Zoopresseschau

Vivarium Darmstadt 27.02.2015
Zoo Vivarium vom Darmstädter Seniorenrat erneut als „Seniorenfreundlicher Betrieb“ ausgezeichnet
Stadtkämmerer Schellenberg: „Angebote für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger sind uns sehr wichtig und werden von uns ständig weiterentwickelt.“ Der von der Wissenschaftsstadt Darmstadt betriebene Zoo Vivarium hat am 25. Februar 2015 vom Darmstädter Seniorenrat erneut das Zertifikat „Seniorenfreundlicher Betrieb“ verliehen
bekommen. Diese Ehrung lässt der Seniorenrat Darmstadt e.V. regelmäßig Einrichtungen zuteil werden, die mit ihren speziell auf ältere Konsumenten zugeschnittenen Konzepten und Programmen einen wesentlichen Beitrag zu einem barrierefreien Darmstadt leisten. „Ich freue mich sehr, dass der Seniorenrat unseren kommunalen Zoo erneut mit dem Prädikat ‚Seniorenfreundlicher Betrieb’ ausgezeichnet hat. Angebote für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger sind uns bei der Gestaltung des Zoo-Programms von Beginn an sehr wichtig und werden von uns regelmäßig weiterentwickelt. Das Vivarium gehört zu den rund 115 lokalen Geschäften und Dienstleistungsbetrieben, welche die Anforderungen von Pensionären engagiert berücksichtigen. Wir haben uns auf die Bedürfnisse der älteren Verbraucher eingestellt und bieten ihnen adäquate Lösungen, Produkte und Services an“, kommentiert der für den Zoo Vivarium zuständige Stadtkämmerer der Wissenschaftsstadt Darmstadt, André Schellenberg. Das Zertifikat „Seniorenfreundlicher Betrieb“ bekommen Bewerber jeweils für ein Jahr verliehen und können es nach Überprüfung beliebig oft für weitere zwölf Monate verlängern. Die Zertifizierung erhalten sie nach intensiver Begutachtung vor Ort durch Mitglieder eines eigens dafür zusammengestellten Seniorenrat-Arbeitskreises. Bedingung ist dabei die erfolgreiche Beurteilung allgemeiner Qualitätsmerkmale und branchenspezifischer Kriterien. Solche bedarfsgerechten Voraussetzungen erfüllt der Zoo Vivarium ganzjährig durch eine Vielzahl an attraktiven Führungen, Vorträgen und Sonderveranstaltungen, die exklusiv auf Senioren angepasst sind. Dabei gehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt auf deren Wünsche ein und stimmen individuelle Themeninhalte mit ihnen ab. Im Anschluss an die jeweiligen Veranstaltungen besteht die Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen oder einem gemeinsamen Spaziergang durch den Zoo. Neu ist zudem die Möglichkeit, dass Vorträge nach Absprache außerhalb des zoologischen Gartens gehalten werden können, um ein interessiertes, aber mobil eingeschränktes Publikum beispielsweise in Senioreneinrichtungen informativ zu unterhalten. Neben den Tierhäusern sorgen im Zoo Vivarium verschiedene Überdachungen bei durchwachsenem Wetter zum einen für Schutz vor der Sonne und ermöglichen zum anderen selbst bei leichtem Regen einen Besuch. Auf dem größtenteils ebenerdig gehaltenen Rundweg, der nur minimale Steigungen aufweist, stehen den Gästen alle 80 bis 100 Meter Sitzmöglichkeiten, Ruheplätze sowie in den Sommermonaten Liegen zur Verfügung. Teilnehmerinnen und Teilnehmer können zur entspannten Hin- und Rückreise außerdem einen Bus-Service nutzen.

Wilhelma 27.02.2015
Zwergseidenäffchen: Mini-Äffchen mit besonderem Familienmodell
Nicht nur die größten Affen der Welt, die Gorillas, auch die kleinsten „eigentlichen Affen“ haben in der Wilhelma derzeit Nachwuchs: Der Unterschied könnte kaum größer sein. Selbst erwachsene Zwergseidenäffchen bringen nur rund 140 Gramm auf die Waage, also gerade einmal 0,07 Prozent eines gestandenen Gorillamanns. Zwergseidenäffchen zählen zu den Krallenaffen und werden bloß 15 Zentimeter lang. Allerdings misst ihr Schwanz noch einmal bis zu 23 Zentimeter. Bei den Winzlingen ist der Nachwuchs zunächst lediglich daumengroß. Im Jungtieraufzuchthaus lässt sich derzeit gut beobachten, wie die Familienbande funktionieren. Das ist bei den Seidenäffchen speziell: Die frischgebackene Mutter Ica überlässt ihrem Mann Chico und den schon älteren Jungtieren das Babysitten. Die ganze Sippe trägt die Neuankömmlinge abwechselnd auf dem Rücken. Meist werden Zwillinge geboren. Da müssen sich die Kleinen ordentlich festhalten, denn bei der quirligen Truppe geht es ständig die Bäume hoch und runter und oft in einem Satz von Ast zu Ast. Nur zum Säugen bringen die Verwandten dem Muttertier die Babys. Dass alle mithelfen, optimiert die Chancen, den Nachwuchs durchzubringen. Er muss schnell selbstständig werden. Schon nach drei Monaten wird er entwöhnt. Und bereits weitere drei Monate später könnte der nächste Nachwuchs kommen. Das System Familienpflege funktioniert, weil in jeder Gruppe allein das ranghöchste Weibchen Junge bekommt. Die Zwergseidenäffchen sind Südamerikaner. Sie leben ursprünglich in den Regenwäldern des westlichen Amazonasbeckens und ernähren sich in erster Linie von Baumsaft. Dafür zapfen sie die Rinde mit ihren unteren Eckzähnen an. Aber auch Insekten und Spinnen, Blüten und Früchte verschmähen sie nicht. So stehen in der Wilhelma für sie neben Akaziensaft, Heuschrecken und Mehlwürmer auf der Speisekarte. Hinzu kommen Süßobst, Paprika, Tomaten und Sellerie. Die Zwergseidenäffchen werden mehrmals am Tag gefüttert, was auch für die Besucher nett anzuschauen ist. Die Leichtgewichte haben einen gesegneten Appetit. Denn üblicherweise brauchen kleinere Tiere relativ zum Körpergewicht gesehen mehr Nahrung. Umgekehrt gilt: Im Verhältnis brauchen die großen Affen weniger Futter – zum Glück, sonst würden die Gorillas wohl nie mit dem Fressen fertig.

Zoo Salzburg 26.02.2015
Eine Handvoll Schaf – entzückender Nachwuchs bei den Ouessant-Schafen
Am Montag, 23. Februar, erblickte ein gesundes Ouessant-Lamm im Salzburger Streichelzoo das Licht der Welt. Ihre 3 Jahre alte Mutter Colette lässt ihre Tochter derzeit nicht aus den Augen. Gerade einmal 2 ½ Kilogramm brachte das kleine Lämmchen beim heutigen Gesundheitscheck auf die Waage. Kleine Schafe ganz groß Das Ouessant-Schaf ist die kleinste Schafsrasse unserer Erde! Ein ausgewachsener Bock erreicht eine Schulterhöhe von nicht einmal 50 Zentimeter und wiegt maximal 20 Kilogramm. Die ursprüngliche Heimat der Tiere ist eine winzige Insel vor der bretonischen Küste. Vermutlich hat das raue Klima und die karge Vegetation der Insel, dazu beigetragen, dass diese sehr widerstandsfähige Rasse entstand. Sie zählen zu den seltenen Nutztier-Rassen. Weltweit leben heute nur mehr einige Tausend Tiere.

Tierpark Görlitz 26.02.2015
Der Saisonstart naht – dazu braucht der Tierpark ehrenamtliche Unterstützung
Mit steigenden Temperaturen und Sonnenstunden nimmt auch die Zahl der Besucher zu; Familien, Kindergärten, Schulklassen und Horte kommen jetzt besonders gern in den Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec. Damit alle Besucher gut betreut werden können, braucht die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Zoopädagogik tatkräftige Unterstützung durch Ehrenamtler. Wir suchen engagierte Menschen, die sich nicht nur für Tiere und Naturschutz begeistern, sondern diese Begeisterung auch mit den Besuchern teilen und ihr Wissen vermitteln wollen. Die Aufgaben sind vielfältig: Unterstützung bei Veranstaltungen, Betreuung von Infotischen, Betreuung von Kindergeburtstagen, Führungen und Unterricht für Vorschul- und Grundschulkinder, Mithilfe bei der Durchführung von Schüler-Projekten und die Durchführung von Tierspaziergängen. Eine intensive Einarbeitung in die Tierpark- und Naturschutzthemen ist selbstverständlich. Bei Interesse informieren Sie sich auf unserer Homepage unter Jobs oder melden sich bei Dr. Ilka Weidig (pr@tierpark-goerlitz.de).

Zoo Duisburg 26.02.2015
Wir sind zwei Stars – schaut uns hier an!
In leicht angewandelter Form und umgemünzt auf hiesige Verhältnisse könnte der Titel eines bestimmten Privatsender-Formats derzeit im Zoo Duisburg heißen: „Wir sind zwei Stars – schaut uns hier an!“ Dabei sind die vierbeinigen Stars paritätisch auf die durch die Autobahn getrennten beiden Hälften des Zoos verteilt. Der „Osten“ legte Mitte Dezember 2014 mit der Geburt des sehnsüchtig erwarteten Zwergflusspferdes vor. Kaum auf der Welt jubelten die Zooverantwortlichen gleich ein zweites Mal, denn der noch namenlose Nachwuchs war männlich! Bislang haben Forscher immer noch nicht verstanden, warum bei den Zwergflusspferden in fast schon beängstigendem Ausmaß überwiegend Weibchen geboren werden. Halb Europa reißt sich förmlich um den kleinen Mops, so dass die Zuchtbuchführung im schweizerischen Basel sicher keine Probleme haben wird, ein genetisch passendes Weibchen für den Duisburger Mann zu finden. Letzterer hat das Element Wasser in den vergangenen Wochen für sich erlebt und plantscht und taucht sehr zur Freude der Besucher im Becken der Schauanlage. Das konnte der „Westen“ nicht lange auf sich sitzen lassen und legte im Februar mit der Geburt einer weiblichen Netzgiraffe nach. Auch hier verlief die Geburt völlig problemlos und ohne Zutun der Tierärzte oder Pfleger. Morgen zum Dienstbeginn stand sie einfach auf der Innenanlage, als wäre sie schon immer da gewesen. Derzeit beschäftigt sie sich mit den ersten Luzernestängeln und fängt damit an, feste Nahrung zu sich zu nehmen. An Mutters Milchbar hängt sie die kommenden Monate aber weiterhin. Wenn die Witterungsverhältnisse es zulassen, werden die Zoobesucher die knapp 2 Meter große Giraffe bald über die Außenanlage flitzen sehen.

Zoo Basel 26.02.2015
Huckepack für Froschkinder – Unglaubliches aus dem Blätterdach
Im Juni 2014 wurde das Terrarium für die südamerikanischen „Pfeilgift-“ oder Baumsteiger-Frösche im Vivarium neu eingerichtet und bereits sind die ersten Erfolge zu verzeichnen: Von einer Art, den „Gestreiften Blattsteigern“, fanden die Tierpfleger letzte Woche im Terrarium hinter den Kulissen Kaulquappen und auch die „Dreistreifen-Blattsteiger“ haben zur selben Zeit gelaicht. Dies ist das erste Mal seit 15 Jahren, dass es im Vivarium bei den Baumsteiger-Fröschen Nachwuchs gibt. Eltern und Jungtiere dieser in der Natur extrem giftigen Frösche sind im Zoo völlig harmlos. Baumsteiger- Frösche sind so bunt, wie sie es treiben: In den süd- und mittelamerikani-schen Regenwäldern leben viele Arten ihr ganzes Leben lang im Geäst von Bäumen. Frösche sind Amphibien. Diese müssen zur Eiablage normalerweise ein Gewässer aufsuchen – nicht so die Baumsteiger-Frösche. Sie laichen hoch oben in den Bäumen. Das Männchen lockt mit Trällern und Zirpen das Weibchen an. Findet sie daran Gefallen, so suchen die beiden einen geeigneten Platz für die Eiablage auf. Meist werden die Eier auf ein feuchtes Laubblatt oder in eine kleine Baumhöhle gelegt und gleichzeitig vom Männchen befruchtet. Das Männchen bewacht danach auch das Gelege, das Weibchen macht sich von dannen. Bei manchen Arten benetzt das Männchen die Eier gelegentlich mit Urin, um sie feucht zu halten. Kinderzimmer in schwindelnder Höhe Kaum sind die Kaulquappen aus dem Ei geschlüpft, klettern sie auf den Rücken des Vaters. Der trägt sie danach huckepack an einen anderen Ort, meist eine kleine Pfütze zwischen den Blättern von Bromelien, wo sie vor Räubern und Trockenheit geschützt in einem „Miniaquarium“ aufwachsen. Hoch oben auf den Bäumen ist das Futter für die Kaulquappen nicht immer in Hülle und Fülle vorhanden. Die Weibchen einiger Arten füttern die Kaulquappen mit unbefruchteten Nähreiern, bei anderen ernähren sich die frisch geschlüpften Larven bereits selbstständig von Algen oder Insekten. Hochgiftig oder völlig harmlos? Mit knalligen Farben signalisieren die Pfeilgiftfrösche ihre Giftigkeit. Schon geringste Mengen des Giftes in ihrem Hautsekret reichen bei manchen Arten aus, selbst grössere Tiere schnell zu töten. In Menschenobhut geborene Nachzuchten besitzen in den meisten Fällen kein Hautgift mehr. Dessen Hauptbestandteile nehmen die Frösche in der Natur über ihre Nahrung im Regenwald auf. Diese Nahrung fehlt in Europa. Übrigens ist der Name „Pfeilgiftfrosch“ recht irreführend: Lediglich drei von 170 Arten werden von südamerikanischen indigenen Völkern verwendet, um für die Jagd Blasrohrpfeile mit Froschgift zu imprägnieren. Im Vivarium sind zwei Baumsteiger-Arten im Terrarium 56 zu sehen.

Tierpark Sababurg 25.02.2015
Die Adler fliegen wieder ab 01. März im Tierpark Sababurg
Ab 01. März ist es wieder so weit: Um 11:30 Uhr lässt Falkner Rainer Cremer seine Greifvögel am Burgberg starten. Das große Flugprogramm für die Saison 2015 mit 25 Greifvögeln beginnt. Die Besucher können täglich (außer montags) um 11:30, 14:00 und um 16:15 Uhr die Flugkünste der Greifvögel bestaunen und vieles über deren Verhalten lernen. Mit dabei sind in diesem Jahr wieder die Weißkopfseeadler „Joker“ und „Baby“, Steppenadler „Pablo“, der Kordilierenadler „Cindy“ sowie Steinadler „Don“. Zum Flugprogramm gehören natürlich auch wieder pfeilschnelle Falken, in Kompanie fliegende Harris Hawks, Rotmilane, Schnee-Eulen und die lautlosen Jäger der Nacht; die Uhus und die Schleier-Eulen. Lassen Sie sich von den Königen der Lüfte faszinieren. Die Anlage am Burgberg im Tierpark gewährt einen herrlichen Blick über den gesamten Park und ist für die Vorführungen bestens geeignet. Tagsüber sind die Tiere auf der Burgbergspitze ne­ben dem Falknerhaus eingestellt. Wer Lust hat, kann sich mit solch einem stol­zen Vogel fotografieren lassen. Die Bilder werden an Ort und Stelle fertig gestellt und erinnern an ein unvergessliches Erlebnis im Tierpark Sababurg oder eignen sich hervorragend als „Mitbringsel“ für alle, die nicht dabei sein konnten. Und fehlt Ihnen zu einem besonderen Anlass noch die passende Geschenkidee? Wie wäre es mit einem Gutschein für „Einen Tag Falkner sein“. Wir beraten Sie gern.

Wisentgehege Springe 24.02.2015
Luftakrobaten des Falkenhofs erheben sich wieder in die Lüfte
Wisentgehege Springe eröffnet die Saison am Sonntag, 1. März
Es ist wieder soweit: Falkner Rouven Polep und sein Team beenden die Winterpause. Mit gleich zwei Flugschauen, um 11 und 14 Uhr, startet das Wisentgehege Springe am Sonntag, 1. März, in die neue Saison. Bereits viele Tage trainieren die Falkner mit ihrem Flugpersonal, damit zum Saisonstart alles klappt. Milane, Falken, Bussarde, Eulen, Adler und Co. werden sich den Zuschauern präsentieren. Die Falkner Rouven Polep, Vanessa-Sophie Korzenski-Polep, Claudia Fricke und Frederick Gutt geben spannende Einblicke in ihre Arbeit. Besucher des Wisentgeheges können sich bereits jetzt auf eine Erweiterung der Flugschau um einen neuen Flugkapitän freuen – allerdings erst im Frühsommer. Mehr will der Falkner aber noch nicht verraten. „Wir trainieren eifrig“, sagt Rouven Polep. Bis Ende März lassen die Falkner ihre Vögel täglich, außer montags, um 14 Uhr, in die Lüfte steigen. Dem schließt sich um 14.45 Uhr die Wolfspräsentation an. Mit Saisonbeginn enden die reduzierten Winter-Eintrittspreise. Erwachsene zahlen 11 Euro; Kinder (3 bis 14 Jahre) 7 Euro, Kinder (ab 15 Jahre mit Schülerausweis) 7,50 Euro; Studenten, Auszubildende und Menschen mit Handicap zahlen 8,50 Euro.

Vogel- und Naturschutz-Tierpark Herborn 23.02.2015
Saisonauftakt im Vogelpark: Ist der Schnee weg, öffnet der Tierpark am Sonntag, den 01.03.15 wieder seine Pforten
Wenn man dem Wetterbericht glauben darf, schickt der Winter Ende Februar seine letzten eisigen Grüße und Mensch und Tier dürfen sich ab März endlich auf Frühlingsgefühle einstellen. Das Team des Vogel- und NaturschutzTierparks werkelt jedenfalls, zusammen mit vielen ehrenamtlichen Helfern des Fördervereins, auf Hochtouren, um den Park auf Vordermann zu bringen, damit ab Sonntag, den 01.03.15 ab 09:30 Uhr, der Startschuss für die neue Saison erfolgen kann. Die ersten warmen Sonnenstrahlen, blühende Schneeglöckchen und die aus dem Winterquartier zurückkehrenden Kranichschwärme sorgen dafür, dass sich schon jetzt viele Anrufer telefonisch erkundigen, wann es endlich soweit ist. Bis zum Wochenende wird, dank Plusgraden, der letzte Schnee getaut sein und die Vogelparkbesucher können sich an bunten Frühlingsblumen, klappernden Weißstörchen und dem ersten tierischen Nachwuchs erfreuen: Familie Erdmann hat trotz der kalten Jahreszeit ein gesundes niedliches Erdmännchenbaby zur Welt gebracht, dass, sobald sich die Sonne ein wenig zeigt, auch schon die Nase aus dem Bau streckt, immer umsorgt von Eltern und Geschwistern. Wem es ab Sonntag nicht reicht, sich, wie die Erdmännchen kuschelnderweise gegenseitig warm zu halten, hat die Möglichkeit sich im, mit einem Holzofen gemütlich beheizten, Gartencafé bei einer Tasse Kaffee oder Kakao aufzuwärmen, während er erkundet, was sich über den Winter in Herborns Tiergarten Neues getan hat. So sind die beiden Europäischen Kraniche zu den Weißstörchen auf die Anlage gezogen und wer sich anschauen möchte, wie die im Augenblick in V-Formation weit oben am Himmel über Herborn ziehenden Vögel denn aus der Nähe aussehen, kann die imposanten Tiere jetzt auf der großen Anlage im Eingangsbereich beobachten. Im „Storchenteich“ ist außerdem ein Pärchen hübscher Moorenten eingezogen. Sie bevorzugen Gewässer mit reicher Unterwasservegetation und breiten Schilfgürteln. Da diese in Deutschland immer seltener werden, gelten sie hierzulande als bedroht. Auch die beiden im letzten Jahr von Hand großgezogenen Flamingo-Kinder „Pieps“ und „Patrick“ haben sich ganz schön verändert: natürlich sind sie ordentlich gewachsen, aber auch das Gefieder zeigt bereits einen deutlich rosafarbenen Touch. Zudem haben zwei süße Zwergziegen kurz nach dem Jahreswechsel das Licht der Welt erblickt und toben jetzt durch das Streichelgehege.
Alles in allem gibt es viel zu entdecken und das Vogelparkteam fiebert der Eröffnung und dem Frühlingsanfang entgegen.

Zoo Osnabrück 23.02.2015
Ausgebüxte Silberfüchsin wieder im Zoo Osnabrück – In einem Waldstück in Bünde eingefangen
Die am vorletzten Wochenende ausgebüxte Silberfüchsin aus dem Zoo Osnabrück ist wieder wohlbehalten in ihr Zuhause zurückgekehrt. Am Samstagmittag fing ein Tierpfleger sie in einem Waldstück in Bünde ein. Bereits am Samstagmorgen sichtete Familie Bahndorf in Bünde auf dem Weg zum Bäcker die Ausreißerin und informierte daraufhin den Zoo. Thorsten Vaupel, Revierleiter in der nordischen Tierwelt „Kajanaland“, das eigentliche Zuhause der Füchsin, machte sich sofort mit Narkosegewehr und Transportbox auf den Weg. In einem kleinen Waldstück an der Gerhard-Hauptmann-Straße Ecke Budweg lokalisierte er seinen Schützling und konnte ihn mit dem Narkosepfeil treffen. Zwei Sätze schaffte die Füchsin noch, dann schlummerte sie ein – damit hatte ihr Ausflug ein Ende gefunden. Vaupel trug sie in die Transportbox und es ging ab nach Hause in den Zoo Osnabrück. „Wir haben die Füchsin nun erstmal in einen Quarantänebereich gebracht, um sicherzugehen, dass sie ihren Ausflug gut überstanden hat. Dann schauen wir, ob sie zurück in ihre Gruppe kommt“, so Vaupel. Soweit ginge es ihr aber gut. „Vielen Dank auf jeden Fall für alle eingegangenen Hinweise. Ohne die Hilfe hätten wir die Ausreißerin nur schwer wieder finden können.“ Zwar konnte sich die Füchsin auf ihrem Ausflug selbst versorgen und musste mit ihrem dicken Fell auch nicht frieren, dennoch war der Zoo in Sorge, dass ein Auto das Tier erwischen könnte. „Wir sind sehr froh, dass die Füchsin nun wieder bei uns ist und ihr nichts passiert ist“, freut sich der Osnabrücker Tierpfleger. Wissenswertes zum Silberfuchs – Der Silberfuchs ist eine Farbmutation des Rotfuchses und stellt keine eigene Art dar. Er wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Fuchsfarmen gezüchtet. Der im Aussehen variierende Silberfuchs ist im nördlichen Nordamerika verbreitet. Er ist sehr anpassungsfähig und lebt sowohl in der Tundra, in dichten Waldgebieten, aber auch in Park- und Kulturlandschaften. Ein wichtiger Bestandteil im Lebensraum von Füchsen ist der Fuchsbau. Er dient als Geburts-, Aufzucht- und Wohnstätte. Füchse sind Einzelgänger und überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Die Paarungszeit ist im Januar und Februar und die Wurfgröße hängt vom Nahrungsangebot ab. Der Fuchs jagt auf „Vorrat“. Dabei wird die Beute zerlegt und an verschiedenen Stellen vergraben. Danach verwischt er seine Spuren und kann bei schlechtem Nahrungsangebot auf diese Reserve zurückgreifen.

Zoo Osnabrück 23.02.2015
Noch keine Elefantenkühe für Zoo Osnabrück – Weiterhin Bullenhaltung auf dem Schölerberg
Elefantenbulle Luka im Zoo Osnabrück muss weiterhin auf Kühe warten. Eine erhoffte Möglichkeit hatte sich in den vergangenen Wochen zerschlagen. Doch Zoodirektor Prof. Michael Böer ist optimistisch. „Am Schölerberg eine Zuchtgruppe für asiatische Elefanten aufzubauen, ist weiterhin unser großes Ziel. Es verschiebt sich leider nur. Dass es lange dauert, bis eine passende Gruppe zusammengestellt ist, ist aber normal“, so Zoodirektor Prof. Michael Böer. Das europaweit koordinierte und wissenschaftlich geführte Zuchtprogramm der Zoos sei sehr komplex und verschiedene Faktoren müssen beachtet werden, damit die Konstellation zum Beispiel genetisch oder im Bezug auf das Alter der Tiere passt. Zudem kommen noch individuelle Faktoren jedes einzelnen Zoos hinzu. „Die Zoos, die in der Lage gewesen wären, Kühe abzugeben, haben die Abgabe doch noch einmal aufgeschoben, da sich hier Umbauarbeiten verzögern. Dafür haben wir auch vollstes Verständnis“, berichtet Böer. „Ich bin aber sicher, dass wir in den nächsten Jahren hier eine passende Gruppe aufbauen können. So habe ich den Londoner Zoodirektor David Field in seiner Funktion als oberster Berater für alle Elefantenzuchtprogramme in Europa gebeten, mich zur nächsten Sitzung der neu gewählten Artkommission für das Zuchtprogramm des asiatischen Elefanten im Sommer einzuladen, damit ich unsere Situation und unser Anliegen noch einmal schildern kann“, so Böer optimistisch. Es gebe in Europa genug Zoos, bei denen in den kommenden Jahren Weibchen heranwachsen. Bis es soweit ist beherbergt der Zoo am Schölerberg den Zuchtbullen Luka, sowie die beiden Jungbullen Shanti (6 J.) und Shahrukh (6 J.). Diese sollen laut Böer auch vorerst am Schölerberg bleiben und nicht wie ursprünglich geplant in den Zoo von Athen reisen. Ob noch mehr Jungbullen im Laufe des Jahres dazu kommen, sei noch nicht bekannt. „Bemerkenswert ist allerdings, dass Shahrukh und Luka sich sehr gut verstehen. Sie stehen oft zusammen und berüsseln sich. Wir überlegen sogar, ob Shahrukh nicht langfristig bei uns bleiben kann“, meint Böer. Damit könne im Zoo Osnabrück ein neues Haltungskonzept getestet werden, da bislang immer entweder nur Jungbullengruppen oder eine Weibchengruppe mit einem Zuchtbullen gehalten werden. „Wenn aber die Charaktere der Tiere diese andere Form auch zulassen und Luka und Sharukh sich auch in Anwesenheit von Weibchen vertragen und ihnen diese Form der Gesellschaftshaltung von Elefanten sogar gut tut, um so besser“, freut sich Böer. Hintergrund: 2012 hatte der Zoo Osnabrück gemeinsam mit den Elefanten-Zuchtbuchführern der Europäischen Zoogemeinschaft beschlossen von Afrikanischen auf Asiatische Elefanten umzustellen. In der damaligen Konstellation, der Elefantenbulle war mit der Elefantenkuh verwandt, war im Zoo Osnabrück keine Zucht möglich – die Elefantenhaltung war in eine Sackgasse gelangt. Jungtiere aufzuziehen ist jedoch für alle Tiere ein essenzielles Bedürfnis und im Sinne der Arterhaltung eine wichtige Aufgabe der Zoos. Ziel im Zoo Osnabrück ist der Aufbau einer Asiatischen Elefantenzuchtgruppe. Asiatische Elefanten sind unmittelbar vom Aussterben bedroht. In der Wildbahn leben schätzungsweise nur noch 25.000 bis 30.000 Individuen, während es noch circa 600.000 Afrikanische Elefanten gibt. Bis eine Asiatische Kuhgruppe eintreffen wird, lebt der Zuchtbulle Luka mit Jungbullen am Schölerberg.

23.02.2015, Zoo Augsburg
Aus dem Newsletter
Geburten
Bei den Rotbüffeln kam ein Stierkalb zur Welt. Es wurde auf den Namen Eric getauft.
Erstmals in Augsburg, und wahrscheinlich erst in einer Handvoll Zoos weltweit, schlüpfte ein Fidschi-Leguan. Die ersten Tage sind bei dieser Art etwas heikel, da es schwierig ist die Jungtiere an die angebotene Nahrung zu gewöhnen. Inzwischen nimmt die kleine Dame aber schon Nahrung zu sich.
Bei den Rosapelikanen wächst ein Küken auf, und erfreulich ist, dass sich zwei Krauskopfpelikanpaare gefunden haben, die auch auf Eiern sitzen.
Außerdem gab es eine Frühgeburt bei den Kapuzineraffen. Die betagte Mutter Erna bekam ein noch unbehaartes Jungtier, was nicht lebensfähig war.
Zugänge
Für die neue begehbare Vogelvoliere kamen zwei Nachtreiher aus dem Zoo Halle. Inzwischen gibt es außerdem grünes Licht für den Transport der Brachvögel aus dem Zoo Rotterdam. Es steht zu hoffen, dass dies noch vor der Eröffnung realisiert werden kann.
Abgaben
Die Gruppe der Steinböcke wurde reduziert damit für die neuen Geburten im Frühjahr wieder ausreichend Platz zur Verfügung steht. Vier Männchen reisten in den Wildpark Klosterwald und ein Weibchen in den Wildpark Feldkirch in Österreich.
Die letzten Nachzuchten von den Stirnlappenbasilisken wurden an den Zoo Rhenen (NL) abgegeben. Eine Schopfwachtel ging an den Zoo Chemnitz und zwei männliche Nachzuchten der Straußwachteln an die Gruson Gewächshäuser in Magdeburg.
Todesfälle
Sehr traurig war der Tod der Giraffe Luna. Sie stürzte in ihrem Stall und konnte nicht mehr aufstehen. Leider gab es keine andere Lösung als sie einzuschläfern. Erste vorläufige Obduktionsbefunde haben eine hochgradige Darmentzündung ergeben. Die Folge davon könnten Koliken gewesen sein. Der Grund für die Darmentzündung ist noch nicht klar.
Verstorben ist außerdem einer unserer Biber. Hier steht der Obduktionsbefund noch aus, allerdings war das Tier bereits sehr betagt.
Auch der männliche Sperlingspapagei in der Tropenhalle ist verstorben. Leider gibt es von dieser Art nur sehr wenige Halter, so dass es schwierig wird einen neuen Paarpartner für das verbleibende Weibchen zu finden.
…und sonst …
Die Agutis und die Zwergseidenaffen sind bereits in das neu eingerichtete Gehege im Tigerhaus eingezogen. Beide Arten fühlen sich offenbar ausgesprochen wohl. Gleichzeitig bedeutete es das Sich-Kennenlernen unseres neuen Agutipaares – und das sieht bisher ziemlich vielversprechend aus was Nachwuchs betrifft. In den nächsten Tagen werden die drei männlichen Springtamarine auch dorthin umziehen.
Für das neue Bauprojekt des Freundeskreises des Augsburger Zoos: die Biber- und Otteranlage mit einheimischen Fischen wurde der Bauantrag eingereicht. Wir hoffen, dass dieser in den nächsten Tagen genehmigt wird, damit das Projekt noch in diesem Jahr abgeschlossen werden kann.
In dieser Woche soll noch das fehlende Netz an den Schleusen der neuen Vogelvoliere eingebaut werden, und dann steht der Eingewöhnung der Vögel nichts mehr im Wege – sofern die Temperaturen noch etwas nach oben gehen.

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