6. Zooreise 2015 – Tag 1: Wiener Blut

Die letzte Zooreise ist noch nicht so lange her (auch wenn Zoobesuche rar gesät waren), aber nach dieser eher spontan entstandenen Reise stand die ursprünglich geplante Juniurlaubsreise auf dem Programm. Ziele unter anderem Wien, Bratislava, Prag. Acht Tage und vier Länder.
Und während dieser Fahrt gab es nicht nur einige interessante neue Tierarten zu sehen (vor allem in Prag), sondern auch andere weniger erwähnenswerte Premieren (die sich meist mit Aufenthalten an diversen stillen Örtlichkeiten befassen) standen auf dem Programm, aber darüber werde ich mich nicht weiter auslassen.

Mehrmals haben wir uns gefragt, wie groß diverse europäische Städte sind. Vor allem Bratislava kam uns riesig vor.
Deswegen habe ich Wikipedia befragt und hier die Ergebnisse:
München: 1.407.836 (31. Dez. 2013)
Berlin: 3.466.164 (30. Nov. 2014)
Wien: 1.794.770 (1. Jan 2015)
Bratislava: 419.678 (31. Dez. 2014)
Prag: 1.243.201 (1. Jan. 2014)
Erstaunlich, dass Bratislava (viel) weniger Einwohner als erwartet hatte. Zu meinen Eindrücken zur Stadt später mehr.

Am ersten Reisetag fuhren wir nach Wien mit geplanten Zwischenstopps in Schmiding, Wels und Walding.
Von Schmiding hatte ich das Schlimmste erwartet, aber so schlimm war es dann doch nicht. Es gibt einige renovierungsbedürftige Anlagen, aber wirklich schlimm (weil leicht verfallen, schmutzig und ungepflegt) ist nur das Tropenhaus. Es wäre nur schade, wenn man die Anlagen weiter verwahrlosen lässt…Schmiding hat das Potential zu einem schönen Zoo, wenn er besser gepflegt werden würde und manche Regionen komplett erneuert würden (diverse offene Anlagen im Aquazoo, veraltete Vogelvolieren, um ein paar Beispiele zu nennen).
Bei meinem letzten Besuch gab es noch riesige Arapaimas, diese habe ich vermisst, dafür gibt es einige vielleicht 30 cm große Vertreter. So kleine Arapaimas habe ich noch nie gesehen. Sehr beeindruckend, trotz der „Größe“.
Nach Schmding fuhren wir nach Wels.
Der kleine Tierpark dort beeindruckt mich immer wieder. Ein besonderer Tierbestand, erstaunliche Haltungsbedingungen und das gegen Spende. Bei meinem letzten Besuch war das Affenhaus noch im Bau, jetzt ist es fertig, und obwohl nicht begehbar, ein kleines Highlight.
Nach Wels ging es durch die österreichische Pampa um nach Walding zu gelangen. Der Zoo ist nicht der Rede wert, überteuert und nicht so leicht zu erreichen. Das war wohl meine erster und letzter Besuch.
Nachdem es noch früh am Tag war und Linz nicht weit von Walding entfernt war, fuhren wir zum Zoo. Dort hat sich auch einiges verändert.
Den kleinen Hunger stillten wir im Zoobuffet. Ich aß dort ein Burenwurst, ohne zu wissen, was das war, aber manchmal ist man neugierig. Geschmeckt hat sie und inzwischen weiß ich auch was ich gegessen habe.
Wikipedia weiß eben alles (fast alles):
Die Burenwurst (mundartlich Haße = „Heiße“, Burenheidl oder Burenhäutl = „Burenhaut“, oder Klobasse, auch Klobassa oder Klobassi, Plural: Klobassen) ist eine grobe österreichische Brühwurst, die seit dem 19. Jahrhundert zum Standardangebot österreichischer Würstelstände gehört. Im Original wird die Burenwurst niemals gebraten oder gegrillt, sondern ausschließlich gesotten. Die Wurstmasse der Burenwurst besteht aus 55 % Brät, 25 % Speck und 20 % Salzstoß.
Sehr lecker. Ich habe irgendeinen Zusammenhang mit den im Linzer Zoo gehaltenen Burenziegen vermutet, aber den gab es nicht … außer der Namensgleichheit. Woher die Wurst ihren Namen hat, weiß man nicht genau, möglich wäre die Benennung nach den Buren (afrikaans: Boere ‚Bauern‘) in Südafrika, da sie zur Zeit des Burenkrieges (1899–1902) in Österreich populär wurde.
Die Burenziege hat ihren Ursprung in Südafrika und wird vor allem zur Fleischerzeugung gezüchtet. Man hätte die Wurst also auch aus deren Fleisch machen können … was aber nicht der Fall ist, was ein Österreicher wissen dürfte, mir als Deutscher waren die Würste fremd. Aber ich habe sie bestimmt nicht zum letzten Mal gegessen.
Nach dem ungeplanten Abstecher in Linz ging es weiter nach Wien ins IBIS.

Zu Abend aßen wir im Schwarzen Adler, der nicht weit von unserem Hotel entfernt war. Dort wird auch eigenes Bier gebraut. Wir saßen im Hinterhof und konnten froh sein, überhaupt noch einen Platz bekommen zu haben. Aufmerksam wurde ich auf die Gaststätte über einen Flyer im Hotel und da wir Hunger hatten und nicht weit gehen wollten, war das unsere erste Wahl, die wir nicht bereut haben.

Etwas überrascht hat uns die Parksituation in Wien. In einigen Bezirken Wiens sind flächendeckende Kurzparkzonen eingerichtet. In diesen Zonen ist das Parken zu festgesetzten Zeiten kostenpflichtig. Für Geschäftsstraßen gelten in ganz Wien besondere Kurzparkregelungen. In den Geschäftsstraßen im Gebiet der flächendeckenden Kurzparkzonen darf mit Parkschein und eingelegter Parkscheibe 1,5 Stunden geparkt werden.
Es gibt allerdings keine Parkscheinautomaten. Parkscheine bekommt man in Trafficläden (zu den üblichen Geschäftszeiten) oder an Bahnhöfen.
Unser Hotel hatte sie auch. Die nächsten Tage benutzten wir die Tiefgarage im Hotel, nachdem wir das Auto nicht brauchten.
Die Kurzparkregel existiert schon seit längerem, war uns aber nie bewusst bei unseren Wienbesuchen. Vielleicht, weil wir entweder mit der Bahn kamen oder gleich in die Tiefgarage des Hotels gefahren sind.

Aquazoo Schmiding
Zoo Schmiding
Zoo Walding
Tiergarten Wels
Zoo Linz

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