Zoonose: Kryptosporidiose

Oozyten von Cryptosporidium parvum

Oozyten von Cryptosporidium parvum

Bei der Kryptosporidiose handelt es sich um eine Durchfallerkrankung durch die zu den Apicomplexa gehörenden Kryptosporidien.
Kryptosporidien (Cryptosporidium) sind eine Gattung einzellige Parasiten, die häufig Kälber und gelegentlich Menschen, darüber hinaus aber bis zu 40 weitere Wirbeltiere infizieren. Sie gehören zu den Apicomplexa und sind nahe verwandt mit Plasmodium, dem Erreger der Malaria, und mit Toxoplasma gondii, dem Erreger der Toxoplasmose.

Bei Menschen mit zellulärer Immunschwäche (z. B. AIDS) tritt diese sonst seltene Erkrankung gehäuft auf.
Die Übertragung erfolgt als orale Infektion durch die Aufnahme infizierter Speisen oder infizierten Trinkwassers. Eine Infektion über infizierte Haus- und Nutztiere, sowie von Mensch zu Mensch ist möglich.
Die Betroffenen leiden unter wässrigen Durchfällen in Verbindung mit Bauchschmerzen und leichtem Fieber. Bei ansonsten Gesunden heilt die Erkrankung nach etwa einer Woche folgenlos aus, es entwickelt sich eine lebenslange Immunität. Bei Säuglingen und Immungeschwächten können jedoch längere und komplizierte Verläufe auftreten. Eine kausale Therapie steht derzeit nicht zur Verfügung. Bei HIV-Infizierten ist neben der symptomatischen Behandlung eine Optimierung des Immunstatus durch antiretrovirale Therapie vordringlich.
Man geht davon aus, dass in schätzungsweise 3 % aller mit Aids in Zusammenhang stehender Todesfälle Kryptosporidien als unmittelbare Todesursache infrage kommen.

Cryptosporidium-Oozysten können mit Hilfe von diversen Färbeverfahren (z.B. modifizierte Ziehl-Neelsen-Färbung) in Stuhlausstrichen nachgewiesen werden. Außerdem ist ein Nachweis durch Immunfluoreszenz, oder Kopro-Antigen-Nachweis via ELISA möglich.

Dieser Beitrag wurde unter Zoonose veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Durch das Kommentieren eines Beitrags auf dieser Seite werden automatisch über Google personenbezogene Daten erhoben. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung (http://www.beutelwolf.martin-skerhut.de/impressum/). Mit dem Abschicken eines Kommentars wird die Datenschutzerklärung akzeptiert.