Zoopresseschau

Allwetterzoo Münster 10.12.2014
Cornys Kolumne aus dem Allwetterzoo: Pediküre für eine trächtige Elefantendame…
Elefantenkuh Corny aus dem Allwetterzoo Münster erwartet ihr erstes Baby. Sie ist im 21. Monat trächtig. Die Trächtigkeit bei Elefanten dauert bis zu 22 Monate. Seit Ende November, kann das Kalb theoretisch täglich zur Welt kommen. Daher laufen die Geburtsvorbereitungen im Allwetterzoo schon auf Hochtouren. Wir berichten im Rahmen von Cornys Kolumne wöchentlich über den aktuellen Stand. Pediküre und Maniküre gehört bei vielen Münsteranerinnen und Münsteranern ebenso zum regelmäßigen Wohlfühlprogramm wie ein Friseurbesuch. Zum Friseur müssen die Elefanten im Allwetterzoo nicht, aber Wellness in Form von Fußpflege genießen sie regelmäßig und zwar an allen vier Füßen! So auch die schwangere Corny, die jetzt noch einmal bevor ihr Kalb zur Welt kommt, eine entspannte Pediküre erhält. Doch wie sieht die Fußpflege bei den Dickhäutern aus? Mit kleiner Schere und Nagelfeile kommen die Elefantenpfleger bei den Rüsselträgern nicht weit. Sie benutzen einen Winkelschleifer (Handflex), Hufmesser sowie eine große Feile wie man sie aus dem Handwerk kennt. Pro Fuß brauchen die Pfleger ca. 30 Minuten. Die beiden Vorderfüße haben je fünf Nägel, die beiden hinteren je vier.

Tierpark Bochum 10.12.2014
Spatz braucht Platz: Tierpark Bochum, NABU und Biologische Station mit
Nistkästen zur Erhaltung des Haussperlings
„Die Spatzen pfeifen es von den Dächern“ – so heißt es sprichwörtlich. Doch das trifft nicht für das Ruhrgebiet zu: Die Artenzählung „Stunde der Gartenvögel“ des NABU ergab, dass Bochum und seine Nachbarstädte zu den Spatzen-ärmsten Regionen Deutschlands gehören. Dem wollen der Tierpark Bochum, die Biologische Station Östliches Ruhrgebiet und der NABU Bochum mit der „Sonderaktion Spatzenkästen“ gemeinsam entgegen wirken: Am Sonntag, dem 14. Dezember, können im Foyer des Tierparks in der Zeit von 13:30 – 15:30 Uhr handgefertigte Spatzenkoloniekästen aus den Werkstätten für Behinderte erworben werden. Und das zum halben Preis, denn 50 Prozent des Kaufpreises stammen aus Artenschutzgeldern des NABU Bochum. So geht also jeder Koloniekasten für nur 15 Euro über den Tisch, solange der Vorrat reicht. Jürgen Heuser von der Biologischen Station erläutert das Ansinnen der Aktion „Spatz braucht Platz“: „Durch Sanierungsmaßnahmen an Häusern fehlen die vielen kleinen Nischen, die der Gebäudebrüter Sperling braucht. Nisthilfen sind hier eine große Hilfe.“ Allerdings sei es ebenso wichtig, Nahrung und Lebensraum für Spatz und Co. in der Stadt zu bieten. „Dazu gehören heimische Gehölze, Blumenwiesen und hier und da mal eine Sandbad oder eine Pfütze zum Plantschen.“, erläutert der Vogelkundler. Ein Hausgarten, der davon etwas zu bieten habe, nutze Sperlingen und allen anderen wildlebenden Tieren in der Stadt sehr. Der Haussperling, der im Volksmund auch Spatz genannt wird, ist eine Vogelart aus der Familie der Sperlinge. Der Spatz ist ein Kulturfolger und hat sich bereits vor Tausenden von Jahren dem Menschen angeschlossen. Heute ist er mit Ausnahme der Tropen fast auf der ganzen Welt in Menschennähe anzutreffen. Nach deutlichen Bestandsrückgängen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts – vor allem im Westen Mitteleuropas – wurde der Sperling in die Vorwarnliste bedrohter Arten aufgenommen. „Der Tierpark Bochum beteiligt sich seit Jahren am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP), durch das wir beispielsweise Nachzuchten unserer Mönchsgeier erfolgreich in den Pyrenäen auswildern konnten.“, berichtet Zoodirektor Ralf Slabik und fährt fort: „Der Artenschutz der großen, ist jedoch selbstverständlich genauso wichtig wie der Erhalt der kleinen Vögel. Deshalb sind wir froh, dass wir der Aktion „Spatzenkästen“ unsere Räumlichkeiten zur Verfügung stellen können und hoffen, dass viele Besucher einen der Holzkästen kaufen, der sich auch hervorragend als Weihnachtsgeschenk eignet.“ Bereits vor drei Jahren gab es eine solche Sponsoring-Aktion in Bochum. Damals wurden in der ökologischen Kleingartenanlage „Kraut & Rüben“ fast 100 Koloniekästen unter die Bochumer gebracht. Wer sich zutraut, selbst einen Spatzen-Koloniekasten zu bauen, findet eine NABU-Anleitung im Download-Bereich von www.biostation-ruhr-ost.de.

Zoo Basel 10.12.2014
Erste Meilensteine auf der entstehenden neuen Elefantenanlage
Im Zoo Basel wird zurzeit die Elefantenanlage „Tembea“ gebaut. Ein neues Haus, Suhlen, Bäder, Duschen, unterschiedliche Gehegestrukturen und Bodenbeläge sollen den Elefantenalltag spannend gestalten. Einige Beschäftigungsmöglichkeiten sind auf der entstehenden Anlage bereits zu sehen. Neue Seile, Tore und Pfosten werden jetzt einem Härtetest unterzogen, „Testpersonen“ sind die Elefanten selbst. Die Eröffnung ist in zwei Schritten geplant, im Frühling 2016 wird das Haus fertiggestellt, knapp ein Jahr danach die Gesamtanlage. Hilfe in Notlagen – Geschenk von LifeSupport – Anlässlich seines zehnjährigen Jubiläums hat der Verein LifeSupport im Zoo Basel gratis vier Notfall- bzw. Reanimationskurse für Diensthabende und Tierärzte durchgeführt, zwei kostenlose Defibrillatoren vermittelt und alle Tierpflegenden vergünstigt mit einem halbtägigen Notfallkurs geschult. Umbau des Zoorestaurants schreitet voran – Die Arbeiten für den Umbau des Zoorestaurants sind in vollem Gange. Das Restaurant soll in zwei Schritten eröffnet werden. Im Frühling 2015 wird der Selbstbedienungsteil im Parterre und Anfang Sommer der erste Stock eröffnet. Im neuen Restaurant werden die Gäste durch ein grosses Fenster Aussicht auf die Elefantenanlage haben. Bis zur Eröffnung ist die Verpflegung mit einem provisorischen Restaurationsbetrieb gewährleistet.

Tierpark Hellabrunn 09.12.2014
Eisbärige Geburtstagsparty in Hellabrunn: Nela und Nobby werden ein Jahr alt!
Am Dienstag, den 9. Dezember begehen die beiden Hellabrunner Eisbärenzwillinge ihren ersten Geburtstag: Zwölf Monate voller spannender Erlebnisse, neuer Erfahrungen und Herausforderungen – das muss gebührend gefeiert werden! Auf der Tundra-Anlage in der Hellabrunner Polarwelt wartet eine süß-kalte Leckerei auf die beiden Geburtstags-Bären: Zur Feier des Tages bekommen Nela und Nobby zwei Eistorten der besonderen Art. Die Tierpfleger haben Erdbeeren, Mangos, Äpfel und Ananas in Wasser eingefroren, mit einer Eis-Kerze aus Fruchtsaft und einer Flamme aus Sahne dekoriert. Und daneben stehen auch Geschenke. Was ist interessanter, Torte oder Spielzeug? Nela macht sich sofort an die Sahne, Nobby nähert sich der Torte eher zögerlich und stürzt sich dann auf ein etwas außergewöhnliches Geschenk: Ein Baustellenhütchen! Jetzt geht die Geburtstagsparty richtig los: Nela und Nobby stülpen sich die Hütchen auf die Schnauze, balancieren sie auf den Pfoten und werfen sie ins Wasser. Die Überraschung für die beiden Bären ist gelungen! „Ich habe unsere temperamentvollen Eisbärenzwillinge Nela und Nobby sofort in mein Herz geschlossen. Die zwei bieten einfach immer beste Unterhaltung: Im Herbst waren die Jagd nach flatterndem Laub und das Wälzen in Blätterhaufen ihre Lieblingsspiele. Mal sehen, was sie anstellen, wenn es das erste Mal schneit!“, sagt Zoodirektor Rasem Baban, und ergänzt: „Seit rund einem Monat haben Nela und Nobby täglich Kontakt zu ihrem Vater Yoghi, den sie am sogenannten Schmusegitter beschnuppern. Wir beobachten diese Zusammenkünfte weiterhin, um zu entscheiden, ob wir Giovanna und den Nachwuchs mit Vater Yoghi zusammenbringen können.“ Auch Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende des Tierparks, Christine Strobl, gratuliert: „Ich kann mich noch gut an die beeindruckenden Filmaufnahmen aus dem Mutter-Kind-Haus erinnern, und wie liebevoll sich Giovanna gleich nach der Geburt um die kleinen Eisbärenbabys gekümmert hat. Nun sind Nela und Nobby zu stattlichen Eisbären herangewachsen und feiern mit Fruchttorten und Spielzeuggeschenken ihren ersten Geburtstag. Es ist immer wieder eine Freude, die beiden zu beobachten!“ Nela und Nobby haben sich in ihrem ersten Lebensjahr bestens entwickelt. Nobby, der kleine, verspielte Genießer, ist zwar gut genährt, aber mit etwa 80 Kilogramm Körpergewicht kleiner und leichter als seine Zwillingsschwester Nela, die gut zehn Kilogramm mehr auf die Waage bringt. Ganz wie ihr Papa Yoghi ist sie eher ein Schleckermäulchen, das auch mal mehr frisst als nötig. Die beiden kleinen Eisbären mögen besonders gerne Fleisch und Fisch, aber auch Salat, Melone und gekochte Suppe mit Gewürzen. Zusätzlich bekommen sie noch beste Muttermilch von Mama Giovanna (8 Jahre). Um sich einen Winterspeck anzufressen, nehmen die Eisbären momentan täglich das Doppelte ihrer Sommerration zu sich. Eisbär Yoghi (15 Jahre) wiegt nun etwa 500 Kilogramm, Giovanna rund 370 Kilo. Davon sind die heute einjährigen Eisbären Nela und Nobby natürlich noch weit entfernt. Doch zurück zum Anfang: Das Abenteuer Leben beginnt mit zwei spektakulären Geburten – beide in Farbe und brillanter Qualität auf einer Überwachungskamera aufgezeichnet. Am Vormittag des 9. Dezember 2013 kommen Eisbärbaby Nummer 1 und Nummer 2 im Abstand von einer Stunde auf die Welt: gesund, nackt, blind, taub und gerade einmal so groß wie zwei Meerschweinchen. Die ersten Lebensmonate verbringen die beiden gemeinsam mit ihrer Mama Giovanna im Mutter-Kind-Haus der Hellabrunner Polarwelt. Dank der fürsorglichen Pflege und der guten Muttermilch entwickeln sich die beiden prächtig, wachsen und nehmen reichlich zu. Am 19. März, dem 100. Lebenstag der Eisbärenzwillinge und einem wunderschönen Frühlingstag, geht es für die zwei das erste Mal hinaus aus ihrer Höhle. Sie sind mit etwa sechs und sieben Kilo jetzt groß und kräftig genug, um sich draußen zu behaupten. Voller Neugier und Aufregung begeben sich die beiden auf Entdecker-Tour: Da heißt es, Baumstämme zu beklettern, das Element Wasser kennen zu lernen, Gras zu schnuppern. Alles ist neu, alles ist aufregend! Der nächste große Termin für die beiden ist die Vorstellung der Paten, die den bärigen Herzensbrechern auch ihre Namen verleihen: der Wildlife-Eisbären-Fotograf Norbert Rosing und Emanuel Clemm, Geschäftsführer der emilo Spezialitätenrösterei, „taufen“ die Eisbären am 7. April auf die Namen Nela und Nobby. Acht Monate später, am 9. Dezember, feiern die beiden Eisbären nun ihren ersten Geburtstag. Hellabrunn-Besucher können Nela und Nobby, zusammen mit Giovanna, täglich von 9 Uhr bis etwa 16.30 Uhr auf der Tundra-Anlage oder der Felsen-Anlage in der Polarwelt sehen. Auf der jeweils anderen Anlage hält sich Eisbär Yoghi auf. Hintergrund-Infos zu den Hellabrunner Eisbären: Die Eisbärenbabys wurden am 9. Dezember 2013 geboren. Weltweit erstmalig kann der Münchner Tierpark Hellabrunn mit Farb-Videoaufnahmen die Entwicklung von Eisbären in den ersten Monaten, die sie mit der Mutter in der Wurfbox (bzw. in der Natur in einer Eishöhle) verbringen, zeigen. Dies ist auch wissenschaftlich von großer Bedeutung. Eisbärenmama Giovanna wurde am 28. November 2006 in Fasano in Italien geboren. Im Januar 2008 kam sie nach Hellabrunn. Die Zeit während des Umbaus der Hellabrunner Polarwelt in den Jahren 2009 und 2010 verbrachten Giovanna und Yoghi (geboren am 29.11.1999 im italienischen Pistoia) in Berlin. Dort war Giovanna Knuts erste Spielgefährtin. Seit 2010 leben Yoghi und Giovanna als harmonisches Eisbärenpaar gemeinsam in Hellabrunn. Yoghi deckte Giovanna zu Ostern 2013. Bis Ende des Sommers entwickelte sich nach der sogenannten Keimruhe aus dem befruchteten Ei der Embryo und begann zu wachsen. Danach dauerte die Tragezeit nur noch etwa acht Wochen. Nie zuvor sind in Hellabrunn Eisbären-Zwillinge aufgewachsen. Die vorletzte Eisbärengeburt in Hellabrunn liegt mittlerweile 20 Jahre zurück: 1993 wurde im Münchner Tierpark Eisbär Lars geboren, der Vater von Publikumsliebling Knut. 1995 zog Lars nach Neumünster um. Er ist der Vater von Eisbärin Anori, die 2012 in Wuppertal geboren wurde. Ende der 80er-Jahre kamen zwei weitere Eisbären-Jungtiere in Hellabrunn zur Welt. Der Vater der Eisbärenzwillinge, der 15-jährige Yoghi, lebte von 12. März bis 6. Oktober 2014 durch Vermittlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) in der Wilhelma in Stuttgart, wo er Eisbärin Corinna Gesellschaft leistete. Für Jungtiere stellt ein Eisbärenvater eine Gefahr dar, da er sogar seinen eigenen Nachwuchs als potentielle Beute sieht und fressen könnte. Aus diesem Grund sind Giovanna, Nela und Nobby getrennt von Yoghi.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 09.12.2014
Wir trauern! Mitarbeiter- und Besucherliebling im Naturschutz-Tierpark Görlitz- Zgorzelec gestorben.
Anfang des Jahres machte sie noch Schlagzeilen als gegen Autos tretendes „Kung-Fu“ Kamel. Sie war Medienstar auf dem Heilige Drei Könige Umzug in Zgorzelec und jeder, der im letzten Jahrzehnt im Tierpark Görlitz auf einem Kamel saß, ritt auf „Alia“! Nun ist sie tot. Was vor 6 Wochen mit einem leichten Husten begann, endete in der Veterinär-Universitäts-Klinik Leipzig. Dem vorrausgegangen waren zahlreiche Untersuchungen, Behandlungen und Telefonate. Die geballte deutsche und europäische Zootierärzteschaft war involviert. Doch selbst jetzt, zwei Wochen nach Ihrem Tod, steht das finale Obduktionsergebnis noch aus. War es eine Infektion oder ein Tumor, der die Lunge angegriffen hat? Wir werden es hoffentlich bald erfahren. Besonders tragisch: „Alias“ Hochzeitsreise in den Chemnitzer Zoo im Frühjahr war erfolgreich. Sie war tragend. Kamele können ein Alter von 30 Jahren erreichen, Alia wurde nur 12. Dieses charismatische Tier wird eine große Lücke im Tierpark hinterlassen.

Zoo Salzburg 09.12.2014
Gelandet – einen Monat später als üblich sind die Salzburger Gänsegeier von den Alpen in den Zoo übersiedelt!
Heuer haben die Geier lange auf sich warten lassen. Erst seit einigen Tagen sind die imposanten Aasfresser in der Felswand des Hellbrunner Berges gelandet, um den Winter im Zoo Salzburg zu verbringen. Gänsegeier sind Sommergäste in den Alpen – Wenn im Herbst die Nebelschwaden die Alpen einhüllen und der erste Schnee fällt, zieht es die Gänsegeier wieder in den Süden in Richtung Kvarner Inseln (Kroatien). Nicht so die freifliegenden Gänsegeier des Zoo Salzburg! Sie ersparen sich den Flug über die Alpen und übersiedeln in die Felswand des Hellbrunner Berges hoch über dem Zoogelände. Im Salzburger Zoo mit Futter verwöhnt – Die Salzburger „Stammgeier“ wissen, dass sie jederzeit von den Tierpflegern gefüttert werden. Deshalb zieht es die Geier Anfang des Winters nicht in den Süden, sondern in den Salzburger Zoo. Haben sie Hunger, landen sie gerne auf dem Besucherweg. Dann muss ihnen schnell Futter gegeben werden, weil warten nicht zu den Tugenden dieser Aasfresser gehört.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 08.12.2014
Winterimpressionen mit Eisbär – Geburtstagsgrüße von Wilbär aus Schweden
Eisbär Wilbär, der als Jungtier 2008 in der Wihelma ein großer Publikumsliebling war, fühlt sich in seiner neuen Heimat in Schweden pudelwohl. Er war am 10. Dezember 2007 in dem Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart zur Welt gekommen und 2009 in den hohen Norden umgezogen. Kurz vor seinem siebten Geburtstag hat die Wilhelma jetzt Grüße aus dem Orsa-Bärenpark, zirka 300 Kilometer nordwestlich von Stockholm, erhalten. Der inzwischen erwachsene Eisbär amüsiert sich in dem Park offensichtlich mächtig, wie die aktuellen Bilder zeigen. Anders Björklund, der Leiter des Raubtierparks in Grönklitt, hat der Wilhelma eine Fotoserie von Wilbärs neuesten Abenteuern geschickt. Schneekanonen türmen in der „Polar World“, der mit 40.000 Quadratmetern größten Eisbärenanlage der Welt, jedes Jahr einen 15 Meter hohen Schneehügel auf. Wilbär lebt dort mit der Bärin Ewa aus dem Zoo Rotterdam als Gefährtin. Dazu schreibt Björklund: „Die Tiere haben großen Spaß im Schnee. Wilbär ist sehr verspielt. Wenn er von uns etwas zur Beschäftigung bekommt, fängt er gleich an, damit zu spielen. Blaue Bälle mag er besonders. Er hatte schon einmal einen großen blauen Ball mit 60 Zentimetern Durchmesser, den er sehr mochte.“ Doch die Tiere brauchen Abwechslung. „Diesmal haben wir ihm zwei kleinere Bälle gegeben: einen roten und einen blauen. Das hat ihn erst einmal durcheinander gebracht“, berichtet Björklund. „Nach einer Weile hat er sich für den blauen entschieden, ihn aus dem Wasser gefischt, auf den Schneehügel getragen und mit dem Ball herumgetollt … stundenlang.“ Bis er offenbar mit dem Kopf auf dem Ball eingeschlafen ist. In Stuttgart lässt Wilbärs Mutter Corinna derweil die Besucher und Tierpfleger der Wilhelma weiter im Ungewissen, ob sie nach dem Besuch von Eisbär Yoghi aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn neuen Nachwuchs erwartet oder nicht. Eisbärinnen kann man absolut nicht ansehen, ob sie trächtig sind. Corinna wiegt rund 300 Kilo, da fallen die 500 bis 600 Gramm eines Eisbärbabys überhaupt nicht ins Gewicht. „Auch an ihrem Verhalten können wir noch nichts eindeutig ablesen“, sagt die Kuratorin Ulrike Rademacher. Für den Fall der Fälle haben die Pfleger für Corinna im Innengehege einen Raum als Wurfbox hergerichtet, damit sie sich bei Bedarf jederzeit zurückziehen könnte.

Opel Zoo Kronberg 08.12.2014
173.000 Euro für Zoopädagogik 2.0 im Opel-Zoo – Stiftung „Flughafen Frankfurt/Main für die Region“ unterstützt Bildungsprojekt
Die Stiftung „Flughafen Frankfurt/Main für die Region“ fördert die Zoopädagogik des Opel-Zoos mit 173.000 Euro. Staatsminister Axel Wintermeyer, Vorstandsmitglied der Stiftung Flughafen, hat heute einen Bescheid für das Projekt „Zoopädagogik 2.0 – Neue Informationsvermittlung im Opel-Zoo“ an Gregor von Opel, Vorstandsvorsitzender der „von Opel Hessische Zoostiftung“, und den Direktor des Opel-Zoos, Dr. Thomas Kauffels, überreicht. „Im Sinne einer Bildung für Nachhaltigkeit und des lebenslangen Lernens (LLL) ist es unser erklärtes Ziel, möglichst alle Besucher zu erreichen, zumal Begeisterung für Natur- und Artenschutz, Biodiversität und Nachhaltigkeit an kaum einem anderen Ort als einem Zoo besser veranschaulicht werden kann“, erklärte Gregor von Opel. Er erläuterte weiter, dass für dieses Ziel Strategien entwickelt und Informationswege gefunden werden müssten, die allen Besucher zugänglich sind, und sie auch ansprechen. Staatsminister Axel Wintermeyer sagte: „Wir möchten einen Beitrag leisten, damit die kleinen und großen Besucher die faszinierende Tierwelt mit allen Sinnen erleben können. Der Opel-Zoo ist gerade für Schulklassen ein wunderbarer Lernort, der den Unterricht lebendig macht.“ Das neue Projekt Zoopädagogik 2.0 sei ein weiterer moderner Baustein, um die wertvolle Artenvielfalt darzustellen und ein Verständnis für die Natur zu vermitteln. „Die Stiftung Flughafen fördert kreative Ideen und nachhaltige Projekte in der Region, die den Menschen im Umland des Airports zugutekommen“, so der Chef der Hessischen Staatskanzlei. Dr. Thomas Kauffels, der Direktor des Opel-Zoos, informierte über das Projekt: Dazu gehören traditionelle, ansprechende und entsprechend aufwändige Beschilderungen bei verschiedenen Tierarten oder zu besonderen Themen, Beschallung für öffentliche Führungen zu den Elefanten in der neuen, großzügigen Elefantenanlage, die Entwicklung eines Kinderzooführers, die Einrichtung einer biologischen und zoologischen Präsenzbibliothek für Studenten der Professur für Zootierbiologie/Opel-Zoo-Professur, aber auch moderne Techniken für den Wissenstransfer. So soll beispielsweise im Giraffenhaus eine interaktive Station entstehen, an der sich Besucher über die gesamte Biologie der Giraffen informieren können. Von der o.g. Stiftungsprofessur mit seinem Lehrstuhlinhaber Prof. Paul Dierkes werden Forschungsdaten mit Hilfe von Videomonitoring bei Elefanten und Giraffen gesammelt. Die Forschungsergebnisse können dann auch zeitnah und interessant aufbereitet den Besuchern zugänglich gemacht werden. Die Zoopädagogik im Opel-Zoo betreut bereits heute etwa 20.000 Personen pro Jahr und ist damit einer der bedeutendsten außerschulischen Lernorte in Hessen. Mit den neuen Medien können alle rund 650.000 Besucher des Opel-Zoo noch intensiver informiert werden.

Tierpark Görlitz, 05.12.2014
Eine schöne Bescherung…
… freuten sich die Mitarbeiter des Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgrorcelec, als bei der täglichen Fütterung ganz unerwartet zwei neugeborene Lämmer im Stall lagen. Die vorgezogene Nikolausüberraschung ist Brillenschafdame „Hira II“ zu verdanken, die bereits im Februar Zwillinge zur Welt brachte. Üblicherweise werfen die Schafe nur einmal im Jahr, doch schon im Oktober gab es untypischen zweiten Nachwuchs in der Gruppe. Der Jungtiersegen im Tierpark begann 2014 mit der Geburt eines Brillenschaflammes und es endet mit einer solchen. Na dann: Frohe Weihnachten!

Zoo Osnabrück, 05.12.2014
Siebte Schule lernt mit Affe, Löwe & Co. – Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte unterstützt erneut Sprachförderprojekt
Mit 12.000 Euro und damit insgesamt 45.000 Euro unterstützt die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte zum inzwischen fünften Mal das Sprachförderprojekt „Deutsch lernen im Zoo“ im Zoo Osnabrück. Das Projekt startete 2009 mit der Franz-Hecker-Schule und wurde aufgrund der positiven Bilanz nach und nach ausgebaut. „Wir freuen uns, dass nun mit der Regenbogenschule aus Georgsmarienhütte die inzwischen siebte Schule an dem Projekt teilnimmt“, so Dr. Beate Maria Zimmermann, Geschäftsführerin der Stiftung. „Mit unserer Stiftung unterstützen wir Kinder und Jugendliche bei einem guten Start ins Leben und dafür ist es natürlich wichtig, sich gut ausdrücken, lesen und schreiben zu können.“ Zusätzlich fließen 4.425 Euro aus dem Zoolauf 2014, den die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte ebenfalls unterstützte, in das Programm. Im Rahmen des Sprachförderprojekts können die Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden ersten bis vierten Klasse mit ihren Lehrern den Zoo kostenlos besuchen. Bei den Führungen der Zoopädagogen liegt der Schwerpunkt auf Deutschlernen. Das heißt die Kinder lernen neue Begriffe wie Mähne oder Tatze und werden aufgefordert zu beschreiben, was das Tier gerade macht oder frisst. So werden sie zum Sprechen animiert und der Wortschatz erweitert sich spielerisch. In der Schule festigen die Lehrer dann die neuen Begriffe mithilfe von Lückentexten, Aufsätzen, Referaten oder Bastelarbeiten. In den vergangen Jahren fanden bereits über 3.500 Besuche der Schülerinnen und Schüler der Grundschulen Eversburg, Kreuzweg, Heiligenweg sowie der Franz-Hecker-Schule, Rosenplatzschule und Stüveschule mit dem Schwerpunkt Deutsch statt. „Kinder sind fasziniert von Tieren. Sie wollen berichten, was sie bei den Tieren gesehen haben oder was die Tiere gemacht haben und werden so zum Sprechen, Schreiben und Lernen neuer Begriffe animiert. Dank der Stiftung können wir mit dem Projekt den Zoo, der sich ja so gut wie selbst finanziert, noch stärker als Bildungseinrichtung nutzen“, freut sich Zoopräsident Reinhard Sliwka. Zum offiziellen Start der neuen Förderung kamen drei zweite Klassen der Regenbogenschule in den Zoo. Schulleiterin Ursula Marshall und das Kollegium sagten sofort zu, als die Anfrage zur Teilnahme kam: „Außerhalb des Klassenzimmers zu lernen, kann für die Kinder sehr wertvoll sein. Im Zoo, wo sie Auge in Auge mit den Tieren stehen, diese riechen, hören und vielleicht sogar fühlen können, bleiben neue Begriffe und neues Wissens schnell im Kopf, weil sie es mit diesem besonderen Erlebnis verbinden.“ Bei ihrem ersten Zoobesuch ging es für die Kinder zu den Löwen und Tigern, wo sie lernten, wie das Haar am Kopf des Löwenmannes heißt und wozu er es braucht.

Zoo Heidelberg, 05.12.2014
Junge Hüpfer im Zoo Heidelberg: Auch das zweite Jungtier ist jetzt aus dem Sack
„Waren das etwa zwei Füße? Ist das ein Ohr oder ein Schwanz, der aus dem Beutel ragt?“ In der letzten Woche war es endlich soweit: Das zweite Jungtier verließ den Beutel seiner Känguru-Mutter und erkundete mit ersten kleinen Hüpfern das Gehege. Immer ganz dicht in der Nähe der Mutter sichert es sich den Rückweg und nutzt die Möglichkeit, blitzschnell wieder zurück in die schützende Beutelhöhle zu schlüpfen. Wissenschaftlich als Macropodiae, „Großfüßer“, bezeichnet, erklärt sich auch durchaus die Tatsache, dass mit zunehmender Größe des Jungtieres häufig mal die Füße aus dem Beutel schauten. Wenn es sich ebenso gut entwickelt wie das bereits etwas ältere Jungtier, wird es bald ebenfalls nur noch den Kopf in den Beutel seiner Mutter strecken, um zu trinken. Speziell die kräftigen, langen Hinterbeine mit dem muskulösen Schwanz als Stabilisator, ermöglichen Kängurus, weite Sprünge von bis zu 10 Meter zu machen. Dabei benötigen Sie nur minimalen Kraftaufwand und können so weite Strecken zurücklegen. In ihrer australischen Heimat vertreten Kängurus die grasfressenden Huftiere anderer Kontinente, wie beispielsweise in Afrika die Antilopen, und füllen somit diese ökologische Nische. Und auch wenn manche der Kängurus im Zoo Heidelberg eine graue Fellfarbe besitzen, gehören dort allesamt der Familie der Roten Kängurus an. „Hier im Zoo stehen die hübschen Tiere mit den von langen Wimpern umrandeten Augen stellvertretend für die Ordnung der Beuteltiere.“ berichtet Sandra Reichler, wissenschaftliche Assistentin und Kuratorin im Zoo Heidelberg. Bemerkenswert sei bei Beuteltieren vor allem die besondere Embryonalentwicklung. Nach einer für die Größe der Tiere außergewöhnlich kurzen Tragezeit von vier bis fünf Wochen, kommt der Nachwuchs bereits auf die Welt. Noch blind kriecht der nur etwa 2-3 cm großes Embryo (vergleichbar mit einem Gummibärchen), vom Geruchssinn geleitet, selbständig den Bauch hinauf in den Beutel der Mutter. Dies geschieht meist nahezu unbemerkt und lässt sich lediglich an der „Schleimspur/Kriechspur“ auf dem Bauch des Muttertiers erkennen. Im Beutel angekommen, sucht sich der Embryo eine der vier Zitzen, die in seinem Mund anschwillt und so eine feste Verbindung zwischen Mutter und Jungtier herstellt. Erst nach weiteren vier Monaten, in der das Jungtier nahezu konstant gesäugt wird, schauen die ersten Körperteile aus dem Beutel heraus. Dies erklärt auch, dass nicht jede Geburt von den Tierpflegern sofort bemerkt wird. Das Geschlecht des Neuzugangs in der Känguruherde steht noch nicht fest. Ob es wie das ältere Jungtier ebenfalls ein Weibchen wird und selbst später einen Beutel besitzen wird, stellt sich erst in einigen Monaten heraus. Interessierte Tierpaten werden hierzu gerne informiert, denn wie einige der anderen Kängurus im Zoo Heidelberg auch, suchen diese beiden jungen Roten Riesenkängurus noch liebevolle Tierpaten. In der freien Natur wäre eine solche Patenschaft durchaus ebenfalls nützlich, da dort ein eigenartiges Verhalten der Fluchttiere beobachtet werden kann. Bei extremer Gefahr wird auf der Flucht durchaus mal eines der Jungtiere „unsanft vor die Tür gesetzt“ und erst später mit etwas Glück wieder eingesammelt. Zum Glück kommt das jedoch sehr selten vor, da Riesenkängurus seit der Ausrottung des Beutelwolfes keine natürlichen Feinde haben. Der größte Feind ist der Mensch und sein Auto. Andere Tiere trauen sich nicht heran, da die Fußschläge der Riesenkängurus sehr präzise und sehr kräftig sein können. Dennoch sind auch diese genügsamen Grasfresser von Hunger aufgrund von Hitze- und Trockenheitsperioden in ihrer Heimat ebenfalls bedroht. Wer sich für Tierpatenschaften interessiert oder noch kurz vor Weihnachten ein außergewöhnliches Geschenk sucht, kann sich auf der Webseite des Zoo unter www.zoo-heidelberg.de oder anhand der Patenschaftsbroschüre direkt im Zoo hierzu gerne informieren.

Münchener Tierpark Hellabrunn, 05.12.2014
Im Reich der Eisbären: Norbert Rosings Fotos jetzt in Hellabrunn
Eine Fotoausstellung der besonderen Art ist seit Freitag, 5. Dezember, im Münchner Tierpark Hellabrunn zu sehen: Der bekannte Natur- und Tierfotograf Norbert Rosing zeigt im Artenschutzzentrum rund dreißig seiner schönsten Bilder und lädt die Besucher des Tierparks ein, ihm auf eine fotografische Reise ins Reich der Eisbären zu folgen. Die Faszination für das größte an Land lebende Raubtier dieser Erde und seine Heimat, die Arktis, bestimmt Rosings Arbeit seit über zwanzig Jahren. Mehrmals jährlich bereist er seither die Länder der arktischen Regionen, immer auf der Suche nach den weißen Riesen, und zeigt sie in ihrem natürlichen Lebensraum. Seine Fotos werden veröffentlicht in Magazinen wie GEO, BBC Wildlife oder National Geographic und füllen mehrere Bildbände; das renommierte britische Magazin Outdoor Photography wählte ihn 2011 gar unter die vierzig einflussreichsten Naturfotografen. Zoodirektor Rasem Baban lenkt anlässlich der Ausstellungseröffnung die Aufmerksamkeit auf einen besonders wichtigen Aspekt in Rosings Schaffen: „Die Vereinten Nationen haben die UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011-2020 ausgerufen, und Norbert Rosing ist einer ihrer deutschen Botschafter. Er trägt mit dazu bei, dass Begriffe wie „Biologische Vielfalt“ und „Biodiversität“ im Bewusstsein unserer Gesellschaft immer präsenter werden, dass immer besser verstanden wird, wie unser aller Leben auf diesem Planeten zusammenhängt und sich gegenseitig beeinflusst. Wir müssen verstehen lernen, warum der Eisbär am Polarkreis sehr wohl Bedeutung für unser Leben hier in Deutschland hat und umgekehrt. Insofern sind auch die Eisbären auf Rosings Fotografien Botschafter des Biodiversitätsgedankens – so wie unsere Eisbären hier in Hellabrunn Botschafter sind für ihre wildlebenden Verwandten im hohen Norden. Das Thema Biodiversität bestimmt deshalb auch zunehmend unsere Arbeit im Tierpark Hellabrunn“, so Baban. Rosing fotografiert überwiegend analog und verzichtet komplett auf digitale Bildbearbeitung. Die Ausstellung Im Reich der Eisbären im Artenschutzzentrum von Hellabrunn wurde erstellt in Zusammenarbeit mit der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg. Sie läuft bis zum 22. Februar 2015 und ist im Rahmen eines regulären Tierparkbesuchs täglich von 9 bis 16:30 Uhr zu besichtigen. Norbert Rosing ist seit März 2014 Pate des jungen Hellabrunner Eisbären Nobby; der Pate von Nobbys Schwester Nela ist der Münchner Unternehmer Emanuel Clemm.

Hamburger Tierpark Hagenbeck, 05.12.2014
Fisch am Weihnachtsbaum – Kamtschatkabären vom Nikolaus überrascht
Gehören Fische an einen Weihnachtsbaum? Aber na klar! Erst recht, wenn der Nikolaus die Kamtschatkabären beschenkt. Bärenmutter Mascha staunte nicht schlecht, als sie ihre weihnachtlich dekorierte Außenanlage sah. Eine drei Meter hohe Kiefer, behängt mit saftigen Orangen, knackigen Paprika, süßen Äpfeln und natürlich frischem Fisch. Dazu zahlreiche bunt beklebte Geschenkkartons und prall gefüllte Säcke mit leckeren Hunde-Pellets darin. Zurückhaltung ist normalerweise nicht die hervorstechendste Eigenschaft der Kamtschatkabären, besonders wenn leckeres Futter lockt. Doch beim ersten Besuch des Nikolauses im Bärengehege war das anders. Ganz vorsichtig inspizierte die Bärenmutter die fremdartigen Dinge. Ihre Drillinge Ivan, Igor und Irina beäugten alles aus sicherer Entfernung. Ob Bärenkinder auch Respekt vor dem Nikolaus haben? Erst als Bärenmama Mascha begann, Karton für Karton auseinanderzunehmen, hielten es ihre pelzigen Kinder vor Neugierde nicht mehr aus und halfen mit beim Beschnuppern, Beknabbern und Zerfetzen. Die Favoriten für Bärenmutter Mascha waren ganz klar die Fische im Baum. Immer wieder streckte sie sich, um den feinen Behang aus den Ästen zu fressen, während die kleine Dreierbande sich intensiv mit den Pappkartons beschäftigte. „Die Bären haben richtig Spaß an der weihnachtlichen Abwechslung“, freute sich Reviertierpfleger Tobias Taraba. Und mit etwas Glück wird die Kiefer samt der bunten vegetarischen Kugeln auch noch morgen im Gehege stehen, wenn Pony „Picolaus“ in der Mittagszeit weihnachtliche Süßigkeiten für die Tierparkbesucher bereithält. Keine Sorge, Fisch wird nicht unter den Gaben sein…

Tiergarten Nürnberg, 04.12.2014
Kleiner Eisbär entwickelt sich gut
Einer der beiden am Freitag, 21. November 2014, im Tiergarten der Stadt Nürnberg geborenen kleinen Eisbären entwickelt sich prima. Eisbärenmutter Vera kümmert sich vorbildlich um ihr Jungtier. Auf den Monitoraufnahmen ist zu sehen, wie sich das Kleine in die Armbeuge seiner Mutter kuschelt. Vera hält es mit ihrem Körper und ihrem Atem warm. Die Eisbärenmilch ist sehr nahrhaft und hat einen durchschnittlichen Fettgehalt von etwa 33 Prozent, es wurden aber auch schon Werte von knapp 50 Prozent gemessen. Im Laufe der Stillzeit nimmt der Fettgehalt ab. Das Geschwister des Jungtiers wurde am Dienstag, 25. November 2014, letztmalig auf den Aufzeichnungen der Höhlenkamera gesehen. Es ist wahrscheinlich nicht mehr am Leben.

Tiergarten Nürnberg, 04.12.2014
Tiergarten bei IUCN-Veranstaltung in Kolumbien vertreten
Der Tiergarten der Stadt Nürnberg und die Artenschutzgesellschaft Yaqu Pacha beteiligten sich am ersten Treffen von südamerikanischen Seekuh-Experten in der Weltnaturschutzunion (IUCN). Der Tiergarten und die dort angesiedelte Artenschutzgesellschaft unterstützen und fördern das Programm. Die Tagung fand von Montag bis Mittwoch, 1. bis 3. Dezember 2014, in Cartagena, Kolumbien statt. Dr. Lorenzo von Fersen, Kurator für Forschung und Artenschutz des Tiergartens, präsentierte das vom Tiergarten aus koordinierte Europäische Arterhaltungsprogramm für Seekühe (Manati-EEP). Themen waren die Gefährdung und mögliche Schutzstrategien für die Karibische Seekuh, einer der am meisten bedrohten wasserlebenden Säugetierarten Südamerikas. Erfahrung mit kleinen Populationen wie in Zoos ist im globalen Artenschutz besonders gefragt. Bei der Seekuh und vielen weiteren Tierarten kommt es zunehmend zu einer Verinselung der Population im natürlichen Verbreitungsgebiet. Das führt zu immer kleineren Unterpopulationen, die Gefahr laufen, ihre genetische Vielfalt zu verlieren. Gerade hier können Zoos einen großen Betrag leisten, indem sie mit Wissen und Erfahrung die Biologen vor Ort unterstützen. Auf dem Treffen wurde eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Manati-EEP und den Populationsbiologen Südamerikas vereinbart. Die Gefahren für die Karibische Seekuh sind in den verschiedenen Ländern ihres Verbreitungsgebietes unterschiedlich. Die Zerstörung ihres Lebensraums und gezielte Tötung zählen dabei zu den häufigsten Bedrohungen. Das Treffen, das künftig alle zwei Jahre fortgesetzt werden wird, fand im Vorfeld der 16. Tagung der Südamerikanischen Gesellschaft der Spezialisten für Meeressäugetiere (SOLAMAC) in Cartagena statt.

Zoo Magdeburg, 04.12.2014
Zoo-Erlebnisse das ganze Jahr hindurch: Jahreskartenaktion „12+2“ und farbenprächtige Savannenvögel
Tierische Erlebnisse das ganze Jahr hindurch: Mit der Jahreskartenaktion „12+2“ hält der Zoologische Garten Magdeburg erneut ein ganz besonderes Angebot für Zoo- und Tierfreunde parat. Wird bis zum 31.12.2014 eine Jahreskarte erworben, so schenkt der Zoo dem künftigen Jahreskarteninhaber ab Ausstellungsdatum zwei zusätzliche Monate. Ob es einem nun Tiger „Amur“, die Magdeburger Schimpansentruppe oder die majestätischen Weißen Löwen angetan haben – damit kann jeder Zoofan regelmäßig seine Lieblingstiere besuchen und keine Neuigkeit wird verpasst. Der Zoologische Garten Magdeburg befindet sich in stetigem Wandel. Farbenprächtige Savannenvögel sind als erste Einwohner des zukünftigen Africambo 2 schon jetzt eingetroffen. Die afrikanische Vogelgemeinschaft umfasst derzeit drei verschiedene Arten, die als Geschenke befreundeter Zoos unsere Elbestadt erreichten: Fünf Purpurglanzstare aus dem Zoo Heidelberg wurden bisher mit einem männlichen Langschwanzwürger aus dem Zoo Dresden und drei Diadembartvögeln aus dem Zoo Berlin und aus privater Haltung vergesellschaftet. In der kalten Jahreszeit sind diese gefiederten Kleinode wahre Farbtupfer, die mit der neuen Jahreskarte bewundert werden können.

Tierpark Görlitz, 04.12.2014
Seniorennachmittag im Tierpark
In diesem Dezember startet eine Veranstaltungsreihe speziell für Senioren im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec. Bei Kaffee und Kuchen gibt es zunächst einen Vortrag zu einem bestimmten Tierpark-Thema sowie Zeit für Fragen und Diskussionen, anschließend geht es noch zu einem Gehege um die Tiere aus nächster Nähe zu erleben. Thema der ersten Veranstaltung am 19.12. von 14.00 bis 15.30 Uhr sind „seltene Haustierrassen“, hierbei gehört natürlich ein Besuch im Oberlausitz Bauernhof dazu. Um eine Anmeldung per Telefon (03581/407400) oder E-mail (service@tierpark-goerlitz.de) wird gebeten. Treffpunkt ist an der Tierpark-Kasse. Weitere Themen für 2015 sind unter anderem Tibet, die Roten Pandas und die Bewohner der Qishan-Anlage.

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 04.12.2014
NACHWUCHS BEI FAMILIE WASSERSCHWEIN
Schlafen, Milch trinken und baden: So sieht der Alltag der drei kleinen Wasserschweine aus, die am 18. November im Tiergarten Schönbrunn zur Welt gekommen sind. „Wasserschweine sind nicht mit Schweinen verwandt, sondern mit den Meerschweinchen. Mit einer Schulterhöhe von bis zu 50 Zentimetern sind sie die größten Nagetiere“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Wie ihr Name richtig verrät, halten sich Wasserschweine gerne im Wasser auf. Sie besitzen zwischen den Zehen kurze Schwimmhäute und können minutenlang tauchen. Auch die drei Kleinen machen ihrem Namen, was das Baden betrifft, schon alle Ehre und begleiten ihre Mutter Nancy ins Wasserbecken. Wasserschweine sind in Südamerika heimisch und halten sich in der Nähe von Flüssen und Seen auf. Sie ernähren sich vorwiegend von Gräsern und Wasserpflanzen. Wasserschwein-Junge werden schnell groß. Schratter: „Auch unserem Trio kann man förmlich beim Wachsen zusehen. Die Jungtiere werden etwa vier Monate lang gesäugt. Sie fressen aber vom ersten Tag an auch schon Heu.“ Ihr Geschlecht konnte noch nicht festgestellt werden. Die Wasserschweine Nancy und Sam sind nun zum dritten Mal Eltern geworden. Mit ihrem jüngsten Nachwuchs leben nun acht Wasserschweine in Schönbrunn.

Zoo Dresden, 04.12.2014
Nachwuchs bei den Kleinen Pandas
Der bereits am 12. Juli geborene Kleine Pandanachwuchs zeigt sich immer öfter und regelmäßiger außerhalb der Mutterstube, nachdem er die ersten Monate nur in der Wurfhöhle verbrachte. Das kleine Männchen wurde von den Kindern der „Jungen Zoofreunde“ des Zoo-Fördervereins auf den Namen „Bambo“ getauft, inspiriert von der Lieblingsspeise der Kleinen Pandas, dem Bambus. Unser Pandapärchen „Lobke“ und „Manchu“ zog bereits mehrfach Nachwuchs im Dresdner Zoo erfolgreich groß, der später in andere Zoos vermittelt werden konnte. Da der Lebensraum des Kleinen Pandas zunehmend zerstört wird und die Bestände schwinden, ist umso erforderlicher, dass Zoos über koordinierte Zuchtprogramme für den Erhalt dieser seltenen Tierart sorgen. Kleine Pandas, die auch Katzenbären genannt werden, sind Raubtiere aus dem östlichen Himalaya. Wie alle Raubtiere kommen auch sie als blinde und kaum behaarte Jungtiere zur Welt. Die Aufzucht erfolgt zunächst in einer Wurfhöhle, in der die Jungtiere gesäugt und versorgt werden. Kleine Pandas fressen neben Bambus auch andere Blätter, frische Knospen und Früchte sowie Vogeleier, kleine Wirbeltiere oder Insekten.

Cornys Kolumne aus dem Allwetterzoo Münster, 04.12.2014
Was frisst ein trächtiger Elefant? Erfahren Sie mehr über das Ernährungsprogramm…
Elefantenkuh Corny aus dem Allwetterzoo Münster erwartet ihr erstes Baby. Sie ist im 21. Monat trächtig. Die Trächtigkeit bei Elefanten dauert bis zu 22 Monate. Seit Ende November, kann das Kalb theoretisch täglich zur Welt kommen. Daher laufen die Geburtsvor¬bereitungen im Allwetterzoo auf Hochtouren. Wir berichten im Rahmen von Cornys Kolumne wöchentlich über ihr Leben im Allwetterzoo und den aktuellen Stand. Corny soll ihr Gewicht bis zur Geburt halten bzw. kann leicht zunehmen. Daher wird sie regelmäßig gewogen und ein ausgewogener Ernährungsplan wurde entwickelt. Zurzeit bringt die trächtige Kuh ca. 3,5 t auf die Waage. „Ein gutes Gewicht für einen Elefanten wie Corny“, meint Zootierarzt Carsten Ludwig. Das Baby wird bei der Geburt vermutlich zwischen 80 und 100 kg wiegen. Das ist im Verhältnis zu Cornys Gesamtgewicht recht wenig. Somit bekommt sie während ihrer Trächtigkeit auch keine Schwanger-Zusatz-Futterration für das Baby, sondern wie die anderen Kühe auch an die 100 kg Futter am Tag. Die Elefanten-Hauptnahrung setzt sich aus Gras, Heu und Baumästen sowie Äpfeln, Möhren, Gurken und anderem Saisongemüse zusammen. „Bei Corny achten wir zurzeit darauf, dass sie keine blähenden Gemüsearten wie zum Beispiel Kohl bekommt“, erklärt Revierleiter Michael Adler. „Damit die Elefanten über die Nacht beschäftigt sind, geben wir ihnen gerne Äste zu fressen. Diese zerstückeln sie mit ihren Füßen und sind somit eine längere Zeit über beschäftigt bis alles gefressen ist. Beim Heu und auch bei Gemüse ist das anders. Manchmal haben wir uns kaum umgedreht und schon ist die Hälfte verputzt“, schmunzelt Adler. Eine Besonderheit gibt es in Cornys Ernährungsplan auf Anweisung von Zootierarzt Ludwig doch: „Eine trächtige Kuh benötigt viel Calcium für den Knochenaufbau des Kalbes und einen reibungslosen Geburtsablauf. Daher mischen wir ihr versteckt in einer leckeren, süßen Melone Mineralpulver unter…“

Zooschule Heidelberg, 04.12.2014
Heidelberger Zoopädagogin im neuen Vorstand beim Verband der deutschsprachigen Zoopädagogen (VZP)
Alle zwei Jahre tagen die Mitglieder des Verbands deutschsprachiger Zoopädagogen (VZP), um sich auszutauschen und neue Konzepte und Strategien für die Bildungsarbeit in Zoos zu entwickeln. Anlässlich des 50jährigen Bestehens der Kölner Zooschule fand die diesjährige Tagung mit rund 70 Teilnehmern vom 13. bis 15.11.2014 im neuen Zooschulgebäude im Kölner Zoo statt. In diesem Rahmen wurde die Heidelberger Zoopädagogin Daniela Vogt in den Vorstand des Verbands gewählt. Rund 70 Teilnehmer aus deutschen Zoos, aber auch aus Österreich, der Schweiz, den Niederlanden sowie Luxemburg waren angereist. Auf dem Programm der Tagung standen zum einen moderne Konzepte des kompetenzorientierten und lebenslangen Lernens. Zwei weitere Schwerpunkte waren die Bildungsbemühungen in Hinblick auf die Herausforderungen des Klimawandels und die Vermittlung komplexer und kontroverser Themen in der Zoopädagogik. Fachlichen Input gaben u.a. Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und Dr. Dirk Notz, Leiter der Max Planck Forschungsgruppe Meereis im Erdsystem (Max-Planck-Institut für Meteorologie). Im Rahmen der Tagung fanden auch Vorstandswahlen statt. Die Heidelberger Zoopädagogin Daniela Vogt wurde von den Mitgliedern in den Vorstand des Verbands gewählt. Der Verband sieht seine größten Herausforderungen in den nächsten Jahren darin, die Zoopädagogik als zentralen Bestandteil unserer Bildungslandschaft weiter zu etablieren und seine Mitglieder bei der Umsetzung neuer Aufgaben und Bildungsziele zu unterstützen. Hierbei sind sowohl eine entsprechende Lobby-Arbeit als auch die inhaltliche Diskussion über die Ausrichtung und die Themen der Zoopädagogik wichtige Betätigungsfelder des Verbands, die durch den neuen Vorstand ausgefüllt und moderiert werden sollen. Weitere Informationen zum Verband der deutschsprachigen Zoopädagogen erhalten Sie auch im Internet unter www.vzp.de.

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