Zoopresseschau

Zoo Heidelberg 27.05.2015
Sonnenmilch für Borstentiere
Die 25 Ferkel des Zoo Heidelberg springen, buddeln und raufen bei gutem Wetter fast den ganzen Tag auf der Freianlage. Selbst zum säugen legen sich die beiden Muttersauen Juli und Dolores gerne in die Sonne. Doch die macht einem Teil der drei Wochen alten Ferkel Probleme: Während die Ferkel von Dolores der Rasse Duroc entsprechend dicht behaart und braun gefärbt sind, haben Julis schwarz-weiße Ferkelchen keinen natürlichen Sonnenschutz – und damit einen Hang zum Sonnenbrand. „Wenn die Kleinen schweinchenrosa sind, dann ist das schon eine Reaktion auf das viele Sonnenlicht und wir müssen schützend eingreifen.“ erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Verwundert stehen dann die Zoobesucher vor dem Gehege und schauen belustigt dem Treiben von Tierpfleger Artur Assmann zu. Mit einer Sprühflasche bewaffnet hechtet er jedem einzelnen Ferkel hinterher, um sie mit Sonnenmilch einzusprühen. Was so lustig aussieht, hat einen wichtigen Hintergrund. „Schweine haben eine sehr empfindliche Haut. Wenn dazu noch wie beim Schwäbisch-Hallischem Schwein dass Haarkleid nicht sehr dicht ist, müssen wir aufpassen, dass kein schwerer Sonnenbrand entsteht – wie bei einem Menschen mit schütterem Haarwuchs auch.“ berichtet der Tierpfleger. Sobald die kleinen Ferkel größer sind, werden sie sich wie ihre Mütter ausgiebig im Schlamm suhlen. Die getrocknete Schlammschicht schützt nicht nur gegen Sonnenbrand, sondern beugt Überhitzung und unerwünschten Insektenstichen vor. Und wenn der Schlamm zu bröckeln beginnt, scheuern sich die Tiere an Baustämmen und Pfosten und sorgen somit für eine gepflegte Haut, die bereit ist für das nächste Schlammbad. Aber nicht nur bei den Schweinen gibt es Nachwuchs. Die Zoobesucher können sich auf Nachwuchs bei den Schafen, Ziegen, Präriehunden, Zebras und vielen anderen Zootieren freuen. Geöffnet ist der Zoo Heidelberg täglich von 09:00 Uhr bis 19:00 Uhr.

Tiergarten Schönbrunn Wien 27.05.2015
BÄRTIGER AFFEN-NACHWUCHS
Eben erst geboren und schon einen Bart: Im Tiergarten Schönbrunn gibt es Nachwuchs bei den Kaiserschnurrbarttamarinen. Nach einer Tragzeit von fünf Monaten hat am 26. April ein Jungtier das Licht der Welt erblickt. Es trägt bereits das namensgebende Markenzeichen. „Der strahlend weiße Schnurrbart ist charakteristisch für diese Affenart. Er ziert sowohl Männchen als auch Weibchen. Da der Bart an den deutschen Kaiser Wilhelm II. erinnerte, gab man den kleinen Affen diesen kaiserlichen Namen“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Geschätzte 40 Gramm wiegt der Affennachwuchs derzeit. Ohne Schwänzchen ist er nur rund fünf Zentimeter groß. Auch ausgewachsen bringen diese Affen nur rund 350 Gramm auf die Waage. Flink und geschickt springen sie von Ast zu Ast. Ihr Schwanz hilft ihnen, das Gleichgewicht zu halten. Das Jungtier geht es natürlich noch gemütlich an. Schratter: „Abwechselnd wird es vom Vater und vom älteren Bruder, der im Vorjahr geboren wurde, huckepack durchs Gehege getragen. Die Männchen kümmern sich um die Pflege und Aufzucht des Jungtieres. Wenn das Kleine hungrig ist, übernimmt es die Mutter zum Säugen.“ Kaiserschnurrbarttamarine gehören zur Familie der Krallenaffen. Da sich das Jungtier stets im Fell der erwachsenen Tiere festkrallt, konnte das Geschlecht noch nicht festgestellt werden. Heimisch sind die kleinen Primaten im tropischen Regenwald Südamerikas. Sie verbringen den Großteil ihres Lebens auf Bäumen. Auf ihrem Speiseplan stehen in erster Linie Früchte, Baumsäfte und Insekten. Zu ihren Feinden zählen Großkatzen, Greifvögel und Schlangen. Wirklich bedroht sind sie allerdings durch die Zerstörung ihres Lebensraumes. In Zoos werden sie im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) gezüchtet.

Zoo Basel 27.05.2015
Nachwuchs bei den Zwergmangusten
Ende letztes Jahr sind auf der Krokodilanlage im Zoo Basel fünf Zwergmangusten eingezogen. Den kleinen Raubtieren scheint es dort zu gefallen: Bereits am 3. März entdeckte der Tierpfleger Nachwuchs. Die beiden Jungen sind mit ihrer kleineren und schlanken Gestalt noch gut von den Eltern zu unterscheiden. Die beiden Jungen sind mit den erwachsenen Zwergmangusten emsig auf der Anlage unterwegs, vergraben Mehlwürmer und buddeln im Erdreich. Dabei halten sie immer respektvoll Distanz zu den Nilkrokodilen. Hievt sich ein Krokodil aus dem Wasser an Land, meidet die ganze Gruppe diesen Bereich. Ganz genau beobachten die Zwergmangusten, wenn sich das riesige Reptil bewegt und geben wenn nötig sofort Alarm. Ganz anders die Krokodile: Sie interessieren sich kein bisschen für ihre Mitbewohner und zeigen keinerlei Reaktion auf die umherhuschenden kleinen Raubtiere. Mutter der Jungen ist vermutlich, wie bei Zwergmangusten üblich, das ranghöchste Weibchen. Ihr Partner ist das zweithöchste Rangmitglied, dann folgen die Jungtiere, welche einen höheren Rang haben als ältere Tiere. Ausserdem haben Weibchen immer einen höheren Rang als Männchen. Dabei sind Zwergmangusten äusserst friedliebend und hilfsbereit, streiten sieht man sie praktisch nie. Bei der Aufzucht der Jungen helfen alle Familienmitglieder mit, sogar das Säugen wird von anderen Weibchen übernommen. Bei der Futtersuche hält ein Tier Wache, so dass die anderen in Ruhe nach Futter such können. Nähert sich ein Feind, informiert der Aufpasser seine Artgenossen mit einem Warnruf. Südliche Zwergmangusten sind in Afrika zuhause. Sie bewohnen weite Teile des östlichen und südlichen Afrikas in Savannen, lichten Wäldern und Buschländern, sehr trockene Gebiete meiden sie. Südliche Zwergmangusten werden nur bis 400 Gramm schwer und gehören damit zu den kleinsten Mangustenarten der Welt.

Zoo Dresden 26.05.2015
Oppacher-Kindertag im Zoo Dresden – Nur 1,- Euro Zoo-Eintritt für alle Kinder zum Weltkindertag
Wenn am 1. Juni weltweit der internationale Kindertag gefeiert wird, laden wir zusammen mit Oppacher Mineralquellen alle Kinder ganz herzlich für nur 1,00 Euro Eintritt in den Dresdner Zoo ein. Es warten viele Überraschungen mit Zoo-Maskottchen KOALI, Bastelaktionen, Kinderschminken und Spielspaß auf alle kleinen Zoo-Besucher

Zoo Hannover 26.05.2015
Zoo-Backstage – Blicke hinter die Kulissen des Erlebnis-Zoo Hannover
2015 ist für den Erlebnis-Zoo Hannover ein ganz besonderes Jahr: Am 4. Mai 2015 wurde der Zoo 150 Jahre alt. Das Jubiläum feiert der Erlebnis-Zoo mit einem bunten Programm von Mai bis Oktober. Am 26. Mai hieß es „Zoo-Backstage“! Wohin führt eigentlich die Treppe neben dem Flusspferdhaus, wie sieht es in der Zoo-Werkstatt aus, wo wird die Gastronomie Herr über Teller und Tassen, wenn 10.000 Gäste im Park sind, wie ist ein Elefantenstall aufgebaut, wo wird das Futter für die Tiere gelagert? Beim großen Zoo-Backstage stellte das Team des Erlebnis-Zoo an insgesamt 25 Stationen vor, welche Arbeitsbereiche es im Erlebnis-Zoo gibt und welche aufwändige Technik für den Zoo-Alltag benötigt wird. Tief unter dem Stall der Flusspferde zum Beispiel verbirgt sich die Wasseraufbereitungsanlage für die Themenwelt Sambesi. Es blubbert und zischt in riesige Kesseln und Rohren. Hier unten wird dafür gesorgt, dass die Flusspferde in klarem Wasser spazieren und durch die großen Panoramascheiben gut zu sehen sind (wobei deutlich wird, dass sie nicht schwimmen, sondern sich vom Boden abstoßen). Pro Stunde werden 500 m³ Wasser gereinigt. Die mechanische Grobreinigung, erfuhren die Besucher, erfolgt über eine Siebtrommelanlage. Danach durchläuft das Wasser eine Mehrschicht-Kies-Filteranlage. Eine Ozonanlage dient zur Desinfektion und Algenbekämpfung. Das gereinigte Wasser wird wieder in die Becken eingespeist und entsprechend der benötigten Temperatur auf 18-20 Grad erwärmt. Auf dem Wirtschaftshof wurde die gesamte Maschinenflotte der Gärtnerei von Kettenbagger über Radlader, Minibagger bis zur Hebebühne nebst den vielfältigen Aufgaben der Abteilung vorgestellt, die von Gehege-Umbau und -Neubau, Baumkontrolle, Wege- und Tiefbau, Neupflanzungen und Gartenpflege bis hin zu Reinigungsarbeiten, Winterdienst, Thematisierung und Unterstützung bei Tiertransporten reicht. Ein Blick in die Zoo-Werkstatt zeigte, dass die Techniker, Schlosser und Elektriker des Erlebnis-Zoo vom defekten Zaun bis zur kaputten Kaffeemaschine alles reparieren. Ob eine UV-Lampe bei den Faultiere nicht funktioniert oder defekte Endlagenschalter eine Wasserpumpe stilllegen – Team Technik richtet es. In der Yukon Market Hall bekamen die Gäste einen Einblick in den Backgroundbereich eines gastronomischen Betriebes. Was ist ein Kühllager, wie viel fasst eine große gewerbliche Spülanlage, wie sieht die Vorbereitungsküche aus? Ausführlich schilderten die Mitarbeiter in der Yukon Market Hall und im Gasthaus Meyer alle Arbeitsabläufe und verrieten Daten und Fakten zur gesamten Zoo-Gastronomie. Bei den spannenden Führungen hinter die Kulissen verrieten die Scouts, was ein zoologischer „Koffer“ im Gegensatz zu einem „Vorgehege“ ist, dass sich die Größe der Boxen in den Stallungen durch Schiebeanlagen verändern lässt, warum Stall-Heizungen oft weit oben angebracht sind, wo der Gang für die Flusspferde zum Außengehege ist und wie die massiven Tore bewegt werden, wie viele Kühlräume es im Futtermagazin für Obst und Fleisch gibt und wo der Futtermeister die köstlichen Torten für die Tiergeburtstage kreiert, warum Sirup, Ketchup und Lebertran in der Küche der Eisbären stehen und wieso der Boden im Elefantenstall besonders weich ist. Die Besucher konnten Blicke in die Futterküche im Urwaldhaus, das Schlafzimmer der Wombat, die Stallungen von Nashörnern, Flusspferden, Bisons, Straußen, Hulman-Languren, Elefanten und Kängurus werfen und sich nicht zuletzt ausgiebig über alle Berufe und Ausbildungsplatzangebote im Erlebnis-Zoo informieren. Insgesamt sorgen nämlich 331 Mitarbeiter (w/m, umgerechnet auf Vollzeitstellen) in den Arbeitsfeldern Zoologie, Technik, Gastronomie, Marketing, Merchandising, Vertrieb, Verwaltung für den rundum gelungenen Zootag. Es gibt weibliche und männliche Köche, Kassierer, Verkäufer, Tierpfleger, Biologen und Zoologen, Tierärzte, Juristen, Diplom-Betriebswirte, Servicekräfte, Reinigungsspezialisten, Restaurantfachkräfte, Gärtner, Architekten, Elektriker, die sich alle um das Wohl von den rund 2.000 tierischen Kollegen von A wie Ameise bis Z wie Zebra und das Wohl der über 1,3 Millionen Besucher jährlich kümmern.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 26.05.2015
Fledermaus – Komm ins Haus! Eine neue Ausstellung im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec
In der neuen Ausstellung dreht sich alles um die Fledermaus. In Sachsen kommen insgesamt 19 verschiedene Arten dieser fliegenden Säugetiere vor. Leider haben diese spannenden Tiere bei uns einen schweren Stand: Es gibt nicht genug Schlafquartiere, weswegen die Anzahl der Fledermäuse immer mehr abnimmt. Neben Informationen über die Lebensweise zeigt die Ausstellung, was jeder für den Schutz der bedrohten Tiere tun kann. Wer Fledermausquartiere erhält oder neu schafft, bekommt dafür die Fledermausplakette der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, die auch diese Ausstellung zur Verfügung stellt. Es ist sehr zu empfehlen, etwas mehr Zeit für den Spaziergang durch den Tierpark einzuplanen und ihn mit dem Besuch der Ausstellung „Fledermaus“ abzurunden. Die Ausstellung ist vom 30. Mai bis zum 05. August 2015 zu sehen und für Besucher des Tierparks kostenlos.

Zoo Magdeburg, 22.05.2015
Auf die Länge kommt es an: Tierische Neulinge in der Zoowelle
Eine neue Reptilienart ist in das Terrarium im Zooeingangsgebäude eingezogen: zwei Smaragd-Langschwanzeidechsen. Sie sind ein Geschenk des Neunkircher Zoos. Auffälligstes Merkmal des grünlichen Reptils sind die ungewöhnlichen Körperproportionen. Der Schwanz der Eidechse ist drei bis fünf mal länger als der Körper. Nach dem Schlupf wiegen die Tiere nur 0,3 Gramm und erreichen schlussendlich eine Körperlänge von etwa 30 Zentimetern. Diese zierliche Reptilienart, die in ihren Bewegungen sehr elegant wirkt, wird aufgrund ihrer Schnelligkeit auch „Schnell-Läufereidechse“ genannt. In den Zoos ist sie sehr selten – in Deutschland wird sie derzeit nur in Neunkirchen und in Magdeburg gehalten. Smaragd-Langschwanzeidechsen leben endemisch auf den japanischen Ryukyu-Inseln in den subtropischen Regenwäldern. Die Neulinge sind neben Goldstachelmäusen, Zwergürtelschweifen, Erdmännchen und einer Abgottschlange im Zooeingangsgebäude kostenfrei zu beobachten als Art „Schnupper-Zoobesuch“. So kann man einen Spaziergang im Vogelgesangpark mit seinen reichblühenden alten Rhododendronbüschen, botanischen Raritäten sowie dem alten Rosengarten mit historischer Pergola mit einer anschließenden Tierbeobachtung verbinden, die Lust auf den nächsten Zoobesuch macht. Ein Blick auf die Erdmännchenfamilie, die derzeit auch ein Jungtier hat, lohnt ebenfalls. Am Pfingstmontag findet um 14 Uhr nochmals das „Öffentliche Wiegen“ der zwei Schneeleopardenkater auf der Wiese hinter der Tigeranlage statt.

Zoo Osnabrück, 22.05.2015
Neuer Nashornbulle im Osnabrücker Zoo
Zuchtgruppe wieder komplett
Der achtzehnjährige Nashornbulle Miguelin aus dem GaiaZOO im niederländischen Kerkrade lebt jetzt als neuer Zuchtbulle im Osnabrücker Zoo. Achtzehn Jahre, geborener Spanier und Neunfachvater: Das ist Miguelin, der neue Nashorn-Zuchtbulle im Zoo Osnabrück. Der umgängliche Dickhäuter kam am Donnerstagnachmittag auf dem Schölerberg an. Zuvor lebte er im Kerkrader GaiaZOO mit zwei seiner insgesamt vier Söhne zusammen. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht-programms(EEP) der zoologischen Gärten fand nun der Umzug statt: Vom niederländischen Kerkrade, das in der Nähe der deutschen Grenze bei Aachen liegt, ging es knapp 280 Kilometer nordöstlich in das niedersächsische Osnabrück. Hier wird er mit den drei aus einer Familie stammenden Nashornkühen Lia (12 J.), Marcita (10 J.) und Amalie (8 J.) zusammenleben. „Wir hoffen mit Miguelin erfolgreich züchten zu können – das wäre dann der erste Nashornnachwuchs hier im Zoo“, erklärt Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter, der den Transfer organisiert hat. Der im spanischen Cabarceno geborene Breitmaulnashornbulle hat nun erst einmal Zeit, sich einzugewöhnen. Nach der ersten Nacht im neuen Stall durfte er Freitagvormittag zunächst in den Vorhof. Auch an den Pfingsttagen wird Miguelin im Vorhof bleiben, bevor er anschließend einen Teil der Außenanlage kennen lernen wird. „Hier bleibt der Neuankömmling vorerst alleine, allerdings kann Miguelin die Kühe durch ein Kontaktgitter beschnuppern. Je nachdem wie die imposanten Dickhäuter aufeinander reagieren, werden sie nach einiger Zeit zusammen gelassen“, erläutert Klumpe das weitere Vorgehen. Riechen können die drittgrößten Landsäugetiere übrigens besser als Sehen: Sie können – bei passender Windrichtung – aus über 700 Metern die Witterung aufnehmen. Zu guter Letzt lernt Miguelin auch die Zebras und Pinselohrschweine kennen, die sich mit den Nashörnern die Anlage teilen. Die Zucht von bedrohten Tierarten ist besonders wichtig. „Ende des 19. Jahrhunderts galt das Südliche Breitmaulnashorn als so gut wie ausgestorben“, erklärt der Osnabrücker Zoodirektor Prof. Dr. Michael Böer. „Nach einem Jahrhundert intensiver Schutzbemühungen hatte sich der Bestand erholt. Doch die Wilderei – inzwischen paramilitärisch durch international tätige Syndikate organisiert – hat in den letzten Jahren leider noch nie dagewesene Ausmaße erreicht.“ Umso wichtiger ist es, durch Zucht die Arterhaltung zu unterstützen. Das vom niederländischen Safaripark Beekse Bergen gesteuerte europaweite Erhaltungszuchtprogramm für diese Art hat begründete Aussicht, in circa zehn Jahren eine von der Wildbahn komplett unabhängige sich selbst erhaltende Population dieser urigen Tiere zu schaffen. „Für unsere drei in der Aufzucht jüngerer Geschwister schon erfahrenen Nashorndamen wäre es außerdem sehr schön selbst eigenen Nachwuchs im Sozialverband großzuziehen, weil das Familienleben in mehreren Generationen entscheidend zu deren Wohlbefinden beiträgt“, so Böer weiter. Miguelin tritt die Nachfolge des im Januar in hohem Alter von 38 Jahren verstorbenen Nashornbullen Hans-Franz an, der seit 1979 am Schölerberg lebte. Mit Hans-Franz war dem Zoo keine Nachzucht gelungen. In den vergangenen zwei Jahren war daher in Zusammenarbeit mit dem „Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung“ versucht worden, die drei Zuchtkühe Lia, Marcita und Amalie künstlich zu besamen – leider erfolglos. „Durch Miguelin haben wir neue Hoffnung auf Nashorn-Nachwuchs, schließlich ist er bereits neunfacher Vater“, freut sich Klumpe. Besucher und Zoomitarbeiter müssen sich aber noch gedulden, um zukünftig kleine Nashörner im „Tal der grauen Riesen“ beobachten zu können: Die gefährdeten Dickhäuter tragen circa eineinhalb Jahre, bevor sie ihr Kalb zur Welt bringen.

Tierpark Chemnitz, 22.05.2015
Amurkatzen in ihr neues Gehege gezogen, Neue Tierart Manul, Drei Zicklein geboren
Vor einigen Tagen konnten die beiden Amurkatzen des Tierparks, ein fünfzehnjähriger Kater und eine siebenjährige Kätzin, in ihr erweitertes und verschönertes Gehege einziehen. Damit ist der zweite Bauabschnitt des sogenannten Katzenringes abgeschlossen. Die Kosten für den Umbau betrugen rund 129.000 €. Das alte Gehege, welches aus den 80er Jahren stammte, entsprach nicht mehr den Mindestanforderungen an die Haltungsbedingungen. Fertiggestellt wurde die Anlage schon vor einigen Wochen, sie musste aber noch eingerichtet und bepflanzt werden. Der Tierpark hält einige selten gezeigte und bedrohte Kleinkatzenarten. Neben den Amurkatzen sind dies die Omankatzen und seit einiger Zeit Manule. Das Manulgehege war der erste Abschnitt des Katzenrings, sein erster Bewohner, ein junger Kater aus dem Zoo Moskau, zog bereits vor einigen Wochen ein. Er ist noch recht scheu und zieht sich meist in seine Schlafbox zurück. Wenn seine zukünftige Gefährtin aus einem schottischen Zoo eingetroffen ist, wird er sicher aktiver werden. Der Manul, auch Pallaskatze genannt, kommt in Zentralasien, vor allem in der Mongolei, vor und ist bis in Höhen von 5000 m anzutreffen. Das dichte Fell schützt vor Kälte und Schnee. Die Omankatzen, derzeit leben im Tierpark zwei, werden nächstes Jahr ein neues Gehege bekommen. Dafür läuft derzeit die Ausführungsplanung, der die Ausschreibung folgen wird, der Baustart wird vermutlich erst Anfang 2016 sein. Aber auch die anderen Tiere sind einen Pfingstausflug in den Tierpark wert. Dabei können auch die jüngsten Bewohner im Bauernhof beobachtet werden – diese Woche hat es dreimal Nachwuchs, ein Männchen und zwei Weibchen, bei den Afrikanischen Zwergziegen gegeben.

Tiergarten Nürnberg, 22.05.2015
Wieder Eulen für die Natur
Im Tiergarten der Stadt Nürnberg gibt es vorübergehend junge Uralkäuze zu bestaunen. Die zwei Jungvögel schlüpften bereits am 24. März 2015. Jetzt halten sie sich meist auch außerhalb ihrer Bruthöhle auf und zeigen sich den Besucherinnen und Besuchern Bereits 1965 wurden im Tiergarten der Stadt Nürnberg weltweit erstmals Uralkäuze (Strix uralensis), die wegen ihrer Färbung auch Habichtskäuze genannt werden, gezüchtet. Nach nur einem Jungvogel im vergangenen Jahr gab es heuer im Tiergarten wieder zwei Jungvögel bei der seltensten Eulen-Art Deutschlands. Am 24. März 2015 schlüpften zwei Uralkäuze, die seit kurzem meist auch außerhalb der Bruthöhle zu sehen sind. Im Bayerischen Wald – der westlichsten Spitze ihres Verbreitungsgebietes und ihrem einzigen Lebensraum in Deutschland – war diese Eulen-Art bis Ende des 19. Jahrhunderts Brutvogel. Auf der tschechischen Seite wurde der letzte Vogel 1926 erlegt, in Österreich konnte er schon länger nicht nachgewiesen werden. Um die Art wieder heimisch werden zu lassen, läuft seit 1975 ein Projekt zur Wiederansiedelung dieser eindrucksvollen Tierart im Nationalpark Bayerischer Wald. 1995 wurde das Artenschutzprojekt um die tschechische, 2001 um eine österreichische Beteiligung erweitert. In dem entstandenen internationalen Großprojekt engagierte sich der Tiergarten Nürnberg mit dem Nachwuchs in vierter Zoo-Generation. Der Jungvogel vom vergangen Jahr wurde im Wildnisgebiet Dürrenstein am Nordostrand der Alpen ausgewildert. Die diesjährigen Käuze sind während der nächsten Wochen noch im Tiergarten zu sehen, bevor auch sie ihre Reise nach Österreich antreten, um dort ausgewildert zu werden und dazu beizutragen, dass die ursprüngliche Verbindung des Verbreitungsgebietes vom Bayerischen Wald bis nach Slowenien und Kroatien wieder hergestellt wird. Der Tiergarten unterstützt auch die Überwachung der ausgewilderten Eulen, um zuverlässige Daten über den Erfolg der Maßnahme zu erhalten. Seit 2003 hat der Tiergarten mit der diesjährigen Auswilderung insgesamt 20 Uralkäuze im Nationalpark Bayerischer Wald, im Biosphärenreservat Wienerwald und im Wildnisgebiet Dürrenstein ausgewildert und damit nicht unwesentlich zum Aufbau der dortigen Bestände beigetragen. Fünf weitere Nürnberger Käuze gingen in Zuchtstationen nach Österreich, wo sie mit anderen Zoovögeln verpaart wurden.

Freunde Hauptstadtzoos Berlin, 22.05.2015
Historischer Friedhof im Tierpark nach Restaurierung übergeben: Friedhof der Familie von Treskow fertiggestellt aus Spendengeldern
Am Freitag, 22. Mai 2015, wurde der restaurierte Friedhof der Familie von Treskow vom Förderverein von Tierpark und Zoo übergeben und eine Informationstafel enthüllt. Anlässlich des 750jährigen Jubiläums vom Ortsteil Friedrichsfelde und dem 330jährigen Jubiläum vom Schloss Friedrichsfelde wurde nun der Friedhof restauriert. Die Initiative für die Restaurierung und die Aufstellung einer Informationstafel übernahm der Förderverein von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e. V. Insgesamt hat die Restaurierung ca. 38.000 Euro gekostet; mit 14.000 Euro beteiligte sich das Landesdenkmalamt Berlin. Die übrigen Mittel sind von Spenden der Freunde der Hauptstadtzoos und der Familie von Treskow finanziert worden. Abseits vom Wege, unmittelbar vor den Anlagen für Brillenbären und Eisbären, befindet sich in einem Waldstück der Friedhof der Familie von Treskow, die von 1816 bis 1945 im Schloss Friedrichsfelde, dem historischen Mittelpunkt vom Tierpark Berlin, lebte und 1821 von Peter Joseph Lenné u.a. den Friedhof anlegen ließ. „Als Förderverein ist es uns wichtig, dass wir die Geschichte des Parks in der Gegenwart und für die Zukunft bewahren. Der Tierpark Berlin ist nicht nur mit seiner Größe, sondern auch mit seiner Geschichte einzigartig.“, so Thomas Ziolko, Vorsitzender der Freunde der Hauptstadtzoos. Dr. Andreas Knieriem, Direktor vom Tierpark Berlin und Zoo Berlin: „Mein Dank gilt dem bürgerschaftlichem Engagement der Freunde der Hauptstadtzoos, die mit viel Liebe zum Tierpark einen Beitrag zur Gestaltung leisten. Sie haben den Friedhof aus dem Schatten geholt.“ Michael von Treskow, selbst auch Mitglied im Förderverein vom Tierpark und vom Zoo, bedankte sich für das Engagement und betonte, dass es nicht nur ein Ort für die Familie ist: „Daher ist diese Erbebegräbnisstätte auch ein Ort erfahrbarer Geschichte für die heutige Bevölkerung in Friedrichsfelde und Karlshorst, die jetzt mit einer Info-Tafel einen Teil der Geschichte erläutert und zum 750jährigen Jubiläum von Friedrichsfelde im neuen Glanz erstrahlt.“

Wilhelma Stuttgart, 22.05.2015
Blick in die Kinderstuben der Wilhelma: Kraniche, Bongos und Totenkopfäffchen zeigen ihren Nachwuchs
In der Wilhelma werden immer neue Familienbande gesponnen. Elternzeit ist derzeit im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart unter anderem angesagt bei den Totenkopfäffchen, Bongos und Mandschurenkranichen. Doch unterschiedlicher könnte es in den Kinderstuben kaum zugehen. Bei den Kranichen zieht das Elternpaar ein Einzelkind auf. Bei den Affen haben gleich fünf der sechs Weibchen Nachwuchs und helfen sich gegenseitig aus. Und bei den Waldantilopen wachsen nach längerer Babypause zwei Kälbchen heran. Das Kranichküken ist das jüngste unter ihnen. Erst am vergangenen Sonntag geschlüpft, lässt die flaumige Kugel bisher nur Experten ahnen, dass einmal ein schlanker Schreitvogel mit hohen Beinen und langem Schnabel aus ihr werden wird. Doch das Kind wächst schnell. Das macht regelmäßige Besuche an der Damaszenerhalle interessant. Innerhalb von drei Monaten wird es die Größe seiner Eltern erreichen: rund 1,50 Meter. Bei den Totenkopfäffchen ist dagegen die Bude ungewöhnlich voll. Mit den fünf Nachzuchten aus diesem Frühjahr und vier Halbstarken, die 2012 bis 2014 geboren wurden, sowie den Eltern (die auch ausgewachsen nur eine Körperlänge von 26 bis 36 Zentimetern erreichen), sehen die Äffchen aus wie Orgelpfeifen. Dass derzeit 16 von ihnen durcheinander turnen, ist schon ungewöhnlich. Meist wird das Zuchtmännchen von den Weibchen nach einiger Zeit aus der Gruppe verjagt. In der Wilhelma versteht sich die Sippe dagegen ausgezeichnet. Angeführt wird sie von Zlotan, der 2013 aus Ungarn kam, als sein Vorgänger Eubie nach London zog. Nach dem ersten Monat tragen nicht nur die Mütter ihre Kinder herum, sondern dann nehmen auch die Tanten die Kleinen wechselseitig huckepack, um die Mütter zu entlasten. Das bietet ein besonderes Bild im Gehege auf den Subtropenterrassen. Bei den Bongos hatte sich im vergangenen Herbst nach sechs Jahren wieder der erste Zuchterfolg eingestellt. Jetzt ist es innerhalb von einem halben Jahr ein zweites Mal geglückt. Der Ende Oktober geborene Kaamu hat eine Halbschwester bekommen. Wie seine Mutter Wilma ist auch seine Tante Asante schon in der Wilhelma zur Welt gekommen. Die hat nun mit Ndala ein Mädchen zur Welt gebracht. Vater des Nachwuchses ist jeweils Tambo, der 2012 aus dem Duisburger Zoo nach Stuttgart gekommen ist. Die sechste im Freigehege neben dem Giraffenhaus ist die Bongokuh Cindy. Die Kleinen haben bereits die typischen hellen Nadelstreifen in ihrem rotbraunen Fell und den schmalen Bürstenkamm auf dem Rücken. Die gedrehten Hörner wachsen ihnen mit der Zeit. Die Nachzucht hilft, diese markante Antilopenart vor dem Aussterben zu bewahren. In der Natur gibt es von den ostafrikanischen Bongos schätzungsweise nicht mehr als 150 Tiere.

Zolli Basel, 21.05.2015
Gorilla-Geburt im Zoo Basel
Am Dienstagnachmittag, den 19.5., ist im Zoo Basel ein Gorilla zur Welt gekommen. Mutter Joas (26) und das Kleine sind wohlauf. Ob es ein Junge oder ein Mädchen ist, ist noch nicht bekannt. Vater M’Tongé war erst im Spätsommer 2014 in den Zoo Basel gekommen. Es ist seit zehn Jahren das erste Mal, dass im Zoo Basel ein Gorillakind geboren wird. Der jüngste Spross der Basler Gorillagruppe ist um 15 Uhr Nachmittags zur Welt gekommen. M’Tongé (16) und die erfahrenen Gorillafrauen Faddama (32) und Quarta (47) interessierten sich sehr für das Kleine und versuchten immer wieder einen Blick zu erhaschen. Joas wollte wohl noch etwas Ruhe haben und türmte soviel Holzwolle um sich herum auf, wie es nur ging. Am Tag darauf wurde das Kleine mehrmals beim Trinken gesehen: Ein wichtiges Zeichen, dass es Mutter und Kind gut geht. Schon am Mittwochmorgen unternahm Joas mit ihrem Sprössling einen kleinen Ausflug in die Aussenanlagen. Für Joas ist es das dritte Kind und sie kümmert sich dementsprechend mit viel Umsicht und Erfahrung um ihren Nachwuchs. Das letzte Mal hatte es im Zoo Basel im Jahr 2005 Nachwuchs bei den Gorillas gegeben. Ausser Joas und ihrem Kind besteht die Gorillagruppe im Zoo Basel aus M’Tongé, Faddama, Quarta, Zungu (13) und Goma (56).

Zoo Dortmund, 21.05.2015
Zoo Dortmund trauert um Löwin Moreni
Zu einem folgenschweren und tragischen Vorfall kam es am frühen Morgen vor der Öffnung des Zoos im Raubtierhaus. Völlig unerwartet und plötzlich griff der dreijährige Löwenkater Lolek seine vierzehnjährige Mutter Moreni an und tötete sie. Moreni war in den vergangenen Monaten in der Krankenstation und wurde heute erstmals wieder mit ihrem Sohn zusammengelassen. Das Tiermanagement des Zoos hat die Zusammenführung der beiden Raubkatzen sehr umsichtig geplant und Schritt für Schritt durchgeführt. „Lolek hat seine Mutter sofort angegriffen. Diese hat sich ihm zwar ordnungsgemäß unterworfen, doch hat er die Unterwerfungsgeste nicht akzeptiert. Alle Versuche der Tierpfleger, die beiden Tiere zu trennen, sind bedauerlicher Weise fehlgeschlagen. Leider gibt es bei der Arbeit mit Tieren immer einen Faktor des Ungewissen – das sind die Tiere selbst. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zoos trauern um Moreni. Das ganze Team ist sehr betroffen. Moreni war eines unserer populärsten Tiere“, erläutert Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter. Jetzt lebt im Zoo Dortmund nur noch ein Löwe, der Kater Lolek. Loleks Zwillingsbruder Bolek befindet sich seit kurzem in der Zoom Erlebniswelt in Gelsenkirchen. Aufgrund dieses Vorfalls bleibt das Raubtierhaus zunächst für die Besucherinnen und Besucher geschlossen.

Münchener Tierpark Hellabrunn, 21.05.2015
Frühling, Sonne, Baby-Boom in Hellabrunn
Frühlingszeit = Jungtierzeit: Fast täglich kommen im Münchner Tierpark Jungtiere zur Welt und erkunden ihre Anlagen – zum Entzücken der beobachtenden Besucher. Ohren aufgestellt, mit der Zunge über das Mäulchen geschleckt, und immer schön das Gleichgewicht halten: Das süße Banteng-Jungtier Petra ist sichtlich bemüht, alles, was es schon kann, gleichzeitig hinzubekommen. Das am 18. April geborene, etwas schüchterne Banteng-Kalb ist bereits fleißig bemüht, an Mama Buffys Seite zu bleiben. Nur zum Spielen fehlt noch der richtige Partner. Papa Raoul ist viel zu schwer, und gegen die halbstarken, einjährigen Geschwister hat Petra noch keine Chance. Aber schon bald wird mit weiterem Banteng-Nachwuchs gerechnet, dann hat Petra perfekte Spielkameraden und kann mit ihnen gemeinsam auf der Anlage umhertollen. Bereits ziemlich fit und schnell sind die beiden Mhorrgazellen-Kids Pany (geb. am 11.4.) und Pestacia (geb. am 19.4.). Eigentlich werden die Jungtiere der aus Nordafrika stammenden Art – wie die heimischen Rehe – im Gras abgelegt und verbleiben dort, mucksmäuschenstill. Für die kleine Panya ist das stundenlange Verharren auf der Wiese aber schon viel zu langweilig, sie entdeckt lieber die spannende Welt an der Seite von Mama Viona. Auch Pestacia wird sich bestimmt bereits bald am Gruppen-Bockspringen der Mhorrgazellen-Herde, inklusive ihrer Mama Malia, beteiligen. Wie Gummibälle tollen die schlanken Gazellen bei Lust und Laune über die Wiese und springen dabei bis zu einem Meter hoch. Zoodirektor Rasem Baban freut sich über den Babyboom im Tierpark Hellabrunn: „Auch drei Pelikanküken haben wir dieses Jahr, die sich prächtig entwickeln. Um die Tiere beim Brüten und bei der Aufzucht ihrer Jungtiere nicht zu stören, lassen wir sogar die Umbauarbeiten an der Pelikan-Anlage ruhen.“ Und er ergänzt: „In den kommenden Wochen wird es bei vielen verschiedenen Tierarten in Hellabrunn Nachwuchs geben. Besonders freuen wir uns darüber, dass unsere Nashorndame Rapti trächtig ist. Sie erwartet im August ein Baby.“ Die Pelikanküken sind am 19.4. geschlüpft. Auch bei den Nyalas (Pula, geboren am 1.5. und Penelope, geboren am 15.5.), den Przewalski-Pferden (Jungtiere geboren am 1., 9. und 15.5.) und den Fetten Sandratten gibt es bereits Nachwuchs.

Allwetterzoo Münster, 21.05.2015
Treffen der „Giganten“ im Allwetterzoo Münster: Rocky trifft auf Rocky!
Als Ex-Fußballnationalspieler Christoph Metzelder vor einigen Wochen die Patenschaft für den im Dezember 2014 geborenen Giraffenbullen im Allwetterzoo Münster übernommen hatte, taufte er ihn auf den Namen „Rocky“ benannt nach Stürmer Rogier „Rocky“ Krohne vom SC Preußen 06 e.V. Münster. „Meine Verbundenheit zu den Preußen ist immer noch sehr hoch“, begründete Metzelder damals seine Entscheidung. „Rogier Krohne, der mit Spitznamen Rocky heißt, ist sehr beliebt bei den Fans und sehr groß, also genau passend für einen Giraffen-Namenspaten. Denn Giraffen sind groß, sehr beliebt und zudem extrem sympathische Tiere…“ Am heutigen Donnerstag kam es nun zum Treffen der Giganten auf dem Giraffen-Rasenplatz im Allwetterzoo. Es trafen Giraffenkalb „Rocky“, Pate Christoph Metzelder und Namenspate Rocky Krohne erstmalig unter der Regie von Zoodirektor Jörg Adler aufeinander. Anfangs hat das Giraffenjungtier seine Gäste interessiert beschnuppert, dann gab es einen flotten Galopp auf der Rasenfläche und schließlich lockten die Paten mit frischem Laub und Futterpellets für ein gemeinsames Gruppenfoto. Die beiden Sportler zeigten sich beeindruckt von der mittlerweile 2,50 m großen Giraffe, die bei der Geburt am 29. Dezember 2014 „nur“ etwa 1,70 m maß.

Zoo Neunkirchen, 21.05.2015
Glanz und Geschrei aus Asien – Neue Himalaya-Voliere mit Himalaya-Glanzfasanen und China-Sittichen im Neunkircher Zoo
Die kleinen und großen Besucher des Neunkircher Zoos können in diesem Jahr schon wieder zwei neue Tierarten entdecken: Ein Paar China-Sittiche und vorerst ein männlicher Himalaya-Glanzfasan sind kürzlich eingezogen. Für die beiden Vogelarten wurde eine ältere leer stehende Voliere in nur wenigen Tagen komplett in Eigenleistung neu eingerichtet und verschönert. In und außerhalb der Voliere stellen Felsen und typische Pflanzen wie Zwergkiefern und Bambus den Lebensraum der beiden Vogelarten, unter anderem das Himalaya-Gebirge, nach. Die drei Vögel kommen ursprünglich als Geschenke aus dem niederländischen ZooParc Overloon, wo sie sich auch schon ihr Zuhause teilten. Mit den bis zu 50 cm langen und bunt gefärbten China-Sittichen sind neben den kleinen Wellensittichen in Streichelkirchen nun endlich auch wieder größere Vertreter der Papageien im Zoo der Kreisstadt Neunkirchen zu bewundern. Die Männchen der sprachbegabten Sittiche sind an den roten Oberschnäbeln gut von den schwarzschnäbligen Weibchen zu unterscheiden. Mit dieser im Freiland potenziell gefährdeten Art beteiligt sich der Zoo am Monitoring des Europäischen Zoo – und Aquarienverbandes (EAZA) in Kooperation mit dem Zuchtprojekt der Gesellschaft für Arterhaltende Vogelzucht e.V. (GAV). Ein noch schöneres Gefieder als die schon bunten und lautstarken China-Sittiche besitzt ihr Untermieter, der Himalaya-Glanzfasan. In der Natur veranstalten die Männchen dieser auch Königs-Glanzfasan genannten Hühnervogelart während der Balz Schauflüge, um ihre glänzenden Federn noch besser zur Geltung zu bringen. Auch im Neunkircher Zoo soll der Hahn baldmöglichst eine Partnerin aus einem anderen Zoo erhalten. Das Paar der China-Sittiche hat sich so schnell im Neunkircher Zoo eingelebt, dass direkt die bereitgestellten Bruthöhlen in natürlichen Holzstämmen genauestens unter die Lupe genommen wurden. So ist die Hoffnung tierisch groß, dass die tierischen Neuzugänge schon bald für Nachwuchs sorgen werden. Alle drei Vögel suchen allerdings noch einen Tierpaten.

Zoo Heidelberg, 21.05.2015
Quietschfidele Schweinebande erobert die Besucherherzen
Am Gehege der Hausschweine drängen sich die Zoobesucher und schauen belustigt einer ganz besonderen Rasselbande zu. 25 quirlige Ferkel toben über die Anlage, buddeln im Sand, säugen und kuscheln sich an ihre Mütter. Schwein Juli brachte vor zwei Wochen gleich 14 Ferkel auf die Welt und ist eine sehr fürsorgliche Mutter. Sie gehört der alten Haustierrasse Schwäbisch–Hällisches Schwein an. Sie ist gut an der schwarzen Färbung von Kopf und Hinterteil erkennbar, die sie auch allen ihren Ferkeln vererbt hat. Diese Rasse zeichnet sich durch eine hohe Fleischqualität aus. Die Hohenloher Bauern haben das Fleisch zu einem besonderem Produkt entwickelt, dem Schwäbisch Hällischen Qualitätsschweinefleisch g.g.A., das neben der Rassezugehörigkeit auch Aufzuchtbedingungen und Fütterung auf hohen Niveau garantieren soll. Darüber hinaus zeichnen sich diese Schweine durch die gute Fruchtbarkeit aus. Das hat Juli mit ihrem 14-fachen Nachwuchs voll bestätigt. Nur einen Tag später komplettierte Duroc-Schwein Dolores die Großfamilie mit elffachem Nachwuchs. Diese Rasse wurde in den USA angeblich aus roten Schweinen aus Guinea und iberischen Schweinen gezüchtet. Mit ihrem rotbraunen Haar sind sie sehr auffällig und entsprechen gar nicht dem klassischen Bild des rosa Schweinchens. Neben dem guten Fleisch steht in der Rassebeschreibung „stressresistent und gutmütig“. Dolores ist eine Mustervertreterin dieser Rasse, ruhig und entspannt genießt sie ihre Mutterrolle. Duroc-Schweine gehören zu den größten Schweinen – erwachsene Sauen können über 300 kg wiegen. „Wir haben uns für diese zwei Rassen entschieden, weil sie für Fleischqualität stehen. Sie passen exzellent in unsere Strategie „Vom Alltagbraten zum Sonntagsbraten“, in der wir uns dafür einsetzen, dass wir weniger, dafür aber besseres Fleisch aus tiergerechter Haltung genießen. Deshalb gibt es auch am Schweinegehege das „Vegetarische Rezept des Monats“ zum Mitnehmen.“ erläutert Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann die Wahl der Rasse. „Außerdem wollen wir unseren Besuchern zeigen, wie groß ein richtiges Schwein ist. Die meisten kennen Schweine ja nur noch vom Spanferkel und den kleinen Hängebauchschweinen in Streichelgehegen.“ Auch die Ferkel von Juli und Dolores werden eines Tages geschlachtet und auf dem Teller landen. Nach der Aufzucht im Zoo werden sie bei einem Bauern mit tiergerechter Haltung groß werden. Die kleinen Ferkel werden im Zoo noch den ganzen Sommer über mit ihren Müttern herumtollen können. Damit die Rasselbande genügend Platz dafür hat, haben sie nicht nur das Schweinegehege, sondern auch noch die Anlage der Poitou-Esel zur Verfügung. Die Esel sind solange zu den Ponys umgezogen und stehen auch so manches Mal als „lebende Rasenmäher“ auf einer der Wiesen des Zoos. Gesellschaft haben die die Schweine übrigens von zwei Zwergziegenböcken. Mit ihnen wird schon einmal erprobt, wie sich Schweine und Ziegen vertragen, bevor sie im neuen Streichelzoo im nächsten Jahr zusammenziehen.

Opel-Zoo Kronberg, 21.05.2015
Weiterer Nachwuchs im Opel-Zoo in Kronberg im Taunus: Jetzt auch Jungtiere bei Gnu, Guanako und Vietnam-Sikahirsch
Ob Zicklein, der kleine Hausesel Peter, ob neu geborene Mufflons und Berberaffen, ob flügge werdende Habichtskäuze und Schwarzkopfibisse – wie stets im Frühjahr und Frühsommer berichtete der Opel-Zoo in den letzten Wochen ganz regelmäßig über neuen Tier-Nachwuchs, der im Kronberger Freigehege beobachtet werden kann. Damit nicht genug, es sind weitere Kinderstuben zu entdecken: Bei den Guanakos wurde ein Jungtier am 12. Mai, bei den Vietnam-Sikahirschen ein weiteres am 16. Mai und bei den Gnus eines am 19. Mai geboren. Ganz sicher wird dies nicht der letzte Bericht über Nachwuchs sein, zumal bei einigen Tierarten die Neugeborenen erst mal einige Zeit in der Wurfhöhle bleiben, bis sie groß genug oder so weit entwickelt sind, dass sie mit den Eltern die Außenwelt erkunden können und zunehmend selbständig werden. Neben den zahlreichen Jungtieren locken auch die neuen Anlagen für Zwergmangusten und Weißstörche. Darüber hinaus lassen neue Besucherantritte für intensive Tierbeobachtungen, Lehrpfade und auch Infostände rund um die Themenbereiche Natur-, Tier- und Artenschutz den Ausflug in den Opel-Zoo in Kronberg im Taunus zu einem spannenden Erlebnis werden, bei dem es viel Neues zu entdecken gibt.

Dieser Beitrag wurde unter Basel, Berlin, Chemnitz, Dortmund, Dresden, Görlitz, Hannover, Heidelberg, Kronberg, Magdeburg, München, Münster, Neunkirchen, Nürnberg, Osnabrück, Stuttgart, Wien, Zoo, Zoopresseschau abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Durch das Kommentieren eines Beitrags auf dieser Seite werden automatisch über Google personenbezogene Daten erhoben. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung (http://www.beutelwolf.martin-skerhut.de/impressum/). Mit dem Abschicken eines Kommentars wird die Datenschutzerklärung akzeptiert.