Zoopresseschau

Zoo Augsburg 24.12.2014
600.000 Besucher im Augsburger Zoo
Familie Enderle aus Friedberg erlebte am 24.12. eine vorgezogene Bescherung bei Ihrem Ausflug. Um 10:50 Uhr betraten sie als 600.000ster Besucher im Jahr 2014 den Augsburger Zoo. Als Überraschung bekamen sie von der Zoodirektorin Barbara Jantschke einen Blumenstrauß und vier Jahreskarten. Ein Rekordjahr für den Augsburger Zoo, den erstmals seit der Gründung kamen so viele Menschen, über 600.000 Besucher! Bis zum Jahresende werden 12 % mehr als im Vorjahr gekommen sein – ein tolles Jahr geht zu Ende. Auch wenn die Aktion „Zahl was du wirklich willst“ mit dem heutigen Tag beendet sein wird, können über die Feiertage die Zootierkrippe besucht werden, und im Löwenhaus wartet der Freundeskreis mit einem Glas Glühwein auf die Zoobesucher. Passend dazu soll es dann auch kälter werden.
Aus dem Newsletter vom 23.12. 2014
In der Tropenhalle schlüpften vier Edelpapageien, fünf Zebrafinken und drei Straußwachteln.
Die Geflügelgrippe breitet sich leider wieder aus, so dass die Vogeltransporte größtenteils auf Eis liegen. Rechtzeitig kamen noch aus dem Vogelpark Olching eine Grünflügeltaube und aus dem Tierheim Augsburg wurde eine Brautente übernommen.
Im Reptilienhaus bezogen 1,2 Winkelkopfagamen das leere Terrarium neben den Pfeilgiftfröschen.
Vier Nachzuchten der Stirnlappenbasilisken wurden an den Zoo Krefeld abgegeben, ebenso wie ein Rosapelikan. Außerdem gingen drei Nachzuchten der Grünen Baumpythons an den Vogelpark Olching (Anmerkung: Bisher hat der Vogelpark nur Vögel im Besitz gehabt, ich bin gespannt wo die Pythons untergebracht werden. 2015 werde ich sicher davon berichten).
Ein Azurblauer Baumsteiger ist verstorben. Altersbedingt eingeschläfert werden musste außerdem ein weiblicher Pavian. Auch die diesjährige Nachzucht der Zoostörche ist verstorben.
Die Aktion „Zahl doch was Du wirklich willst“ wurde auch in diesem Jahr gut angenommen. Es kamen zwar vom Gefühl her nicht so viele Menschen wie 2013, was aber sicher eher mit dem schlechteren Wetter zu tun hatte. Am 4. Advent kamen bei strahlendem Sonnenschein rekordverdächtige 2.067 Besucher. Und auch unsere alljährliche Adventsfeier am 3. Advent war mit 1.240 Personen an diesem Sonntag äußerst zufrieden stellend. Die endgültige Auswertung nach dem Ende der Aktion wird genauere Vergleichsergebnisse bringen.
Auch wird es am Neujahrstag wieder einen Empfang im Löwenhaus geben. Von 11 Uhr bis 15 Uhr empfängt die Zoogaststätte mit Glühwein oder, für die Autofahrer, mit Kinderpunsch.

Allwetterzoo Münster 23.12.2014
Cornys Kolumne aus dem Allwetterzoo – Weihnachtsüberraschung für die trächtige Corny…
Elefantenkuh Corny aus dem Allwetterzoo Münster erwartet ihr erstes Baby. Sie ist im 21. Monat trächtig. Die Trächtigkeit bei Elefanten dauert bis zu 22 Monate. Seit Ende November, kann das Kalb theoretisch täglich zur Welt kommen. Daher laufen die Geburtsvorbereitungen im Allwetterzoo schon auf Hochtouren. Wir berichten im Rahmen von Cornys Kolumne wöchentlich über den aktuellen Stand. „Selbstverständlich feiert auch eine trächtige Elefantenkuh Weihnachten und zwar auf ganz besonders elefantöse Art und Weise und mit besonders viel Lametta…“, schmunzelt Zoodirektor Jörg Adler. Das Lametta ist zudem komplett biologisch abbaubar, es ist nämlich Stroh, und hängt an einem Bio-Weihnachtsbaum. Zum Stroh-Lametta kommen noch Leckereien hinzu wie Bananen, Teigkringel, Weintrauben und Orangenscheiben und fertig ist der Elefanten-Weihnachtsbaum! Als Schmankerl on the Bottom liegen eigens für Corny gebackene XXL-Elefanten-Lebkuchen-Bäume unter der Tanne. Diese wurden frisch aus der Bäckerei der Zoogastronomie geliefert und duften wunderbar nach Weihnachten… Corny genießt sichtlich ihre Überraschung und fischt fein säuberlich die Trauben zuerst von der Tanne. Denn eigentlich ist der Baum behangen mit Leckereien, die normalerweise nicht auf Cornys Essensplan stehen. Doch zu Weihnachten drücken Tierärzte und Pfleger einmal ein Auge zu: „Schließlich ist Corny nicht jedes Jahr zu Weihnachten trächtig“, erklärt Revierleiter Michael Adler. „Zudem ist sie topfit und kann sich die Nascherei heute erlauben“, ergänzt Zootierarzt Carsten Ludwig. „Aber zu häufig geht das nicht. Schließlich muss auch eine trächtige Elefantenkuh auf ihr Gewicht achten, damit das Kalb bei der Geburt nicht zu schwer wird…“

Tierpark Hellabrunn 23.12.2014
Bärige Weihnachten in Hellabrunn
Auch Eisbären freuen sich über weihnachtliche Überraschungen: Als Nela, Nobby und Giovanna am Morgen einen mit Leckereien geschmückten Baum auf der Tundra-Anlage finden, ist erst das Erstaunen, dann die Freude groß! Die drei Eisbären beschnuppern den Baum, der mit untypischem Weihnachtsschmuck behängt ist: Brezen, Esspapier, Orangenscheiben und Makrelen! Auch Sahne darf auf den Ästen der Fichte nicht fehlen. Die süß-sauren Weihnachtsüberraschungen finden großen Anklang, und Giovanna, Nela und Nobby räumen den Baum von unten nach oben ab, bevor die stürmische Nela den gesamten Baum zu Boden stürzt. Kurzerhand bugsieren die beiden kleinen Eisbären, die das erste Mal in ihrem Leben Bekanntschaft mit einem Weihnachtsbaum machen, das große grüne Spielzeug ins Wasser – ein riesiger Spaß für Mutter und Nachwuchs. Drei Tage Vorbereitung werden innerhalb von fünfzehn Minuten zunichte gemacht – aber auch die Tierpfleger, die den Baum präpariert haben, freuen sich tierisch über den Spaß, den die Eisbären mit dem Christbaum haben.
Giraffenbaby kurz nach Geburt verstorben – Doch manchmal liegen Freude und Leid nah beieinander. In der Hellabrunner Giraffensavanne kam am frühen Morgen ein Giraffenmädchen zur Welt, verstarb aber kurz nach der Geburt. Die Ursache für die Lebensschwäche des Jungtiers kann unter Umständen durch die Ergebnisse der pathologischen Untersuchungen geklärt werden. Vater des Giraffenbabys ist Togo, der mit Kabonga bereits neun Jungtiere gezeugt hat. Der 21-jährigen Giraffenmutter Kabonga geht es gut. In Hellabrunn leben die Netzgiraffen Togo (23 Jahre), Kabonga, der kleine Giraffenbulle Naledi (1,5 Jahre) und das Weibchen Bahati (3 Jahre).

Zooschule Heidelberg 22.12.2014
Den Zoo und seine tierischen Bewohner intensiv kennenlernen! – Noch Plätze für Zoo-Intensiv frei!
Zoo-Intensiv bietet Kindern und Jugendlichen die Chance, den Zoo und seine tierischen Bewohner ganz intensiv kennenzulernen. Im neuen Jahr startet das Wintermodul. An zehn aufeinanderfolgenden Terminen besteht u.a. die Möglichkeit, einmal in direkten Kontakt mit den Tieren zu kommen. Durch die Arbeit bei den Tieren lernen die Kinder und Jugendlichen Spannendes über Tiere und Natur – und zwar ganz intensiv. Das handlungsorientierte, forschend-entdeckende Erleben steht während Zoo-Intensiv immer im Vordergrund. Für die beliebte Veranstaltung „Zoo-Intensiv“ der Heidelberger Zooschule, unter Trägerschaft von Initiative Zooerlebnis e.V., sind noch wenige Plätze frei! Interessierte Kinder und Jugendliche können sich alleine oder gerne gemeinsam mit Freunden anmelden. An zehn aufeinanderfolgenden Terminen besuchen die Kinder einmal pro Woche den Zoo (entweder montags oder samstags), um viel Spannendes über die Zootiere und deren Besonderheiten zu erfahren. Die jungen Zoofans werden die Zeit im Zoo stets in einer festen Kleingruppe von maximal 15 Teilnehmern verbringen. Natürlich kommen dabei auch die Aktivitäten bei den Tieren nicht zu kurz. Jeder Termin hat ein eigenes Thema. Passend zum jeweiligen Thema kann dann beispielsweise die Schlange gestreichelt oder das Alpaka gefüttert werden. Die Kinder lernen dabei die Vielfalt und die Verhaltensweisen der unterschiedlichen Tiere kennen und erhalten Einblicke in die Haltung von Haus- und Wildtieren. So werden sie zu wahren Zooexperten! Da die Themen in der Regel mit den Kindern abgestimmt werden, ist es kein Problem, wenn Kinder schon einmal teilgenommen haben. In Kalenderwoche 3 startet das Wintermodul. Es gibt einen Montags-Termin (ab 12.01.2015, zehn Termine montags von 15.00 bis 16.30 Uhr) und einen Samstags-Termin (ab 17.01.2015, zehn Termine samstags von 10.00 bis 11.30 Uhr). Zoo-Intensiv findet nicht in den Ferien statt. Die Tickets kosten € 70,- und sind im Vorverkauf an der Zookasse erhältlich. Geschwisterkinder erhalten auf die Tickets 15% Ermäßigung. Für den Zooeintritt empfehlen wir den Kauf einer Jahreskarte für Kinder. Unter zooschule-heidelberg.de/zoo-intensiv sind weitere Informationen über Zoo-Intensiv sowie die genauen Einzeltermine abrufbar. Bei allen Veranstaltungen der Zooschule Heidelberg sind auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen willkommen!
Die Tickets zu den Veranstaltungen gibt es im Vorverkauf an der Zookasse. Weitere Informationen erhalten Sie auch telefonisch unter 06221-3955713.

Zoo Hannover 22.12.2014
Leckereien in Geschenken sorgen für Spaß und Abwechslung – Tierische „Bescherung“ im Zoo
Die Schimpansen im Erlebnis-Zoo Hannover haben für Weihnachtsgeschenke ein ganz besonderes Händchen und eine gute Nase. Müssen sie auch: Ihre Lieblingsleckereien werden ihnen rund um die Festtage in bunten Tüten gereicht – und die müssen erst einmal gefunden und geöffnet werden. Als die Schimpansen morgens die kunterbunte Bescherung sahen, stürzten sie sich sofort lautstark auf die Tüten und horteten so viele wie möglich. Erst als sie den Inhalt plünderten und sich Nüsse, Obst, Haferflocken, Honig und Körner schmecken ließen, wurde es etwas ruhiger. Als besonderes Überraschung gab es kleine Bilderbücher, die erst bestaunt und dann zernagt wurden. Jedes Jahr lassen sich die Tierpfleger neue kleine Überraschungen für ihre Schützlinge einfallen, damit die Weihnachtszeit ein tierisches Erlebnis wird. Und so bot sich den Eisbären Nanuq und Sprinter ein höchst ungewohntes Bild, als sie heute Morgen mitten auf ihrer Anlage einen Weihnachtsbaum entdeckten. Die fremde Tanne musste erst einmal eingehend untersucht werden. Nicht nur, weil sie quasi über Nacht gewachsen war, sondern weil sie auch noch verführerisch roch – eine Mischung aus Tannengrün, Lebertran und Sahne, vermischt mit dem Duft von Apfel, Ananas, Melone und Paprika wehte den Bären in die Nase. Mit den Tüten und Tannen waren die Tiere stundenlang beschäftigt. Und genau das ist der Sinn der Sache. In der freien Wildbahn sind die Tiere den ganzen Tag mit der Nahrungssuche ausgelastet. Da die im Zoo entfällt, gibt es andere Arten der Beschäftigung, zum Beispiel -Verstecktes Futter suchen -Denkaufgaben mittels Futterautomaten -Verpackte Leckereien -Spielgeräte wie Kisten, Papierschnitzel, Bälle, Kartons, Bettlaken Die tierische Beschäftigungs-Bescherung findet meist hinter den Kulissen statt. Aber wer genau hinsieht, entdeckt bei seinem Weihnachtsspaziergang vielleicht zufällig ein Tier im Kampf mit Karton und Tüte… Das Team des Erlebnis-Zoo – pelzige, gefiederte und geschuppte Kollegen eingeschlossen – wünscht frohe Weihnachten!

Allwetterzoo Münster 22.12.2014
„Tierisch gutes“ Weihnachtsgeschenk für Familie Gorilla im Allwetterzoo Münster
N’Kwango, Fatima, Changa-Maidi, Thabo, Demba, Sha-Sha und Jamila erhalten eine großzügige Spende für den Umbau ihrer Innenanlage im Menschenaffenhaus „Tierisch gut!“ hieß die Ausstellung, die im Herbst in der Rudifredlinkegalerie Münster-Wolbeck zu sehen war. Gezeigt wurden Tiermalereien hochrangiger Künstler wie Gerd Bannuscher, Bernd Pöppelmann und Alexander G. Zakharov. Statt eines Ausstellungskatalogs hatte Galerist Rudi Fred Linke die Idee, einen Ausstellungskalender für 2015 anzufertigen. 3.000 Euro vom Verkaufserlös wurden nun dem Allwetterzoo Münster für den in 2015 geplanten Umbau der Gorilla-Innenanlage gespendet. Und das finden die Gorillas im Allwetterzoo rund um Silberrücken N’Kwango und seinem Nachwuchs Thabo, Demba und Jamila „Tierisch gut!“ „Tierisch gut geht es dem Menschen langfristig nur wenn es den Tieren kurzfristig gut geht“, so Galerist Linke. „Daher unterstützen wir gerne die Haltung der Gorillas im Allwetterzoo und fördern damit auch die Artenschutzaktivitäten des Zoos.“ „Wir sind in der Zoowelt im Bereich Artenschutz vorbildlich aktiv. Daher freuen wir uns natürlich über jeden, den wir für dieses Thema als Partner gewinnen können“, erklärt Zoodirektor Jörg Adler. „Gerd Bannuscher ist schon seit Jahren ein guter Freund des Zoos. Er kennt unsere Arbeit und Philosophie sehr gut. Dass wir nun dank der RUDIFREDLINKEGALERIE weitere hochrangige Tiermaler als Botschafter für den Artenschutz gewinnen konnten, ist eine große Ehre für den Allwetterzoo, ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Artenschutzarbeit, aber vor allem gut für alle zu schützenden Lebewesen!“ Alle Beteiligten waren sich einig: Dies ist der Beginn einer tierisch guten Zusammenarbeit…

Zoo Halle 22.12.2014
Alle Jahre wieder – Tierische BescHerung und Neujahrsrundgang mit dem Zoodirektor
Vorfreude schönste Freude…. wer sich übermorgen zum Heiligabend die Zeit bis zur Bescherung ein wenig vertreiben will, der sollte sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen. Staunen und Schmunzeln sind garantiert, wenn die Zootiere ihre vorher liebevoll mit den Besuchern hergestellten essbaren Geschenke empfangen. Um an die Leckereien zu gelangen, müssen die Bescherten diese aber noch „auspacken“ oder einen mit Früchten behangenen Weihnachtsbaum schon mal vorzeitig ab dekorieren. Zeit für einen Zoobummel danach bleibt natürlich auch, denn der Zoo bleibt bis 15:00 Uhr geöffnet. Treffpunkt für die Tierische Bescherung nebst Vorbereitungen ist um 10:30 Uhr am Haupteingang. Die Teilnahme ist kostenlos, es wird nur der Zooeintritt erhoben. Wenn Gänsebraten und Silvesterkarpfen verdaut sind, kann man sich am Neujahrsmorgen die angefutterten Pfunde langsam wieder ablaufen. Wie alle Jahre wieder, lädt Zoodirektor Andreas Jacob zum traditionellen Neujahrsrundgang durch den Zoo ein. Dabei zeigt er allen Interessierten den Bergzoo einmal aus seiner ganz persönlichen Perspektive. Dies eröffnet die seltene Möglichkeit, den nunmehr 114 Jahre alten halleschen Zoo auf dem Reilsberg, einmal mit den Augen des Mannes zu sehen und zu erleben der ihn zu dem gemacht hat, was er heute ist – einer der schönsten Zoos Deutschlands. Treffpunkt für den Neujahrsrundgang ist um 10:00 Uhr am Haupteingang. Die Teilnahme ist kostenlos, es wird nur der Zooeintritt erhoben

Zoo Basel 22.12.2014
Bunte Kugeln unter Wasser
Nicht nur am Weihnachtsbaum gibt` s Kugeln. Nein, auch im Zoo Basel tummeln sich welche. Warum nicht während der Weihnachtszeit im Vivarium den beiden exotischen Mbu-Kugelfischen – sie heissen auch „Goldringelkugelfische“, obwohl sie weder golden noch geringelt sind – aus dem Kongo einen Besuch im Aquarium 15 abstatten? Der prachtvolle Mbu-Kugelfisch ist im Normalfall alles andere als „kugelig“. Er ist von plumper und eher länglicher Statur und ein ruhiger Geselle. Besonders pfiffig ist er auch. Ruhig betrachtet er alle Besucher und erkennt die Tierpfleger, wenn sie hinter dem Aquarium mit Futter auftauchen. Mit ihnen baut er eine Art Beziehung auf, oder sie mit ihm. Er hat vier riesige Zähne, mit denen er am liebsten Krabben und Schnecken zerhackt. Auch ganze Fische mitsamt Kopf verleibt er sich gerne ein. Sein Leben verläuft meist ruhig und in geordneten Bahnen. Wenn er sich jedoch aufregt, was glücklicherweise selten passiert, dann wird’s dramatisch. Eigentlich können Kugelfische nicht gut schwimmen, jedenfalls nicht schnell. Eine rasante Flucht haben sie nicht im Repertoire, aber sie gehören zu den wenigen Fischarten, die sowohl vorwärts als auch rück-, seit-, auf- und abwärts manövrieren können. Die spezielle Anordnung ihrer Flossen ermöglicht ihnen, den meisten Angreifern geschickt auszuweichen oder sich in engen Spalten zu verstecken. Falls sich trotzdem ein Raubtier an einem Kugelfisch vergreift, ist dieses durchaus zu bemitleiden. Der Kugelfisch füllt seinen Magen blitzartig mit Wasser und bläht sich zur Kugel auf. Auch wenn nicht alle Kugelfische sichtbare Stacheln haben, so sind diese trotzdem vorhanden und ragen im aufgepumpten Zustand aus der Haut heraus. Sie wirken dann wie Widerhaken. Aus dem nett dahinpaddelnden Phlegma wird in Sekundenschnelle eine gefährliche, mit Stacheln bewehrte „Wutkugel“, eine Bedrohung für Leib und Leben des Angreifers. Viele ersticken an einem sich im Maul aufblähenden Kugelfisch oder erliegen – falls sie es doch schaffen, ihn zu verschlucken – einem schrecklichen Gifttod. Die meisten Kugelfische enthalten in der Haut und den Innereien das sogenannte Tetrodotoxin, eines der potentesten Gifte überhaupt. Zum Glück lebt unser „Mbu“ im Süsswasser, ist nicht giftig und erinnert nur selten an Weihnachtskugeln.

Dieser Beitrag wurde unter Augsburg, Basel, Halle, Hannover, Heidelberg, München, Münster, Zoo, Zoopresseschau abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen