Zoopresseschau

Allwetterzoo Münster 14.01.2015
Zoodirektor Jörg Adler äußert sich zum Ergebnis der Obduktion des toten Elefantenkalbs im Allwetterzoo Münster
Es war die erste Elefantengeburt nach 16 Jahren und die zweite erwartete Geburt überhaupt im Allwetterzoo Münster. Doch als am 7. Januar 2015 das Kalb zur Welt kam, war es leider tot. Um die Todesursache festzustellen, wurde das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin mit der Obduktion beauftragt. Zoodirektor Jörg Adler liegen nun die Ergebnisse vor: „Die bisherigen Ergebnisse der intensiven Obduktion des neugeborenen Elefanten im IZW in Berlin haben zumindest ein verwertbares Ergebnis: es lag keine Infektion mit dem gefürchteten Elefantenherpesvirus vor. Im Herpes-positiven Fall hätten wir überlegen müssen, ob eine weitere Zucht mit dieser Elefantenkuh noch sinnvoll ist. Allerdings haben wir leider auch keine Befunde, die uns zumindest einen Hinweis geben könnten, warum das Jungtier nicht gelebt hat. So bleiben nur Vermutungen (zu lange Austreibungsphase, ungünstige Lage des Kalbes u.a.), die aber reine Spekulation sind. Am Ende des Tages bleibt die Erkenntnis, dass die Natur nicht berechenbar ist, nicht im Lebensraum der Elefanten und auch nicht im Zoo. Und dass ich in meiner Amtszeit nicht mehr erleben werde, wie ein kleiner Elefant mit seiner Mutter durch den Elefanten-Park tobt. Aber ein Nachfolger soll ja auch eine besondere Freude im Allwetterzoo haben.“

Zoo Osnabrück 14.01.2015
Tetra GmbH unterstützt Zoo Osnabrück – 24.000 Euro für das Aquarium
Die Tetra GmbH, der führende Hersteller im Bereich Aquaristik, unterstützt den Zoo Osnabrück und sein Aquarium für weitere zwei Jahre mit insgesamt 24.000 Euro. Damit soll unter anderem das Amazonas-Becken modernisiert werden. „Das Tetra-Aquarium im Zoo Osnabrück ist ein toller Ort für Jung und Alt, um die Faszination der Unterwasserwelt kennen zu lernen. Das wollen wir gerne weiter fördern – nicht nur mit Geld, sondern auch mit unserem Know-how“, so Solveig Rasch, Manager Communications der Tetra GmbH. Das 650 Quadratmeter große Tetra-Aquarium besteht aus einem großen Aquaristik-Bereich mit 20 Süßwasser- und Meerwasserbecken mit circa 1.400 schuppigen Bewohnern sowie aus einem Terraristikbereich mit Leguanen, Kaimanen, Pfeilgiftfröschen oder Königspythons. Insgesamt fördert die Tetra GmbH das Aquarium mit 24.000 Euro für die nächsten zwei Jahre. Damit soll unter anderem das Amazonasbecken modernisiert werden, wie Revierleiter und Tierpfleger Stefan Bramkamp berichtet: „Wir wollen die Wand aufbrechen, sodass das Aquarium offen gestaltet werden kann – mit Lavasteinen, Würgefeigen und Kunstfelsen dekoriert. Damit wirkt das Aquarium viel offener und freundlicher. Außerdem können Besucher so auch die Blüte einiger Wasserpflanzen sehen, da sie dann auf die Wasseroberfläche blicken können.“ Auch der Eingangsbereich soll attraktiver gestaltet werden. Der Zoo Osnabrück finanziert sich größtenteils selbst durch Eintrittsgelder sowie Sponsoringeinnahmen und Spenden. „Die Firma Tetra aus Melle unterstützt uns bereits seit 1999 und hilft uns so das Aquarium zu betreiben. Auf diese langfristigen Partner sind wir als gemeinnützige Einrichtung angewiesen und freuen uns sehr über die erneute Verlängerung der Kooperation“, so Zoopräsident Reinhard Sliwka. Dabei ist es der Firma Tetra auch wichtig den Zoo mit Know-how zu unterstützen und die Besucher über Aquaristik zu informieren, wie Rasch betont: „Herr Bramkamp kann sich jederzeit mit unseren Experten aus der Forschungsabteilung austauschen. Zusätzlich bieten wir im Zoo gemeinsam Workshops für Kinder an, bei dem die jungen Teilnehmer erfahren, wie sie sich ein eigenes Aquarium einrichten und die Fische richtig versorgen. So können wir die Kinder für die Aquaristik begeistern und schön erste Tipps und Tricks vermitteln.“ Außerdem erstellten die Verantwortlichen einen Wissensparcours durch das Aquarium, sodass die Besucher im Vorbeigehen erfahren, worauf es beim eigenen Aquarium ankommt, und die Bedürfnisse der verschiedenen Fischarten kennen lernen. „Die Kooperation zwischen dem Zoo und Tetra passt wirklich perfekt: Hier kommen Know-how, Aquarien zum Staunen und der Bildungsanspruch zusammen und sorgen nicht nur für einen schönen Zoobesuch, sondern auch für mehr Wissen“, freut sich Zoopräsident Sliwka.
Allgemeine Informationen zum Tetra-Aquarium: 1.387 Fische aus 91 Arten erbaut 1988 20 verschiedene Wasserbecken U.a.: Malawiseebecken, Amazonasbecken, Gezeitenbecken, Südamerika-Barsch-Becken, Asienbecken, Korallenriff, Axolotlbecken, Karpfen-Streichelbecken Fassungsvermögen insgesamt: 66.600 Liter Wasser Das Aquarium schließt an ein Terrarium an mit u.a. Siedleragamen, Brillenkaimanen, Wasseragamen, Königspythons, Netzpythons, Pfeilgiftfröschen, Seychellen-Riesenschildkröten

Tierpark Bochum 14.01.2015
Tierpark Bochum geht an Bord – Tierisches Treiben auf der boot Düsseldorf
Der Tierpark Bochum geht auf Tour und kommt in die Rhein-Metropole Düsseldorf. Dort ist er vom 17. – 25. Januar zusammen mit seinem Kooperationspartner, dem Deutschen Unterwasserclub (DUC), auf der Internationalen Bootsausstellung (kurz: boot) vertreten, um spannende Einblicke in sein vielfältiges Angebot zu geben. Zusammen abtauchen mit Seehund, Pinguin, Hai und Co. – Das ist das Motto am gemeinsamen Stand des Bochumer Tierparks und des DUC Wattenscheid: Große und kleine Messebesucher können hautnah erfahren wie sich das Fell eines Seehunds anfühlt oder wie spitz die Zähne eines Hais sind! Mit Korallen, Muscheln und vielen weiteren spannenden und exotischen Handstücken im Gepäck, informieren die Mitarbeiter des Tierparks über die eindrucksvolle Artenvielfalt sowie das umfangreiche zoopädagogische Angebot. Die Kooperation zwischen dem Bochumer Tierpark und dem DUC besteht bereits seit März 2013. Seitdem tauchen die Mitglieder des Unterwasserclubs regelmäßig in die Nordseewelten des Tierparks hinab, um das Becken der Seehunde und Humboldt-Pinguine zu reinigen. Nicht nur im Sommer, sondern selbst bei eisigen Temperaturen, zeigen die Freizeittaucher ehrenamtlichen Einsatz. Zoodirektor Ralf Slabik ist sehr dankbar für diese Unterstützung: „Dank unserer zahlreichen Tauchfreunde schaffen wir es heute, ein Reinigungsintervall an nur einem Tag abzuschließen! Früher waren nur wenige Zootaucher im Einsatz, die die Arbeit von Vielen erledigen mussten. Eine Putzaktion konnte durchaus zwei Wochen dauern!“ Für die Frauen und Männer des DUC sind die Tauchgänge inmitten von Seehunden und Pinguinen immer wieder beeindruckend, während sie für die Tiere jede Menge Spiel und Beschäftigung bedeuten. Das Tierpark-Team hat die Taucherinnen und Taucher im Umgang mit den Tieren gesondert geschult, ist immer vor Ort und steht den Tauchern mit Rat und Tat zur Seite. Die Tauchgänge in den Nordseewelten des Tierparks sind natürlich auch ein spannendes Highlight für die Besucher, die das Geschehen live mitverfolgen können.

Opel Zoo Kronberg 14.01.2015
Nachwuchs im Opel-Zoo – Zahlreiche Lämmer und Zicklein auf der Ziegenwiese
Ein Zoobesuch im Januar hat stets seinen besonderen Reiz: Gleich nach dem Haupteingang erblickt man eine quicklebendige Kinderstube: Bei den Schafen und Ziegen hat sich bereits Nachwuchs in großer Anzahl eingestellt. Weltweit gibt es rund 200 Hausziegenrassen. Sie haben auch heute noch große wirtschaftliche Bedeutung und zwar vor allem in Gegenden, in denen andere Haustiere wegen kultureller oder religiöser Einschränkungen nicht als Nahrungsmittel genutzt werden können. Die einzelnen Rassen sind an das jeweilige Gebiet, in dem sie gezüchtet worden sind, gut angepasst. Die Westafrikanische Zwergziege, die im Kronberger Freigehege gehalten wird, ist eine kleine stämmige Rasse mit kurzen Beinen und stammt aus Regenwaldgebieten und Feuchtsteppen. Einer der Vorzüge oder eine der Anpassungen an diese feuchtwarme Gebiete ist ihre Widerstandsfähigkeit gegen Krankheitserreger. So sind die Tiere weitgehend resistent gegen von der Tsetse-Fliege übertragene Trypanosomen, die bei Tieren die gefürchtete Nagana-Seuche und beim Mensch die Schlafkrankheit verursachen. In Europa werden Afrikanische Zwergziegen seit Jahrzehnten allerdings weniger als Nutztier, sondern eher als Hobby gehalten. Sie sind klein, interessant gefärbt und besitzen ein freundliches Wesen. Und so können die Besucher die im Opel-Zoo im Streichelzoo gehaltene schwarze Farbvariante hautnah und direkt erleben. Aber auch die bunt gefärbte Form auf der Ziegenwiese begeistert Groß und Klein, insbesondere wenn die Jungtiere übermütig durch das Gehege tollen, über Stock und Stein klettern und ihre Kräfte in waghalsigen Kämpfen erproben.

Zoo Berlin 14.01.2015
Orang-Utan Nachwuchs im Zoo – Mutter nimmt Jungtier nicht an
Am 12. Januar 2015 wurde in den frühen Morgenstunden im Zoo Berlin ein kleines Orang-Utan-Weibchen geboren. Die Pfleger fanden das ca. 1.800 g schwere Jungtier bei Dienstbeginn allein im Gehege vor. Es ist gesund und bereits sehr kräftig. Für Mutter Djasinga (11 Jahre alt) ist es das erste Jungtier. Leider nimmt die unerfahrene Mutter das Kleine nicht an. Versuche, Mutter und Jungtier zusammenzubringen, und aneinander zu gewöhnen, sind nach mehreren Stunden gescheitert, so dass das Jungtier der Mutter weggenommen wurde und derzeit von den erfahrenen Menschenaffen-Tierpflegern (Ruben Gralki und Christian Aust) versorgt wird. Orang-Utan Mutter Djasinga lebt gemeinsam in einer Gruppe mit Enche (25 Jahre alt), Vater des neugeborenen Weibchens, und dessen Tochter, der 8 Jahre alten Satu, und deren Mutter, Orang-Utan-Dame Mücke (24 Jahre alt). In der freien Wildbahn sind Orang-Utans Einzelgänger. Im Zoo Berlin gibt es insgesamt 8 Orang-Utans, die in zwei Gruppen zusammenleben. Das zwei Tage alte Jungtier bekommt alle 2-3 Stunden, wie ein Säugling, Frühchen-Milch. Es wird in den Zoo-Wohnungen der Tierpfleger versorgt und ist für die Besucher nicht zu sehen. Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem: „Ob das Tier im Zoo Berlin bleibt oder in eine andere Einrichtung wechselt, entscheidet das zuständige Team des Berliner Zoos gemeinsam mit dem Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für Orang-Utans in Karlsruhe, Clemens Becker, in den kommenden Wochen. Wir stehen im engen Austausch mit anderen Zoologischen Einrichtungen und informieren uns über die verschiedenen Möglichkeiten der Aufzucht. Dabei steht das Wohl des Tieres im Vordergrund.“

Zoo Basel 14.01.2015
In einem Bächlein helle… im Zoo Basel schwimmt jetzt ein Schwarm Forellen
Durchs Aquarium Nr. 7 “pfeilen“ seit dem Jahresende dreissig Forellen. Das Aquarium im Zoo Basel wurde eigens für die Bedürfnisse von Bachforellen umgebaut und dient in Zukunft auch als Versuchsaquarium für die Haltung von Junglachsen. Diese werden dereinst im Ozeanium zu sehen sein. Neue Zoobewohner: fünf Zwergmangusten – Die kleinen Raubtiere sind in die WG mit den Nilkrokodilen eingezogen, gehen ihren Mit-bewohnern jedoch aus dem Weg. Bei den Zwergmangusten hat das ranghöchste Weibchen das Sagen. Es führt die Gruppe an und bekommt als Einzige Nachwuchs. Zwergmangusten führen ein harmonisches Familienleben, Streit gibt es so gut wie nie.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 14.01.2015
Trauer in der Wilhelma – Bonobo-Jungtier Alima gestorben
Freud und Leid liegen manchmal nah beieinander – auch im Zoo. Gerade hatte man sich in der Wilhelma darüber gefreut, dass kurz hintereinander im neuen Menschenaffenhaus zwei Gorilla-Babys geboren wurden. Jetzt ist in der Gruppe der benachbarten Bonobos der Verlust eines Jungtiers zu beklagen. Die anderthalb Jahre alte Alima ist am späten Montagabend, 12. Januar, gestorben. Der Tod des Bonobo-Mädchens kam überraschend. Innerhalb von nur einem Tag, nachdem erste Symptome einer Erkältung zu erkennen waren, verstarb es trotz intensiver tiermedizinischer Versorgung. Es ist bekannt, dass Bonobos für Erkrankungen der Atemwege anfälliger sind als andere Menschenaffen. Der Winter ist für Mensch wie Tier Erkältungszeit, die speziell den Jüngsten zusetzen kann. Das erklärt aber noch nicht den schnellen Krankheitsverlauf. „Wir wollen nicht spekulieren und forschen nach“, sagt der Tierarzt der Wilhelma, Dr. Tobias Knauf-Witzens. „Die Obduktion am Dienstag ergab eine Lungenentzündung. Weiterführende Laboruntersuchungen sollen deren Ursache feststellen.“ Die Ergebnisse werden erst Ende Januar vorliegen. Alima war der erste Nachwuchs von Mutter Banbo, die aus Twycross in England nach Stuttgart gekommen ist. Der Vater war Kasai, der in der Wilhelma geboren wurde. Den beiden anderen Jungtieren der Bonobos, Lubao und Bobali, die wie Alima 2013 auf die Welt kamen, geht es gut. Sie zeigen keine Krankheitssymptome

Zoo Osnabrück 13.01.2015
Zoo Osnabrück trauert um Nashorn Hans-Franz – Nashornbulle im hohen Alter eingeschläfert
Eine schwere Entscheidung musste vor einer guten Woche im Zoo Osnabrück gefällt werden: Nashornbulle Hans-Franz ging es gesundheitlich im bereits fortgeschrittenen Alter von 38 Jahren immer schlechter, sodass er eingeschläfert werden musste. Der Gesundheitszustand von Breitmaulsnashorn Hans-Franz hatte sich bereits in den letzten Wochen und Monaten stetig verschlechtert, wie Zootierarzt Thomas Scheibe berichtete: „Seit Oktober hatte er zunächst immer mehr Hautprobleme. Entzündungen breiteten sich am ganzen Körper und an den Füßen aus, und es entstanden teilweise großflächige Hautveränderungen, die wir nach Überprüfung der Blutwerte auch entsprechend behandelten. Mehrere labordiagnostische Blutanalysen ließen jedoch keine Rückschlüsse auf das Vorliegen einer spezifischen Erkrankung zu.“ Trotz besonderer Vitamin- und Mineralstoffergänzungen verlor der Bulle bei stets gutem Appetit bis zu einem Vierteil seines gesamten Körpergewichtes im Verlaufe der letzten zwei Monate. Er zeigte typisch für besonders alte Tiere eine immer mehr zunehmende Muskelschwäche. Am Samstag, 03.01.2015, konnte Hans-Franz sich nicht mehr von seinem Nachtlager erheben. „Wenn so große Tiere festliegen, können sie meist infolge der fortlaufenden Zeit bei zunehmender Kreislaufbelastung nicht mehr selbstständig aufstehen. Infolge dessen sind alle vier angewinkelten Beine und die inneren Organe aufgrund des großen Körpergewichtes von fast zwei Tonnen schlechter durchblutet und überlastet. Hier mussten wir eine Entscheidung treffen, auch im Sinne des Tieres – da tragen wir die Verantwortung“, so Scheibe. Gemeinsam mit dem Zooinspektor, den wissenschaftlichen Mitarbeitern und dem leitenden Tierpfleger aus dem Nashornrevier fällte er schließlich die Entscheidung das Tier von seinem Leiden zu erlösen. „So eine Entscheidung ist nie leicht, allerdings ließ sein aussichtsloser Zustand uns keine andere Wahl“, so der wissenschaftliche Mitarbeiter Tobias Klumpe. Der Tierkörper wurde am darauf folgenden Montag zum Institut für Pathologie der tierärztlichen Hochschule Hannover überführt, wo die Experten eine umfassende Untersuchung vornehmen werden. „Bis jetzt konnte lediglich festgestellt werden, dass der Bulle schwere Veränderung der inneren Organe hatte. Die Ursache dafür ist noch nicht geklärt. Wir wissen nicht genau, wann wir das endgültige Untersuchungsergebnis bekommen, weil die noch ausstehenden feingeweblichen Schnittuntersuchungen möglicherweise noch spezielle Analysen auf virale und bakterielle Erreger nach sich ziehen können“, so Zoodirektor Prof. Michael Böer. „Wir wissen zwar, dass Hans-Franz im hohen Alter gestorben ist, als wissenschaftlich geleiteter Zoo möchten aber wir sehr genaue Kenntnisse bekommen über die Todesursache bei alten Tieren.“ Nashornbulle Hans-Franz kam 1979 aus dem niederländischen Safaripark Beekse Bergen nach Osnabrück und lebte seit dem am Schölerberg. Obwohl er sein Zuhause mit verschiedenen Weibchen teilte, zeugte er leider keinen Nachwuchs. „Für uns ist sein Tod natürlich ein großer Verlust. Hans-Franz war nicht nur ein Liebling der Tierpfleger und sehr zutraulich, sondern auch ein wertvolles Tier im Sinne der Nachzucht dieser bedrohten Tierart. Aber er hat ein stolzes Alter erreicht“, so Klumpe. Für die drei Osnabrücker Nashornkühe Amali, Lia und Marcita sucht der Zoo nun einen passenden Nashornbullen – weiterhin in der Hoffnung mit Nachwuchs zur Arterhaltung der Breitmaulsnashörner beitragen zu können.

Zoo Duisburg 13.01.2015
Inventur im Zoo – das große Zählen hat ein Ende
Wie alle Jahre wieder so ist auch dieses Mal kurz vor dem Jahreswechsel vom Wissenschaftlichen Leiter des Zoos, Dr. Jochen Reiter, den Revierpflegern der Auftrag erteilt worden, die Tier-Inventur durchzuführen. Da wurde eifrig gezählt, vermessen und gewogen, wurden Bestandsbücher gewälzt und Daten abgeglichen. Peinlich genau wird jedes Individuum mitsamt seiner besonderen Kennzeichen festgehalten, wie z.B. Angabe des Geschlechtes, Geburtsdatums, seiner Ohr-Kennmarken, Brandzeichen oder computerlesbaren Mikro-Transponder unter der Hautoberfläche. Am Ende von überlangen Listen und nach dem Addieren vieler Zahlen steht nun fest: Es leben im Zoo Duisburg derzeit: 4.237 Tier-Individuen in 356 Arten Die zweifelsohne zahlenmäßig größten Veränderungen gab es wie schon im Jahr zuvor im Aquarium zu vermelden. Im farblich explodierenden Riff gleich am Eingang hielten weitere Fischarten Einzug. Im Jahresverlauf wurden die einzelnen Aquarien der Seewasserseite von Grund auf erneuert. Etliche Fische und Wirbellose sind nun zwischen farbenprächtigen Korallen zu sehen. In den kommenden Monaten wird zudem die Süßwasserseite fertig gestellt. Zusammen mit der 2014 eröffneten, ebenfalls vom Förderverein des Zoo Duisburg finanzierten Riesensalamander-Anlage erstrahlt das Aquarium von Grund auf in neuem Glanz und avanciert zu einem weiteren Highlight des Zoos! Aufsehen erregend war der Transport der Jungdelfine DOLLY und DONNA, die in die Lagune des Tiergarten Nürnberg wechselten und sich dort bestens einlebten. Selbiges traf für die Ankunft des kolossalen Nashornbullen KIFAROU aus dem Zoo Augsburg zu, der dank der technischen und logistischen Meisterleistung der Feuerwehr Duisburg zusammen mit dem zooeigenen Personal sicher in den Stall des Afrikanum gelangte. Wesentlich mehr Papierkram verursachte der neue Zuchtmann bei den Goodfellow-Baumkängurus, der aus Melbourne importiert wurde und nur einer von ca. 20 Vertretern seiner Art in Europa ist! Freud und Leid liegen in der Zootierhaltung naturgemäß eng beisammen. So sehr wir uns über Geburten gefreut haben (aktuell über das kleine Zwergflusspferd), so sehr mussten wir das Ableben einiger Methusalems beklagen, darunter Koala KANGULANDAI, Nacktnasenwombat ROLF sowie Nashornkuh NONGOMA. Sie alle sind aber ein eindrucksvolles Zeichen dafür, wie viel länger Tiere dank professioneller Pflege in Menschenobhut im Vergleich zum Freiland leben können. Die Sparkasse Duisburg ermöglichte den Bau der lang ersehnten Kaiserberganlagen, mit naturnah gestalteten Gehegen für Vertreter der einheimischen Fauna: europäische Wildkatzen und Luchse. Last not least bleibt zu erwähnen, dass dank der großzügigen Spende von Evonik 2015 das Jahr des Tigers wird: der Zoo kann eine riesige Neuanlage für bedrohte Sibirische Tiger bauen, inkl. Zoolabor für Kinder!

Erlebnis-Zoo Hannover 13.01.2015
Tierische Inventur im Erlebnis-Zoo Hannover – 1.933 Tiere in 204 Arten
Am Ende jedes Jahres zählt der Zoo alles, was da kreucht und fleucht. Ergebnis für das Jahr 2014 nach tagelanger Zählung: Im Erlebnis-Zoo Hannover leben 1933 Tiere in 204 Arten. Auf den Appetit der Loris ist Verlass. Kaum sehen die kleinen Papageien ihre Tierpfleger mit Nektarbechern in den Händen, flattern sie herbei. Während die bunten Vögel in aller Ruhe ihren geliebten süßen Nektar trinken, zählen die Tierpfleger durch. Zehn freche Vögel müssten es sein – zeigen sich nur neun, wird am nächsten Tag nochmal gezählt. So lange, bis alle gesichtet sind. Wie jedes Unternehmen zählt auch der Erlebnis-Zoo am Ende des Jahres alles, was da kreucht und fleucht. Für die tierische Inventur braucht es Geduld, denn nicht alle Tiere sind so einfach zu zählen wie Elefanten und Giraffen (die wirklich nicht zu übersehen sind), Faultiere (die einfach abhängen) oder so seltene Tiere wie die Kleinen Pandas und Sibirischen Tiger (von denen es jeweils nur ein Pärchen gibt). Aber schließlich stand es fest: Im Erlebnis-Zoo leben 1933 Tiere in 204 Arten. Die Zahlen vergleichen die Zoomitarbeiter mit den Aufzeichnungen des gesamten Jahres. Denn die Tierpfleger halten jeden Tag schriftlich fest, ob ein Tier geboren, verstorben, weg- oder zugereist ist. Die täglich ermittelten Zahlen werden von den Kuratoren erst handschriftlich in das Tierbestandsbuch eingetragen und dann in den Computer übertragen. Das Ergebnis der Jahresabschlusszählung wird schließlich mit den Computeraufzeichnungen verglichen. Fehlt ein Tier oder ist gar eines zu viel, wird nochmal gezählt. Der Abschluss der tierischen Inventur ist der lückenlose Jahresbericht, den die Kuratoren in mühevoller Kleinarbeit zusammenstellen. Dieser Jahresbericht wird an den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz sowie an den Gesellschafter des Zoos, die Region Hannover, und an das Veterinäramt der Stadt Hannover übermittelt. Auf diese Weise ist jedes Tier von der Maus bis zum Nashorn „aktenkundig“. Wissenschaftliche Vergleichswerte – Doch bei der tierischen Inventur wird nicht nur gezählt: Vergleichswerte und wissenschaftliche Erkenntnisse ergeben sich auch aus dem Wiegen und Messen der Tiere. Anhand der Vergleichszahlen aus den verschiedensten Zoos werden dann Durchschnittswerte pro Tierart ermittelt, anhand derer jeder Zoo die Entwicklung seiner Tiere überprüfen kann. Zahlenbeispiele: 4 Flusspferde, 2 Eisbären, 9 Elefanten, 6 Berberlöwen, 2 Sibirische Tiger, 3 Spitzmaulnashörner, 99 Flamingos, 7 Schimpansen, 2 Kleine Pandas, 5 Rote Varis, 2 Wombats, 3 Pferdeantilopen, 12 Impalas, 15 Dikdiks, 4 Seelöwen, 7 Gorillas, 3 Bisons, 5 Somali Wildesel, 3 Pinselohrschweine, 3 Exmoor-Ponys, 4 Flusspferde, 1 Harzer Fuchs, 4 Erdmännchen, 2 Nordafrikanische Rothalsstrauße Das größte, höchste, schwerste Tier: Das größte Tier: Giraffenkuh Juji ist 4,50 Meter hoch – Das schwerste Tier: Elefantenbulle Nikolai bringt 4,85 Tonnen auf die Waage – Das längste Tier: Tigerpython Moses junior I. ist 5,10 Meter lang – Das kleinste Tier: Eine Blattschneider-Ameise ist nur 0,3 cm lang – Das älteste Tier: Anden-Kondor Yogi ist 54 Jahre und 5 Monate alt – Noch mehr Zahlen für 2014 – Nicht nur die Tiere hat der Erlebnis-Zoo gezählt, sondern alles, was den Zoo ausmacht: 1.305.900 (1.267.899 Zoo-Besucher zzgl. > 38.000 Winter-Zoo) ZooCards + 16,4 % – Tageskarten + 10,5 % – 3.587 Führungen mit 53.000 Besuchern (inkl. Zukunftstag im Zoo, Kinder-Ferienprogramm, Abendspaziergang), davon 1.152 Führungen für Schulklassen (ca. 20.000 Schülerinnen und Schüler) 96 Tage mit Veranstaltungen, u.a. Kinderkarneval, Osteraktionen, Kinderfesttage, Halloween-Woche, Glückswoche, Lesungen, Markttage auf Meyers Hof, Stofftierklinik, Winter-Zoo 688 Feiern und Events mit über 50.000 Gästen inkl. Abendveranstaltungen wie Weinweltreise, Krimi-Musical-Dinner, Spiele-Abend in der Yukon Market Hall

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 09.01.2015
CHRISTBAUM-FRÜHSTÜCK FÜR ELEFANTEN
Ein außergewöhnliches Frühstück gab es heute für die Elefanten im Tiergarten Schönbrunn: eine 18 Meter hohe Fichte. Der prächtige Baum aus einem Bundesforste-Revier in Oberösterreich hat den Kultur- und Weihnachtsmarkt und Neujahrsmarkt Schloß Schönbrunn geziert. Dort war er über Wochen eine Attraktion, für die Dickhäuter war er heute ein Festschmaus. „Für unsere Elefanten sind die Christbaumstücke eine willkommene Abwechslung am winterlichen Speiseplan. Besonders gut schmecken ihnen die frischen Nadeln und die dünnen Äste. Sie verputzen aber bis auf den dicken Stamm restlos alles“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Das Kauen der Äste ist gleichzeitig eine Zahnpflege. Nicht zuletzt ist es auch eine Beschäftigung. Der Baum wurde zwar unter den strengen Augen von Forstdirektor Andreas Januskovecz und Markt-Veranstalterin Gabriela Schmidle in mehrere Stücke gesägt, die Elefanten müssen ihn aber noch in rüsselgerechte Portionen zerteilen. Das Verfüttern des Christbaumes hat bereits Tradition. Im vergangenen Jahr zeigte die kleine Iqhwa noch wenig Interesse. Heuer knabberte der eineinhalb Jahre alte Elefantennachwuchs schon fleißig mit. Neben dem großen Baum wurden 150 kleine Bäume geliefert, die sich unter anderem die Nashörner, Rentiere und Wasserbüffel schmecken lassen werden.

Zoo Krefeld, 09.01.2015
Inventur im Zoo Krefeld: Knapp 1000 Tiere plus Insekten – 79 Nektarfledermäuse verbrauchen 20 Kilogramm Spezialfutter im Jahr
Zum Jahreswechsel hat im Zoo Krefeld das große Zählen und Erfassen stattgefunden, um im Rahmen einer Inventur einen Überblick über die aktuellen Bestände zu ermitteln. Demnach werden im Krefelder Zoo jetzt 989 Tiere (ohne Insekten) aus 169 Tierarten von den 26 Tierpflegern und sieben Auszubildenden versorgt. Insgesamt hat der Zoo 63 Mitarbeiter, dazu kommen 21 Ehrenamtliche, die sich im Freiwilligenteam engagieren. Im Regenwaldhaus des Krefelder Zoos leben derzeit beispielsweise 79 Blumenfledermäuse. Plus Minus einiger Tiere, die sich hartnäckig aller Zählversuche entzogen und sich lieber im Pflanzendickicht des Tropenhauses versteckten. Für die Zählung nutzten Biologe Christian Schreiner und Praktikant Julian Hecker die Vorliebe der Dschungelbewohner, tagsüber in ihrer Höhle zu hängen und zählten einfach die schlafenden Tiere. Nachts sind die flinken Fledermäuse im 1200 Quadratmeter großen Haus frei unterwegs und suchen die beiden mit Nektar bestückten Futterstationen auf. Pro Jahr verzehren sie von dem hochwertigen Spezialfutter vier Eimer. Ein Eimer mit fünf Kilogramm kostet stattliche 67,30 Euro. Aber nicht nur die Inventarisierung des Tierbestands gehört im Zoo zum Alltagsgeschäft. Auch im Zoo-Shop, der hauseigenen Apotheke der Zooveterinärin, in der Futtermeisterei und im Materiallager wird zum Jahreswechsel eine gründliche Bestandsaufnahme gemacht.

Zoo Duisburg, 09.01.2015
Trendige Tiere aus Müll basteln und gewinnen! Wettbewerb verlängert bis 08. Februar 2015, Teilnahme auch für Grundschulen und Kindergärten möglich
Das Explorado Kindermuseum und der Zoo Duisburg, die sich beide für den Schutz der Natur und die Förderung von Kindern engagieren, starten mit einer gemeinsamen Aktion ins neue Jahr: Aus Müll wird Kunst! Dieser Trend heißt Upcycling und bedeutet, aus vermeintlichem Abfall etwas Neues, Wertvolles und Nachhaltiges zu erfinden. Die Tiere kann man beispielsweise aus Joghurtbechern, Pappschachteln und Korken basteln. Wer aus „Müll“ eine Tierfigur in beliebiger Größe erschafft, hat nicht nur die Chance, einen von 10 tollen Preisen zu ergattern, sondern kann sein Kunstwerk auch bis zum 15.03.2015 im Explorado von den Besuchern bewundern lassen. Mitmachen können Kinder zwischen 4 und 10 Jahren sowie Kindergartengruppen und Grundschulklassen. Zu gewinnen gibt es zum Beispiel Familienjahreskarten und freien Eintritt für eine Gruppe in den Zoo Duisburg oder ins Explorado Kindermuseum. Die Bastelaktion unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Sören Link läuft schon seit dem 26.12.2014. Noch bis zum 08.02.2015 können die Abfalltiere im Explorado abgegeben werden, an Schulen und Kindergärten holt das Explorado die Tiere ab. Nach einer Auswahl durch die Jury, die aus Explorado-Leiter Carsten Tannhäuser und Zoodirektor Achim Winkler besteht, wird im Februar 2015 eine offizielle Prämierung im Explorado stattfinden. Hierzu informieren wir Sie zeitnah. Teilnahmebedingungen: Mitmachen können Kinder im Alter von 4 bis 10 Jahren sowie Kindergartengruppen und Grundschulklassen. Die Wettbewerbsdauer ist noch bis 08.02.2015. Pro Kind bzw. pro Schulklasse oder Kindergartengruppe kann ein Tier in beliebiger Größe eingereicht werden. Mitarbeiter des Explorado Kindermuseums holen die Tiere an den Schulen oder bei den Kindergärten ab. Kontakt: Explorado Kindermuseum, Philosophenweg 23-25, 47051 Duisburg, www.explorado-duisburg.de, Tel.: 0203 – 298 233 40.

Münchener Tierpark Hellabrunn, 09.01.2015
Biodiversität, was ist das? Hellabrunn eröffnet Artenschutzzentrum mit neuer Dauerausstellung
Am Freitag, den 9. Januar wird das Hellabrunner Artenschutzzentrum nach einer 18-monatigen Planungs- und Umbauphase mit der neu konzipierten Dauerausstellung „Biodiversität – Bedrohte Vielfalt“ wiedereröffnet. Damit knüpft der Münchner Tierpark an die UN-Dekade der Biologischen Vielfalt an und stellt das Thema Biodiversität in den Fokus. Gleichzeitig bildet die Ausstellung den Auftakt zur neuen Ausrichtung von Hellabrunn hin zum „Geozoo der Biodiversität“. Der rundum neu gestaltete Ausstellungsraum bietet auf 165 Quadratmetern unter anderem digitale Informationsmöglichkeiten, großflächig illustrierte Wandtafeln mit Infotexten auf Deutsch und Englisch, einen kleinen Filmraum, Computerterminals mit einem digitalen Quiz, Schau-Vitrinen und eine Wechselausstellungswand. Das Artenschutzzentrum war im Jahr 2007 erstmals in den umgebauten Räumlichkeiten des ehemaligen Schimpansenhauses eröffnet worden. Zoodirektor Rasem Baban liegt das Thema Biodiversität sehr am Herzen: „Wir wollen unsere Besucher im neuen Artenschutzzentrum für ein immens wichtiges und komplexes Thema begeistern: den Natur- und Artenschutz. Hellabrunn unterstützt elf verschiedene Artenschutzprojekte, zum Beispiel für den Drill, den Eisbären oder den Sumatra-Orang-Utan. Als Botschafter für ihre in der Wildbahn bedrohten Artgenossen haben auch die Tiere in Hellabrunn einen besonderen Stellenwert. Die neue Dauerausstellung im Artenschutzzentrum gibt einen Überblick über Bedrohungsursachen, Schutzprojekte, Natur- und Artenschutz sowie Biodiversität.“ In der neuen Dauerausstellung sind die Gäste zu einem Entdeckungsrundgang eingeladen, auf dem sie interessante Fakten auf unterhaltsame Weise präsentiert bekommen: Was bedeutet der abstrakte Begriff Biodiversität? Wodurch ist die Vielfalt von Pflanzen- und Tierarten bedroht? Welche Artenschutzprojekte unterstützt Hellabrunn? Und wie kann jeder Einzelne von uns helfen? Bebilderte Informationen auf Deutsch und Englisch sowie Vitrinen mit Gegenständen aus dem Alltagsleben, die den menschlichen Einfluss auf die biologische Vielfalt demonstrieren, klären auf. Handlungstipps finden Besucher auf Handzetteln, die sie mit nach Hause nehmen können. An zwei Computerterminals können Gäste in einem kurzweiligen Quiz ihr Wissen zum Thema Biodiversität unter Beweis stellen. An drehbaren Würfeln werden 60 weniger bekannte, aber faszinierende (von mehr als 750) Tierarten aus Hellabrunn vorgestellt, um die Artenvielfalt im Münchner Tierpark zu verdeutlichen. Christine Strobl, Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende des Tierparks, erläutert das Engagement für den Artenschutz: „Das neu konzipierte Artenschutzzentrum in Hellabrunn zu eröffnen, freut mich als Schulbürgermeisterin besonders. Der Münchner Tierpark betont damit seinen Auftrag als Bildungseinrichtung, die sich den Natur- und Artenschutz auf die Fahnen geschrieben hat. Mit der Dauerausstellung `Biodiversität – Bedrohte Vielfalt` geht Hellabrunn einen wichtigen Schritt und klärt die Besucher über das für uns alle so wichtige Thema Biologische Vielfalt auf.“ Auch Norbert Rosing, UN-Dekade Botschafter für Biologische Vielfalt, Naturfotograf und Pate des Hellabrunner Eisbären Nobby, ist bei der Eröffnung des Artenschutzzentrums anwesend, da es ihm ein großes Anliegen ist, den Münchner Tierpark hier zu unterstützen. Das menschliche Konsumverhalten beeinflusst die Biologische Vielfalt und führt täglich zu dramatischen Verlusten bei Tier- und Pflanzenarten. Daraus entstehen Problematiken wie Klimawandel, Lebensraumzerstörung, übermäßige Ressourcennutzung oder Umweltverschmutzung. Im Hellabrunner Artenschutzzentrum werden diese komplexen Zusammenhänge für kleine und große Besucher verständlich präsentiert und anhand von Beispielen dargestellt.

Zoo Osnabrück, 09.01.2015
Gutes Zoojahr: 2014 wieder eine Million Besucher, Zoo Osnabrück profitiert von gutem Wetter und neuer Tigeranlage
Der Zoo Osnabrück freut sich über eine positive Jahresbilanz 2014. Knapp über eine Million Besucher kamen in den Zoo und diese waren auch sehr zufrieden mit ihrem Zoobesuch. „Für uns war das gute Jahr 2014 doppelt wichtig. Da wir uns so gut wie selbst finanzieren, sind die Eintrittsentgelte generell überlebenswichtig. Hinzu kam, dass wir 2013 aufgrund des schlechten Zoowetters auch einen Verlust von 900.000 Euro hatten“, erläuterte Zoopräsident Reinhard Sliwka bei der Vorstellung der Bilanz. In 2014 haben sich das gute Wetter und der neue Tigertempelgarten in Kombination mit einer guten Marketingstrategie sehr positiv auf die Besucherzahlen ausgewirkt und für rund 1.003.000 Besucher gesorgt (2013: 935.000). Einen großen Anteil machen dabei die Jahreskartenbesitzer aus, wie Zoogeschäftsführer Andreas Busemann berichtete: „Unsere Familienjahreskarte ist mit 99 Euro für die gesamte Familie sehr günstig und rentiert sich meistens nach dem zweiten oder dritten Zoobesuch. Und so sind inzwischen über die Hälfte der Zoobesucher Jahreskartenbesitzer, die den Zoo im Durchschnitt fünf Mal jährlich mit ihrer Familie besuchen.“ Rund 20.000 Jahreskarten verkaufte der Zoo 2014, hinzu kommen 2.000 Vereinsmitglieder, die ebenfalls Jahreskarten erhalten. Im Bereich Spenden und Sponsoring schlugen zwei größere Erbschaften mit insgesamt 280.000 Euro sowie ein Anstieg der Sponsoren von 150 auf rund 175 mit insgesamt 900.000 Euro Sponsoringvolumen und 485.000 Euro Spendenaufkommen zu Buche. Der Zoo konnte damit in 2014 einen Cash-Flow (Mittelzufluss) von circa 900.000 Euro verzeichnen und so nach Abschreibungen schwarze Zahlen schreiben. Der Zoo freut sich nicht nur über die eine Million Besucher, sondern auch über zufriedene Besucher. Seit 2010 führt der Zoo mit seinem Partner der buw Unternehmensgruppe Besucherbefragungen durch. Die Ergebnisse nutzt der Zoo für eine kontinuierliche Verbesserung des Angebots im Sinne seiner Kunden. 2014 wurden 786 ausgefüllte Fragebogen ausgewertet. Mit 89,2 Prozent zufriedener oder sehr zufriedener Kunden konnte der Zoo sein gutes Ergebnis aus 2013 bestätigen (89,1 Prozent). „Als Zoo, der sich durch Eintrittsentgelte finanziert, müssen wir natürlich auch auf unsere Kundenwünsche achten. Das zahlt sich aus: Vor wenigen Jahren hatten wir noch eine Nettoweiterempfehlungsrate von 65 Punkten, was bereits sehr gut ist. Inzwischen beträgt die Rate 88,7, weil wir viele Hinweise umgesetzt haben“, freut sich Busemann. So habe man das gute Ergebnis ausbauen und sichern können. Den Befragten gefallen insbesondere die Anzahl der Tierarten, die Gestaltung der Anlagen und die Naturbelassenheit. Auch mit der neuen Anlage „Angkor Wat“ sind 78 Prozent der Besucher zufrieden und loben die originelle Idee, die Tiernähe, das Streichelland und die realistische Gestaltung. Die in den letzten Jahren von 600.000 (2003) auf eine Million (2014) stark gestiegenen Besucherzahlen belegen auch, dass der Zoo inzwischen ein attraktives Ausflugsziel ist: Der Zoo konnte dank ausgefeilter Marketingstrategien und neuer, moderner Tierwelten zusätzliche Besucher aus weiter entfernten Regionen gewinnen. Der Anteil regionaler und überregionaler Besucher machte 2014 66,8 Prozent aus, 33,2 Prozent kommen aus dem Osnabrücker Land. Dabei sind ein Viertel der Besucher zum ersten Mal im Zoo Osnabrück, drei Viertel kennen ihn bereits. Somit hat der Zoo eine starke Basis an Mehrfachbesuchern und kann zusätzlich Erstbesucher aktivieren. Die Befragung zeigt: Der Zoo hat durch laufende Verbesserungen fast alle seiner selbst gesteckten Ziele erreicht. Nur im Bereich der Tierhaltung, die den Besuchern am wichtigsten ist, noch nicht ganz. Dafür muss der Zoo nun allerdings mehr Geld in die Hand nehmen. „In der Tierhaltung gibt es einige wenige letzte Schwachstellen, die auch nicht mit kleineren Maßnahmen behoben werden können. Da setzen wir mit Nordamerika an.“ Zwar starten 2015 zunächst die Umbauarbeiten für das Menschenaffenhaus, allerdings werden parallel bereits die Pläne für die neue nordische Tierwelt konkretisiert. „Im Bereich der Vogelvolieren und Kamelanlagen möchten wir nordamerikanische Tiere wie Bisons, Schwarzbären oder Berglöwen zeigen – in naturnahen, großzügigen Gehegen und mit Erlebnischarakter“, berichtet Busemann. Den Biber in einem unterirdischen Claim entdecken, von einem Fort aus Timberwölfe beobachten oder ein Apachenkletterpfad erklimmen – spannende Inszenierungen und schöne Tierbeobachtungen sollen hier ab 2018 Hand in Hand gehen mit artgerechter Tierhaltung. Erste Gespräche zur Finanzierung mit der Stadt Osnabrück und dem niedersächsischen Innenministerium würden die Umsetzung bis 2018 realistisch erscheinen lassen, so Busemann. Ein weiteres Großereignis ist ebenfalls bereits in Planung: 2016 feiert der Zoo Osnabrück seinen 80. Geburtstag. Im gleichen Jahr soll auch das Menschenaffenhaus eröffnet werden, mit dem der Zoo zurzeit noch Spenden im Rahmen der Aktion „Wir für Buschi“ sammelt.

Zoo Duisburg, 08.01.2015
Mini-Flusspferd unternimmt erste Schwimmversuche
Die Zwergflusspferde bereiteten der Mannschaft des Zoo Duisburg mit der Geburt eines männlichen Mini-Hippos Mitte Dezember 2014 vorweihnachtliche Freuden. Mutter AYOKA (bedeutet zudem noch „eine, die Freude über einen bringt“), 2007 selbst am Kaiserberg geboren, trug ihr Jungtier ca. 6-7 Monate aus und zeigte sich als Erstgebärende erstaunlich souverän. Seit seiner Geburt verbrachte sie mit ihrem Sohn in Ruhe die ersten gemeinsamen Lebenswochen und ging mit ihm aus der Stallung hin und wieder in die Schauanlage. Gespannt waren die Tierpfleger, als sie Wasser ins Badebecken ließen und darauf warteten, bis Mutter und Sohn erstmals ins Wasser gehen würden. Denn schwimmen und vor allem tauchen will auch von einem Zwergflusspferd erst richtig erlernt werden! In den letzten Tagen war es dann soweit: mit tatkräftiger Unterstützung seiner Mutter machte das Jungtier die ersten Schwimmübungen. Beim Ausstieg aus dem Wasser hilft die Mutter aber erstmal noch mit. Für die Besucher werden Mutter und Sohn zukünftig immer öfter in der Schauanlage und im Badebecken zu sehen sein.

Tierpark Görlitz, 08.01.2015
Heißes im Tierpark für die kalte Jahreszeit
Nach einem langen, warmen Herbst ist er nun endlich da, der Winter. Im Naturschutz-Tierpark Görlitz Zgorzelec stapfen mit dickem Fell Luchs, Panda und Yaks durch den Schnee, während sich Enten, Gänse und Schwäne über zugefrorene Teiche wundern. Den meisten Tieren des Tierparks macht Kälte und Schnee nichts aus, bei den etwas empfindlicheren Tieren sorgen beheizte Stallungen, Rotlichtstrahler und Heizmatten für die nötige Wärme. Den Tierparkbesuchern setzt das kalte Winterwetter weitaus mehr zu. Zum Durchwärmen gibt es deshalb an der Kasse täglich zwischen 9.00 und 15.00 Uhr für jeden Tierpark-Besucher ab sofort bis zum 28.02.2015 kostenlos jeweils ein Glas Kinderpunsch für die Kleinen oder ein Glas Glühwein für die Erwachsenen.

Zoo Heidelberg, 08.01.2015
Rekord im Zoo Heidelberg: Erneute Steigerung bei den Besuchszahlen
2014 kamen so viele Besucher in den Zoo wie nie zuvor: 526.062 Besucher im Zoo ist ein hervorragendes Ergebnis, auf das alle Mitarbeiter stolz sein können.“ freut sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Davon kamen knapp 400.000 Besucher mit Tageskarten in den Zoo. Weitere 130.000 wurden anhand der Jahreskarten ermittelt, die mit durchschnittlichen Besuchswerten in die Statistik eingerechnet werden. Im Vergleich zu 2013 ist dies eine Steigerung von über 10 %. Damit hat der Zoo Heidelberg sogar das bisherige Rekordergebnis aus 2011 um über 5 % übertroffen. Der detaillierte Blick auf die Statistik bringt interessante Ergebnisse: Besonders starke Zuwächse wurden bei den Tages- und Jahreskarten für Kinder, den Heidelberger Schulen sowie bei den Kleingruppenkarten verzeichnet. Die meisten Zoobesucher kamen im August 2014. Der außergewöhnlich starke Sommermonat war mit über 65.000 Tagesbesuchern bereits ein vielversprechender Rekordmonat. Im Frühling, besonders im April, war der Zoo mit über 50.000 Besuchern ein beliebtes Ausflugsziel. Zum Jahresende zeigte sich erneut der Dezember als schwächster Monat für den Zoo. Auch wenn dies aufgrund der unsteten Wetterlage und der Weihnachtsvorbereitungen üblich scheine, ist Zoodirektor Wünnemann sicher, dass die rund 10.0000 kälteresistenten Zoofreunde den Zoo Heidelberg auf besondere Weise erleben konnten. „Im Dezember gehen viele Menschen eher auf den Weihnachtsmarkt,“ glaubt der Zoodirektor zu wissen „dabei haben die Wintermonate im Zoo einen besonderen Charme. So ist der Dezember die beste Zeit, das eindrucksvolle Schauspiel zu erleben, wenn tausende von Staren zum Schlafen in die Bambushaine des Zoos einfallen. Die perfekt synchronisierten Flugmanöver und das an- und abschwellende Geräusch der Flügelschläge begeistern mich immer wieder von neuem. Und wo sieht man schon mal einen Tiger im Schnee?“ Für 2015 steht ein spannendes Zoo-Jahr an. Mit der Fertigstellung des Ausbaus beim Bärengehege und dem Baubeginn des Streichelzoos sowie weiteren Planungen zeigt der Zoo Heidelberg, dass er bereit ist, den Zoobesuch für all seine Besucher kontinuierlich attraktiv zu erhalten.

Allwetterzoo Münster, 08.01.2015
Cornys Kalb kam tot zur Welt!
„Wir sind überaus traurig über das tote Elefantenkalb“, mit diesen Worten eröffnet Jörg Adler die heutige Pressekonferenz im Elefantenhaus. „Dennoch blicken wir positiv in Zukunft…“ In der Nacht von Dienstag (6.1.) auf Mittwoch (7.1.) haben bei Corny erstmalig die Wehen eingesetzt. Der Geburtsvorgang dauerte länger als üblich, weil das Kalb ungünstig im Geburtskanal lag. Gegen Morgen hörten die Wehen auf, so dass die Pfleger mit Corny den Tag über ein Bewegungstraining machen konnten mit dem erhofften Ziel, dass das Kalb seine Lage leicht verändert. Am späten Mittwochnachmittag (7.1.) wurde bei einem erneuten rektalen Ultraschall festgestellt, dass das Kalb tatsächlich weiter in den Geburtskanal eingedrungen war. Deshalb wurde medikamentös erneute Wehentätigkeit eingeleitet. Kurz darauf erfolgte die Geburt. Das weibliche Kalb kam aber bereits tot zur Welt. Untersuchungen im Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin werden Aufschluss über die Todesursache geben. Wir sind traurig über das tote Kalb! Allerdings sind wir sehr erleichtert darüber, dass es Corny gut geht. Auch hat sie sowohl während des Geburtsvorgangs wie auch nach der Geburt gezeigt, dass sie eine gute Mutter geworden wäre. Der Allwetterzoo wird weiterhin mit Corny züchten. Aufgrund der Erfahrungen bei der jetzigen Geburt blicken wir sehr positiv in die Zukunft.

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