Zoopresseschau

Zooschule Heidelberg 19.11.2014
Tiere erleben auch im Winter – in der Zooschule Heidelberg verbringen Kinder auch in den Weihnachtsferien „Aktive Wintertage“
An drei Terminen im Dezember und Januar finden wieder die Aktiven Wintertage der Zooschule Heidelberg statt: Bei dem beliebten Programm kann man Überwinterungsstrategien kennenlernen, im Schnee auf Spurensuche gehen und erfahren, was im Zoo alles unternommen wird, damit sich auch Exoten während der kalten Jahreszeit tierisch wohl fühlen. Wie schützt sich das Kamel bei eisigen Temperaturen, wie der Braunbär? Was bewirkt das knappe Nahrungsangebot bei Pelzträger, Piepmatz & Co? Direkt vor den Gehegen wird das Verhalten von Tieren im Winter gemeinsam mit den Zoorangern spielerisch erarbeitet. Dabei geht es um verschiedene Strategien, die sich in der Tierwelt bei Minusgraden bewährt haben, wie etwa Winterstarre, Winterschlaf oder die Wanderung in wärmere Gefilde. Beim Rollenspiel als Eichhörnchen und beim Fährtenlesen im Schnee ist dann detektivisches Gespür gefragt. Und die selbstgemachten Meisenknödel haben einen besonders nachhaltigen Effekt: Wenn man später zuhause beobachten kann, wie gut sie unseren einheimischen Vögeln schmecken, kann man sich immer wieder auf’s neue freuen! So machen die tierischen Aktionen nicht nur jede Menge Spaß, sondern auch Sinn – denn die Kinder leisten ihren eigenen kleinen Beitrag zu Natur- und Artenschutz. Folgende Termine stehen diesen Winter zur Auswahl: Mo 29./Di 30.12.2014 Fr 02./Sa 03.01.2015 Sa 17./So 18.01.2015 – An zwei aufeinanderfolgenden Tagen sind die Mädchen und Jungen jeweils von 9:30 bis 16:30 Uhr im Zoo unterwegs. Das Programm findet sowohl an der frischen Luft als auch in den beheizten Tierhäusern statt. Eine ausgiebige Mittagspause mit einer leckeren warmen Mahlzeit und heißem Tee gehört natürlich dazu! Das abwechslungsreiche Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche ab acht Jahren. Tickets für die Aktiven Wintertage gibt es im Vorverkauf an der Zookasse. Die Kosten für das zweitägige Programm betragen € 70,-. Eintritt und Verpflegung sind bereits in der Gebühr enthalten (15% Geschwisterrabatt).

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 19.11.2014
Seltene Waldantilopen – Endlich wieder Nachwuchs bei edlen Bongos
Die Bongos in der Wilhelma, eindrucksvolle Waldantilopen aus Afrika, haben erstmals seit sechs Jahren wieder Nachwuchs bekommen. Der Zuchterfolg ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt dieser höchst seltenen Art, die nur noch im Osten Kenias vorkommt. Für die jungen Eltern ist „Kaamu“ der Erstgeborene. Mutter Wilma wurde 2008 in Stuttgart geboren, Vater Tambo kam 2012 aus dem Duisburger Zoo an den Neckar. Zuvor hatten drei Jahre lang nur Weibchen in der Wilhelma gelebt. Kaamu wurde am 27. Oktober geboren, demselben Tag wie Nashornbaby Savita – lebt aber noch im Verborgenen. Denn die Kälbchen der Bongos sind so genannte Ablieger: Sie bleiben die ersten Wochen fast immer alleine im Stroh der Wurfbox liegen. Die Mutter schaut nur zum Säugen vorbei. Erst Ende des zweiten Monats beginnt das Jungtier, der Mutter zu folgen. Was die öffentliche Aufmerksamkeit angeht, steht Kaamu daher noch im Schatten von Savita, die bereits keck das Außengehege erkundet. Doch der kleine Bongo wird sicher bald eine eigene Fangemeinde erobern. Zum knuddeligen Nashornkind ist Kaamu ein echtes Gegenstück: mit seinem zierlichen Körper, den staksigen Beinen und im Verhältnis zum Kopf riesigen Lauschern. Zwischen diesen Ohren werden ihm prächtige gedrehte Hörner wachsen: bis zu einen Meter lang. Den wuchtigen Kopfschmuck können Bongos eng an den Körper anlegen, indem sie ihren keilförmigen Kopf vorstrecken. So schlüpfen sie flink selbst durch dichtes Unterholz. Diese Fähigkeit ist wichtig für sie als Buschflüchter. Im Regenwald sind die Bongos dank ihrer rotbraunen Farbe und der Zeichnung ihres Fells, die Licht und Schatten imitiert, kaum zu entdecken. Für Wilhelma-Besucher ist es dagegen leicht, die scheuen Tiere zu beobachten. Was im Dschungel gute Tarnung ist, sticht im Außengehege als Blickfang hervor. Und da sind Wilma und Tambo mit ihren Gefährtinnen Asante und Cindy – und bald auch mit dem kleinen Kaamu – edle Erscheinungen. Die feinen, fast parallelen weißen Linien machen die Bongos zu Nadelstreifen-Trägern. Eine besondere Zier ist der getrimmt wirkende Bürstenkamm, der ihnen über den ganzen Rücken läuft. Die Zerstückelung ihres Lebensraums und Wilderei haben die Waldantilopen extrem rar gemacht. Von den ostafrikanischen Bongos gibt es im Freiland geschätzt nicht mehr als 150 Tiere. Dank des Erhaltungszuchtprogramms ist der Bestand in Tierparks weltweit mittlerweile auf mehr als 300 angewachsen. Sie werden zum Teil ausgewildert, wie zum Beispiel seit 2004 am Mount Kenya, wo das Vorkommen bereits erloschen war.

Zoo Wuppertal 19.11.2014
Erstmalige Nachzucht bei den Sambischen Kleingraumullen
2014 scheint ein sehr erfolgreiches Jahr für den Zoo Wuppertal zu werden. Neben den sensationellen Nachzuchterfolgen „Jogi“, unserem Elefantenjungtier, dem Bonobonachwuchs „Akeena“ und dem Okapinachwuchs „Zia“ kam am 10.10.2014 ein weiteres seltenes Jungtier im Zoo Wuppertal zur Welt. Erstmalig in der Geschichte des Zoo Wuppertals konnten die Sambischen Kleingraumulle nachgezogen werden. Viele Jahre versuchte das Team des Zoos durch Neuzusammenstellungen der Gruppe, neue Gehege oder spezielle Nachzuchtboxen diese urtümlichen Tiere, welche aus dem südlichen Afrika stammen, zur Fortpflanzung zur bringen. Erst eine Narkose der Tierärztin und der damit möglich gewordenen korrekten Geschlechtsbestimmung brachte den Durchbruch. Nach 110 Tagen Tragzeit kam ein gesundes Jungtier, zur Welt. Graumulle kommen aus der Gattung der Sandgräber und sind hervorragend an die unterirdische und grabende Lebensweise angepasst. Auffälligstes Merkmal sind sicherlich die Schneidezähne, welche außerhalb des Mundes liegen. Zu einem Pressetermin am Donnerstag, den 20.11.2014 um 10:30 mit Vorstellung des Jungtieres laden wir Sie herzlich ein. Treffpunkt ist die Zookasse. Die angehängten Fotos dürfen kostenfrei benutzt werden.

Verband deutscher Zoodirektoren 19.11.2014
Stellungnahme des VdZ zu NRW-Gefahrtiergesetz
Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens hat in der Kabinettsitzung am 21.10.2014 den mit Kabinettvorlage des Ministers für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz vom 26. September 2014 vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Tieren wildlebender Arten (Gefahrtiergesetz – GefTierG NRW) sowie den Entwurf einer Durchführungsverordnung zu diesem Gesetz gebilligt und beschlossen, zu den vorgelegten Entwürfen eine Anhörung durchzuführen. Den interessierten Kreisen wurde dabei eine Frist bis zum 19. November eingeräumt, um die Entwürfe zu kommentieren. Der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) hat die Gelegenheit wahrgenommen, sich zu den Entwürfen zu äußern. Er lehnt die weitreichenden Haltungsverbote für Privatpersonen ab, weil die Erhaltungszuchtprogramme der Zoos in manchen Fällen auf die Zusammenarbeit mit qualifizierten Privathaltern angewiesen sind, aber auch aus staatspolitischen Überlegungen, denn eine so weitgehende Einschränkung von Grundrechten der Bürger, wie sie die Entwürfe vorsehen, erscheint in Bezug auf die tatsächlich durch die private Haltung von wehrhaften Wildtieren verursachten Gefahren unverhältnismäßig. Anderen Punkten, des Entwurfs stimmt der Verband zu, wobei er auf die Kostenfolge und bestimmte Umsetzungsprobleme aufmerksam macht. Diese müssten beim zum Inkrafttreten des Gesetzes gelöst sein.

Tierpark Cottbus 18.11.2014
Täglich Elefanten füttern?
Mit der Tierpark-Jahreskarte ist das möglich. Ab sofort sind die Jahreskarten 2015 da. Sie können nicht nur Sundali und Karla täglich aus der Hand füttern, auch die Tigerdamen Sita und Kara freuen sich täglich über Ihren Besuch. Sie beobachten gerne die stets aufmerksamen Erdmännchen, die akrobatisch kletternden Kapuziner oder elegant durchs Wasser schreitenden Flamingos? Der Tierpark Cottbus hat 365 Tage im Jahr täglich ab 9 Uhr für Sie geöffnet. Übrigens: Die Jahreskarte 2015 gilt ab sofort, auch in den noch verbleibenden Wochen des Jahres 2014. Die Tierpark-Jahreskarte kostet: 12,50 Euro pro Kind 20,00 Euro pro ermäßigter Erwachsener und 25,00 Euro pro Erwachsener. Die Jahreskarte ist auch eine tolle Geschenkidee und an der Tierpark-Kasse erhältlich.

Zoo Osnabrück 18.11.2014
Umbau im Südamerika-Areal – Karmann-Stiftung unterstützt Zoo Osnabrück
Während Orang-Utan Buschi noch auf den Umbau seines Hauses wartet, können sich die Tiere im Südamerika-Areal im Zoo Osnabrück bereits über neue Anlagen freuen. Den Umbau förderte die Karmann-Stiftung mit 55.000 Euro. Totenkopfaffen, Lisztaffen, Weißgesichtsmamorsetten, Flachlandtapire, Faultiere, Guanakos, Nandus und Boas sind unter anderem im Südamerika-Areal zuhause. 1975 wurde es errichtet – bereits damals mit Hilfe der Wilhelm-Karmann Stiftung (1971 gegründet). Zum 40. Geburtstag der Tierwelt kann der Zoo das Südamerika-Areal nun wieder richtig herausputzen und den Tieren noch mehr Platz bieten: „Die Karmann-Stiftung unterstützt neben den Museen der Stadt Osnabrück und der Universität sowie Hochschule Osnabrück auch den Zoo Osnabrück. Wir freuen uns, dass die 55.000 Euro hier nun gewinnbringend für die Tiere und die Besucher eingesetzt werden und sind begeistert von den bisherigen Ergebnissen“, so Wilhelm-Dietrich Karmann. Umbau Innen fast abgeschlossen – Zur offiziellen Scheckübergabe begutachteten Karmann und Joachim Dallwig, Geschäftsführer der Stiftung, die bereits getätigten Arbeiten. „Im Innenbereich sind die elf Totenkopfaffen bereits umgezogen. Sie leben nun in der ehemaligen Anlage der Weißgesichtsmarmosetten und Faultiere, die wir aber noch vergrößert haben“, berichtet Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Mitarbeiter. Damit haben sie nun auch ein für die Besucher einsehbares Außengehege. Die zwei Marmosetten sind ebenfalls in ein anderes Gehege umgezogen und die zwei Faultiere leben nun „über“ den Flachlandtapiren. „Wir haben ihnen dort ein großes Klettergerüst gebaut. Damit haben sie eine besser strukturierte Anlage erhalten und auch die Tapire fühlen sich unter der Begrenzung, ähnlich einem Blätterdach, sehr wohl, da es sie abschirmt“, beobachtete Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter. Zusätzlich wurde die Halle in einem grün-gelblichen Farbton gestrichen, der durch entsprechende Beleuchtung wie in einem Blätterwald schimmert. Naturnah gestalteten die Zoohandwerker auch die Abgrenzung zu den Tapiren: Kastanienhölzer trennen nun Besucher von den Tapiren und ihrem Schwimmbecken ab und auch die Treppe sowie andere Gehegeabgrenzungen sind mit Holz verkleidet. Gemeinsames Außengehege für Guanakos, Tapire & Co. Im nächsten Schritt startet nun der Umbau der Außenanlagen, wie Zooinspektor Hans-Jürgen Schröder erläutert: „Wir werden die Anlagen von Tapiren, Wasserschweinen, Guanakos und Nandus zusammenlegen, sodass sie ein riesiges Außengehege erhalten. Der Besucherweg wird aufgebrochen, natürlicher gestaltet und nicht mehr gradlinig geführt. Außerdem planen wir eine Pergola, von der die Besucher einen schönen Blick auf die Außenanlage haben.“ Die Innenställe sollen im Hazienda-Stil farbenfroh und dekorativ verkleidet werden. Zoopräsident Reinhard Sliwka bedankte sich bei der Karmann-Stiftung für die großzügige Spende: „Dank der finanziellen Unterstützung können wir neben unseren Hauptprojekten auch Umbauarbeiten aus dem sogenannten B-Maßnahmenplan umsetzen und so weitere Gehege optimieren und verschönern.“ Der Umbau der Außenanlagen soll in den nächsten Wochen starten und bis zur Zoosaison 2015 abgeschlossen sein – passend für das Jubiläumsjahr des Südamerika-Areals. Im Südamerikahaus leben zurzeit:11 Totenkopfaffen; 2 Weißgesichtsmarmosetten; 3 Lisztäffchen; 4 Flachlandtapire; 2 Faultiere; 11 Wasserschweine; 4 Nandus; 6 Guanakos; 7 Nasenbären; 2 Waldhunde; 2 Boas – Tierwelt der angeschlossenen Mendoza-Halle (nordargentinische Steinwüste, ehemals Tropenhaus): Schopfwachteln, Mönchssittiche, Wildmeerschweinchen, Goldstirnsittich, Silberschnabel, Weißschultertangare

Neunkircher Zoo 18.11.2014
Zwei Pelze und eine Seele – Schneeleoparden im Neunkircher Zoo leben nun als Paar zusammen
Seit Herbst letzten Jahres leben unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer die beiden einzigen Schneeleoparden in einem saarländischen Zoo in Neunkirchen. Das Männchen SAGAR, geboren am 23. Mai 2012 im ungarischen Zoo Szeged, und das Weibchen LUISA, geboren 30. Juni 2012 im Zoo Helsinki in Finnland, sind im Juni diesen Jahres in die neu eröffnete Schneeleopardenschlucht als Teil des 1. Bauabschnitts der neuen Raubtieranlagen umgezogen, allerdings als Einzelgänger noch getrennt voneinander. In der letzten Woche wurden die beiden Tiere jedoch nach einer längeren Kennenlernphase in Sicht-, Hör- und Riechweite durch ein so genanntes Schmusegitter nun zum ersten Mal zusammen gelassen, nachdem LUISA immer mehr Interesse für Kater SAGAR zeigte. Das erste Zusammentreffen verlief ohne große Spannungen und völlig problemlos. Die beiden starteten über mehrere Tage immer wieder stundenweise gemeinsam ihre Erkundungsgänge in der fast 1000 Quadratmeter großen Schneeleopardenschlucht, seit ein paar Tagen nun dauerhaft. Damit stehen die ersten Vorzeichen durch die Streifzüge als Paar gut, dass LUISA und SAGAR wie durch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für diese stark gefährdete Tierart gewünscht, zukünftig für Nachwuchs sorgen können. Damit werden sie zum Arterhalt beitragen, aber auch stellvertretend als Botschafter ihrer wilden Verwandten und deren Gefährdung ihren Beitrag leisten.

Tierpark Hellabrunn München 17.11.2014
Trauer in Hellabrunn: Silberrücken Roututu völlig überraschend gestorben
Die Gorillagruppe im Münchner Tierpark Hellabrunn hat ihr Familienoberhaupt verloren: Roututu, der beeindruckende Silberrücken des Clans ist am Samstag, 15. November, ohne vorhergehende Anzeichen einer Erkrankung gestorben. Kurz nachdem er sein Futter bei der abendlichen Fütterung mit gutem Appetit verzehrt hatte, war Roututu urplötzlich zusammengebrochen und konnte trotz unverzüglich eingeleiteter tierärztlicher Maßnahmen nicht mehr reanimiert werden. „Die Pfleger haben mich sofort gerufen, vier Minuten später war ich vor Ort und habe alles versucht“, berichtet Dr. Christine Gohl, Leitende Tierärztin des Tierparks, noch immer bestürzt von dem Ereignis, „ aber es war nichts zu machen.“ Und tatsächlich, die direkt am Sonntag im Institut für Tierpathologie der Ludwig-Maximilians-Universität München durchgeführte Obduktion offenbarte als Todesursache eine perakute Herzbeuteltamponade, das heißt, es waren in kürzester Zeit gut zwei Liter Blut in die feste Hülle geflossen, die den Herzmuskel wie ein Beutel umschließt. Dadurch konnte das Herz nicht mehr pumpen, und das Tier verlor beinahe augenblicklich das Bewusstsein und starb nach wenigen Minuten. Als Ursache für das massive Einströmen von Blut in den Herzbeutel kommt ein möglicher Tumor an der Herzbasis in Betracht, eventuell in Verbindung mit Gefäßschäden. Mit letzter Sicherheit lässt sich dies aber erst sagen, wenn die Ergebnisse der histologischen Untersuchung vorliegen, wenn also die bei der Obduktion entnommenen Gewebeteile im Labor genau untersucht worden sind. Fälle von perakuter Herzbeuteltamponade kommen auch beim Menschen vor, und auch hier kommt i.d.R. jede Hilfe zu spät. „Roututus Tod ist nicht nur ein herber Verlust für die so wichtige Erhaltungszucht dieser bedrohten Tierart“, sagt Zoodirektor Rasem Baban, „er trifft uns auch persönlich und macht uns sehr traurig, denn dieses Tier war eine echte, Achtung gebietende Persönlichkeit.“ Damit spricht Baban ohne Frage vielen Menschen aus der Seele, denn gut 40 Jahre lang hat der Gorilla Roututu die Besucher des Tierparks mit seinem freundlichen Wesen, seiner ausgeglichenen Art und seiner ausdrucksstarken Mimik beeindruckt. Wie alle Gorillas in Hellabrunn gehörte er zur Unterart der Westlichen Flachlandgorillas und war der letzte Wildfang in der Gruppe. Im Alter von rund einem Jahr war er 1974 aus Kamerun nach Hellabrunn gekommen, hat hier sein ganzes Leben verbracht und mit vier Weibchen insgesamt 16 Kinder gezeugt, von denen heute noch zwölf leben. Roututu war bereits vielfacher Großvater und Urgroßvater; seine Nachkommen leben in Zoos in Deutschland, England, Frankreich, Österreich, Spanien und Ungarn und tragen ihrerseits weiter zum Erhalt des Westlichen Flachlandgorillas bei, der wie alle Gorillaarten auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere steht. „Im Urwaldhaus, links in der Ecke auf seinem Lieblingsplatz sitzend, nah an der Scheibe und Auge in Auge mit dem Besucher – so kannten wir ihn in den letzten Jahren, so werden wir ihn in Erinnerung behalten“, sagt Christine Strobl, Bürgermeisterin und Vorsitzende im Aufsichtsrat der Münchener Tierpark Hellabrunn AG. „Bei aller Trauer um Roututu danke ich aber gleichzeitig auch dem Institut für Tierpathologie der LMU für die Bereitschaft zur Kooperation, die es möglich gemacht hat, dass wir unverzüglich erste Hinweise über die Ursachen dieses plötzlichen und bestürzenden Todesfalls bekommen konnten. Nun muss man erst einmal abwarten, was die näheren Untersuchungen ergeben; der Tierpark wird sofort informieren, sobald die abschließenden Ergebnisse vorliegen.“

Zoo Dortmund 17.11.2014
Stadträtin Birgit Zoerner erneuert die Patenschaft für einen Flachlandtapir
Als Dezernentin für Sport und Freizeit freut sich Stadträtin Birgit Zoerner darauf, ihre Patenschaft für einen Flachlandtapir im Zoo Dortmund, Mergelteichstraße 80, zu erneuern. Die nunmehr zweite Patenschaftsurkunde überreicht Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter an Stadträtin Birgit Zoerner am Montag, 24. November, 13 Uhr. Wir laden Sie herzlich zu einem Fototermin ein. Treffpunkt ist am Eingang zu den Stallungen der Südamerika-Anlage gegenüber dem Tamandua-Haus. Die Gruppe der Tapire zeichnet sich besonders durch eine sehr kompakte, kräftige Körperform aus, die ein schnelles Bewegen im dichten Unterbewuchs ermöglicht. Typisch und besonders auffällig ist ihr kurzer, aber sehr beweglicher Rüssel, der eine wichtige Rolle in der innerartlichen Kommunikation spielt. Anders als dieser Rüssel vermuten lässt, sind die nächsten Verwandten der urtümlich wirkenden Pflanzenfresser unter den Nashörnern und Pferden zu finden und nicht etwa bei den Elefanten. Flachlandtapire sind auf dem südamerikanischen Kontinent beheimatet und bewohnen ein weites Spektrum an sehr unterschiedlichen Landschaften, von Savannen bis hin zu Sumpfgebieten und feucht-tropischen Regenwäldern. Diese Flexibilität zeigt sich auch in der Wahl ihrer Nahrung, die je nach aktuellem Angebot aus Blättern und Früchten verschiedenster Arten besteht. Bei ihrer Nahrungssuche durchstreifen Tapire weite Territorien und scheuen als exzellente Schwimmer auch nicht das Durchqueren von Flüssen und Seen. Im Zoo Dortmund werden Flachlandtapire seit vielen Jahren erfolgreich gehalten und gezüchtet. Zuchtpaar sind der 20-Jährige „Kuni“ und seine zwei Jahre ältere Partnerin „Indra“. Das Tapirpaar bewohnt mit seinem Sohn „Alex Wendolin“ die Südamerika-Wiese und teilt sich diese mit Großen Ameisenbären, Wasserschweinen, Pudus und Tschajas.

Zoo Basel 17.11.2014
Betagter Schimpansenmann Eros gestorben
Der betagte Schimpansenmann Eros ist am 10. November im Zoo Basel im hohen Alter von 52 Jahren verstorben. Eros lebte seit 1969 in Basel. In diesen 45 Jahren hat er als Chef der Schimpansenfamilie, als imponierende Persönlichkeit und als freundlicher Patriarch Basler Schimpansengeschichte geschrieben. Sein Alter war Eros schon lange anzusehen und in den letzten Jahren war er deutlich ruhiger geworden. Seine Imponierauftritte setzte er nur noch selten ein. In seinen letzten Tagen mochte Eros gar nicht mehr aufstehen. Die Monate zuvor erlebte Eros nochmals einen zweiten Frühling. Im Herbst 2013 erkundete er zum ersten Mal die neuen Aussenanlagen. Schnell schloss er Freundschaft mit den am 5. September 2013 neu eingetroffenen Schimpansinnen Fifi (20) und Kitoko (20) aus Leipzig. Eros kam 1969 aus dem Zoo Seeteufel in Studen nach Basel. Legendär sind seine früheren Imponierauftritte. Er hatte, wie es für Schimpansenmänner typisch ist, ein kaum zu bändigendes Temperament. Der wohl aufregendste Tag im Leben von Eros war der 25. November 1987. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände konnten die Schimpansen das Affenhaus und einige sogar den Zolli verlassen. Eros vergnügte sich längere Zeit auf einem Neubau im Bachlettenquartier damit, Ziegel vom Dach zu werfen. Er wurde mit dem Blasrohr narkotisiert und ins Affenhaus zurückgebracht. Eros wird wohl in die Annalen der Basler Menschenaffengeschichte eingehen. Nicht nur als freundlicher Patriarch und schillernde Schimpansenpersönlichkeit, sondern auch als überaus erfolgreicher Vater von 32 Kindern mit vielen Enkeln, Urenkeln und sogar schon einigen Ur-Ur-Enkeln. In Zukunft werden mehrere Männchen das Schimpansen-Territorium im Zoo Basel verteidigen: Der 2013 aus Osnabrück eingetrtoffene Kume (10) und die beiden Söhne von Eros, Colebe (8) und Fahamu (5). Ausser den Dreien leben heute die Schimpansinnen Jacky (46), Xindra (38), Benga (34), Garissa (4), Fifi (20), Kitoko (20) und die beiden Jungen von diesem Jahr Lazima und Laini im Zoo Basel.

Opel-Zoo Kronberg, 16.11.2014
Elefantenkuh Wankie ist tot
Im Opel-Zoo in Kronberg im Taunus ist heute die Elefantenkuh Wankie gestorben. Die Tierpfleger fanden sie am Samstag bei Dienstantritt in ihrer Box liegend, wie ein Elefant sich zum Sterben niederlegt. Alle Bemühungen sie zum Aufstehen zu bewegen – auch mit Hilfe der Freiwillen Feuerwehr Kronberg – waren leider erfolglos. Wankie ist ruhig eingeschlafen. Wankie kam im Februar 1984 im Alter von ein bis zwei Jahren gemeinsam mit der Elefantenkuh Zimba aus Simbabwe und lebte über 30 Jahre im Kronberger Freigehege. Um die Todesursache festzustellen, aber auch im das Skelett für ein Museum zu nutzen, wird der Elefant von Mitarbeitern zweier Universitätsinstitute obduziert.

Wilhelma Stuttgart, 14.11.2014
Das neugeborene Panzernashorn heißt Savita
Dem Ende Oktober in der Wilhelma geborenen Panzernashorn-Baby geht es prächtig. Mutterkuh Sani kümmert sich vorbildlich um den Nachwuchs. Ganz allmählich zeigt sich auf dessen Näschen auch die erste Wölbung, wo später einmal ein stattliches Horn aufragen wird. Bei mildem Herbstwetter testet das kleine Mädchen immer wieder mal im Außengehege – für jedermann gut zu sehen – seine wachsenden Kräfte. Wilhelma-Mitarbeiter und Zuschauer sind sich einig: Kleine Panzernashörner gehören ohne Zweifel zu den niedlichsten Tierkindern der Welt. Die häufigste Frage der Besucher lautet seit dem Tag der Geburt: Wie heißt das Baby denn? Jetzt ist das Rätsel gelöst: Das Mädchen wird Savita genannt werden, was „Sonne“ bedeutet. Der Zoologisch-Botanische Garten hatte eine Liste mit Vorschlägen erstellt, die alle notwendigen Kriterien erfüllen: Weil die Panzernashörner aus dem Norden des indischen Subkontinents stammen, sollte es ein klangvoller indischer Mädchennamen sein, der eine schöne Bedeutung hat und mit demselben Buchstaben beginnt wie der Name der Mutter Sani, also mit „S“. In die engere Wahl kamen vier Namen: Sashi („Mond“), Savita („Sonne“), Smita („Lächeln“) und Sona („Gold“). Auf welchen es letztlich hinauslaufen sollte, durften Zeitungsleser entscheiden. Mit 35 Prozent hatte am Ende „Savita“ knapp die Nase vor „Smita“ (29 Prozent). Für den kleinen Sonnenschein übernimmt Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid die Tierpatenschaft. Zur offiziellen Namensgebung kommt der Minister zu einer Mini-Feier für das Mini-Nashorn Ende November in die Wilhelma.

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 13.11.2014
KLEINER HAUSBÜFFEL GEBOREN
Sein geschätztes Geburtsgewicht liegt bei stattlichen 20 Kilogramm. Ist der jüngste Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn aber erst einmal ausgewachsen, kann er bis zu einer Tonne auf die Waage bringen. Am 2. November ist der kleine Hausbüffel zur Welt gekommen. Seine Tierpfleger haben ihm den Namen „Egon“ gegeben. „Der Hausbüffel stammt vom Wasserbüffel ab, der in Süd- und Südostasien beheimatet ist. Hausbüffel werden mittlerweile in vielen Ländern als Nutztiere gehalten. Sie werden zur Milch- und Fleischproduktion gezüchtet und bei der Feldarbeit als Zugtiere eingesetzt. Aus ihrer Milch wird auch Mozzarella hergestellt“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Die Milch von Egons Mutter ist natürlich ausschließlich für ihn bestimmt. Das erste halbe Jahr wird das Jungtier gesäugt. In Asien leben heute nur noch etwa 4.000 Wasserbüffel. Sie stehen auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation (IUCN). Gründe dafür sind der Verlust ihres Lebensraumes und die Bejagung. Ein Problem ist auch, dass sich die Wasserbüffel mit verwilderten Hausbüffeln paaren und die Wildform dadurch zunehmend verschwindet. Wasserbüffel leben bevorzugt in sumpfigen Flussniederungen, an schlammigen Seen und Meeresufern. Die Liebe zum Wasser haben sich die Hausbüffel bewahrt.

Allwetterzoo Münster, 13.11.2014
Cornys Kolumne aus dem Allwetterzoo Münster: Besondere Schlafgemächer für die trächtige Elefantenkuh Corny
Elefantenkuh Corny aus dem Allwetterzoo Münster erwartet ihr erstes Baby. Sie ist im 20. Monat trächtig. Die Trächtigkeit bei Elefanten dauert bis zu 22 Monate. Ab Ende November – Beginn des 21. Monats – kann das Kalb theoretisch täglich zur Welt kommen. Daher laufen die Geburtsvorbereitungen im Allwetterzoo schon auf Hochtouren. Wir berichten im Rahmen von Cornys Kolumne wöchentlich über den aktuellen Stand. Zum Geburtsvorbereitungsmanagement gehört auch die Umgestaltung der Schlafgemächer unserer Elefanten. Bulle und werdender Vater Alexander übernachtet wie gehabt in seinem neuen Bullenstall im Elefanten-Park. Die fünf Kühe Tefi, Rada, Corny, Ratna und Kanaudi, übernachten im Elefantenhaus, allerdings getrennt voneinander: Tefi und Rada teilen sich den früheren Bullentrakt. Corny, Ratna und Kanaudi nächtigen auf der Elefantenplattform, die man auch vom Besucherbereich einsehen kann. Ab heute (12.11.) ist Cornys Schlafgemach allerdings durch Stahlseile räumlich von den anderen beiden getrennt worden. „So hat sie weiterhin visuellen Kontakt zu Ihren Freundinnen, in der Nacht aber ihre Ruhe“, erklärt Allwetterzoo-Kurator Dr. Dirk Wewers. „Die räumliche Trennung ist zudem notwendig, um einen sicheren Verlauf der Geburt zu gewährleisten.“ Ergänzend weiß Revierleiter Michael Adler von den Erfahrungen der letzten Elefanten-Geburt zu berichten: „Ratna und Kanaudi geben Corny zwar Sicherheit und Ruhe. Wenn die Geburt aber losgeht, werden wir Kanaudi in einen Nebenstall bringen. 1999 bei Dinas Baby sollte Kanaudi auch zuschauen, musste aber vom Tierarzt mit Beruhigungsmitteln versorgt werden, da sie zu sehr mit der Gebärenden gelitten hatte! Das wollen wir dieses Mal vermeiden. Wie Ratna reagiert, wissen wir nicht. Daher ist es wichtig, dass auch sie gegebenenfalls in einen Nebentrakt gebracht werden kann.“

Zoo Dresden, 13.11.2014
Zuwachs im Rothund-Rudel: Zwei neue Rothund-Rüden leben nun in Dresden
Dem Rothund-Rudel des Dresdner Zoos gehören nach einem Jahr Unterbrechung wieder zwei Rüden an. Aus dem Tierpark Berlin kamen Ende Oktober die beiden im Februar dieses Jahres geborenen Brüder „Jacques“ und „Ratsch“ an die Elbe und sollen hier in die Fußstapfen des 2013 verstorbenen alten Zuchtmännchens treten. In den Familiengruppen der Rothunde ist es dem jeweiligen Alphaweibchen vorbehalten, für Nachwuchs zu sorgen. In Dresden ist dies die 2008 in Spanien geborene „Ulti“. Vervollständigt wird das angewachsene Rudel durch „Ultis“ dreijährige in Dresden geborene Tochter „Juanita“ sowie die 11jährige „Kim“. Gemeinsam mit dem Elternpaar leben bei den Rothunden mehrere Generationen des Nachwuchses gemeinsam. Nach der erfolgreichen Eingewöhnung von „Jacques“ und „Ratsch“ besteht nun die Hoffnung, erneut Rothunde in Dresden nachzüchten zu können. Die Paarungszeit dieser Art erstreckt sich von November bis Januar, Wurfzeit ist von März bis April.

Zoo Frankfurt, 13.11.2014
Neu im Zoo: Westkaukasische Steinböcke – wendige Kletterkünstler
Seit dem 5. November zeigen zwei Westkaukasische Steinböcke, auch Ture genannt, in ihrer Anlage am Exotarium, wie geschickt sie sich im felsigen Gelände bewegen können. Die beiden Böcke aus dem Zoo Berlin bilden allerdings nur die Vorhut: Zwei Weibchen aus dem Zoo von Olmütz in Tschechien warten bereits in der neuen Quarantänestation des Zoos. „Wir sind sehr froh, dass wir die Anlage nun wieder mit sehr interessanten Tieren besetzen konnten, nachdem unsere beiden letzten Mischmi Takine im Januar 2014 in den Zoo von Madrid umgezogen sind. Ture gehören zur Gattung der Ziegen und stammen aus den Bergregionen des westlichen Kaukasus. Die Art gilt als stark gefährdet. Wie so oft ist es der Lebensraumverlust aber auch die Jagd, die die Population aktuell dramatisch schrumpfen lässt“, erklärt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Der 5-jährige Bock ANTON und der 4-jährige SHREK sind beide im Zoo von Halle geboren und im Oktober 2013 nach Berlin übergesiedelt, von wo aus sie nach Frankfurt kamen. Hier sollen sie bald mit zwei weiblichen Turen zusammengeführt werden. Noch sind die eineinhalb und zweieinhalb Jahre alten Weibchen in Quarantäne, doch bald kommen sie auf die zweite Anlage und können zunächst durch das Gitter Kontakt mit den Männchen aufnehmen. Wenn sich die Tiere aneinander gewöhnt haben, werden sie die Anlage gemeinsam nutzen. Der Zoo, so Niekisch, hofft dann natürlich auch auf Nachwuchs. Wie alle Steinböcke können Ture sehr gut klettern und sind an das Leben in großer Höhe und an Steilhängen angepasst. Die Weibchen sind mit 58 bis 71 kg Körpergewicht und einer Schulterhöhe von 78 bis 90 cm deutlich kleiner als die massigen Böcke, die eine Schulterhöhe von bis zu 110 cm und ein Gewicht von 123 bis 155 kg erreichen können. Auch die eindrucksvollen, gebogenen Hörner sind bei den Männchen deutlich stärker ausgebildet und können eine Länge von bis zu 107 cm erreichen. Eine Besonderheit sind ihre Augen: Die Pupillen verengen sich horizontal, das ermöglicht ihnen eine gute Rundumsicht. Der Frankfurter Zoo zeigt Ture zum ersten Mal. In Deutschland gibt es die Art außerdem in den Zoos von Dresden, Halle und Chemnitz.

Zoo Berlin, 13.11.2014
Eisbären-Oma Katjuscha wieder in der Eisbärengruppe
Bereits seit Sommer 2014 hatte sich der Bauchumfang von der 30-jährigen Eisbären-Dame Katjuscha deutlich vergrößert. Nun könnte der Rückschluss nahe liegen, dass Katjuscha einfach etwas zugenommen hat. Dies ist nicht der Fall, da Katjuschas Körperbau ansonsten unverändert blieb. Die Tierärzte vermuten einen altersbedingten Herzfehler und daraus resultierende Wassereinlagerungen an der tiefsten Stelle – beim Eisbären üblicherweise der Bauch. Seit September wurde Katjuscha deshalb im Eisbärenstall tierärztlich versorgt. Sie bekam regelmäßig Medikamente. Nur im Stall ist solch eine individuelle Behandlung möglich. Da sich trotz der regelmäßigen Medikamentengabe nichts änderte, entschieden die Berliner Tierärzte die Eisbären-Dame weitergehend zu untersuchen. Am 5. November wurde der Eisbär narkotisiert und per Ultraschall untersucht. Bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass zu den Wassereinlagerungen auch altersbedingte organische Veränderungen gekommen waren. Eine Operation ist in diesem fortgeschrittenen Alter nicht erfolgversprechend. Die Eisbären-Dame wird weiterhin regelmäßig von den Tierpflegern und Tierärzten beobachtet. Katjuscha erhält unterstützend die Herzmedikamente und darf zur restlichen Eisbärengruppe. „Katjuscha hat mit ihren 30 Jahren ein stattliches Alter erreicht. In freier Wildbahn werden Eisbären maximal 25-30 Jahre alt. Altersbedingte Einschränkungen, wie Kurzatmigkeit und Wassereinlagerungen, sind nicht ungewöhnlich. Solange sie keine Schmerzen hat und gut frisst, darf sie wieder zu ihrer Eisbärenfamilie“, sagt Zoo-Tierarzt Dr. André Schüle. Im Zoo Berlin leben insgesamt drei Eisbären: Katjuscha, Tosca (28 Jahre alt) und Nancy (24 Jahre alt).

Erlebniszoo Hannover, 13.11.2014
Feine Dinner Show GmbH probt für „Das Erbe des Maharadscha“: Nick Knatterton ermittelt im Erlebnis-Zoo Hannover
Karierte Knickerbocker, Schiebermütze, Pfeife, prominentes Kinn – er ist es tatsächlich: Nick Knatterton, der wohl berühmteste Comic-Detektiv. Und er ermittelt im Erlebnis-Zoo Hannover, denn im Palast des Maharadschas geschieht ein fast unmöglicher Mord! „Nick Knatterton: Das Erbe des Maharadscha“ heißt das neue Krimi-Musical mit Dinner-Menü, das am 21. November im Erlebnis-Zoo Premiere feiert. Bei der heutigen Generalprobe gab es erste Kostproben der Lieder und der Menüfolge! Die Feine Dinner Show GmbH nimmt das Publikum mit auf eine Zeitreise in die 50er Jahre: Nick Knatterton, der Beschützer der Verfolgten und Verfolger alles Bösen, reist im Geheimauftrag Konrad Adenauers nach Indien, um dort einem der größten Rätsel der Menschheitsgeschichte auf den Grund zu gehen. Bei einer abenteuerlichen Schatzsuche im Palast des Maharadschas überschlagen sich die Ereignisse. Nick Knatterton geht auf Verbrecherjagd! Viele Jahre sind vergangen, nachdem sich im Prunksaal des Maharadschas von Shakrapur merkwürdige Todesfälle ereigneten, die jedoch mit Hilfe der britischen Tortenmillionärin und Hobbydetektivin Barbara Bunny aufgeklärt werden konnten (Fans der Feinen Dinner Shows wissen, das geschah in dem Krimi-Musical „Mord beim Maharadscha“). Doch der einstige Glanz des Fürstentums ist vergangen und die Staatskassen sind leer. Darum öffnet der Enkel des Maharadschas, gemeinsam mit seinem uralten Minister Naja, erneut die Palasttore und lädt, gegen harte Devisen, zum Festbankett. Zu Gast sind die Passagiere des Luxus-Kreuzfahrtschiffes MS Poseidon, das in Shakrapur vor Anker liegt. Die Kreuzfahrtmanagerin Tilly Clipper ist bemüht, den Touristen jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Fast unmöglich, denn die exaltierte deutsche Gräfin von Riesel-Kalk ist ein echter Drachen und deren jugendlicher Ehemann Max Klaut ein Schürzenjäger erster Güte. Doch als der Minister vom Erbe des Maharadscha berichtet, einem sagenhaften, im Palast versteckten Schatz, überschlagen sich die Vorkommnisse und es geschieht ein fast unmöglicher Mord. Zum Glück ist Nick Knatterton zur rechten Zeit vor Ort um diesen Fall zu lösen. Oder sollte er den Reizen seiner alten Rivalin Virginia Peng erliegen? Ab dem 21. November 2014 können die Zuschauer an 23 Abenden auf eine spannende Schatzsuche gehen, einen Mord aufklären und dabei in der ganz besonderen Atmosphäre des indischen Prunksaals ein märchenhaftes 4-Gänge-Menü – kreiert und zubereitet von der Zoogastronomie – genießen. „Nick Knatterton: Das Erbe des Maharadscha“ ist ein brandneues Abenteuer mit den berühmten Figuren des deutschen Comiczeichners Manfred Schmidt, erzählt von Stephan Guddat.

Zoo Duisburg, 13.11.2014
Neuer Zuchtbock bei den Rentieren eingetroffen
Die Rentier-Damenwelt im Zoo Duisburg durfte sich in Oktober auf die Ankunft ihres neuen Zuchtbockes aus dem Wildpark Anholter Schweiz freuen. Der 1,5jährige, stattlich gewachsene Jungbock tritt ein schweres Erbe an: seine Vorgänger waren allesamt äußerst potente Vertreter ihrer Art! „Rentier“ hat nichts mit „rennen“ zu tun, sondern leitet sich ab vom skandinavischen Wort hren = Hirsch. Rentiere werden als einzige domestizierte Hirschart in Lappland und Sibirien fast wie Haustiere gehalten, sind im Zoo aber recht anspruchsvolle Pfleglinge. Unter hohen schattigen Kastanien am Kaiserberg bevorzugen sie weichen Untergrund, der den mächtigen Klauenschalen ihrer Füße nicht hinderlich ist. Für ihre Fütterung muss übrigens regelmäßig das sog. Isländische Moos, eine Flechten-Art aus Schweden, importiert werden! Eine weitere Besonderheit ist den Rentieren insofern eigen, als bei dieser Art auch die Weibchen ein Geweih tragen. Die Formgebung der Geweihe ist sehr unregelmäßig und bei jedem Tier anders. Männchen werfen ihr Geweih im Herbst ab, Weibchen erst im Frühjahr. Das Abwerfen erfolgt gewöhnlich nicht zugleich beidseitig, sodass das Rentier vorübergehend nur eine Geweihstange trägt. Der neue Zuchtbock hat seine Aufgabe von Beginn an ernst genommen und sich als wahrer Macho gezeigt: er macht bei den Damen den ganzen Tag über „auf dicke Hose“ und fordert ihre Aufmerksamkeit ein.

Tierpark Zittau, 13.11.2014
Und Kyra ist der Star!
An diesem Wochenende wird Kamelmädchen Kyra wieder einmal der große Star im Tierpark sein. Ihre Fans kommen aus ganz Deutschland und sogar aus Österreich in den Tierpark Zittau, denn ab Samstagnachmittag wird der Verein der Züchter, Halter und Freunde von Altweltkamele e.V. seine Jahreshauptversammlung im neuen Umweltbildungs- und Naturerlebniszentrum durchführen. Von Tierpflegermeisterin Sylvie Krystufek, selbst Mitglied des Vereins, kam der Vorschlag, anlässlich des Jahresthemas im Tierpark Zittau „Passgänger zwischen den Welten- die Kamele unserer Erde“ die Kamelfreunde in die schöne Oberlausitz einzuladen. Ihr Zögling Kyra nebst Mama Kim werden den Kamelspezialisten natürlich auch vorführen, was sie bei ihrer Pflegerin schon alles gelernt haben. Und da das schöne Herbstwetter die Landschaft wie verzaubert erscheinen lässt und es hier noch soviel zu entdecken gibt, wird es für den einen oder anderen Kamelfreund sicher nicht der letzte Besuch in unserer Gegend sein.

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