Portrait: Graufuchs

Graufuchs (John Gerrard Keulemans)

Graufuchs (John Gerrard Keulemans)

Der Graufuchs erreicht eine Körperlänge von 55 bis 85 Zentimeter, eine Schulterhöhe von etwa 30 Zentimeter, eine Schwanzlänge von 30 bis 40 Zentimeter sowie ein Gewicht von gut 3.500 bis 6.500 Gramm. Weibchen bleiben ein wenig kleiner und leichter als Männchen. Der deutsche Trivialname Graufuchs ist irreführend, da der Graufuchs nicht durchgängig grau gefärbt ist. Der Kopf, der Rücken und der Schwanz sind überwiegend grau gefärbt. Orangerot sind insbesondere die Ohren, der Nacken, Teile der Flanken und der Bauchseite sowie die Unterseite des Schwanzes. Neben der orangeroten Bereiche weist die Bauchseite auch weiße Fellteile auf. Dies gilt auch für die Kehle, unteren Bereiche der Extremitäten und die Füße. Der Schwanz ist auf der Oberseite mit einem breiten schwarzen Längsstreifen gekennzeichnet. Die Statur des Graufuchses ist durchaus sehr stämmig. Unterstützt wird der Eindruck durch die kräftigen kurzen Beine. Der Kopf ist fuchstypisch geschnitten.

Verbreitet ist der Graufuchs vom südlichen Kanada über die USA und Mittelamerika bis nach Kolumbien und Venezuela. Er ist ein Bewohner von Laubwäldern, der das offene Gelände meidet. Aus diesem Grunde ist er im mittleren Westen der USA nur sehr lückenhaft verbreitet.

Als einzige Hunde können Graufüchse (und ihre Verwandten, die Insel-Graufüchse) auf Bäume klettern. Sie werden deshalb in Nordamerika auch tree foxes genannt. Sie steigen auf Bäume, wenn sie von Feinden gejagt werden, aber auch aus eigenem Antrieb, zum Beispiel auf der Nahrungssuche. Graufüchse sind hauptsächlich nachtaktiv. In Gegenden, in denen sie wenig bejagt werden, sind sie auch tagsüber zu sehen. In der Regel beginnen sie schon vor Sonnenuntergang mit der Nahrungssuche. Hauptnahrung sind wohl baumbewohnende Hörnchen, aber auch Mäuse, Kaninchen, Vögel und Insekten und nebenher Beeren, Früchte und andere Pflanzenkost.
Der Graufuchs gräbt keinen eigenen Bau, sondern sucht sich für den Tag Unterschlupf in hohlen Bäumen, Felsspalten oder Murmeltierbauen. Bei Nacht werden sie aktiv. Graufüchse sind wahrscheinlich monogam und bleiben ein Leben lang paarweise zusammen. Im Wurf befinden sich im Schnitt vier Welpen.

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