Zoopresseschau

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 04.02.2015
Jungtier am Samstag geboren – Giraffenbaby empfängt ab jetzt Besuch
Kiburi war zwar sehr in die Breite gegangen. Doch wer die Giraffendame in den letzten Wochen gesehen hatte, kann sich trotzdem kaum vorstellen, dass aus ihrem Bauch ein so hochgewachsenes Kälbchen kommen konnte. Seit Samstag hat die Herde der Netzgiraffen der Wilhelma einen neuen Spross in ihrer Mitte. „Man fragt sich, wie der da reingepasst hat“, sagt Tierpflegerin Elena Kemmler, die die Geburt miterlebt hat. Seit gestern ist klar, dass es ein Bulle ist. Ab heute Nachmittag, Mittwoch, 4. Februar, können die Wilhelma-Besucher selbst einen Blick auf den gar nicht so Kleinen werfen. Das Jungtier legte einen spektakulären Auftritt hin: Bei der Stehendgeburt glitt es langsam aus zwei Metern Höhe zu Boden. Nach dem letzten kräftigen Rutsch rappelte es sich auf und machte sich bald bereits auf die Suche nach dem ersten Schluck bei der Mama. Das gibt das raue Leben in der Savanne vor: „Sie müssen schnell startklar sein, um weglaufen zu können“, erklärt Kemmler. Wer zu lange liegen bleibt, dem lauern die ersten Fressfeinde, wie Löwen oder Leoparden, auf. „Es hat alles wunderbar geklappt“, berichtet Revierleiter Daniel Wenning. „Bei der Stehendgeburt tun sich die Babygiraffen nie etwas, sie haben noch ganz weiche Knochen. Außerdem polstern wir vorher die Box mit Stroh aus.“ 50 bis 60 Kilo wiegt das „Kleine“ und misst von Huf bis Hörnchen rund 1,65 Meter – wobei die buschigen Hörnchen zunächst noch ganz weich sind, um bei der Geburt nicht zu stören. Die Wilhelma hatte das Giraffenhaus zunächst einige Tage geschlossen, um den beiden Ruhe zu gönnen. Mutter und Kind müssen erstmal eine innige Bindung aufbauen und die Mutter ist bei jeder Störung auf der Hut, um das Jungtier zu beschützen. „Kiburi ist nach ihrer vierten Geburt viel entspannter als früher“, sagt Wenning. „Und das Jungtier ist ungewöhnlich aktiv. Es ist selten, eine Giraffe schon in den ersten Tagen so umherlaufen zu sehen.“ Deshalb hat die Wilhelma entschieden, dass sie das Giraffenhaus jetzt für die Besucher öffnen kann, die bisher nur einen langen Hals machen konnten, um durch die geschlossene Tür einen Blick zu erhaschen. Solange keine Unruhe aufkommt, kann ab sofort jeder Besucher zuschauen, wie auf das putzige Giraffenkind noch recht x-beinig durch das Innengehege wackelt und mit seinen großen dunklen Augen die neue Welt betrachtet.

Zoo Halle 04.02.2015
MEHR BESUCHER IM VERGANGENEM JAHR
Das vergangene Jahr brachte dem Zoo Halle mehr Besucher als in den Vorjahren. Insgesamt 330.452 Besucher wurden gezählt, womit selbst das Rekordjahr 2011 in welchem der Bergzoo sein 110 jähriges Bestehen mit damals rund 323.000 Besuchern feierte, nochmals übertroffen wurde. Ein wichtiger Faktor waren die ungewöhnlich milden Temperaturen in den Wintermonaten sowie ein nicht zu heißer Sommer. Letztere trübte zwar die Stimmung der Freibadbetreiber, für den Zoo war es aber Idealwetter. Aber auch viele neue sowie bewährte Veranstaltungen sorgten für neue Rekorde bei den Teilnehmerzahlen. Insbesondere die Fliederwochen, die Zoonächte, die Zootage sowie die Publikumslieblinge Lampion-Nacht und Halloween lockten allein über 25.000 Besucher in den Zoo. Auch bei den auswärtigen Besuchern wurden gute Zuwächse verzeichnet. Lag über viele Jahre der Besucherprozentsatz welcher nicht direkt aus Halle kam bei rund 15%, konnte dieser durch die Teilnahme des Zoos auf vielen Messen und Freizeitveranstaltungen in Sachsen-Anhalt und Sachsen, auf über 20% gesteigert werden. Spitzenreiter bilden dabei traditionell der Saalekreis und die im Umkreis von 50 Kilometern liegenden Städte und Gemeinden mit ca. 40.000 Besuchern im vergangenem Jahr, aber auch Leipzig und seine Umgebung bescherte dem Bergzoo mit rund 11.000 Besuchern einen neuen Spitzenwert. Insbesondere in der sächsischen Nachbarstadt wird der hallesche Zoo immer beliebter. Bei einem im Vergleich zum Leipziger Zoo bestehenden Preisunterschied der Eintrittsgelder von bis zu 10 Euro pro Person und durch seine überschaubare Größe, welches ihn insbesondere für Familien mit kleineren Kindern attraktiv macht, wird der hallesche Zoo bei den Sachsen verstärkt als Ausflugsalternative zu eigenen Angeboten wahrgenommen. Auf den ersten Blick ungewöhnlich, aber durch eine konstante Erfassung der Besucherpostleitzahlen belegt, fanden z. B. auch über 1.500 Besucher aus Brandenburg und mehr als 1.000 Besucher aus Bayern den Weg in den halleschen Zoo. Letzteres ist wiederum auf die hauptsächlich vom halleschen Zoomarketingteam initiierten und gemeinsam mit dem Stadtmarketing und anderen halleschen Partnern verstärkt deutschlandweit durchgeführten PR-Aktionen zurückzuführen, welche den Zoo als eines der Besucher-Highlights der Saalestadt herausstellen. Der Trend zu steigenden Besucherzahlen setzt sich auch im neuen Jahr fort. Trotz Schmuddelwetter und teils ungemütlicher Temperaturen kamen im Januar 2015 bereits über 12.000 Besucher in den Zoo Halle. Dabei konnten sich diese davon überzeugen, dass der Bergzoo auch in der kalten Jahreszeit viele schöne Seiten hat und sich die Tiere trotz niedriger Temperaturen gut beobachten lassen. Wem es draußen zu kalt ist, der kann sich in einem der sechs beheizten Tierhäuser aufwärmen und beim Anblick der teilweise tropischen Flora und Fauna in Gedanken in wärmere Gefilden reisen. Mit ca. 30 Grad ist das Krokodilhaus Temperaturspitzenreiter unter den Miniaturbiotopen des Zoos und präsentiert eine Vielfalt aus Echsen, Schildkröten, Fischen und Vögeln sowie tropischen Pflanzen. Einer der Publikumslieblinge ist nach wie vor das Totenkopfaffenhaus, welches mit knapp 60 Tieren die größte Totenkopfaffenzuchtgruppe in Deutschland präsentiert. Bis Ende nächster Woche wird an den Wochentagen auch ein spezielles Ferienprogramm a geboten. Dabei können Kinder helfen Beschäftigungsfutter für die Tiere herzustellen und im Anschluss beobachten, was diese alles anstellen, um an die gut verpackten Leckereien zu gelangen. Tierpfleger erläutern dazu den Sinn dieser Aktionen und erzählen spannende Geschichten über Ihre Schützlinge. Wer es also bisher nicht geschafft hat den Zoo zu besuchen, sollte sich nicht scheuen wieder einmal verbeizuschauen – denn ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit.

Zoo Leipzig 04.02.2015
Bastelwerkstatt für kleine Zoo-Architekten – Entdeckertage Raubtiere: Backstage bei Löwen und Leoparden
Wenn am Samstag die Winterferien in Sachsen beginnen, startet das tägliche Gehege-Basteln in der Tropenerlebniswelt Gondwanaland. Die Zoolotsen unterstützen die kleinen Zoo-Architekten nicht nur beim Kleben, Schneiden und Gestalten, sondern vermitteln gleichzeitig, was bei der Haltung von Wildtieren in menschlicher Obhut zu beachten ist. So erklären sie den Teilnehmern, wie Schlafplatz, Futterstelle und Beschäftigungselemente gestaltet sein müssen. Aus Hölzern, Styropor, Sand, Farben und vielen weiteren Materialien entsteht sodann eine Vielzahl gebastelter Gehege, die als Erinnerungen an den Ferientag mit nach Hause genommen werden können. Unter allen Bastelfreunden, die ihr fertiggestelltes Gehege fotografieren lassen, werden Zootickets für den nächsten Besuch sowie weitere Preise verlost. Die Bastelzone in der Salathai-Hütte ist jeden Tag von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Zudem haben Schüler in den Winterferien jeden Dienstag und Donnerstag um 10 Uhr die Möglichkeit, gemeinsam mit einem Zoolotsen auf Entdeckertour durch den Zoo zu gehen und neben interessanten Beobachtungen ganz nebenbei auch neues Wissen über die verschiedenen Tierarten mitzunehmen. Los geht es immer am Foto-Bus neben der Flamingolagune. Thementage zur Ferienmitte Zur Ferienmitte veranstaltet der Zoo Leipzig ein besonderes Themenwochenende: Bei den Entdeckertagen Raubtiere am 14. und 15. Februar haben die Zoobesucher die Möglichkeit, bei den gefährlichen Tierarten hinter die Kulissen zu blicken und die besondere Faszination der Wildtiere kennenzulernen. An beiden Tagen erfahren Besucher bei den kommentierten Fütterungen von Riesenottern, Sunda-Gavialen, Arapaimas und Stumpfkrokodilen sowie in Tierpflegergesprächen Spannendes über Art, Lebensraum, Verhalten und Bedrohungsstatus der Tiere. Beim Blick hinter die Kulissen der Löwensavanne Makasi Simba, der Tiger-Taiga und des Leoparden-Tals erleben die Besucher die rückwärtigen Bereiche, die sonst verborgen bleiben.

Wisentgehege Springe 04.02.2015
Besuch der Timberwölfe im Gehege wird zum ersten Mal ausgelost – Wisentgehege Springe lädt Besucher zum offenen Wolfsabend ein
Vollmond und heulende Wölfe gehören zusammen – oder ist das eine Mär? Wer diese und noch viel mehr Fragen zu den faszinierenden Raubtieren beantwortet haben möchte, sollte den nächsten offenen Wolfsabend im Springer Wisentgehege, Sonnabend, 14. Februar, nicht versäumen. Dort berichten die Experten Birgit und Mathias Vogelsang von ihren Erfahrungen mit ihren handaufgezogenen Timber- und Polarwölfen. Erstmals wird der Besuch der Timberwölfe in ihrem Gehege unter jenen Besuchern ausgelost, die fellnah Kontakt mit den Tieren aufnehmen möchten. An der Kasse werden Lose ausgegeben. Achtung: Interessierte müssen mindestens 18 Jahre alt sein und dürfen keinen Alkohol getrunken haben. Der Abend beginnt um 16.30 Uhr mit der Präsentation der Timberwölfe. Um 18 Uhr werden die Waschbären in der beleuchteten Kleinraubtieranlage gefüttert. Auch dort gibt es Erläuterungen zu den putzigen Tieren. Um 18.30 Uhr beginnt der Fackelumzug an der Köhlerhütte, wo auch Wachstuchfackeln erstanden werden können. Um 19 Uhr stellt der Falkenhof auf der Wiese bei den Timberwölfen die Jäger der Nacht vor – die lautlosen Eulen. Dem schließt sich um 19.30 Uhr die Präsentation der Polarwölfe an. Für Essen und Trinken sorgt das Café Wild.

Tiergarten Nürnberg 04.02.2015
Vortrag über Tier- und Artenschutz
Im nächsten Tiergartenvortrag erklärt der stellvertretende Tiergartendirektor, Dr. Helmut Mägdefrau, am Donnerstag, 12. Februar 2015, um 19.30 Uhr im Naturkundehaus des Tiergartens der Stadt Nürnberg den gelegentlichen Konflikt eines Zoos zwischen Arterhaltung und individuellem Tierschutz. Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Der Tierschutzgedanke bezieht sich immer auf das Wohlergehen des einzelnen Individuums. Beim Artenschutz geht es dagegen um den langfristigen Erhalt ganzer Arten und deren Lebensräume. Das muss kein Widerspruch sein, aber es kann durchaus zu Konflikten kommen. Der Tiergarten, der bei seinen Schutzbemühungen den einschlägigen Gesetzen verpflichtet ist, kann sich nicht aus der Diskussion heraushalten. Seit 17 Jahren werden im Tiergarten Nürnberg regelmäßig auch eigene Huftiere verfüttert. Erläutert werden die biologischen Hintergründe und die widersprüchlichen praktischen Umsetzungen in diesem emotionsgeladenen Umfeld.

Tiergarten Nürnberg 04.02.2015
Kleiner Eisbär wächst und gedeiht
Der am 21. November 2014 im Tiergarten der Stadt Nürnberg geborene Eisbär wächst und entwickelt sich altersgemäß. Das propere Jungtier ist etwa so groß wie eine Hauskatze, jedoch erheblich massiger. Der kleine Bär spielt mit seiner Mutter, krabbelt und beginnt mit ersten Gehversuchen. Außerdem schläft er nicht mehr so viel wie zuvor. Eisbärmutter Vera, die nach der Geburt, wie bei Eisbärinnen üblich, auf jede Nahrungsaufnahme verzichtet hat, frisst seit einer Woche wieder. Die Tierpfleger füttern sie in ihrem Stall. Da beim Füttern schwaches Licht in die Höhle gelangt, kann die Gehegekamera erstmals auch farbige Bilder und nicht nur schwarz-weiße Infrarot-Fotos liefern. Bis Besucherinnen und Besucher die beiden Eisbären live sehen können, werden aber noch ein paar Wochen vergehen. Eisbärin Vera wird mit ihrem Nachwuchs frühestens Anfang März 2015 die Wurfhöhle verlassen.

Tiergarten Schönbrunn Wien 04.02.2015
IM FREILAND AUSGESTORBENE TAUBE IM WÜSTENHAUS ZU SEHEN!
In der freien Wildbahn ist die rötlichbraune Socorro Taube ausgestorben. Im Wüstenhaus vor den Toren des Tiergarten Schönbrunn ist sie nun zu sehen. „Socorro Tauben lebten ausschließlich auf der Pazifikinsel Socorro vor der mexikanischen Küste. Ursprünglich hatten sie keine natürlichen Feinde. Das machte die zutraulichen Vögel zu einer leichten Beute für verwilderte Hauskatzen, die mit Gründung einer Militärbasis auf die Insel eingeschleppt wurden. Im Freiland wurden sie zuletzt 1972 beobachtet“, erklärt der zoologische Abteilungsleiter Anton Weissenbacher. Mit etwa 100 Tieren, die in Menschenobhut überlebt haben, wurde von Zoos ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP) aufgebaut, an dem auch der Tiergarten Schönbrunn teilnimmt. In naher Zukunft ist die Wiederansiedlung der Socorro Taube in ihrer ursprünglichen Heimat geplant. Aber nicht nur für Tierfreunde, auch für Pflanzenliebhaber gibt es im Wüstenhaus derzeit eine Besonderheit. Mitten in der 2.000 Quadratmeter großen, authentischen Wüstenlandschaft blüht gerade eine Agave americana. Und das ist nicht zu übersehen. „Die Agave americana hat einen sechs Meter hohen, gelben Blütenstand. Erst mit rund 30 Jahren blüht diese Pflanze das erste und auch das letzte Mal. Nach der Blüte treibt die Mutterpflanze Jungpflanzen als Ausläufer und stirbt dann ab“, erklärt Brigitte Mang, Direktorin der Österreichischen Bundesgärten. Ursprungsheimat der Agave ist Mexiko. Durch Forschungsreisen kam die Pflanze im 18. bzw. 19. Jahrhundert nach Europa. Heute ist sie im Mittelmeerraum weit verbreitet. Die imposante Blüte ist in den nächsten Wochen im Schönbrunner Wüstenhaus zu bewundern.

Zooschule Heidelberg 03.02.2015
Spannende Einblicke in das Liebesleben der Zootiere – Valentinstag im Zoo Heidelberg
Am 14. Februar steht alles im Zeichen der Liebe. So auch im Zoo Heidelberg. Die Heidelberger Zooschule lädt um 14.00 Uhr zum Valentinstag im Zoo ein. Unter fachkundiger Begleitung eines Zoorangers erfahren die Teilnehmer (nicht nur Verliebte und Verheiratete) allerhand Spannendes und manchmal auch Lustiges aus dem Liebesleben der Zootiere. Das Familienleben der Krallenaffen könnte so manchem verliebten Paar interessant erscheinen: Der erste Wurf junger Krallenaffen wird allein vom Vater aufgezogen – die Mutter ist lediglich für das Säugen verantwortlich. Sobald ältere Geschwister da sind, übernehmen die eine Großteil der Sorge um den Nachwuchs und tragen ihn herum – die Eltern können sich somit vermehrt der Liebe widmen. Dass Liebe Flügel verleiht wird spätestens bei den Vögeln deutlich. Hier wird gebalzt, was das Zeug hält. Vor allem die männlichen Vögel putzen sich besonders heraus und beeindrucken die Weibchen mit ihrem schönen Gefieder. Dass bei vielen Vögeln nicht nur Schmuckfedern sprießen, sondern ganze Hautpartien gelb, blau oder rot anlaufen, ist den wenigsten Zoobesuchern bewusst. Schön ist eben, was dem Partner gefällt. Robbenmann Atos wird von vielen männlichen Zoobesuchern beneidet: Er hat mehrere Weibchen gleichzeitig in seiner Gruppe. Aber so ein Haremsleben hat auch seine Nachteile: In der Paarungszeit frisst ein Mähnenrobbenbulle nichts, weil er seine Frauen nicht aus den Augen lassen möchte – über 50kg Gewichtsverlust sind eine Folge der eifersüchtigen Liebe. Eine zweite (Spät-) Folge des erhöhten Liebesstresses ist nicht allzu selten der frühe Tod des Bullen. Einzelheiten dazu und viele viele weitere Besonderheiten erfahren interessierte Zoobesucher im Rahmen begleiteter Rundgänge am Freitag, den 14. Februar beim Valentinstag im Zoo. Willkommen sind alle Verliebten, Verlobten, Verheirateten und solche, die es noch werden wollen. Unterwegs erhalten alle Beteiligten eine Vielzahl an Einblicke in das Paarungsverhalten in der Tierwelt. Los geht es um 14.00 Uhr. Der Treffpunkt ist am Wunschbrunnen im Eingangsbereich. Die Teilnahmegebühr beträgt € 3,- pro Person (zzgl. Zooeintritt, Jahreskarten werden natürlich berücksichtigt).

Zoo Augsburg 03.02.2015
Trauriger Unfall im Giraffenhaus
Ein sehr trauriger Unfall ereignete sich heute im Giraffenhaus. Das Weibchen Luna stürzte und konnte nicht mehr aufstehen. Der sofort herbei gerufene Tierarzt konnte leider nicht mehr helfen, und wir waren gezwungen Luna einzuschläfern. Sie wird derzeit in die Pathologie nach München gebracht um genauere Informationen zu erhalten.

Zoo Wuppertal 03.02.2015
Die ersten Jungtiere des Jahres im Zoo Wuppertal sind geboren – Nachwuchs bei den Watussirindern, Pekaris und Rüsselspringern
Nach dem erfolgreichen letzten Jahr mit Jungtieren unter anderem bei den Okapis, Elefanten und Bonobos beginnt auch das Jahr 2015 sehr erfreulich. Am 06. Januar wurden die ersten Jungtiere bei den Pekaris geboren. Schon drei Tage später kam ein Rüsselspringer zu Welt und das bisher größte Jungtier wurde am 17. Januar bei unseren Watussirindern gebo-ren. Die Mutter „Amy“ brachte einen gesunden Bullen zur Welt. Die Tierpfleger haben den Kleinen „Erwin“ genannt. Watussirinder sind eine Hausrindrasse aus Ostafrika und werden auf unserer Afrikawiese gezeigt. Charakteristisch für diese Rinder sind überdimensional große Hörner. Spannweiten von bis zu 2 m sind dabei keine Seltenheit.

Neunkircher Zoo 03.02.2015
Schneereiche junge Liebe – Schneeleopardenpaar genießt die schneereiche Zeit im Neunkircher Zoo
Der derzeit schneereiche Winter im Saarland ist nicht bei jedem so beliebt. Ganz anders bei den Schneeleoparden im Neunkircher Zoo. Das junge knapp drei Jahre alte Paar SAGAR und LUISA genießt die weiße Farbenpracht in der Schneeleopardenschlucht. Nach intensiver Kennenlernphase haben die beiden trotz Schnee und Kälte pünktlich zur derzeitigen Paarungszeit zueinander gefunden. Nachwuchs wird ausdrücklich vom Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für diese stark gefährdete Tierart gewünscht. Zum einen als Beitrag zum Arterhalt, zum anderen leisten aber auch als Botschafter ihrer wilden Verwandten und deren Gefährdung ihren Beitrag. Das Schneeleopardenmännchen SAGAR, geboren am 30. Mai 2012 im ungarischen Zoo Szeged, und das Weibchen LUISA, geboren 23. Juni 2012 im Zoo Helsinki in Finnland, leben seit Herbst 2013 unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer als einzige Schneeleoparden in einem saarländischen Zoo in der Kreisstadt Neunkirchen. Mehr erfahren Sie unter www.neunkircherzoo.de und auf der facebook-Fanpage des Neunkircher Zoos.

Zoo Salzburg 02.02.2015
Semesterferien-Programm für Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahre im Zoo Salzburg
„Putzen Tiere ihre Zähne?“ – Dienstag, 10. Februar 2015, von 9 bis 11 Uhr – Betreuung mit Jause von 11 bis 12 Uhr Machen Tiere Sport, putzen sie sich die Zähne oder besuchen Tierkinder auch die Schule? Fragen, die man sich vielleicht noch nie so gestellt hat. Die Antworten auf diese und viele weitere werden erstaunen. Gänse haben eine Gänsehaut, Ziegen sind Meckertanten und Schweine pfeifen, oder etwa nicht? Viele Tiere kommen in unseren Sprichwörtern und Redewendungen vor, aber wie viel Wahrheit steckt dahinter? Bei diesem lustigen Ferienprogramm ist „um-die-Ecke-denken“ erwünscht. Es gibt an diesem Vormittag im Salzburger Zoo viel Spannendes über Tiere zu erfahren, und jeder der viel Geduld mitbringt, kann aus nächster Nähe nachzählen, ob der Tausendfüßer tatsächlich 1000 Füße hat. „Täuschen und Tarnen im Tierreich“ – Mittwoch, 11. Februar 2015, 9 bis 11 Uhr – Betreuung mit Jause von 11 bis 12 Uhr Verkleiden sich Tiere? Warum erkennt man die Schneeleoparden im felsigen Gelände kaum und so mancher Pfeilgiftfrosch ist nicht zu übersehen? – Täuschen und tarnen wird im Tierreich groß geschrieben und ist für Stabschrecke, Chamäleon und Co. überlebenswichtig. Diese „Tricks“ sind hilfreich, um sich entweder auf der Jagd unbemerkt anschleichen zu können, oder sich vor Räubern zu verstecken. Bei diesem Semesterferien-Programm geht es auf die gemeinsame Suche nach den tierischen Meistern der Verkleidung und Tarnung!

Tierpark Herborn, 01.02.2015
Nach der Sichtung eines Wolfs im benachbarten Landkreis Siegen-Wittgenstein: Vogel- und NaturschutzTierpark Herborn ruft zum Schutz zuwandernder Wölfe auf.
Es ist noch keine drei Jahre her, dass unweit des Lahn-Dill-Kreises ein aus der französisch-italienischen Population zugewanderte Wolfsrüde im Westerwald bei Hachenburg durch ein, wie es Herborns Vogelparkleiter Wolfgang Rades betont, offensichtlich „ewiggestriges schwarzes Schaf“ unter den heutzutage eigentlich wesentlich vernünftigeren Jägern widerrechtlich erschossen worden war. Auch dass ihm Forscher aufgrund seiner Herkunft liebevoll den Namen „Pierre-Luigi“ gegeben hatten, hatte das Tier, das sich monatelang nahezu unbemerkt in der Region Mittelhessen/Westerwald aufgehalten hatte, letztlich nicht vor diesem unnötigen Schicksal bewahrt. Doch damals wurde klar, „Pierre-Luigi“ würde nicht der letzte bei uns einwandernde Wolf bleiben. Und offenbar ist es wieder soweit: Vor kurzem konnte im benachbarten Landkreis Siegen-Wittgenstein erneut ein Wolf beobachtet und mit Bildern einer Wildkamera nahezu zweifelsfrei identifiziert werden. Einige Wochen zuvor war bereits ein Wolf aus dem Nordosten des Landes NRW gemeldet worden. Letzte Sicherheit soll die DNA-Analyse einer Speichelprobe geben. Damit dieser Wolf nicht das gleiche Schicksal wie sein Artgenosse im April 2012 erleidet, ruft das Team des Vogel- und NaturschutzTierparks Herborn, der sich in Kooperation mit den Naturschutzverbänden, insbesondere dem Arbeitskreis Hessenluchs (www.luchs-in-hessen.de) und dem NABU (www.nabu-hessen.de) für den Schutz der zu Unrecht verfemten großen Beutegreifer Wolf und Luchs einsetzt, zu seinem konsequenten Schutz auf! „Als Brücke zwischen Mensch und Tier und als Partner der Naturschutzverbände, wie auch als Partner der glücklicherweise zunehmenden echten Naturfreunde und Naturschützer unter den Jägern, erreicht unser Park, der derzeit aufgrund der winterlichen Witterung bis voraussichtlich zum 1. März geschlossen ist, jährlich mehr als 40.000 Besucher,“ erläutert Diplom-Biologe Wolfgang Rades die umweltpädagogische Bedeutung des Naturerlebniszoos im Herborner Stadtteil Uckersdorf. So sensibilisiert das Vogelparkteam mit Hilfe der hier gepflegten mehr als 300 Tiere in etwa 80 Arten und mit einer Zooschule seine Besucher getreu den Leitsätzen „NaturNah erleben“ und „Wer Tiere kennt, wird Tiere schützen!“ unaufdringlich für den Naturschutz, der nicht zuletzt auch der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen ist. Zwar sind in Herborns „etwas anderem“ Vogelpark keine Wölfe zu beobachten, da der Tierpark über zu wenig Fläche verfügt. Aber verschiedene andere Beutegreifer, allen voran die possierlichen südafrikanischen Erdmännchen, oder auch der bei uns heimische Uhu, fungieren als Sympathieträger und Botschafter für den Schutz der Beutegreifer wie Luchs und Wolf. Herborns Vogelparkleiter, der auch Gründungsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Internationaler Artenschutz im NABU ist, betont, dass wir aktuell in einer im Natur- und Artenschutz besonders spannenden Zeit leben. – Rades: „Zwar zerstören wir einerseits nur allzu kurzsichtig immer mehr Natur und damit auch ein wichtiges Stück unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Andererseits haben wir die große Chance, auch im dichtbesiedelten Mitteleuropa Wiedergutmachung an den vom Menschen so lange rücksichtslos verfolgten und letztlich ausgerotteten großen „Raubtieren“ zu betreiben, und damit auch im internationalen Naturschutz ein ganz wichtiges Zeichen zu setzen!“ Dazu gehört nach Überzeugung des Tiergartenbiologen und Ökologen, der sich ehrenamtlich auch als Luchsbeauftragter im „Arbeitskreis Hessenluchs“ engagiert, unbedingt, dass der Naturschutz Akzeptanzwerbung für Luchs, Wolf, Habicht (den Vogel das Jahres 2015), Uhu und Co. im Schulterschluss mit den zeitgemäß und verantwortungsvoll jagenden Waidmännern macht. Wolfgang Rades: „Deswegen sollten wir übrigens, statt von „Raubtieren“, richtiger von „Beutegreifern“ sprechen, denn diese Tiere „rauben“ nicht, um zu stehlen, sondern um zu überleben!“ Seit dem Jahr 2000 gibt es in Deutschland vor allem durch Zuwanderung aus Polen, ein wachsendes Wolfsvorkommen, nachdem der Wolf vor etwa 100 Jahren bei uns ausgerottet worden war. Das Institut für Wolfsmonitoring und -forschung, LUPUS, geht zurzeit von etwa 25 Wolfsrudeln, acht Wolfspaaren und drei sesshaften Einzelwölfen in Sachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen aus. Den Vogelparkleiter freut es, dass der Abschuss dieser Tiere gesetzlich verboten ist. Denn leider hatten lange Zeit hass- und vorurteilserfüllte Menschen in Deutschland jeden Wolf, der es wagte, die Nase über den ehemaligen „eisernen Vorhang“, also die bis vor etwa 25 Jahren streng abgeriegelte Grenze zwischen Ost- und Westeuropa, zu strecken, sofort abgeschossen. Rades: „Auch sein Schutzstatus hat den im Jahre 2012 in unserer Region beobachteten Wolf „Pierre-Luigi“ nicht davor bewahrt, abgeschossen zu werden!“ Die zwischenzeitliche Verurteilung des Schützen mache den Wolf leider auch nicht wieder lebendig! Natürlich stellt sich die Frage, wie es denn eigentlich zum schlechten Ruf des Wolfes als extrem scheuer Vorfahre unseres liebsten Haustieres, des Hundes, gekommen ist. Denn dieser Verruf habe zur Ausrottung des Wolfes in Deutschland über einen sehr langen Zeitraum geführt. Dazu erläutert der Herborner Biologe, dass der Wolf, ebenso wie Luchs und Bär, lange Zeit ein wirklicher Konkurrent des Menschen war. Rades: „Natürlich kann ein Wolf nicht zwischen den Wild- und den Nutztieren unterscheiden. Nachdem der Mensch begonnen hatte, Schafe und Ziegen zu züchten, hatten sich die großen Beutegreifer auch an den lebenden Nahrungsvorräten einer damals sehr armen Bevölkerung vergriffen, da diese für sie eine leichte Beute waren.“ Dadurch ist der Wolf (wie auch der Luchs) in Verruf geraten und galt als bösartig und grausam. Im Märchen verschlingt der Wolf das Rotkäppchen und die Großmutter und schleicht sich bei den sieben Geißlein ein. Wolfgang Rades erinnert daran, dass man im finsteren Mittelalter auch an Werwölfe, also an Menschen, die sich bei Vollmond in blutrünstige Wölfe verwandeln und andere Menschen töten, glaubte: „ Aber das sind eben Märchen! Seit Wölfe wieder in Deutschland leben, hat es noch nicht eine gefährliche Situation gegeben, Wölfe sind extrem scheu und zeigen keinerlei aggressives Verhalten gegenüber Menschen!“ Wölfe ernähren sich hierzulande vorwiegend von Rehen, Rot- und auch Schwarzwild. Wenn es doch mal vorkomme, dass Schafe oder Ziegen vom Wolf gerissen werden, so ersetze das Land den Verlust dem Geschädigten aus dem Naturschutzhaushalt. Wie der Tiergartenbiologe mitteilt, sei der Mensch zudem in der Lage seine Herden mit Zäunen und Herdenschutzhunden effektiv zu schützen. Dies zeigten Länder wie Rumänien, Italien oder Schweden, wo der Wolf noch sehr viel häufiger ist, schon seit Jahrhunderten. Rades: „In diesen Ländern lebt der Mensch seit Jahrtausenden mit den Wölfen, Luchsen sowie Bären und hat sich längst mit ihnen arrangiert!“ Rehe und junge Wildschweine als leichte Beute für den Wolf gäbe es hierzulande ohnehin genug. Rades: „Auch wenn es für so manchen verstädterten Mitmenschen grausam klingen mag: Die Regulation des Wildbestandes durch Luchse und Wölfe, die vor allem kranke und schwache Tiere erbeuten, ist wichtig für eine intakte Umwelt! Der menschliche Jäger kann diese Aufgabe nur sehr eingeschränkt verrichten, wie auch die geradezu explodierenden Populationen z. B. der Wildschweine zeigen.“ Sehr viel verhängnisvoller sowohl für das Wild als natürlich auch die Beutegreifer sei in unserem dichtbesiedelten Land die Zerschneidung der Lebensräume durch Verkehrswege. Alleine in Hessen kämen jährlich ca. 16.000 Rehe durch den Straßenverkehr zu Tode. Rades: „Somit gilt es, durch die sorgfältige und möglichst naturschonende Auswahl neuer Verkehrswege sowie durch die Entschärfung bestehender Unfallbrennpunkte für Wildtiere mit Hilfe von Wildschutzzäunen und Grünbrücken über Straßen und Schnellbahnstrecken sowohl den Beutegreifern wie Wolf und Luchs als auch ihren Beutetieren zu helfen – zum Wohle von Mensch und Natur! Dies wäre nicht zuletzt ein Stück Wiedergutmachung an der Natur!“ Weitere Auskünfte gibt es unter der Rufnummer 02772/42522 oder im Internet (www.vogelpark-herborn.de). Wolfs- und auch Luchsbeobachtungen können Wolfgang Rades als Luchsbeauftragtem im Arbeitskreis Hessenluchs gleichfalls unter dieser Rufnummer oder per E-Mail (info@vogelpark.herborn.de) mitgeteilt werden.

Tierpark Berlin-Friedrichsfelde, 30.01.2015
Seltener Tiger-Nachwuchs für Besucher zu sehen: Öffentliche Tiger-Fütterung täglich von 12 -13 Uhr im Tierpark Berlin
Am 10. Dezember 2014 kamen im Tierpark Berlin Amurtiger-Drillinge zur Welt. Für Mutter Aurora (5 Jahre) und Vater Darius (8 Jahre) war es bereits der dritte gemeinsame Wurf. Leider hatte die Tigermutter nicht ausreichend Milch, sodass zwei der drei Jungtiere nach 11 Tagen starben. Auch das dritte weibliche Jungtier hatte stark abgenommen. Am 24. Dezember 2014 haben Zoologen und Tierpfleger entschieden, das Tigermädchen vom Tierpfleger-Team mit der Flasche aufzuziehen. Die Tierpfleger haben das Tigermädchen Alisha genannt. Dreimal täglich bekommt Alisha etwa 300 ml Ersatzmilch. Sie probiert schon erste Fleischstücke. Seit dem 24. Dezember hat das Tigermädchen schon gut drei Kilo zugenommen und wiegt mittlerweile 5.660 g. Den größten Teil des Tages verbringt das Tigermädchen mit Schlafen. Langsam wird Alisha aktiver und ist deshalb ab sofort täglich von 12-13 Uhr gemeinsam mit ihrem Tierpfleger bei der Fütterung zu beobachten. „Alisha ist ein kleiner Schreihals und fordert, genauso wie Menschenkinder, mit Schreien und Rufen unsere Aufmerksamkeit ein. Die bekommt sie natürlich. Es kann sein, dass wir gerade keine Zeit haben, weil wir uns auch um die anderen Bewohner des Alfred-Brehm-Hauses kümmern müssen. Da protestiert Alisha gern.“ berichtet die Tierpflegerin Angelika Berkling. Der Tierpark hat eine lange Tradition in der Erhaltungszucht von Sibirischen Tigern. Bereits 1969 gab es die erste Geburt im Tierpark Berlin. Alisha ist das 130. geborene Jungtier bei dieser kritisch bedrohten Tigerunterart. Der Tierpark Berlin unterstützt auch den Schutz von freilebenden Tigern in Indonesien. Aktuell hilft der Tierpark Berlin in der Provinz Jambi auf Sumatra eine Rescue-Station für verletzte wilde Sumatra-Tiger aufzubauen. Im Tierpark Berlin leben acht Tiger in drei Unterarten: zwei Hinterindische Tiger, drei Sumatra-Tiger und mit dem Jungtier drei Amurtiger.

Allwetterzoo Münster, 30.01.2015
Allwetterzoo Münster ist sehr beliebt! Besucherzahlen des Allwetterzoo Münsters liegen nun vor und geben Anlass zur Freude
„Im Jubiläumsjahr 2014 hatten wir mit 25.684 Jahres- und Vereinskarten-Inhabern so viele Stammkunden wie noch nie zuvor in der 40jährigen Geschichte des Allwetterzoos“, freut sich Zoodirektor Jörg Adler. „Das ist ein Rekord und es freut uns riesig, da es ein Zeichen dafür ist, dass unsere Besucher mit uns zufrieden sind und uns gerne besuchen. Ein großes Lob für uns – danke an alle, die uns besucht und weiter empfohlen haben!“ Insgesamt verzeichnet der Zoo am Aasee 947.730 Gäste in 2014. „Auch das ist sehr erfreulich“, so Adler weiter. „Unter den Tagesbesuchern waren viele Gäste aus dem Münsterland, dem nördlichen Ruhrgebiet, Ost-Westfalen, Niedersachsen und den Niederlanden. Was wiederum zeigt, dass wir ein Besuchermagnet auch für das Umland sind…“ Zum 1.1.2014 gab es eine Umstrukturierung des Preissystems. Erstmalig in der Geschichte des Zoos wurden Winter- und Sommerpreise eingeführt und für Schüler und Studenten ein Sonder-Ticket wieder aufgenommen. Für schlaue Sparfüchse gibt es nun eine Mehrfach-Sparkarte und einen Feierabendtarif, der einen kostengünstigen Besuch nach der Arbeit ermöglicht… Am 2. Mai wurde das 40jährige Zoojubiläum groß gefeiert mit Eintrittspreisen wie vor 40 Jahren und Sonderführungen zur Entstehung und Entwicklung des Allwetterzoos. Besondere Besuchermagneten waren sicherlich der Nachwuchs bei den Orang-Utans, Erdmännchen, Rieseneseln, Przewalski-Urwildpferden oder Goldenen Löwenäffchen. Und auch die Seelöwen im Robbenhaven wurden mittlerweile von den Zoobesuchern ins Herz geschlossen. Unter dem Motto: „Robbenhaven – wir lieben saubere Meere“ zeigen sie mehrmals täglich den Besuchern wie man Müll vermeiden und somit den natürlichen Lebensraum der Tiere schützen kann. Einen weiteren Besucherrekord gab es bei „Nachts im Zoo“ am 6. September. Mehr als 5.000 Menschen genossen die besondere abendliche Stimmung, die illuminierten Wege und Anlagen sowie das bunte tierische und künstlerische Sonderprogramm am Abend. „Auch hier zeigt sich, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, erklärt Jörg Adler. „Die Leute möchten erleben, was die Tiere bei Nacht machen und auch einmal hinter die Kulissen schauen. Nachts im Zoo ist eine Veranstaltung, bei der wir in entspannter Atmosphäre vielen interessierten Menschen Einblicke in den Zooalltag geben können, ganz ohne laute Musik und grelle Shows…“ Sonntägliche Pferdevorführungen in der Arena und die Ausstellung „Wildlife Photographer of the Year“ lockten zahlreiche Zoobesucher ins Westfälische Pferdemuseum. Im Dezember fand dort erstmalig ein vom Zoo in Zusammenarbeit mit einer engagierten Schülergruppe organisierte Weihnachtsmarkt statt, inklusive Besuch des Nikolauses. Grundlage für den Erfolg ist das positive Image des Allwetterzoos in der Öffentlichkeit und in der Zoofachwelt. Einen großen Einfluss auf den Zoobesuch haben neben Zuchterfolgen und dem laufend ausgebauten Angebot auch besondere Aktionen wie beispielsweise WM-Orakel und Gürteltier Norman, Preisaktionen wie Pay what you want oder 40 Jahre Allwetterzoo oder Sonderveranstaltungen wie die Artenschutztage, Nachts im Zoo oder der Weihnachtsmarkt. „Wie groß die Verbundenheit zu uns ist, haben wir gemerkt, als Ende des Jahres alle der anstehenden Elefantengeburt entgegen gefiebert haben“, resümiert Adler. „Als am 7. Januar 2015 das Kalb tot zur Welt kam, war die Anteilnahme groß. Dies ermutigt uns zum Weitermachen und lässt uns hoffnungsvoll in die Zukunft blicken…“

Zoo Osnabrück, 30.01.2015
Kleine Pandas neu im Zoo – Firma BOGE Elastmetall aus Damme übernimmt Patenschaft mit 25.000 Euro
Besser kann der Start im neuen Zuhause nicht sein: Die neu zugezogenen Kleinen Pandas, auch Rote Pandas genannt, erhalten beim Tigertempelgarten nicht nur ein nagelneues Zuhause, sondern auch gleich einen Paten für fünf Jahre. „Die intensive Verbindung unseres Unternehmens sowie unserer Region mit China möchten wir gerne durch unsere Patenschaft für die kleinen Pandas im Osnabrücker Zoo unterstreichen“, meint Dr. Torsten Bremer, Vorsitzender der Geschäftsführung des in Damme ansässigen und international tätigen Automobilherstellers BOGE Rubber & Plastics Group, die mit Zhuzhou Times New Material Technology Co., Ltd. seit September 2014 einen chinesischen Eigentümer hat. Die Patenschaft für die Kleinen Pandas, die im Westen Chinas zuhause sind, zu übernehmen, passt da hervorragend zu BOGE. „Der Zoo Osnabrück mit seinem großen Einzugsgebiet empfiehlt sich für unser Engagement als eine weithin bekannte und überaus geeignete Einrichtung mit einer sehr positiven und sympathischen Ausstrahlung auch über die Region hinaus“, meint Dr. Bremer zum gesellschaftlichen Engagement von BOGE in der Region. Das Dammer Unternehmen unterstützt die Kleinen Pandas, die täglich rund 200.000 Bambusblätter fressen, bis zum Jahr 2019 mit 5.000 € jährlich. Als Willkommensgeschenk hatte der Chef von Boge zwar keine Bambusblätter für die Kleinen Pandas dabei, aber dafür für den Zoopräsidenten Reinhard Sliwka ein kulinarisches Überraschungspaket aus Damme. „Wir wissen, dass die Kleinen Pandas immer sehr hungrig sind. Für die Finanzierung des Essens ist ja gesorgt, aber auch Ihr leibliches Wohl, sehr geehrter Herr Zoopräsident, liegt uns am Herzen. Deshalb überreiche ich Ihnen gerne das Dammer Räuberpaket, bestehend aus Räuberwurst, Räuberbrot und Räubertrunk“, betonte Dr. Bremer. Zoopräsident Reinhard Sliwka bedankte sich überschwänglich bei dem neuen Paten: „Der Zoo Osnabrück ist auf die Eintrittsgelder und die Unterstützung aus der Wirtschaft angewiesen. Nur so können wir diesen wunderschönen Ort der Erholung und Wissensvermittlung weiter betreiben. Tierhaltung und Tierpflege ist sehr teuer, von daher freuen wir uns ganz besonders mit der Firma BOGE einen neuen langjährigen Paten für zwei ganz besondere Tiere zu erhalten.“ Die beiden Panda-Schwestern, getauft vom Paten auf die Namen Yin und Yang, kamen bereits Ende des Jahres aus dem französischen Zoo La Boissière an den Schölerberg, sind jedoch erst vor wenigen Tagen in ihr neues Zuhause am Tigertempelgarten gezogen. Nun lernen sie im ersten Schritt die Innenanlage kennen, bevor es bei besserem Wetter in den großen Außenbereich geht. Tatsächlich sind die beiden Geschwister, geboren am 15.06.2013, auch recht verschieden: „Yin ist etwas ruhiger und sanftmütiger, während Yang sich auch schon mal den Tierpflegern in den Weg stellt“, schmunzelt Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter. „Insgesamt leben sie sich sehr gut ein. Ihre Lieblingsspeise ist übrigens Bambuskuchen, angerührt aus Bambuskonzentrat. Neben Bambus fressen sie aber auch gerne Obst und Gemüse und auch mal ein wenig Fleisch“, berichtet der Biologe. Demnächst erhalten die putzigen Tiere mit Knopfaugen, weißer Schnauze und rotem Fellmantel noch Mitbewohner: Siamangs, die größte Gibbonart wird noch in den neuen Bereich im Tigertempelgarten einziehen. Das tiefschwarze Affenpärchen lebt zurzeit noch im Affenhaus. Dank dem lauten, sirenenartigen Rufen haben Yin und Yang bestimmt schon von ihren neuen Mitbewohnern gehört.

Tierpark Görlitz, 30.01.2015
Problembär „Ying“ im Glück
Essprobleme bei Pandazwilling im Naturschutz-Tierpark Görlitz Zgorzelec erfolgreich behoben. Einige Wochen intensive Arbeit hat er die Mitarbeiter des Tierparks schon gekostet. Denn während sein Bruder „Yang“ das aß, was seine Mutter ihm vorfutterte, schaltete „Ying“ auf stur und mampfte ausschließlich Bambus. Ein wenig zu einseitig, denn weder Menge noch Inhaltsstoffe reichten aus, um das heranwachsende Tier zu versorgen. Die Gewichtskontrolle bewies, dass „Ying“ nur die Hälfte seines Bruders wog. Grund genug ihm hinter den Kulissen mit viel Einfühlungsvermögen beizubringen, dass es auch noch andere Schmankerl gibt, außer Bambus. Mit einem Brei aus Pandakuchenmehl, Babybrei, Mineralien und Vitaminen, versetzt mit geraspeltem Obst und Gemüse hat er sein Gewicht innerhalb von zwei Wochen um 1/3 erhöht. Damit durfte er die Quarantänestation wieder verlassen. Nun sind die 2014 geborenen Pandazwillinge „Ying“ und „Yang“ wieder glücklich vereint. Allerdings getrennt von den Eltern, denn die sind derzeit damit beschäftigt für den Nachwuchs 2015 zu sorgen…

Zoopark Erfurt, 30.01.2015
Besucherrekord im Thüringer Zoopark Erfurt: 516.814 Menschen kamen 2014 in den Zoo
Noch nie kamen mehr Besucher in den Thüringer Zoopark Erfurt als 2014: Der Zoopark zählte im letzten Jahr 516.814 Besucher, 37.343 davon im Aquarium am Nettelbeckufer. Damit ist der Zoopark die besucherstärkste Freizeiteinrichtung Thüringens. Für den Besucherrekord gibt es gleich mehrere gute Gründe: die erfolgreiche Eröffnung der Elefantenanlage, die Eröffnung der Kea-Anlage und nicht zuletzt auch das hervorragende Wetter im Frühjahr sowie in den Oktoberferien. „Vor allem die neue Elefantenanlage hat viele interessierte Gäste auch außerhalb Erfurts angelockt“, freut sich Zoodirektorin Dr. Dr. Sabine Merz. Denn nicht nur Thüringer besuchen den Zoopark, auch immer mehr Besucher aus den umliegenden Bundesländern Bayern, Hessen und Sachsen finden den Weg nach Erfurt. Die hohe Besucherzahl zeigt auch, dass die begehbaren Anlagen, die großzügig gestalteten Landschaften und die zahlreichen Spielplätze auf großen Besucherzuspruch stoßen. Einen bedeutenden Anteil am Erfolg haben außerdem die Mitarbeiter, die mit viel Einsatz und Engagement zu dem tollen Ergebnis beigetragen haben.

Zoo Duisburg, 29.01.2015
Uhus – Neue Tierart im Zoo Duisburg
Neues Jahr, neue Tierart: im Zoo Duisburg sind gestern zwei männliche Uhus in die Großvoliere an der Fasanerie eingezogen, um die Fraktion der Vertreter der einheimischen Fauna gegenüber der Exoten-Fraktion zu verstärken. Schließlich gibt es genug schützenswerte Vertreter der Tierwelt vor der eigenen Haustüre, und leider muss man auch feststellen, wie gering das allgemeine Wissen darum ist. Die knapp dreijährigen Brüder sind im Tiergarten Mönchengladbach geschlüpft und zählen im ausgewachsenen Zustand zu den größten Eulen weltweit mit einem Gewicht von rund 2 kg, einer Größe von 60 cm und einer Flügelspannweite von beachtlichen 160 cm! Unverwechselbar machen den Uhu auch die meist auffälligen Federohren sowie die großen orangegelben Augen. Der Bestand des Uhus hat in Deutschland seit Mitte der 1980er Jahre aufgrund von Schutzmaßnahmen sowie durch Auswilderungsaktionen stark zugenommen. Noch immer sind in Europa, insbesondere in Westeuropa, große Gebiete im Flachland allerdings nicht wiederbesiedelt. Intensiv genutzte Agrarlandschaften werden ganz gemieden. Hingegen kommt es inzwischen zumindest in Einzelfällen zur Besiedlung von Städten und Ballungsgebieten.

Garten Nürnberg, 29.01.2015
Tiger im Tiergarten vereint
Die beiden im Tiergarten der Stadt Nürnberg lebenden Sibirischen Tiger Katinka und Samur wurden am Mittwoch, 28. Januar 2015, erstmalig in einem Gehege zusammengeführt. Das Raubtierhaus ist deshalb für einige wenige Tage geschlossen. Katinka, geboren am 7. Mai 2011 im Zuchtzentrum für bedrohte Tiere des Moskauer Zoos etwa 100 Kilometer außerhalb der Stadt, kam Anfang Juni 2013 nach Nürnberg. Ihr ein Jahr jüngerer Gefährte Samur, geboren am 26. Juni 2012 im Zoo in Wuppertal, zog im November 2013 nach Nürnberg um. Beide Tiere wurden dem Tiergarten Nürnberg vom Europäischen Arterhaltungsprogramm EEP mit einer Zuchtempfehlung zugeteilt. Nachdem Katinka ein sehr resolutes Tigerweibchen ist, warteten die Verantwortlichen im Tiergarten Nürnberg mit der Zusammenführung der beiden Tiere, bis das Männchen Samur voll ausgewachsen war. Ein weiteres Kriterium war die Rolligkeit der Katze. In dieser empfängnisbereiten Zeit haben die häufig als Einzelgänger lebenden Tiger das größte Interesse aneinander. Um den beiden Tieren die größtmögliche Ruhe zu ermöglichen, bleibt das Raubtierhaus im Tiergarten vorübergehend für Besucherinnen und Besucher geschlossen. Das Löwenpaar ist währenddessen auf der Außenanlage zu sehen.

Zolli Basel, 29.01.2015
Zoo Basel verabschiedet sich von vier Löwen-Jungs
Gestern noch spielten die am 13. und 19. November 2013 geborenen Junglöwen Kijana, Kweli, Kali und Kibonge mit ihren Müttern Okoa (13), Uma (13) und dem Vater Mbali (13) auf der Gamgoas-Aussenanlage im Zoo Basel. Jetzt beginnt für die vier jungen Männchen ein neuer Lebensabschnitt. Drei von ihnen sind heute im Safaripark von Givskud, Dänemark angekommen. Das vierte ist in Zlin, einem tschechischen Zoo, wo es mit einer Partnerin zusammenleben wird. Alle vier sind wohlauf und inspizieren ihr neues Heim. Die Mütter der Löwen-Jungs Okoa (13) und Uma (13) gebaren im November 2013 mit nur sechs Tagen Abstand jeweils zwei Junge. Uma bekam zum ersten Mal Nachwuchs, für Okoa war es bereits der dritte Wurf. Bei ihrer Abreise waren die vier Kater schon fast so gross wie ihre Eltern und es zeichnete sich bereits eine kleine Mähne ab. In den Wochen zuvor war Vater Mbali zwar immer noch recht freundlich zu seinen Söhnen und spielte auch mit ihnen. Wenn es aber ums Fressen ging, verstand er keinen Spass mehr und er verjagte die Jungen vom Futter. Die Tierpfleger fütterten Vater und Söhne getrennt, aber es war klar, für die vier Teenager war es Zeit, den Zolli zu verlassen. Sei es im Zoo oder in der Natur, ein Löwenrudel kann nicht unendlich wachsen. Junge Löwenmännchen verlassen ihr Rudel. Sie ziehen dann oft gemeinsam umher und sammeln Erfahrungen, bis sie stark genug sind, ein eigenes Rudel zu übernehmen. Im Zoo müssen die Junglöwen von den Eltern getrennt werden. So wird Inzucht und Streit vermieden. Damit der Transport reibungslos über die Bühne geht, wurden sämtliche Papiere für die Aus- und Einfuhr bereits Wochen vor der Abreise beantragt. Der Zootierarzt machte einen Gesundheitscheck, ein geeignetes Transportunternehmen wurde gefunden und eine passende Kiste gezimmert. Dann stand der Reise nichts mehr im Wege. Damit nicht zu viel Unruhe in die Gruppe kommt, sollten alle vier Jungen den Zoo am gleichen Tag verlassen. Kijana, Kweli, Kali und Kibonge haben die Reise gut überstanden und das Ausladen verlief ebenso problemlos. Nun werden alle ausreichend Zeit haben, ihre neue Umgebung kennen zu lernen. Im Jahr 2012 wurde das Europäische Zuchtbuch für die Afrikanischen Löwen ins Leben gerufen. Für das neue Zuchtbuch sind die Basler Löwen-Jungs genetisch besonders wertvolle Tiere. Ihre Eltern kamen 2003 aus zwei verschiedenen Parks aus Südafrika in den Zolli. Ausserdem sind sie frei von einem bestimmten Katzenvirus (FIV), einer häufigen und besonders ansteckenden Krankheit, mit der sich alle Katzenartigen infizieren können. Die Basler Löwen stellen mit ihren Jungtieren ihre wertvollen Gene nun auch anderen Zoos zur Verfügung. Der Bestand der afrikanischen Löwen ist zwischen 2004 und 2014 um 45 Prozent zurückgegangen. In Westafrika sind es sogar 90 Prozent. Verantwortlich für diesen Rückgang sind Konflikte mit dem Menschen, Lebensraumverlust, Trophäenjagd und Krankheiten, die durch den Menschen über Haus- und Nutztiere verbreitet wurden. Um den Löwen in der Natur zu helfen, unterstützt der Zoo Basel den „Predator Compensation Fund“ der „Big Life Foundation“. Diese setzt sich im Amboseli-Tsavo-Ökosystem in Kenia für den Schutz der Löwen ein. Er unterstützt die dort ansässigen Massai mit einer Abgeltung, wenn ihr Vieh nachweislich von Löwen oder anderen Raubtieren angegriffen wurde. Ausserdem unterstützt die „Big Life Foundation“ die jungen Massai-Krieger bei den Massai Olympics. Diese stellen eine Alternative zur traditionellen Löwenjagd dar, bei der junge Massai-Krieger ihren Mut unter Beweis stellen. Statt Löwen zu jagen, beweisen die jungen Männer nun in den Massai Olympics ihre Ausdauer und Geschicklichkeit. Der Zoo Basel unterstützt dieses Projekt seit dem Jahr 2014.

Zoo Salzburg, 29.01.2015
Neuzugang im Zoo: Eine Echse, die übers Wasser laufen kann!
Seit einigen Tagen leben Stirnlappen-Basiliken im Jaguarhaus des Salzburger Zoos. Das Paar ist nun bei Kaiman und Quetzal-Buntbarschen im Aqua-Terrarium zuhause. Ursprünglich ist diese Leguan-Art auf den Bäumen in den tropischen Regenwäldern Mittelamerikas beheimatet. Ein Kamm auf dem Rücken, Stirn- und Kopflappen sowie eine schillernde Färbung lassen den Basilisken wie einen kleinen Drachen aussehen. Dank ihrer Zehen und Krallen können diese Echsen nicht nur erstklassig klettern sondern bewegen sich auch auf dem Boden äußerst geschickt fort. Da die Tiere sich immer gerne in der Nähe von Gewässern aufhalten, können sie auch hervorragend schwimmen und tauchen. Bis zu 2 Stunden kann ein Basilisk unterm Wasser ausharren. Werden die Echsen von Schlangen gejagt, können sie mit einer Geschwindigkeit von bis zu 11 Stundenkilometer davonlaufen. Das Tempo und ein spezieller „Hautsaum“ an den Zehen verleiht den Tieren die Möglichkeit, kurze Zeit auf ihren Hinterbeinen übers Wasser laufen. Deshalb werden sie auch als Jesus-Christus-Echse bezeichnet.

Zoo Neunkirchen, 29.01.2015
Ein kleiner Kammfinger: Gundis haben ersten Nachwuchs des neuen Jahres im Neunkircher Zoo
Der Neunkircher Zoo gehört seit 2013 zu den nur 21 Zoos in ganz Europa, die ihren Besuchern die so genannten Gundis zeigen. Diese meerschweinchengroße Nagerart stammt ursprünglich aus Nordafrika, unter anderem aus Tunesien und Marokko und lebt dort in Familiengruppen in felsigen Regionen bis in eine Höhe von über 2000 Meter am Rande der Sahara. Es konnten in der Vergangenheit im Terrarium gegenüber der Innengehege der Giraffen im Rudolf-Didas-Haus bereits einige Jungtiere erfolgreich aufgezogen werden. Als die erste Tiergeburt im Jahr 2015 konnte am 19. Januar 2015 nach einer Tragezeit von knapp 60 Tagen nun erneut ein Jungtier verbucht werden. Jungtiere haben bei der Geburt jeweils ein Gewicht von ungefähr 20 – 30 g und bisher verläuft die Aufzucht sehr zufriedenstellend. Das Geschlecht ist allerdings noch unbekannt, aber der schon sehr klettergewandte Nachwuchs ist meist gut zu beobachten. Eine der Besonderheiten der Gundis sind die Sohlenpolster, die sich an der jeder der vier Zehen an jedem der Füße an den relativ kurzen Beinen befinden. Diese garantieren einen sicheren Halt auf den Felsen und in den Felsspalten. Sie ernähren sich rein pflanzlich und müssen aufgrund der kargen Vegetation Nordafrikas zur Ernährung sehr große Reviere besiedeln. Zu dem Namen Kammfinger kamen sie durch Borstenkämme an den Hinterfüßen, mit denen sie ihr Fell pflegen. Der Neunkircher Zoo beteiligt sich im Europäischen Zuchtbuch (ESB) für diese Tierart, das von der Biologin Sandra Honigs vom Aquazoo Düsseldorf geführt wird. Zwei der älteren und selbstständigen Nachzuchten werden Neunkirchen schon bald verlassen und in andere europäische Zoos umziehen.

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 29.01.2015
NEU: MIT RATTEN AUF DU UND DU
Manche finden sie fürchterlich herzig, andere einfach nur zum Fürchten: Ratten. Im Tiergarten Schönbrunn kann man ab sofort ein exklusives Erlebnis mit diesen Nagern buchen. „Beim neuen Erlebnisgutschein wirft man gemeinsam mit einem Tierpfleger einen Blick hinter die Kulissen des Rattenhauses und erfährt alles über die Lebensweise und Haltung unserer Ratten“, erklärt Hanno Fürnwein, Leiter des Besucherservices. Neben den bekannten Farbratten leben im Schönbrunner Rattenhaus die 45 Zentimeter großen Riesenhamsterratten und die schwarzweißen Riesenborkenratten, die mit ihrer Fellzeichnung ein bisschen an die Großen Pandas erinnern. Riesenhamsterratten werden zum Aufspüren von Landminen eingesetzt und Riesenborkenratten bringen rattenuntypisch immer nur ein Jungtier pro Wurf zur Welt: Das und vieles mehr erfahren die Teilnehmer bei diesem Erlebnisgutschein. Natürlich können sie auch dem Pfleger bei seinen täglichen Arbeiten unter die Arme greifen. „Wir werden gemeinsam das Frühstück für die Ratten zubereiten. Dafür schneiden wir Obst und Gemüse klein und stecken es auf Äste, damit die Tiere eine Zeitlang beschäftigt sind“, erklärt Tierpfleger Markus Domanegg. Außerdem können die Teilnehmer die hübschen Borkenratten durch das Gitter mit ihrer Leibspeise füttern: Süßkartoffel. Dass Ratten intelligent sind, ist bekannt. In Schönbrunn werden das Borkenrattenmännchen Sullivan und das Weibchen Celia sogar trainiert. Beim Erlebnisgutschein kann man bei einer Trainingseinheit dabei sein und beobachten, was die Tiere bereits gelernt haben. Domanegg: „Wir haben unseren Tieren beigebracht, einem sogenannten Targetstick, also einem Zielobjekt, zu folgen. So können wir sie ganz unkompliziert in die Bereiche hinter den Kulissen holen, wenn wir zum Beispiel ihre Anlage sauber machen.“ Zum Abschluss des Rattenabenteuers können die Nager-Freunde noch auf Tuchfühlung mit den Farbratten gehen.

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3 Kommentare zu Zoopresseschau

  1. Niklas sagt:

    Bezüglich Isegrim, dem neuen Wolf und allen anderen Wölfen finde ich es äußerst wichtig die Bevölkerung ausgiebig aufzuklären. Erst wenn bekannt ist, dass der Wolf keine Gefahr darstellt hat der Wolf eine wirkliche Chance sich wieder in Deutschland zu beheimaten.

    • Martin sagt:

      Die Bevölkerung muss auch in Bezug auf Luchs, Bär und Wildkatze aufgeklärt werden. Die Bemühungen diverser Organisationen scheinen da jedoch eher fruchtlos zu sein, wenn man immer wieder hört, dass hier und da ein Wolf geschossen wird.
      Aber da spielen auch andere Interessen (Viehzucht…) eine Rolle. Wäre schön wenn ein Umdenken gelingt.

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