Abenteuer Aquarium (Update)

Zum Thema Schneckenbecken habe ich mich schon seit längerem nicht geäußert. Aber bahnbrechende Erkenntnisse gibt es derzeit nicht. Derzeit versuche ich mich am zweiwöchigen Wasserwechsel und dem Verzicht von Dünger. Das Experiment hat erst angefangen (seit zwei Wochen der zweiwöchige Wasserwechsel) seit Freitag der Düngeverzicht. Das Aquarium und seine Bewohner sehen nach wie vor gut aus, stehen aber unter Beobachtung.
Die Eintagsfliegenlarve, der ich den Namen Fred gegeben habe (was total unwissenschaftlich ist und ich auch nicht erklären kann), ist auch hin und wieder zu sehen. Einer ihrer Lieblingsplätze scheint die Futterklammer zu sein.
Auch den Scheibenwürmern geht es gut. Weitere Versuche, sie zu fotografieren habe ich nicht mehr unternommen.

Seit Dienstag teste ich einen neuen TRIOPS-Ansatz. Der Ansatz (Triops cancriformes) wurde über Garnelen-Tom besorgt. Das Wasser stammt von REWE (Hausmarke). Nauplien habe ich noch nicht gesehen…

Soviel zum Update. Wie ich bereits geschrieben habe hat sich nicht wirklich viel getan. Aber es gibt auch sonst genügend Themen, die den Blog füllen, wenn es auch Aquaristik-fremde Themen sind.

Aber, um dem Beitrag auch einen interessanteren Aspekt zu geben, möchte ich eine Schnecke vorstellen, die genauso harmlos und nicht schädlich wie alle anderen Schnecken auch ist: Ferrissia wautieri
Ferissia wautieri gehört in die Familie der Tellerschnecken, zu denen auch die Posthornschnecken gehöre. Manchmal werden Vertreter der Gattung Ferissia als Napfschnecken bezeichnet (allerdings werden damit hauptsächlich Vertreter einer marinen Schneckenfamilie bezeichnet), korrekter wäre allerdings die (selten gebräuchliche) Bezeichnung Mützenschnecken).

Ferissia wautieri wird ca. 2 bis maximal 4 mm lang und bis 1 mm breite Tiere, die oft an der Scheibe des Aquariums oder an Pflanzen zu finden sind.
Ferissia wautieri ist zwittrig, vermehrt sich jedoch trotzdem fast ausschließlich durch Jungfernzeugung.
Manchmal werden die kleinen Schnecken durch größere Nahrungskonkurrenten (z. B. Posthornschnecken) verdrängt.

Ferissia wautieri wurde 1960 zunächst in Italien und Frankreich und kurz danach auch in Deutschland und anderswo gefunden und wissenschaftlich beschrieben. Nachträgliche Prüfungen älterer Sammlungsmaterialien haben aber gezeigt, dass die Art in manchen Ländern (Deutschland, Tschechien u.a.) schon Jahrzehnte zuvor gefunden, aber nicht erkannt oder speziell vermerkt worden ist. Die endgültige Bezeichnung und mögliche Synonymisierung zu nordamerikanischen und vielleicht durch Einschleppung nach Europa gekommenen Formen ist noch nicht vollständig geklärt.

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