Zoopresseschau

Zoo Duisburg 29.04.2015
Doppeltes Glück bei den Rötelpelikanen
Wohl kaum eine andere Vogelgruppe dürfte auch nicht fachkundigen Tierfreunden so bekannt sein wie die der Pelikane. Von den insgesamt 7 Arten dieser Ruderfüßer leben alle gesellig ebenso wie sämtliche Formen erkennbar sind an ihren stark dehnbaren Hautsäcken (Kehlsäcken) zwischen den Unterschnabelästen; der Oberschnabel dient dabei als Deckel beim Pressen und Abschlucken der Futterfische. So unkompliziert die Haltung und Pflege der meisten Pelikanarten in Zoologischen Gärten ist, so schwierig bleibt deren Zucht. Mehrfach hatte es in der Gruppe der Duisburger Rötelpelikane Balz und versuchten Nestbau gegeben, aber erst vor wenigen Jahren platzte sozusagen der Knoten und die allerersten Jungvögel am Kaiserberg waren geschlüpft! Zunächst zeigen sich die Küken nackt, nach rund 10 Tagen erst sprießt den Rötelpelikanen ein schneeweißes Dunenkleid, das für weitere 3 Monate den Jungvogel warmhalten wird. In diesem Dunenkleid präsentiert sich gerade der aktuelle Nachwuchs den Zoobesuchern, der im Berichtsmonat schlüpfte. Allerdings blieb es nicht bei einem Küken, denn 1 Woche nach dem Schlupf des ersten erspähten die Tierpfleger auf ihrer morgendlichen Kontrollrunde tatsächlich noch ein Geschwister. Dieses doppelte Glück auf der kleinen Insel des Vogelteiches (hinter dem Haupteingang) war am Kaiserberg bis dato eher die Ausnahme, insofern ist die Freude bei den Verantwortlichen noch ein Stückchen größer. Wenn auch Rötelpelikane in ihrer Heimat – Afrika südlich der Sahara – weder selten noch als Gäste in Zoos ungewöhnlich sind, so bleibt doch die Zucht dieser stattlichen Vögel ein echtes Problem. Umso erfreulicher ist es, dass die Zucht im Zoo Duisburg in den letzten Jahren nicht nur geglückt ist, sondern auch alle Anzeichen für ihre Dauerhaftigkeit sprechen.

Zoo Hannover 29.04.2015

Doppelter Nachwuchs bei den Waldbisons im Erlebnis-Zoo Hannover – Donnerstag folgt auf Freitag
Die beiden stellen einfach alles auf den Kopf. Das fängt schon bei der Reihenfolge der Wochentage an. In Yukon Bay im Erlebnis-Zoo folgt auf Freitag Donnerstag. Nicht Samstag. Auch der Artikel wurde flugs geändert. Ab sofort heißt es „die Freitag“. Und „die Donnerstag“. Manchmal in Zusammensetzung mit einer Beschreibung: „die wilde Donnerstag“ und „die neugierige Freitag“. Oder „Freitag ist ziemlich verschlafen“, wohingegen „Donnerstag recht strubbelig aussieht“. Schuld ist der Nachwuchs der Waldbisons, der erst Freitag (17. April), dann am darauffolgenden Donnerstag (23. April) geboren wurde. Die Geburtstage bleiben vorerst die Arbeitstitel – bis sich Namen passend zum Charakter der Jungtiere finden. Vielleicht wird aus Donnerstag einmal die wilde Hilde. Aus Freitag vielleicht Freya. Oder Donna und Frieda. Donatella und Frauke. Domenica und Franziska… Noch (!) sind die zwei Mädchen schüchtern und machen ihrem unschuldigen Aussehen alle Ehre: Kurzes goldbraunes Fell, tiefschwarze Augen, eine große feuchte Nase und das liebe Lächeln auf den Lippen lassen nicht vermuten, dass Freitag und Donnerstag bald schon wild und ungestüm umher toben und dabei ordentlich ihre Familie aufmischen werden. Denn noch genießen sie es, im Schutz ihrer Mütter Catori und Yuka langsam aber stetig das Außengehege zu erkunden und regelmäßige Trinkpausen einzulegen. Die Trinkpausen werden sie auch noch etwa acht Monate lang machen, um groß und stark zu werden. Bison-Jungtiere wiegen bei ihrer Geburt im Frühsommer nämlich nur etwa 25-30 kg, ausgewachsen bringen die Weibchen schließlich bis zu 550 kg auf die Waage! Anstelle des goldbraunen Baby-Fells werden die beiden Mädchen dann (wie ihre imposanten Verwandten) ein dickes, dunkelbraunes Fell tragen. Waldbison (Bison bison athabascae) – Neben ihrem dicken, braunen Fell haben Waldbisons einen üppigen Bart, der bis zu 30 cm lang werden kann. Im Herbst wächst das noch dichtere Winterfell, mit dem sie auch extrem kalte Temperaturen von bis zu -30 Grad Celsius aushalten können. Im Frühjahr werfen die Waldbisons ihren dicken Wintermantel wieder ab. Die mächtigen Nordamerikaner leben meist in Herden zusammen, die aus mehreren weiblichen Tieren bestehen. Waldbison-Bullen sind Einzelgänger und suchen nur zur Paarungszeit die Gesellschaft der Weibchen. In Waldgebieten fühlen sie sich besonders wohl und begeben sich dort gemächlichen Schrittes auf die Suche nach Gräsern, Kräutern, Trieben und Flechten. Im Gegensatz zu den Präriebisons sind Waldbisons eher sesshaft und legen nur kurze Strecken bis zu 5 km am Tag zurück. Bei drohender Gefahr kann ein Bison sogar bis zu 50 km/h schnell werden.

Zoo Leipzig 29.04.2015
Neue WG im Zoo Leipzig: Nashorn, Gepard & Co. – Kiwara-Kopje feierlich eröffnet
Afrika ist komplett: Die heutige Eröffnung der Kiwara-Kopje im Beisein des Bürgermeisters für Finanzen, Torsten Bonew, vollendet die Themenwelt Afrika im Zoo Leipzig und schafft für die Besucher und Bewohner gleichermaßen neue Begegnungsmöglichkeiten mit bekannten und neuen afrikanischen Tierarten. Die als Fels- und Steppenlandschaft gestaltete Kiwara-Kopje bietet auf über 6.000 qm Außenanlagen einen abwechslungsreichen Lebensraum für Spitzmaulnashörner, Geparden und Husarenaffen, die zukünftig in friedlicher Koexistenz zusammenleben sollen. Zudem vervollständigt sie im Herzen des Zoos mit ihren Freianlagen die angrenzende Kiwara-Savanne und gestattet perspektivisch den Antilopen, Gazellen und Zebras den direkten Kontakt mit den schwergewichtigen Dickhäutern. „Mit der Kiwara-Kopje wird der Zoo Leipzig um eine weitere Attraktion reicher und untermauert seinen Ruf als touristischer Magnet unserer Stadt. Es ist für mich eine große Freude zu sehen, wie konsequent und zielstrebig der Zoo seinen Masterplan 2020 umsetzt. Dafür gebührt Professor Junhold und seinem Team mein Respekt und großer Dank“, ordnet Torsten Bonew die Neueröffnung ein. Die 7,3 Millionen Euro kostende Kiwara-Kopje ist ein Puzzleteil der dritten Phase des seit dem Jahr 2000 realisierten Masterplans, die u.a. die Umgestaltung der historischen Bärenburg in einen Bärenburg-Spielplatz, die Affeninseln und die Neukonzeption des alten Tieraffenhauses beinhaltet. „Als Afrikaliebhaber freue ich mich über die gelungene Umsetzung des Konzeptes in kürzester Bauzeit, für die es großer Anstrengungen bedurfte und die zeitweise für Einschränkungen beim Zoorundgang für die Besucher sorgte. Ich bedanke mich ausdrücklich bei allen Zoogästen, die uns während dieser Zeit mit Verständnis begegnet sind“, so Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Der Zoo Leipzig wird sich mit dieser Form der Gemeinschaftshaltung auf Neuland bewegen. Bisher gibt es keinerlei Erfahrungswerte bei der Vergesellschaftung von Nashörnern, Geparden und Husarenaffen. Deshalb wurde bereits bei der Gestaltung des neuen Geheges großer Wert darauf gelegt, den Bedürfnissen der unterschiedlichen Tierarten gerecht zu werden und ihnen die passenden Rückzugsmöglichkeiten zu bieten. Der Prozess der Zusammengewöhnung wird behutsam und schrittweise erfolgen. „Es ist für uns eine tiergärtnerische Herausforderung mit ungewissem Ausgang. Wenn es gelingt, haben wir ein eimaliges Stück Afrika geschaffen“, betont Junhold. Ebenfalls neu eingezogen sind die in Afrika weit verbreiteten Klippschliefer, die auf einer 200 qm großen Anlage zu sehen sein werden. Auch mit der neuen Anlage bleibt es das erklärte Ziel, die Zucht der vom Aussterben bedrohten Nashornart konsequent weiterzuführen. Volker Homes, Leiter für Artenschutz beim WWF, fasst die Lage in Afrika wie folgt zusammen: „Die Wilderei breitet sich wie ein Flächenbrand weiter im südlichen Afrika aus. Dort werden Nashörner erbarmungslos abgeschlachtet, da ihr Horn in einigen Ländern Asiens mehr als Gold wert ist. Dank verbesserter Schutzbedingungen sahen wir bis vor wenigen Jahren noch einen Anstieg der Nashornpopulationen, aber jetzt sterben genauso viele Tiere wie geboren werden“. Neben den beiden Spitzmaulnashornweibchen Nandi und Sarafine wird der Bulle N´dugu im Sommer aus dem Tierpark Hannover wieder zurückkehren und hoffentlich erneut in Leipzig für Nachwuchs sorgen.

Zoo Salzburg 29.04.2015
Die Präriehunde sind wieder im Zoo Salzburg zu sehen!
Heute – Mittwoch, 29. April – sind die Salzburger Präriehunde auf ihrer neu errichteten Anlage „eingezogen“.„Wir bedanken uns herzlich bei allen unseren Sponsoren, Paten, großen und kleinen Spendern, die zur Gänze den Neubau der Anlage für unsere kleinen Nager in der Höhe von € 16.327 finanziert haben“ berichtet Sabine Grebner, Zoo-Geschäftsführerin. Der viele Regen im vergangenen Jahr setzte den unterirdischen Bauten der Präriehunde so stark zu, dass die Anlage für die possierlichen Tiere neu gebaut werden musste. So wurden in den vergangenen Monaten etwa 80 Tonnen Schotter und Erdreich aus der Anlage gebaggert. Mit rund 60 Kubikmeter Kies, Sand und Erde wurde das etwa 130 Quadratmeter große Areal nun neu gestaltet. Salzburg AG Vorstandsprecher August Hirschbichler „Die Salzburg AG als langjähriger Partner des Salzburger Zoos freut sich, dass die Salzburger Präriehunde nun wieder mit trockenen Füßen auf ihrer Anlage leben. Diese emsigen Tunnelbauer zählen zu den besonderen „Lieblingen“ der kleinen aber auch großen Zoo-Besucher. Deshalb war es für uns ein großes Anliegen, den Zoo Salzburg bei diesem Bauvorhaben finanziell zu unterstützen“. Jetzt kann ́s mit dem Graben und Einrichten losgehen! – Die Präriehunde haben nun erst einmal viel zu tun: Wühlen, Buddeln und Graben ist in nächster Zeit ein wichtiger Tagesordnungspunkt für die kleinen Nager, um ihre unterirdische Stadt neu zu errichten. Schlaf-, Bade-, Vorratszimmer aber auch weitläufige Tunnels gilt es wieder anzulegen. Es ist immer wieder aufs Neue faszinierend, den quirligen Baumeistern dabei zusehen! „Auch der Zoo-Förderverein konnte einen finanziellen Beitrag für den Neubau dieser Anlage beisteuern“ freuen sich die beiden Zoo Salzburg-Förderverein-Vorstände Christian Menzel und Elisabeth Frey berichten zu können. „Die Arbeiten und Ziele des Salzburger Zoos zu unterstützen, zählt zu den Aufgaben unseres Vereins. So konnten wir auch schon mit den Beiträgen unserer Zoo-Fördervereins-Mitglieder dem Zoo bei der Anlage für die Zebramangusten, dem Aquaterrarium für Kaiman, Basilisk und Co. als auch dem Paludarium zur Seite stehen“.

Zoo Osnabrück 29.04.2015
Neue Insel für die Klammeraffen – „Förderverein Osnabrücker Zoo e.V.“ finanzierte Umbau
Wer den 1. Mai für einen Ausflug in den Osnabrücker Zoo nutzt, kann die Braunkopfklammeraffen nun besonders gut beobachten – dank des „Fördervereins Osnabrücker Zoo e.V.“. Denn der spendete dem Zoo 11.000 Euro für den Umbau der Klammeraffenanlage. Besucher des Osnabrücker Zoos kommen an ihnen nicht vorbei: Braunkopfklammeraffen. Denn die neun Primaten, die zu einer vom Aussterben bedrohten Art gehören, bilden zusammen mit den Flamingos und Präriehunden das Empfangskomitee. „Die schwarzen Klammeraffen mit ihren überlangen Armen sind aus dem Zoo nicht wegzudenken“, so Diana Coppenrath, Vorsitzende des Fördervereins. „Wir haben uns sehr gefreut, den flinken Kletterakrobaten zu einem schöneren und größeren Zuhause verhelfen zu können.“ Der Förderverein wurde 1999 gegründet, um Mittel für den Zoo zu beschaffen. Der 32 Mitglieder starke Verein spendet dem Zoo regelmäßig und konnte im vergangenen Jahr 11.000 Euro für den Umbau der Klammeraffenanlage überreichen. „Der Zoo muss sich praktisch selbst finanzieren, da er kaum kommunal bezuschusst wird“, erklärt Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann. „Über so viel Unterstützung freuen wir uns doppelt – und die Klammeraffen auch!“ Doppelt so große Außenanlage – Insgesamt arbeiteten 12 Zoo-Handwerker drei Monate lang an der Anlage. Dank des Fördervereins Osnabrücker Zoo e.V. ist die Außenanlage mit 185 m2 nun doppelt so groß wie zuvor. „Die beiden ursprünglichen Inseln verbindet jetzt eine Sumpfzone, in der Berberitzen und Schilf wachsen. Zudem ist links davon eine weitere Insel angelegt worden“, erläutert Oliver Schüler, als Revierleiter des Unterirdischen Zoos auch zuständig für die Klammeraffen. Seile, auf denen die Primaten ihre Kletterkünste beweisen können, führen von einer Insel zur anderen. Die somit gewonnen neuen Klettermöglichkeiten, auch ein Baum gehört neuerdings dazu, sind für die Klammeraffen besonders interessant: Denn wie ihre Artgenossen in den Regenwäldern Kolumbiens halten sich die Osnabrücker Braunkopfklammeraffen eher in den höheren Bereichen ihrer Anlage auf. Die beiden Männchen und fünf Weibchen klettern und balancieren mit Hilfe ihres langen Greifschwanzes über die Seile oder liegen ganz entspannt im Gras oder auf den hohen Plattformen in der Sonne. Auch die zwei im April und Februar geborenen Jungtiere werden sicherlich bald die neuen Klettermöglichkeiten austesten, allerdings verbringen sie ihre ersten zehn Lebensmonate hauptsächlich festgeklammert am Bauch oder Rücken der Mutter. Naturnaher Boden für geringeren Wasserverbrauch – „Auf der Besucherseite macht sich der Umbau auch bemerkbar“, erklärt Schüler. „Statt der Eisenträger als Anlagenbegrenzung schmücken jetzt Felsen und Robinien die Begrenzung“. Das Klammeraffenhaus selbst wurde ebenfalls umgebaut. „Zuerst haben die Handwerker in der Innenanlage die Scheiben versetzt – allein dadurch konnten wir den Raum um 20 Prozent vergrößern“, erklärt Schüler. Um diesen Bereich möglichst naturnah zu gestalten, wurde der Boden verändert: Über ein Abfluss-System und Vlies wurden ganze Tannen gelegt und darauf Fichtenrinde verteilt – so entsteht ein eigener biologischer Kreislauf. Nicht nur die Affen profitieren von dem naturnahen Boden: Das Klammeraffenhaus ist nun auch in Hinblick auf den Wasserverbrauch umweltschonender. Denn der Boden muss nicht mehr aufwändig mit viel Wasser gereinigt werden, stattdessen wird zum Säubern lediglich die oberste Schicht abgetragen.

Zoo Schönbrunn Wien 29.04.2015
NEU: POLARNACHT IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN
Cocktails trinken im Polardom, Eisbären und Co. besuchen und ein extravagantes Menü im Kaiserpavillon genießen: Die neue Polarnacht im Tiergarten Schönbrunn verspricht, ein exklusives Erlebnis zu werden. „Unsere Abendevents wie das Safari Dinner und das Aqua Dinner sind seit Jahren sehr beliebt. Mit der Polarnacht haben wir nun ein neues Angebot ins Leben gerufen. In einem ganz besonderen Rahmen können unsere Gäste dabei unsere Eisbärenwelt mit ihren beiden Bewohnern Lynn und Ranzo und weitere polare Tiere kennenlernen“, sagt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Die Polarnacht startet mit einem Cocktailempfang im Polardom, dem Besucherzentrum der Eisbärenwelt „Franz Josef Land“. Danach statten die Teilnehmer den polaren Tieren einen Besuch ab und erfahren viel Interessantes über Robben, Pinguine und Eisbären und deren Anpassungen an ein Leben in eisiger Kälte. Der Tiergarten hat am Abend ein einmaliges Flair. Schratter: „Den Zoo und seine Bewohner außerhalb der Öffnungszeiten in einem exklusiven Rahmen zu erleben, macht diese Abendveranstaltung zu einem außergewöhnlichen Erlebnis.“ Nach der Führung geht es in den Kaiserpavillon, wo ein viergängiges Menü im einzigartigen Ambiente den Abend abrundet.

Zoo Neunkirchen 29.04.2015
Südostasiatische Federknäule – Zweifacher Nachwuchs bei den Malaienkäuzen in der Ökopädagogischen Falknerei im Neunkircher Zoo
Das Schwarzmilanweibchen „Flora“ ist nach einem 6 Tage langen Ausflug in das 120 Kilometer entfernte rheinland-pfälzische Rheinböllen wieder wohlbehalten im Neunkircher Zoo in die Ökopädagogische Falknerei zurückgekehrt. Dort kann seit kurzer Zeit auch wieder seltener gefiederter Nachwuchs verzeichnet werden. Zwei Malaienkäuze schlüpften am 10. und 12. April 2015 nach 30 Tagen aus den im Abstand von zwei Tagen gelegten Eiern. Diese Eulenart stammt ursprünglich aus Südostasien und bewohnt dort sehr versteckt die tropischen Regenwälder. Mit einer Länge von über 40 cm im Erwachsenenalter gehört sie zu den größeren Eulenarten. Auf dem Speiseplan stehen in der Natur überwiegend kleine Säugetiere wie Mäuse und Ratten, aber auch kleine Vögel und Reptilien, gelegentlich Fisch. In Zoos wird diese Eulenart nur eher selten gehalten, umso bemerkenswerter ist die wiederum geglückte Nachzucht, nachdem in letzten Jahren unter anderem mit den mittlerweile erwachsenen Malaienkäuzen „Bobo“, „Urmel“ und „Choupette“ einige Jungvögel schlüpften. Die diesjährigen Nestlinge werden von Ersatzvater und Leiter der Falknerei Theo Omlor von Hand aufgezogen und sind auch, wenn es das Wetter erlaubt, schon zeitweise zwischen den täglich um 11.00 und 15.30 Uhr stattfindenden Flugvorführungen in einem künstlichen Horst zu sehen. Noch ist das Geschlecht der zwei Federknäule nicht geklärt und deswegen sind sie aus diesem Grund noch namenlos. Erwachsene Malaienkäuze, wie die schon, älteren Geschwister des Duos, besitzen eine rötlichbraune, kastanien- und cremefarbene sehr attraktive Färbung. „Bisher entwickeln sich die beiden Federknäule sehr gut und haben ihr Schlupfgewicht von 32 g schon sehr erhöht“, so Ziehvater Theo Omlor stolz.

Zoo Leipzig 28.04.2015
Lippenbären-Jungtiere erkunden das Außengehege – Namenseinsendungen bis 9. Mai
Zunächst aus sicherer Höhe auf dem Rücken von Mutter Lina reitend, später schon mutiger, haben die Lippenbären-Jungtiere im Zoo Leipzig heute erstmals die Lippenbären-Schlucht erkundet. Nachdem der Nachwuchs die ersten Monate in der Mutterstube und hinter den Kulissen verbracht hat, ist er nun für Besucher zu sehen. Einen Namen haben die Geschwister, je ein männlicher und ein weiblicher Bär, noch nicht. Ab sofort bis einschließlich 9. Mai 2015 können Vorschläge per E-Mail an taufe@zoo-leipzig.de eingereicht werden. Die potentiellen Namen für die im Dezember geborenen Lippenbären sollen einen Bezug zu Indien, dem natürlichen Verbreitungsgebiet der Tierart, haben. Vater des Nachwuchses ist der sechsjährige Subodh, der im Rahmen der interkontinentalen Zusammenarbeit für den Artenschutz mit der indischen Zoobehörde (CZA) vor zwei Jahren nach Leipzig kam. „Das internationale Populationsmanagement und der Zuchterfolg sind zwei wichtige Bausteine für den Erhalt dieser vom Aussterben bedrohten Tierart“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Schimpansennachwuchs zeigt sich Auch in Pongoland können Zoobesucher Nachwuchs beobachten. Schimpansenweibchen Swela (geb. am 19. Oktober 1995 in Basel, lebt seit 2005 in Leipzig) ist mit ihrem Jungtier, um das sie sich vorbildlich kümmert, wieder in der Gruppe. Das Jungtier wird ununterbrochen von ihr getragen und versorgt. Im gegenüberliegenden Gehege begibt sich die einjährige Diara, das jüngste Mitglied der Gorillagruppe, auf erste Kletterausflüge von Mutter Kumili weg – natürlich stets unter strenger Beobachtung. Das bevorstehende lange Wochenende bietet nicht nur eine gute Gelegenheit, den aktuellen Nachwuchs bei den verschiedenen Tierarten zu entdecken. Vielmehr ist ab Mittwochnachmittag auch die Kiwara-Kopje, eine afrikanische Fels- und Savannenlandschaft, für die Besucher erlebbar.

Allwetterzoo Münster 28.04.2015
Störche ante portas
Junges Weißstorch-Paar aus Münster hat sich den Baum vorm Allwetterzoo-Haupteingang für seinen Horst ausgesucht… Über zwanzig Storchen-Paare haben sich mittlerweile an unterschiedlichen Stellen den Allwetterzoo Münster als Brutplatz ausgesucht: auf dem Afrika-Panorama, bei den Elefanten, auf der Großflug-Voliere, am Pferdemuseum usw. Es wird munter geklappert… Ein junges Storchenpaar hat nun einen ganz besonderen Platz gewählt – den Baum direkt am Zoo-Haupteingang! Zur Freude der Zoobesucher und Spaziergänger sammeln die beiden seit Tagen eifrig Nistmaterial und bereiten ihr neues Zuhause direkt über dem Haupteingang vor. „Der Baum ist bestimmt schon über 100 Jahre alt und spendete seit Eröffnung des Allwetterzoos vor über 40 Jahren den wartenden Besuchern Schatten“, erklärt Zoodirektor Jörg Adler. Nach dem letzten großen Sturm musste der Baum leider beschnitten werden, da er nicht mehr sturmtauglich war. „Schweren Herzens mussten wir uns entscheiden, die Krone zu fällen. Aber den Stamm wollte ich unbedingt behalten, um ein Kunstwerk daraus schnitzen zu lassen – eine Griffe zum Beispiel“, so Adler weiter. „Tja, aber wie so oft, war die Natur schneller“, freut sich der Zoodirektor. „Die beiden Jungstörche haben sich den frisch gestutzten Stamm als Horst ausgesucht. Es ist natürlich herrlich für unsere Besucher, während sie an der Kasse stehen und warten, den Nestbau zu beobachten. Schon von Weitem wird man vom Geklapper begrüßt, aber in der Nähe kann es auch einmal von oben „feucht“ werden…“, schmunzelt Jörg Adler. Auch das gehört zur Natur. Zwei Webcams werden am Horst angebracht, damit die Zoobesucher und Nutzer unserer Homepage unter www.allwetterzoo.de das Brüten hautnah verfolgen können.

Opel Zoo Kronberg 27.04.2015
Europäische Sumpfschildkröte – eine stark bedrohte heimische Tierart – Nachzuchten aus dem Opel-Zoo für Wiederansiedlungsprojekt in Hessen
In Zoologischen Gärten findet man nicht nur Exoten wie Elefant, Giraffe, Erdmännchen & Co., sondern auch heimische Tierarten, darunter vom Aussterben bedrohte Arten, für die teilweise Wiederansiedlungsprojekte in verschiedenen deutschen und europäischen Gegenden bestehen. „Der Kronberger Opel-Zoo nimmt an solchen Projekten mit Europäischer Wildkatze, Europäischem Nerz, Moorenten, Steinkauz, Habichtskauz und schließlich auch mit der Europäischen Sumpfschildkröte teil“, erläutert Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels und berichtet über die neueste Wiederansiedlungsaktion in Hessen. Die Europäische Sumpfschildkröte ist die einzige Schildkrötenart, die in Mitteleuropa vorkommt, aber ihre Bestände sind stark bedroht; in den Roten Listen Deutschlands und der einzelnen Bundesländer wird sie sogar als „ausgestorben oder verschollen“ eingestuft. Früher wurde sie als Delikatesse bejagt und gehandelt. Selbst in der Fastenzeit war sie begehrt, da sie – wie auch der Biber – als im Wasser schwimmend nicht als Fleisch eingestuft wurde. Heutzutage fehlen ihr die passenden Lebensräume, da geeignete Gewässer trocken gelegt und notwendige Flächen durch den Ausbau des Straßennetzes zerschnitten wurden. Mit dem nicht heimischen Waschbär ist zudem ein neuer Fressfeind aufgetaucht und sie wird von ausgesetzten, nicht heimischen Wasserschildkröten verdrängt. Der Opel-Zoo beteiligt sich an Wiederansiedlungsprojekten in Hessen und hat dafür extra Anlagen umgebaut, in deren Schutz die jungen Schildkröten heranwachsen können, bis sie groß genug sind, in die Natur entlassen zu werden. Zusätzlich hält er auch Zuchtpaare, deren Nachwuchs ebenfalls in freier Wildbahn wieder angesiedelt werden soll. Und Mitte April war es dann soweit: Sechs Tiere aus dem Opel-Zoo haben in der Obhut der Arbeitsgemeinschaft Sumpfschildkröten ein neues Zuhause außerhalb des geschützten Zoos gefunden und werden sich dort hoffentlich so zahlreich vermehren, dass das Überleben dieser Schildkrötenart in Hessen gesichert ist. Im Opel-Zoo haben die Schildkröten bereits das Winterquartier verlassen und ihren kleinen Teich in der Voliere der Webervögel an der Zooschule bezogen, wo sie beim Sonnenbaden und Schwimmen gut zu beobachten sind.

Allwetterzoo Münster, 26.04.2015
Eröffnung der Ausstellung „Weltgarten“ im Allwetterzoo Münster: Globarium, Gelddusche und Lebens-Kompass
Am Sonntag, den 26. April, wurde im Allwetterzoo Münster der Weltgarten eröffnet – eine große Ausstellung zur globalen Nachhaltigkeit. Der Weltgarten ist das größte Bildungsprojekt des Eine Welt Netz NRW. Zoodirektor Jörg Adler lädt gemeinsam mit dem Eine Welt Netz NRW engagierte Gruppen ein, ihre Projekte im Weltgarten zu präsentieren. An der Talkrunde nahmen drei der Schirmherren des Weltgartens teil: Markus Lewe, Oberbürgermeister der Stadt Münster, Dr. Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen sowie Joseph Wilhelm, Gründer und Geschäftsführer Rapunzel Naturkost. Sie diskutierten mit Dr. Stefan Zekorn, Weihbischof im Bistum Münster, Jörg Adler, Direktor des Allwetterzoos, Katja Breyer, Vorstandsmitglied des Eine Welt Netz NRW und dem Moderator Manfred Belle, der beim Eine Welt Netz NRW das Projekt „Weltgarten“ leitet. Die Besucher waren beeindruckt vom Kuppelzelt des Weltgartens, das eine Sammlung von zwölf neuen Mitmach-Stationen überdacht. Da gilt es, aus dem „Globarium“ Fakten zur Globalisierung zu fischen, unter der „Gelddusche“ die richten Scheine zu schnappen oder am „Lebens-Kompass“ über Kurswechsel beim eigenen Lifestyle nachzudenken. Neu ist z.B. eine Konsole mit dem elektronischen Schätzspiel zu Urlaubsreisen. Man tippt mit einem Finger auf eine Urlaubsreise und mit dem anderen auf eine von verschieden großen CO2-Wolken: Die Konsole zeigt an, ob man beim CO2-Ausstoß seines Urlaubs richtig liegt. „Der Weltgarten deprimiert die Besucher nicht mit dem Elend der Welt und behauptet auch nicht, die Lösung zur Weltrettung zu kennen. Diese Ausstellung regt vor allem zum eigenen Nachdenken an: Was kann ich selbst tun für mehr Gerechtigkeit und für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen auf unserem Globus?“ so Manfred Belle vom Eine Welt Netz NRW, bei der Eröffnung. Seit zehn Jahren ist der Weltgarten mit diesem Konzept in verschiedenen Städten in NRW zu Gast. Die Premiere war 2005 bei der Landesgartenschau in Leverkusen. Zuletzt war der Weltgarten 2014 im Kölner Zoo zu sehen. Im Allwetterzoo ist diese Sonderausstellung – ohne Aufpreis – noch bis Oktober 2015 täglich zu sehen. Auch Schulklassen können sich für Programme anmelden. Anmeldungen: Simone.Lenz@eine-welt-netz-nrw.de, Tel. 01 63 – 39 31 74 5

Zoo Osnabrück, 24.04.2015
Singen für Orang-Utan Buschi und Freunde
Song-Wettbewerb für Grundschüler im Zoo Osnabrück
Alle kleinen Sänger aufgepasst: Der Zoo Osnabrück und Kindermusiker Frank Acker von „Frank und seine Freunde“ veranstalten einen Song-Wettbewerb zum Thema Regenwaldschutz. Wer schon immer mal einen Song schreiben und in einem richtigen Tonstudio aufnehmen wollte, der sollte sich sofort mit seiner Klasse bewerben: „Wir laden alle Kinder der Grundschulen in und um Osnabrück zu dem Song-Wettbewerb ein. Bewerben ist ganz einfach: Schreibt zu der Melodie von ‚Die Affen rasen durch den Wald’ mindestens zwei Strophen plus den Refrain. Einzige Vorgabe: Der Text muss sich um Orang-Utan Buschi und den Regenwaldschutz drehen“, erläutert Kindermusiker Frank Acker. Die Gewinnerklasse wird zunächst im Zoo an einem Tag zu Regenwaldbotschaftern ausgebildet und schreibt gemeinsam mit Frank Acker den kompletten Liedtext. An einem zweiten Tag geht es in ein richtiges Tonstudio, wo die Kinder erfahren, wie Lieder produziert werden und schließlich selbst ihr Lied zu der Melodie des bekannten Kinderliedes einsingen. Das Thema das Liedes: Es soll um den Regenwald, seine Bewohner und seine Bedrohung gehen. Eine weitere wichtige Botschaft: Jeder kann etwas für den Regenwaldschutz tun. Zoo-Pressesprecherin Lisa Josef berichtet, wie es zu dem Song-Wettbewerb kam: „Wir führen hier im Zoo mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt das Umweltbildungsprojekt ‚Affenstarke Regenwaldbotschafter – mit Orang-Utan Buschi den Regenwald retten’ durch. Dabei vermitteln wir nicht nur Regenwaldwissen und wollen die Kinder zu Botschaftern ausbilden, sondern möchten auch die Medienkompetenz schulen. Und ein Baustein ist ein Lied.“ Zoopräsident Reinhard Sliwka hebt den Bildungsbeitrag, den der Zoo für die Gesellschaft leistet, hervor: „Mit diesem Projekt wird deutlich, dass Zoos sehr viel mehr machen, als ‚nur’ Tiere zu zeigen. Wir vermitteln mit ihrer Hilfe auch Wissen über Arten- und Naturschutz und fördern durch derartige Angebote, dass Kinder sich mit diesen Themen aktiv auseinandersetzen – und sogar Medienkompetenzen erhalten.“ Schulklassen der Jahrgangstufen 1 bis 4 können sich bis zum 29.05.2015 mit mindestens zwei Strophen sowie dem Refrain passend zum Thema Regenwaldschutz bewerben. Die Melodie ist das bekannte Kinderlied „Die Affen rasen durch den Wald“. Wer die Musik dazu benötigt, erhält sie direkt vom Zoo Osnabrück bei Hanna Rickert (rickert@zoo-osnabrueck.de, 0541-95105-24). Hier müssen auch die Bewerbungen eingereicht werden. Bis zum 5.6.2015 wird die Gewinnerklasse von einer Jury bestehend aus Frank Acker, Lisa Josef, Zoopräsident Reinhard Sliwka und Buschis Tierpfleger Detlef Niebler ausgewählt. Anschließend wird mit der Schulklasse ein Termin ausgemacht. Der Song soll über die Homepage des Osnabrücker Zoos veröffentlicht werden. Als zusätzlicher Gewinn winkt ein Auftritt bei den Dschungelnächten im Zoo Osnabrück am 28.8.2015. Alle notwendigen Informationen zum Thema Regenwaldschutz finden Lehrer und Schüler auf der zum Projekt zugehörigen Internetseite www.affenstarke-regenwaldbotschafter.de. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert das Projekt mit knapp 125.000 Euro.

Zoo Magdeburg, 24.04.2015
Africambo-Bier
Die Colbitzer-Heidebrauerei und der Zoologische Garten Magdeburg haben heute gemeinsam das „AFRICAMBO-Bier“ präsentiert. Das „AFRICAMBO- Bier“ gehört zu der Kollektion neuer Merchandising-Produkte des größten Bauprojektes der Zoogeschichte – „Africambo 2“. Das „AFRICAMBO-Bier“ wird von der Colbitzer Heide-Brauerei unterstützt und ist in über 80 Edeka-und REWE- Märkte sowie im Zooladen oder online ab sofort erhältlich. Der Erlös aus dem Verkauf des „AFRICAMBO-Bieres“ kommt dem Verein „Freunde Südafrikanischer Nationalparks e.V.“ zugute und hilft damit ganz direkt die Situation der Tiere vor Ort zu verbessern und die Natur zu schützen.

Thüringer Zoopark Erfurt, 24.04.2015
Nachwuchs im Thüringer Zoopark Erfurt: Weißes Trampeltier geboren
Der zweite Trampeltiernachwuchs 2015 ist da! Freitags ist Geburtentag bei den Kamelen. Wie schon sein Brüderchen, so erblickte die kleine „Malika“ an einem Freitag das Licht der Welt. „Malika“ bedeutet Engel bzw. Prinzessin, und das ist das lebhafte Kamelstütchen auch. Wie die Mutter „Vanja“ so ist auch die Kleine sehr hell, fast weiß gefärbt. „Vanja“ wurde 1998 im Zoopark geboren. Es ist ihr zweiter Nachwuchs. Mutter und Tochter leben zusammen in der großen Kamelherde auf dem Plateau. Zur Geburt sondern sich die werdenden Mütter vom Herdenverband ab. Erst wenn das Fohlen seine Mutter erkennt und gut trinkt, schließen sich beide der Herde wieder an. Zunächst hält sich der Sprössling dabei ganz dicht bei der Mutter auf. Da „Malika“ inzwischen bewusst ihre Beine lenken kann und nun schon bremsen und wenden beherrscht, kann man sie beim Spielen und Toben auf der Anlage beobachten. Die Trampeltiere sind täglich im Zoopark zu sehen.

Erlebniszoo Hannover, 24.04.2015
Unterwasser-Star – Flusspferdbulle Max lebt sich im Erlebnis-Zoo ein
Die Flusspferdweibchen im Hippo-Canyon des Erlebnis-Zoo Hannover drücken sich die Nasen platt. Hinter der trennenden Glasscheibe ruht ein Traum von einem Mann im angenehm warmen Wasser: Er ist groß, kräftig (2,7 Tonnen schwer), hat dunkle Augen, die bis auf den Grund des Sambesi schauen können und einen modernen Stoppelbart am markanten Kinn. Himba, Kiboko, Victoria und Cherry schmachten ihn an. Max (19) heißt der neue Flusspferdbulle, der vor einigen Tagen aus dem Opel-Zoo in Kronberg nach Hannover kam und hier für Nachwuchs sorgen soll. Die Zeichen dafür stehen gut (nimmt man platt gedrückte Nasen als Zeichen). Schon als Max zum ersten Mal den Stall betrat, wurde er von lautstarken Rufen der Weibchen begrüßt. Kaum watete er in sein separates Innenbecken, versuchten sich die Flusspferde im Klettern, um die trennende Mauer irgendwie zu überwinden. Erfolglos. Klettern gehört eben nicht zu den Stärken von Flusspferden. Kiboko & Co. müssen sich noch ein wenig gedulden. Erst wenn Max sich richtig eingelebt hat und alle Wege kennt, wird es zum „Herrenbesuch“ kommen. Voraussichtlich wird Max zuerst Cherry (16) kennenlernen. Sollten die Chemie zwischen den beiden stimmen, kommt es hoffentlich zu dem, was Grzimeks in der „Enzyklopädie der Säugetiere“ wie folgt beschrieb: Flusspferde paaren sich im Wasser, die Paarung dauert bis zu einer halben Stunde. Das Weibchen ist dabei völlig untergetaucht und streckt nur gelegentlich die Nase zum Luftholen über den Wasserspiegel. Der Bulle reitet in der für Säuger üblichen Weise auf. Wenn auch das geklappt hat, wird (hoffentlich) etwa acht Monate später das erste Flusspferdbaby seit 2006 im Erlebnis-Zoo geboren! Aber bevor all das (hoffentlich) passiert, wird es noch ein wenig dauern. Und so lange werden sich die Weibchen wohl weiter die breiten Schnauzen noch ein wenig platter drücken.

Zoo Frankfurt, 24.04.2015
Okapi-Nachwuchs LINDI auf der großen Außenanlage
Das Wetter ist schön, die Sonne scheint –genau richtig für einen ersten Ausflug ins Freie. Okapi-Jungtier LINDI besucht mit ihrer Mutter ETANA zum ersten Mal die große Außenanlage, nachdem sie zunächst auf sich warten ließ. Das Okapi-Mädchen LINDI wurde am 21. September 2014 geboren. Die kalten Wintermonate hat es mit seiner Mutter ETANA im warmen Stell verbracht. Beide waren aber über einen Bildschirm im Giraffenhaus zu sehen. Die elfjährige ETANA kümmert sich sehr gut um Töchterchen LINDI (der Name stammt von einem Nebenfluss des Kongo). Schon die Geburt verlief problemfrei und schnell. „LINDI wirkte von Anfang an agil, aber auch entspannt und unauffällig“, sagt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. So hatten alle erwartet, dass auch ihr erster Ausflug ohne große Vorfälle verläuft. Am 22. April ging dann die Tür zur Außenanlage zum ersten Mal auf. Alle warteten gespannt: Zoodirektor, Tierärztinnen, Tierpflegerinnen und Tierpfleger – aber nichts geschah. „LINDI ist im Stall liegen geblieben und hat wie ein Star alle vergeblich auf sich warten lassen“, sagt Niekisch. Also gab es am 23. April „Klappe die Zweite“. Wieder sind alle versammelt und warten, wird sie sich zeigen? Aber, nein, wieder Fehlanzeige! Erst heute, am 24. April, ist LINDI aus dem Stall auf die Anlage gekommen. Ganz ruhig hat sie zwei Stunden lang die neue Anlage erkundet. Wenn es das Wetter zulässt, wird LINDI nun öfter draußen sein und ist somit auch endlich für die Zoobesucherinnen und Zoobesucher zu sehen. Vater AHADI ist zurzeit von Mutter und Tochter getrennt. In Frankfurt ist LINDI das 21. Jungtier. Okapis werden schon seit 1954 im Zoo Frankfurt gehalten, der damalige Direktor Prof. Dr. Bernhard Grzimek brachte die erste „Waldgiraffe“ nach Frankfurt.

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 23.04.2015
ZOOTIERE KOMMEN NUN „IN DIE RÖHRE“
Rund 8.000 Tiere leben im Tiergarten Schönbrunn. Wird eines krank, sind die „Zoodocs“ der Tierärztlichen Ordination Tiergarten Schönbrunn zur Stelle. Ab sofort haben sie ein neues Hightech-Gerät im Einsatz: einen Computertomographen, kurz CT genannt. Der Tiergarten ist damit der erste Zoo in Europa, dem ein CT zur Verfügung steht, um Krankheiten bei Tieren erkennen oder ausschließen zu können. „Unser Computertomograph ist das gleiche Gerät, das auch bei Menschen verwendet wird. Während das Tier in der Röhre liegt, tasten Röntgenstrahlen seinen Körper ab. So erhalten wir ein präzises 3D-Bild vom Inneren des Tieres. Organe, Knochen – alles ist genau zu sehen“, erklärt Thomas Voracek, Leiter der Tierärztlichen Ordination. Wie auch wir Menschen dürfen sich die Tiere für die Untersuchung nicht bewegen. Größere Tiere werden dafür in Vollnarkose versetzt, kleinere wie Vögel oder Reptilien werden in speziellen Boxen ruhig gehalten. Für Zootiere bis zu einem Gewicht von 180 Kilogramm und für Haustiere, die in die Ordination kommen, kann der CT künftig genutzt werden. Der erste „Patient“ in der Röhre war ein Zoobewohner: ein Salomonenskink. Bei ihm wurde der CT allerdings nicht eingesetzt, weil er krank ist. „Bei diesem Reptil kann man äußerlich nicht erkennen, ob es sich um ein Weibchen oder ein Männchen handelt. Diese Information brauchen wir aber, um Zuchtgruppen zusammenstellen zu können und der CT zeigt die Geschlechtsorgane im Inneren des Körpers“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Wilhelma Stuttgart, 23.04.2015
Seltene Neuzugänge auf dem Schaubauernhof: Kune-Kune-Schweine geben bis heute Rätsel auf
Geheimnisvolle Bewohner sind in die Stuttgarter Wilhelma eingezogen. Wer den Schaubauernhof des Zoologisch-Botanischen Gartens kennt, wird sich verwundert die Augen reiben. Dort wo früher die Schwarzkittel suhlten, sonnen sich seit neuestem korpulente, wollige Schweine. Trotz ihres urtümlichen Aussehens sind sie anders als ihre „Vormieter“ keine Wildschweine, sondern Nutztiere aus Neuseeland. Kune Kune nennt sie die heimische Bevölkerung der Maori, was passenderweise „rund und fett“ bedeutet. Sie dienten über die Jahrhunderte vor allem der Fleischproduktion – bis in den 1970er Jahren alle bis auf etwa ein Dutzend aufgegessen waren. Auf diese wenigen Tiere gehen alle heute lebenden Schweine der Rasse zurück. Wildparkbesitzer retteten die Kune Kune vor dem Aussterben. Mittlerweile sind die gutmütigen Tiere vor allem bei Hobbyzüchtern beliebt. Ihr Bestand wird heute auf weltweit 900 geschätzt. Die äußerst seltenen Neuzugänge der Wilhelma bleiben von Rätseln umrankt. Wie sie einst auf die Inseln im Pazifik kamen, wo es ursprünglich keine größeren Säugetiere gab, ist ebenso ungeklärt, wie die Frage, aus welchen Rassen sie gezüchtet wurden. Kune Kune haben ein dichtes Fell mit langen, weichen Borsten. Typisch sind ihre kurzen Schnauzen und die zwei seitlichen Troddeln am Halsansatz, deren Ursprung ebenfalls im Dunkeln bleibt. Über diese „Glöckchen“ lässt sich nur sagen, dass es lediglich Ausstülpungen der Haut ohne Drüsen sind. Eine Funktion ist nicht erkennbar. Von Kune Kune gibt es verschiedenste Farben. Das erwachsene Paar der Wilhelma, das die Züchter schelmisch „Speck“ und „Zwiebel“ getauft haben, ist hell mit schwarzen Flecken, das kleine Eberferkel ziert ein bronzefarbenes Fell. Sauen erreichen ein Gewicht von 70 Kilogramm, Eber auch 100 Kilogramm. Ihre Schulterhöhe beläuft sich auf 55 bis 60 Zentimeter bei einer Länge von 95 bis 115 Zentimetern. Pro Wurf bekommen sie in der Regel drei bis sieben Ferkel.

Zoo Neunkirchen, 23.04.2015
Winken aus dem Wasserfall – Kleine Winkerfrösche als neue und selten gehaltene Amphibienart im Neunkircher Zoo
Der Neunkircher Zoo kann nun auch besondere Neuzugänge im Amphibienbestand vermelden, die so genannten Kleinen Winkerfrösche. Vom Tiergarten Schönbrunn in österreichischen Wien, wo diese Froschart im Jahre 2011 weltweit erstmals nachgezüchtet werden konnte, erhielt der Zoo der Kreisstadt Neunkirchen als Geschenk fünf dort im Jahr 2014 geschlüpfte Paare. Diese durch die Rodung des Regenwaldes stark gefährdete Froschart lebt ursprünglich unter anderem im Regenwald auf Borneo. Bevorzugter Lebensraum dort sind Felsen an rauschenden Wasserfälle und Gebirgsbäche. Daher hat diese Froschart neben der akustischen Verständigung mittels Schallblase noch eine andere, sehr besondere Art der Verständigung entwickelt: das namens gebende Winken. Hierbei werden von den gerade einmal 3,5 cm großen Fröschen ein einzelnes oder beide Hinterbeine angehoben, in einem weiten Bogen langsam nach außen ausgestreckt und dann wieder an den Körper zurückgeführt. Aufgrund ihrer ursprünglich asiatischen Herkunft passen die Kleinen Winkerfrösche zum Schwerpunkt des Tierbestandes im Zoo in der Kreisstadt Neunkirchen. In dem mit kleinem Wasserfall ausgestatteten Terrarium in der Kleinen Tropenhalle des Affenhauses kann man die bräunlich-grünen Tiere fast ständig, wenn auch nach genauem Hinsehen, entdecken. Neben Tiergarten Schönbrunn, dem Zoo Leipzig und dem Zoo Chester in England ist der Neunkircher Zoo nun der vierte in Europa, der diese seltene Tierart hält. „Wie schon zuvor bei den Smaragd-Langschwanzeidechsen, den Vietnamesischen Langnasennattern und weiteren, seltener gehaltenen Terrarientieren, rechnen wir auch hier mit einer erfolgreichen Nachzucht der Kleinen Winkerfrösche in naher Zukunft.“, erklärt Christian Andres, der zuständige Kurator für Terrarientiere im Neunkircher Zoo.

Zoo Duisburg, 23.04.2015
Zucht bedrohter Gänsegeier am Kaiserberg
Klar, über Erstzuchten freut sich der Tiergärtner immer. Aber das erste Küken bei den gefährdeten Gänsegeiern war 2010 doch ein Knaller. Seit Jahren vergesellschaftet der Zoo Duisburg auf einer großzügigen und naturnah gestalteten Freianlage Helmperlhühner, Stachelschweine, Afrikanische Marabus und vier Gänsegeier. Einer davon kam vor Jahren aus dem benachbarten Zoo Gelsenkirchen, die anderen drei aus einer spanischen Auffangstation. Glücklicherweise und wie erhofft fand sich aus den zwei Männchen und zwei Weibchen je ein Paar zusammen. In Zoologischen Gärten errichtet man oft Nisthilfen aus Naturholz und animiert die Vögel zum Bau, indem – quasi als „Starter“ – Reisig eingeflochten wird. Dann passiert es hoffentlich: Ein Paar inspiziert die Nisthilfen, schleppt Nistmaterial heran und gestaltet das Nest. Die Brut setzt ein, flugs findet sich ein Ei im Nest und nach rund 50 Tagen schlüpft das Gänsegeierküken! Nach der Erstzucht fing plötzlich auch Paar Nr. 2 mit Nestbauaktivitäten an. Allerdings waren sich die Paare nicht mehr „grün“ untereinander und so entschlossen sich die Zooverantwortlichen, Paar Nr. 2 auszuquartieren und auf eine eigene Anlage zu stellen (in der Fasanerie), wo es in Ruhe seinem Brutgeschäft nachgehen sollte. Auch dieses Paar steht kurz davor, in absehbarer Zeit erfolgreich nachzuzüchten. Die in europäischen Zoos immer noch recht seltene Naturbrut von Gänsegeiern hat auch in diesem Jahr wieder erfolgreich geklappt: Jungvogel Nr. 5 schlüpfte im März auf der Außenanlage, sehr zur Freude der Pfleger und Zooverantwortlichen. Gänsegeier sind in weiten Teilen Europas ausgerottet. Die Zerstörung des Lebensraumes durch menschliche Erschließung und das Auslegen von Giftködern zur Bekämpfung von Füchsen sind die Hauptgründe, die zum Rückgang der Geiervögel führten. Heute bemüht man sich um ihre Wiederansiedlung, insbesondere im Alpenraum und in den Pyrenäen. Der Zoo Duisburg trägt mit seinen Zuchterfolgen mittlerweile wesentlich zur Erhaltung dieser Art bei.

Tierpark Görlitz, 23.04.2015
Biodiversität – das sind Wir!
Naturschutz ist eine zentrale Aufgabe des Naturschutz-Tierparks Görlitz-Zgorzelec. Daher beteiligt sich der Tierpark am Projekt „Biodiversität – das sind Wir“ der World Association of Zoos and Aquariums. Herzensangelegenheit des Projekts ist die Förderung des Gedankens, dass wir alle Teil des erstaunlichen Lebensgefüges namens „Biodiversität“ sind, welches Menschen, Tiere, Pflanzen, Gene und Ökosysteme miteinschließt. Doch die Biodiversität geht rasch zurück und die Zukunft unseres Planeten ist deshalb in Gefahr. Wir alle können jedoch mit einfachen Änderungen in unseren Alltagsabläufen die negativen Einwirkungen auf unsere Umwelt verringern.

Erlebnis-Zoo Hannover, 23.04.2015

Von Flusspferden und Apfelbergen: Zukunftstag im Erlebnis-Zoo
Wenn es an einem Tag von Äpfelbergen und Obstsalat über die Tierarztpraxis zum Stall der Flusspferde mit einem Abstecher ins Service-Center in die Werkstatt geht, kann es nur eines bedeuten: Es ist ZuZoo im Erlebnis-Zoo – Zukunftstag im Zoo! Der Erlebnis-Zoo Hannover bot heute 40 Schülerinnen und Schülern von Klasse 5-10 die spannende Möglichkeit, in verschiedene Berufsfelder eines Zoos im wahrsten Sinne zu „schnuppern“. Bei der Führung zu acht verschiedenen Stationen wurde deutlich, dass ein Zoo nicht nur aus der Tierpflege besteht. Insgesamt sorgen über 500 Mitarbeiter in den Arbeitsfeldern Zoologie, Technik, Gastronomie, Marketing, Merchandising, Vertrieb, Verwaltung für einen rundum gelungenen Zootag. Es gibt weibliche und männliche Köche, Kassierer, Verkäufer, Tierpfleger, Biologen und Zoologen, Tierärzte, Juristen, Diplom-Betriebswirte, Servicekräfte, Reinigungsspezialisten, Restaurantfachkräfte, Gärtner, Architekten, Elektriker, die sich alle um das Wohl von den rund 2.000 tierischen Kollegen von A wie Ameise bis Z wie Zebra und das Wohl der über 1,3 Millionen Besucher jährlich kümmern. „Für uns ist es eine tolle Gelegenheit, die Vielfalt der Berufe und Ausbildungsplatzangebote hier im Erlebnis-Zoo zu präsentieren“, erklärte Geschäftsführer Andreas M. Casdorff die Teilnahme am Zukunftstag, „viele sind immer wieder überrascht, dass wir bei aller Leidenschaft für unsere Tiere ein modernes Wirtschaftsunternehmen sind, das spannende Ausbildungsplätze auch in kaufmännischen, technischen und gastronomischen Berufen anbietet.“ In 2014 begannen vier angehende Tierpfleger, ein Garten- und Landschaftsbauer, ein Elektroniker für Betriebstechnik und eine Veranstaltungskauffrau ihre Ausbildung im Erlebnis-Zoo. In der Zoo-Gastronomie startete für drei Köche, eine Fachfrau für Systemgastronomie und zwei Restaurantfachleute die Ausbildung. Informationen zu Ausbildungsplätzen und Stellenausschreibungen gibt es ausführlich unter www.erlebnis-zoo.de/de/ueber-uns/karriere. Spontan gefragt, fanden es die Schülerinnen und Schüler gar nicht so leicht, sich für einen der spannenden Berufe zu entscheiden, fest stand aber für alle: es war ein tierisch toller Tag!

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