Zoopresseschau

Aufgrund meiner Reise in den Harz fielen die Auszüge aus der Zoopresseschau aus. Das bedeutet aber auch, dass sie diese Woche etwas ausführlicher sind, da ich diejenige von letzter Woche natürlich nachhole, solange sie noch aktuell sind (Hinweise auf diverse Osterveranstaltungen entfallen also). Allerdings sind diverse Aprilscherze trotzdem enthalten, manche Mitteilung sollte also mit Vorsicht betrachtet werden.

Der neue TIERGARTEN ist erschienen. Themen in der aktuellen Ausgabe sind u. a. Vorstellungen der Zoos in Dortmund und Wroclaw, ein Überblick über kleine Antilopen (Böckchen) und die Bärenhaltung in Frankfurt.

Zoopark Erfurt, 10.04.2015
Nachwuchs im Thüringer Zoopark Erfurt: Tierkinder auf dem Bauernhof.
Auf Axmanns Hof im Thüringer Zoopark Erfurt tummeln sich gerade viele neue Bewohner: Bei den Schäfchen, Bulgaren-Ziegen, Meerschweinchen und Kaninchen erblickten Tierkinder das Licht der Welt. Bei den Hinterwälder Rindern wird noch auf Nachwuchs gewartet und auch die Gänse brüten.Es gibt aber nicht nur Tiere auf Axmanns Hof zu sehen. Das Infomobil lädt Besucher mit Informationstafeln und Ausstellungsstücken zum Entdecken ein. Wer Unterhaltsames und Wissenswertes über Katze, Ziege, Pferd, Esel, Schaf und Meerschweinchen erfahren möchte, ist hier genau richtig. Den ganzen April über stehen „Die Haustiere – Im Fokus“.

Zoo Hannover, 10.04.2015
Turbulentes Trio – Erster Erdmännchen-Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover seit fünf Jahren
Die Sonne bringt das gut gehütete Geheimnis der Erdmännchen im Erlebnis-Zoo Hannover sprichwörtlich an den Tag: Kaum scheint sie für mehr als eine Stunde, streckt der bislang im warmen Bau vor allen Augen abgeschirmte Nachwuchs die Nase nach draußen. Wochenlang hatte sich der Clan mit seinem wertwollen Schatz hinter den Kulissen geradezu verschanzt. Nichts und Niemand durfte einen Blick auf den Nachwuchs werfen. Aber jetzt gibt es kein Halten mehr: Die drei Mini-Männchen Gustav, Rocky und Pauline stürmen immer öfter ins Frühlings-Freie und erobern ihr Gehege am Ufer des Sambesi. Sie klettern waghalsig an Ästen hoch (und fallen dabei gerne mal in den Sand), versuchen ihrer Art gemäß zu graben und zu scharren (klappt noch nicht sehr elegant), üben sich im Männchen machen (wobei sie noch leichte Balance-Probleme haben). Eines klappt schon wunderbar: Wenn sie ein lautes Geräusch hören, verschwinden sie flugs im sicheren Bau. Sind alle Abenteuer erlebt und alle Löchlein gegraben, kuschelt sich das Trio an seine Mutter, um sicher und bewacht zu schlafen. Fünf Jahre ist es her, dass es im Erlebnis-Zoo zuletzt Nachwuchs bei den Erdmännchen gab. Die Familienmitglieder damals waren alle miteinander verwandt, die Zuneigung eher geschwisterlicher Art. Also wurde die Gruppe neu gemischt: Im Frühjahr 2014 zog das zweijährige Weibchen „Mausi“ ein – und alle Männchen wollten ihr gefallen. In freier Wildbahn sind die Erdmännchen-Weibchen die dominanten Tiere einer Gruppe. Die ranghöchsten Weibchen entscheiden, mit wem sie sich paaren. Naturgemäß suchen sie sich den stärksten Partner aus, und nur dieses Alpha-Paar bekommt Nachwuchs. Also gaben die Männchen im Erlebnis-Zoo mächtig an, keckerten, rauften, balgten um Futter. Mausi beobachtete still. Wen sie nicht mochte, schob sie einfach mit der Pfote beiseite. Schließlich stand der Favorit fest: Das Männchen mit dem buchstäblichen Dickschädel wurde auserwählt. Einvernehmlich zogen die beiden sich zurück. Mehrere Rendezvous und eine Tragzeit von 77 Tagen später, brachte Mausi am 10. März 2015 ihren Nachwuchs in der warmen Wurfbox hinter den Kulissen zur Welt. Bei der Geburt wiegen Erdmännchen-Babys gerade mal 25-36 Gramm. Erst nach 14 Tagen öffnen sie die Augen und folgen dann langsam ihrer Familie ins Freie. Wer der Vater ist, lässt sich am Verhalten der Tiere übrigens nur schwer erkennen: Um die Jungenaufzucht kümmern sich immer alle Mitglieder einer Kolonie.

Tiergarten Nürnberg, 10.04.2015
Fischkatzen sind neu im Tiergarten
Der Tiergarten der Stadt Nürnberg hält seit einigen Tagen Fischkatzen (Prionailurus viverrinus). Die aus Südostasien stammende Katzenart lebt in der Nähe von Gewässern und ist keinesfalls wasserscheu. Wie der Name bereits verrät, jagen Fischkatzen ihre Beute zum Teil auch schwimmend und tauchend. Diese kleinen Raubkatzen boten sich daher ideal als Nachfolger der Brillenbären an, deren Gehege für die Haltung der Bären nicht mehr zeitgemäß war, aber für diese Katzen hervorragend geeignet ist. Die erste Fischkatze kam am Freitag, 27. März 2015, aus dem Tierpark Berlin, wo sie am 19. Mai 2011 geboren wurde. Dieser Zoo hat die Haltung jetzt beendet, so dass in Deutschland außer im Tiergarten die Fischkatzen nur noch in München, Duisburg und Leipzig zu sehen sind. Demnächst wird dem Tiergarten über das Europäische Erhaltungszuchtprogramm noch eine Partnerin zugeteilt. Nach der Zeit in der Quarantäne ist die Katze seit Mittwoch im Haus und seit heute auch auf der Außenanlage zu sehen. Das Verbreitungsgebiet der Fischkatze ist weit, aber zersplittert und erstreckt sich über weite Teile Süd- und Südostasiens. Durch die umfangreiche Zerstörung ihres Lebensraumes werden Fischkatzen seit 2008 in der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN als stark gefährdet (endangered) geführt. Der Bestand in der Natur wird auf rund 10.000 erwachsene Tiere geschätzt. Fischkatzen können ein Körpergewicht bis zu 15 Kilogramm und eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 75 Zentimetern erreichen. Damit werden sie etwa doppelt so groß wie eine Hauskatze. Die Umbauarbeiten des ehemaligen Brillenbären-Geheges für die Fischkatzen mit für Besucher einsehbarem Stall wurden durch den Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V. mit gut 50.000.- € finanziert.

Tierpark Görlitz, 10.04.2015
Mit Schwung in die Kaninchenwelt!
Seit Ostermontag gibt es gleich zwei neue Attraktionen im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec: In der Kaninchenwelt haben die Langohren jede Menge Platz zum Hoppeln und Buddeln und als Besucher kann man ihnen hautnah begegnen. Und wer es etwas rasanter mag, kann mit der Spiral-Röhrenrutsche von der Entdeckerscheune in die Kaninchenwelt rutschen. Der Einbau der Röhrenrutsche wurde dank der finanziellen Unterstützung durch die Stiftung der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien möglich. Regina Risy, Geschäftsführerin der Stiftung und der Vorsitzende des Stiftungsrates, Landrat Bernd Lange, überreichten einen Scheck mit 5000.- Euro an Tierpark-Direktor Dr. Sven Hammer und den Vorsitzenden des Trägervereins des Tierparks, Ulf Großmann.

Wildpark Lüneburger Heide, 10.04.2015
Wildpark Lüneburger Heide zeigt die größten Adler der Welt
Junges Riesenseeadler-Pärchen ist in seine neue Voliere eingezogen
Der Wildpark Lüneburger Heide in Hanstedt-Nindorf ist um eine neue Tierart und eine im wahrsten Wortsinn große Attraktion reicher: Ein Riesenseeadler-Pärchen hat jetzt seine neue Voliere nahe der Falknerei bezogen und beäugt aufmerksam die staunenden Wildpark-Besucher. Falkner Lothar Askani hat die beiden Greifvögel als Jungtiere von einem Bekannten aus der Schweiz bekommen – und das nur mit erheblichem Verwaltungsaufwand. „Bis wir alle Papiere und Genehmigungen zusammen hatten, ist gut ein halbes Jahr vergangen“, berichtet Askani. Der Aufwand hat sich aber auf alle Fälle gelohnt. Die etwa ein Jahr alten Vögel haben in der Tat eine stattliche und beeindruckende Statur – es sind die größten Adler der Welt. „Noch tragen sie ihr braun-weißes Jugendkleid“, erklärt Askani, „wenn sie ihr Alterskleid tragen, werden das wunderschöne Tiere. Dann haben die Adler ein schwarzes Gefieder mit weißer Zeichnung.“ Bis die Riesenseeadler diese Verwandlung vollendet haben und geschlechtsreif sind, dauert es noch 4 bis 5 Jahre. Ein ausgewachsenes Weibchen kann bis zu 10 Kilogramm wiegen und eine Respekt einflößende Spannweite von 2,70 Metern entwickeln. Riesenseeadler leben in freier Natur hauptsächlich in Sibirien und Kamtschatka. Nach letzten Schätzungen gibt es weltweit weniger als 5000 Exemplare dieser Art. Der Riesenseeadler zählt somit zu den gefährdeten Tierarten.

Verband der Zoologischen Gärten e.V, 09.04.2015
2014 – ein Rekordjahr für die Zoos
Im Gegensatz zu 2013, als das Wetter den Zoos einen Strich durch die Rechnung machte, war 2014 ein sehr gutes Zoojahr. Gegenüber dem Vorjahr konnten die Mitgliedzoos des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ) e.V. eine Zunahme der Besuche um gut 11 % verzeichnen. Sogar das bisherige Rekordjahr 2011 wurde leicht übertroffen. Der Verband der Zoologischen Gärten vereinigt 65 wissenschaftlich geleitete Zoos in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Estland und auf Teneriffa. Diese meldeten für das Jahr 2014 zusammen 42’825’694 Besuche. Gegenüber dem Vorjahr, als 38’490’247 Besuche verzeichnet wurden, entspricht dies einer Zunahme um 11.35%. Zwar wurden in einzelnen Jahren zuvor noch etwas höhere Zahlen gemeldet. Das hängt einerseits damit zusammen, dass die Delfinarien von Nürnberg und Duisburg mittlerweile voll in die Zoos integriert sind und ihre Besucherzahlen – zusammen etwa eine Million – nicht mehr gesondert ausgewiesen werden, andererseits aber auch damit, dass die meisten Zoos bei den Besuchen durch Jahreskarteninhaber auf Hochrechnungen angewiesen waren, die zumeist höher ausfielen, als der tatsächliche Besuch. Mittlerweile hat ein zunehmender Anteil der Zoos die Möglichkeit, die effektiven Besuchsfrequenzen mittels elektronischer Eingangskontrolle oder Drehkreuzen zu ermitteln. 52 der 53 deutschen Mitgliedzoos (der Aquazoo Düsseldorf ist wegen Umbaus derzeit geschlossen) verzeichneten, einschließlich der ihnen angeschlossenen gesondert gebührenpflichtigen Betriebsteile (Zoo-Aquarium Berlin, Wildgatter Chemnitz, Aquarium Erfurt und Tropen-Aquarium Hamburg), rund 33.4 Millionen Eintritte. Zum Vergleich: die erste Fußball-Bundesliga brachte es in der Saison 2013/14 auf knapp 13 Millionen Zuschauer. Die fünf Mitglieder in Österreich empfingen 3.7 Millionen Besucher, und die fünf in der Schweiz über 4.3 Millionen, wovon allerdings 800’000 auf den frei zugänglichen Teil des Tierparks Bern entfielen. Die beiden Mitgliedzoos außerhalb des deutschen Sprachraums, der Zoo in Tallinn und der Loro Parque auf Teneriffa, teilten sich in den Rest von 1.4 Millionen. Von 1999 bis 2003 hatten die Besucherzahlen der Mitgliedzoos in Deutschland zwischen 26 und 27 Millionen gelegen. 2004 stieg die Zahl auf über 28 Millionen, wozu die Wiedereröffnung des umgebauten Zoos am Meer in Bremerhaven wesentlich beitrug. Danach stiegen die Gesamtzahlen kontinuierlich, namentlich als Folge der Gesamterneuerung der Zoos in Gelsenkirchen, Hannover und Leipzig, die massive Zuwächse verzeichnen konnten, der Eröffnung des Tropenaquariums Hagenbeck im Jahr 2007, des Darwineums in Rostock im Jahr 2012 und der wachsenden Popularität der grenznahen Zoos von Aachen und Nordhorn im Nachbarland Holland. Auch die meisten Zoos in Mecklenburg-Vorpommern konnten von der wachsenden Beliebtheit des Bundeslandes als Feriendestination profitieren und bei anderen, wie z.B. Dresden, Heidelberg, Neuwied und Osnabrück zahlten sich Investitionen in neue Anlagen aus Entgegen den Prophezeiungen von Tierrechtlern und selbsternannten Zooexperten, die periodisch behaupten, die Ära der Zoos sei abgelaufen, wenn mal wetterbedingt ein paar Besucher weniger kommen, beweist der langfristige Trend, dass die Beliebtheit der Zoos bei der Bevölkerung ungebrochen ist, die Zoos nach wie vor zu den wichtigsten Kultur- und Freizeiteinrichtungen im deutschsprachigen Raum zählen und sie ihre Aufgaben, etwa im Bereich der Umweltbildung, stärker wahrnehmen können, als je zuvor.

Zoo Osnabrück, 10.04.2015
3. Zoo-Lauf am 6. Juni 2015 im Zoo Osnabrück – Laufen zugunsten von Kinderprojekten
Neben Affen, Löwen & Co. laufen – das ist wieder möglich am 6. Juni 2015 im Zoo Osnabrück. Mit dem Startgeld unterstützen die Läufer Kinderprojekte des Vereins„Sportler 4 a childrens world“ und das Sprachförderprojekt „Deutsch lernen im Zoo“.

Zooschule Heidelberg, 09.04.2015
Zooschule als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet!
Die Zooschule Heidelberg wurde am 9. April als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt. Die Auszeichnung wurde von Bürgermeister Wolfgang Erichson im Namen der Geschäftsstelle der UN-Dekade übergeben. Diese Ehrung erhalten ausschließlich Projekte, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen.Die Zooschule Heidelberg (unter Trägerschaft von Initiative Zooerlebnis e.V.) bringt mit ihrer Bildungsarbeit den Zoobesuchern die biologische Vielfalt nahe und sensibilisiert sie für deren Schutz. Sogar die jüngsten Teilnehmer (z.B. Kindergartenkinder) erleben hautnah in die Fülle der Tierwelt und erfahren spielerisch, warum es wichtig ist, die Natur zu schützen. Die breitgefächerten Bildungsmaßnahmen der Zooschule richten sich dabei nicht nur an Kinder, sondern auch an Jugendliche und Erwachsene. Mit dieser vorbildlichen Tätigkeit setzt die Zooschule ein bedeutendes Zeichen für das Engagement für die biologische Vielfalt in Deutschland. Dieser Einsatz hat die Juroren und Jurorinnen des UN-Dekade-Wettbewerbs sehr beeindruckt. Daher entschieden sie sich, die Zooschule mit dem Qualitätssiegel „UN-Dekade-Projekt“ zu ehren. Neben einer Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhält die Zooschule Heidelberg einen „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die bunte Vielfalt und einzigartige Schönheit der Natur steht, zu deren Erhaltung die Zooschule einen wertvollen Beitrag leistet. Die Auszeichnung als offzielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt wurde der Zooschule am 9. April von Bürgermeister Wolfgang Erichson überreicht.
„Eine unserer Aufgabe als Bildungseinrichtung im Zoo besteht darin, auf die Vielfalt der Natur aufmerksam zu machen, die Besucher über die Gründe ihrer Bedrohungen zu informieren und ihnen Optionen für ein bewussteres Handeln zu geben“ sagt Daniela Vogt, pädgogische Leiterin der Zooschule Heidelberg. Vogt hofft, dass die Auszeichnung für Aufmerksamkeit sorgt und sich möglichst viele Menschen von den Aktivitäten der Zooschule begeistern lassen – und vielleicht sogar selbst im Schutz der biologischen Vielfalt aktiv werden.Die Vereinten Nationen haben das Jahrzehnt von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen. Die Dekade soll die Umsetzung des UN-Übereinkommens von 1992 unterstützen. Ziel ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu soll auch das gesellschaftliche Bewusstsein gefördert werden. Genau hier setzt die deutsche UN-Dekade an: Sie möchte mehr Menschen für die Erhaltung der biologischen Vielfalt, unserer natürlichen Lebensgrundlage, gewinnen. Ein Schwerpunkt ist daher die Auszeichnung von vorbildlichen Projekten. Die Mitwirkenden setzen sich für die biologische Vielfalt ein, indem sie sie schützen, nachhaltig nutzen oder ihren Wert vermitteln.

Vogelpark Walsrode, 09.04.2015
Neue Paradiesvogel-Anlage
Zur neuen Saison gibt es im Weltvogelpark eine spektakuläre Neuigkeit: Eine neue Anlage mit exotischen Paradiesvögeln wird zukünftig im Park für Aufsehen sorgen. Die Art und Weise, wie die außergewöhnlichen Tiere hier gezeigt werden, ist in ganz Europa einzigartig. Der Naturforscher Alfred Russel Wallace bezeichnete sie einmal als „die schönsten und außergewöhnlichsten gefiederten Bewohner der Erde“. Ab dieser Saison können Besucher die faszinierenden Tiere, die in freier Natur lediglich auf Neuguinea sowie den angrenzenden Regionen zu finden sind, im Weltvogelpark Walsrode in einer neuen Anlage aus nächster Nähe bewundern. 42 Arten der außergewöhnlichen Vögel, sind den Wissenschaftlern bislang bekannt – einer hübscher als der andere. Vor allem die Männchen wissen mit ihrem farbenprächtigen Gefieder und den ungewöhnlichen Balzritualen zu beeindrucken: Um potenzielle Partnerinnen von sich zu überzeugen, spreizen sie ihr Federkleid ab, tanzen und singen – ein fulminantes Schauspiel, das es so bei keiner anderen Vogelart zu sehen gibt. Im Umgang mit den eleganten Vögeln sind wir bereits geübt. Seit über 10 Jahren wird bereits erfolgreich mit dem Königsparadiesvogel gezüchtet. 2008 übergab der New Yorker Bronx Zoo einen männlichen Fadenhopf namens „Van Dyke“ an den Park. Im Jahr 2012 gelang im Weltvogelpark deutschlandweit die Erstzucht dieser besonderen Art und gleich sieben Jungtiere sind im ersten Zuchtjahr erfolgreich groß geworden! Ein großer Erfolg für den Park, der viel Mühe in Nachzucht und Arterhaltungsprogramme investiert. Von den farbenprächtigen Bewohnern erhoffen wir uns weiterführende Erkenntnisse zum Verhalten und Zucht der Paradiesvögel und natürlich zahlreichen Nachwuchs.

Vogelpark Herborn, 09.04.2015
Aufruf zur Rückgabe im Vogelpark gestohlener externer PC-Festplatten – Daten dringend zur Behandlung kranker Tiere benötigt!
In der Nacht vom 31. März auf den 1. April drangen Diebe in die Verwaltung des Vogel- und NaturschutzTierpark Herborn in Uckersdorf ein. Tiere kamen zum Glück nicht zu Schaden, aber neben zahlreichen Dingen aus dem Kiosk und der Verwaltung (insgesamt beläuft sich der Schaden auf weit über 5000,-€) entwendeten sie auch drei externe Festplatten der PC-Anlage. Da diese wichtige tiermedizinische Daten enthalten, die zur Behandlung chronisch kranker Tiere dringend benötigt werden, wäre das Vogelparkteam sehr dankbar, wenn sich die Verursacher dazu durchringen könnten, zumindest die Festplatten zurückzugeben oder zuzusenden.

Zoo Vivarium Darmstadt, 09.04.2015
Frühlingsfest des Zoo Vivarium am 19. April
Pünktlich zum Beginn der wärmeren Jahreszeit veranstaltet der zoologische Garten der Wissenschaftsstadt Darmstadt am Sonntag (19.) wieder von 11 Uhr bis 18 Uhr sein Frühlingsfest. Neben Bastelmöglichkeiten wie dem Nistkastenbau, einer Hüpfburg sowie einem Karussell für Kinder können kleine wie große Besucherinnen und Besucher Einblicke in die vielfältige Arbeit der Tierpflegerinnen und Tierpfleger im Rahmen von Ausstellungen im Vogelrevier zu Fütterung und Brutgeschehen sowie in der Zooschule über ein Naturschutzprojekt für Schildkröten in Costa Rica gewinnen. Jeweils zwei kommentierte Schaufütterungen sowohl in der Aquaristik als auch bei den Tapiren stehen als Live Events auf dem Programm. Zusätzliche Unterhaltung bieten Musikaufführungen im Piazza-Bereich am Cafe Eulenpick, ein Bücherflohmarkt sowie die Möglichkeit, Pflanztöpfe unter Anleitung kreativ zu gestalten. Daneben sind wieder verschiedene gemeinnützige Einrichtungen, Beratungsstellen sowie Tierschutzorganisationen vor Ort, die interessierte Besucherinnen und Besuchern an ihren Präsentationsständen über ihre Aufgaben und Angebote informieren. Es gelten die normalen Eintrittspreise.

Tierpark Cottbus, 09.04.2015
Die Kängurus der Region begrüßen Sie
Bei einem Besuch im Tierpark Cottbus werden die Gäste gleich am Eingang von unseren Bennett-Kängurus empfangen, ebenso wie die Urlauber im Ferienhaus- und Campingpark „Ludwig Leichhardt“ Zaue am Schwielochsee. Der Schwielochsee ist ein tolles Ausflugsziel für die ganze Familie. Sie erreichen ihn über den Leichardt-Trail zu Fuß oder per Fahrrad.
Auf einer gemeinsamen Thementafel im Tierpark Cottbus und Ferienhaus- und Campingpark Zaue informieren wir über die Vielfalt der Kängurus und klären die Frage auf, wie die das Jungtier in den Beutel kommt. Übrigens: Der Tierpark Cottbus baut in diesem Jahr die Känguruanlage um, damit sie für die Besucher begehbar wird. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit dem Ferienhaus- und Campingpark Zaue und laden Sie herzlich zur Enthüllung der gemeinsamen Thementafel am → Dienstag, 14. April 2015 um 10:00 Uhr zu uns in den Tierpark ein (Treffpunkt Kasse oder 9:50 Uhr vor der Verwaltung/Wirtschaftshof).

Neunkircher Zoo, 09.04.2015
Lächelnde Dickköpfe – Schwarze Dickkopfschildkröten als gefährdete tierische Neuzugänge im Neunkircher Zoo
Im Neunkircher Zoo gab es eine längere „schildkrötenlose“ Zeit in den Terrarien, nun ergänzt ein Paar der ursprünglich aus Südostasien stammenden Schwarzen Dickkopfschildkröten den Reptilienbestand. Diese mit 20 cm Panzerlänge eher klein bleibende Wasserschildkrötenart bewohnt in ihren natürlichen tropischen Lebensräumen den Seen, Teichen und langsam fließenden im südlichen Myanmar und Vietnam, in Thailand, Malaysia und auf den indonesischen Inseln wie Sumatra, Java und Borneo. Es besteht leider ein hohes Risiko, dass die Schwarze Dickkopfschildkröte in unmittelbarer Zukunft wegen Lebensraumzerstörung, Jagd für die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), aber auch für den Tierhandel, ausstirbt. Aus diesem Grund, um diese Art als wichtige Genreserve vorerst in Menschenobhut zu erhalten und ebenso als Botschafter für ihre wildlebenden Verwandten, kam das Paar als Geschenk im Rahmen des europaweit koordinierten Europäischen Zuchtbuches (ESB) in den Zoo der Kreisstadt Neunkirchen. Das männliche Tier namens „BAYU“, was im Sanskrit „Wind“ bedeutet, ist 2004 im Zoo Bristol aus dem Ei geschlüpft, das bereits 1975 geschlüpfte Weibchen „CAHAYA“, dieser Name bedeutet im Sanskrit „Licht oder Glanz“, kam als Schenkung und genetisch sehr wertvolles Tier aus einer privaten Schildkrötenhaltung. Der Neunkircher Zoo ist derzeit der einzige Zoo in ganz Deutschland, der diese Schildkrötenart seinen kleinen und großen Besuchern zeigt. Sie wird wegen des fast einem Lächeln anmutenden Gesichtsausdrucks im englischen Sprachgebrauch auch „smiling terrapin“, was soviel wie „lächelnde Wasserschildkröte“ bedeutet. In Südostasien wird sie auch in Teichen buddhistischer Tempelanlagen gehalten und als heiliges Tier verehrt. Im Neunkircher Zoo bilden sie in einem Landschaftsterrarium der Kleinen Tropenhalle im Affenhaus eine harmonische tierische Wohngemeinschaft mit den ebenso interessanten Vietnamesischen Langnasennattern und Zweifarbigen Vampirkrabben. Die Leibspeise von „BAYU“ und „CAHAYA“ sind unter anderem kleine Insekten, aber kleine Fische wie Stinte und auch Mangostücke werden nicht verschmäht. Mehr erfahren Sie unter www.neunkircherzoo.de und auf der Facebook-Fanpage des Neunkircher Zoos.

Zoo Osnabrück, 09.04.2015
Als Regenwaldreporter unterwegs im Zoo Osnabrück
Kinder erstellen Regenwaldzeitung Als rasende Reporter im Zoo unterwegs, Interviews führen, fotografieren und Artikel schreiben – das konnten neun Kinder und Jugendliche vom Haus der Jugend in den Osterferien im Zoo Osnabrück. Ihr Ziel: Eine Regenwaldzeitung erstellen. Das Angebot wird gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Wie entsteht eigentlich eine Zeitung? Wer wohnt im Regenwald? Und warum ist dieser bedroht? Diese und mehr Fragen rund um die Themen Zeitung und Regenwaldschutz konnten neun Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis vierzehn Jahren diese Woche im Zoo Osnabrück stellen. Im Rahmen des Projektes „Affenstarke Regenwaldbotschafter – mit Orang-Utan Buschi den Regenwald retten“, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert wird, erfuhren sie zunächst alles über die Bewohner des Regenwaldes und warum ihr Lebensraum zerstört wird. So als Regenwaldbotschafter ausgebildet, gingen sie die nächste Aufgabe an: erstellen einer Regenwaldzeitung. „Dafür sind wir zunächst zur Neuen Osnabrücker Zeitung gefahren, wo Redakteur Sebastian Stricker erklärte, wie jeden Tag eine Zeitung entsteht. Anschließend führten die Teilnehmer passend zu ihren Themen Interviews mit Tierpflegern und Zoopädagogen“, erklärte Studentin Imke de Kuijper, die gemeinsam mit den Kommilitoninnen Faye Newman und Kirsten Kästel die Projektwoche als Masterarbeit an der Universität Bielefeld konzipiert hatte. Schließlich hieß es „in die Tasten hauen“ und noch das passende Foto machen. Teilnehmer Niko (10 J.) ist begeistert: „Ich finde Tiere so toll. Vom Schreiben in den Ferien war ich zunächst gar nicht so begeistert, aber dann hab ich mir gesagt, ich mach das jetzt und probiere das einfach aus.“ Ein weiteres Bonbon für die Teilnehmer: Bei der Recherche und bei den Interviews mit den Tierpflegern durften sie auch einen Blick hinter die Zookulissen werfen. „Dieses Ferienangebot ist Bestandteil des Regenwaldbotschafter-Projekts, bei dem sich Schulklassen im Zoo zu Regenwaldbotschaftern ausbilden lassen können, um sich dann aktiv für den Regenwaldschutz einzusetzen. Als Zoo mit vielen Tieren aus dem Regenwald, wie unserem Orang-Utan Buschi, liegt uns das Thema natürlich besonders am Herzen“, so Pressesprecherin Lisa Josef. Das Anliegen dieses besonderen Ferienangebots: Zusätzlich zum Regenwaldwissen auch Medienkompetenzen zu vermitteln. „Damit die Kinder mit dem Regenwaldschutz gleich loslegen können, erhalten sie außerdem auch ein Botschafterset mit Leinenbeutel, Butterbrotdose, Blumensamen oder eine Botschafter-Aktionskarte“, so Hanna Rickert, zuständig für die Projektumsetzung. Schulklassen, die Regenwaldbotschafter werden möchten, können sich ab den Osterferien für das Programm in der Zooschule des Osnabrücker Zoos unter der Telefonnummer 0541-95105-0 anmelden. Das normale Angebot besteht aus 90minütigen Zooführungen, es werden aber auch Projekttage/-wochen angeboten. Für Lehrerinnen und Lehrer, die nach dem Zoobesuch auch ein Film- oder Zeitungsprojekt mit ihren Schülern umsetzen möchten, bereiten die Studentinnen noch einen Lehrerleitfaden vor. Alle Informationen gibt es ab Mitte April auf www.affenstarke-regenwaldbotschafter.de Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert das Projekt mit knapp 125.000 Euro.

Münchener Tierpark Hellabrunn, 09.04.2015
Neues in der Hellabrunner Show-Arena
Zusätzlich zum bereits bestehenden Programm in der Show-Arena – der Greifvogel- und der Taubenshow – bietet Hellabrunn nun zwei neue Attraktionen: „Falkner bei der Arbeit“ und „Haustiere stellen sich vor“. Wie sieht der Arbeitsalltag eines Falkners aus? Welches Training absolvieren Greifvögel im Münchner Tierpark? Die neue Vorstellung „Falkner bei der Arbeit“ kombiniert Information mit bester Unterhaltung, spannende Flugvorführungen mit Erklärungen vom Profi. Die fünfjährige Schleiereule Tito sitzt auf dem ledernen Handschuh des Falkners, der erzählt, wie Greifvögel in Hellabrunn aufgezogen werden. Gespannt hören die kleinen und großen Zuschauer in der Show-Arena zu. Noch bevor ein Küken die Augen öffnet, wird es aus dem Nest genommen und während der ersten acht Lebenswochen, der sogenannten Prägephase, von den Falknern überall mit hingenommen. In einem Körbchen war Tito als Küken im Aufenthaltsraum der Tierpfleger und bei jedem Spaziergang dabei. „Der Vogel wächst, und sein Vertrauen zum Menschen wächst“, erklärt der Falkner. „Im Alter von etwa acht Wochen kann das Flugtraining beginnen.“ Zoodirektor Rasem Baban möchte durch die neuen Angebote in der Show-Arena die Tierwelt noch näher an den Besucher heranbringen: „Falkner haben einen extrem spannenden Beruf, von dem man wenig weiß. In Hellabrunn gibt es nun eine tägliche und ganzjährig stattfindende Vorführung in der Show-Arena, in der ein Falkner Spannendes aus seinem Berufsalltag erzählt. Danach stellen wir verschiedene Haustierrassen wie zum Beispiel Ponys oder Ziegen vor. Das gefällt den Kindern besonders gut, weil sie die Tiere natürlich auch streicheln dürfen.“ Täglich wechselnd werden bei der zweiten neuen Präsentation in der Hellabrunner Show-Arena Haustierrassen wie zum Beispiel Ziegen, Ponys, Alpakas und Lamas vorgestellt. Dabei sind auch bedrohte Haustierrassen wie die Girgentanaziegen, die ursprünglich aus Sizilien kommen. Hier in der Show-Arena dürfen die kleinen Ziegen – Poseidon, Penelope und Pumuckl sind erst knapp zwei Monate alt – sogar gestreichelt werden. Direkt nach der 15-minütigen Show „Haustiere stellen sich vor“ nehmen die Tierpfleger interessierte Besucher mit auf den beliebten Tierspaziergang. Hier können Hellabrunn-Gäste auf einer kleinen Runde durch einen Teil des Tierparks diverse Tiere aus dem Kindertierpark begleiten, sie hautnah kennenlernen und den Pflegern Fragen stellen. 10.30 Uhr: Falkner bei der Arbeit, täglich und ganzjährig 11.00 Uhr: Haustiere stellen sich vor, täglich und ganzjährig 11.15 Uhr: Tierspaziergang, täglich und ganzjährig, Treffpunkt Show-Arena

Zoo Magdeburg, 09.04.2015
„Makibo“ heißt das Nashornkalb
„Das riesige Interesse an unserem Nashornkalb hat mich überwältigt. Tausende Tierfreunde haben beim Namensvoting für das am 25. März geborene Nashornkalb abgestimmt“, ist Zoodirektor Dr. Kai Perret erfreut. Gesucht war ein Name mit den beiden Anfangsbuchstaben „Ma“ (für Magdeburg) für den kleinen Nashornbullen. Nachdem hunderte Namensvorschläge im Zoo und beim RTL-Sender eingegangen waren, kamen die fünf Namen „Makibo“, „Malik“, „Madu“, „Marhino“ und „Mafaro“ in das Voting. Letztendlich war der Name „Makibo“ der Favorit und erhielt 46 Prozent aller Stimmen. Der Zoodirektor ist mit dieser Wahl sehr zufrieden, weist der Name doch auf den Stammvater der Magdeburger Spitzmaulnashornzucht hin – sein Name war Kibo. Indes ist das Nashornjunge immer öfter im Schaubereich des Nashornhauses mit seiner Mutter „Malaika“ unterwegs und erobert die Herzen der Zoobesucher. Ab sofort können Tierfreunde auch eine „Mini-Patenschaft“ über das kleine Rhino übernehmen. Die Patenschaftsurkunden gibt es im Zooladen. Noch bis zum 12. April ist der Livestream in den Nashornstall zu „Makibo“ und „Malaika“ geschaltet. Eine Kooperation des Zoos mit der RTL-Fernsehsendung SternTV ermöglichte die Live-Übertragung der Geburt über drei Webcams aus dem Nashornstall.
Live-Übertragung aus dem Nashornhaus unter www.zoo-magdeburg.de

Zoo-Verein Wuppertal e.V., 09.04.2015
Wanderausstellung „60 Jahre Zoo-Verein Wuppertal e.V.“ wird eröffnet
Am kommenden Montag, 13. April, wird um 15 Uhr im Lichthof des Rathauses Barmen die Wanderausstellung „60 Jahre Zoo-Verein Wuppertal e.V.“ von Oberbürger- meister Peter Jung offiziell eröffnet. Die Ausstellung präsentiert die große Bandbreite der Unterstützung, mit der der Zoo-Verein seit 60 Jahren den Zoologischen Garten in Wuppertal fördert und den Zoo durch die Finanzierung neuer Anlagen, im Marketing, beim Natur- und Artenschutz sowie auch durch den persönlichen Einsatz seiner Mitglieder unterstützt. Ein kleines Team ehrenamtlicher Mitglieder des Zoo-Vereins hat die Ausstellung konzipiert und entworfen, bei Layout und Gestaltung wurden sie dabei von der Wuppertaler Agentur oundmdesign unterstützt. Die Wanderausstellung soll eine breite Öffentlichkeit auf das Jubiläum des Zoo-Vereins aufmerksam machen. Sie wird zu folgenden Terminen zu sehen sein: 13.04. – 24.04.2015 im Lichthof des Rathauses Barmen, 27.04. – 09.05.2015 in den City Arkaden Wuppertal 01.06. – 16.06.2015 im Kundenforum der Stadtsparkasse Wuppertal 29.06. – 16.08.2015 im Menschenaffenhaus des Grünen Zoo Wuppertal 25.10.2015 in der Historischen Stadthalle Wuppertal. Wir laden herzlich zur Ausstellungseröffnung am 13. April um 15.00 Uhr im Lichthof des Rathauses Barmen ein. Über eine Berichterstattung würden wir uns freuen.

Tierpark Bochum 08.04.2015
Tapetenwechsel im Frettchen-Haus: Tierpark Bochum renoviert Anlage der Haustiere
„Hier sieht’s ja aus wie bei die Omma aufm Dachboden“ – würde der geneigte Bochumer beim Anblick der neu eingerichteten Frettchen-Anlage, der „Villa Frettchen“ im Tierpark Bochum sagen. Ein altes Spinnrad, eine Milchkanne sowie ein großer Lederkoffer und weitere ausrangierte Möbelstücke sorgen für rustikalen Charme im Haustier-Heim. Die Idee für die Umgestaltung lag nahe, haben sich die marderartigen Tiere doch schon bei vielen Menschen einmal durch nächtliches Tapsen auf dem Dachboden bemerkbar gemacht. Der Gedanke hinter der neuen Einrichtung ist jedoch nicht nur, eine urige Atmosphäre zu schaffen, erklärt Tierpfleger Lukas Gers: „Koffer, Gießkanne, Gummistiefel und Co. bieten den Frettchen viele Kletter- und Versteckmöglichkeiten. Frettchen schlafen bis zu 18 Stunden pro Tag, ausreichend Ruheplätze sind daher sehr wichtig.“ Neben ihrem Innenquartier, können sich die kleinen Raubtiere auch in ihrer großzügigen Außenanlage austoben! Bereits seit 2002 sind Frettchen im Tierpark Bochum in der gleichnamigen „Villa“ beheimatet. Zurzeit leben fünf Tiere in der Raubtier-WG, von denen drei Nachzuchten der ersten Tierpark-Frettchen sind. Zeit weitere – „Tito“ und „Flummi“ – stammen aus Privathaltung. Auch für die Zoopädagogik sind die Haustiere sehr interessant, gelten sie doch als Beispiele für Kulturfolger, die sich überwiegend in Menschennähe aufhalten. Frettchen sind mit anderen marderartigen Tieren wie dem Europäischen Iltis verwandt. Schon im Altertum wurden sie gerne als Haustiere gehalten, da sie als hervorragende Jäger von Ungeziefer gelten. Die kleinen Fleischfresser können zwischen sechs bis acht Jahre alt werden.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 08.04.2015
Wilhelma-Gorillas – Jungtiere Tano und Okanda in München gut angekommen
Für Tano und Okanda hat ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Die beiden jungen Gorillas sind gestern aus der Stuttgarter Wilhelma nach München abgereist und haben schon die erste Nacht in ihrem neuen Zuhause gut verbracht. Im Tierpark Hellabrunn beziehen sie bald mit der dortigen Gorillafamilie die komplett umgebaute Anlage für Menschenaffen, die Ende März eröffnet worden ist. Zunächst sollen sich die beiden Dreijährigen aber etwa eine Woche lang hinter den Kulissen an die neue Umgebung und die neuen Pfleger in München gewöhnen. Erst dann kommen sie in die für die Besucher einsehbaren Anlagen. Auf der Reise von Schwaben nach Bayern hat die Jungtiere eine ihnen vertraute Tierpflegerin der Wilhelma begleitet, die sie auch in den ersten Tagen in München noch weiter mit betreut. Tano und Okanda gehören zu den Zöglingen der europäischen Aufzuchtstation für verwaiste Gorillakinder in Stuttgart. Über die Jahrzehnte hat die Wilhelma mit ihrer großen Erfahrung in der Handaufzucht inzwischen mehr als 60 jungen Gorillas, die von ihren Müttern nicht aufgezogen werden konnten, das Überleben gesichert. Tano war im November 2011 aus dem Zoo Prag nach Stuttgart gekommen, Okanda im Januar 2012 aus dem Zoo Twycross (England). Hier wurden sie umsorgt und aufgepäppelt und Schritt für Schritt an das Leben in einer Familie gewöhnt. In dem neuen Menschenaffenhaus der Wilhelma konnten sie ihre großen Artgenossen von Anfang an bereits durch Scheiben und Gitter sehen, hören, riechen und mit ihnen interagieren, sich vieles von ihnen abgucken. In den vergangenen Monaten haben die Pfleger die beiden stundenweise mit allen Mitgliedern der Gorilla-Familiengruppe zusammengeführt – außer mit Haremschef Kibo. Im Zoo besteht genau wie in der Wildnis die Gefahr, dass ein Silberrücken Jungtiere, die nicht seine eigenen sind, tötet. Daher wachsen Handaufzuchten in den ersten Jahren außerhalb der Gorilla-Familie unter ihresgleichen auf. In München werden Tano und Okanda jetzt auf Beschluss der europäischen Artkommission in eine Gruppe ohne Silberrücken aufgenommen. Sie leben dort mit den Gorilladamen Bagira (29), Sonja (25) und Neema (23) sowie der kleinen Nafi (2) als Spielkameradin zusammen. Damit ist aber der Gorilla-Kindergarten der Wilhelma nicht leer. Hier stehen nun für Tebogo und Vana dieselben Schritte der Sozialisation mit Artgenossen an. Die beiden Jungtiere aus Wuppertal werden nun zeitweise mit Erwachsenen und Kindern aus der Familiengruppe zusammengeführt, um das Leben in der Gruppe kennen zu lernen. Sie kommen quasi aus dem Kindergarten in die Schule.

Zoo Leipzig 08.04.2015
Kiwara-Kopje nimmt weiter Gestalt an – Letzte Arbeiten bis zur Eröffnung Ende April
Der Countdown läuft: Am 29. April öffnen sich die Tore der neuen Kiwara-Kopje. Auf einer Fläche von über 6.000 qm werden dann Spitzmaulnashörner, Geparden, Husarenaffen und Klippschliefer für die Zoobesucher zu sehen sein. Die Anlage ist als Fels- und Steppenlandschaft landschaftlich gestaltet und bietet den Arten ein abwechslungsreiches Zuhause mit vielen Begegnungen untereinander. So können Zebras und Antilopen der Kiwara-Savanne zukünftig auch die Außenanlagen der Kopje mit nutzen. „Wir schaffen mit der Kiwara-Kopje ein weiteres Stück Afrika und komplettieren damit unsere Savannenlandschaft. Für die Besucher wird es ein einmaliges Erlebnis mit besonderen Tierbeobachtungen werden“, schwärmt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold schon heute. Bis zur Eröffnung der Neuanlage werden in den verbleibenden drei Wochen Restarbeiten an den Innenstallungen und Außengehegen stattfinden. Der Felsenbauer wird letzte Handgriffe tätigen, ebenso kommt die Landschaftsgestaltung zum Abschluss. Des Weiteren müssen noch die Innengehege für die neuen Bewohner feingereinigt und die Schieberanlagen gangbar gemacht werden. Die ersten Tiere, die die Stallungen beziehen, sind zwei Gepardenweibchen aus dem Zoo in Port Lympne, danach folgen die Husarenaffen und Klippschliefer. Mitte April, wenn alle Baumaßnahmen am Wirtschaftsgebäude abgeschlossen sind, treten die beiden weiblichen Spitzmaulnashörner den Umzug per Transportkiste von der sich gegenüber befindlichen alten Anlage an. Nach einer Eingewöhnungszeit im rückwärtigen Bereich dürfen die Tiere dann schrittweise die Freianlagen kennenlernen.

Allwetterzoo Münster 08.04.2015
Brillenpinguine aus dem Allwetterzoo ergänzen die Retro-Plaktserie „Münster-Ansichten“ von Künstler Lars Wentrup
Dass die Stadt Münster, die lebenswerteste ist, wissen wir alle schon lange! In den Buchhandlungen und Souvenirläden in und um Münster gibt es zahlreiche Postkarten, Poster usw. mit Münster-Motiven, die die Schönheit, Besonderheiten und Vielseitigkeit unserer Stadt herausstellen. Auch der Münsteraner Künstler Lars Wentrup ist für seine „Münster-Ansichten“ weit über die Stadtgrenzen bekannt. Zu seinen Motiven gehören zum Beispiel Prinzipalmarkt, Rathaus, Buddenturm, Promenade, Fahrräder oder Aasee. Über die Jahre hat Wentrup auf zahlreichen Plakaten seine Stadtansichten illustriert. Nun hat er seine Reihe um Motiv Nummer 29 ergänzt: Die Brillenpinguine im Allwetterzoo Münster! „Für meine Münster-Ansichten suche ich mir Motive meiner Stadt Münster aus, die mir besonders gut gefallen“, betont der Münsteraner. Es handele sich somit nicht um Auftragsarbeiten, sondern um seine Wunschmotive. „Schon lange habe ich mit dem Gedanken gespielt eine Szene aus dem Allwetterzoo darzustellen. Die Brillenpinguine und ihre Anlage haben mich besonders gereizt, da ich mit der Illustration eine Perspektive festhalten kann, die fotografisch nur schwer darstellbar ist, da sie die Vögel unter und über Wasser zeigt und auch noch der Himmel am oberen Rand zu sehen ist“, erklärt Wentrup. „Gefreut habe ich mich, dass ich den Namen „Allwetterzoo Münster“ auf dem Plakat verwenden durfte…“ Zoodirektor Jörg Adler ist ebenso erfreut wie stolz über Motiv Nummer 29: „Der Illustrationsstil gefällt uns sehr gut und lädt ganz im Sinne der Reiseplakate zu einem Besuch Münsters und jetzt auch in den Allwetterzoo ein. Wir fühlen uns geschmeichelt, dass der Künstler den Allwetterzoo für seine Münster-Ansichten ausgesucht hat…“

Zoo vivarium Darmstadt 08.04.2015
„Besuch bei den Affen“: Tierpfleger-Führung im Zoo Vivarium – „Besuch bei den Affen“ lautet das Thema einer Führung im Rahmen der „Darmstädter
Exkursionen“ am Samstag (18.4.), bei der die Tierpfleger des Affenreviers des Zoo Vivarium über die Primaten in Darmstadts Tiergarten berichten. Nicht nur Aktuelles von den drei Primatenarten, sondern auch die spezielle Pflege und die Ernährung der Tiere kommen zur Sprache.

Tiergarten Hellabrunn München 08.04.2015
Gorillajungs Tano und Okanda gut angekommen
Stuttgart – München: Auf diese Reise haben sich am Dienstag, den 7. April zwei Westliche Flachlandgorillas gemacht. Nach einer dreistündigen Fahrt sind Tano und Okanda gut im Tierpark Hellabrunn angekommen und haben mittlerweile auch die erste Nacht in ihrem neuen Zuhause ohne Zwischenfälle verbracht. Die beiden dreijährigen Gorillajungs werden sich nun etwa eine Woche lang hinter den Kulissen an die Gegebenheiten in München gewöhnen – abseits der Anlagen, die für Hellabrunn-Besucher einsehbar sind. Tano und Okanda kommen aus der Aufzuchtstation für verwaiste Junggorillas in der Stuttgarter Wilhelma. In Hellabrunn lernen sie bald das wahre (Menschenaffen-) Leben kennen: Bagira (29), Sonja (25) und Neema (23), die Gorilladamen in Hellabrunn, werden den beiden Youngstern zeigen, wie es in einer Gorillagruppe zugeht. Zoodirektor Rasem Baban freut sich über die Verstärkung der bisher vierköpfigen Gruppe: „Die zwei Gorillajungs Tano und Okanda werden bald mit der kleinen Nafi und unseren drei Gorilladamen auf den neuen Menschenaffen-Anlagen herumtoben. Wir lassen ihnen aber noch mindestens eine Woche Zeit, sich einzugewöhnen. Bis dahin sind die beiden für Besucher noch nicht zu sehen.“Tano, der im November 2011 im Zoo Prag geboren wurde, war im Alter von einer Woche in die Wilhelma gekommen, weil seine Mutter Bikira ihn nicht annahm. Okanda kam im April 2011 im Zoo Twycross (England) auf die Welt. Obwohl seine Mutter Ozala ihn säugte, wurde er zusehends schwächer, so dass man ihn im Januar 2012 in die Wilhelma brachte. Die beiden Gorillajungs wurden auf ihrer Fahrt von Stuttgart nach München von einer Tierpflegerin der Wilhelma begleitet. Sie verbringt auch die ersten Tage mit Tano und Okanda in München.

Zoo Wuppertal 08.04.2015
Viele Jungtiere im Frühling – erneuter Nachwuchs bei den Watussirindern, Zwergziegen und Maras –
passend zu den aktuellen Temperaturen werden im Frühjahr traditionell viele Jung-tiere geboren. Momentan freuen wir uns sehr über zahlreichen Nachwuchs bei den Huftieren. So wurde am 02.03. ein zweiter Watussibulle geboren. Zusammen mit sei-nem im Januar geboren Bruder spielt „Lutz“ mittlerweile auf der Afrikanischen Haustieranla-ge. Außer den Watussirindern leben dort auch noch Afrikanischen Zwergziegen. Hier gab es dieses Jahr schon fünfmal Nachwuchs. Die kleinen Zicklein, der urtümlich aus dem Kamerun stammenden Ziegenrasse, sind vor allem bei unseren jüngeren Zoobesuchern beliebt. Genauso groß ist die Freude im Waldrevier. Hier gab es Nachwuchs bei den Großen Maras. Insgesamt drei Jungtiere sind auf der Patagonienwiese zu sehen. Der Große Mara ist ein in Argentinien lebendes Nagetier aus der Familie der Meerschweinchen und wird oft, aufgrund seiner Fortbewegungsweise, mit Kängurus verwechselt.

Zoo Halle 08.04.2015
TIGERIN „sahaja“ VERLÄSST Halle – Tigerin „Momoe“ wird im Austausch erwartet
Seit längerem war klar, dass die malaysische Jungtigerin „Sahaja“ den halleschen Bergzoo verlässt, um im britischen „Rare Species Conservation Centre“ eine neue Heimat zu finden. „Sahaja“ (Malaiisch: die Einzige), ist die einzige Überlebende aus einem Wurf von drei Jungtieren, welche in der Nacht vom 21. Juni 2013 im Zoo Halle geboren wurden. In den zeitigen Morgenstunden des heutigen Tages war es dann soweit: unter Aufsicht der Raubtierkuratorin und wissenschaftlichen Mitarbeiterin Dipl. Biologin Jutta Heuer, wurde „Sahaja“ zum Transport verladen. Vorausgegangen war ein mehrwöchiges Training, um die Tigerin an die Transportkiste zu gewöhnen und somit unnötigen Stress für die Großkatze zu vermeiden. Dazu wurde die Transportbox über einen längeren Zeitraum als Futter- und Ruheplatz im Tigergehege aufgestellt, so dass „Sahaja“ diese als Teil ihrer natürlichen Umgebung wahrnimmt bzw. sich an den Aufenthalt darin gewöhnt. Für die Reise hat sich die Kuratorin für einen schnellen Transporter entschieden, um die Reisezeit zum britischen Zoo in der Nähe von Dover so kurz wie möglich zu halten. Bereits heute Abend wird „Sahaja“ in ihrem neuen Zuhause eintreffen. Am Freitagabend wird Frau Heuer im Zoo zurückerwartet, dann in „Begleitung“ der malaysischen Tigerin „Momoe“, welche für eine Fortsetzung der erfolgreichen Zucht einer der seltensten Tigerunterarten sorgen soll. Der hallesche Zoo ist Europas führender Zuchtzoo für diese extrem bedrohte Art, deren weltweiter Bestand auf nur noch 500 Exemplare geschätzt wird, wovon etwa die Hälfte in Zoos lebt. Erfolgreiches Nachzuchtprogramm in Halle – Der hallesche Bergzoo ist seit längerem der führende europäische Zuchtzoo für den vom Aussterben bedrohten Malaysia-Tiger, auch malaysischer Tiger oder Jackson-Tiger (Panthera tigris jacksoni) genannt. Erst 2004 wurde nach langwierigen Forschungen und Genanalysen entdeckt, dass es sich um eine eigenständige Unterart (Subspezies) handelt. Davor wurden diese Tiger als Vertreter des Indochinesischen Tigers angesehen. Der Malaysische Tiger ist laut der Umweltorganisation WWF die neunte beschriebene Unterart der Raubkatze. Mit Tigerkater Sompon, verfügt der Zoo Halle derzeit über einen der wohl weltweit aktivsten „Tigerväter“. Bisher hat Sompon insgesamt 18 Jungtiger gezeugt, von denen 13 Tiere überlebten und heute in ganz Europa verteilt sind. „Sahaja“ entstammt dem letzten Wurf der Tigerin „Cindy“, welche ebenfalls bereits zahlreichen Jungtieren im Bergzoo das Leben schenkte. Mit der 7 Jahre alten Tigerin „Momoe“, welche der Zoo Halle im Austausch gegen „Sahaja“ vom „Rare Species Conservation Centre“ im britischen Kent erhält, erhofft sich die hallesche Raubtierkuratorin Jutta Heuer eine Fortsetzung der erfolgreichen Zucht. Das besondere an „Momoe“ ist, dass sie der derzeit einzige mit den bisherigen halleschen Nachzuchten unverwandte malaysische Tiger in Europa ist und somit wieder „frisches Blut“ in die neue Nachzucht bringt. „Momoe“ ist eine Handaufzucht und wurde in einem Wildlife Conservation Park im malaysischen Borneo geboren, bevor sie mit einem weiteren Tiger nach Kent importiert wurde. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit in Halle, wird „Momoe“ dann hoffentlich mit Tigerkater Sompon für erneuten Nachwuchs sorgen, welcher von vielen europäischen Zoos bereits sehnsüchtig erwartet wird.

Zoo Basel 08.04.2015
Giraffe im Zoo Basel geboren
Am 1. April ist im Zoo Basel eine Giraffe zur Welt gekommen. Als die Tierpfleger am morgen früh mit der Arbeit begannen, war das Junge gerade geboren worden. Mutter Sophie (4) und ihr Sohn Majengo sind wohlauf. Die Mutter ist sehr ruhig und der Kleine trinkt regelmässig. Die kleine Giraffe war bei der Geburt 56 Kilogramm schwer und rund 1,80 Meter gross. Das Gewicht konnte mittels einer im Haus eingebauten Waage bestimmt werden, welche Majengo ganz von alleine betrat. Die Geburt fand im Antilopenhaus im Beisein des Giraffenweibchens Kianga (6) statt. Der junge Majengo hat auch bereits seinen Vater Xamburu (6) kennengelernt, der ihn beschnupperte und beleckte. Eine im Stall installierte Kamera zeigte, dass Sophie in der Geburtsnacht um viertel vor sechs Uhr morgens aufstand, unruhig wurde und immer wieder in Richtung Bauch schaute. Die Geburt erfolgte schliesslich um 7.10 Uhr. Das Giraffenweibchen Kianga näherte sich interessiert, doch es schien, als wollte Mutter Sophie sie nicht allzu nahe kommen lassen. Majengo ist ein sehr aufgewecktes Jungtier und an allem interessiert. Er knabberte bereits an Blättern und an Luzerneheu. Ab Mittwoch 8. April 14 Uhr wird das Junge entweder im Antilopenhaus oder auf der Aussenanlage zu sehen sein. Um Mutter und Kind möglichst viel Ruhe zu gewähren, sollten die Besucherinnen und Besucher im Haus leise sein. Falls die Mutter unruhig wird, muss das Haus geschlossen werden. Das letzte im Zoo Basel aufgewachsene Giraffenjunge ist 2007 zur Welt gekommen. Damals hielt der Zoo Basel noch Massai-Giraffen. Majengo gehört zur Unterart der Kordofan-Giraffe, diese werden seit 2011 im Zoo Basel gehalten. Der Zoo Basel möchte damit einen Beitrag zum Schutz dieser seltenen Unterart leisten. Kordofan-Giraffen sind in der Wildbahn nicht so weit verbreitet (Tschad, Nigeria, Kamerun). In den europäischen Zoos existiert ein Zuchtprogramm.

Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec 07.04.2015
Böckchen-Doppel
Doppelter Nachwuchs bei den Thüringer Waldziegen im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec. Die Wurzeln der heute gefährdeten Ziegenrasse gehen auf den Anfang des 20. Jahrhunderts zurück, als Thüringer Ziegenzüchter eine Schweizer Rasse, die Toggenburger Ziege, in ihre regionale Landziegenrasse einkreuzten. Die Tiere sind echte Multitalente: Sie liefern sowohl Milch als auch Fleisch und sind hervorragende Natur-Landschaftspfleger. Dabei sind sie auch noch sehr widerstandsfähig und kommen auch mit rauem Wetter gut klar. Mit der Zucht von Thüringer Waldziegen leistet der Tierpark einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz.

Zoo Landau in der Pfalz 07.04.2015
Landesgartenzoo“ Lesung mit dem Team der WORTSCHAU im Zoo Landau in der Pfalz, 24. April 2015, 19 Uhr
Am Freitag, den 24. April um 19 Uhr findet in der Zooschule des Zoo Landau in der Pfalz die erste der beiden diesjährigen Lesungen mit dem Team der WORTSCHAU statt, das sich einem in Landau ganz aktuellen Thema widmet: Der glänzende Regenwurmkönig stöhnte über die Maßen weil die Krume zu fett geraten war. An Eindringen war nicht mehr zu denken, eher an Auswringen. Wie konnte der Landesgartenzoo trotzdem so locker in aller Munde geraten? Martin Doll, Peter Reuter und Wolfgang Allinger wissen darüber zu berichten!

Tiergarten Schönbrunn Wien 07.04.2015
IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN ZUM PFERDEFLÜSTERER WERDEN
Pferde haben eine ganz eigene Sprache. Sie verständigen sich weniger mit hörbaren Lauten als mit ihrer Körpersprache. Wie diese Sprache funktioniert und was man daraus für den Umgang mit Menschen lernen kann, erfährt man bei den Pferdeflüster-Workshops im Tiergarten Schönbrunn, die ab Mitte April angeboten werden. „Bei unseren Workshops zeigen ausgebildete Pferdetrainerinnen, wie man mit Pferden nur mittels Körpersprache kommunizieren kann, denn nicht nur wir können die Körpersprache der Pferde interpretieren, sondern auch umgekehrt. Statt Kommandos zu geben oder an Zügeln zu ziehen, zeigt man dem Pferd durch das eigene Verhalten, durch Bewegung und Emotion, was es tun soll“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Die Kurse dauern eineinhalb Stunden und werden für Kinder und Erwachsene angeboten. Los geht’s mit spannenden Erkenntnissen aus der Verhaltensforschung und Theorien zur Kommunikation. Der Kurs besteht aber nicht nur aus Theorie. Speziell ausgebildete Pferde stehen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zum Ausprobieren zur Verfügung. „Die Körpersprache der Pferde ist unserer sehr ähnlich. Pferde sind wie ein Spiegel und zeigen uns, wie wir mit unserer Körpersprache auf andere wirken. Ist man zum Beispiel unsicher und zögerlich, wird auch das Pferd nur vorsichtig und zurückhaltend reagieren“, erklärt Roswitha Zink vom Verein „e.motion-Equotherapie“, der die Workshops im Zoo durchführt.

Zoo Salzburg, 04.04.2015
Sensationelle Neuigkeiten aus dem Zoo Salzburg: Heute Samstag, 4.April 2015, hat ein gesundes Nashorn-Baby das Licht der Welt erblickt!
„Unsere Freude ist riesen groß“ berichtet Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner. „Nach 505 Tagen Tragzeit hat unsere 9 Jahre alte Breitmaulnashorn-Kuh Tamu heute gegen 5 Uhr in der Früh einen gesunden Nashorn-Buben zur Welt gebracht“. Die Nashorn-Kuh Tamu hat zum ersten Mal Nachwuchs bekommen, und das ganz ohne Komplikationen. Tamu und ihrem rund 50 Kilogramm schweren „Hörnchen“ geht es sehr gut. Die beiden werden die nächste Zeit im Nashorn-Haus bleiben, um sich von der Geburt zu erholen und die Mutter-Kind-Bindung zu festigen. Das Nashornhaus ist deshalb vorrübergehend für Zoobesucher geschlossen!

Zoo Osnabrück, 02.04.2015
Bonjour, Conchita und Ichu – Mähnenwölfe aus Frankreich neu im Zoo Osnabrück
Passend zu Ostern kamen zwei neue Bewohner in den Zoo Osnabrück: Zwei Mähnenwölfe leben wieder im Südamerika-Areal. Conchita und Ichu heißen das Mähnenwolfweibchen und -männchen, die vergangenen Donnerstagabend in die ehemalige Waldhundanlage neben den Nasenbären am Südamerikaareal einzogen. „Die beiden kamen im Rahmen des Erhaltungszuchtprogramms aus dem französischen Zoo Amiens nördlich von Paris zu uns“, erklärt Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoo Osnabrück. „Das Weibchen ist bereits etwas älter, sodass sie hier ihren Alterswohnsitz haben wird. Sie hört auch nicht mehr so gut. Deswegen müssen sich die Tierpfleger etwas lauter bemerkbar machen, wenn sie die Anlage säubern wollen. Sonst erschreckt sich Conchita.“ Conchita wurde im November 2002 geboren, das Männchen im November 2009. Die südamerikanischen Savannenbewohner zeichnen sich durch ihre langen Beine aus, mit denen sie einen hervorragenden Überblick in den Graslandschaften haben. Ihren Namen tragen sie nur teils zu Recht: Eine Art Mähne haben sie tatsächlich, allerdings sind sie nur sehr entfernt mit dem Wolf verwandt. Die hundeartigen Raubtiere gelten durch Lebensraumzerstörung, Verkehrsunfälle und Hundeattacken als gering bedroht. Schätzungsweise gibt es noch 13.000 Individuen in der Natur. Conchita und Ichu geht es in ihrem neuen Zuhause sehr gut, wie Tierpfleger Daniel Chirico berichtet: „Sie verhalten sich ruhig und fressen mit viel Appetit – neben Kleinsäugern mögen sie besonders gerne süßes Obst wie Weintraube, Melone oder Papaya. Dabei hat Conchita das Sagen – sie frisst immer als erste.“ Äußerlich sind die beiden neuen Bewohner nicht ganz leicht zu unterscheiden, aber Conchita ist etwas schmaler und dunkler als Ichu. Wer die beiden besuchen will, kann dies an allen Ostertagen von 8 Uhr bis 18:30 Uhr (Kassenschluss 17:30 Uhr). Interessantes und Spannendes aus der Tierwelt berichten an allen Tagen die Zoopädagogen. Bei zahlreichen kommentierten Fütterungen und Erläuterungen stellen sie die Tiere und ihr besonderen Fähigkeiten vor.

Zoo Krefeld, 02.04.2015
Nashörner im Zoo Krefeld bekommen neues Außengehege – Zoofreunde und Zoo wenden 460 000 Euro auf
Die Spitzmaul-Nashörner im Zoo Krefeld bekommen noch in diesem Jahr ein neues Außengehege. Bisher gibt es nur eine große Außenanlage, die jedoch nur in der Paarungszeit von Nashornbulle Usoni und Nashornkuh Nane gemeinsam genutzt werden kann. Ansonsten bleiben die in freier Wildbahn einzeln lebenden Tiere getrennt voneinander. Deshalb ist ein zweites Außengehege wichtig für die verbesserte Haltung der Bedrohten Tierart, denn bisher können die Tiere den rund 900 Quadratmeter großen Bereich nur abwechselnd nutzen. Ein weltweites Schutzprogramm in den Zoos mit insgesamt 300 Tieren soll dazu beitragen, dass die Zahl der 5000 freilebenden Spitzmaulnashörner weiter anwächst. Krefeld ist mit seinem Zuchtpaar sehr erfolgreich: „Vier Jungtiere in sieben Jahren, das ist ein Rekord und einzigartig in Nordrhein-Westfalen“, betont Zoochef Dr. Wolfgang Dreßen. Mitten im Zoo entsteht die neue Anlage und soll nach ihrer Fertigstellung direkt an die Afrikawiese angrenzen. Insgesamt werden 4000 Quadratmeter neu gestaltet, davon allein 2000 Quadratmeter für die Nashörner. Der Umbau der Nashornanlage wird rund 460 000 Euro kosten, die vom Zoo Krefeld mit Unterstützung des Vereins der Zoofreunde Krefeld finanziert werden. Genutzt werden für den Umbau ein Besucherweg, die alte Waldhundeanlage und eine bisher ungenutzte Fläche neben dem Pandagehege. Die Planung hat das Landschaftsarchitekturbüro freiraumplus aus Krefeld übernommen. „Wir werden die neue Anlage harmonisch in den Bestand integrieren und den Besucherweg dazu in Richtung Norden verlegen“, erklärt Landschaftsarchitekt Frank Stüve. Für die Besucher wird es künftig einen neuen Weg zu einem Aussichtspunkt mit einer im kommenden Jahr entstehenden Aussichtsplattform geben, die einen Überblick über die Afrika-Savanne, die neue Nashorn-Anlage und die Elefantenanlage bieten wird. Außerdem wird eine Teichanlage gebaut, mit der die Nashörner von den Bewohnern der Afrika-Savanne getrennt werden. Eine rund 400 Quadratmeter große neue Erdmännchen-Anlage, für die sich die Zoofreunde im Moment um weitere Spenden bemühen, soll das neue Ensemble komplettieren. Der Revierhof für das Großtierhaus wird ebenfalls in die Umgestaltung mit einbezogen.

Zoo Leipzig, 02.04.2015
Elefantenjungtier war nicht überlebensfähig – Pathologische Untersuchung bestätigt Annahmen
Verdacht bestätigt: Die Hauptbefunde der pathologischen Untersuchung des Elefantenjungtieres im Zoo Leipzig liegen jetzt vor und verifizieren die Annahme, dass mehrfache Organschäden vorlagen. Die Blut- und Urinwerte hatten bereits darauf hingewiesen, dass die Nierenfunktion eingeschränkt und die Sauerstoffversorgung des kleinen Elefanten nicht ausreichend war. Zudem waren auch Teile des Verdauungssystems betroffen. Der Korpus des Elefanten wurde bei einer Untersuchung im Computer Tomographen (CT) vollständig gescannt. Sowohl Knochen- als auch Gewebe- und Organstrukturen wurden so sichtbar gemacht und entsprechend ausgewertet. Neben den organischen Befunden wurde eine äußerlich nicht sichtbare Schädelverletzung festgestellt. „Bei einem derart multifaktoriellen Geschehen waren wir machtlos“, schätzt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. „Die Befunde belegen, dass wir trotz aller Therapieversuche keine Chance hatten, das Jungtier zu retten. Es war mit diesen komplexen Schädigungen nicht überlebensfähig.“ Die Enttäuschung und Trauer aller Beteiligten lindert das nur wenig. Auch Mutter Hoa und die bei der Geburt anwesenden Elefantenkühe Don Chung und Trinh durften Abschied von dem toten Jungtier nehmen. „Für die Elefantengruppe war dies ein wichtiger Abschluss der Geschehnisse der vorangegangen Woche“, schätzt Seniorkurator Gerd Nötzold ein. Dem Team des Zoo Leipzig sowie den hinzugezogenen externen Spezialisten war es trotz intensivmedizinischer Behandlung, künstlicher Ernährung und ununterbrochener Betreuung nicht gelungen, das Überleben des Elefantennachwuchses zu retten. Einer erfolgreichen Operation des Oberschenkelbruches am vergangenen Freitag folgte ein kurzer positiver Trend am Wochenende, bevor das Jungtier mit Wochenbeginn an Vitalität verlor und trotz medikamentöser Behandlung nicht stabilisiert werden konnte, so dass die Entscheidung fiel, das Jungtier einzuschläfern. Trotz des Rückschlages wird der Zoo Leipzig alle Bemühungen für den Aufbau einer erfolgreichen Zuchtgruppe fortsetzen. So wird bereits Anfang nächsten Jahres eine weitere Geburt im Elefantentempel erwartet. „Asiatische Elefanten sind hochbedroht. Als Zoo im 21. Jahrhundert haben wir unter anderem die Aufgabe, bedrohte Arten vor dem Aussterben zu bewahren. Deshalb setzen wir unsere Anstrengungen fort“, blickt Zoodirektor Prof. Junhold nach vorn.

Zoo Frankfurt, 02.04.2015
Kinder-Fotokurs im Zoo Frankfurt – jetzt bewerben!
Vom 29. bis 31. Mai findet im Frankfurter Zoo bereits zum 10. Mal der Kinder-Fotokurs mit Tierfotograf Detlef Möbius statt. Auch die Naturschutzbotschafter von ZGF und Zoo sind wieder mit dabei. Bewerben können sich Jungen und Mädchen zwischen neun und dreizehn Jahren. Bewerbungsschluss ist der 15. April 2015. Ende Mai ist es wieder soweit: Bereits zum 10. Mal findet dann im Zoo Frankfurt der Kinder-Fotokurs von und mit dem professionellen Tierfotografen Detlef Möbius (GDT) und den Natur-schutzbotschaftern statt. Gemeinsam geht es auch diesmal wieder auf Fotopirsch durch den Zoo. Drei Tage lang werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dort Tiere beobachten, verstehen lernen und natürlich fotografieren! Bevor es auf Fotosafari geht, machen sich die jungen Fotografen mit der Technik der Digital-Profikameras und den Spielregeln vertraut, die man beim Fotografieren in der Natur einhalten sollte. Danach geht’s auf die Suche nach geeigneten Motiven. Anschließend werden die Fotos gemeinsam auf dem Computer gesichtet, ausgewertet und besprochen. Die beiden besten Fotos eines jeden Teilnehmers werden im Anschluss an den Kurs im Grzimekhaus ein Jahr lang ausgestellt. Mittlerweile konnten so in den letzten neun Jahren über 200 Meisterwerke junger Fotografen der Öffentlichkeit im Zoo Frankfurt vorgestellt werden. Weitere Informationen: Datum: Der Fotokurs findet vom 29. – 31. Mai 2015 im Zoo Frankfurt statt. Uhrzeit: Freitag von 15:00 – 19:00 Uhr, Samstag und Sonntag von 9:00 – 17:00 Uhr Kosten: 5 Euro pro Tag (Zooeintritt), für Verpflegung muss selbst gesorgt werden. Material: Eine eigene SD Speicherkarte für die Digitalkameras sollte mitgebracht werden. www.zgf.de, www.zoo-frankfurt.de Der Fotokurs findet während der Aktionswoche „Biologische Vielfalt erleben“ im Rahmen des Projektes „Naturschutzbotschafter – Bildungssafari Zoo Frankfurt“ statt, einem Kooperationsprojekt der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und des Frankfurter Zoos. Gefördert wird das Projekt durch die Stiftung Flughafen Frankfurt/Main, Kameras werden für die Dauer des Kurses von Nikon zu Verfügung gestellt. So kann man sich bewerben: Mit Brief oder per E-Mail von maximal einer DIN-A4-Seite mit einer kurzen Vorstellung und einer Begründung, warum man Tiere und Natur mag. Weitere erforderliche Angaben: Name, Alter, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Postanschrift sowie die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten. An: Zoologische Gesellschaft Frankfurt Stichwort KinderfotokursBernhard-Grzimek-Allee 1 60316 Frankfurt oder per E-Mail: kauer@zgf.de Bewerbungsschluss ist der 15. April 2015. Die zwölf Teilnehmer/innen werden aus allen eingegangenen Bewerbungen ausgelost.

Zoo Wuppertal, 02.04.2015
Traurige Nachricht aus dem Zoo Wuppertal – Bonobomännchen Lusambo plötzlich verstorben
Sehr geehrte Damen und Herren, leider müssen wir mitteilen, dass der 34 Jahre alte Bonobo „Lusambo“ plötzlich verstorben ist. Am gestrigen Nachmittag zeigte das Tier erste Auffälligkeiten und stellte die Nahrungsaufnahme ein. Heute Morgen hatte sich der Zustand weiter verschlechtert und „Lusambo“ lag lethargisch im Gehege. Um 12:00 wurde, zusammen mit drei Humanmedizinern aus der Chirurgie des Bethesda-Krankenhauses, eine diagnostische Notfall-Narkose eingeleitet. Leider erbrachte dies nicht die erhoffte Diagnose. In der Aufwachphase verstarb das Tier trotz intensiver medizinischer Behandlung. Nun hoffen wir durch die pathologischen Untersuchungen des Tieres mehr Erkenntnisse zu diesem riesigen Verlust für alle Mitarbeiter und Zoobesucher zu bekommen.

Opel-Zoo Kronberg, 02.04.2015
Good Bye, Max! Flusspferdbulle verlässt Opel-Zoo Richtung Hannover
In freier Wildbahn leben Flusspferde in lockeren Gruppen und die Flusspferdbullen sind bestrebt, ein günstiges Revier mit genügend Wasser und nahen Nahrungsgebieten zu besitzen, damit Weibchen ins Revier kommen. Und so hat Dr. Thomas Kauffels, der Direktor des Opel-Zoo bereits beim Tod von Flusspferd Tana im November 2014 erläutert, dass er für Max eine andere Haltung suchen werde, da er nicht alleine bleiben solle. Nun ist es soweit: Noch im April wird Max den Taunus in Richtung Norden verlassen und im Zoo Hannover mit den dortigen weiblichen Flusspferden eine neue Herde bilden. Max wurde im November 1995 im Zoo Frankfurt geboren und kam im August 1997 nach Kronberg. „Wir geben die Haltung von Flusspferden nicht grundsätzlich auf“, so der Zoodirektor. Er ergänzt, dass die geplante Erneuerung der Anlage erst erfolgen kann, wenn die Finanzierung sichergestellt ist. „Afrika Savanne und die neue Elefantenanlage belasten uns noch einige Jahre, aber unsere Zoozielplanung sieht auf jeden Fall vor, dass in unserem Freigehege weiter Flusspferde zu sehen sein werden.“ Max war bisher das Patentier der Stadt Königstein im Taunus, während Tana von der Stadt Kronberg im Taunus unterstützt wurde und anlässlich ihres 50. Geburtstages 2010 sogar zum Ehrenflusspferd ernannt wurde. Den Patenschaftsbeitrag wandelte die Stadt Kronberg im Taunus nach ihrem Tod um in eine Unterstützung für die Arterhaltung der im Bestand stark bedrohten Mesopotamischen Damhirsche. Und so wird nun sicher der eine oder andere Stammbesucher in den nächsten Tagen noch einmal den Weg zur alten Flusspferdanlage finden, um Abschied zu nehmen: Good Bye, Max.

Zoo, Aquarium, Tierpark Berlin 01.04.2015
Neuer Rekord: Zoo, Aquarium und Tierpark Berlin begrüßen 2014 mehr als 4,4 Millionen Besucher
Mit einem Besucherrekord verabschiedet die Zoo Berlin AG das Jahr 2014 und freut sich auf ein erfolgreiches 2015. Mehr als 4,4 Millionen Gäste haben im vergangenen Jahr die Einrichtungen Zoo, Aquarium und Tierpark besucht. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Zuwachs von 6,4 % im Zoo. Der Tierpark hatte sogar 12 % mehr Besucher als 2013. Ein Erfolg, der sich sehen lassen kann und die Zoo Berlin AG an der Spitze der beliebtesten Freizeiteinrichtungen in Berlin und Brandenburg manifestiert. Dieses gute Ergebnis bestätigt die weltweit größte Reise-Website Tripadvisor im aktuellen Zoo-Ranking: Der Zoo Berlin belegt Platz 1 und gilt somit als der beliebteste Zoo Deutschlands. Es gibt auch viel zu sehen: 24.789 tierische Bewohner aus 2.258 verschiedenen Arten begeistern die Besucher von Zoo, Aquarium und Tierpark Berlin. Im Zoo und Aquarium Berlin leben 17.107 Tiere in 1.443 Arten (1.007 Säugetiere, 1.974 Vögel und 14.126 Reptilien, Amphibien, Fische und Wirbellose. Im Tierpark Berlin leben 7.682 Tiere in 815 Arten (1.278 Säugetiere, 2.120 Vögel, 4.284 Reptilien, Amphibien, Fische und Wirbellose). Mit diesen tierischen Highlights geht’s 2015 weiter Im Tierpark – „Tierisch abjefahrn“ – unter dem Motto präsentiert der Tierpark eine neue Elektro-Bahn, die ab Ostern täglich kostenlos als emissionsfreies Transportsystem den Tierparkbesuchern als Hop-On Hop-Off-Angebot zur Verfügung steht. Die vom Graffiti-Künstler Lars Oschatz mit Dschungelmotiven besprühte Bahn kann bis zu 56 Personen transportieren. Zur leichteren Erschließung des Tierparks führt die Bahn vom Bärenschaufenster zur Freilichtbühne, weiter über die Cafeteria zum Schloss und wieder zurück zum Bärenschaufenster. Die knapp vier Kilometer lange Tour dauert ca. 20 Minuten. – Im flächenmäßig größten Tierpark (160 Hektar) Europas ist jeder schnell orientierungslos. Dank des neuen Orientierungskonzeptes, bestehend aus Wegweisern und neu illustrierten Lageplänen, ist dieses Grundbedürfnis der Besucher befriedigt. Der erste Step des Konzeptes ist bereits umgesetzt: 27 naturgewachsene Robinien-Hölzer mit 152 modernen Pfeilauslegern sind montiert. Auf den Pfeilen weisen international lesbare Piktogramme den Weg. Die Infotafeln mit den Lageplänen folgen in den nächsten Wochen. – Mit der größten Baumaßnahme im Tierpark, dem Umbau des Alfred-Brehm-Hauses, soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Die Haltungsbedingungen für die Raubtiere müssen dringend verbessert werden. Derzeit laufen die Vorplanungen. Schon Ende 2016 soll der Umbau abgeschlossen sein. – Noch in diesem Jahr wird der Eingang Bärenschaufenster umgebaut und die Kassensituation optimiert. – Takin-Nachwuchs: Der Tierpark freut sich über zweifachen Nachwuchs bei den Takinen: Das Mishmi-Takin-Mädchen Chanel wurde am 20. März geboren. Für seine Mutter Charlotte ist es das dritte Jungtier. Sie kümmert sich liebevoll um ihren wolligen Nachwuchs. Auch bei den Goldtakinen gab es Nachwuchs: Am 25. März brachte Mutter Zhouzi ein Mädchen (Zhaoze) zur Welt. Takine leben ursprünglich in den südöstlichen Ausläufern des Himalayas und zählen zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten. Der Tierpark Berlin ist international für die Haltung und Zucht des Takins bekannt. Insgesamt leben 22 Takine aus drei Arten: 11 Mishmi-Takin, sieben Goldtakine und vier Sichuan-Takine im Tierpark Berlin. Im Zoo – Für das Raubtierhaus laufen die Vorplanungen. Der Baubeginn ist noch in 2015 geplant. Tiger, Löwe und Co. können sich ab 2017 über bessere Haltungsbedingungen freuen. – Nach den Sommerferien (September) beginnen die Umbauten am Löwentor und sorgen spätestens ab Sommer 2016 für einen schnelleren Einlass und verkürzte Wartezeiten. Die Anzahl der Kassen verdoppelt sich (bisher 4, ab 2016: 8). – Parallel wird der Eingang am Elefantentor optimiert und ein Shop integriert. Der Bauantrag für den Umbau wurde gestellt. Sobald die Genehmigung erfolgt, können die Bauarbeiten beginnen. – Im Vogelhaus wird die Präsentationsqualität modernisiert. Mit unterhaltsamer Didaktik soll den Zoo-Gästen das Thema Vogel und Fliegen näher gebracht werden. – Bis zum Sommer 2015 wird im gesamten Zoo die Parkbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt. – Ein neues Orientierungssystem soll auch im Zoo bis zu den Sommerferien umgesetzt sein. – Die weltweit führende Marke Wild Republic betreibt ab sofort die Shops der Zoo Berlin AG. Als Global Player professionalisiert die Firma den Merchandising-Markt in Zoo und Tierpark und sorgt als Pächter für Zusatzeinnahmen. Vom Schlüsselanhänger bis zum Plüschbären finden Sie alles in den neuen Tierpark-Shops am Bärenschaufenster und im Dickhäuterhaus. Auch im Zoo wird es am Löwentor, neben der Zooschule, am Vogelhaus und am Spielplatz zunächstprovisorische Shop-Container/ -Kioske von Wild Republic geben, die als Übergangslösung bis zum Umbau der Eingänge betrieben werden. Im Aquarium -Eine neue Lüftungsanlage sorgt ab Sommer 2015 im Erdgeschoss des Aquariums für ein besseres Raumklima. In den nächsten zwei Jahren werden sukzessive alle Reptilien-Vitrinen zeitgemäß eingerichtet. „Als Aufsichtsratsvorsitzender der Zoo Berlin AG und der Tierpark Berlin Friedrichsfelde GmbH bin ich sehr stolz auf diese beeindruckenden Besucherzahlen. Als besucherstärkste touristische Attraktion Berlins etablieren sich die zoologischen Einrichtungen in Berlin an führender Stelle“, freut sich Frank Bruckmann. „Derzeit laufen viele Projekte gleichzeitig und es ist sehr anspruchsvoll, alle Bälle in der Luft zu behalten“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Die meisten Projekte stehen derzeit im Tierpark an und werden durch Fördermittel vom Land finanziert. Diese Unterstützung, über die ich sehr glücklich bin, ist jedoch mit entsprechenden Fristen verbunden, durch die sich die Umsetzung der Maßnahmen verzögern kann. Ich kann nur an Ihre Geduld appellieren. Diese wird sich in jedem Fall lohnen, vor allem für unsere Besucher.“

Zoo Zürich 01.04.2015
TGZ – 90 JAHRE IM EINSATZ FÜR DEN ZOO ZÜRICH
Auch 90 Jahre nach ihrer Gründung bleibt die Tiergarten-Gesellschaft Zürich (TGZ) ihrem damals vorgegebenen Zweck, den Zoo Zürich zu unterstützen und zu fördern, treu. Dank wachsender Mitgliederzahlen und mehr Spenden denn je (Zahlen 2014), kann sie ihre Aufgabe weiterhin bestens wahrnehmen. Zum 90. Geburtstag hat die TGZ ein «IRBIS»-Sondermagazin publiziert, zudem organisiert sie 2015 für ihre Mitglieder verschiedene Jubiläumsanlässe. Am 3. April 1925 haben sich rund 200 Personen im Schwurgerichtssaal Zürich eingefunden, um an der Gründungsver-sammlung der Tiergarten-Gesellschaft Zürich (TGZ) teilzunehmen. Unter der Ägide des ersten TGZ-Präsidenten, dem Zoologen Dr. Hans Steiner, gelang es in den folgen fünf Jahren, den in Zürich lange gehegten Traum von einem eige-nen Zoo in die Realität umzusetzen. Am 7. September 1929 war es soweit und die von der TGZ ins Leben gerufene Genossenschaft Zoologischer Garten Zürich konnte ihren Tiergarten auf dem Zürichberg eröffnen. Fast 40’000 Mitglieder – Seither fördert die TGZ entsprechend ihren Statuten den Zoo Zürich tatkräftig. In den 90 Jahren hat sie den Zoo mit Spenden in der Höhe von über 10 Millionen Schweizer Franken massgeblich unterstützt. Das Geld floss dabei immer in einzelne Projekte, wie zum Beispiel 2012 den Kaech Krachan Elefantenpark (2 Millionen CHF) oder 2003 das Infor-mationszentrum Masoala Regenwald (1 Millionen CHF). Damit die TGZ den Zoo überhaupt in diesem Ausmass unter-stützen kann, braucht sie Mitglieder. 2014 hat die TGZ mit 39’873 Mitgliedern einen Rekord erreicht. Auch die Ein-nahmen entwickelten sich im vergangenen Jahr – auch dank Legaten – erfreulich. Mit Einnahmen von 2’099’095.57 Franken und einem Reingewinn von 1’844’741.09 realisierte die TGZ das beste Jahr in ihrer Geschichte. Ein Sondermagazin mit Blick zurück und nach vorne – Zum Jubiläum hat sich die TGZ Besonderes einfallen lassen, wie Präsidentin Claudia Poznik erklärt: «In einer Sonder-ausgabe des früheren TGZ-Magazins IRBIS blicken wir mit Zeitzeugen auf die Vergangenheit zurück, schauen hinter die Kulissen des heutigen Zoo Zürich und gehen mit Zoo-Vizedirektor Andreas Hohl auch auf eine Zukunftsreise.» Dazu kommen verschiedene Aktivitäten, wie zum Beispiel der grosse Geburtstagsanlass am 13. August oder die Mit-glieder-Reise im Juli nach Prag. Ganz neu ist dieses Jahr auch das Angebot der TGZ für ihre kleinsten Zoo-Fans: «Mit dem Tukanino Klub sprechen wir Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren an und bieten ihnen das ganze Jahr hindurch spannende Anlässe und Einblicke in die Welt des Zoo Zürich.»

Freunde Hauptstadtzoos Berlin 01.04.2015
Neue Besucherattraktion im Tierpark und Zoo: Musikalisches Sextett aus Affen soll Besucher begeistern – Affenstarke Musik zum Hören und Mieten
Erstmalig wird in den Hauptstadtzoos an den Wochenenden eine Gruppe von sechs Primaten Musik machen. In den letzten sieben Monaten wurden Affen aus dem Zoo und dem Tierpark trainiert, um verschiedene kleine Musikinstrumente zu spielen. Die Aufführungen finden immer samstags um 11 Uhr im Affenhaus vom Zoo und sonntags um 11 Uhr im Affenhaus vom Tierpark statt. Auftakt dieser musikalischen Entführung mit vorwiegend Berliner Klassikern, wie z. B. „Die Berliner Luft“ oder „Unter den Linden“, ist am 4. April im Zoo und am 5. April im Tierpark. Die affenstarke Band besteht sowohl aus Primaten aus dem Tierpark und dem Zoo, die extra in die jeweilige Einrichtung gefahren werden. Diese musikalische Gruppe besteht aus folgenden Affen: Aus dem Tierpark kommen ein Schwarzweißer Vari (Varecia variegata variegata) – der ein kleines Klavier spielt, ein Rotbauchmaki (Lemur rubriventer) und ein Weißhandgibbon (Hylobates lar), die beide eine Minitrompete blasen. Der Zoo steuert dem Sextett einen Bonobo (Pan paniscus) am Schlagzeug, einen Sumatra-Orang-Utan (Pongo abelii) am Bass sowie einen Mantelpavian (Papo hamadryas) am Cello bei. „Die große Herausforderung der letzten Monate war nicht nur, die Tiere im Rahmen der Tierbeschäftigung an die eigens für sie entwickelten Instrumente zu gewöhnen, sondern vielmehr, die unterschiedlichen Affenarten an sich zu gewöhnen. Dies ist dank des hohen Engagements der Tierpfleger ausgesprochen gut gelungen, sodass sich das Ergebnis sehen und vor allem hören lassen kann.“, so Thomas Ziolko, Vorsitzender der Freunde der Hauptstadtzoos, die das Projekt finanziert haben. Aufgrund der schwierigen finanziellen Situation vom Tierpark wurde beschlossen, dass das Sextett auch für private Veranstaltungen gemietet werden kann. Die Kosten für einen Auftritt in Berlin liegen bei 650 Euro (netto) zzgl. der Verpflegung der Primaten. Die Einnahmen fließen in den durch den Förderverein eingerichteten Fonds für Tierbeschäftigung, um auch den übrigen Tieren vom Zoo und vom Tierpark eine Tierbeschäftigung zu ermöglichen. „Ziel ist es natürlich auch, dass wir zukünftig nicht nur eine Band aus Affen haben, sondern auch aus anderen Tierarten. Gegenwärtig finden bereits erste Übungen mit Bären aus dem Zoo und dem Tierpark statt, sodass bereits im Sommer eine neue Attraktion entsteht.“, so Ziolko weiter

Zoo Basel 01.04.2015
Nachwuchs bei den Rappenantilopen
Bei den Rappenantilopen im Zoo Basel hat es Nachwuchs gegeben. Fara (8) und Chili (10) haben am 27. Februar und am 4. März je ein Junges geboren. Die Beiden tragen noch ihr helles, flauschiges Jugendkleid. Die jungen Rappenantilopen wogen bei der Geburt 14,6 und 13 Kilogramm. Jetzt sind sie schon ein gutes Stück gewachsen und erkunden neugierig ihre Umgebung. Interessiert begutachten sie Stockenten und Störche, die sich auf der Anlage einfinden. Immer wieder fordern sie sich gegenseitig zu Spasskämpfen heraus. Anfangs versteckt – Zurzeit kann man die Jungen auf der Anlage auch beim Säugen beobachten. Wie bei Rappenantilopen üblich, haben sie ihre Mutter aber in den ersten Tagen nur selten zu Gesicht bekommen. Rappenantilopenkinder halten sich nach der Geburt etwa drei Wochen lang allein versteckt. Die Mutter sucht das Junge anfangs nur zweimal täglich zum Säugen auf. Deshalb nennt man die Jungen ‚Ablieger’. Das ältere der jungen Rappenantilopen ist ein Männchen. Wie es die erwachsenen Böcke manchmal auch tun, stolziert es bereits mit gestreckten Beinen über die Anlage. Das andere Junge ist vermutlich ein Weibchen. Beide tragen noch das typisch helle Jugendkleid. Mit dem Älterwerden wird das hellbraune, flauschige Fell den dunklen Farbton der Erwachsenen annehmen. Säbelartige Hörner – Von den für Rappenantilopen typischen, säbelartig nach hinten gebogenen Hörnern ist bei den Jungen noch nicht einmal der kleinste Stumpf zu sehen. Die Hörner werden bei den Weibchen bis zu einem Meter lang, bei den Männchen gar bis zu einem Meter siebzig. Sie werden vor allem für Ritualkämpfe unter den Böcken genutzt, wobei sich diese auf die ‚Knie’ begeben und sich gegenseitig wegzudrücken versuchen. Aber auch Löwen, Wildhunde, Leoparden und Hyänen lassen sich von den langen Säbeln beeindrucken und ergreifen vor einer wütenden Rappenantilope die Flucht. Der Zoo Basel züchtet Rappenantilopen sehr erfolgreich. Im Moment zählt die Herde acht Tiere: fünf Weibchen, die zwei Jungen und ihr Vater Errol (8).

Zoo Duisburg 31.03.2015
Gegen Ameisenplagen: Zoo verleiht Große Ameisenbären
Sie treten unter Umständen in Heerscharen auf und überrumpeln Gärten wie Häuser: Ameisen. Nicht selten sieht man sich dann hilflos nach den Tieren treten und schlagen, giftige Ameisenköder aufstellen oder verzweifelt und heulend in der Ecke liegen. Auf originelle Art und Weise schafft der Zoo Duisburg nun Abhilfe und verleiht seine Großen Ameisenbären als natürliche Schädlingsbekämpfer. Jeder kennt die skurrilen Tiere vom Zoobesuch: Der lang gestreckte schmale Kopf, der hohe runde Rücken sowie der lange buschige Schwanz machen sie unverwechselbar. Der dünne, röhrenförmige Kiefer ist völlig zahnlos und endet in einer kleinen Mundöffnung, die der rund 90 cm (!) langen, mit klebrigem Schleim bedeckten Zunge Durchschlupf ermöglicht. Und das bis zu 160 Mal in der Minute! Damit machen sie ihrem Lieblingsfutter, den Ameisen, den Garaus und schlürfen sie in rauen Mengen weg. Interessierte Bürger können sich unter grosserameisenbaerenverleih @ zoo-duisburg.de anmelden und auf eine Warteliste setzen lassen, denn erwartungsgemäß dürften die drei im Zoo Duisburg gehaltenen Großen Ameisenbären rasend schnell auf Wochen ausgebucht sein. Die Tiere werden begrenzt auf den Raum Duisburg und tageweise von den Pflegern an Ort und Stelle gebracht, die den Bürgern selbstverständlich auch eine entsprechende Einweisung in den Umgang mit den Tieren geben. Innovativ auch die Bezahlmethode: Pay what you want! Die Bürger beurteilen am Ende des Tages den Erfolg und bezahlen, was ihnen die Aktion wert war.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 31.03.2015
Drama im Tierpark – Direktor steckte fest
Beim ersten Testrutschen durch die neue Spiralröhrenrutsche aus der Entdeckerscheune in die Kaninchenwelt, kam es gestern im Naturschutz-Tierpark Görlitz Zgorzelec zu einem Drama! Direktor Hammer ließ es sich nicht nehmen, sich für den vorgeschriebenen „Stress – Test“ selbst zur Verfügung zu stellen. Nach anfänglich zügiger Fahrt kam es auf halber Strecke zu einem abrupten Ende. Sein Leibesumfang verhinderte die Weiterfahrt. Durch beherztes Eingreifen mit Pömpel und Abflußfrei konnte er allerdings noch vor dem Mittagessen wieder befreit werden. Mit bleibenden Schäden ist nicht zu rechnen….

Zoo Leipzig 31.03.2015
der Kampf ist verloren: Das Elefantenjungtier im Zoo Leipzig musste heute Nachmittag eingeschläfert werden. Trotz intensiv-medizinischer Behandlung, künstlicher Ernährung und der ununterbrochenen Betreuung durch die Mitarbeiter des Zoo Leipzig sowie durch externe Spezialisten ist es nicht gelungen, das Überleben des am vergangenen Mittwoch geborenen Elefantennachwuchses zu retten. Bereits seit gestern war das Jungtier sehr schwach und konnte trotz Infusionen und medikamentöser Behandlung nicht stabilisiert werden. „Wir haben alles getan, sind medizinisch sowie personell an die Grenzen gegangen und haben nichts unversucht gelassen. Jetzt mussten wir es der Kleinen ersparen, zu leiden“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold, der ebenso wie das gesamte Team des Zoo Leipzig enttäuscht und traurig ist, dass alle Anstrengungen vergebens waren.

Tiergarten Nürnberg 31.03.2015
Nachwuchs bei den Takins
Im Tiergarten der Stadt Nürnberg hat sich Nachwuchs bei den Takins eingestellt. Am 31. Januar, am 18. Februar und am 10. März 2015 wurden drei weibliche Jungtiere geboren, die prächtig heranwachsen. Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger nennen die drei Jungtiere in der Reihenfolge der Geburt Marissa, Larissa und Lena. Sie orientierten sich bei der Namensgebung an den Anfangsbuchstaben der Muttertiere Maja, Lara und Lucy. Über das europäische Zuchtprogramm hat der Tiergarten am 16. Mai 2014 einen blutsfremden Bock erhalten, der im Tierpark Berlin geboren ist. So konnte nach zweijähriger Pause die erfolgreiche Zucht der Takins wieder fortgesetzt werden. Im Tiergarten Nürnberg sind seit dem Jahr 1999 insgesamt 28 Jungtiere dieser selten gezeigten Tierart aus dem Himalaya herangewachsen. Ursprünglich ging der Bestand in Europa und USA auf zwei Tiere zurück, die der Tierpark Berlin 1974 aus dem Zoo Rangun in Myanmar übernommen hat. Der Tiergarten gehörte zu den ersten Zoos die den begehrten Nachwuchs aus dem Tierpark Berlin erhalten hat. 1996 kamen ein Bulle und zwei Weibchen nach Nürnberg, 1999 begann die Zucht. Vor gut zehn Jahren gelang es dem Tierpark Berlin erneut, ein Männchen über eine Quarantänestation in Polen zu importieren. Ein Sohn, der am 20. Februar 2009 geboren wurde, kam über eine Zwischenstation im Zoo Sosto in Ungarn im letzten Jahr in den Tiergarten und sorgte prompt für Nachwuchs. Die Fähigkeit, innerhalb von nicht einmal 40 Jahren aus drei Gründertieren einen Bestand von über 130 Tieren aufzubauen, zeigt, welches Potential und welche Fähigkeiten die Zoos beim Aufbau kleiner Populationen zur Bestandserhaltung haben. Alle, weit über zweitausend Pater-David-Hirsche der Welt, die 1920 in der Natur ausgestorben waren und heute wieder in zwei Reservaten und weiteren Gehegen in China leben (allein im Dafeng Milu Natural Reserve über 1.000 Hirsche), gehen auf nur drei Gründertiere zurück. Diese Beispiele zeigen, dass Inzucht kein Problem darstellen muss, obwohl wegen der grundsätzlichen Risiken die Inzucht so weit wie möglich vermieden werden soll.

Tiergarten Schönbrunn Wien 31.03.2015
LUCHS-PÄRCHEN IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN EINGETROFFEN
Im Tiergarten Schönbrunn gab es einen Austausch bei den Eurasischen Luchsen: Die beiden Luchsmännchen, die bisher im Tiergarten gelebt haben, wurden Mitte Februar im Rahmen des Europäischen Zuchtbuches (ESB) an den Zoo Szeged in Ungarn abgegeben. Am 20. März ist im Tiergarten ein Pärchen eingezogen. „Das Weibchen wurde im Mai 2012 im Tallinn Zoo in Estland geboren. Das Männchen stammt aus dem Zoo Helsinki in Finnland und wird im Mai zwei Jahre alt“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Natürlich hofft man im Tiergarten künftig auf Nachwuchs. Wegen seines großen Verbreitungsgebietes gilt der Luchs nicht als gefährdet. Im Alpenraum war er allerdings bereits ausgestorben, vor allem weil er bejagt wurde. Bei uns in Österreich wurde der Luchs 1892 ausgerottet. In den vergangenen Jahrzehnten wanderten jedoch Luchse aus den Nachbarländern ein und es wurden auch Tiere wiederangesiedelt. So ist der Luchs heute in Österreich wieder vereinzelt anzutreffen. Sein Vorkommen ist allerdings gering und die Populationen sind isoliert. Daher zählt er noch immer zu den seltensten Säugetieren des Landes. Luchse streifen als Einzelgänger durch die Wälder. Im Dickicht sind sie mit ihrem Fell gut getarnt. Ein weiteres Merkmal dieser katzenartigen Raubtiere ist ihr beachtliches Hör- und Sehvermögen. Nicht umsonst gibt es die Redewendung „Jemand hat Augen und Ohren wie ein Luchs“. Schratter: „Luchse jagen vorwiegend in der Dämmerung und nachts. Da ihre Augen viel lichtempfindlicher sind als unsere, können sie sich im Dunkeln gut orientieren. Erstaunlich ist auch ihr Geruchssinn. Ein Luchs erkennt ein Kaninchen allein am Geruch auf eine Entfernung von bis zu 300 Metern.“

Zoo Leipzig 30.03.2015
Zustand des Elefantenjungtieres verschlechtert – Stabilisierung und Fütterung im Fokus
Der Zustand des fünf Tage alten Elefantenweibchens im Zoo Leipzig ist kritisch. Das Allgemeinbefinden des Jungtieres hat sich im Laufe des Tages verschlechtert. Zudem stagniert die motorische Entwicklung, die nach der Operation des gebrochenen Oberschenkels zunächst einen positiven Trend aufgewiesen hatte. Nach Einschätzung der Experten des Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung sowie des Zoo Leipzig kann gegenwärtig kein Versuch unternommen werden, das Jungtier mit Mutter Hoa zusammen zu gewöhnen. „Die Kleine ist aktuell zu schwach und nicht mobil genug. Zudem können wir nicht einschätzen wie Hoa reagieren wird. Das Risiko, dass sowohl die Mitarbeiter als auch der Nachwuchs bei dem Aufeinandertreffen gefährdet werden, ist zu hoch“, erklärt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold die Entscheidung. Die Ernährung per Magensonde, die genutzt wurde um die Möglichkeit des natürlichen Trinkenlernens am Euter der Mutter zu bewahren, wird eingestellt. Anstelle dessen soll das Jungtier nun lernen, aus der Flasche zu trinken. Eine schwierige Angelegenheit, sind sich die Experten einig, da das Jungtier derzeit keinen Saugreflex zeigt. „Aufgrund des sich verschlechternden Allgemeinbefindens können wir nicht länger abwarten ob sich die Chance zur Zusammenführung und damit für das Trinken bei der Mutter bietet. Wir müssen jetzt handeln – und es bleibt nur der Versuch für eine Handaufzucht. Im Moment sieht es gar nicht gut aus“, schätzt der Zoodirektor ein. Während das Elefantenweibchen am Nachmittag Infusionen zur Versorgung mit Flüssigkeit, Aminosäuren, Glucose und Elektrolyten bekommen hat, wurden die Vorbereitungen für die Fütterung mit künstlicher Milch per Flasche getroffen. Zudem wurde bei Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen der Oberschenkel begutachtet und der gerichtete Knochen für gut befunden, das umgebende Gewebe hingegen könnte die Fortschritte beim Gehen behindern. Ein kurzfristig angeforderter Physiotherapeut hat deshalb mittels Massage das Gewebe bearbeitet, um die Durchblutung und den Abtransport von Flüssigkeit im Bein zu optimieren. Das Elefantenweibchen wurde vergangenen Mittwoch geboren. Ein am Donnerstag diagnostizierter Bruch des rechten Oberschenkels wurde am Freitag erfolgreich operiert. Seither hatte die Entwicklung bei allen Risiken einen positiven Trend aufgezeigt. „Das Zoo-Team und die Experten kämpfen gegenwärtig mit allen Mitteln um das Überleben des Jungtieres. Eine Prognose für die nächsten 24 Stunden können wir dennoch nicht abgeben“, erklärt Prof. Junhold.

Allwetterzoo Münster 30.03.2015
Hereinspaziert: Im Allwetterzoo Münster ist die begehbare Känguru-Anlage eröffnet!
Die sechs münsterschen Bennett-Kängurus mit ihren fünf Jungtieren leben jetzt in einer neuen Landschaft, die wie schon der Streichelzoo und die Freianlagen der Kattas und Guerezas, für Besucher begehbar ist. Zoodirektor Jörg Adler ist absolut begeistert: „Über so eine tolle Umgestaltung freue ich mich diesmal besonders, da sie den Besuchern eine wirklich großartige Erfahrung ermöglicht und auch den Tieren zu Gute kommt. Wo sonst kann man Auge in Auge mit einem Känguru-Jungtier sein, außer auf einer Safari in Australien!“ 39.000 Euro haben die Baumaßnahmen gekostet und es wurden zahlreiche Materialien verarbeitet: 1100m2 Rollrasen, 200 Meter VA Seil, 120 Bambuspflanzen, 250 Gräser und 20 Tonnen Sandsteine. „Von ca. 850m2 auf über 1200m2 konnten wir die Anlage unserer kleinen Australier in knapp 6 Wochen vergrößern und zudem modernisieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!“, berichtet der Technische Leiter des Zoos Dirk Heese. Zwischen Tropenhaus und Tigeranlage können Besucher jetzt in das Zuhause der aus Ost- und Südaustralien stammenden Beuteltiere reinschnuppern und hautnah dabei sein, wenn die Kängurus das ganze Jahr über auf der Wiese spielen oder sich einfach in der Sonne entspannen. Die zu den Wallabys zählenden grau-braunen Bennett-Kängurus gehören zu den kleineren Känguru-Arten. Sie werden 70 bis 90 Zentimeter groß und bringen zwischen 16 und 27 Kilogramm auf die Waage. Im Gegensatz zu den allermeisten Säugetieren kommen Kängurus kaum entwickelt zur Welt und wiegen sogar weniger als ein Gramm bei ihrer Geburt. Im Beutel der Mutter findet dann die eigentliche Entwicklung statt. Der Nachwuchs saugt sich an einer Zitze im Beutel fest und verlässt erst nach einigen Monaten hin und wieder den warmen Zufluchtsort, bevor er nach ca. 250 Tagen den Beutel endgültig verlässt. Da in Münster die alte Känguru-Anlage für die meisten Besucher eher unauffällig im Hintergrund lag, war für den Kurator Dr. Dirk Wewers die Umgestaltung schon längst überfällig: „Sicherlich werden die Tiere anfangs noch etwas schüchterner sein, aber bald werden sie sich an die Gäste in ihrer Anlage gewöhnen. Ich freu mich, dass wir den Besuchern jetzt auch eine Beuteltierart noch näher bringen können!“ Neugierig und aufgeweckt erkunden das Männchen und seine fünf Weibchen die erneuerte Anlage. Ihre fünf Jungtiere blicken nun öfter aus ihren Beuteln heraus und werden bald selbst über die frische grüne Wiese hüpfen. Und für die Besucher wird durch diese barriere­freie Anlage einmal mehr das Motto des Allwetterzoos spürbar – nämlich: Tiere hautnah erleben!

Tierpark Hagenbeck Hamburg 30.03.2015
Wechsel in der Geschäftsführung
Am 1. April 2015 übergeben Dr. Carl Claus Hagenbeck und Joachim Weinlig-Hagenbeck die Geschäftsführung des Tierparks Hagenbeck an ihre Nachfolger Friederike Caroline Hagenbeck und Dr. Stephan Hering-Hagenbeck.

Zoologische Gesellschaft Frankfurt 30.03.2015
Bernhard Grzimeks Mission Naturschutz wird fortgeführt – Zoologische Gesellschaft Frankfurt auf der ganzen Welt im Einsatz Frankfurt (30. März 2015)
Der Spielfilm „Grzimek“ mit Ulrich Tukur in der Hauptrolle (Ausstrahlung am Karfreitag um 20:15 Uhr, „Das Erste“) zeigt eindrucksvoll das Engagement des Artenschützers Bernhard Grzimek für die Serengeti. Der Nationalpark in Tansania ist die Keimzelle der heutigen Naturschutzarbeit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF). Was dort Ende der 1950er-Jahre begann, ist heute zu einem umfassenden Programm mit rund 45 Projekten zum Schutz einzigartiger Wildnisgebiete und Nationalparks in 18 Ländern angewachsen. Das Herzstück: Der Schutz der Serengeti – Mit den ersten großen Tierzählungen aus der Luft leisteten Bernhard Grzimek und sein Sohn Michael 1958 Pionierarbeit. Auch heute noch ist die ZGF mit einer zebragestreiften Cessna in der Serengeti im Einsatz, um grundlegende Daten zu den Wildtierbeständen des Parks zu sammeln. Darüber hinaus ist der Verein an der Organisation sowie dem Ausbau der Parkinfrastruktur beteiligt und bildet Ranger und Veterinäre aus. Ein weiterer Fokus der ZGF ist der Kampf gegen die zunehmende Wilderei von Nashörnern und Elefanten ebenso wie umfangreiche Programme in den Gebieten außerhalb des Parks, um gemeinsam mit den dort lebenden Menschen den Schutz ihrer natürlichen Ressourcen, etwa Wasser oder Wald, zu verbessern. Umweltbildung in Perus „wildem Osten“ – Die Mithilfe der Bevölkerung ist ebenfalls ein integraler Bestandteil des Engagements der ZGF im Südosten Perus. Dort, wo die Anden mit dem Amazonasbecken zusammentreffen, liegt eine der artenreichsten Regionen der Erde und eines der letzten Wildnisgebiete der Welt, das auch indigenen Völkern eine Heimat gibt, die in freiwilliger Isolation leben. Diese Gebiete gilt es zu schützen und den Artenreichtum zu bewahren. Neben dem biologischen Monitoring und der Unterstützung der Parkverwaltungen bildet die ZGF junge Freiwillige aus, die die Menschen in und um die Reservate in puncto Umweltschutz bilden. Wiederansiedlung von Orang-Utans auf Sumatra Die indonesischen Regenwälder sind mit ihrer biologischen Vielfalt einzigartig, jedoch akut von Abholzung bedroht. Bukit Tigapuluh ist der einzige Nationalpark, der allen Vertretern der Großsäuger Sumatras eine Heimat bietet: Elefanten, Tigern, Malaienbären und Tapiren. Und seit einem guten Jahrzehnt leben auch wieder Orang-Utans in Bukit Tigapuluh, wieder angesiedelt im Rahmen eines großen ZGF-Projektes. Im Mittelpunkt des ganzheitlichen Sumatra-Programmes steht der Schutz des Lebensraums für Wildtiere innerhalb und außerhalb des Parks. Mit einem eigenen Ranger-Team unterstützt die ZGF die Arbeit im Park, indem sie beispielsweise dessen Pufferzonen überwacht. Über die ZGF – Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt von 1858 e.V. ist ein eingetragener, als gemeinnützig anerkannter Verein. Die Arbeit finanziert sich aus den Beiträgen der Mitglieder, privaten Spendengeldern und Vermächtnissen sowie Kapitalerträgen der Förderstiftung „Hilfe für die bedrohte Tierwelt“. Hinzu kommt die Förderung von Projekten durch Drittmittel, beispielsweise Stiftungen oder öffentliche Förderprogramme. Die ZGF beschäftigt rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 17 davon in der Zentrale in Frankfurt, alle weiteren in den Projektländern. Darüber hinaus engagieren sich zum Beispiel 40 Ehrenamtliche als Naturschutzbotschafter im Zoo Frankfurt.

Zoo Frankfurt am Main 30.03.2015
Prof. Dr. Bernhard Grzimek und sein Frankfurter Zoo
Trenchcoat, dynamischer Schritt – im Mai vergangenen Jahres schien er kurz in den Zoo zurückgekehrt zu sein: Prof. Dr. Bernhard Grzimek gespielt von Ulrich Tukur bei den Dreharbeiten für den ARD-Zweiteiler „Grzimek“. Das Erste zeigt den Film über den passionierten Zoodirektor und Naturschützer am Karfreitag. Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch erinnert sich gut an seinen bekannten Vorgänger. „Inspiriert von seiner Sendung „Ein Platz für Tiere“ wollte ich schon als kleiner Junge Grzimek werden. Als junger Mann habe ich Bernhard Grzimek dann im Rahmen meiner Naturschutzarbeit kennengelernt“, erinnert sich Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch, „Damals habe ich jedoch noch nicht zu hoffen gewagt, dass ich einmal in seine Fußstapfen treten und selber Zoodirektor des Frankfurter Zoos und Vizepräsident der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt werden würde.“ Bei den Dreharbeiten sind Grzimek und Niekisch sich nun wieder begegnet. „Ulrich Tukur hat die Gesten und die Bewegungen von Bernhard Grzimek sehr gut getroffen. Es war wie eine Reise in die Vergangenheit – nicht nur für mich, sondern auch für den einen oder anderen Zoomitarbeiter, der Bernhard Grzimek noch als Auszubildender erlebt hat“, so Niekisch. Grzimeks beherztem Eingreifen nach dem 2. Weltkrieg ist es zu verdanken, dass der völlig zerstörte Frankfurter Zoo, dessen Auflösung bereits beschlossen war, schon am 1. Juli 1945 wiedereröffnet werden konnte – ohne die Erlaubnis der damaligen amerikanischen Militär-regierung. Unter widrigsten Umständen erhielt er mit einer Handvoll Mitarbeitern die wenigen überlebenden Zootiere und lockte Millionen Besucher mit geschickter Werbung und Jahrmarktattraktionen in den Zoo. Mit dem Erfolg stieg auch die Verantwortung. Unter der Leitung Grzimeks wurden mehrere Tierhäuser nach dem neusten Forschungsstand der damaligen Zeit erbaut. Sie machten den Zoo Frankfurt zum modernsten und attraktivsten in ganz Europa. Auch heute noch sind die Ideen des langjährigen Zoodirektors (1945-1974) und Naturschützers im Zoo präsent. Ganz im Sinne Grzimeks hat Niekisch den Naturschutz hoch auf die Agenda gesetzt. „Eine unserer wichtigsten Triebfedern ist die Verpflichtung zu Arten- und Naturschutz gemäß den Vorgaben der Welt-Zoo-Naturschutz-Strategie“, erläutert Niekisch. Deshalb setzt sich der Zoo für die Zucht und die Erhaltung seltener und bedrohter Tierarten ein. Heute koordinieren die Mitarbeiter der Wissenschaftlichen Abteilung die Zuchtprogramme verschiedener Tierarten. Natürlich hat sich der Zoo seit Grzimeks Zeit stark gewandelt. „Wir wissen heute viel mehr über die Lebensweise und die Gesunderhaltung der Tiere, denn Forschung und Tiermedizin haben sich entwickelt“, erläutert Niekisch. Heute sind keine sterilen Gehege mehr notwendig und die Tiere können in naturnah gestalteten Anlagen ihr natürliches Verhalten ausleben. „Grzimek würde sich darüber freuen!“, ist sich Niekisch sicher.

Zoo Basel 30.03.2015
Das neue Zoo-Restaurant öffnet seine Türen
Pünktlich zu Ostern öffnet am 1. April das umgebaute Zoo-Restaurant seine Türen. Die Besucher erwartet ein helles Selbstbedienungsrestaurant mit einem Angebot an regionalen und saisonalen Produkten. Ein neuer Take-Away-Bereich vor dem Restaurant und ein Platz zum Picknicken ergänzen das Angebot. Das Zoo-Restaurant präsentiert sich in einem neuen, frischen Look. Nach 15 Monaten des Umbaus ist es in ein modernes Selbstbedienungsrestaurant verwandelt worden. Es bietet den Besuchern eine grosse Auswahl an Saisonangeboten, Grill, Pasta, Menu, Kinderküche und Wok. Vor dem Restaurant stehen ein Picknickplatz mit Bäumen und ein Take-Away für den schnellen Imbiss zur Verfügung. Neu mit altem Charme – Das Restaurant ist in seiner Erscheinung einer Verjüngungskur unterzogen worden: Der Saal im Parterre erstrahlt in neuen Farben, eine neue Beleuchtung sorgt für Helligkeit und neue Tische, Stühle und Bänke bieten eine gepflegte Erscheinung. Zudem ist die Akustik im Restaurant entschieden verbessert worden und grosse Panoramafenster geben den Blick frei auf die entstehende Elefantenanlage. Der Charme des beliebten Zolli-Restaurants ist mit der Renovation aber keineswegs verloren gegangen: Die beliebten Zolli-Gartentische und Stühle sind saniert worden und die grossen Fenster, die alten Decken und die Raumstruktur sind erhalten worden. Der grosse Saal konnte durch die Neupositionierung der WC-Anlagen sogar noch vergrössert und mit einer Kinderspielecke ergänzt werden. Das gesamte Restaurant ist rollstuhlgängig und die Ein- und Abgänge sind stufenlos passierbar. Das Restaurant kann neu seitlich vom Vogelhaus und frontal von der Terrasse her kommend betreten werden. Als Neuerung enthält der Selbstbedienungssaal einen bedienten Bereich, während der vormals bediente Bereich im 1. Stock in einen Zolli-Saal sowie ein Foyer für Anlässe aller Art umgestaltet worden ist. Diese werden anfangs Juli zur Zoonacht mit einem zweitägigen Sommerfest eröffnet. Auf der gleichen Ebene wie der Picknick-Bereich befinden sich auch die neuen Schulungsräume, welche ab Juli in Betrieb genommen werden. – Regional und saisonal – Mit der Neueröffnung des Restaurants führt der Zoo Basel seine Bestrebungen für ein nachhaltiges Restaurantkonzept fort. Die Lebensmittel stammen grundsätzlich von Lieferanten in der Region und zertifizierte Lebensmittel werden zunehmend berücksichtigt. Die Restaurant-Gäste werden mittels Tafeln über die Richtlinien der Lebensmittelbeschaffung und über die Herkunft von Fleisch und Fisch informiert. Ziel ist es, die Besucher für den Schutz der natürlichen Ressourcen zu sensibilisieren.

Zoo Leipzig, 29.03.2015
Jungtier macht erste vorsichtige Schritte – „Intensivstation“ noch nicht verlassen
Knapp zwei Tage nach der Operation des gebrochenen Oberschenkels geht es dem kleinen Elefantenweibchen im Zoo Leipzig den Umständen entsprechend gut. Das Jungtier von Hoa wird 24 Stunden am Tag von Tierpflegern und Zootierarzt Dr. Andreas Bernhard betreut und steht somit unter ständiger Beobachtung. „Wir sind mit der Entwicklung zufrieden, müssen aber betonen, dass die Kleine noch nicht über den Berg ist“, sagt Zootierarzt Dr. Bernhard. Im übertragenen Sinne habe der Patient die „Intensivstation“ längst noch nicht verlassen. Die „Intensivstation“ – das ist im Falle des Jungtieres eine Box im rückwärtigen Bereich des Elefantentempel Ganesha Mandir. Das Jungtier hat Sichtkontakt zu Hoa sowie Don Chung und Trinh. Motorisch macht der Nachwuchs Fortschritte. Es wagt die ersten vorsichtigen Schritte ohne Unterstützung und belastet das operierte Bein entsprechend. Der Bauchgurt, den sie bislang trägt, dient nur zur Sicherung. Ernährt wird das Jungtier per Magensonde. Sechs Mal am Tag bekommt sie so eine Ersatzmilch sowie Muttermilch von Hoa, die abgemolken wird. Den aktuellen Status fasst Dr. Bernhard wie folgt zusammen: „Die motorische Entwicklung seit der Operation des Knochenbruches stimmt uns diesbezüglich zuversichtlich. Es ist eine langsame aber positive Entwicklung zu sehen. Die Ernährung per Sonde ist schwierig und nur als Übergangslösung zu betrachten, um ausreichend Energie und Nährstoffe zu geben.“ Von der weiteren Entwicklung des Gesundheitszustand, der nach wie vor als kritisch zu betrachten ist, und dem Fortschritt bei der Bewegung wird in den nächsten Tagen entschieden, wie mit der Ernährung sowie der Vergesellschaftung mit Hoa und den anderen Elefanten vorgegangen werden soll. Bis dahin wird das Jungtier weiterhin rund um die Uhr von den Pflegern betreut. „Wir bedanken uns bei allen für das Daumendrücken. Bislang hat es geholfen“, sagt das Team des Elefantenhauses, das sich über die große Anteilnahme der Öffentlichkeit freut. Das Elefantenweibchen wurde vergangenen Mittwoch auf der Innenanlage des Elefantentempels geboren. Am Donnerstag wurde bei einer Röntgenuntersuchung festgestellt, dass der rechte Oberschenkel gebrochen war. Der Bruch wurde am Freitag gemeinsam von externen Experten sowie dem veterinärmedizinischen Team des Zoos operiert. „Es gibt sehr wenig Erfahrung bei derartigen Fällen und wir sind froh, dass die bisherige Entwicklung so positiv verläuft. Allerdings sind wir weiter in Sorge, da noch ein weiter Weg vor uns liegt“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.

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