Ausgestorbene Vertreter der Elasmobranchii

Cladoselache war eine Gattung der Knorpelfische, die im Oberen Devon lebte. Fossilien aus Tonschiefern in Ohio sind so gut erhalten, dass man auch innere Organe, Teile der Haut und Schuppen von Knochenfischen und Haizähne im Magen erkennen kann. Es wurden mehrere Arten beschrieben.ladoselache-Arten wurden einen bis zwei Meter lang und hatten eine typische stromlinienförmige Haigestalt, einen gedrungenen Kopf und fünf bis acht Kiemenspalten. Sie hatten zwei Rückenflossen, die jede von einem Stachel gestützt wurden, große Brustflossen und kleine Bauchflossen. Eine Afterflosse war nicht vorhanden, auch keine Klaspern, so dass man eine äußere Befruchtung vermuten muss. Die Schwanzflosse war heterocerk, jedoch im Gegensatz zu der der meisten heutigen Haie äußerlich symmetrisch (wie heute beispielsweise beim Weißen Hai).
Cladoselache-Arten hatte keine Rippen. Die Zähne hatten eine große Hauptspitze, sowie rechts und links davon zwei kleine Nebenspitzen. Sie waren nicht wie die modernen Haie zum großen Teil mit Placoidschuppen bedeckt, sondern hatte nur wenige um die Augen und an den Rändern der Flossen.

Akmonistion zangerli (© N. Tamura)

Akmonistion zangerli, ein Vertreter der Symmoriida (© N. Tamura)

Den Haien der Gattung Cladoselache waren die Symmoriida sehr ähnlich.

Die Xenacanthiformes sind eine Gruppe äußerlich haiähnlicher Knorpelfische, die vom Unterdevon bis in die Obertrias in Binnengewässern vorkamen. Sie werden deshalb auch als „Süßwasserhaie“ bezeichnet. Fossilien dieser Fische sind in Europa, Nord- und Südamerika und Australien gefunden worden.

Die Ctenacanthiformes sind die bedeutendste Gruppe ausgestorbener, haiähnlicher Knorpelfische. Unter ihnen sind wahrscheinlich die Vorfahren der heutigen Haie und Rochen. Sie lebten vom Mittleren Devon bis zur Trias.Die Ctenacanthiformes hatten zwei jeweils mit einem starken Stachel versehene Rückenflossen. Die Stachel hatten eine äußere Lage aus Enameloid, einer schmelzartigen Substanz, fußten tief in der Rückenmuskulatur und wurden an der Hinterseite von dreieckigen Knorpelplatten gestützt. Die Afterflosse befand sich weit hinten kurz vor der heterocerken, äußerlich symmetrischen Schwanzflosse. Wie die modernen Elasmobranchii hatten die Ctenacanthiformes ein dreibasiges Brustflossenskelett. Ihre Zähne waren cladodont. Die Chorda dorsalis hatte keine Einschnürungen. Die Fische wurden bis 2,5 Meter lang.
Die Ctenacanthiformes werden in drei Familien unterteilt. Zwei Gattungen können keiner Familie zugeordnet werden.
Acronemus
Carinacanthus
Familie Ctenacanthidae, Oberes Devon bis Mississippium
Familie Bandringidae, Pennsylvanium, vor allem im Süßwasser, Schnauze mit verlängertem Rostrum
Familie Phoebodontidae, Mittleres Devon bis Obere Trias

Ptychodus mortoni (Dmitry Bogdanov - dmitrchel@mail.ru)

Ptychodus mortoni, ein Vertreter der Hybodontiformes (Dmitry Bogdanov – dmitrchel@mail.ru)

Die Hybodontiformes sind eine Gruppe von haiähnlichen Knorpelfischen, die vom Karbon bis zur Kreide lebten. Sie hatten zwei jeweils mit einem starken Stachel versehene Rückenflossen. Die Fische wurden 15 Zentimeter bis mehrere Meter lang.
Die ersten Hybodontiformes erschienen im unteren Karbon, im Mississippium. Sie überlebten neben den Neoselachii als einzige Plattenkiemer die Massenaussterben am Ende des Perm und während der Trias und verschwanden erst am Ende der Kreide.
Die bekanntesten Vertreter der Hybodontiformes dürften der Gattung Hybodus angehören.Es waren großwüchsige, teilweise über 2,5 Meter lange Raubfische, die sich von Fischen und Kopffüßern ernährten. Der Kopf war groß und stumpf, der Körper massig. Der obere Lobus der heterocerken Schwanzflosse war lang ausgezogen, der untere Lobus verhältnismäßig klein. Vor jeder der zwei Rückenflossen befand sich ein kräftiger Stachel. Die Brustflossen waren lang. Hinter den Augen trugen die Männchen hakenförmige Kopfstacheln. Die Zähne hatten eine breite Basis, mit einer Haupt- und mehreren Nebenspitzen. In der Maulspitze saßen kleinere Greifzähne. Erste fossile Zähne von Hybodus wurden 1845 in England gefunden.

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