Portrait: Samoa-Flughund

Ordnung: Fledertiere (Chiroptera)
Unterordnung: Flughunde (Megachiroptera)
Familie: Flughunde (Pteropodidae)
Tribus: Eigentliche Flughunde (Pteropodini)
Gattung: Pteropus
Art: Samoa-Flughund (Pteropus samoensis)
Samoa-Flughund (Cassin J. Mammalogy and Ornithology. Atlas. Philadelphia: C. Sherman and son, 1858, 466 p. Mammalogy, Plate 2.)

Samoa-Flughund (Cassin J. Mammalogy and Ornithology. Atlas. Philadelphia: C. Sherman and son, 1858, 466 p. Mammalogy, Plate 2.)

Der Samoa-Flughund ist eine mittelgroße Art der Flughunde mit einer Flügelspannweite von durchschnittlich 86 Zentimetern mit einer Flügelfläche von durchschnittlich 0,11 m2 und einem Gewicht von 220 bis 440 Gramm bei den ausgewachsenen Tieren. Ein Geschlechtsdimorphismus liegt nicht vor, Männchen und Weibchen unterscheiden sich also weder in der Größe noch in der Färbung. Der Körper ist dunkelbraun, die Fellfarbe am Kopf, Nacken und Rücken variiert von sandfarben über grau bis braun. Die Haare sind dabei an ihrer Basis dunkelbraun und besitzen hellere Haarspitzen.
Die Art besitzt zwei Schneidezähne (Incisivi), einen Eckzahn (Caninus), drei Vorbackenzähne (Praemolares) und zwei Backenzähne (Molares) in einer Oberkieferhälfte und zwei Schneidezähne, einen Eckzahn, drei Vorbackenzähne und drei Backenzähne in einer Unterkieferhälfte. Insgesamt besitzen die Tiere entsprechend 34 Zähne.

Das Verbreitungsgebiet des Samoa-Flughunds ist auf die südpazifischen Samoainseln (Samoa und Amerikanisch-Samoa) und die Inseln des Staates Fidschi beschränkt. Dabei ist er in Samoa nur auf den Inseln Upolu und Savaiʻi und in Amerikanisch-Samoa auf Tutuila, Ofu und Taʻū heimisch. In Fidschi lebt er auf Vatu Vara, Cicia, Vanua Balavu, Kadavu, Ovalau, Taveuni, Vanua Levu, Viti Levu und vielleicht auf einigen weiteren mittelgroßen Inseln.
Ursprünglich war die Art auch auf Tonga heimisch, ist hier jedoch bereits kurz nach der Kolonisierung ausgestorben.

Als Lebensräume bevorzugt die Art tropische Regenwälder, in deren Blätterdach die Tiere leben. Sie kommen jedoch auch in Forstwäldern und Plantagen sowie im Bereich von Ortschaften vor.

Die Samoa-Flughunde haben ihre Schlafplätze meistens in großen, über das Kronendach des Waldes hinausragenden Bäumen. Anders als andere Flughunde bilden sie keine „Schlafgruppen“, sondern schlafen meistens nur paarweise oder in Kleinfamilien, die aus einem erwachsenen Paar und einem Jungtier bestehen.

Der Samoa-Flughund ernährt sich von den Früchten und Blüten der Waldbäume in der Umgebung seiner Schlafbäume, aber auch junge Kokosnüsse, Brotfrüchte und Mangos sind ihm eine willkommene Abwechslung. Im Samoa-Archipel ist er tagaktiv und in der Dunkelheit kaum unterwegs. Im Fidschi-Archipel scheint die Art weniger ausgeprägt tagaktiv zu sein.

Die Paarungszeit der Samoa-Flughunde liegt im August bis Dezember, dabei kümmern sich die Weibchen während dieser Zeit häufig noch um die Jungtiere des letzten Wurfes. Sie bringen in der Regel ein einzelnes Junges zur Welt, wobei die Geburten vom März bis Oktober mit einem Schwerpunkt von Mai bis Juni stattfinden. Die Jungtiere beginnen, selbstständig zu fliegen, wenn sie etwa die Hälfte der Körpergröße ihrer Eltern erreicht haben, werden von der Mutter jedoch weiter versorgt bis sie etwa drei Viertel der Größe haben.

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4 Kommentare zu Portrait: Samoa-Flughund

  1. Sabine sagt:

    Hallo Martin,
    ich bin verwirrt: wolltest du diesen Monat nicht Fische vorstellen?

    Viele Grüße
    Sabine

    • Martin sagt:

      Hallo Sabine,
      das Monatsspecial heißt ja nicht, dass ich mich ausschließlich mit Fischen beschäftige. Fische sind zwar das Hauptthema, aber damit es nicht langweilig wird werden die anderen Tiergruppen (und diverse andere Themen) nicht vernachlässigt.
      Verwirrung beseitigt?
      Grüße
      Martin

  2. Sabine sagt:

    Verwirrung ist beseitigt.
    Danke für die Antwort.

    Ich wünsche noch einen schönen Abend.

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