Abenteuer Aquarium: Die Einrichtung

Echinodorus Ozelot grün im Topf

Echinodorus Ozelot grün im Topf

Wie man ein Aquarium (egal ob es sich um ein Süß- oder Salzwasserbecken, ein kleines oder ein großes handelt) einrichten soll, kann man der Fachliteratur und natürlich dem Internet entnehmen. Viele spezialisierte Firmen (beispielsweise Dennerle, JBL oder Eheim) bieten sogar Ratgeber zum kostenlosen Download an. Einige Tipps und Hinweise habe ich beachtet, bei anderen habe ich improvisiert. Bei youtube (und auch im Beutelwolf-Blog) findet man ebenfalls kleine Filmchen, die bei der Einrichtung behilflich sind. Ich habe kein Filmchen gedreht und auch das Fotografieren habe ich unterlassen (ist auch nicht so interessant einen Eimer mit gewaschenem Kies anzuschauen).
Hier trotzdem eine Anleitung zum Enrichten eines Aquariums, eine von hunderttausenden, die es im www zu finden gibt.

Gewaschen und mit Folie beklebt hatte ich ja das Aquarium schon (siehe hier). Jetzt wurde der Sand gewaschen. Die Frage, deren Antwort ich bisher nirgends gefunden habe wurde dabei beantwortet. Wieviel Kies/Sand brauche ich eigentlich für mein Aquarium und reichen 5kg?
Ja, 5 kg reichen und wieviel Kies/Sand ich für meinen NanoCube weiß ich jetzt dank JBL auch. Auf der Packung meines Sansibar Black Naturbodengrund war es zu lesen:
Bei einer Schichtdicke von 5 cm errechnet sich der Bedarf wie folgt: Länge in cm x Breite in cm/140 = kg Sansibar Black. Bei anderem Kies/Sandarten wird das vermutlich anders sein, aber immerhin wusste ich jetzt, dass mir 5 kg reichen, bzw. noch einiges übrig bleiben wird. Eine Schichtdicke von 5 cm erreiche ich auch nur im hinteren Bereich des Cubes, davor sind es gerade einmal 2,5 cm.
In der Bescheibung zum Sand stand dabei, dass er nur kurz unter Leitungswasser ausgespült werden soll…anhand des Drecks/Staubs, der dabei zutage kam, entschied ich mich für eine längere Waschung. Danach mischte ich einen Teil des Sandes mit JBL Nano-Florapol, einem Dauerdünger, der angeblich drei Jahre wirksam sein soll. Gut geeignet für meinen Nanocube…mal schauen wie sich der Dünger auf meine Pflanzen auswirken wird.
Eine ungedüngte Sandschicht kam auf den Dünger, wobei ich darauf achtete, eine leichte Steigung von vorne nach hinten einzubauen. Dann wurde der Sand mehr oder weniger glatt gestrichen (dazu habe ich die leere Dose des Nano-Düngers verwendet). Kies und meine kleine Amphore habe ich vor Benutzung ebenfalls gewaschen und dann in den Sand gedrückt.
Meine Aquarienpflanzen habe ich seit ihrer Ankunft in einem Eimer mit Wasser „gehalten“. Mehrmals täglich wurde ein Teilwasserwechsel vorgenommen. Jetzt habe ich die Pflanzen entnommen, die Wurzeln der Vallisnerien auf die Hälfte gekürzt, die Wasserpest auf eine Größe von maximal 20 cm gestutzt und das Quellmoos von seinem Gitter befreit. Dann habe ich die Wasserpest (keine Ahnung, was davon die Mehrzahl ist: Wasserpeste, Wasserpests, Wasserpest?) und die Vallisnerien mit der Pinzette in den Bodengrund gedrückt.
Danach wurde eine Menge Küchenrolle „geopfert“ und über das Einrichtungsarranegement gelegt. Darauf wurde ein kleiner Teller gestellt und darauf wurde vorsichtig Leitungswasser gekippt. Ursprünglich wollte ich das sanfter mit Hilfe eines Schlauches machen, aber das erwies sich als sehr umständlich, also habe ich das gelassen. Das Wasser kam auch so ins Becken. Danach entnahm ich Teller und Küchenpapier, leider auch ein paar Pflanzen. Die herausgenommenen Pflanzen habe ich mit der Pflanzenpizette wieder zurückgesteckt. Immerhin hat sich die Anschaffung dann doch als brauchbar erwiesen.
Das Quellmoos habe ich dann vorsichtig auf die Steine gelegt. Nachdem ich es nicht fixiert habe kann man sich denken, dass es sich selbstständig gemacht hat und teilweise auch in kleinen Portionen an der Wasseroberfläche schwimmt. Ich warte mal ab, wie sich das Wachstum entwickelt.
Abschließend wurde der Temperaturfühler und die Beleuchtung angeschlossen. Die Beleuchtung hat inzwischen zwar ihren Platz geändert, aber in den letzten Tagen habe ich das Aquarium sich selbst überlassen.
Der ursprüngliche Plan sah ja ein mehr oder weniger technikfreies Aquarium vor…und außer Thermometer und Licht habe ich tatsächlich keine weiteren technischen Errungenschaften angebracht. Ob das gut ist oder schlecht, vor allem in Bezug auf Filterverzicht wird sich noch zeigen.
Das Aquarium wurde am Donnerstag (04. Dezember) eingerichtet un steht seitdem unverändert an seinem Platz. Die Temperatur beträgt (bei einer Raumtemperatur von 21 Grad) fast 23 Grad (was hoffentlich im Sommer kein großes Problem darstellen wird, sollten die Temperaturen zu hoch werden), andere Wasserwerte habe ich noch nicht gemessen. Täglich bekommen die Pflanzen einen Schuss JBL Nanoferropol24, einem Eisendünger.

Die Monster-Echinodorus wurde mit übrig gebliebenem Aquariensand eingetopft, auch von den Vallisnerien und der Wasserpest sind Pflänzchen übrig geblieben. Diese dümpeln wieder in ihrem Eimerchen herum, aber auch für sie habe ich noch eine Verwendung…demnächst.

Jetzt hat das Abenteuer Aquarium richtig begonnen, zwar fehlt noch der tierische Besatz, aber es ist auch nur eine Frage der Zeit, bis es soweit ist.

Und hier nocheinmal alles in Kurzform:

1. Aquarium und Zubehör (inklusive Pflanzen ohne Tiere) besorgen
2. Pflanzen mindestens drei Tage wässern, um eventuelle Chemikalienrückstände zu beseitigen. Regelmässig Wasser wechseln. Über die Dauer der Wässerung gehen die Meinungen auseinander, ich habe auch schon von einer Wässerung von wenigen Stunden gelesen. Meine Pflanzen wurden drei Tage gewässert, der Wasserwechsel fand unregelmässig statt.
3. Aquarium mit Wasser reinigen und Rückwand befestigen.
4. Aquariensand mit Leitungswasser waschen.
5. Aquariensand mit Dauerdünger mischen und ins Aquarium geben.
6. Ungedüngten Aquariensand darüber geben. Für eine bessere räumliche Wirkung den Sand von vorne nach hinten aufsteigend einbringen.
7. Dekorationsmaterial waschen (bei Wurzeln kann eine längere Wässerung nötig sein) und ins Aquarium legen.
8. Pflanzenwurzeln auf die Hälfte kürzen, Bleiringe, Watte und eventuell anderes Beiwerk, was nicht pflanzlich ist entfernen.
9. Pflanzen mit Pinzette (oder Pflanzzange) in den Kies drücken.
10. Küchenrolle über Pflanzen geben, eventuell darauf einen Teller geben.
11. Vorsichtig Wasser auf den Teller (oder die Küchenrolle) geben und das Aquarium füllen.
12. Technik anschließen.

Bei einem Aquarium mit Filter, darf man diesen natürlich auch nicht vergessen.
Auf das Animpfen des Aquarienwassers mit Bakterienkulturen (sind käuflich erwerbbar) habe ich auch verzichtet. Mag sein, dass sich dadurch die Einlaufzeit des Beckens verkürzt, aber ich will ja „nur“ Schnecken halten.
Die Dauer der Einlaufzeit weicht auch von Quelle zu Quelle ab, manchmal wird auch behauptet, dass man Fische und Garnelen gleich nach dem Einrichten (und dem Animpfen ) ins Aquarium geben kann. Ich würde aber noch warten, um den Pflanzen Zeit zum Entwickeln (und Wurzeln) zu geben. Wenn man keine Pflanzen hat mag das anders sein.

Im nächsten Beitrag wird es um die Chemie des Aquariums gehen. Bisher habe ich diese vernachlässigt, aber jeder Aquarianer sollte wissen auf was er sich einlässt und dabei muss er mehr im Auge behalten als seine Tiere und die Wassertemperatur.

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