Portrait: Marmorfischeule

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Eulen (Strigiformes)
Familie: Eigentliche Eulen (Strigidae)
Gattung: Uhus (Bubo)
Art: Marmorfischeule (Bubo bouvieri)
Marmorfischeule (John Gerrard Keulemans)

Marmorfischeule (John Gerrard Keulemans)

Die Marmorfischeule erreicht eine Körperlänge von 46 bis 51 Zentimeter, wobei das Männchen leichter und kleiner ist als das Weibchen. In der Gefiederfärbung gibt es extreme individuelle Unterschiede. Einige Individuen weisen kräftige, dunkle Markierungen im Bereich der oberen Brust und Kopf auf, während das Gefieder anderer Individuen mit weniger breiten, braunen Streifen besetzt ist. Die Färbung der Oberseite, des Kopfes und des Mantels variiert zwischen blass rotbraun, dunkelbraun, hellbraun und ganz grau. Die Unterseite ist in der Regel meist weiß gefärbt, die mit dunklen Sprenkeln besetzt ist. Der nach vorn gebogene Schnabel ist kurz, aber kräftig und weist eine blasse cremefarbene bis gelbliche Tönung auf. Die Extremitäten und die Zehen sind blass gelblich gefärbt, die Zehen enden in kräftige Klauen.

Man findet den Vogel in den Ländern Angola, Kamerun zum Beispiel im Korup-Nationalpark, Zentralafrikanische Republik, Republik Kongo, Demokratische Republik Kongo, Gabun und Nigeria. Als Lebensraum bevorzugt die Eule Frischwassergebiete im Wald (subtropisch und tropisch) sowie Feuchtgebiete.

Die Marmorfischeule ernährt sich fast ausschließlich von Fischen. Von einem niedrig hängenden Ast aus, der sich über dem Wasser befindet, hält sie Ausschau nach Beute. Bei der Jagd taucht sie die ausgestreckten Fänge ins Wasser oder fliegt knapp über die Wasseroberfläche.

Zum Nisten werden tiefe Baumhöhlen in Wassernähe benutzt. Manchmal werden auch die verlassenen Nester von Hammerköpfen oder Dachböden benutzt. Die Brutsaison fällt in die Monate Januar bis Juni und erreicht den Höhepunkt von Februar bis April. Das Gelege besteht meist aus 2 Eiern, die ausschließlich vom Weibchen ausgebrütet werden, während as Männchen für Nahrung sorgt. Die Brutzeit beträgt 33 bis 38 Tagen. Meist überlebt nur das kräftigere der beiden Jungtiere. Nach dem Schlupf sind die Küken blind und nur mit spärlichen weißen Dunen bedeckt, später weist der Junguhu flauschige beigefarbene Daunenfedern auf. Die Jungtiere bleiben für 68 bis 70 Tage im Nest und ist nach ein paar Monaten völlig selbständig.

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