehr, dass er all seinen Besitz aufgab und bis zu seinem Tod im Jahr 1067 in Armut und Gottvertrauen lebte.
Eine chinesische Legende handelt davon, dass der Jadekaiser alle Tiere zu sich rief, um mit ihnen die Sternzeichen zu besprechen. Die Tiere sollten alle an einem bestimmten Datum an einem bestimmten Ort erscheinen. Es war die Aufgabe der Ratte, der Katze zu sagen, wann dieses Treffen stattfinden sollte. Da die Ratte aber hinterlistig war, sagte sie der Katze ein falsches Datum. Die Katze erschien einen Tag zu spät und wurde somit nicht in die Tierkreiszeichen aufgenommen (in den chinesischen Tierkreiszeichen ist zwar der Tiger vertreten, er ist bei den Asiaten jedoch nicht mit der gewöhnlichen Hauskatze vergleichbar). Der Verrat der Ratte soll der Grund sein, warum alle Katzen gerne Ratten und Mäuse jagen.
Im Zen-Buddhismus handelt eine Geschichte von einem Meister, der jeden Abend von der Klosterkatze bei der Meditation gestört wurde. Damit sie nicht länger herumstreunen konnte, ließ er sie nun immer während der Abendmeditation anbinden. Noch lange nach dem Tode des Zen-Meisters wurde die Katze stets während der Abendmeditation angebunden. Und als die Katze schließlich starb, wurde eine andere besorgt, um sie ordnungsgemäß während der Abendmeditation anzubinden. Jahrhunderte später schrieben die Schüler des Zen-Meisters Abhandlungen über das Anbinden der Katze während der Abendmeditation.
In Europa ist die Legende von der Teufelsbrücke weit verbreitet. Es ergab sich die Notwendigkeit, dass die Bewohner die Hilfe des Teufels beim Bau einer Brücke in Anspruch nehmen mussten. Als Preis für seine Leistung fordert dieser die Seele des ersten Lebewesens, das die Brücke überquert. Am Tag der Eröffnung überlistet der Priester den Teufel, indem er eine schwarze Katze dazu bringt, die Brücke zu überqueren.
Der Grieche Äsop erzählt in einer seiner Fabeln von einer Katze, die sich in einen Jüngling verliebt hatte. Da ihr Begehren so stark war, erhörte die Göttin Venus ihr Gebet und verwandelte sie in eine verführerische junge Frau. Trotz ihres menschlichen Körpers jedoch jagte sie jeder Maus nach, die sie erblickte, worauf die erzürnte Göttin sie wieder in eine Katze zurückverwandelte.
In dem finnischen Nationalepos Kalevala dringt die Hexe Louhi in Häuser ein und zaubert alle Bewohner auf einen von einer riesengroßen Katze gezogenen Schlitten, der die Gefangenen an die Grenze von Pohjola, des Reiches der Nacht und der bösen Geister bringt.
Nach einer alten polnischen Legende klagte eine Katze darüber, dass ihr grausamer Herr ihre Jungen in den Fluss geworfen habe. Vor Rührung und aus Mitgefühl neigten die Weiden am Fluss ihre Äste ins Wasser, damit sich die Kätzchen daran festhalten und herausklettern konnten. Seitdem haben die Blüten der Weide ein weiches Fell und werden „Kätzchen“ genannt.

Katzen in der Literatur

Grinsekatze (John Tenniel)

Grinsekatze (John Tenniel)

Auch in der Literatur ist die Katze immer wieder präsent. Der babylonische Talmud lobt die Katze und propagiert ihre Zucht, „um das Haus rein zu halten“. Des tragischen Dahinscheidens von Selima, der Lieblingskatze Horace Walpoles, wird in Thomas Grays Gedicht Ode on the Death of a Favourite Cat Drowned in a Tub of Goldfishes gedacht.
In der Renaissance bekundeten die italienischen Dichter Dante Alighieri, Francesco Petrarca und Torquato Tasso in einigen ihrer Werke offen ihre Sympathie für die Katzen. Auch Johann Wolfgang von Goethe lässt den Katzen einen Platz in seinen Werken. So wird Kater Hinze in Reineke Fuchs von demselben hereingelegt.
Der (letzte) Roman Lebensansichten des Katers Murr von E. T. A. Hoffmann hat eine komplexe, mehrperspektivische Handlung und ist teilweise aus der Perspektive des Katers erzählt. Er ist unter anderem auch eine parodistische Darstellung des Universitätslebens; so wird ein „Katzenbund“ geschildert, der an Studentenbünde angelehnt ist. Die Märchen-Novelle Spiegel, das Kätzchen von Gottfried Keller dreht sich um einen Kater, den der Hunger zwingt, seinen „Schmer“ (sein Fett) einem Hexenmeister zu verkaufen. Der Dichter und Katzenfreund Keller beschreibt darin, stark verschlüsselt, das Verhältnis zu seinem Verleger Eduard Vieweg.
Die Cheshire Cat aus dem Roman Alice im Wunderland von Lewis Carroll kann grinsen und vermag sich vom Schweif her unsichtbar zu machen, so dass sie am Ende ganz verschwunden ist, bis auf ihr Grinsen. Zu nennen wären auch die von Rudyard Kipling geschaffene Cat That Walked by Himself in einer seiner Just So Stories und die unheimliche Titelfigur der Erzählung Der schwarze Kater von Edgar Allan Poe, mit deren Hilfe ein Mörder überführt werden kann. Die von T. S. Eliots Katze Jellylorum inspirierte Sammlung von Katzenversen Old Possum’s Book of Practical Cats wurde in der Vertonung Andrew Lloyd Webbers als Musical Cats ein Welterfolg.
Wahrhaftig verehrt und gepriesen wird die Katze in Baudelaires Le chat (Die Katze), Guy de Maupassants Sur les chats (Über die Katzen) und in den Katzengeschichten der französischen Schriftstellerin Colette, die stets viele Katzen hielt.
Unter Katzen von Rémy erzählt die „Geschichte eines Mannes, der die Katzen liebte“, mit Illustrationen von bekannten Comic-Künstlern.
In den Romanen Felidae, Francis, Cave Canem, Das Duell, Salve Roma! Schanttat und Felipolis des deutschsprachigen Autors Akif Pirinçci spielen Katzen die Hauptrolle und ein Kater löst als Detektiv spannende Fälle. In diesen Büchern heißen die Katzenhalter „Dosenöffner“. In Zusammenarbeit mit dem Psychologen Rolf Degen schrieb er Das große Felidae Katzenbuch, das die Gefühle, Gedanken und Vorlieben von Katzen schildert und von „Francis“ kommentiert wird. Die wohl bekannteste Katzendetektivin ist Mrs. Murphy von Rita Mae Brown und ihrer kätzischen Co-Autorin Sneaky Pie.
In dem Buch Ich der Kater des japanischen Autors Natsume Sōseki betrachtet ein namenloser Kater kritisch das Japan nach den vielen westlichen Einflüssen seit der Meiji-Restauration.
Wolfgang Hohlbeins Roman Katzenwinter stellt Katzen als halbintelligente, wenn nicht intelligente Wesen dar, die den Protagonisten im Kampf gegen eine dunkle Macht unterstützen. Die weibliche Hauptfigur ist ein Hybrid aus Katze und Mensch und tritt mal in der einen, mal in der anderen Gestalt auf.
Mit H. P. Lovecrafts Kurzerzählung Die Katzen von Ulthar erfand der Autor einen Mythos über eine bestimmte Katzengattung. Diese Geschichte und seine Traumsuche nach dem unbekannten Kadath schreiben den Katzen die Fähigkeit zu, unsichtbare Pfade zwischen den Welten zu beschreiten und dabei zwischen realer Welt und Traumreichen hin und her zu wandern. Im durch andere Autoren erweiterten Kosmos des Cthulhu-Mythos, den Lovecraft ersonnen hat, gehört die ägyptische Katzengöttin Bastet zu den sogenannten Älteren Göttern.
In der Heftromanserie Perry Rhodan hat mit der Kartanin Dao Lin H’ay, einer intelligenten Lebensform aus der Galaxis Hangay, eine katzenartige Außerirdische über mehrere Zyklen eine wichtige Nebenrolle.
Die polnische Literaturnobelpreisträgerin Wisława Szymborska beschreibt in einen ihrer bekanntesten Gedichte Katze in der leeren Wohnung eine Hauskatze, die in einer verlassenen Wohnung auf ihren verstorbenen Besitzer wartet.

Comics und Zeichentrickfilme mit Katzen
In vielen zeitgenössischen Zeichentrickfilmen sind Katzen die Hauptfiguren. Beispielsweise im Katzenkrimi Felidae (1993), Walt Disneys Familienfilm Aristocats (1970) und in Das Königreich der Katzen (2002) von Studio Ghibli. Aber es gibt auch keineswegs jugendfreie Figuren, wie Fritz the Cat (1972) von Robert Crumb, im gleichnamigen Zeichentrickfilm.
In der Disney-Zeichentrickserie Chip und Chap – Die Ritter des Rechts ist der verbrecherische Kater Al Katzone (Anspielung auf Al Capone) einer der Hauptgegenspieler der aus Nagetieren bestehenden Rettungstruppe. Auch mit Kater Karlo, dem ewigen Gegenspieler von Micky Maus und Goofy, spielt eine Katze in einer Disney-Verfilmung eine eher negative Rolle.
Pat Sullivan schuf 1917 die Comic-Figur Felix the Cat, in der eine schwarze Katze als sympathischer Komiker dargestellt wird. Die Zeichentrickserie Tom und Jerry schildert den ewigen Kampf des Hauskaters Tom mit der gewitzten Maus Jerry, in der Zeichentrickserie Sylvester und Tweety spielt sich ähnliches zwischen Hauskater Sylvester und Kanarienvogel Tweety ab. Der gleiche Sylvester ist auch der Antagonist zu Speedy Gonzales, der schnellsten Maus von Mexiko.
Die Titelfigur des Comics Garfield, ein dicker, fauler, roter Kater, diente als Vorlage für eine Trickfilmserie und zwei Realverfilmungen, bei denen der Kater 3D-computeranimiert ist.
In der Zeichentrickserie Die Simpsons existiert eine eigene Kinderserie namens Itchy & Scratchy, in der die Maus Itchy den Kater Scratchy jeweils auf brutalste Weise umbringt. Dies stellt eine Parodie auf Tom & Jerry dar. Eine Folge der Serie dauert ca. 30 Sekunden. Außerdem haben die Simpsons eine Hauskatze namens Snowball II.
In japanischen Manga und Anime kommen zumeist in Fantasy- und Science-Fiction-Geschichten Menschen mit Katzenmerkmalen, wie Katzenohren (Nekomimi), Katzenschwanz, Pfoten und/oder Schnurrhaaren vor. Vor allem die weibliche Form der Catgirls ist sehr beliebt. Bekannte Charaktere sind Merle aus The Vision of Escaflowne, Nuku Nuku aus Bannō Bunka Nekomusume oder Elis aus Asobi ni Iku yo!. Es gibt auch erotische Zeichnungen, die mal süße, mal wilde Figuren zeigen.
Die Manga What’s Michael von Makoto Kobayashi und Chi’s Sweet Home von Konami Kanata erzählen lustige Geschichten rund um die charakterlichen Besonderheiten und Eigenarten von Katzen. Auch in der beliebten Manga- und Animeserie Ranma ½ spielen Katzen eine wichtige Rolle. Die Hauptfigur Ranma hat panische Angst vor Katzen; die Figur Shampoo verwandelt sich beim Kontakt mit kaltem Wasser in eine Katze und mit heißem Wasser zurück in ein Mädchen. Bei Sailor Moon sind die Katzen Luna und Artemis wichtige Berater der „Sailor-Kriegerinnen“.
Das Märchenmotiv des gestiefelten Katers wird in den Animationsfilmen Shrek 2 und 3 aufgegriffen.

Im Beutelwolf-Blog gab es bereits einen Beitrag zum Thema Katzencomics, u. a. mit Felix, Simon’s Cat und Life of Lauri.
Und Simon’s Cat findet man an vielen anderen Stellen im Blog…

Katzen im Film
Nicht nur in Zeichentrickfilmen spielen Katzen eine Rolle. Und Garfield ist nicht der einzige animierte Kater.
In der Komödie Cats & Dogs – Wie Hund und Katz versuchen Katzen, die Weltherrschaft an sich zu reißen.
Die Katze mit Hut (nach dem gleichnamigen Kinderbuch des Autoren-Ehepaars Simon und Desi Ruge) ist ein Klassiker der Augsburger Puppenkiste.
Die Katze aus dem Weltraum ist ein außerirdischer Kater mit entsprechenden Fähigkeiten in einer Science-Fiction-Parodie von 1978.
Akira Kurosawa zeigte in seinem letzten Film Madadayo (1993) den Sensei und Literaten Hyakken Uchida wegen einer entlaufenen Katze zutiefst niedergeschlagen und dem Selbstmord nahe; als endlich eine neue eintrifft, freut sich der Zuschauer mit ihm. Unvergessen auch die dramaturgisch ähnliche Katze in Frühstück bei Tiffany.

Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es gibt sicherlich noch genügend andere hier nicht erwähnte Bücher, Filme und Legenden mit und über Katzen.

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