Abenteuer Aquarium

Sechs Tage habe ich mein Schneckenbecken unbeaufsichtigt gelassen, die Zeit zwischen zwei Wasserwechseln. Und was ist passiert? Nichts. Wasserpest, Quellmoos und Vallisnerie wachsen und auch bei den Schnecken habe ich keine großen Verluste bemerkt. Im Juni ist ein längerer Urlaub geplant, mal sehen wie es meinen Tieren und Pflanzen nach etwas über einer Woche geht. Aber ich gehe davon aus, dass sich nicht viel verändert.
Aufgrund dieser Abwesenheit habe ich einige Dinge nachzuholen, über die ich hier berichten werde, und das Thema Algen wird (mal wieder) verschoben.
Neuer Algenwuchs hat sich zwar breitgemacht, aber noch ist das kein größeres Problem. Ich bin gespannt, wie sich das Algenwachstum entwickeln wird, vor allem, wenn die Temperaturen steigen. Derzeit halten sich die Temperaturen des Schneckenbeckens zwischen 19 und 22 Grad. Ich erwarte einen Anstieg, hoffe aber, dass dieser sich im Rahmen hält.
Aber noch ist es zu früh, irgendwelche Spekulationen anzustellen. Die Zeit (und der Sommer) werden zeigen, wie sich die warmen Temperaturen und der Sonnenschein auf mein Schneckenbecken auswirken werden.

Auch durfte ich mit Freuden entdecken, dass ich nicht nur PHS-Mutanten in meinem Aquarium habe.

Posthornschnecke

Posthornschnecke

Und auch andere Bewohner haben es sich in meinem Schneckenbecken bequem gemacht:

Sind das Muschelkrebse?
Ähnlich wie meine Scheibenwürmer kommen und gehen sie, mal habe ich mehr, mal weniger. Und wie wirkt sich ihr Vorhandensein auf meine Schnecken aus. Ich habe gelesen, dass sie keine Gefahr darstellen, an anderen Orten ging die Schneckenpopulation zurück. Ich habe auch den Verdacht, dass meine Schnecken weniger werden, bzw. sich nicht so vermehren, wie sie es sollten. Nachdem ich erst vor kurzem den Muschelkrebs-Verdacht habe, sind meine Bekämpfungsrecherchen noch nicht sehr weit fortgeschritten. In anderen Becken mögen Fische hilfreich sein (oder auch nicht, da die kleinen Krebse eine harte Schale haben, die manche Fische nicht mögen. Und weniger Füttern ist auch keine Option.

Neben den Muschelkrebsen hat noch eine weitere Krebsgruppe Zugang zu meinem Schneckenbecken gefunden: Wasserflöhe. Diese habe ich allerdings eigenhändig eingeführt, auch wenn dem ein kleines Massaker vorausging.
Bevor ich die Wasserflöhe in meinen Cube setzen wollte, habe ich die Daphnien in mein leerstehendes Triopsaufzuchtsgefäß getan und das Wasser aus dem Transportbeutel nach und nach mit Aquarienwasser aufgefüllt. Als das Becken voll war hab ich festgestellt, dass ich keine Möglichkeit hatte die Wasserflöhe in mein Schneckenbecken zu überführen. Am nächsten Tag habe ich mir eine Pipette besorgt, um die Flöhe vorsichtig einzusaugen. Den Kescher wollte ich nicht benutzen, da ich unliebsame Bewohner und Leichen nicht mit umsetzen wollte.
Naja, im Endeffekt haben die meisten der Wasserflöhe die Nacht nicht überlebt. Die wenigen Überlebenden vermehren sich aber auch und so habe ich auch eine kleine Kolonie Daphnien in meinem Schneckenbecken. Die Muschelkrebse habe ich mir mit den Wasserflöhen nicht geholt, das Phänomen der Muschelkrebse habe ich schon vorher beobachtet (ohne irgendeine Vermutung zu haben).

Das Thema Wasserflöhe und Muschelkrebse ist noch nicht beendet, und auch die Algen habe ich noch nicht vergessen. Das Abenteuer Aquarium geht weiter.

Nebenbei bemerkt: Auch die Scheibenwürmer haben sich vermehrt…

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