Zoopresseschau

Die neueste Ausgabe von ZOOQUARIA, dem dreimonatlichem Magazin der EAZA steht zum Download bereit (hier). Darin findet man (neben den üblichen Nachrichten aus den EAZA-Zoos) auch einen Bericht über den Mikrobenzoo in Amsterdam.
Auch der neue TIERGARTEN ist erschienen. Unter anderem finden die Vorstellungen von japanischen Schauaquarien und des Zoos in Budapest ihre Fortsetzung, ebenso wie der Überblick über die Hokkohühner. Außerdem wird der Zoo Parc Overloon und das Ukumari-Land im Frankfurter Zoo vorgestellt.

Bei der Original-Zoopresseschau kam es in der vergangenen Woche zu Versandproblemen. Außerdem wird wieder Verstärkung für das Redaktionsteam gesucht. Weitere Infos erhält man unter redaktion@zoopresseschau.info.

Allwetterzoo Münster 07.01.2015
Cornys Kalb kam am heute Abend tot zur Welt!
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch haben bei Corny erstmalig die Wehen eingesetzt. Der Geburtsvorgang dauerte länger als üblich, weil das Kalb ungünstig im Geburtskanal lag. Gegen Morgen hörten die Wehen auf, so dass die Pfleger mit Corny den Tag über ein Bewegungstraining machen konnten mit dem erhofften Ziel, dass das Kalb seine Lage leicht verändert. Am späten Mittwochnachmittag wurde bei einem erneuten rektalen Ultraschall festgestellt, dass das Kalb tatsächlich weiter in den Geburtskanal eingedrungen war. Deshalb wurde medikamentös erneute Wehentätigkeit eingeleitet. Kurz darauf erfolgte die Geburt. Das weibliche Kalb kam aber bereits tot zur Welt. Untersuchungen im Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin werden Aufschluss über die Todesursache geben. Wir sind traurig über das tote Kalb! Allerdings sind wir sehr erleichtert darüber, dass es Corny gut geht. Auch hat sie sowohl während des Geburtsvorgangs wie auch nach der Geburt gezeigt, dass sie eine gute Mutter wäre!

Wilhelma Zoo Stuttgart 07.01.2015
Babyboom im Menschenaffenhaus – Doppeltes Mutterglück bei den Gorillas der Wilhelma
Ein solcher Jahreswechsel hat Seltenheitswert: Nachdem Gorillafrau Tuana an Weihnachten ihr erstes Kind zur Welt gebracht hatte, wurde am Dreikönigstag ein weiteres Gorillababy in Stuttgarts zoologisch-botanischem Garten geboren. Diesmal ist die 28-jährige Kolo Mutter geworden. Sie hat bereits zwei Söhne. Einer von ihnen, der fünfjährige Kimbali, lebt noch mit in der Familie rund um Silberrücken Kibo. Um kurz vor acht Uhr morgens war Tierpfleger Maik Denli noch an den Rückzugsgehegen vorbeigelaufen, in denen die Gorillas sich aufhalten, während die Hauptgehege gereinigt werden. Dort saßen auch Kolo und Kimbali. Als der Pfleger nur zehn Minuten später zurückkam, um wie jeden Morgen am Gitter den Frühstückstee zu reichen, traute er seinen Augen kaum, denn Kolo hielt ihr soeben geborenes Baby bereits im Arm. Ungewöhnlich früh ist bekannt, welches Geschlecht die Jungtiere haben. Gorillamütter halten ihre Neugeborenen normalerweise Bauch an Bauch mit einer Hand fest an sich gedrückt, so dass sich das Rätselraten auch für die Pfleger im täglichen Umgang über Wochen hinziehen kann. Unter den Stammbesuchern des neuen Menschenaffenhauses sind aber einige Hobby-Fotografen, denen mit Glück und vor allem Geduld immer wieder schöne Aufnahmen gelingen. Sie sind dann auf den Informationstafeln im Affenhaus, in Zeitungsartikeln oder auf der Internetseite der Wilhelma zu bewundern. Zwei dieser „Paparazzi“ drückten genau im richtigen Moment ab, als die Mütter ihre Kinder gerade „umbetteten“. Die Fotos gaben es preis: Tuana und Kolo haben Söhne geboren! Bis die beiden Buben so selbstständig sind, dass ihre Mütter sie miteinander spielen lassen, werden allerdings noch einige Monate vergehen. Bis dahin sorgen die anderen sieben Gorillakinder für Leben in der Bude: Kimbali und seine Schwestern Mawenzi und Milele sowie ihre vier Artgenossen aus anderen Zoos im Gorilla-Kindergarten gleich nebenan.

Tiergarten Worms 07.01.2015
Vorverkauf für Wolfsnächte beginnt am Samstag, den 17.01.2015
Kaum hat das neue Jahr begonnen – schon steht der Vorverkaufs-Termin für die Wolfsnächte 2015 vor der Tür. Die zahlreichen Fans dieser populären Veranstaltung hoffen natürlich, dass sie in diesem Jahr einige der begehrten Karten ergattern können. Am 30. und 31. Januar finden die ersten Führungen im Tiergarten statt. Weitere Termine folgen im Februar, jeweils freitags und samstags. Um 18 Uhr beginnen die spannenden Rundgänge durch den mit Fackeln beleuchteten Tiergarten, und man erfährt viele interessante Details über die Wölfe und ihr Verhalten. Bei der anschließenden Fütterung haben die Teilnehmer dann die Gelegenheit diese scheuen Raubtiere noch etwas genauer zu beobachten.
Bei den jüngeren Gästen ist das Lagerfeuer vor der Tiergartenschule besonders beliebt. Hier wird nach der Führung, unter fachmännischer Anleitung, Stockbrot geröstet. Auch die spannenden Geschichten in der geheimnisvollen Erdhöhle werden immer wieder gerne gehört. Die Wolfsnächte sind deshalb besonders für Kinder ein tolles und aufregendes Highlight in den dunklen und langen Wintermonaten. Wolfsnacht für Verliebte! Ganz neu ist dieses Jahr die Sonderveranstaltung am 14. Februar. Am Valentinstag findet eine ganz besondere Wolfsnacht mit einem speziellen Programmablauf statt, und dieser Termin wird exklusiv für verliebte Paare angeboten! Wie jedes Jahr sorgen die fleißigen Helfer vom Freundeskreis wieder mit warmen Getränken und einem kleinen Imbiss für das leibliche Wohl der Gäste. Wer dabei sein will, sollte sich beim Kartenkauf allerdings beeilen, denn die Nachfrage war bisher stets größer als das Angebot. Karten können im Vorverkauf an der Tiergarten-Kasse ab dem 17.01.2015, um neun Uhr, für neun Euro erworben werden. Die Karten für die Sonderführung am Valentinstag kosten elf Euro. Reservierungen werden nicht entgegengenommen. Ab einer Wohnortentfernung von 20 km haben Interessenten jedoch die Möglichkeit Karten per E-Mail unter tiergarten@freizeitbetriebe-worms.de zu bestellen und diese in Vorkasse per Banküberweisung zu bezahlen. Dabei wird allerdings ein kleiner Verwaltungsaufschlag von 3,50 € berechnet. Auch die E-Mails sind erst ab dem 17. Januar (9.00 Uhr) gültig, vorher gesendete Anfragen werden aus Fairnessgründen nicht berücksichtigt. Das Kartenkontingent für auswärtige E-Mailanfragen ist jedoch stark begrenzt. Grundsätzlich kann jeder Besucher maximal sechs Karten erwerben, egal ob an der Kasse oder via Mail. Dauerkarten und sonstige Ermäßigungen gelten bei Sonderveranstaltungen nicht und das Mitbringen von Hunden ist bei den Wolfsnächten nicht gestattet.

Zoo Berlin 07.01.2015
Weihnachtsbaumfütterung im Zoo Berlin – Zoo-Elefanten freuen sich auf Leckerbissen
Es ist bereits eine Tradition, dass jedes Jahr nach Weihnachten von Händlern übrig gebliebene Weihnachtsbäume an die Elefanten im Zoo verfüttert werden. Tannen und Fichten, die keine Abnehmer gefunden haben, werden den Tieren als aromatische Leckerbissen angeboten. „Den Tieren schmecken die Nadelbäume besonders gut aufgrund der ätherischen Öle und des außergewöhnlichen Geschmacks“, so Zoologischer Leiter Dr. Ragnar Kühne. Im Zoo Berlin leben insgesamt 7 Asiatische Elefanten: Bulle Victor (21 Jahre alt) und die fünf Elefantenkühe Tanja (50), Drumbo (44), Carla (41), Iyoti (41) und Pang Pha (27) mit dem Jungtier Anchali (2). Nicht nur den Elefanten schmeckt das Grünzeug besonders gut. Auch Großkatzen, Papageien und Nagetiere zerbeißen, zerlegen und beknabbern die Zweige. Da der Zoo eine große Lieferung Tannen erhalten hat und die Tiere nach einer gewissen Zeit das Interesse an den Nadelzweigen verlieren, werden keine weiteren Weihnachtsbäume mehr angenommen.

Zoo Basel 07.01.2015
Sechs Straussen-Küken picken um die Wette
Seit Mitte Dezember sind im Zoo Basel sechs Straussenküken zu sehen. Sie sind zwischen dem 14. und 17. Dezember geschlüpft und sind alle wohlauf. Derzeit sind sie vor allem mit Fressen beschäftigt und wachsen im Rekordtempo. Ebenfalls rasant wachsen die winzigen Zwergwachtelküken. Sie sind der erste Zoonachwuchs des Jahres 2015 und waren beim Schlupf am 3. Januar nur hummelgross. Acht Eier bebrüteten Henne Manyara (22) und Hahn Baringo (21) während sechs Wochen, bis zwischen dem 14. und 17. Dezember aus sechs Eiern junge Straussen-Küken schlüpften. Die Küken rennen seither munter im Straussenhaus umher und haben vor allem eines im Sinn: fressen. Mehrmals täglich verteilen die Pfleger ein Futtergemisch aus feingeschnittenen Randen, Karotten, Fenchel, Muschelbruch, Pellets, Grassamen und einem Multivitamin-Präparat, das von den Küken schnell weggepickt wird. Da Straussen-Küken kein wirkliches Sättigungsgefühl haben, müssen die Tierpfleger stets darauf achten, dass die Küken nicht zu dick werden. Dies wäre für die Entwicklung ihrer Knochen schädlich. Um die Kontrolle zu behalten, müssen die Küken einmal pro Woche auf die Waage: Wogen sie beim Schlupf noch 700 bis 800 Gramm, bringen sie jetzt schon zwischen 1980 und 2990 Gramm auf die Waage. Verglichen mit ihren Eltern sind sie aber immer noch Leichtgewichte: Strausse sind die grössten Vögel der Welt und können ausgewachsen bis zu 150 Kilogramm wiegen. In rund einem halben Jahr werden die jetzigen Küken bereits 1.80 Meter gross sein und damit ihre ausgewachsene Höhe erreicht haben. Danach legen sie nur noch an Gewicht zu, bis sie mit anderthalb Jahren vollständig ausgewachsen sind. Bei den Straussen kümmern sich Hahn und Henne gemeinsam um ihre Jungmannschaft. Schon bei der Brut wechseln sie sich ab: der Hahn ist mit seinem schwarzen Gefieder im Dunkeln optimal getarnt und brütet nachts, während die hell gefärbte Henne tagsüber auf den Eiern sitzt. Sind die Küken geschlüpft, sind ebenfalls beide Elternteile für ihr Wohlergehen besorgt. Während sich die Küken tagsüber bei Bedarf vor allem unter der 35 Grad warmen Wärmelampe wärmen, nehmen die Eltern sie nachts unter die Flügel. Trotz der kalten Temperaturen haben sich die Küken schon nach draussen gewagt und haben die Anlage inspiziert. Bis sie gemeinsam mit den Zebras auf die Afrikaanlage dürfen, wird es aber noch vier bis fünf Monate dauern. Die Küken müssen zuerst gross genug sein, um den neugierigen Zebras aus dem Weg zu gehen. Übrigens: Die feinen „Struwwelpeter“-Federn auf dem Rücken der Küken dienen der Tarnung. Fühlen sie sich bedroht, ducken sie sich auf den Boden und könnten dann fast als Grasbüschel durchgehen. Rekordkleine Vögel sind am 3. Januar im Vogelhaus nur hummelgross geschlüpft. Die drei Zwergwachteln sind der erste Zoonachwuchs des Jahres 2015. Die winzigen Küken schlüpften aus etwa ein Gramm schweren Eiern und suchten schon kurz nach dem Schlupf selbständig nach Nahrung. Jetzt folgen sie ihren Eltern und picken dort nach Fressbarem, wo diese es ihnen vormachen. Bei Gefahr oder wenn ihnen kalt wird, suchen die Jungen die schützende Nähe von Hahn und Henne. Zwergwachteln sind die kleinsten Hühnervögel.

Zoo Leipzig 07.01.2015
Jahresausklang mit zweifachem Lippenbärennachwuchs
Für das passende Weihnachtsgeschenk sorgte in diesem Jahr Lippenbärdame Lina (geb.2005 in Leipzig), die am ersten Feiertag zwei Jungtiere zur Welt brachte. Als Erstgebärende kümmert sich Lina fürsorglich um ihren Nachwuchs, den sie in regelmäßigen Abständen säugt und putzt. Das Geschlecht der kleinen Lippenbären bleibt vorerst das Geheimnis der Mutter. Vater ist der sechsjährige Lippenbär Subodh, der 2013 aus Indien aufgrund der interkontinentalen Zusammenarbeit für den Artenschutz mit der indischen Zoobehörde (CZA) nach Leipzig kam und seitdem in der Leipziger Lippenbären-Schlucht lebt. „Im Hinblick auf den Bedrohungsstatus dieser Bärenart ist die Nachzucht als besonders wichtig einzuschätzen. Der Aufbau einer stabilen und sich selbst erhaltenden Population in Europa ist das klare Ziel des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms, das in unserem Zoo geführt wird. Umso größer ist darum die Freude über die beiden Jungtiere“, ordnet Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold den Zuchterfolg ein. Im Frühjahr wird die junge Familie für die Besucher zu sehen sein. Absolute Ruhe und Geborgenheit ist jetzt von Nöten, damit sich die Mutter-Kind-Beziehung ausbilden und festigen kann. Besucherbilanz 2014 – Der Zoo Leipzig kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken: Rund 1,87 Millionen Zoofreunde besuchten 2014 den Zoo der Zukunft und konnten auf ihren Rundgängen mehr als 850 Tierarten und 912 Jungtiere bestaunen. „Wir freuen uns über das positive Besucherergebnis. Es ist uns erneut gelungen, die Zahlen stabil auf hohem Niveau zu halten“, fasst Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold die Bilanz zusammen. Die Besucherzahlen des Vorjahres von 1,84 Millionen wurden damit leicht übertroffen. Das Jahr 2014 stand ganz im Zeichen des Masterplans 2020: Die ersten Neueröffnungen der 3.Umbauphase konnten mit dem Leoparden-Tal und dem neuen Ausgangskomplex mit Flamingolagune und Zoo-Shop gefeiert werden. Die Geburten bei den Okapis, Schabrackentapiren, Nashörnern und Giraffen rundeten das Zoojahr ab. „Geburten sind das ureigenste Anliegen eines jeden Zoos, denn sie zeugen von einem Tiermanagement höchster Qualität, und sie geben den wichtigen und notwendigen Impuls zum Umbau in einen modernen und den neuesten Haltungsansprüchen entsprechenden Zoo, um einen Beitrag für den nachhaltigen Tier- und Artenschutz zu leisten“, resümiert Junhold. Ausblick Die Zoobesucher können in diesem Jahr erneut mehreren Eröffnungen freudig entgegensehen: Den Auftakt im Frühjahr bildet die Kiwara-Kopje, in der zukünftig die vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner gemeinsam mit Geparden und Husarenaffen gehalten werden sowie die Eröffnung des Abenteuerspielplatzes. Der 12 Meter hohe Drache ist das Kernstück der umgebauten Bärenburg, die in perfekter Art und Weise die Aspekte Freizeitspaß und Lernen für die Familien verbindet. Im Gründer-Garten wird bis zum Frühjahr mit Hochdruck an der Fertigstellung der Affeninseln gearbeitet, auf denen künftig Brüllaffen, Kaiser-Schnurrbarttamarine und Goldgelbe Löwenäffchen zu sehen sein werden. Außerdem steht die Sanierung und Rekonstruktion der Kongreßhalle mit einhergehender Neugestaltung des historischen Konzertgartens im Fokus, die pünktlich zum 1000-jährigen Jubiläum der Stadt Leipzig fertiggestellt werden soll. Zoologisch können sich Tierliebhaber wieder auf zahlreiche Jungtiere und neue Tierarten freuen. Neben den Anlageneröffnungen finden wieder zahlreiche Veranstaltungen mit abwechslungsreichen und thematischen Programminhalten für die Besucher statt: Der Start in die Sommersaison im März eröffnet den Veranstaltungsreigen, der durch das traditionelle Pfingstspektakel, die Dschungelnacht und die Zooaktionstage zusätzliche Höhepunkte bereithält.

Zoo Duisburg 06.01.2015
Wie Tiere mit Kälte umgehen
Zwar lässt der Wetterbericht kaum ahnen, dass wir den Wintermonat Januar haben, aber nichtsdestotrotz ist den Zoomitarbeitern klar, dass er noch Einzug halten kann und dann Mensch wie Tier auf eisigem Trab halten wird. Während wir Menschen uns dann dick einmummeln und uns vor dem Ofen oder in der Badewanne aufwärmen, stehen Wildtiere vor einer deutlich größeren Herausforderung. Um der Kälte zu trotzen, haben sie im Laufe der Zeit verschiedene Strategien entwickelt, die teils denen der Menschen gar nicht so unähnlich sind. Schließlich gibt es auch bei uns den ein oder anderen, der genau wie ein Weißstorch lieber rechtzeitig Reißaus vor der großen Kälte nimmt und gen Süden fliegt – gutes Wetter und reichhaltige Verköstigung sind garantiert. Andere vergraben sich lieber und halten sich da auf, wo sie die Minusgrade nicht erreichen können – wie beispielsweise unsere heimischen Frösche oder Eidechsen. Aber natürlich müssen die meisten auch im Winter vor die Haustür, um den Alltag zu bestreiten. Was hält da wärmer als eine Daunenjacke? Höchstens die eigene Speckschicht – denn beides isoliert ganz hervorragend, was auch die Gänse und Robben wissen. Wie es die Ente schafft, nicht mit den Füßen auf dem Eis festzufrieren, und viele weitere erstaunliche Methoden in Sachen Frostschutz erklärt Ihnen ein Zoomitarbeiter am Sonntag, den 25.01.2015 um 12:00 und 14:00 Uhr im Rahmen der Themenführung „Tiere in der Kälte“. Die Führung ist kostenlos, nur der Zooeintritt ist zu entrichten.

Tiergarten Worms 06.01.2015
Sonderveranstaltungen im Januar im Tiergarten Worms – Bei spannenden Führungen für Jung und Alt präsentiert sich der Tiergarten von seiner winterlichen Seite
Für die trüben Tage im Januar hat sich der Tiergarten wieder etwas Besonderes ausgedacht­. Am Samstag, den 17. Januar, wird eine Sonder-Führung angeboten. Die Teilnehmer haben dabei die Möglichkeit einen Tierpfleger auf seiner täglichen Futterrunde zu begleiten. Bei diesem Rundgang erfahren die Gäste Spannendes über die im Tiergarten lebenden Tieren und sind hautnah dabei wenn die Wölfe, die Füchse und die Waschbären gefüttert werden. Ein abschließender Besuch im Gehege der Waschbären mit garantiertem „Körperkontakt“, rundet die Führung ab.
Die Veranstaltung beginnt um 14:30 Uhr. Die Karten sind für acht Euro inklusive Eintritt zu erwerben. Sonderführung für Kinder: Tiere im Winter Das Eichhörnchen sehr vergessliche Tiere sind und Igel bei der Auswahl ihres Winterschlaf-Platzes durchaus wählerisch sind, erfahren Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren am 24. Januar von 9 bis 12.30 Uhr. An diesem Vormittag dreht sich alles darum wie verschiedenste Tiere die kalte Jahreszeit überstehen. Es wird gespielt, gebastelt und geforscht.

Neunkirchner Zoo 06.01.2015
5 Tage und Nächte Zoo hautnah – Anmeldungen zum ZooErlebnisCamp 2015 im Neunkircher Zoo ab sofort möglich
Auch in diesem Jahr haben Kinder zwischen 6 und 12 Jahren die Möglichkeit in den sechswöchigen Sommerferien vom 27. Juli bis 04. September 2015 jeweils von Montag bis Freitag 5 Tage rund um die Uhr im Neunkircher Zoo beim ZooErlebnisCamp 2015 zu verbringen. Die Unterbringung erfolgt in zwei echten mongolischen Jurten, die in der Zoofalknerei aufgestellt sind. Betreut werden die Kinder von Zoopädagogen, den Absolventen des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) im Neunkircher Zoo und in bewährter Weise auch von angehenden Erzieherinnen und Erziehern der Edith-Stein-Schule in Neunkirchen, die gemeinsam den Kindern einen exklusiven Blick hinter die Zookulissen geben, zahlreiche Tiere hautnah bringen, um noch mehr über sie erfahren und sie im wahrsten Sinne des Wortes sogar begreifbar zu machen. Natur- und Artenschutz sind aber auch Inhalte dieses besonderen Angebots. Zusätzlich werden auch andere Aktionen wie tierischer Bastelspaß und mehr angeboten. Den Kindern wird ein interessantes, abwechslungsreiches Programm geboten, so dass sicherlich keine Langweile aufkommt. Der Kostenbeitrag von 180 Euro pro Teilnehmer und Woche beinhaltet die volle Verpflegung, Unterbringung, Versicherung und Betreuung der Kinder für die fünf Tage.

Tierpark Berlin 05.01.2015
Elefantendamen Louise und Astra beziehen Altersruhesitz im Zoo Karlsruhe – Der finale Umzugstermin steht noch nicht fest
Im Frühjahr werden die beiden Asiatischen Elefantendamen Louise (41 Jahre) und Astra (34 Jahre) den Tierpark Berlin verlassen. Im Zoo Karlsruhe treffen die Berliner Elefanten-Seniorinnen auf die Elefantendamen Rani (59 Jahre), Shanti (58 Jahre) und Jenny (31 Jahre). Auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) werden künftig im Zoo Karlsruhe ausschließlich Elefanten-Senioren gehalten. In diese Seniorengruppe passen die Berliner Elefantendamen sehr gut. „Aufgrund der erfolgreichen Elefantenzucht im Tierpark in den letzten Jahren wird der Platz knapp. Wir freuen uns, dass zwei unserer ältesten Elefantenkühe im Zoo Karlsruhe ihren Altersruhesitz finden“, so Tierarzt Dr. Günter Strauß. „Der Tierpark hat sich bewusst für die Abgabe von Louise und Astra entschieden, da so vermieden wird, dass in den bestehenden Herden die Jungtiere von ihren Müttern getrennt werden müssten.“ Wann genau der Umzug der beiden Elefantendamen stattfindet, steht noch nicht fest. Derzeit werden die nötigen Papiere für den Transport beschafft. Wenn diese vollständig vorliegen und die Temperaturen einen Transport ermöglichen (mindestens 0° C), steht einem Umzug nichts im Weg. Im Tierpark Berlin leben nach dem Umzug von Louise und Astra noch 8 Asiatische Elefanten: 1 Bulle, 5 Kühe und 2 Kälber sowie 6 Afrikanische Elefanten: 4 Kühe und 2 Bullen.

Zoo Frankfurt am Main 05.01.2015
Für kleine Forscher: Der neue Jugendclub des Frankfurter Zoos
Wer sich für Tiere und ihre faszinierende Welt interessiert, ist beim Jugendclub im Zoo Frankfurt genau richtig! Unter dem Motto „lebendiges Lernen“ vermitteln die Zoopädagogen Wissen über den Zoo, seine Tiere und deren wildlebende Artgenossen. Der Jugendclub richtet sich an Kinder zwischen 9 und 12 Jahren. Er startet mit einer Schnupperrunde im ersten Halbjahr 2015: An sieben Donnerstagen begeben sich die Kinder des Jugendclubs auf Forschungsreise durch den Zoo und lüften die kleinen und großen Geheimnisse der Tiere – zum Beispiel, warum Erdferkel nachtaktiv sind oder Tiger einen weißen Fleck auf der Rückseite ihrer Ohren haben. Die Kinder werden einen tieferen Einblick in den Zooalltag erhalten und auch mit Tierpflegern ins Gespräch kommen können. „Wir wollen die Kinder vor allem zum eigenständigen Erforschen anregen“, so Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch. „Während der kleinen Expeditionen durch den Zoo können die Kinder unsere Tiere und ihre Umwelt mit allen Sinnen erfahren und begreifen, das macht das Lernen besonders nachhaltig.“ Auch größere Zusammenhänge werden dabei unter die Lupe genommen. Warum, zum Beispiel, sind viele Tierarten bedroht, und wie können Zoos dabei helfen, sie zu schützen? Die Jugendclub-Teilnehmer überlegen gemeinsam, was jeder Einzelne tun kann, damit nicht noch mehr Arten von unserer Erde verschwinden.

Tierpark Hellabrunn, 02.01.2015
Hellabrunn beim Ranking „Familienfreundliche Unternehmen 2014“ ganz vorn dabei
Familien lieben Hellabrunn. Dies bestätigt eine deutschlandweit durchgeführte Online-Kundenbefragung, bei der über 42.000 Personen mehr als 400 Unternehmen aus 58 Branchen im Hinblick auf ihre Familienfreundlichkeit bewerteten. Nachdem der Münchner Tierpark Hellabrunn 2013 beim europaweiten Zooranking bereits den vierten Platz belegt hat, erhält er dieses Jahr Platz 5 bei der branchenübergreifenden Untersuchung in Deutschland und gehört somit zu den Unternehmen, die sich aus Sicht vieler Besucher durch besondere Familien- und Kinderfreundlichkeit auszeichnen. „Wir tun viel dafür, dass sich die Besucher bei uns gut aufgehoben fühlen“, freut sich Tierparkdirektor Rasem Baban über das gute Ergebnis der Befragung, „schließlich wollen wir hier in Hellabrunn Eindrücke mit allen Sinnen vermitteln und emotionale Verbundenheit schaffen; dafür ist es entscheidend, vom Kleinkind bis zur Großmutter alle Besucher in ihren Bedürfnissen ernst zu nehmen und ihre Erwartungen zu erfüllen.“ Die Untersuchung „Familienfreundliche Unternehmen 2014“ wurde durchgeführt von der Marktforschungsagentur ServiceValue in Kooperation mit der Zeitung „Welt am Sonntag“ und dem Fachbereich Psychologie der Goethe-Universität Frankfurt. Es wurden ausschließlich Personen befragt, die in Haushalten mit Kindern leben; sie bewerteten Unternehmen oder Einrichtungen, die sie in den vergangenen zwei Jahren besucht haben. Da der Begriff der „Familienfreundlichkeit“ viele verschiedene Aspekte in sich vereint, erfolgte die Einstufung auf Grundlage von Kriterien, die eine möglichst objektive und branchenübergreifende Bewertung ermöglichen. Hierzu gehören u.a. eine familien- und kindgerechte Gestaltung des Umfelds, Zusatzleistungen wie Spiel- und Erholungsangebote, familien- und kinderfreundliche Mitarbeiter, das Einhalten von Zusagen oder ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis für Familien mit Kindern. Auf Platz 1 in der Beliebtheitsskala der Familien rangiert gemäß den Ergebnissen der genannten Untersuchung der Playmobil-Funpark in Zirndorf, gefolgt vom Erlebnis-Zoo Hannover, dem Serengeti-Park Hodenhagen und dem Movie Park Germany in Bottrop.

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen, 02.01.2015
Giraffenbaby in der ZOOM Erlebniswelt: Elftes Jungtier bei den Giraffen in „Afrika“
Der erste Nachwuchs des Jahres 2015 in der ZOOM Erlebniswelt ist eine Rothschild-Giraffe. Heute um 09:16 Uhr brachte die dreizehnjährige Mary ihr viertes Giraffen-Jungtier zur Welt. Giraffenmutter Mary und ihr Baby sind wohlauf. Gegen 06:00 Uhr entdeckte Dr. Pia Krawinkel via Webcam, dass die Geburt des Giraffennachwuchses kurz bevor steht: Mary lief unruhig im Stall umher und nur kurze Zeit später waren die Klauen des Babys schon zu sehen. Nach ungefähr 2,5 Stunden Geburtsvorgang plumpste schließlich das jüngste Familienmitglied der nun 10-köpfigen Giraffenfamilie aus etwa zwei Metern Höhe auf den gut gepolsterten Boden des Stalles. Die fürsorgliche Mary verhält sich gegenüber ihrem Neugeborenen sehr souverän und ruhig. Nach der Geburt schleckte sie das Kleine sofort liebevoll und fürsorglich von Kopf bis Fuß trocken und brachte damit den Kreislauf in Schwung. So konnte der jüngste Spross in der Giraffenfamilie bereits nach einer Dreiviertelstunde seinen ersten Aufstehversuch wagen. Das Jungtier stand das erste Mal sicher um 09:57 Uhr und nach einer weiteren Stunde trank es die für ihn wichtige Erstmilch. Das Jungtier ist rund 1,70 Meter groß und 65 Kilogramm schwer. Der Rest der jetzt zehnköpfigen Giraffenfamilie mit dem dreizehnjährigen Vater Kito verlebte die Geburt im Stall und bestaunte den neuen Bewohner erst einmal ausgiebig über eine Absperrung, nachdem alles gut verlaufen war. Mutter und Kind werden für die Eingewöhnungszeit in den nächsten Tagen einen abgetrennten Bereich des Giraffenhauses bewohnen. Erst nach und nach wird das Jungtier alle Familienmitglieder kennen lernen. Zurzeit ist das noch namenlose Giraffenbaby durch die großen Glasscheiben des Giraffenhauses in einem gemütlichen „Strohbett“ in der Mutterbox zu beobachten. Der kleine Giraffennachwuchs ist das elfte Baby der Herde seit Eröffnung der ZOOM Erlebniswelt Afrika im Jahr 2006.

Allwetterzoo Münster, 02.01.2015
Junges Giraffenkalb trinkt aus der Flasche
Der kleine Giraffenbulle, der kurz vor dem Jahreswechsel im Allwetterzoo Münster zur Welt kam, ist mit Mutter Makena zusammen, wird aber von den Pflegern mit der Flasche gefüttert. Das am 29. Dezember geborene Giraffenkalb im Allwetterzoo Münster hat leider immer noch nicht bei der Mutter getrunken. Daher hat die Zoologische Leitung nun zum Jahreswechsel entschieden, dem 1,70m-großen Bullen die Flasche zu geben. „Anfangs war das gar nicht so einfach mit der Flasche. Aber mittlerweile funktioniert es ganz gut“, erklärt der Kurator für Giraffen im Allwetterzoo, Dr. Dirk Wewers. „Der Kleine hat heute sogar schon im Stehen aus der Flasche getrunken. Das ist toll und wir hoffen alle, dass es so bleibt“, ergänzt Zootierarzt Carsten Ludwig. „Auch teilen sich Mutter und Sohn weiterhin die Anlage, das ist gut und so soll es auch bleiben.“ Mehrmals am Tag bekommt der Kleine nun die Flasche. Noch ist es allerdings für den Langhals keine Routine aus selbiger zu trinken. Daher bleibt das Giraffenhaus am Freitag (2.1.) noch geschlossen. „Aber zum Wochenende hin“, so Zoodirektor Jörg Adler, „bin ich sehr optimistisch, dass wir das Haus für die Besucher verbunden mit kleinen zeitlichen Einschränkungen öffnen können.“ Daher bleibt das Giraffenhaus erstmals noch geschlossen.

Tierpark Hellabrunn München 31.12.2014
Handys sammeln für den Artenschutz
Was haben Schulsanitätsdienste und der Münchner Tierpark Hellabrunn gemeinsam? Hellabrunn engagiert sich für den Artenschutz – bayerische Schulsanitäter tun dies auch. So haben Mitglieder des Vereins Schulsani e.V. in Hellabrunn kürzlich 170 nicht mehr genutzte Mobiltelefone überreicht und damit dem Umwelt- und Artenschutz gleich doppelt gedient: Erstens sammelt der Tierpark Hellabrunn alte Handys, lässt sie recyceln und verwendet den Erlös für seine Artenschutzprojekte. Im Jahr 2014 wurden insgesamt 3124 Handys dem Recycling zugeführt und erfüllten so noch einen guten Zweck, mehr als 8300 Geräte waren es seit Beginn der Sammelaktion Ende 2011. Zweitens ist die Rückgewinnung wertvoller Metalle und sonstiger Stoffe aus den alten Geräten eine wichtige Maßnahme nachhaltigen Wirtschaftens. Zum Beispiel ist in jedem Mobiltelefon Tantal verbaut, ein seltenes Metall, das in der Demokratischen Republik Kongo abgebaut wird – und zwar mitten im Lebensraum von Gorillas und anderen bedrohten Tierarten. Zurück bleibt verwüstetes Brachland, auf dem die Tiere nicht mehr leben können. Die Rückgewinnung der begehrten Rohstoffe kann somit zum Erhalt des Lebensraums für viele Tiere beitragen. „Wir sind begeisterte Hellabrunn-Besucher und fanden die Handy-Sammelaktion des Tierparks schon immer prima“, erklärt Melanie Rabenbauer vom Vorstand von Schulsani e.V. die ungewöhnliche Spende des Vereins: „Schulsanitätsdienste sind Gruppen ehrenamtlich arbeitender Schülerinnen und Schüler, die bei Notfällen im Schulalltag unter Aufsicht einer Lehrkraft kompetent Erste Hilfe leisten. Für Schulsanitäter sind deshalb Werte wie Verantwortung und soziales Engagement gelebter Alltag. Wir wollten damit aber nicht vor der eigenen Haustür stehen bleiben, Hilfsbereitschaft kennt keine Grenzen. Deswegen haben wir anlässlich unseres zehnjährigen Bestehens unsere Mitglieder dazu aufgerufen, den Tierpark Hellabrunn in seinen Artenschutzprojekten zu unterstützen.“ Auch Tierparkdirektor Rasem Baban freut sich über das Engagement der bayerischen Schulsanitäter: „Diese Aktion ist ein gutes Beispiel dafür, dass jeder einzelne einen Beitrag zum Umwelt- und Artenschutz leisten kann. Sie zeigt, wie wir von Deutschland aus Einfluss auf Vorgänge an weit entfernten Orten nehmen können, zum Beispiel in Afrika.“ Besucher können ihre ausgedienten Mobiltelefone im Hellabrunner Urwaldhaus in die Sammelbox werfen, die gegenüber der Gorilla-Anlage steht, oder sie in einem der Service-Center abgeben.

Tiergarten Schönbrunn Wien 31.12.2014
SCHNEE-PREMIERE FÜR PANDALIEBLING FU BAO
2014 war ein aufregendes Jahr für den Pandanachwuchs im Tiergarten Schönbrunn: Im Jänner hat Fu Bao das erste Mal seine Baumhöhle verlassen und sich den Besuchern gezeigt, Mitte März durfte er das erste Mal auf die Freianlage und nun erlebt der fast eineinhalb Jahre alte Pandabub den ersten Schnee seines Lebens. „Fu Bao hat sofort Gefallen am Schnee gefunden. Ohne zu zögern ist er seiner Mutter über die Schneedecke hinterher gestapft. Es macht ihm sichtlich Spaß, in der weißen Pracht seinen Bambus zu knabbern und er klettert auch neugierig auf den eingeschneiten Baumstämmen herum“, erzählt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Wer die Großen Pandas vor allem mit Schlafen und Bambusfressen verbindet, sollte sich die Bären jetzt ansehen. Schratter: „Nicht nur Fu Bao genießt die Schneelandschaft in vollen Zügen. Auch seine Eltern Yang Yang und Long Hui sind richtig ausgelassen. Yang Yang wälzt sich mit dem Kleinen im Schnee und tollt mit ihm herum.“ Für Fu Bao ist es jedenfalls der letzte Winter in Wien. Das kommende Jahr bringt für ihn eine große, aber wichtige Veränderung. Im Herbst wird er nach China übersiedeln, um mit gleichaltrigen Artgenossen zusammenzuleben. Im Freiland verlassen die Jungtiere ihre Mütter ebenfalls im Alter von etwa zwei Jahren und gehen ihre eigenen Wege. Bis dahin bleibt aber noch genug Zeit, um Fu Bao im Tiergarten zu besuchen. Veranstaltungstipp: Passend zum Wintereinbruch findet am kommenden Sonntag eine Familienführung zum Thema „Polare Tiere – Anpassungen an ein Leben in eisiger Kälte“ statt. Ohne vorherige Anmeldung und gegen eine Gebühr von 3 Euro erfahren die Teilnehmer in einer einstündigen Führung alles über Pinguine, Robben und Eisbären und ihre Überlebensstrategien im ewigen Eis. Los geht’s um 10:30 Uhr. Treffpunkt ist beim Infocenter Hietzing. Der Tiergarten Schönbrunn hat im Dezember und Jänner täglich auch an Feiertagen von 9.00 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet.

Zoo Heidelberg 30.12.2014
Zoo Heidelberg: Neue Eintrittspreise ab 1.1.2015 – An Neujahr beginnt die Nebensaison mit reduzierten Eintrittspreisen
Auch wenn der Zoo im Winter wunderschön ist – einige Tiere und vor allem die gepflegte Parkanlage sind zwischen November und Februar nicht in vollem Umfang zu genießen. Dem trägt der Zoo mit der Einführung eines speziellen Tarifes für die Nebensaison Rechnung: In den ersten und letzten zwei Monaten des Jahres sinkt der Eintrittspreis: Statt 9,00 Euro zahlen Erwachsene ab dem 1. Januar bis einschließlich 28. Februar nur 7,80 Euro. Kinder kosten statt bisher 4,50 Euro nur 3,90 Euro. In der Hauptsaison werden die Eintrittspreise maßvoll erhöht. Im Verhältnis zum aktuellen Eintrittspreis wird von März bis Oktober der Preis bei Erwachsenen um 1 Euro angehoben, bei Kindern/Jugendlichen um 0,50 Euro. Ab November gelten erneut die Preise der Nebensaison. „Mit der neuen Preisstruktur erreichen wir eine noch bessere Übereinstimmung von Angebot und Preis und schaffen einen Ausgleich zu den steigenden Unterhaltskosten, die der Zoo aufgrund von Preisentwicklungen bei Futtermitteln und Anpassung der Tarife für die Mitarbeiter jährlich verzeichnet. Der moderate Aufschlag dient dem konstanten Ausbau und der Verbesserung der Anlagen unserer Tiere.“ so Zoo-Direktor Klaus Wünnemann. „Durch die Aufteilung in Haupt- und Nebensaison bieten wir den Besuchern auch in den kühleren Jahreszeiten einen Anreiz, den Tiergarten zu besuchen und die Tiere in unterschiedlichen Stadien und im Wandel der Jahreszeiten zu beobachten. Gerade jetzt im Schnee bieten sich wunderbare Beobachtungen und Fotomotive.“ Die Eintrittspreise des Zoos stehen in einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Dies hat unter anderem eine Besucherumfrage im Sommer 2014 bestätigt. Für 2015 haben sich die Zoomitarbeiter einiges vorgenommen: Attraktive und innovative Tierhaltung, neue Akzente in der Besucherbildung und im Frühjahr 2015 soll die neue Außenanalage für Bären fertig werden. Die zukunftsorientierte Ausrichtung des Zoos, die Erholung, Bildung, Arten- und Naturschutz sowie Forschung als Leitziele verfolgt, soll 2015 besonders gut erkennbar werden. Die Partnerschaft mit der Zooschule Heidelberg ergänzt die Angebote des Zoos mit einem umfangreichen Programm, das zeigt, dass ökologische Bewusstseinsbildung spannend sein kann und Spaß macht. Im Rahmen der neuen Preisstruktur bleiben auch sozial verträglichen Sonderregelungen mit weiterhin günstigen Tarifen für Besucher mit Heidelberg-Pass sowie Schulen und Kindergärten erhalten. Details zu den Angeboten und die Struktur der Eintrittspreise werden auf der Webseite des Zoo unter zoo-heidelberg.de/oeffnungszeiten-und-eintrittspreise vorgestellt.

Tiergarten Nürnberg 30.12.2014
Delphinkalb im Tiergarten wird in die Gruppe aufgenommen
Das am 31. Oktober 2014 im Tiergarten der Stadt Nürnberg geborene Delphinkalb „Nami“ lernt seit Mitte Dezember nach und nach alle anderen Delphine der Nürnberger Gruppe kennen. Zuerst besuchte sie Nürnbergs Delphinsenior Moby, der als sehr souverän und umgänglich gilt. Später kamen die Delphinweibchen Anke und Jenny hinzu. In der letzten Woche kamen noch Dolly und Donna dazu. Ab 31. Dezember 2014 können nun auch Besucher einen ersten Blick auf das Jungtier werfen. Von 11.30 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 14.30 wird im Delphinarium Einlass geboten, wo Sunny mit Ihrem Kalb und wechselnd andere Delphine zu sehen sein werden. Mit dem Bau der Lagune wird es jetzt endlich auch für Besucher möglich sein, die Aufzucht eines Delphins miterleben zu können. Bei den bisher im Tiergarten geborenen und herangewachsenen Delphinen war dies leider aus räumlichen Gründen nicht möglich.

Zoo Hannover 30.12.2014
Nachwuchs bei den Rotbunten Husumer Protestschweinen erobert Meyers Hof – Viel Schwein im neuen Jahr!
Nachwuchs bei den Rotbunten Husumer Protestschweinen im Erlebnis-Zoo Hannover: Die zwei rot-weiß-roten Glücksbringer kamen am 13. Dezember zur Welt. Nachdem sie die ersten Wochen unter der Rotlichtlampe ganz dicht bei Mutter Carlotta im dichten Strohhaufen gekuschelt haben, erobern sie jetzt die Umgebung und wagen sich sogar nach draußen Richtung Schweinesuhle. Ihren Namen „Rotbuntes Husumer Protestschwein“ verdanken die Schweine übrigens nicht ihrer Fähigkeit, wirklich laut protestierend quieken zu können. Vielmehr geht ihre rot-weiß-rote Färbung auf den Humor der dänischen Minderheit an der nordfriesischen Küste im 19. Jahrhundert zurück. Als die Dänen damals ihre Landes-Flagge nicht mehr im Vorgarten hissen durften, haben sie aus Protest die rot-weiß-roten Schweine gezüchtet und sie anstelle der Fahne im Vorgarten präsentiert. Die zweifarbige Schweinerasse ist vom Aussterben bedroht. Mit ihrer Zucht trägt der Erlebnis-Zoo zum Erhalt der „Protestler“ bei.

Neunkircher Zoo 30.12.2014
200.000 sind geschafft – Neunkircher Zoo begrüßt den 200.000-sten Besucher im Jahr 2014
In diesem Jahr konnte der Neunkircher Zoo erstmals seit 2010 wieder über 200.000 kleine und große Besucher verbuchen. An Heiligabend um 10.23 Uhr war es soweit, Familie Manuel und Angelina Schorr mit Töchterchen Amelie passierten als 200.000-ste Besucher die Zoopforten in der Kreisstadt Neunkirchen. Als besonderes Geschenk erhielt Familie Schorr einen Gutschein für eine Familienjahreskarte im Neunkircher Zoo und einen Einkaufsgutschein von 100 Euro für den benachbarten Fressnapf Neunkirchen, großzügigerweise zur Verfügung gestellt von Fressnapf Neunkirchen. Das gute Zoowetter in diesem Jahr, aber auch vor allem der am 5. Juni 2014 eröffnete 1. Bauabschnitt der neuen Raubtieranlagen für Schneeleoparden, Braunbären und Asiatische Wildhunde als weitere Attraktivierung unter großer finanzieller Beteiligung der Kreisstadt Neunkirchen als Hauptgesellschafter haben maßgeblich zu der diesjährigen erfreulichen Besucherzahl beigetragen. Auch kleinere Baumaßnahmen und weitere interessante Neuzugänge im Tierbestand, sowie die zahlreichen Veranstaltungen und angebotenen zoopädagogischen Programme tragen zu diesem erwarteten erfreulichen Ergebnis bei.

Allwetterzoo Münster 30.12.2014
Frisch geborenes Giraffenkalb aus dem Allwetterzoo braucht noch Ruhe!
Am Montagmorgen (29. Dezember) erblickte das dritte Jungtier von Giraffe Makena aus dem Allwetterzoo das Licht der Welt. Als die Tierpfleger gegen acht Uhr das Giraffenhaus betraten lag ein hübsches Kalb im Stall, noch feucht von der Geburt, aber schon mit aufrechtem Hals. Der Kleine war bei der Geburt bereits um die 1,70 m groß und wog ca. 45 kg. Nach einer Tragzeit von gut 15 Monaten hat die fast acht Jahre alte Netzgiraffe Makena ihr drittes Kalb problemlos zur Welt gebracht. Es ist ein Junge! Der Neugeborene kam ähnlich wie der Erstgeborene „Paul“ vor gut vier Jahren nicht so schnell auf die Beine. Erst gegen Mittag am 29. Dezember stand er und zwar noch sehr wackelig auf allen Vieren. Erste Erkundungsgänge hat er auf seinen wackeligen Beinchen auch schon durch das dick mit Stroh gepolsterte Gehege unternommen. Allerdings waren alle Saugversuche bei Mutter Makena bislang ohne Erfolg. Die beiden müssen sich erst noch aneinander gewöhnen, daher hofft die Zooleitung auf das Verständnis und die Geduld der Besucher: „Das Giraffenhaus wird für unsere Besucher geöffnet sein, allerdings bitten wir alle leise zu sein, damit Mutter und Kalb Ruhe haben“, erklärt Zoodirektor Jörg Adler.

Allwetterzoo Münster 29.12.2014
Cornys Kolumne aus dem Allwetterzoo – Der werdende Vater Bulle „Alexander“ stellt sich vor…
Elefantenkuh Corny aus dem Allwetterzoo Münster erwartet ihr erstes Baby. Die Trächtigkeit bei Elefanten dauert bis zu 22 Monate; mittlerweile ist bei Corny der 22. Monat angebrochen. Seit Ende November, dem 21. Monat, kann das Kalb theoretisch täglich zur Welt kommen. Daher laufen die Geburtsvorbereitungen im Allwetterzoo schon auf Hochtouren. Wir berichten im Rahmen von Cornys Kolumne wöchentlich über den aktuellen Stand. Doch wer ist eigentlich der Vater von Cornys Kalb? Kommen vielleicht sogar mehrere Elefantenbullen in Frage? Wo lebt er und wie versteht er sich mit seiner trächtigen Kuh oder vergnügt er sich gar mit anderen Damen? Der künftige Vater heißt „Alexander“. Er kam 2011 zurück nach Münster. Mit seinen 36 Jahren hat er in den Niederlanden und Belgien bereits elfmal für elefantösen Nachwuchs gesorgt. Im Allwetterzoo lebt er als einziger Bulle zusammen mit fünf Kühen im 2013 eröffneten Elefanten-Park. „Somit kann auch nur er der Vater von Cornys Baby sein“, zwinkert Revierleiter Michael Adler. „. Er versteht sich mit allen Kühen gut und verhält sich auch Corny gegenüber neutral. Besonderes Interesse zeigt er nur den Kühen gegenüber, die gerade im Östrus sind. So vergnügt er sich trotz trächtiger Corny auch gerne mal mit Ratna. Was vollkommen normal und auch gut ist“, erklärt Michael Adler. „Denn schließlich möchten wir ja, dass auch Ratna bald guter Hoffnung ist…“ Im Allwetterzoo ist man sich übrigens ziemlich sicher, dass Cornys Trächtigkeit dem „Tapetenwechsel“ zu verdanken ist: Corny war mit zwei weiteren Kühen schon zum Jahreswechsel 2012/13 in den neuen Elefanten-Park umgezogen. Bis zum erfolgreichen Deckakt im März 2013 hatte sich auch Bulle Alexander in seinem neuen, großzügigen Zuhause eingelebt…

Tropen Aquarium Hagenbeck 29.12.2014
Bestandsaufnahme in Hamburgs Tropen – Allen geht es prima
Wie groß bist du? Wieviel wiegst du? Wie viele seid ihr? Fragen wie diese werden bei der jährlichen Inventur im Tropen-Aquarium Hagenbeck kurz vor dem Jahreswechsel beantwortet. In diesem Jahr wurden Frösche, Molche, Fische und ein großer Rochen gemessen, gezählt und gewogen. Viel Geduld mussten Ina Gooßen und Marian Merckens beim Vermessen von Geigenrochen Marina im Großen Hai-Atoll aufbringen. Das 11jährige Tier wich dem Zollstock immer wieder aus. Schließlich gelang es den Tauchern die Maße zu nehmen: Mit einer Länge von 1,60 Meter ist die Geigenrochen-Dame in den letzten zwei Jahren mehr als 30 Zentimeter gewachsen. Auch die etwa einjährigen Colorado Kröten haben seit ihrem Einzug vor knapp einem Monat an Gewicht zugelegt. Die Amphibien bringen zwischen 130 und 312 Gramm auf die Waage. Damit haben sie in den letzten sechs Monaten zwischen 20 und 30 Gramm zugenommen und liegen auf einer idealen Gewichtskurve. Die zierlichen Zagros-Molche verstecken sich gern in Felsspalten oder unter Steinen in ihrem Teich in der Höhlenwelt. Tierpfleger Florian Ploetz brauchte ein bisschen Zeit, um alle Tiere in einer Box zu sammeln. Das Ergebnis: Mit 19 Individuen bilden die Zagros-Molche einen soliden Stamm, um im Tropen-Aquarium im Rahmen des deutschen Amphibienschutzprogramms Nachwuchs zu bekommen. Die apart gemusterten Schwanzlurche sind in ihrem Lebensraum dem Zagros-Gebirge vom Aussterben bedroht. Die Tierpflegerinnen Annika Höffner und Vanessa Radtke hatten die Aufgabe, Langstachel-Igelfische zu messen. Drei der vier Tiere ließen sich mit leckerem Muschelfleisch anlocken. Sie fraßen direkt vom Löffel und zeigten dabei, dass sie mit 25, 27 und 28 Zentimetern in etwa gleich groß und sehr fit sind.

Tiergarten Schönbrunn Wien 29.12.2014
SCHÖNBRUNNER EISBÄREN GENIESSEN ERSTEN SCHNEE
Seit Mai leben die Eisbären Lynn und Ranzo in der neu eröffneten Eisbärenwelt im Tiergarten Schönbrunn. Nach dem Wintereinbruch am Wochenende genießen die beiden den ersten Schnee in ihrer neuen Heimat. Sie wälzen sich in der weißen Pracht und spielen ausgelassen miteinander. „Lynn und Ranzo sind ganz in ihrem Element. Die beiden sind erst drei Jahre alt und der Schnee lädt sie besonders zum Herumtollen ein. Das dichte, wasserabweisende Fell der Eisbären ist gemeinsam mit einer dicken Fettschicht unter der Haut ein erstklassiger Kälteschutz“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Auch viele andere Tierarten sind für den Winter von Natur aus gut gerüstet. Die Sibirischen Tiger-Weibchen Kyra und Ina liegen auf der verschneiten Plattform und lassen sich die Schneeflocken um die Schnauzen wehen. Eine bis zu fünf Zentimeter dicke Fettschicht an Flanken und Bauch schützt sie vor der Kälte. In ihrer Heimat, Russland und Nordchina, kann es bis zu minus 45 Grad Celsius kalt werden. Auch die Großen und die Roten Pandas kommen mit dem Winter prima zurecht und sitzen im Schnee, um Bambus zu verzehren. In China leben sie in Höhen von bis zu 3.400 Metern. Ein Fell auf der Unterseite der Pfoten schützt vor Kälte und verhindert ein Ausrutschen auf dem Eis. Der Schneefall hat den Tiergarten in eine romantische Winterlandschaft verwandelt. Die zahlreichen Spuren im Schnee verraten, wie sehr sich viele Tiere darüber freuen – auch exotische Tierarten wie die Geparde. Immer wieder verlassen sie ihr geheiztes Innengehege. Die Vikunjas, die kleinsten Kamele der Welt, benötigen gar kein Innengehege. Sie sind in den südamerikanischen Anden in Höhen bis zu 5.500 Metern heimisch und tragen einen „flauschigen Wollpulli“. Schratter: „Ihr außerordentlich feines Fell schützt die Vikunjas gegen die raue Witterung. Bereits die Inkas schätzten ihre Wolle zur Herstellung von Kleidung.“

Münchens Tierpark Hellabrunn, 26.12.2014
Hellabrunns jüngster Orang-Utan tödlich verunglückt
Schock am Weihnachtsmorgen: Am 25. Dezember ist das fast elf Monate alte Menschenaffenbaby Olivia, jüngstes Mitglied der Gruppe von Sumatra-Orang-Utans im Tierpark Hellabrunn, tödlich verunglückt, kurz nachdem die Gruppe ihren Schlafbereich verlassen hatte. Der genaue Hergang konnte zwar nicht beobachtet werden, möglicherweise geschah das Unglück aber im Zusammenhang mit einem Deckakt, denn Bruno, das Oberhaupt der Gruppe, hatte in den letzten Tagen Interesse an Olivias Mutter Matra gezeigt. Da männliche Orang-Utans über enorme Kräfte verfügen, kann es in solchen Momenten vorkommen, dass sie achtlos werden und Jungtiere, die noch bei der Mutter sind, versehentlich verletzen oder gar töten. „Olivia war am Morgen putzmunter, wir gehen deshalb von einem Unfall aus; um Aussagen über die genaue Todesursache machen zu können, müssen wir aber nun die Ergebnisse der Obduktion abwarten“, sagt Tierparkdirektor Rasem Baban und ergänzt: „Wir nehmen an, dass Olivia auf tragische Weise buchstäblich im falschen Moment am falschen Ort war.“ Der 1969 in Hellabrunn geborene Orang-Mann Bruno gilt als friedlicher Vater, der seine Kinder freundlich behandelt. Rund dreißig Nachkommen hat er bisher gezeugt, die kleine Olivia war sein jüngstes Kind – und der Liebling der Gruppe, umsorgt und behütet von ihrer Mutter Matra, ihrer älteren Schwester Jolie, der Halbschwester Isalie und den beiden anderen Orang-Utan-Weibchen Sitti und Jahe. Die fast 40-jährige Matra ist eine fürsorgliche und erfahrene Mutter, Olivia war ihr fünftes Kind. Matra hat sich nun mit ihrer älteren Tochter Jolie in ihre Schlafbox zurückgezogen und wird vermutlich während der nächsten Tage für die Besucher nicht zu sehen sein. „Beide Tiere wirken verstört und benommen“, erklärt Kuratorin Beatrix Köhler, „wir müssen ihnen Zeit geben, den Tod von Olivia zu begreifen.“ Sumatra-Orang-Utans leben in freier Wildbahn nur auf der indonesischen Insel Sumatra und zählen zu den am stärksten gefährdeten Affenarten auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN. Der Münchner Tierpark Hellabrunn beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für den Orang-Utan.

Und dann ist da ja noch die Vogrelgrippe im Rostocker Zoo. Nachdem ich den Zoo bisher keinen Besuch abgestattet habe (vielleicht 2015?) wurde dieser im Blog (und der Zoopresseschau) ignoriert. Aber die Vogelgrippe sollte dennoch eine Erwähnung finden.

08.01.2015, Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern
H5N8: Geflügelpest im Zoo Rostock
Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz teilt mit, dass bei einem Weißstorch im Zoo Rostock das hochpathogene aviäre Influenzavirus vom Subtyp H5N8 und damit Geflügelpest festgestellt wurde.
Das weitere Vorgehen wurde vom Landeskrisenzentrum in Abstimmung mit dem Zoo Rostock und den Veterinärbehörden festgelegt. „Der jetzt festgestellte Fall zeigt leider, dass die Gefahr der Ausbreitung der Geflügelpest nicht gebannt ist. Ich appelliere daher an alle Geflügelhalter im Land, die Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten“, so der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus. Hierzu gehört insbesondere, unklare Krankheits- bzw. Todesfälle bei Geflügel durch eine schnellstmögliche Untersuchung auf Geflügelpest abzuklären. Des Weiteren darf Wildvögeln kein Zugang zu Futter, Einstreu und Gegenständen gewährt und Tiere dürfen nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden, zu dem wildlebende Vögel Zugang haben. In allen Verdachtsfällen sei umgehend das zuständige Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt zu informieren.
Alle 12 gehaltenen Weißstörche sind aus Gründen der Seuchenprävention getötet worden bzw. waren bereits verendet. Ferner wurden 23 Enten, die im gleichen Stallgebäude untergebracht sind, getötet. Von einer weiteren Tötung anderer Geflügelarten wird vorerst abgesehen, bis weitere Ergebnisse vorliegen. Dazu werden alle im Zoo gehaltenen Vögel beprobt und untersucht. Auch werden Futtermittel und Einstreu labortechnisch analysiert.
Im Gegensatz zu den Fällen in Heinrichswalde und jüngst in Niedersachsen kann von einer Tötung aller Vögel im Zoo bei Einhaltung besonderer tierseuchenhygienischer Bedingungen abgesehen werden. Hier geben die Paragrafen 20 und 21 der Geflügelpestverordnung die Möglichkeit für besondere Einrichtungen wie Zoos, die zum Beispiel seltene Tierrassen für den Artenschutz halten. „Natürlich werden wir unser Vorgehen anpassen, sobald ein weiterer Nachweis von H5N8 gefunden werden sollte. Dies ist natürlich für die Tiere, die Besucherinnen und Besucher sowie den Zoo selbst bedauerlich. Doch die Seuchenprävention genießt absoluten Vorrang“, unterstrich der Minister.
„Es ist der erste Fall von H5N8 bei uns im Zoo und er geht uns allen sehr an die Nieren“, sagte Zoodirektor Udo Nagel. „Vor allem die Pfleger haben damit zu kämpfen, dass ihre Tiere gekeult werden müssen, für die sie Tag für Tag zur Arbeit kommen. Die große Population der Weißstörche war immer ein Besuchermagnet im Zoo. Unsere ganze Aufmerksamkeit richten wir jetzt darauf, den Vogelbestand im Zoo zu schützen. Wir haben etwa 500 Vögel in 85 Arten, viele davon sind sehr selten. Jede vierte Tierart im Zoo gehört zu den Vögeln, dementsprechend groß ist unsere Sorge.“
Vorerst wurde außerdem verfügt, dass der Zoo geschlossen wird, damit sich der Virus nicht durch unnötigen Personenverkehr weiter ausbreiten kann. Die temporäre Schließung des Zoos wird vorerst für den ‚Vogel-Bereich‘ aufrecht erhalten, bis die Ergebnisse der weiteren Proben vorliegen und die Ursachforschung weitere Erkenntnisse vorliegen. Der Zooteil rund um das Darwineum kann ab morgen wieder besucht werden. „An der Stelle möchte ich nochmals betonen, dass nach heutigem Kenntnisstand keine Gesundheitsgefahr für den Menschen existiert, doch das Virus für die infizierten Tiere meist tödlich verläuft“, hob Dr. Backhaus hervor.
In einem Radius von 10 km um den Zoo wird vorsorglich eine Überwachungszone eingerichtet, innerhalb derer die Geflügelhaltungen risikoortientiert ebenfalls untersucht und ggf. beprobt werden. Ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet werden in Abhängigkeit von den weiteren Untersuchungsergebnissen eingerichtet. Insgesamt sind in einem Umkreis von 3 km ca. 95 Hobbygeflügelhaltungen bekannt. Eine Tötung dieser Tiere ist bisher nicht vorgesehen.
Auch wird das Aufstallgebot in Risikogebieten aufgrund des neuen Fundes nicht aufgehoben werden können. Hierzu sind auf der Homepage des Ministeriums die entsprechenden Karten und Gemeindelisten verfügbar. Auch wird weiterhin das Bürgertelefon unter der 0385-588 6066 werktags zwischen 09 und 14 Uhr für Vogelgrippefragen frei geschaltet sein.

09.01.2015, Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern
H5N8: Zoo bleibt am Wochenende geschlossen – Aufstallgebot für Stadtgebiet Rostock
Nachdem gestern in dem Weißstorchbestand Rostock das Vogelgrippe Virus vom Subtyp H5N8 nachgewiesen wurde, laufen die weiteren Untersuchungen auf Hochtouren.
Der Zoo Rostock bleibt bis zur Auswertung der Laborproben, bis einschließlich zum kommenden Montag, den 12. Januar 2015, geschlossen. „Dies ist auf jeden Fall für den Zoo selbst und die Besucherinnen und Besucher sehr bedauerlich. Zum Glück befinden wir uns nicht in der Hauptsaison und das Wetter ist momentan auch nicht sehr einladend. Doch wir müssen vorsichtig sein und alles dafür tun, um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern“, so Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V.
Außerdem wird bekannt gegeben, dass für das gesamte Stadtgebiet der Hansestadt Rostock ein Aufstallgebot gilt. „Damit soll ein potentieller Verbreitungsweg über die Umwelt unterbunden werden“, sagte der Minister.
Die epidemiologischen Untersuchungen laufen indes weiter. Sicher ist, dass die betroffenen Weißstörche Vogelgrippeviren aufwiesen. Eine amtliche Verifizierung ob H5N8 bleibt noch aus. Auch wurden 20 Futterproben untersucht, darunter fast ausschließlich Eintagskücken, die alle negativ ausfielen, also keine Vogelgrippeviren in sich trugen.
Weitere Proben werden derzeit durch 4 Epidemiologen-Teams gesammelt. Zu den Teams gehören Mitarbeiter des zuständigen Veterinäramtes Rostock, des Zoos, des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei, dem Friedrich-Loeffler-Institut sowie der Feuerwehr Rostock. 3 Teams sammeln derzeit Proben im Zoo und ein Team bei Hobbyhaltungen in einem Umkreis von einem km. Dazu gehören unter anderem Tupferproben von lebenden Tieren. „Wir setzen derzeit alles daran, die möglichen Eintragswege nachzuvollziehen.
Überdies wird die Presseinformation von gestern (s.o.) ergänzt, dass auch 5 Gänse aus derselben Unterbringung getötet werden mussten. Damit sind bisher neben den 12 Weißstörchen und 25 Enten insgesamt 42 Tiere getötet worden. „Von einer weiteren Tötung wird vorerst abgesehen, da im Zoo seltene Vogelarten leben, die unter besonderem internationalen Schutz stehen. Wir behalten uns jedoch weitere Schritte vor, falls wir weitere Nachweise erhalten“, erklärte der Minister.
Die epidemiologischen Erhebungenheute ergaben, dass die Störche in der Zeit zwischen dem 18. und 28. Dezember die Möglichkeit zum Auslauf und Zugang zu freien Wasserflächen des Zoos hatten. Damit wurde nicht gegen etwaige Auflagen verstoßen. Dennoch ist damit eine weitere Eintragsmöglichkeit gegeben.
Zu Ihrer Information: Die jetzige Darstellung spiegelt den Stand von heute 14 Uhr wieder.

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