Tiergarten Nürnberg

Seit meinem letzten Besuch hat sich einiges getan. Inzwischen hat u. a. auch das Bionicum im ersten Stockwerk des Naturkundehauses geöffnet.

Die Bionik (auch Biomimikry, Biomimetik oder Biomimese) beschäftigt sich mit dem Übertragen von Phänomenen der Natur auf die Technik. Das älteste bekannte Beispiel dafür ist Leonardo da Vincis Idee, den Vogelflug auf Flugmaschinen zu übertragen. Das gängigste Beispiel aus dem modernen Alltag ist der von Kletten inspirierte Klettverschluss. Der Bionik liegt die Annahme zugrunde, dass die belebte Natur durch evolutionäre Prozesse optimierte Strukturen und Prozesse entwickelt, von denen der Mensch lernen kann.
Als interdisziplinäres Forschungsfeld zieht die Bionik Naturwissenschaftler und Ingenieure, Architekten, Philosophen und Designer an. Der Bionik geht es um systematisches Erkennen von Lösungen der belebten Natur; sie grenzt sich damit von der zweckfreien Naturinspiration ab. Ihr Ziel ist stets ein von der Natur getrenntes technisches Objekt oder Verfahren. Damit unterscheidet sich die Bionik von Wissenschaften, die biologische Prozesse nutzen und erweitern, wie die Bioinformatik, Biophysik und Biochemie.

Im Bionicum selbst kann man anhand verschiedener Ausstellungsstücke selbst die Faszination der Bionik kennenlernen. Nicht nur Kinder kommen dort auf ihre Kosten und die Robotervorführungen sind sehr unterhaltsam.

Aber auch abgesehen von dieser großen Neuerung haben sich auch andere Dinge verändert. Das Wüstenhaus ist immer noch geschlossen, aber die Fischkatzenanlage ist fertig und auch schon bewohnt.

Baustelle Bartgeiervoliere (Tiergarten Nürnberg)

Baustelle Bartgeiervoliere (Tiergarten Nürnberg)

Neben diversen Jungtieren gab es auch einige andere Veränderungen im Tierbestand: Bisher nicht aufgefallen, aber doch ein sehr ungewöhnliches Tier bereichert das kleine Aquarium im Affenhaus: Der Warzenanglerfisch. Die Präriehunde wurden nach der Winterruhe nicht mehr gesehen und gelten als verstorben. Ihre Anlage wird nun von Deutschen Riesenkaninchen bewohnt.
Die Volieren der Schnee-Eulen sind nicht besetzt und auch die beiden Greifvogelvolieren am Panoramaweg werden altersbedingt renoviert. Das ehemalige Gehege der Syrischen Braunbärin wird zu einer begehbaren Voliere für Bartgeier und anderen Alpenbewohnern.
Sowohl diese Voliere als auch das Wüstenhaus sind Projekte, die sehr interessant klingen und hoffentlich bald ihrer Fertigstellung entgegenblicken (auch wenn das „Alpenpanorma“ noch in den Anfängen steckt).

Dieser Beitrag wurde unter Nürnberg, Zoo abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen