Portrait: Schopftinamu

Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Urkiefervögel (Palaeognathae)
Ordnung: Steißhühner (Tinamiformes)
Familie: Steißhühner
Gattung: Schopfsteißhühner (Eudromia)
Art: Schopftinamu, Perlsteißhuhn  (Eudromia elegans)
Schopftinamu (Parc Merveilleux)

Schopftinamu (Parc Merveilleux)

Der Schopftinamu oder Perlsteißhuhn erreicht eine Körperlänge von 39 bis 42 Zentimeter sowie ein Gewicht von 400 bis 650 Gramm. Das Gefieder weist eine dunkle Grundfärbung auf. Feine, helle Linien durchziehen das gesamte Gefieder. Die Bauchseite ist etwas heller als das restliche Gefieder. Im Kehlbereich zeigt sich ein ausgedehnter weißer Fleck. Wie bei allen Steißhühnern, so fehlt auch dem Schopftinamu der Schwanz, er ist nur rudimentär vorhanden. Über und unter den Augen verlaufen je ein gut sichtbarer Augenstreif. Der Hinterkopf ist durch eine kleine aufstellbare Federhaube gekennzeichnet. Dieser Schopf war für die Art namensgebend. Durch die deutlich verkümmerten Steuerfedern und die recht schwach ausgebildete Brustmuskulatur ist der Schopftinamu nur zu kurzen flatterartigen Flügen in der Lage. Es lebt so gut wie ausschließlich auf dem Boden. Wie bei den Laufvögeln, so hat auch der Schopftinamu nur drei Zehen, die nach vorne zeigen. Dies ist ein eindeutiges Indiz für einen Laufvogel. Beine und Zehen weißen einen leicht bläulichen Farbton auf.

Der tagaktive Schopftinamu lebt in geselligen Gruppen, die zumeist aus 10 bis 30 Vögeln bestehen. Sie sind ausgesprochen scheu und verbergen sich in der Regel unauffällig im Unterholz ihres Lebensraumes.

Der Schopftinamu ist in den Gras- und Buschsteppen im südlichen Südamerika verbreitet. Das Verbreitungsgebiet umfasst Chile, Bolivien und das nördliche Argentinien. Sie sind neben offenen Landschaften auch an Waldrändern und gelegentlich in lichten Wäldern anzutreffen. In Höhenlagen sind Schopftinamus bis in Höhen von gut 3.000 Metern verbreitet.

Der Schopftinmau ist ein Allesfresser. Es werden sowohl Sämereien, Blätter, Beeren und Früchte als auch Insekten gefressen. Die Jungvögel fressen fast ausschließlich Insekten und deren Larven. Gut zwei Drittel der Nahrung besteht aus pflanzlicher Nahrung.

Der Schopftinamu erreicht die Geschlechtsreife mit einem Jahr. Die Paarungszeit erstreckt sich über den Beginn der Regenzeit. Die Männchen leben polygam und begatten in ihrer Gruppe alle Weibchen. Die Weibchen legen ihre Eier in ein Gemeinschaftsnest. Dieses befindet sich an geschützter Stelle, meist unter einem Busch. Die Eier haben eine dunkelgrüne Färbung und glänzen auffällig. Die Eier werden alleine vom Männchen über einen Zeitraum von 20 oder 21 Tagen bebrütet. Auch die Führung der Küken, die als Nestflüchter gelten, erfolgt nur durch den Vater. Die Jungvögel wachsen aufgrund der proteinhaltigen Nahrung in Form von Insekten und Larven sehr schnell heran. bereits nach drei Wochen sind sie ausgewachsen.

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