Wissenswertes über Rochen

Die Rochen bilden eine Überordnung von Fischen aus der Klasse der Knorpelfische. Mit etwa 630 Arten stellen sie mehr als die Hälfte der 1170 Knorpelfischarten.

Narcine bancroftii (Civer, G.L.C.F.D. & Griffith, E. & Smith, C.)

Narcine bancroftii (Civer, G.L.C.F.D. & Griffith, E. & Smith, C.)

Rochen leben weltweit in allen Meeren, einige Arten auch in der Tiefsee. Echte Rochen (Rajidae) und Zitterrochen sind in gemäßigten Meeren artenreicher, die übrigen Familien in tropischen. Einige Arten aus der Familie der Stechrochen  gehen auch in Brack- und Süßwasser. Die Süßwasserstechrochen aus Südamerika bewohnen, wie der Name vermuten lässt, ausschließlich die Flüsse des Kontinents.

Rochen besitzen einen stark abgeplatteten Körper und große Brustflossen, die mit dem Kopf verwachsen sind. Der Schultergürtel ist ringförmig und fest oder gelenkig mit der Wirbelsäule verbunden. Einige Wirbel sind zu einer Synarcualia verwachsen. Das Maul, die Nasenlöcher, sowie fünf Kiemenspaltenpaare befinden sich auf der abgeflachten meist hellen Unterseite. Auf der Oberseite befinden sich Augen und die mit einem Ventil versehenen Spritzlöcher, durch die das Wasser zum Atmen eindringt. Das obere Augenlid ist fest mit dem Augapfel verwachsen. Die Oberseite ist dem jeweiligen Lebensraum des Rochens angepasst, kann also von sandfarben gesprenkelt bis schwarz reichen. Der Oberkiefer, das Palatoquadratum, ist nicht mit dem Neurocranium verbunden, sondern wird nur vom großen Hyomandibulare gestützt.

Sägefisch (ca. 1940)

Sägefisch (ca. 1940)

Die primitiven Geigenrochen sowie die Sägerochen und die Zitterrochenartigen bewegen sich, wie die meisten Haie, durch Stammschlängeln des Körpers und der Schwanzflosse fort. Echte Rochen bewegen ihre großen Brustflossen wellenförmig und Adlerrochen schlagen sie wie Flügel.

Die meisten Rochen ernähren sich von hartschaligen Wirbellosen wie Muscheln, Krebsen und Stachelhäutern. Teufelsrochen ernähren sich auch von Zooplankton.

Die Zitterrochenartigen besitzen zu beiden Seiten ihres Vorderkörper starke, nierenförmige elektrische Organe. Sie bestehen aus senkrechten, sechseckigen Säulen, die sich aus Muskeln entwickelt haben. Stromstöße werden in leichten Dosen zur Orientierung, starke Schläge zum Betäuben der Beute oder zur Verteidigung eingesetzt.
Siehe auch hier.

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