Wissenswertes über Symmoriida

Falcatus falcatus (© N. Tamura)

Falcatus falcatus (© N. Tamura)

Die Symmoriida sind eine ausgestorbene Gruppe haiartiger Knorpelfische, deren fossile Überreste in marinen Ablagerungen des oberen Paläozoikums gefunden wurden.
Die Fische ähneln den Cladoselachia, einer weiteren ausgestorbenen Gruppe haiartiger Knorpelfische. Wie diesen fehlte den Symmoriida die Afterflosse, ihre Schwanzflosse war gabelförmig und ebenfalls äußerlich symmetrisch. Die Brustflossen waren peitschenartig ausgezogen. Im Unterschied zu den Cladoselachia hatten sie nur eine Rückenflosse, die über den Bauchflossen stand, und keine normal entwickelten Flossenstacheln. Ihre Zähne waren cladodont. Die Symmoriida waren nur entlang des Seitenlinienorgans beschuppt. Die Klaspern (paarigen Begattungsorgane der männlichen Knorpelfische)waren schon gut entwickelt, unterschieden sich aber von denen moderner Haie.

Bisher zählt man drei Familien zu den Symmoriida:

Die Symmoriidae wurden erstmals von Bashford Dean im Jahre 1909 aufgestellt. Die namensgebende Gattung bildet Symmorium; zwei weitere Gattungen sind Cobelodus und Denaea. Fossilien wurden auf dem amerikanischen Doppelkontinent sowie in Europa gefunden und werden auf das Oberdevon und Unterkarbon datiert.
Die Gattungen der Symmoriidae ähneln vom Körperbau her Cladoselache. Sie besaßen eine als metapterygiale Achse bezeichnete Verlängerung der Brustflosse. Die Funktion wird noch diskutiert, vermutlich diente sie zur Fortbewegung, zur Verteidigung oder zur Balz. Des Weiteren war ein Auswuchs über der Schulterregion, der bei anderen Familien der Symmoriida auftritt, nicht vorhanden.

Falcatus ist die einzige Gattung der Familie Falcatidae. Fossilien stammen aus dem Unterkarbon der USA. Falcatus zeichnet sich durch einen auffälligen, brettartigen Schulterstachel aus, der nach vorne über den Kopf des Tieres zeigte. Die Typusart ist Falcatus falcatus und wurde 1985 von Richard Lund beschrieben. Daneben sind noch zwei weitere Arten bekannt Falcatus hamatus und Falcatus proclivus.

Stethacanthus productus (Dmitry Bogdanov)

Stethacanthus productus (Dmitry Bogdanov)

Die Stethacanthidae wurde erstmals von Richard Lund im Jahr 1974 beschrieben und beinhaltet die Gattungen Stethacanthus und Akmonistion. Fossilien wurden in Nordamerika, Europa sowie in Asien gefunden und werden auf das Oberdevon und Unterkarbon datiert.
Typisch für diese Familie ist ein bürstenartiger Fortsatz auf der Schulterregion. Dieser ist auf der aufgeblähten Oberfläche mit Zähnen besetzt. Der Fortsatz besteht aus einer Basalplatte auf der Schulter, einem davorliegenden, seitlich zusammengedrückten Stachel, sowie der mit Zähnen besetzten Fläche dahinter. Basalplatte und die aus hohlen Stäben gebildete Bürste bestehen aus kalzifiziertem Knorpel, der Stacheln aus trabekulärem Dentin und ist von Knochengewebe umgeben. Auch auf dem Schädeldach, dicht vor dem Fortsatz, sind Zähne nachgewiesen.

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