Zoopresseschau

Zoo Krefeld 21.01.2015
Besucherstatistik 2014: Zoo Krefeld erstmals über die halbe Million – Investitionen in Anlagen und Service zahlen sich aus
Erstmals in seiner Geschichte hat der Zoo Krefeld die Besucheranzahl von einer halbe Million überschritten: Im Jahr 2014 wurden 525 823 Besucher gezählt. Nach dem Besucherrekord zum 75-jährigen Zoojubiläum im Jahr 2013 setzte der Zoo Krefeld seine ansteigende Besucherentwicklung fort. Bei den Tageskarten gibt es ein leichtes Plus von 1,1 Prozent, bei den Jahreskarten verzeichnet der Zoo einen deutlichen Anstieg von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dementsprechend tragen die 12 242 Jahreskarteninhaber mit ihren zahlreichen Besuchen zu diesem Ergebnis bei. Mit 62 543 und 60 589 Besuchern waren die Monate April beziehungsweise August die besucherstärksten. Großen Einfluss auf die Entwicklung hatte neben den neuen Attraktionen wie der begehbaren Pinguin-Anlage auch das durchweg gute Zoowetter besonders an Wochenenden, Feiertagen und in den Ferien. Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen freut sich über den Erfolg der Zoo Krefeld gGmbH: „In den vergangenen neun Jahren wurden seit Gründung der GmbH rund 9,3 Millionen Euro in den Zoo investiert, zuletzt 580 000 in den Pinguin-Pool. Das macht sich nun bezahlt. Die Bürger Krefelds schätzen den Zoo mit seinem großen Erholungs- und Bildungspotenzial zunehmend, sie werden Stammbesucher und begleiten unseren Weg in die Zukunft mit. Auch die gute Zusammenarbeit in den Gremien der Gesellschaft und besonders die stete Unterstützung des Mitgesellschafters, dem Verein der Zoofreunde Krefeld, trägt zu diesem Erfolg bei.“ So haben die Zoofreunde durch die Bereitstellung von über vier Millionen Euro den Bau von Forscherhaus, Schmetterlings-Dschungel, Gorilla-Garten, Pinguin-Pool und des Spielplatzes möglich gemacht. „Besonders die neuen, attraktiven Gehege und die Investitionen in Infrastruktur wie moderne Toilettenanlagen und Spielplätze werden von den Besuchern als sehr positiv wahrgenommen“, erklärt Zoo-Sprecherin Petra Schwinn. Viele entschieden sich daher auch für den Kauf einer der günstigen Jahreskarten, so Schwinn. Eine vierköpfige Familie kann bereits für 89 Euro das ganze Jahr den Zoo besuchen. Allerdings decken Einnahmen aus Besucherentgelten nur etwa 50 Prozent der täglichen Kosten des Zoos in Höhe von 13 000 Euro. Daneben sei der Erfolg des Zoos maßgeblich abhängig von Spenden und Zuschüssen. „Bei weiter steigenden Kosten können wir die positive Entwicklung nur vorantreiben, wenn in den kommenden Jahren weitere Investitionen in neue Anlagen folgen. Hier stehen besonders die zentrale Afrika-Anlage und die Freigehege für die Menschenaffen im Fokus. Und noch in diesem Jahr wird das Freigehege der Spitzmaul-Nashörner erweitert. Für die laufende Unterhaltung ist zudem entscheidend, dass der seit 2005 unveränderte städtische Zuschuss an die Kostenentwicklung angepasst wird und darüber hinaus weiterhin Sponsoren den Zoo unterstützen“, betont Dreßen.

Zoo Krefeld 21.01.2015
Zoo Krefeld gibt 15 500 Euro an die Partnerprojekte im Artenschutz – Papier statt Plastik: Zoo-Shop setzt auf mehr Nachhaltigkeit
Zoo und Zoofreunde Krefeld freuen sich, dass 2014 insgesamt 15 500 Euro an Partnerprojekte im Artenschutz weitergeleitet werden konnten. Die stattliche Spendensumme kam durch zwei Einzelspenden in Höhe von je 1000 Euro und den Erlösen aus den beiden Spendentrichtern im Elefanten- und Affentropenhaus zustande. Hier lassen Besucher aller Altersgruppen die Münzen kreiseln und spenden so für die Tiere in freier Wildbahn. Die Spendentrichter wurden von den Zoofreunden Krefeld zur Verfügung gestellt. Bei der Wahl der Partnerprojekte achtet der Zoo auf gute Zusammenarbeit und regelmäßige Kontakte, damit die Erfolge und Fortschritte auch kommuniziert werden können, die durch Spendengelder möglich werden. Beispielsweise erhielt „Sphenisco – Verein zum Schutz des Humboldtpinguins“ eine Spende in Höhe von 5000 Euro. In Chile konnte damit ein dreiviertel Jahr eine Stelle für einen Umweltpädagogen zur Zusammenarbeit mit der einheimischen Bevölkerung finanziert werden. Traditionell erhielten der „Snowleopard Trust“, die „Regenwald- und Gorilla-Direkthilfe“, das Projekt „Save-the-Rhino-International“ und das Baumkänguru-Projekt „Tenkile“ jeweils 2000 Euro. Zwei weitere Spenden in Höhe von jeweils 500 Euro flossen an „Rettet den Regenwald e.V.“ und den World Wild Fund For Nature (WWF). Neuerdings stehen auch die einheimischen Tiere verstärkt im Fokus des Zoos. So erhält der Naturschutzbund (NABU) Krefeld & Viersen 1000 Euro für seine Arbeit zum Schutz der einheimischen Schmetterlinge. NABU und Zoo hatten hierzu 2014 bei der Aktion „Schmetterlingszählen“ kooperiert. Das Projekt „Ackerrandstreifen“ des städtischen Fachbereichs Grünflächen erhält 500 Euro. Es gibt ab sofort eine neue Erlösquelle für den Artenschutz: Papier statt Plastik heißt es nun im Zoo-Shop. Für 50 Cent können Kunden eine Papiertasche mit dem Aufdruck „Ich war auf Weltreise“ erwerben. Der Erlös fließt komplett als Spende auf das Artenschutzkonto des Zoos. Cornelia Bernhardt, Diplom-Biologin und Artenschutzexpertin des Zoo: „2015 wird im Zeichen des Nashorns stehen. Der Neubau unserer Außenanlage für die Spitzmaulnashörner gibt uns die Gelegenheit, auf die bestialische Wilderei in der freien Natur und die Aktivitäten unserer Partnerprojekte hinzuweisen. Aber auch die Zusammenarbeit mit dem NABU für die einheimische Schmetterlings- und Insektenvielfalt werden wir fortsetzen.“

Allwetterzoo Münster 21.01.2015
8.500 Euro für den Allwetterzoo: Paten-Party in der Gorilla Bar war ein sensationeller Erfolg!
Unter dem Motto „Alles für die Tiere“ standen Promi­nente wie Olympiasiegerin Ingrid Klimke oder USC-Trainer Axel Büring sowie Tierpaten ehrenamtlich am Zapfhahn, eine Tombola mit attraktiven Preisen gespendet von langjährigen Zoopartnern, Verlängerungen von Tierpatenschaften sowie eine spontane Einzelspende machten den Abend für den Zoo erfolgreich. „Super Stimmung, geniale Gäste, extrem motivierte Helfer hinter der Theke – die Party war spitze – die Gäste und auch wir hatten einfach Spaß…“, schwärmte Bernd Redeker von der Gorilla Bar. „Erfreulich schon im Vorfeld waren die Zusagen der ehrenamtlichen Zapfer sowie die tollen Preise für die Tombola“, so Zoodirektor Jörg Adler. „Unsere langjährigen Partner haben sehr hochwertige Preise gespendet. Vom Gutschein für eine Fahrt mit dem Schwanentretboot über GOP- oder Kinokarten bis hin zum 100 Euro-Einkaufsgutschein bei KARSTADT SPORT war für jeden Geschmack was dabei.“ 500 Lose wurden von Losverkäuferin Dagmara Dickmann am Abend verkauft. „Das war Wahnsinn“, so Jörg Adler. „Dagmara war mit so viel Herzblut und Engagement dabei, dass die ganze Bar mitjubelte als der Hauptpreis, eine Pinguin-Patenschaft bei uns im Allwetterzoo, auf ihr Los fiel. Das war toll und spiegelte die Stimmung des Abends wieder…“ Die Gorilla Bar rundete den Erlös des Abends, der sich aus Los- und Getränkeverkauf zusammensetzte großzügig auf, so dass sie 3.000 Euro für den Zoo und die Verlängerung der Patenschaft für Gorilla Demba spendeten. Weitere 1.500 Euro kamen von Dembas anderen Paten, Ehepaar Elke und Jochen Kramer aus Münster, die ihre Patenschaft ebenfalls verlängerten. Und weil es so ein schöner Abend war, verdoppelte der langjährige Zoopartner und Freund Andreas Weit­kamp für die Modehäuser Schnitzler / Weitkamp mit einer großzügigen Spende in Höhe von 4.000 Euro den Gesamterlös! Insgesamt kann der Zoo sich so über 8.500 Euro freuen! „Wir sind überwältigt von diesem tollen Ergebnis“, freut sich Adler. „Und danken noch einmal ganz herzlich Bernd Redeker und Reiner Schlag von der Gorilla Bar, allen Paten und Gästen des Abends, den ehrenamtlichen Zapfern sowie unseren treuen Partnern für die sensationelle Unterstützung – danke! Abschließend möchte ich noch daran erinnern, dass Demba als Botschafter des Allwetterzoos für seine Artgenossen und deren Lebensraum in Afrika steht. Denn wir dürfen nicht vergessen, dass diese Menschenaffenart stark von der Ausrottung bedroht ist…“

Tierpark Hellabrunn München 21.01.2015
Wohlig warmes Winterhaus für afrikanische Erdmännchen
In Hellabrunn bewohnen die Erdmännchen nun ein Winterhaus in Felsen-Optik, in dem sie es auch bei Minustemperaturen kuschelig warm haben, ganz so wie in ihrer Heimat im Süden Afrikas. Die Erdmännchen Isido, Fela und Falouk können Hellabrunn-Besucher jetzt auch im Winter sehen. Das neue Domizil, das Erdmännchen-Winterhaus in der Afrikanischen Giraffensavanne, bietet durch eine Glasscheibe Einblick in einen gemütlichen, und vor allem warmen Innenraum. Dort fühlen sich die in ihren afrikanischen Heimatregionen von Sonne verwöhnten Tiere auch im Münchner Winter sichtlich wohl. Das neue Winterhaus hat sich auch Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende Christine Strobl angesehen: „Da Erdmännchen zu meinen Favoriten unter den kleineren Tieren Hellabrunns zählen, freue ich mich sehr, dass wir den afrikanischen Sonnenanbetern nun dank eines Winterhauses auch während der kalten Jahreszeit ein gemütliches Domizil bieten können. Es macht Spaß, den Tieren dabei zuzuschauen, wie sie sich unter den Wärmestrahlern räkeln.“ Isido, Fela und Falouk sind morgens und abends auch öfter auf der Außenanlage zu sehen, wo sie sich auf einer Wärmplatte unter einem schützenden Felsen zu dritt aneinander kuscheln. Und wenn es dort doch zu ungemütlich wird, schlüpfen sie durch einen kleinen Tunnel ins neue Winterhaus. Zoodirektor Rasem Baban lag es am Herzen, den Besuchern die beliebten kleinen Raubtiere auch im Winter zu zeigen: „Die Erdmännchen können, je nach Lust, Laune und Temperatur, zwischen dem warmen Innenraum des neuen Winterhauses und der Außen-Anlage wählen. Im Innenraum sorgen mehrere Wärmestrahler, eine Deckenheizplatte und eine Fußbodenheizung dafür, dass es auch im tiefsten Winter mollig warm bleibt.“ Die drei Hellabrunner Erdmännchen sind im Opel-Zoo in Kronberg im Taunus geboren und kamen 2013, als die Afrikanische Giraffensavanne eröffnet wurde, in den Münchner Tierpark.

Zoo Berlin 20.01.2015
Dem Orang-Utan-Mädchen geht’s weiterhin gut
Mit 1.740 g hat das im Zoo Berlin geborene, eine Woche alte Orang-Utan-Baby nahezu sein Geburtsgewicht von ca. 1.800 g erreicht. Alle 2-3 Stunden bekommt es sein Fläschchen. Von den anfänglichen 5-10 ml Frühchen-Milch hat das Orang-Utan-Kind die Trinkmenge mittlerweile auf bis zu 30 ml pro Mahlzeit gesteigert. Seit dem Wochenende lebt das Orang-Utan-Mädchen tagsüber im Menschenaffenrevier. Dank eines Babyphones sind die Menschenaffen-Tierpfleger sofort informiert, sobald das Orang-Utan-Jungtier versorgt werden will. Im Menschenaffenrevier bekommt es alle Geräusche und Gerüche der Artgenossen direkt mit. „Das Orang-Utan-Mädchen verbringt nach wie vor die meiste Zeit mit Schlafen. Alle 2-3 Stunden meldet es sich und bekommt sein Fläschchen. Das Kleine ist noch etwas geräuschempfindlich und hat sich sogar über sein eigenes Schmatzen beim Trinken erschreckt, “ berichtet Reviertierpfleger Christian Aust. Gemeinsam mit dem Paten, der BILD und B.Z. sucht der Zoo noch bis zum Mittwoch, dem 21. Januar 2015, einen Namen für das Orang-Utan-Baby. Namensvorschläge nehmen B.Z., BILD und der Zoo auf ihren Facebook-Seiten oder per Telefon 030 2591 7 3777 entgegen.

Tiergarten Schönbrunn Wien 20.01.2015
TIERGARTEN SCHÖNBRUNN FÜHRT ZUCHTBÜCHER FÜR FELSENPINGUINE
Passend zum heutigen Penguin Awareness Day, der international auf die Bedrohung der Pinguine aufmerksam machen will, gibt es Neuigkeiten aus dem Tiergarten Schönbrunn. Der Tiergarten führt ab sofort die Europäischen Erhaltungszuchtprogramme (EEPs) für die Nördlichen und Südlichen Felsenpinguine. „Wir halten die nördliche Art und sind der einzige Zoo weltweit, der diese bedrohte Tierart jedes Jahr erfolgreich züchtet. Deshalb hat uns die Europäische Aquarien- und Zoogemeinschaft gefragt, ob wir die neu gegründeten Zuchtbücher übernehmen würden“, erklärt der stellvertretende Tiergartendirektor Harald Schwammer. Viele bedrohte Tierarten, die in Zoos leben, sind Teil eines Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes – nun auch die Felsenpinguine. Schwammer leitet das Projekt als Erhaltungszucht-Koordinator wissenschaftlich. Seine Assistentin Sabine Frühwirth steht ihm als Zuchtbuchführerin zur Seite. Die ersten wichtigen Schritte sind, die Daten aller Felsenpinguine in europäischen Zoos zu erheben und Kontakte mit Zoos in den USA und Japan aufzubauen. Aktuell leben in Zoos in Europa 95 Nördliche Felsenpinguine und 114 Südliche Felsenpinguine. Schwammer: „Ziel ist es, die Arterhaltung bestmöglich zu unterstützen, indem wir in anderen Zoos Zuchtgruppen aufbauen und unsere langjährigen Erfahrungen bei Haltung und Zucht weitergeben, damit es dort ebenfalls mit Nachwuchs klappt.“ Im Tiergarten sind seit der Neueröffnung des Polariums vor elf Jahren 62 Felsenpinguin-Küken geschlüpft. Im Freiland sieht es für beide Felsenpinguin-Arten schlecht aus. Sie sind durch Überfischung und Verschmutzung der Meere bedroht. Auch der Klimawandel gefährdet ihren Lebensraum. Schwammer hat die faszinierenden Tiere mehrfach im Freiland beobachtet und Daten über ihre Lebensweise gesammelt. Vor drei Jahren hat er eine Ölkatastrophe im Südatlantik miterlebt und mit Kollegen aus Kapstadt eine Rettungsaktion für die ölverschmutzten Tiere organisiert. Die Weltnaturschutzorganisation IUCN stuft beide Felsenpinguin-Arten als gefährdet ein. Umso wichtiger ist die Arterhaltung in Zoos.

Opel Zoo Kronberg 19.01.2015
Jahrespressekonferenz Opel-Zoo 2014 Besucherrekord, erfolgreiche Nachzuchten, aber auch zwei Todesfälle
Mit einem Plus von 26 % auf 750.000 Zoobesucher im Jahr 2014 (2013: 598.000) berichtet der Kronberger Opel-Zoo von seinem besten Ergebnis in der nun 58jährigen Zoogeschichte. „Wir haben von der kühlen Witterung im Sommer des letzten Jahr eindeutig profitiert“, so konstatierte Gregor von Opel, der Vorstandsvorsitzende des Zooträgers, der von Opel Hessische Zoostiftung, anlässlich der Jahrespressekonferenz am 20. Januar 2015. Er erläuterte weiter, dass der kräftige Zuwachs auch auf die neue Elefantenanlage, die Ende August 2013 ihrer Bestimmung übergeben wurde, zurückzuführen ist. Mit den um sie herum ebenfalls neu gestalteten Gehegen wie der neuen Flamingoanlage, der Gemeinschaftshaltung für Papageien und Buschschliefer, der Rothirschanlage und den Eulenvolieren ist nunmehr eine reizvolle neue Attraktion inmitten des 27 ha großen Zoogeländes entstanden, die von den Besuchern sehr gut angenommen wurde. Selbst in einem solch außergewöhnlichem Rekordjahr (in den letzten 10 Jahren schwankten die Besucherzahlen zwischen 540.000 und 680.000) reichten die vorhandenen Parkplätze an 357 Tagen aus und es ergaben sich somit lediglich an acht Tagen Parkplatzprobleme – Dass dies eine komfortable Situation für das ein oder andere Ausflugsziel der Umgebung in einem heißen Sommer wäre, darauf wies Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels hin. Erfolgreich entwickelten sich im letzten Jahr aber nicht nur die Besucherzahlen: Auch die Tiere schienen sich wohl zu fühlen, gab es doch jede Menge Nachwuchs zu verzeichnen. Gleich zu Jahresbeginn 2014 wurde die Rothschildgiraffe Katja geboren, deren Halbbruder Martin am 25. Mai 2014. Besonders erwähnenswert ist auch das Jungtier bei den Roten Riesenkängurus, die seit 2013 in Kronberg gehalten werden und erstmals für Nachwuchs sorgten. Über besonders erfolgreiche Zuchtergebnisse berichtet der Zoodirektor auch bei verschiedenen Vogelarten, die teilweise vom Aussterben bedroht sind. Erstmals konnten junge Moorenten in ein Wiederansiedlungsprojekt gegeben werden. Auch bei den Europäischen Sumpfschildkröten sorgt der Opel-Zoo mit seinem Nachwuchs dafür, dass die stark in ihrem Bestand gefährdeten heimischen Tiere in der freien Wildbahn wieder heimisch werden. Mit dem plötzlichen, unerwarteten Tod der 32 Jahre alten Elefantenkuh Wankie und dem bis dato ältesten Tier im Kronberger Zoo – Flusspferd Tana – mussten im letzten Jahr leider auch schlechte Nachrichten hingenommen werden. Der Zoodirektor erläuterte, dass Flusspferdbulle Max nicht alleine gehalten werden könnte, sondern in den nächsten Monaten zum Zoo Hannover übersiedeln werde. Die neue Flusspferdhaltung wäre in den Bebauungsplänen vorgesehen, könnte aber erst realisiert werden, wenn die Finanzierung einer solchen Großanlage gesichert sei. Ganz prinzipiell wollte man aber an der Haltung der Flusspferde in Kronberg festhalten, da insbesondere die afrikanischen Großsäugerarten wie Elefanten, Giraffen und Flusspferde das Image des Kronberger Freigeheges prägten. Er erinnerte im Jahresrückblick noch einmal an die Einrichtung einer Professur für Zootierbiologie/Opel-Zoo-Professur an der Goethe-Universität Frankfurt, deren Finanzierung mit 100.000 € p.a. bis 2018 die von Opel Hessische Zoostiftung zugesagt hat. Die ersten Forschungsarbeiten, die sich mit Tierverhalten, Besucherakzeptanz und Besucherinformation beschäftigen, wurden vom Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Paul Dierkes und seinem Team bereits vergeben. Im Ausblick auf das laufende Jahr berichtete der Zoodirektor über neue Anlagen für Weißstörche am Elefantenhaus und für Zwergmangusten gegenüber der Ziegenwiese an, deren Bau bereits begonnen wurde und die im Frühjahr 2015 ihrer Bestimmung übergeben werden sollen. Die Tiere würden zurzeit noch hinter den Kulissen gehalten. Auch das 60jährige Jubiläum im Jahre 2016, wirft bereits seine Schatten voraus. Neben diversen Aktivitäten erwähnte Dr. Thomas Kauffels in der Pressekonferenz vor allem, dass die Haltung einer neuen Tierart geplant ist: In Zukunft sollen in dem Bereich zwischen Lodge und Giraffenhaus Brillenpinguine die Besucher begeistern. Die Entscheidung für den Bau einer solchen Anlage wird aber erst in der zweiten Jahreshälfte fallen.

Tiergarten Worms 19.01.2015
Besucherrekord im Wormser Tiergarten und Ansturm auf Karten für die Wolfsnächte
Mit 251.134 Besuchern erreichte der Tiergarten im vergangenen Jahr ein absolutes Rekordergebnis und konnte damit den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2011 mit 230.000 Besuchern noch einmal deutlich überbieten. Die Popularität des Tiergartens zeigte sich auch beim Vorverkauf der Karten für die inzwischen auch überregional bekannten Wolfsnächte, denn bereits nach kurzer Zeit waren sämtliche Karten an der Kasse restlos ausverkauft. Das ist ein tolles Ergebnis. Zeigt es uns doch, dass wir mit unserem Leitbild auf dem richtigen Weg sind“, freut sich Geschäftsführer Dieter Haag und lobt die hervorragende Arbeit, die das ganze Team des Tiergartens im vergangenen Jahr geleistet habe. Im Vergleich zu anderen Einrichtungen der Region liege der Wormser Tiergarten mit seinen immer noch wachsenden Besucherzahlen ganz vorne. Vor allem die Nähe zu den Tieren zeichnen den Tiergarten aus, denn bei zahlreichen Aktionen haben die Gäste immer wieder die Möglichkeit ihr Lieblingstier genauer kennenzulernen oder sogar zu füttern. Dazu soll auch die Barrierefreiheit im Tiergarten beitragen, die zukünftig immer mehr erweitert und optimiert wird, so Haag. Inzwischen habe sich der Tiergarten sogar überregional einen Namen gemacht, was sich vor allem bei den Sonderveranstaltungen zeige. „Wir freuen uns über den großartigen Erfolg und bedanken uns bei allen Tiergartenfans für den enormen Zuspruch im vergangenen Jahr“, fügt der Beigeordnete Uwe Franz hinzu und verspricht mit Blick auf die weitere Umgestaltung der Südamerika-Anlage und der Neugestaltung des Streichelgeheges „wieder ein spannendes Jahr für Besucher und Team“. Ein besonderes Highlight im Tiergarten sind seit nunmehr acht Jahren die Wolfsnächte mit Fackelbeleuchtung, Wolfsfütterung, Lagerfeuer, Stockbrot und spannenden Geschichten im Erdhaus. Für das leibliche Wohl sorgt seit dieser Zeit der Freundeskreis Tiergarten Worms e.V., der auch 2015 das Team im Tiergarten wieder tatkräftig unterstützten wird. Großer Ansturm beim Kartenvorverkauf Früh aufstehen hieß daher die Devise für diejenigen, die am vergangenen Samstag Karten für die begehrten Abende ergattern wollten. Erich Barbieri aus Bürstadt stand deshalb auf Anraten seiner Schwiegertochter bereits um kurz vor sieben am Kassenhäuschen und ist damit erster in der Schlange. „Was fehlt ist der Kaffeestand“, stellt er angesichts der zweistündigen Wartezeit bei nasskaltem Wetter fest. Diesen Vorschlag möchte der Tiergarten im kommenden Jahr auch gerne aufgreifen. Gegen acht Uhr treffen die ersten Autos am Tiergarten ein, so dass die Warteschlange um halb neun bereits auf eine beträchtliche Länge angewachsen ist. Als das Kassenhäuschen pünktlich um neun endlich das Fenster öffnet, strömen immer noch weitere Interessenten zum Eingangsbereich. Sämtliche Karten für die Wolfsnächte ausverkauft! Kurz darauf sind die ersten strahlenden Gesichter zu sehen. So wie das von Lilo Schulz aus Monsheim. Sie hat die Eintrittskarten bereits zu Weihnachten an ihre erwachsenen Kinder verschenkt und freut sich, dass es sogar mit den Karten für die Valentins-Sonderveranstaltung exklusiv für Pärchen geklappt hat. „Die einen kommen dafür extra aus dem 50 km entfernten Lindenfels im Odenwald“, erzählt sie erfreut, aber die Wolfsnächte seien einfach phantastisch und immer wieder ein Erlebnis. Für Wolfs-Fan Sandra Schmitt aus Mannheim gehört die Veranstaltung daher bereits seit fünf Jahren zum Pflichtprogramm. Um Viertel nach zehn haben alle Karten neue Besitzer gefunden und nur einige wenige sind leer ausgegangen, wie Familie Wied aus Frankenthal, deren Wunschtermin schon ganz früh ausverkauft war.

Tierpark Stadt Haag 19.01.2015
Unsere wunderschöne Leopardendame SHIRA und ihr Kater ROMEO wurden wieder Eltern.
Am 24. November 2014 erblickten 2 China-Leopardenbabys zur Welt. In SHIRA kümmert sich seither vorbildlichst um ihre beiden Kinder und läßt sie nicht aus den Augen. Mit Argusaugen wacht und bewacht sie ihre beiden Kleinen. Mit Tricks gelang es unseren Tierpflegern die beiden Babys von der Mutter zu trennen. Unsere Zoologischer Leiter und Tierarzt Dr. Karl Auinger konnte damit erstmals eine Untersuchung durchführen und dabei auch das Geschlecht feststellen. Bei den beiden Leopardenbabys handelt es sich um 2 Mädchen, denen es bestens geht.

Verband der Zoodirektoren, 16.01.2015
Die populärsten und unpopulärsten Tiere
Der Internetauftritt des Verbandes der zoologischen Gärten (VdZ; http://www.zoodirektoren.de/) informiert nicht nur über den Verband, sondern auch über die Ziele und Aufgaben, die einen modernen Zoo oder Tierpark charakterisieren, über die einzelnen Zoos im VDZ, Tiere im Zoo, Zoo-Zuchtprogramme und Zuchtbücher. Ferner über Bildung und Forschung im Zoo, Tierhaltung in Menschenobhut, die natürlichen Lebensräume der Tiere sowie Natur- und Artenschutzbestrebungen der Mitgliedinstitutionen. Er ist im Quervergleich mit anderen nicht-englischsprachigen Zooverbandsseiten sehr gut besucht. 2014 waren 454’095 Besuche zu verzeichnen. Es wurden 13’516’299 Anfragen gestellt, 12’289’590 Dateien geliefert, 5’768’829 Seiten geöffnet und eine Datenmenge von 632’030’119 KB transferiert. Bei der Besuchsfrequenz bedeutet dies eine Steigerung um 11.5% gegenüber dem Vorjahr, die Zunahmen bei den anderen Parametern sind noch höher, bei der Datenmenge gar 267%, was damit zusammenhängen dürfte, dass seit Juli zahlreiche Dissertationen, Diplom- und Examensarbeiten im Volltext heruntergeladen werden können. In der Abteilung „Tiere in VdZ-Zoos“ werden 1603 verschiedene Tierarten vorgestellt. Am häufigsten wurden angeklickt (berücksichtigt sind nur Seiten, die im letzten Quartal 2012 oder, bei Fischen und Wirbellosen, 2013 aufgeschaltet wurden):
1. Tiger
2. Löwe
3. Kamele (Trampeltier und Dromedar)
4. Asiatischer Elefant
5. Erdmännchen
6. Giraffe
7. Leopard
8. Eisbär
9. Zwergseidenäffchen
10.Gepard (halb so viele Klicks wie der Tiger)
Am anderen Ende der Rangliste stehen von unten nach oben:
1. Südlicher Krokodilkaiman
2. Elster
3. Zwergchamäleon
4. Schwimmenten (Gattung Anas)
5. Tauchenten
6. Andere Ibisse
7. Kleine Flamingos
8. Andere Schwimmenten
9. Meerenten
10.Andere Tagreiher (20 mal weniger als der Tiger)
Die populärsten Tiere außerhalb der Säugetiere waren: Vögel: Blauaras, gefolgt von Eigentlichen Aras, Königspinguin, Echten Bülbüls, Afrikanischem Strauß. Reptilien: Gürtelschweife, gefolgt von Mittelmeer-Landschildkröten, Madagaskar-Taggeckos, Boa constricor, Grünen Leguane. Amphibien: Echte Kröten gefolgt von den Baumsteigern (Pfeigiftfröschen) Laubfrosch, Blindwühlen, Feuersalamander. Fische: Doktorfische, gefolgt von Grundhaien, Afrikanischen Buntbarschen, Süßwasserstechrochen, Knochenhechten. Wirbellose: Kraken, gefolgt von Seesternen, Gliederwürmern, Tausendfüßern, Gespenstschrecken.
Und noch die Top Ten in der Kategorie Zoos im VdZ:
1. Kölner Zoo
2. Aquazoo Düsseldorf
3. Zoo Berlin
4. Tierpark Berlin
5. Tierwelt Herberstein
6. Zoo Augsburg
7. Naturschutz-Tierpark Görlitz
8. Zoo Basel
9. Euregio Zoo Aachen
10.Zoo Leipzig

Tierpark Bochum, 16.01.2015
Gezählt, gewogen und gemessen! Große Tierinventur im Tierpark Bochum
Zu Beginn des Jahres stand im Tierpark Bochum die große Tierinventur an und jeder Tierpfleger machte mit. Das Ergebnis der Zählung kann sich sehen lassen: Mit 3.576 Individuen aus 306 Arten gehört der Bochumer Tierpark zu den tier- und artenreichsten Zoos in NRW! Mitten im Herzen von Bochum können Besucher eine eindrucksvolle Artenvielfalt erleben! Um die Vielzahl an exotischen Bewohnern aus aller Welt fachgerecht zu erfassen, wird zu Beginn jeden Jahres eine sorgfältige Inventur durchgeführt. Für das Team war der tagelange Prozess auch in diesem Jahr wieder ein wahres Geduldspiel, denn nicht jedes Tier hielt artig still, um dokumentiert und vermessen zu werden. Besonders die Bestandsaufnahme der vielen Aquarien ist jedes Mal eine Herausforderung: Zum Zählen der Anemonen und Schwämme im großen Riffbecken tauchen die Mitarbeiter des Tierparks zu den Schwarzspitzenriffhaien hinab, ausgerüstet mit einem Schreibbrett und Unterwasserstift. Für Tierparktaucher Jan Nattkemper sind die Tauchgänge inmitten der scharfzähnigen Raubfische ein echter Nervenkitzel: „Zum Glück erfordert das Zählen unter Wasser enorme Konzentration. So bleibt keine Gelegenheit, sich über die vorbeiziehende Haie Gedanken zu machen.“ Eine ausgeklügelte Technik ist auch für das Zählen einzelner Schwarmfische erforderlich, wie der zuständige Revierleiter Dominik Töller weiß: „Um unsere etwa 120 Lebendgebärenden Zahnkarpfen zu erfassen, haben wir sie mit Futter angelockt, fotografiert und über die Fotos ein Raster gelegt, sodass wir dann Ausschnitt für Ausschnitt zählen konnten.“ Noch komplizierter wäre es, die rund 180.000 Individuen aus den Schauvölkern der Bienenwelt zu zählen, aber das ginge dann doch zu weit. Der Einfachheit halber, werden daher die Bienen im Verbund als Völker gezählt und in die Bestandsliste aufgenommen. Wesentlich problemloser war es dagegen für die Tierpfleger bei den Pinguinen, die sich zum Durchzählen einfach hintereinander aufstellten. Auch die fünf Seychellen-Riesenschildkröten waren aufgrund ihrer natürlichen Gelassenheit keine Herausforderung. Spannend wurde es nur beim Wiegen, denn eine Waage muss bei den gepanzerten Reptilien ganz schön was aushalten können. Mit einem Gewicht von 85 Kilogramm ist Schildkrötenweibchen Murmel noch ein Fliegengewicht im Vergleich zu den deutlich größeren Männchen, die bis zu 250 Kg auf die Waage bringen können. Die ermittelten Zahlen vergleichen die Zoomitarbeiter schließlich mit ihren Aufzeichnungen des gesamten Jahres. Jeden Tag halten die Tierpfleger schriftlich fest, ob ein Tier geboren, verstorben, weg- oder zugereist ist. Die täglich ermittelten Zahlen werden protokolliert in den Computer übertragen. Das Ergebnis der Jahresabschlusszählung wird schließlich mit den Computerdaten verglichen. Jedes Tier wird damit „aktenkundig“. Der Abschluss der tierischen Inventur ist die Basis für die offizielle Tierbestandsliste, die auch an verschiedene übergeordnete Aufsichtsbehörden wie Umweltamt und Veterinäramt übermittelt wird. Regelmäßige Tierinventuren sind nicht nur trockene Statistik, sondern stellen ein wichtiges Instrument im modernen Tiermanagement eines wissenschaftlich geführten Zoos dar. Dies gilt nicht nur für die Pflege des aktuellen Tierbestandes, sondern bildet auch die Basis für die Zusammenstellung zukünftiger Zuchtgruppen und für die Beteiligung an europaweiten Arterhaltungsprogrammen. Die spektakulärsten und skurrilsten Rekorde des Bochumer Tierparks: Das Schwergewicht: Die Seychellen-Riesenschildkröte bringt stolze 250 Kilogramm auf die Waage. Und sie ist gleich zweifacher Rekordhalter: Die Individuen im Tierpark sind mit über 70 Jahren wahre Urgesteine des Tierparks und sie können noch wesentlich älter werden. Das Fliegengewicht: Die zierlichen Stabschrecken der Zooschule wiegen weniger als ein Gramm. Der Ferrari unter den Tieren: Der Buntfalke kann im Sturzflug über 200 km/h erreichen! Zu Wasser sind die Seehunde wahre Rekordhalter: Sie schießen mit bis zu 40 km/h durch’s Wasser. Das gefährlichste Tier: Diesen Titel teilen sich Schwarzspitzenriffhai und Kaiman. Die messerscharfen Zähne der beiden Raubtiere sind mörderische Waffen! Das längste Tier: Eine Schlange lässt sich nicht gerne vermessen. Anhand der Häutung kann man aber ganz feststellen: Der Tigerpython ist ganze 4,50 Meter lang und damit das längste Tier des Bochumer Tierparks! Der größte Schlaukopf: Ein wahrer Fuchs unter den Vögeln ist der Kea! Er ist so clever, dass er alleine die Türen seiner Anlage öffnen kann! Das kleinste ausgewachsene Tier: Der Neonsalmler ist nur 2 Zentimeter lang. Der Region am meisten verpflichtet: Kaum zu glauben, dass die Wurzeln der Erdmännchen in Afrika liegen. Als Meistertunnelbauer gelten die kleinen Tierparkbewohner heute als Maskottchen der ehemaligen Bergbauregion Ruhrgebiet! Beim Weihnachtsessen am meisten zugeschlagen hat: Seehunddame Maxime! Mit ihrer Leibspeise – Heringe – hat sie sich eine knapp 10 Zentimeter dicke Fettschicht angefuttert! Um bis zum Sommer wieder eine Bikinifigur zu bekommen, muss Maxime noch ein paar Extrarunden im Becken schwimmen.

Zoo Berlin, 16.01.2015
Neuigkeiten vom Orang-Utan-Mädchen
Am 12. Januar 2015 wurde in den frühen Morgenstunden im Zoo Berlin ein kleines Orang-Utan-Baby geboren. Die Tierpfleger fanden das ca. 1.800 g schwere Jungtier bei Dienstbeginn allein im Gehege vor. Es ist gesund und bereits sehr kräftig. Für Mutter Djasinga (11 Jahre alt) ist es das erste Jungtier. Leider nimmt die unerfahrene Mutter das Kleine nicht an. Versuche, Mutter und Jungtier zusammenzubringen, und aneinander zu gewöhnen, sind nach mehreren Stunden gescheitert, so dass das Jungtier derzeit von den erfahrenen Menschenaffen-Tierpflegern (Ruben Gralki und Christian Aust) versorgt wird.

Zoo Berlin, 16.01.2015
B.Z. und BILD Berlin übernehmen Patenschaft für Orang-Utan-Baby im Berliner Zoo
Nachwuchs im Berliner Zoo: Am Montagmorgen, 12. Januar 2015, wurde im Affenhaus ein Orang-Utan-Baby geboren. Weil die Mutter das Affenmädchen nicht annimmt, wird der kleine Menschenaffe jetzt von Tierpflegern von Hand aufgezogen. Die B.Z., Berlins größte Zeitung, und BILD Berlin übernehmen die Patenschaft für den haarigen Neu-Berliner und finanzieren somit auch die Aufzucht des Neugeborenen. Außerdem suchen B.Z. und BILD Berlin gemeinsam mit den Lesern und dem Zoo Berlin einen Namen für das Orang-Utan-Mädchen: Leser können Vorschläge an die Redaktion schicken, aus den Einsendungen wählen B.Z. und BILD Berlin in der nächsten Wochen einen Namen für das Affenmädchen aus. Peter Huth, Chefredakteur B.Z.: „Der Zoo ist seit über 160 Jahren eine echte Berliner Institution. Wir freuen uns sehr, das neueste Familienmitglied im Hauptstadtzoo unterstützen und begleiten zu dürfen. Wir möchten dazu beitragen, dass der Start ins Leben auch ohne Mutter gut verläuft. Und natürlich ist es eine besondere Ehre, einen Namen für den kleinen Orang-Utan auszusuchen.“ Dr. Andreas Knieriem, Direktor Zoologischer Garten und Tierpark Berlin: „Ein Jungtier ist für einen Zoo immer ein großes Ereignis. Leider hat die Mutter das Orang-Utan-Baby nicht angenommen. Die Unterstützung von B.Z. und BILD Berlin für die Hand-Aufzucht unseres kleinen Affenmädchens ist eine große Hilfe.“ Namensvorschläge für das Affen-Baby nehmen B.Z. und BILD auf ihren Facebook-Seiten oder per Telefon 030 2591 7 3777 entgegen.

Tierpark Görlitz, 15.01.2015
Animalische Volkszählung: Jährliche Inventur im Naturschutz-Tierpark Görlitz
Wie in jeder Firma stand zum Jahreswechsel auch im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec die jährliche Inventur an. Es wurde gezählt, verglichen, gerechnet und manchmal sogar gemessen und gewogen. Bei den Großen war es noch einfach, ein Kamel kann man ja schlecht übersehen, schwieriger wurde es bei der lebhaften 46 köpfigen Wellensittichschar, den Wirbellosen oder den Winterschläfern. In vereintem Einsatz hat das Tierparkteam am 01.01.2015 einen Tierbesatz von 546 Individuen in 107 verschiedenen Arten ermittelt. Das sind 2 Arten weniger als im Jahr 2013, aber etwa 50 Einzeltiere mehr. Neu hinzugekommen sind 2014 unter anderem die Singschwäne im Lausitztal, Schnappschildkröte „Snapper“ sowie Edwardsfasane und Bambushühner, die noch hinter den Kulissen leben und erst zum Frühjahr mit weiteren Neuzugängen die neugestaltete Tibetvoliere beziehen werden. Die Fruchtbarkeitshitliste 2014 wird angeführt von den Tibetschweinen mit insgesamt 52 Ferkeln, dicht gefolgt von den Zebramangusten, die innerhalb eines Jahres ihre Familie von 2 auf 19 hoch katapultiert haben. Besonders stolz war der Tierpark 2014 wieder auf die erfolgreiche Nachzucht der Roten Pandas. Gefressen haben die Bewohner des Tierparks im vergangenen Jahr unter anderem etwa 36 Tonnen Heu, 11 Tonnen Wiederkäuerpellets, 9 Tonnen Gemüse und Obst und 3 Tonnen Fisch und Fleisch.

Zoo Neunkirchen, 15.01.2015
Zooinventur abgeschlossen: Auch beim Tierbestand des Neunkircher Zoos wird jedes Jahr eine Inventur durchgeführt
Pünktlich zum Jahreswechsel wurde im Neunkircher Zoo auch unter anderem tierisch nachgezählt. Demnach wurden am Stichtag den 31.12.2014 531 Tiere in 78 Arten im Zoo in der Kreisstadt Neunkirchen gehalten, dazu kommen zusätzlich noch die Eulen und Greifvögel in der Ökopädagogischen Falknerei, die aber vom Leiter der Falknerei Theo Omlor separat erfasst werden müssen. Obertierpfleger Dirk Backes hat die von den Zootierpflegern in einzelnen Revieren mitgeteilten Daten zusammengefasst und damit wird auch der Überblick über den aktuellen Bestand und den Vergleich zu den Vorjahren möglich, abgegebene Tiere an andere zoologische Einrichtungen, aber auch gestorbene und ebenso neu geborene Tiere betreffend. So leben zum Beispiel im Elefantentempel neben den drei Asiatischen Elefantenkühen unter anderem auch drei Krokodilschwanzechsen und drei Vietnamesische Moosfrösche und der im letzten Jahr neu eröffnete 1. Bauabschnitt der Raubtieranlage beherbergt zwei Schneeleoparden, zwei Braunbären und vier Asiatische Wildhunde. Schwieriger und aufwendiger wird das Zählen allerdings bei kleineren Tieren wie den Kongo-Rosenkäfern, von denen fünfzig in den Terrarien gehalten werden. Zwei Schopfmakaken und eine Schwarze Dickkopfschildkröte gehören zu den noch hinter den Zookulissen ganz neu im Bestand erfassten Tieren, die in diesem Jahr dann auch für alle Besucher zu sehen sein werden. Neben der Inventur des Tierbestandes wird diese jährlich aber auch z.B. in der Futterküche, in der Verwaltung, speziell an der Zookasse, in der Zoowerkstatt und in der Zootierarztpraxis durchgeführt.

Münchener Tierpark Hellabrunn, 15.01.2015
Frisch auf die Welt gehüpft
Im Münchner Tierpark Hellabrunn entdeckt neugieriger Nachwuchs die Anlage der Flinkwallabys. Erst vor wenigen Tagen ist das kleine Känguru endgültig aus dem schützenden Beutel seiner Mutter hinausgesprungen. Fünf Meter von Mama weggehüpft, dann geht´s schnurstracks wieder zu ihr zurück. Das funktioniert schon prima. Zur Belohnung gibt´s einen Schluck Muttermilch für das Mini-Beuteltier: Der Nachwuchs rückt ganz nah an Mama Nina (bald 2 Jahre) heran, steckt seinen Kopf in ihren Beutel und trinkt genüsslich. Vater des kleinsten Mitglieds der zwölfköpfigen Hellabrunner Flinkwallaby-Gruppe ist der dreieinhalbjährige Lütje, der bereits sechs Jungtiere mit Paula gezeugt hat. Die Känguru-Eltern Nina und Lütje sind beide echte Münchner. Ursprünglich stammen Flinkwallabys aber aus Australien und Neuguinea. In ganz Deutschland wird diese Wallaby-Art nur im Münchner Tierpark gezeigt. Zoodirektor Rasem Baban enttarnt das Geschlecht des Jungtiers: „Der am 7. Januar geborene Nachwuchs der beiden Flinkwallabys Nina und Lütje ist ein Mädchen und hat auch schon einen Namen bekommen: Paula. Das kleinste Flinkwallaby Hellabrunns ist etwa 25 Zentimeter groß und erst wenig mehr als ein Kilogramm schwer.“ Ausgewachsene Männchen können bis zu 85 Zentimeter groß werden. Anders als Menschen verbringen Flinkwallabys nicht neun Monate im Mutterleib. Sie kommen gewissermaßen zwei Mal zur Welt: Im Alter von 33 Tagen kriecht das noch unfertige, gummibärchengroße und nur ein Gramm schwere Jungtier vom Geburtskanal in die Beutelöffnung der Mutter. Der winzige Embryo ist taub, blind und völlig nackt. Den Weg zur Zitze und damit zur Muttermilch findet er vor allem dank seines Geruchssinns. Hat er die Milchbar gefunden, saugt er sich dort etwa zwei bis drei Monate fest. Wenn ein kleines Flinkwallaby aus dem Beutel herausschaut, ist es schon mindestens fünf Monate alt. Nach etwa sechs Monaten verlassen die Jungtiere erstmals den Beutel. Im Alter von rund acht Monaten passen sie endgültig nicht mehr hinein, werden aber noch etwa ein halbes Jahr gesäugt.

Zoo Heidelberg, 15.01.2015
178 Tierarten mit 1347 Tieren im Zoo Heidelberg: Bei der jährlichen Inventur wird jedes einzelne Tier registriert
Die Tierwelt im Zoo Heidelberg ist vielseitig. Manche Besucher kommen immer wieder um wirklich alle Arten und ihr Verhalten kennenzulernen. Da könnte man leicht zwischen Europäischen und Chile-Pfeifenten oder Riesen-, Spalten- und Breitrand-Schildkröten den Überblick verlieren. Gut zu wissen, dass die beiden Kuratoren des Zoos den Bestand jeder Tierart stets im Auge behalten und akribisch in einer speziellen Tierdatei führen. Am Jahresende erfolgt zusätzlich die konkrete Erfassung, bei der jedes einzelne Tier gezählt wird. Im Rahmen der Zählung werden die Tiere spezifisch nach Art, Geschlecht und Alter in der Datenbank vermerkt. Das gilt für die vier großen asiatischen Elefanten ebenso wie für die 54 Kuba-Flamingos. Dies ist erforderlich, da sich der Tierbestand im Laufe des Jahres beispielsweise durch Geburten, Wechsel der Tiere zu anderen Zoos und aufgrund der natürlichen Sterberate verändern kann. Während bei den Elefanten die Anzahl der Bewohner der Elefanten-Bullen-WG nach dem Auszug Thais durch den Neuzugang von Khin Yadanar Min auf dem gleichen Stand bleibt, wie zu Beginn des Jahres, vermehrten sich die Anzahl der Roten Flamingos um 2 Tiere. Besonders traurig und überraschend war der Tod einer Mähnenrobbe (Holly), die Ende des letzten Jahres plötzlich verstarb. Der Austausch von Tieren unter Zoos und Tiergärten sorgt, ähnlich wie die Wanderungen einzelner Tiere in der freien Wildbahn, für den Austausch unterschiedlichen Erbguts. Diese systematische Zusammenarbeit unter den Zoos dient somit dem gesunden Erhalt und Fortbestand verschiedener Tierarten. Im Affenrevier war der Abschied der Gorilladame Esiankiki, die im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms an den Zoo in Antwerpen wechselte, sehr bewegend. Der Elefantenbulle Thai hat sich nach seinem Umzug im August letzten Jahres bereits gut in seinem neuen Domizil in Zürich eingelebt. Und eine kleine Gruppe aus dem Heidelberger Bestand der Roloway-Meerkatzen erfreut nun Besucher im Zoo Duisburg. Auch in Heidelberg gibt es so immer wieder neue Tiere und Tierarten zu entdecken. Im Zuge der neuen Ausrichtung des Vogelreviers mit Fokus auf bedrohte Inselvogelarten war es eine freudige Überraschung, als das frisch zugezogene Paar Mähnenibisse, die von der Insel Madagaskar stammen, bereits nach kurzer Eingewöhnungszeit zu brüten begann und seinen Nachwuchs erfolgreich aufzog. Weitere Neuzugänge in der Vogelwelt des Heidelberger Zoos sind zwei Purpurreiher aus dem Zoo Antwerpen und ein Rotsteißkakadu, eine sehr bedrohte Art, die auf den Philippinen beheimatet ist. In Vorbereitung des neuen Streichelzoos zog ein Duroc-Schwein namens Dolores im Zoo ein. Der neue Falkland-Karakara absolviert zur Zeit noch ein Training hinter den Kulissen, da er später bei der Tierpräsentation auf der Flugwiese vorgestellt werden soll. Die ältesten Mitbewohner des Zoos sind übrigens die sieben Riesenschildkröten. Mit ca. 100 Jahren ist das älteste Tier älter als der Zoo selbst, der 2014 seinen 80. Geburtstag feiern konnte. Der Gesamtbestand im Zoo Heidelberg hat sich mit 1347 Individuen in 178 Arten minimal im Vergleich zu den Vorjahreszahlen reduziert. Mit 57 Säugetierarten, 95 Vogelarten und weiteren 26 Tierarten, bestehend aus Reptilien, Amphibien, Fischen, Insekten, Spinnen und Weichtieren, präsentiert der Zoo Heidelberg dennoch eine beeindruckende Vielfalt.

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