Zoopresseschau

Von der Original-Zoopresseschau (die ich für meine eigene Presseschau „missbrauche) gibt es keine guten Nachrichten (wenn sich nichts ändert). Seit 15 Jahren existiert diese Zoopresseschau bereits, aber der verwendete Mailservice stellt seinen Service zum 30.06. überraschend ein. Wenn es bis dahin keine Alternative gibt, wird der Service vorerst eingestellt.
Die Suche nach einer Alternative blieb bislang erfolglos. Die wenigen kostenlosen Angebote, die es noch gibt, haben allesamt Einschränkungen, dass sie nicht in Frage kommen. Soll ein kostenpflichtiger Service genutzt werden, stellt sich die Frage der Finanzierung.
Es wird weiter an einer Lösung gesucht, aber das Redaktionsteam freut sich über jede Hilfe.
Sollte der Schlimmste Fall eintreten und es keine Zoopresseschau mehr geben (und diese die vorletzte sein), dann wird sich zeigen, was das für meine Zoopresseschau und die Veranstaltungshinweise bedeutet.
Ich gehe aber davon aus (und hoffe das natürlich), dass es weitergeht.

21.06.2015, Zoo Augsburg
Aus dem Newsletter
Ein hübscher Alpakahengst ist geboren worden, und endlich nach über zwei Jahren wieder ein Rüsselspringer. Auf der Steinbockanlage tummeln sich sechs Zicklein. An Huftieren kamen noch eine kleine Schneeziege und ein Muntjak auf der Takinanlage zur Welt. Bei den Kapuzineraffen gab es ebenfalls ein Jungtier.
Bestandsveränderungen unter den Vögeln wurden (urlaubsbedingt) auf den Juli verschoben.
Aus dem Zoo Emmen (NL) reisten vier männliche Kattas zur Verstärkung der Gruppe an. Ein weiteres Buchbaby-Weibchen kam aus Antwerpen. Hier ist die Zusammenführung etwas schwieriger und es kann noch nicht genau gesagt werden, ob es mit drei Tieren klappt.
Ähnlich erfolgreich wie bei den Straußwachteln ist auch die Zucht der Muntjaks im Augsburger Zoo. Ein Weibchen wurde im Berichtszeitraum an den Zoo Szeged (H) abgegeben. Aus der Königsbrunner Heide ging Przewalskipferd-Hengst Vinter in den Nationalpark Hortobagy (H), wo er als zukünftiger Zuchthengst vorgesehen ist. Innerhalb diesen Jahres wird dann die hiesige Gruppe an Wildpferden durch Neuzugänge wieder auf fünf Tiere vergrößert werden.
Löwenkater Arthos musste eingeschläfert werden. Er war bereits einige Zeit in Behandlung, weil er deutlich humpelte. Bei einer Narkose um die Pfote zu röntgen wurde ein Knochenkarzinom festgestellt, was zum Beinbruch geführt hat. Um ihm weiteres Leiden zu ersparen musste er mit 15 Jahren eingeschläfert werden.
Auch bei Nashornbullen Daniel der mit 44 Jahren bereits ein hohes Alter erreicht hatte verschlechterte sich sein Gesundheitszustand rapide. Nachdem er schon seit einigen Wochen Heu nur noch in kleingeschnittener Form fressen konnte, humpelte und schließlich die Nahrungsaufnahme und das Trinken nahezu vollkommen einstellte, wurde auch hier die Entscheidung getroffen ihn einzuschläfern. Die anschließend durchgeführte Obduktion ergab eine fortgeschrittene Arthrose in den Beinen und ein Karzinom im Mundbereich. Als Daniel 2008 zusammen mit der Nashornkuh Baby aus dem Zoo Salzburg nach Augsburg kam, hofften alle, dass er vielleicht die beiden neuen Kühe deckt. Aber er zeigte leider nie größeres Interesse an den Damen.
Die neue Vogelvoliere ist für die Besucher geöffnet!!! Nachdem sich die Tiere gut an das Publikum gewöhnt haben, konnte sie jetzt nahezu durchgehend für die Besucher zugänglich gemacht werden. Einzige Ausnahme ist bis zu den Sommerferien der Vormittag. Wegen der vielen Schulklassen, die ohne Aufsicht durch den Zoo laufen, wird an Wochentagen erst um 13 Uhr aufgeschlossen. Am Wochenende ist aber ganz normal ab 9 Uhr geöffnet.
Der erste Spatenstich für die Biber- und Otteranlage mit heimischen Fischen ist ebenfalls vor einigen Tagen erfolgt. Unter den Augen von Politik und erfreulich zahlreichen Medienvertretern konnte der Bau offiziell gestartet werden. Die Firma Dumberger arbeitet schon länger an dem Vorhaben, und so ist das alte Biberhaus bereits Geschichte.

Opel-Zoo Kronberg, 19.06.2015
Weitere Jungtiere im Opel-Zoo: Vier quirlige Warzenschweine begeistern die Zoobesucher
Die Neuigkeiten über Jungtiergeburten im Kronberger Opel-Zoo reißen nicht ab: Nach dem Nachwuchs beim Löffelhund, beim Mesopotamischen Damhirsch, Vietnam-Sika- und Rothirsch, bei Berberaffe, Gnu, Guanako und sogar Giraffe sowie nach dem Schlupf von verschiedenen Vogelarten, kamen am 3. Juni noch vier quirlige Warzenschweine zur Welt, die inzwischen die Stallungen verlassen haben und auf der Außenanlage mit ihrer Mutter zu sehen sind. Auch wenn Warzenschweine gemeinhin nicht unbedingt zu den hübschen Tieren gezählt werden, so sind sie mit ihrem archaisch anmutenden Äußeren doch stets eine Attraktion. Und dabei ist alles „nur“ eine Anpassung an den Lebensraum und die Lebensweise: Der verlängerte Kopf wird als Hebel bei der Nahrungssuche eingesetzt, die langen Hauer werden zur Verteidigung oder bei Rangkämpfen benötigt und die zwei Paare Gesichtswarzen aus festem Bindegewebe schützen den Kopf bei Rivalenkämpfen. Charakteristisch für Warzenschweine ist der beim Laufen senkrecht hochgestellte Schwanz. Dieses Verhalten dient als optisches Signal vermutlich dem Zusammenhalt der Gruppe, da er über das hohe Gras herausragt und von anderen Warzenschweinen gesehen werden kann. Warzenschweine bringen nach einer Tragzeit von 171 bis 175 Tagen 3 bis 7 Jungtiere zur Welt, meist vier, wie auch in diesem Jahr im Opel-Zoo. Sie sind äußerst agil und es ist eine Freude, ihnen dabei zuzuschauen, wie sie durch die Außenanlage flitzen und spielerisch miteinander rangeln. So wird der Besuch im Opel-Zoo ein Ausflug zu Jungtieren, die stets besonders attraktiv sind. Aber auch Altbekanntes lockt wie bspw. die Elefanten in ihrer großzügigen Anlage mit Badebecken, die von den großen Terrassen des Restaurant Sambesi aus besonders gut zu beobachten sind. Den Opel-Zoo verbindet man insbesondere mit dem Afrikanischen Elefanten, ist er doch ohne diese Tierart nicht vorstellbar und so findet man den Elefanten demensprechend auch im Logo.

Zoo Leipzig, 19.06.2015
Giraffenjungtier auf Erkundungstour – Pfleger haben Namen gewählt
Jüngstes Giraffenmitglied entdeckt Afrika: Knapp zwei Wochen nach der Geburt darf Gustis Sohn seit heute die afrikanische Savanne im Zoo Leipzig erkunden. In den vergangenen Tagen konnte der fast zwei Meter große Langhals im Innenstall die achtköpfige Herde ausgiebig kennenlernen und vorsichtig mit seinem 19-jährigen Vater Max auf Tuchfühlung gehen. „Die zügige Zusammenführung mit der Herde funktionierte optimal, und vor allem die Jungtiere aus dem letzten Jahr zeigten großes Interesse an dem Neuankömmling. Beste Voraussetzungen also, um gemeinsam mit der Herde erste Erkundungen auf der Kiwara-Savanne zu unternehmen und Bekanntschaft mit den anderen Bewohnern zu machen“, freut sich Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Aber kann ein Neuling namenlos durch die Savanne streifen? Das Team der Bereichspfleger hat ebenfalls heute Morgen Gustis (geb. am 09.02.2002 in Usti nad Laben, seit 2004 in Leipzig) Spross auf den Namen Geluk getauft. Der auserkorene Name bedeutet im Afrikanischen „Glück“. Geluk kam am Nachmittag des 4. Juni mit ca. 65 kg Gewicht und 1,85 m Größe zur Welt. Die Geburt hatte sich im Tagesverlauf bereits angedeutet und verlief reibungslos. Mutter und Sohn verbrachten die erste Zeit separiert aber in Sichtkontakt zur Herde in einer gesonderten Box, damit sich die Mutter-Kind-Beziehung zunächst stabilisieren konnte.

Zoopark Erfurt, 19.06.2015
Jubiläum im Thüringer Zoopark Erfurt: Zwei Sonderführungen zum 10. Geburtstag
Jubiläum im Thüringer Zoopark Erfurt: Am Montag, dem 22. Juni 2015, feiert die Löwensavanne ihren 10. Geburtstag. Aus diesem Anlass werden an dem Tag zwei Sonderführungen in den Sicherheitsbereich angeboten. 11:00 Uhr und 13:00 Uhr können Besucher einen Blick hinter die Kulissen werfen, der sonst nur für die Tierpfleger möglich ist. Am Infomobil erfahren interessierte Besucher Wissenswertes zu den Löwen. Eine Futterausstellung zeigt die Nahrung der kleineren Bewohner der Löwensavanne wie Klippschliefer und Kap-Borstenhörnchen. Die Löwensavanne wurde am 22. Juni 2005 um 14.00 Uhr vom damaligen Zoodirektor Dr. Norbert Neuschulz, Oberbürgermeister Manfred Ruge und Ministerpräsident Dieter Althaus eingeweiht. Sieben Löwen zogen in das neue Löwenhaus ein. Außerdem Begleittiere wie Erdmännchen, Klippschliefer und Borstenhörnchen. Nachdem man die gemeinsame Haltung von Afrikanischen Löwen und Berberlöwen aufgab und die Entscheidung zur Zucht der Berberlöwen fiel, wurden alle Afrikanischen Löwen vermittelt. Heute wohnen Berberlöwe Joco sowie die Löwinnen Ribat und Lubaya in Erfurt. Seit 2011 haben sie auch neue Nachbarn: Die Tüpfelhyänen leben ebenfalls in der Löwensavanne.

Allwetterzoo Münster, 19.06.2015
Gepard-News aus dem Allwetterzoo: Eins der weiblichen Jungtiere dehnte sich die Bänder beim Toben mit den fünf Geschwistern – ein Verband sollte die Schwellung heilen, seit Donnerstag ist die Kleine verbandsfrei…
Die sechs Gepard-Jungtiere im Allwetterzoo Münster werden immer mutiger. Sie versuchen auf Bäume zu klettern, toben mit Mutter „Namoja“, toben miteinander, toben über die Anlage usw. Eine der Kleinen war besonders wild und hat sich dabei eine leichte Bänderdehnung zugezogen – ein Verband musste her und der Gepard stand nun unter stetiger Kontrolle unserer Tierärzte. Am Donnerstag, 18. Juni kontrollierte Tierärztin Johanna Kasberg erneut das Bein. Neuer Verband oder kein Verband mehr – Johanna Kasberg war auf alles vorbereitet als sie gemeinsam mit Revierleiterin Carin Fels die Gepard-Anlage betrat. Fels brachte die kleine Patientin, die dank des Verbandes gut erkennbar war, der Tierärztin. Kasberg war sehr zufrieden mit der Patientin. Ein neuer Verband war nicht nötig, so dass die Kleine nun wieder verbandsfrei toben kann… Damit Tierärztin und Pflegerin in Ruhe zu den Jungtieren gehen konnten, wurde „Namoja“ wieder ins Gepard-Haus gelockt und mit einer guten Portion Fleisch versorgt. Nach der Untersuchung lief sie gestärkt zu ihren Sechsen zurück, die sich sichtlich freuten und ihre Mutter wild begrüßten…

Tierpark Neumünster, 19.06.2015
Bärentag im Tierpark Neumünster
Auch dieses Jahr geht es im Tierpark Neumünster wieder bärenstark zu!!! Am Sonntag, 28.06.2015 dreht sich alles um unsere vier Bärenarten (Eis- und Braunbären, Nasenbären, Waschbären). Ab 11 Uhr startet unsere Veranstaltung mit folgendem Programm: Infostand gegenüber des Waschbärengeheges zum Thema „Bären“, Filzen für Kinder bei der Elchterrasse, kostenloses Bärenquiz an der Kasse mit Gewinnen und die ersten 100 Kinder bekommen einen „Teddy-Bären“ kostenlos, gespendet von IKEA.

Zoo Neunkirchen, 19.06.2015
Premiere im Rothundwald: Sechsfacher Nachwuchs bei den stark gefährdeten Asiatischen Wildhunden im Neunkircher Zoo
Im Neunkircher Zoo wurde fast vor genau einem Jahr der 1. Bauabschnitt der neuen Raubtieranlagen mit Schneeleopardenschlucht, Bärenpark und Rothundwald unter großer finanzieller Beteiligung der Kreisstadt Neunkirchen offiziell eröffnet. Jetzt gibt es bereits den ersten Nachwuchs im 3000 Quadratmeter großen Rothundwald. Die vierjährige im französischen Obterre geborene Rothündin CHENNAI wurde zum ersten Mal Mutter und brachte am 4. Mai 2015 als Neunkircher Premiere sechs kleine Welpen zur Welt. Seit wenigen Tagen verlassen die sehr gut entwickelten und ungefähr vier Kilogramm schweren Rothundwelpen die von CHENNAI selbst gegrabene Wurfhöhle. Sie gehen auch zusammen mit Vater RAMKUN (10 Jahre alt) und Onkel SATUN (5 Jahre alt), beide im englischen Howletts Wild Animal Park geboren, auf Entdeckungstour. Die Geschlechter der Rasselbande sind noch nicht bekannt und deswegen tragen sie auch noch keine Namen. Mit den in ganz Asien stark gefährdeten Rothunden beteiligt sich der Zoo der Kreisstadt Neunkirchen am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Dieses EEP wird europaweit von Frau Dr. Heike Maisch vom Thüringer Zoopark Erfurt koordiniert, zu der seit Jahren ein sehr freundschaftliches Verhältnis gepflegt wird und sie selbst hat nach persönlichem Besuch den Neunkircher Rothundwald als „Premiumanlage“ bezeichnet.

Zoo Landau in der Pfalz, 19.06.2015
„Meine Schildkröte hat Eier gelegt –  was nun?“ DGHT-Schildkrötenstammtisch im Zoo Landau in der Pfalz
Dem einen oder andere privaten Schildkrötenhalter dürfte sich diese Frage sicherlich schon einmal gestellt haben. Passend zur Eiablagezeit im Schildkrötenjahr wird Peter Bucher, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e.V. (DGHT), im Rahmen des nächsten Schildkrötenstammtisches im Zoo Landau hierzu eine Themeneinführung geben und auch über die verschiedenen Inkubationsmethoden informieren. Auch das Thema „Geburtenkontrolle“ für manche Arten wird angesprochen werden. Eine rege Diskussion und der Austausch privater Schildkrötenhalter mit den Experten der DGHT ist wie immer gewünscht! Die Veranstaltung findet am 24. Juni um 19.30 Uhr in der Zooschule des Zoo Landau, Hindenburgstraße 12, 76829 Landau, statt. Es handelt sich um eine kostenlose Veranstaltung! Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer!

Hamburgs Tierpark Hagenbeck, 18.06.2015
Romantik-Nächte  –  Live-Musik im Tierpark
An drei Abenden im August erklingt der Tierpark auf vielfältige Weise: Chanson, Jazz, Rock, Pop, Klassik, Musical, Filmmusik und Big Band-Sound – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Auch Literatur-Fans kommen bei Poetry Slam und einer märchenhaften Lesung auf ihre Kosten. Ensembles und Solisten vor der imposanten Eismeer-Kulisse, auf der Wasserbühne am Japan-Teich, am Historischen Jugendstil-Tor und an vielen weiteren Orten überall im Tierpark begleiten die Gäste musikalisch durch einen zauberhaften Abend. Und wer es ganz romantisch mag, kann in einer venezianischen Gondel über den Birma-Teich gleiten. Auch eine Kutschfahrt durch den Tierpark beschert unerwartete Perspektiven. Kulinarische Genüsse dürfen natürlich nicht fehlen. Liebhaber exquisiter Süßspeisen sind bei der Schokoladenverkostung richtig, die Flamingo-Lodge und viele, im ganzen Park verteilte Stände, halten Köstlichkeiten und Erfrischungen bereit. Auch ein selbst arrangiertes Picknick ist an diesen Abenden auf vielen Grünflächen im Park möglich. Tierisch geht es zu, wenn die Pfleger Robben und Elefanten vorstellen und die Zooschule Wissenswertes und Unterhaltsames aus dem Liebesleben der Tiere präsentiert. Die Zooschul-Mitarbeiter beantworten auch gern Fragen rund um das Thema Tier. Nicht nur frei laufende Tiere wie Pfauen, Maras, Zwerghirsche und Wasserschweine, sondern auch flanierende, einfallsreich kostümierte Künstler begegnen den Gästen überall im Park. Die Romantik-Nächte klingen aus mit einem stimmungsvollen Feuerwerk. Romantik-Nächte bei Hagenbeck: Sonnabend, 15. + 22. + 29. August 2015. Das Abendprogramm beginnt um 18 Uhr.

Zoo Frankfurt, 18.06.2015
100 Jahre Zoo der Stadt – der Zoo feiert Jubiläum
Der Frankfurter Zoo, 1858 von der Zoologischen Gesellschaft gegründet, ist der zweitälteste Zoo Deutschlands. Vor 100 Jahren, im Sommer 1915, übernahm der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main den Zoo und rettete damit dessen Existenz. Das Jubiläum „100 Jahre Zoo der Stadt“ würdigt die Übernahme des Zoos durch die Stadt und beleuchtet seine wechselvolle Geschichte. Bei den Frankfurterinnen und Frankfurtern war der Zoo von Beginn an äußerst beliebt. Dennoch wurde die finanzielle Lage etwa ab 1913 immer schwieriger. Gründe dafür waren unter anderen steigende Kosten und zunehmende Konkurrenz durch andere Freizeit-angebote. Die Einnahmen konnten die Ausgaben nicht mehr decken, die Zoologische Gesellschaft sah sich zum Personalabbau und zur äußersten Sparsamkeit gezwungen, die Stadt musste erhebliche Summen zuschießen. Im Ersten Weltkrieg (1914 – 1918) verschärfte sich die Situation: Die Zoologische Gesellschaft konnte die Betriebskosten nicht mehr erwirtschaften. Im Januar 1915 wandte sie sich daher an den Magistrat mit der Bitte, den Zoo zu übernehmen. Nach einigen Debatten über die Vor- und Nachteile des Betriebs durch die Stadt erfolgte am 3. August 1915 die offizielle Übergabe des Zoos an die Stadt.

Zoo Salzburg, 18.06.2015
Neues Zuhause für Europäische Sumpfschildkröten im Salzburger Zoo
Noch im 18. Jahrhundert war die Europäische Sumpfschildkröte in den Flusslandschaften Europas weit verbreitet. Die Jagd – früher galt sie als Fastenspeise – und die Zerstörung ihrer Lebensräume brachten sie an den Rand der Ausrottung. Nun leben 16 Schildkröten dieser Art auf dem neu adaptierten Teichgelände beim Zugang zum Tropenhaus im Zoo Salzburg. Die Europäische Sumpfschildkröte ist die einzige österreichische Schildkrötenart. Heute leben nur mehr rund 1.500 dieser Reptilien im Nationalpark Donau-Auen. Einem Gebiet, wo die Tiere passende Gewässer als Lebensraum und die nötigen trockenen Bereiche zur Eiablage vorfinden. Heuer wurde die Europäische Sumpfschildkröte zum Reptil 2015 gekürt. Der Zoo Salzburg unterstützt das Artenschutzprojekt des Nationalparks Donau-Auen und Tiergarten Schönbrunns: Seit 1997 werden im Nationalpark Gelege dieser Schildkrötenart  vor Fressfeinden wie Fuchs, Marder und Dachs geschützt. Unmittelbar nach der Eiablage werden die Nester mit Metallgittern abgedeckt. Die schlüpfenden Jungtiere können später problemlos durch die Gitteröffnungen klettern. Weitere Informationen über das Sumpfschildkrötenprojekt unter https://www.zoovienna.at/forschung-und-lehre/adoptieren-sie-ein-schildkroten-gelege/

Zoo Neunkirchen, 18.06.2015
Sprintende und springende Schönheiten: Hirschziegenantilopen als Neuzugänge beziehen ein kleines Stück Asien im Neunkircher Zoo
Im Neunkircher Zoo haben vor wenigen Wochen im unteren Zooteil Verschönerungsmaßnahmen in Eigenleistung begonnen. Es entsteht dort derzeit eine über 5000 Quadratmeter große und sehr naturnahe Anlage für verschiedene Tierarten aus Asien. Neben den seit einigen Jahren gehaltenen Vietnam-Sikahirschen, die in der Natur höchstwahrscheinlich ausgerottet sind und im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) des Europäischen Zoo- und Aquarienverbands (EAZA) in Neunkirchen gehalten werden, ist nun auch eine ganz neue weitere Tierart eingezogen. So erhielt der Neunkircher Zoo nach elf Jahren Haltungspause mit den Hirschziegenantilopen wieder eine Antilopenart. SANTOSH, ein vierjähriger im Tierpark Oberwald, der Zweigstelle des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe, geborener Hirschziegenantilopenbock, sowie vier 2013 und 2014 im Zoo Dortmund geborene Weibchen, namens SAFIA, SAJANI, SAMIYA und SHAHEENA hielten Einzug. Nach der kompletten Fertigstellung des kleinen Stück Asiens mitten im Zoo der Kreisstadt Neunkirchen werden auch noch weitere neue Arten als tierische Bewohner in den nächsten Wochen die Wohngemeinschaft ergänzen. SANTOSH, SAFIA und Co. suchen auch noch Tierpaten.

Zoo Wuppertal, 18.06.2015
Deckel gegen Kinderlähmung
Es ist so leicht Gutes zu tun: Ein Rotary-Club aus Norddeutschland gründete den Verein „Deckel drauf e.V.“., der Plastikdeckel und Getränkeverschlüsse aus Polyethylen an Schulen, Krankenhäusern oder Einkaufsmärkten sammelt, an eine Recyclingfirma verkauft und den Erlös an das Rotary-Projekts „End Polio Now“ überweist. Mit je 500 Deckeln wird eine Polio (Kinderlähmung)-Schutzimpfung finanziert. Ziel ist die Bekämpfung und weltweite Ausrottung der Krankheit Polio, so dass „kein Kind mehr an Kinderlähmung erkranken soll“. Der Grüne Zoo Wuppertal hat nun eine Sammelstelle für Plastikdeckel eingerichtet und beteiligt sich an der Aktion „Deckel gegen Polio – 500 Deckel für ein Leben ohne Kinderlähmung“. Die Sammelstelle befindet sich unmittelbar am Eingang des Zoos, so dass auch Deckel eingeworfen werden können, ohne in den Zoo gehen zu müssen. Mitarbeiter und Zoobesucher haben schon eifrig mit dem Sammeln begonnen und hoffen nun auf große Unterstützung der Bevölkerung. Weitere Informationen zur Aktion und dem Verein Deckel drauf e.V. gibt es im Internet unter www.deckel-gegen-polio.de.

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 18.06.2015
DOMPFARRER TONI FABER ÜBERNAHM BEIM PATENFEST GAZELLEN-PATENSCHAFT!
„Liebe auf den ersten Blick“: So bezeichnete Dompfarrer Toni Faber die Verbindung zu seinen Patentieren, als er gestern im Rahmen des großen Patensommerfestes im Tiergarten Schönbrunn die Patenschaft für die Mhorrgazellen übernommen hat. Und er versprach seine „Schutzherrschaft“. Tiergartendirektorin Dagmar Schratter überreichte ihm nicht nur die Urkunde, sondern erklärte ihm auch die wichtigste Pflicht eines Patens: seine Patentiere regelmäßig zu besuchen. „Erst vor wenigen Tagen ist ein Jungtier zur Welt gekommen und ich freue mich sehr, Pate dieser eleganten und charmanten Gazellen zu sein. Ich werde mit meinen Nichten und Neffen oft vorbeikommen“, sagt Faber. Fast 400 Tierparten gibt es im Tiergarten Schönbrunn. Die beliebtesten Patentiere sind mit Abstand die Kattas. Die Halbaffen aus Madagaskar haben es auch dem Kabarettduo Herbert Steinböck und Thomas Strobl angetan. Steinböck: „Ich war davor jahrelang Pate eines Bisons. Aber es ist doch weitaus angenehmer, wenn einem ein Katta auf der Schulter sitzt als ein Bison.“ Auch Chris Lohner gehört zur großen Schönbrunner Patenfamilie. Ihr Patentier ist allerdings weit weniger kuschelig. Sie ist Krokodilpatin und kommt jedes Jahr gerne zum Patenfest. Mit dabei waren auch Mister Hitparade und Erdmännchen-Pate Udo Huber, Gepard-Patin Roxanne Rapp und Katta-Pate Christoph Fälbl. Aber auch weniger bekannte Tierarten freuen sich über Paten. So haben die Zwergagutis, Nagetiere aus Südamerika, Wien heute-Moderator Patrick Budgen als ihren Patenonkel. Patenschaften im Tiergarten Schönbrunn gibt es bereits ab 40 Euro monatlich. Schratter: „Unsere Paten leisten eine sehr wertvolle Unterstützung. Dank ihrer Hilfe können wir viele Projekte im Tiergarten realisieren.“

Zolli Basel, 18.06.2015
Totenkopfäffchen turnen im Blätterwald
Zurzeit sind die Totenkopfäffchen im Zoo Basel besonders häufig auf ihrer Insel zu beobachten. Sie turnen geschickt im Gebüsch, klettern auf den Bäumen und suchen nach Nahrung. Zwischen den Blättern können Besucherinnen und Besucher immer wieder einen Blick auf ein Junges erhaschen, das sich auf dem Rücken der Mutter festklammert. Der Zoo Basel koordiniert seit 2013 das Erhaltungszuchtprogramm (EEP) der Totenkopfäffchen. Sobald es wärmer wird, sind die Totenkopfäffchen im Zolli auf den Bäumen und Büschen der Aussenanlage zu beobachten, wo sie Blätter und Äste nach Insekten und Spinnen absuchen. Akrobatische Klettereien und waghalsige Balanceakte sind auch bei den vier Weibchen, die ein Junges auf dem Rücken tragen, an der Tagesordnung. Der Austausch von Männchen wird in Europa vom Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) koordiniert, welches seit Ende 2013 vom Zoo Basel geführt wird. Die Heimat der Schwarzköpfigen Totenkopfäffchen – aufgrund ihres wissenschaftlichen Namens Saimiri boliviensis  auch kurz Saimiris genannt – ist der westliche Rand des Amazonasbeckens in Brasilien, Bolivien und Peru. Sie leben im Regenwald und nutzen vor allem die mittleren und unteren Stufen des Waldes als Lebensraum. Am liebsten halten sie sich entlang von Flüssen auf. Im Gebüsch und auf den Ästen jagen sie Insekten und andere kleine Tiere oder fressen Früchte und Blüten. Anders als andere Affen aus Südamerika können Totenkopfaffen mit ihrem Schwanz nicht greifen, sondern nutzen ihn vor allem zum Balancieren.

Tierpark Sababurg 17.06.2015
Elch-Zwillingspärchen im Tierpark Sababurg
Große Freude über Nachwuchs im Tierpark Sababurg: Nachdem in der zweiten Maihälfte das erste Elchkalb in der neuen ElchWelt das Licht der Welt erblickte, gab es zu Wochenbeginn eine Überraschung. In der Nacht vom Sonntag (14.06.) auf Montag (15.06.) wurden dann zur Überraschung des Tierpark-Teams auch noch Elchzwillinge von Elchkuh „Lina“ geboren. Das Team des Tierparks freut sich riesig über den Elchnachwuchs! Die Geburt eines Elchkalbes dauert im Normalfall höchstens eine Viertelstunde.  Zwischen 70 und 80 Zentimeter hoch und 80 bis 100 cm lang hat das Neugeborene in etwa die Ausmaße des Kopfes seiner Mutter. „Zu nahe kommen dürfte man den Kleinen aber nicht. Die fürsorglichen Mütter würden in diesem Fall sofort in Angriffsstellung gehen“, das müssen die Tierpfleger ständig berücksichtigen. Der Vater der Kälber war von der Niederkunft übrigens ausgeschlossen. Für die „alleinerziehenden“ Elchkühe ist die Geburt und die Sorge um das Kalb reine Frauensache. So auch für die Sababurger Elchkühe „Lotta“ und „Lina“.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 17.06.2015
Flugfuchs-Nachwuchs im Schmetterlingshaus: Großer Imagegewinn bei den Fledertieren
Die Flugfüchse sind in der Wilhelma von Geheimfavoriten einiger Besucher zu Publikumslieblingen geworden. Jetzt stehen sie mit ihrem Nachwuchs besonders im Blickpunkt. Die Fangemeinde der großen Fledertiere ist im vergangenen Jahr stetig gewachsen. Im Sommer 2014 waren sie in die Schmetterlingshalle gezogen, weil im Maurischen Landhaus der Bereich der Nachttierabteilung, wo sie lebten, saniert werden muss. „Ich freue mich, dass nun auch Besucher, die sich früher nicht in die dunkle Abteilung vorgewagt haben, durch Zufall diese wunderbaren Tiere entdecken“, sagt Kuratorin Annika Krengel. „Fledertiere haben leider bei vielen Menschen zu Unrecht einen schlechten Ruf. Darum zeigen wir mit unseren Flugfüchsen im Schmetterlingshaus – und auch den Brillenblattnasen im Amazonienhaus – in einer freundlichen Atmosphäre, wie liebenswert und interessant diese Tiere sind.“ Der am 8. Mai geborene Nachwuchs klammert sich – ebenfalls kopfüber – an seine vom Ast hängende Mutter, die ihn mit ihren Flügeln umhüllt, wärmt, putzt und säugt: ein ganz heimeliges und gar nicht unheimliches Erlebnis!

Münchner Tierpark Hellabrunn 17.06.2015
Willkommen, Waldbison-Babys!
Auch sie werden einmal von imposanter Gestalt sein, bis zu zwei Meter groß und möglicherweise eine Tonne schwer. Doch momentan sind sie einfach nur klein, knuffig und frech: Im Tierpark Hellabrunn gibt es zweifachen Nachwuchs bei den Waldbisons! Normalerweise geht es auf der Anlage, die sich Waldbisons und Präriehunde teilen, recht gemächlich und beschaulich zu. Doch mit der Ruhe ist jetzt Schluss: Zwei Bisonkälber mischen die Gruppe auf, rennen gemeinsam über die Anlage und beschnüffeln neugierig die kleinen Präriehunde. Das sorgt natürlich für eine prächtige Unterhaltung der Hellabrunn-Besucher. Waldbison-Baby Nummer 1 ist nur fünf Tage älter als Nummer 2. Das sind natürlich optimale Voraussetzungen, um beste Spielgefährten zu werden. Und so toben die Kleinen, gerade einmal drei und vier Wochen alt, ausgelassen auf der Anlage herum, wenn sie sich nicht an der Milchbar ihrer Mamas versorgen oder ein Nickerchen halten. Beide Jungtiere sind Buben: Peterle kommt am 25. Mai in der Nacht auf die Welt. Sein Bison-Halbbruder mit dem lustigen Namen Päuschen nur fünf Tage später. Vater der beiden ist Waldbisonbulle Greenhorn (8 Jahre). Während der Mittagspause am 30. Mai bemerken die Tierpfleger, dass der Geburtsvorgang bei Bisonkuh Gala (9 Jahre) in Gang kommt. Ein Weilchen dauert es noch, aber gegen 16.30 Uhr kommt das Jungtier auf die Welt. Der passende Name: Päuschen. Im Jahr 2015 bekommen alle Tiere, die in Hellabrunn geboren werden, einen Namen mit dem Anfangsbuchstaben P. Zoodirektor Rasem Baban über die beiden neuen Tierpark-Bewohner: „Waldbisons werden relativ selten in Zoos gehalten. Deshalb freuen wir uns über die beiden neugeborenen Bisonkälber besonders. Peterle und Päuschen haben in ihren ersten Lebenswochen ihr Geburtsgewicht bereits jeweils verdoppelt. Sie entwickeln sich prächtig und sind kerngesund.“ Momentan besteht die Gruppe der Waldbisons im Münchner Tierpark aus sechs Tieren: den beiden Jungtieren Peterle und Päuschen, deren Müttern Doro (12 Jahre) und Gala sowie dem Bullen Greenhorn und der Bisondame Kaja (4 Jahre). Der Waldbison lebt in freier Wildbahn in Nordamerika, hauptsächlich in den nordwestlichen Wäldern Kanadas, und ernährt sich vorrangig von Kräutern, Blättern und Heu.

Zoo Zürich 17.06.2015
HAPPY BIRTHDAY, OMYSHA!
Vor genau einem Jahr ist Omysha im Kaeng Krachan Elefantenpark auf die Welt gekommen. Doch sie ist nicht die einzige in der achtköpfigen Elefantengruppe des Zoo Zürich, die heuer ein Jubiläum feiert. Auf den Tag vor einem Jahr ist Omysha geboren worden; nur wenige Tage nachdem der neue Kaeng Krachan Elefantenpark im Zoo Zürich eröffnet worden ist. Omysha ist die Tochter von Indi und Maxi und damit auch die kleine Schwester von Chandra. Omysha ist das erste Jungtier, das im Zoo Zürich vollständig im geschützten Kontakt aufwächst, also ohne direkten Kontakt zu den Tierpflegern. In ihren ersten Lebensmonaten zeigte sie denn auch kein grosses Interesse an den sie betreuenden Menschen. Erst seit sie sich für feste Nahrung interessiert, erhalten die Tierpfleger eine Bedeutung: Bei ihnen könnten nämlich Leckerbissen erhältlich sein. Und erst mit diesen Leckerbissen lässt sich Omysha motivieren, zu den Tierpflegern zu gehen oder sich etwa auf die Waage zu stellen. Das geschätzte Geburtsgewicht von Omysha lag zwischen 120 und 140 Kilogramm. Addiert man gemäss den üblichen Erfahrungswerten eine tägliche Gewichtszunahme von einem Kilogramm, dürfte Omysha nun rund 500 Kilogramm schwer sein. Effektiv brachte sie bei der letzten Gewichtskontrolle rund 530 Kilogramm auf die Waage. «Familie Indi» ist mit der Geburt von Omysha auf drei Tiere angewachsen – wenn man die nicht-verwandte «Tante» Druk mitzählt, sogar auf vier. Schön zeigt sich das Funktionieren der matrilinearen Familienordnung: Die Verantwortung in der Betreuung der Jungtiere liegt nicht allein bei der Mutter sondern wird auch an andere Gruppenmitglieder delegiert. So schlief Omysha oft zu Füssen von Druk und wurde von ihr «bewacht». Beim Baden wird Omysha stets von Chandra begleitet. Zu Beginn durfte Omysha gar nicht ins Wasser und als sie einmal fast hineinfiel, wurde sie mit dem Rüssel sofort wieder herausgefischt. Später liess Chandra ihre kleine Schwester zunächst nur ins seichte Wasser. Mittlerweile darf Omysha aber auch im tieferen Wasser schwimmen. Hat Chandra genug vom Baden, schubst sie ihre kleine Schwester sanft aus dem Becken. Das gemeinsame Einstehen für das Jungtier zeigt auch eine von einem Besucher eingefangene Szene schön. Als Omysha in eine missliche Situation geriet, erhielt sie sofort Hilfe von Mutter und Schwester und, etwas gemächlicher, auch von Druk. Die Besucher sind nach wie vor begeistert vom Kaeng Krachan Elefantenpark. Besonders die beruhigende Atmosphäre und die Möglichkeit, die Elefanten von den Sitzplätzen unter der Thailodge zu beobachten, gefällt ihnen. Die im Münztrichter gesammelten Spenden (letztes Jahr fast CHF 100‘000) setzt der Zoo Zürich für den Schutz der letzten 200 wilden Elefanten im Kaeng Krachan Nationalpark in Thailand ein. Dank des Geldes kann, in Zusammenarbeit mit der Wildlife Conservation Society und dem Nationalpark, der Alarmzaun verlängert und verbessert werden. Dafür dankt der Zoo Zürich seinem Publikum herzlich.

Opel Zoo Kronberg 16.06.2015
Weitere Jungtiere im Opel-Zoo – Erneut ein Wurf bei den Löffelhunden
Große, löffelartige Ohren sind die äußeren Kennzeichen der Löffelhunde, die so einzigartig unter den Hundeartigen sind, dass ihnen eine eigene Gattung zugesprochen wurde.  Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, vor allem Termiten und Heuschrecken, die sie mit ihren großen Ohren im Gras und sogar und der Erde lokalisieren; eine weitere Anpassung an ihre Ernährung sind die kleineren und im Vergleich zu anderen Hunden zahlreicheren Zähne. Sie leben in kleinen Gruppen von bis zu sechs Tieren zusammen, gehen zu zweit oder im Rudel auf Nahrungssuche und ziehen die Jungtiere gemeinsam auf.  Auch im Opel-Zoo betreut das Rudel – bestehend aus den Elterntieren und zwei Geschwistern – die drei Jungtiere, die bereits am 1. Mai zur Welt kamen. Meist ist das Männchen der Wächter am Bau, das die Jungtiere inzwischen aber häufig verlassen, um auf der Außenanlage herumzutollen und sich im gemeinsamen Spiel zu erproben. Da die Welpen schnell wachsen und im Alter von nur vier Monaten kaum noch von den Alttieren zu unterscheiden sind, sollte man mit dem Besuch bei den jungen Löffelhunden nicht lange warten.  Aber auch weiterer Nachwuchs lockt zu einem Zoobesuch: Die am 4. Juni geborene Giraffe „Kabale“ ist inzwischen bereits mit der ganzen Herde auf der Anlage Afrika Savanne zu sehen, ebenso wie das am 19. Mai geborene junge Gnu. Bei den Trampeltieren gibt es ein Jungtier zu entdecken, zwei junge Guanakos sind zu sehen und auch bei den verschiedenen Hirscharten findet man schnell die zahlreichen Jungtiere. In der großen Freiflugvoliere und den Eulenvolieren sind Jungvögel geschlüpft und es ist stets interessant zu beobachten, wie sie von ihren Eltern gefüttert und versorgt werden.

Zoo Heidelberg 16.06.2015
Die neuen im Zoo Heidelberg: Drei Kattas beziehen das frisch renovierte Gehege im Affenhaus
Bereits seit einigen Tagen leben drei Kattamännchen im Zoo Heidelberg. Die tagaktiven Lemuren stammen ursprünglich aus Madagaskar. In ihrer Heimat fällt ihr Lebensraum häufig Brandrodungen zur Umwandlung von Waldflächen in Viehweiden zum Opfer. Oder die hübschen Tiere mit dem Ringelschwanz werden wegen ihres Fleisches gejagt. Beim Katta kommt dem Ringelschwanz, der beim Gehen als Erkennungssignal senkrecht in die Höhe gestreckt wird, eine große Bedeutung zu. Mit seiner Hilfe tragen die Männchen auch sogenannte „Stinkkämpfe“ aus. Sie bestreichen ihren Schwanz mit Sekreten aus ihren Unterarmdrüsen und schwenken ihn in Richtung Gegner. So werden sowohl Rangordnungsstreitigkeiten geregelt als auch das Revier gegen fremde Gruppen verteidigt. Kattas markieren ihr Revier mit Sekreten aus After- und Armdrüsen. Da sie sich im Zoo, wie andere Zootiere auch, nicht als Gefangene, sondern als Besitzer ihres Geheges verstehen, bringen sie ihre Duftmarken selbstverständlich auch im Gehege an. Anders als bei den meisten Primaten sind bei Kattas übrigens die Weibchen das sozial dominante Geschlecht. In Heidelberg werden sich die Brüder zunächst nicht mit den herrischen Frauen herumschlagen müssen. Wie ihre Artgenossen in den Wäldern Madagaskars, gehen die drei auch in Heidelberg häufig ihrer Lieblingsbeschäftigung nach: dem Sonnenbanden. Kattas lieben ausgiebige Sonnenbäder und strecken häufig mit ausgebreiteten Armen ihre Vorderkörper der Sonne entgegen, um dann in dieser Stellung zu verharren. Das geplante Außengehege, das im nächsten Jahr fertiggestellt werden soll, wird den Tieren noch mehr Sonnenplätze bieten. Schon jetzt gab es zum Einzug ein besonderes Willkommensgeschenk. Das Innengehege wurde eigens für die Neuankömmlinge frisch renoviert. Wo zuvor nur die nüchterne Betonwand zu sehen war, ist innerhalb von wenigen Tagen ein wahrer Tropenwald entstanden. Der Künstler Rainer Sieke, der auch die Mauern des neuen Außengeheges der Bären gestaltet hatte, verwandelte mit Farben und Fantasie die grauen Wände optisch in eine grüne Oase. „Die Idee, die Wände in den Innengehegen unserer Menschenaffen farblich zu gestalten, hatten wir bereits seit Längerem“ teilt Frank-Dieter Heck, kaufmännischer Geschäftsführer im Zoo, mit. „Dass wir nun mit einem ersten der Gehege anfangen konnten, verdanken wir auch der freundlichen Unterstützung durch die Sparkasse Heidelberg“. Auch die Besucher, die das Affenhaus erkunden, freuen sich über die Neugestaltung, die sehr gut zur üppigen Vegetation im Inneren passt. Bleibt zu hoffen, dass sich noch weitere Unterstützer finden, damit die optische Gestaltung auch in den beiden anderen Gehegen für die Gorillas und Orang-Utans fortgesetzt werden kann.

Tierpark Berlin 16.06.2015
Vierlinge im Tierpark Berlin! – Mutter Aurora zieht Amurtigerbabys erstmals selbst auf
Eins, zwei, drei… Vierlinge! Sechszehn tapsige Pfoten tollen derzeit um Tigermama Aurora (5 Jahre) – klettern, purzeln, toben ohne zu ermüden. Ein wildes Treiben, das Aurora und ihre quirlige Bande vollends genießen. Der süße Amurtiger-Nachwuchs im Tierpark Berlin ist knappe zwei Monate alt und wird seit der Geburt vollständig von seiner Mutter aufgezogen. Am 23. April 2015 sind die Amurtiger Aurora und Darius (9 Jahre) erneut Eltern geworden – und beweisen, dass auch Raubtiere die Jungenaufzucht erst einmal erlernen müssen. So freut sich der Tierpark Berlin ganz besonders, dass Aurora ihren neusten Wurf annimmt und sich rührend um ihre drei kleinen Mädchen und den stolzen Jungen kümmert. Die Tiger-Eltern sind Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes und aufgrund ihrer Abstammung sehr wertvoll für die Amurtiger-Population. Umso schöner, dass alle vier Jungtiere ganz besonders munter unterwegs sind und bereits neugierig ihre abgeschirmte Mutterstube verlassen, um auch die Anlage im Alfred-Brehm-Haus zu erkunden. Vierlingswürfe sind nicht nur für den Tierpark etwas ganz besonderes – auch bei den Tigern sind sie sehr selten und machen lediglich 29% aller Geburten aus. Insgesamt wurden bis heute 134 Amurtiger-Jungtiere im Tierpark geboren, ein enorm wichtiger Beitrag für diese stark bedrohte Tigerunterart. Amurtiger, auch als Sibirischer Tiger bekannt, sind die größten lebenden Katzen auf der Erde. Sie bevölkern die Taiga-Wälder im äußersten Südosten Russlands, streifen bis an die Grenze zu China und Nordkorea. Ihr Bestand zählt heute nur noch rund 450 Tiere, zurückzuführen auf die massive Bejagung der Tiere sowie die großflächige Zerstörung ihres Lebensraumes in den 40er Jahren des  20. Jahrhunderts. Aber wie heißen die vier neuen Tierpark-Sprösslinge nun eigentlich? „Da diese Vierlings-Geburt nicht nur für den Tierpark etwas ganz besonderes ist, sondern auch die Berliner begeistern wird, wollten wir die Namensgebung diesen überlassen. Wir würden uns sehr freuen, wenn sich recht bald Paten für unseren Amurtiger-Nachwuchs finden, die ihnen wunderschöne  möglichst russische Namen geben.“, kündigt Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem an. Erst im Dezember 2014 brachte Tigermutter Aurora Drillinge zur Welt. Leider hatte Aurora nicht ausreichend Milch, sodass zwei der drei Jungtiere nach elf Tagen starben. Das dritte Jungtier – Tigermädchen Alisha – wurde mit der Hand aufgezogen. Mittlerweile ist Alisha sechs Monate alt und lebt bei Dragan – ebenfalls ein handaufgezogener Amurtiger – im Zoo Eberswalde. Am 26. Juni werden die beiden Jungtiger wieder zurück nach Berlin kommen. Mittlerweile sind sie groß genug für die schöne Berliner Felsenanlage am Alfred-Brehm-Haus. Nach ein paar Tagen Eingewöhnung hinter den Kulissen werden die Tiger voraussichtlich am 29. Juni wieder im Tierpark Berlin zu sehen sein.

Wisentgehege Springe 16.06.2015
Kinder, jetzt wird wild gefeiert –  im Wisentgehege Springe: Sonnabend und Sonntag, 18. und  19. Juli, jeweils von 11 bis 17 Uhr
Unter dem Motto „Yeah, Kinderfest“ richtet das Wisentgehege in Springe sein Kinderfest aus. Am  Sonnabend und Sonntag, 18. und 19. Juli, ist das Wisentgehege von 11 bis 17 Uhr ganz auf die jüngeren Besucher eingestellt. Das Team des Wisentgeheges hat ganz viele Aktionen für die ganze Familie vorbereitet. Es lohnt sich also, einen vollen Tag im Wisentgehege einzuplanen. Gelände- und Rätselspiele, ein kostenloses Nostalgie-Kinderkarussell, Ponyreiten, eine riesengroße Hüpflandschaft sowie eine Riesenseifenblasen-Station sorgen dafür, dass die jungen Gäste ihren Spaß haben. Beim Bogenschießen können alle, die schon immer mal lernen wollten, richtig mit Pfeil und Bogen zu schießen, an einem Schnupperkurs teilnehmen. Zwei ausgebildete Trainer für Instinktives Bogenschießen freuen sich auf zahlreiche Teilnehmer. Beim Kinderschminken werden die Jungen und Mädchen in Löwen, Tiger, Katzen, Feen und Schmetterlinge verwandelt. Nicht versäumen sollte man die Vorstellungen des Clowns  „Magic Bernie“.  An beiden Tagen lädt Bernie zu seinen großen Vorstellungen an der Köhlerhütte ein. Der Clown begeistert mit seinen Zauberkunststücken und Späßchen nicht nur die jungen Gäste. Zu beobachten sind natürlich auch ganz viele wilde Tiere: Bären, Wölfe, Waschbären, Elche mit Nachwuchs, die Wisente mit ihren Kälbern und andere. Verpassen sollten Besucher nicht die Flugvorführung auf dem Falkenhof. Dort erheben sich Falken, Adler, Uhu und Co. um 11, 14 und 16 Uhr in die Lüfte. Und wer mehr über die faszinierenden Wölfe wissen möchte, ist bei der Wolfspräsentation der handaufgezogenen Polar- und Timberwölfe um 14.45 Uhr genau richtig.

Wildpark Lüneburger Heide 16.06.2015
Eine Fußballmannschaft für die Polarfuchs-Liga: Junge Polarfüchsin bringt im Wildpark Lüneburger Heide elf gesunde Welpen zur Welt
Der Baby-Boom im Wildpark Lüneburger Heide in Hanstedt-Nindorf reißt nicht ab. Nach der sensationellen Geburt zweier gesunder, kräftiger Schneeleoparden gibt es jetzt weitere erfreuliche Nachrichten aus einer Wildpark-Kinderstube zu berichten: Die Polarfüchse haben Nachwuchs! Nicht nur ein, zwei oder drei Babys sind es – nein, 11 kleine Fellnasen, also gleich eine ganze Fußballmannschaft, hat die erst zwei Jahre alte Füchsin in ihrer Bruthöhle zur Welt gebracht. Diese große Anzahl an Welpen liegt zwar bei den Polarfüchsen durchaus im Bereich des Möglichen, aber für den Wildpark ist es ein neuer Rekord, der bisher bei zehn Polarfuchs-Babys lag. Bei der Geschlechter-Verteilung haben die Jungs mit sechs zu fünf knapp die Nase vorn. Das ausgewogene Verhältnis freut Tierpfleger Jens Pradel zwar, aber wichtiger noch ist es, dass alle Tiere gesund und munter sind.  Noch haben die einen Monat alten Jungtiere ihr schwarzes Jugendfell – das für diese Tierart so markante, weiße Winterfell bekommen die Tiere erst, wenn sie ausgewachsen sind, also etwa im Alter von einem Jahr. Dann sind die jungen Polarfüchse auch schon geschlechtsreif. Die kleinen Füchse bleiben noch rund acht Wochen bei ihren Eltern im Wildpark, bevor sie die Reise in andere Zoos in ganz Deutschland antreten. Die ersten Interessenten haben sich bereits gemeldet und freuen sich auf gesunden Nachwuchs für die eigene Zucht.  Polarfüchse gehören zur Familie der Hunde, werden bis 55 Zentimeter groß, erreichen ein Gewicht von etwa fünf Kilogramm und haben eine Lebenserwartung von sieben bis zehn Jahren. Sie leben nördlich der Waldgrenze in den kalten Regionen rund um den Polarkreis, haben das dichteste Fell aller Säugetiere und können theoretisch Temperaturen von bis zu minus 70 Grad Celsius überleben. Kalte Füße bekommen sie auch nicht, denn selbst an den Tatzen haben sie ein dickes Fell, das sie vor der Kälte schützt. Polarfüchse sind Beutegreifer und Allesfresser, ernähren sich von Lemmingen, Vögeln, Aas und in Notsituationen auch vom Kot anderer Tiere.

Tiergarten Schönbrunn Wien 16.06.2015
ABSCHIEDSFEST FÜR PANDA-EXPEDITION
Rund 21.000 Kilometer von Wien bis nach Chengdu, in die Heimat der Großen Pandas: Am kommenden Montag startet im Tiergarten Schönbrunn die große Panda-Tour. Jeweils zwei Teilnehmer aus sechs europäischen Ländern, in deren Tiergärten Große Pandas leben oder lebten, nehmen daran teil. In 65 Tagen fahren sie mit Autos entlang der südlichen Seidenstraße in die chinesische Provinz Chengdu, wo 80 Prozent der Großen Pandas leben. Verabschiedet werden sie im Tiergarten Schönbrunn mit einem offiziellen Festakt mit buntem Rahmenprogramm. „Unsere Besucher können dabei sein, wenn wir die Teams verabschieden. Sie können auch eine chinesische Teezeremonie und eine Vorführung der Kampfmönche des Shaolin Tempels erleben. Außerdem werden traditionelle chinesische Lieder dargeboten und Panda-Maskottchen werden im Zoo unterwegs sein“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Veranstaltet wird die Panda-Tour von der Tourismusbehörde Sichuan. Für den offiziellen Festakt zum Abschied in der ORANG.erie des Tiergartens hat sich hoher Besuch angekündigt: der Zweite Nationalratspräsident Karlheinz Kopf, der chinesische Botschafter Zhao Bin, der Generalsekretär der Regierung von Sichuan Wang Qizhang, die britische Botschafterin Susan le Jeune d’Allegeershecque, der Botschafter von Bangladesch Mohammed Abu Zafar sowie weitere Abgesandte diplomatischer Vertretungen. Die beiden österreichischen Teilnehmerinnen Nadja Santer und Kirsten Palme, Mitarbeiterinnen des Tiergartens, sind schon sehr gespannt, was sie auf der Reise erleben werden. „Wir durchqueren viele spannende Länder wie die Türkei und Indien und möchten an jeder Station der Tour auf die bedrohten Großen Pandas aufmerksam machen.“ Natürlich freuen sie sich auch darauf, in der Panda-Station in Chengdu Pandas zu sehen. Bis jetzt kennen die beiden nur die Pandas in Schönbrunn, wo derzeit Fu Bao die Besucher verzaubert.

Zoo Landau in der Pfalz 16.06.2015
Artenschutz zum Anfassen beim Pinguin-Aktionstag im Zoo Landau in der Pfalz am 28. Juni 2015 ab 11 Uhr
Zoo und Artenschutzinitiative „Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins e.V.“ laden zu Informationsveranstaltung und Pinguin-Aktionstag ein. Wie groß ist eigentlich ein Pinguinei, und sieht es anders aus als ein Hühnerei? Wie fühlt sich eine Pinguinfeder an, was ist das Besondere an ihr und was hat sie für eine Funktion? Kleine und große Tierfans können diesen und vielen weiteren spannenden Fragen rund um den Humboldt-Pinguin beim Info- und Mitmachstand am großen Pinguin-Aktionstag am 28. Juni im Zoo Landau nachgehen. Mit vielen Aktionen, kleinen Experimenten und ganz viel Material zum Anfassen und Erleben wollen der Zoo Landau und die Artenschutzinitiative „Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins e.V.“ den Humboldt-Pinguin vorstellen und die Besucher „zu Artenschützern machen“. Denn unseren Schutz hat der beliebte kleine Frackträger dringend nötig: Meeresverschmutzung, der Rückgang der Fischbestände, illegaler Fang und Störungen in seinen Brutgebieten führen dazu, dass die Bestände des Humboldt-Pinguins an den Küsten von Chile und Peru stetig kleiner werden. Den meisten Menschen ist nicht bewusst, dass der eigene Lebensstil unter Umständen einen Einfluss auf ein Ökosystem „am anderen Ende der Welt“ hat, doch genauso ist es! Und auch hierüber und wie man dem Zoo Landau helfen kann, den Humboldt-Pinguin zu schützen, erfahren die Besucher mit viel Spaß im Rahmen des Aktionstages. Los geht es um 11 Uhr. Der Zoo Landau engagiert sich seit vielen Jahren für den Schutz des Humboldt-Pinguins und tut dies in enger Zusammenarbeit mit der 2008 in Landau gegründeten Artenschutzinitiative „Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins e.V.“. „Sphenisco“ hat es sich in Kooperation mit weiteren Partnerzoos und Institutionen zur Aufgabe gemacht, die drohende Ausrottung des Humboldt-Pinguins an den Küsten Chiles und Perus zu verhindern und dessen Lebensräume für ihn und viele weitere Tierarten auf Dauer zu bewahren. Der Verein arbeitet eng mit chilenischen und peruanischen Universitäten, Umwelt- und Artenschützern zusammen, unterstützt diese Partner ideell und finanziell und hat seit seiner Gründung bereits beachtliche Erfolge vorzuweisen. „Sphenisco“ lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger außerdem bereits am Samstag, den 27. Juni 2015, ab 13.30 Uhr zu einer Informationsveranstaltung in die Zooschule des Zoo Landau ein. Der Vorstand und aktive Mitglieder werden über die Erfolge des vergangenen Jahres und aktuell laufende Projekte berichten. Dabei wird es um Schutzmaßnahmen in Chile und Peru, Umweltbildungsprojekte und weitere Aktivitäten rund um den Schutz des Humboldt-Pinguins gehen.

NaturZoo Rheine 15.06.2015
Heimliche Kinderstube – Nachwuchs bei den Goldschakalen
Bei den Goldschakalen im NaturZoo Rheine hat sich Nachwuchs eingestellt – wie die Fotos der Zoo-Stammbesucherin Eva Bruns eindrucksvoll beweisen. Damit wurden die Vermutungen und Hinweise auf eine „Kinderstube“ bestätigt, denn wirkliche Beobachtungen waren bislang nicht möglich. Die Schakale, eine Wildunde-Art, leben als Mitbewohner der Lippenbären außerordentlich heimlich und haben in dem weitläufigen Gehege auch viele Rückzugsmöglichkeiten. So gehören schon etwas Glück und Geduld dazu, diese schönen Tiere zu entdecken. Es scheint aber, dass der Erkundungsdrang der Welpen auch die erwachsenen Tiere wieder mehr „an den Tag“ lockt. Die beiden Welpen – zumindest wurden bisher zwei Junge festgestellt – wurden in den vergangenen Tagen häufiger am Eingang zur Erdhöhle gesehen, und dies auch in guter Perspektive vom Besucherweg aus. Goldschakale sind in Asien, Nordafrika und auch Ost- und Südeuropa weit verbreitet. In Zoos werden sie allerdings selten gehalten. Im NaturZoo teilen sie sich seit 2009 ein Zuhause mit den Lippenbären. Ihre Zucht gelang in den vergangenen Jahren regelmäßig. Die Wohngemeinschaft funktioniert offensichtlich für beide Arten problemlos, wie sich besonders in diesem Jahr zeigt, wo sowohl die Schakale, als auch die Bären Nachwuchs aufziehen.

Zoo Zürich 15.06.2015
ZUM GEDENKEN AN DEN ZOOLOGEN UND ELEFANTENFORSCHER DR. FRED KURT (18.2.1939-6.6.2015)
Wie die Familie mitteilt, ist der bekannte Elefantenforscher Dr. Fred Kurt nach langer, schwerer Krankheit in seiner Wahlheimat Aichach in Bayern verstorben. Fasziniert von den Elefanten des Zirkus Knie, die jährlich in seinem Geburtsort Langenthal gastierten, schrieb er als 17jähriger an Prof.Dr. Heini Hediger, den ehemaligen Direktor des Zoo Zürich, um Rat für eine Karriere im Bereich der Zoologie zu erhalten. Hediger unterstützte Kurt, verschaffte ihm ein Praktikum beim Zirkus und zusammen entstand eine erste Arbeit zum Schlaf der Elefanten. Während seines Zoologiestudiums an der Universität Zürich durfte er Hans Kummer nach Äthiopien für seine Studie über Mantelpaviane begleiten. Seine Doktorarbeit über das Sozialverhalten der Rehe führte zu verschiedenen Büchern über das Reh und seine Ökologie. Sein grosses Interesse für die Elefanten führte ihn seit 1967 nach Asien. Er arbeitete und forschte in Naturreservaten im Auftrag der Smithsonian Institution, des WWF, der IUCN, der UNEP, der World Bank und der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft. Sein besonderes Interesse galt der Ausbildung der Studenten in Sri Lanka, der Schweiz und in Wien. 1978 war er Mitbegründer der IUCN-Spezialistengruppe für den Asiatischen Elefanten und veröffentlichte viele Bücher über ihr Sozialverhalten und ihre Ökologie, zuletzt 2014 das Buch ‚Von Elefanten und Menschen‘, in dem er sein einzigartiges Wissen über die grössten Landsäugetiere zusammengefasst hat. Als engagierter Naturschützer veröffentlichte er 1982 das Buch ‚ Naturschutz – Illusion und Wirklichkeit‘ in dem er forderte, weg vom emotionalen Naturschutz und vom reinen Artenschutz hin zu mehr Wissen um ökologische Zusammenhänge und zum Schutz ganzer Lebensgemeinschaften zu kommen. Es war ihm ein Anliegen, die Situation der Elefanten in der Wildnis und in der Haltung in Menschenhand zu verbessern und seine Erkenntnisse in der Praxis umzusetzen. Bei der ‚First European Elephant Management School‘ und bei der Planung der neuen Elefantenanlagen im Zoo Köln und im Zoo Zürich konnte er seine Ideen und Konzepte einbringen. Mit Fred Kurt verlieren wir einen grossen Naturschützer, einen der besten Elefantenkenner und einen engagierten Kameraden und Freund.

Tierpark Berlin Friedrichsfelde, 14.06.2015
Neu: Segway-Touren im Tierpark Berlin
Ab Juni 2015 können die Weiten des Tierpark Berlin nun auch auf Segways erkundet werden. Europaweit ist der Tierpark Berlin damit die erste zoologische Einrichtung mit einem solchen Programm. In Kooperation mit der yoove Mobility GmbH wird bei der zweistündigen „Tierpark-Safari“ ein erfahrener Guide den Besuchern die Tierwelt aus völlig neuer Perspektive zeigen. Somit kann der Fahrspaß auf zwei Rädern auf einzigartige Weise mit tierischen Geschichten, Anekdoten und Hintergrundinformationen zum Tierpark verbunden werden. Yoove ist der Spezialist für e-Mobility und größte Anbieter für Segwaytouren in Berlin und Potsdam. Für die Berliner Tiere sind die modernen Transportsysteme noch völlig neu und so betrachten sie die leise vorbeigleitenden Gäste mit außergewöhnlicher Neugier. Ein Besuchererlebnis, das noch nie zuvor dagewesen ist. In angenehm kleinen Gruppen von max. 6 Teilnehmern führt die Safari unter anderem vorbei an Eisbären, Raubtieren, Elefanten, Affen und natürlich dem Schloss Friedrichsfelde. Familien mit Kindern (ab 45 kg Gewicht), Einzelpersonen und Firmen können so den Tierpark auf einer facettenreichen Führung mobil kennenlernen. Die Tierpark-Safari kostet inkl. Tierpark-Eintritt 69,00 Euro für Erwachsene und 63,00 Euro für Kinder. Sie beinhaltet neben der Tierparkführung, eine Einweisung, Vollkaskoversicherung und einen Helm. „Mit diesen zeitgemäßen Segway-Touren wollen wir neue Zielgruppen für den Tierpark Berlin erschließen. Unsere Intention ist es, auch die Berliner aus Friedrichshain und Kreuzberg für den wunderschönen Tierpark zu begeistern – dieses einzigartige Angebot soll uns dabei helfen“, so Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Wir freuen uns, dieses in Europa einmalige Produkt mit dem Tierpark Berlin anbieten zu können. Die „Tierpark-Safari“ ist eine tolle Kombination, welche Natur und modernste Technik vereint“ sagt yoove-Geschäftsführer Fabian Paul. Die Führungen können über die Webseite des Tierparks www.tierpark-berlin.de/segway und über www.yoove.com/de/tour/tierpark-safari gebucht werden.

Wilhelma Stuttgart, 13.06.2015
Dreamnight für Kinder mit schweren Beeinträchtigungen: 600 Familien erleben unvergesslichen Abend in der Wilhelma
Mit leuchtenden Augen hunderter Kinder ist am Freitag die 7. Dreamnight in der Wilhelma traumhaft zu Ende gegangen. Es war ein außergewöhnlicher Sommerabend. Meist kehrt Ruhe ein zwischen den Blumenbeeten und Tiergehegen des Zoologisch-Botanischen Gartens, wenn die Wilhelma abends ihre Tore schließt. Nicht so an diesem Freitag. Als die Mitarbeiter der Wilhelma nach ihrem Dienst ausstempelten, begann für viele von ihnen die zweite Schicht – ehrenamtlich. Jetzt sorgte ein ungewohnter Rhythmus für abendliche Lebendigkeit bei der Benefizveranstaltung für Kinder mit Behinderungen oder schweren chronischen Erkrankungen. Von Trommelwirbeln umrahmt, die den 600 jungen Gästen und ihren Familien einen schwungvollen Empfang bereiteten und auch noch die Feuershow am Schluss begleiteten, gab es von 18 bis 22 Uhr vier besondere Stunden zu erleben. 25 Stationen luden zum Mitmachen ein: Hier schwangen Kinder in der zehn Meter hohen Rollstuhlschaukel zwischen zwei der größten Bäume des Parks, dort streichelten Mädchen und Jungen Küken oder Karpfen und die Mutigen sogar Schlangen. Die geladenen Gäste packten auch beherzt mit an, wenn es darum ging, Futterboxen für Menschenaffen zu basteln, damit Gorilla & Co Abwechslung bei der Nahrungssuche haben. Die Einladungsliste stimmt die Wilhelma jedes Mal neu ab mit dem Stuttgarter Olga-Kinderhospital, Kinderhospizen und rund 30 Förderkreisen, die sich um Kinder mit bestimmten Krankheitsbildern kümmern wie Herz- und Nierenleiden, Krebs oder Down-Syndrom.

Zoo Wuppertal, 12.06.2015
Grüner Zoo Wuppertal erneut mit „Zertifikat für Exzellenz“ ausgezeichnet
Wie bereits im vergangenen Jahr wurde der Grüne Zoo Wuppertal auch 2015 wieder vom Internetportal TripAdvisor mit dem „Zertifikat für Exzellenz“ ausgezeichnet. Mit dieser Aus-zeichnung werden Unternehmen geehrt, die von Reisenden auf dem Portal TripAdvisor kontinuierlich hervorragendes Feedback erhalten haben. Das Zertifikat für Exzellenz wird ausschließlich auf Grundlage der Bewertungen und Meinungen vergeben, die bei TripAdvisor im letzten Jahr eingegangen sind. Der Grüne Zoo Wuppertal freut sich, in diesem Jahr erneut als Gewinner mit dem Zertifikat für Exzellenz ausgezeichnet worden zu sein!

Weltvogelpark Walsrode, 12.06.2015
Babyboom
Endlich ist es soweit – Vogelbabys im ganzen Park. Vor der Regenwaldhalle haben unsere Lachenden Hänse (Dacelo novaeguineae) gleich 4 Jungtiere. Drei lautstarke Jungtiere sind bereits ausgeflogen und eins lässt auf sich warten und sitzt noch gemütlich in seiner Nisthöhle. Der Ruf des Lachenden Hans, der sich wie lautes, fast menschlich klingendes Lachen anhört, hat ihm in seiner Heimat zu dem populären Namen „Kookaburra“ verholfen. In der Fasanerie ist außerdem ein struppeliger Dottertukan (Ramphastos vitellinus) ausgeflogen, der liebevoll von seinen Eltern gefüttert wird. Erwachsene Tiere können mit ihrem kräftigen Schnabel mühelos hart-schalige Früchte knacken. In der Vogelbabystation neben dem Rosencafé wohnt nun ein gefrässiges Gänsegeier-Jungtier (Gyps fulvus), dass Sie während der täglichen Vogelbabyfütterung um 13:30 Uhr bestaunen können. Gleich nebenan in der Meeresentenanlage freuen sich unsere Schwarznacken-Stelzenläufer (Himantopus mexicanus) über 4 Jungtiere. Dank der großen Verbreitung in Nord- und Südamerika ist der häufig auch als Mexikanischer Stelzenläufer bezeichnete Vogel nicht bedroht.

Allwetterzoo Münster, 12.06.2015
Erfreuliches von den Gepard-Jungtieren im Allwetterzoo Münster: Kleiner Kater legt gut an Gewicht zu und muss nicht mehr zugefüttert werden
Täglich einmal wird der kleine Gepard-Kater im Allwetterzoo Münster gewogen. „Er entwickelt sich sehr gut, nimmt kontinuierlich an Gewicht zu und muss daher nicht mehr zusätzlich von den Pflegern gefüttert werden“, erklärt Zootierarzt Carsten Ludwig, der beim Wiegen immer dabei ist. Nach dem Wiegen läuft der Kleine zu seinen fünf Schwestern zurück. Und wenig später kehrt auch Mutter „Namoja“ zurück zu ihren Jungtieren, ausgeruht und gestärkt von einer besonders reichhaltigen Portion Fleisch, die sie während der kurzen Trennung im Gepard-Haus zu sich nimmt. Am 28. April bekam „Namoja“ sieben Jungtiere, sechs Katzen und einen Kater. Ein Wurf mit sieben Jungtieren ist sehr selten, meistens sind es drei bis fünf Jungtiere. Fünf wurden von der Mutter perfekt versorgt, eine Katze und ein Kater wurden von den Pflegern einmal am Tag zusätzlich gefüttert. Die kleine Katze hat es leider nicht geschafft, aber der Kater hat sehr gut an Gewicht zugenommen. Er wird nun nicht mehr zusätzlich gefüttert. Alle sechs werden ausreichend von „Namoja“ versorgt.

Hamburgs Tierpark Hagenbeck, 11.06.2015
Tiger Lailek gestorben
Heute ist Tiger Lailek im Alter von vier Jahren gestorben. Seit zwei Tagen war er durch ein verändertes Gangbild aufgefallen. Seit gestern Nachmittag zeigte er eine schwere Lähmung der Hinterbeine. Deshalb haben sich Hagenbecks Tierärzte kurzfristig entschlossen, mit Lailek in eine Tierklinik zu fahren, um spezielle Untersuchungen durchführen zu lassen. Die unter diesen Umständen notwendigen tiermedizinischen Maßnahmen wie Röntgen, CT und MRT zeigten, dass die Lähmung durch eine Rückenmarksschädigung hervorgerufen wurde. Der Tiger Lailek ist völlig unerwartet während der Untersuchungen gestorben. Die bisher vorliegenden Ergebnisse lassen vermuten, dass zusätzlich hochgradig entzündliche Veränderungen im zentralen Nervensystem vorlagen. Weiterführende Untersuchungen sollen genauen Aufschluss über die Todesursache geben.

Zoo Landau in der Pfalz, 11.06.2015
Nachwuchs der seltenen Sudangeparden im Zoo Landau in der Pfalz ab sofort auch für die Zoobesucher zu sehen
Schon jetzt ist die erneut erfolgreiche Nachzucht von vier Jungtieren bei den hochbedrohten und selten in europäischen Zoos gezeigten Sudangeparden eines der Highlights des Jahres 2015 im Zoo Landau in der Pfalz. Viele interessierte Besucher haben schon darauf gewartet, und jetzt ist es soweit – ab sofort sind Mutter und Jungtiere bei trockener Witterung im Geparden-Außengehege zu beobachten. Allerdings können die Tiere tagsüber jederzeit selbst entscheiden, ob sie sich im Stall, dem Vorgehege oder der Außenanlage aufhalten möchten. Aus tiergärtnerischer Sicht ist es sehr wichtig, den Tieren diese Wahlmöglichkeit zu lassen. Die Chancen stehen aber gut, die schon recht abenteuerlustigen Jungtiere auf ihren Streifzügen zu sehen! Ein weiterer routinemäßiger Gesundheitscheck am 10.06.2015 ergab, dass die Jungtiere sich bestens entwickeln. Inzwischen wiegen alle Jungtiere über 2 Kilogramm. Auch ihre Rufnamen haben sie nun erhalten. Nach Absprache mit den betreuenden Tierpflegern heißen, angelehnt an das nordostafrikanische Verbreitungsgebiet dieser Unterart, die beiden weiblichen Tiere ARUMBI und MARAWI, die beiden Männchen BARO und TIBO. Bis zum Alter von einem Jahr werden die Jungtiere im Zoo Landau bei Ihrer Mutter verbleiben. Mit der dann eintretenden Geschlechtsreife werden die jungen Geparden dann im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) eine neue Heimat finden.

Zoo Duisburg, 11.06.2015
Nasenbären ohne Nachwuchssorgen
Die Nasenbären im Zoo Duisburg sind nicht nur umtriebig beim Stöbern nach Würmern und Insekten im Erdreich und unter Laub dank ihrer dazu perfekt ausgebildeten und beweglichen Nasen, sondern auch in einem anderen, eher lustvollen Zusammenhang: Vor mehreren Wochen hat sich ein Weibchen zurückgezogen und sich den Blicken der Besucher und Pfleger entzogen, um jetzt mit drei Jungtieren aufzuwarten. Obwohl die Ausbeute in diesem Jahr bislang etwas mager ist, stellen sich Nachwuchssorgen bei den Südamerikanischen Kleinbären bestimmt nicht ein, bei mehreren Würfen jedes Jahr! Spielerische Verfolgungsjagden der geschickten Kletterer an der hundertjährigen Rotbuche bis hinauf in schwindelerregende Höhe sowie verdiente Ruhepausen im aus Naturfelsen und Baumstämmen gefertigten Unterstand: all das erleben die Besucher derzeit mit Freude an der naturnahen Anlage. Die Mutter achtet aber sehr darauf, dass die anfänglichen Kletterversuche nicht allzu übermütig ausfallen und zieht die Kleinen gerne wieder zurück in die Stallungen. Der nächste große Augenblick für die Jungbären steht sicher bald mit dem ersten Ausflug an den Naturteich an.

Bergzoo Halle, 11.06.2015
ZWEI ARTENSCHUTZBOTSCHAFTER  IM  HUCKEPACK: Der Bergzoo Halle freut sich über Jungtiere bei den  Faultieren und Ameisenbären
Der Bergzoo Halle freut sich gleich über doppelten Zuchterfolg: Bereits am 12. März kam ein Jungtier bei den Zweizehenfaultieren zur Welt, ein Großer Ameisenbär ist am 15. Mai geboren worden. Beide scheinen nun aus dem Gröbsten heraus zu sein und stellen sich heute gemeinsam der Öffentlichkeit vor. Über den Nachwuchs bei den Zweizehenfaultieren freut sich ganz besonders auch Frau Jutta Heuer, Säugetierkuratorin des Zoos und internationale Zuchtbuchführerin für Faultiere in menschlicher Obhut: „Es ist bereits das dritte Faultier, das das Licht der Welt im zoologischen Garten Halle erblickt – ein großer Erfolg, da die Nachzucht von Faultieren in zoologischen Gärten nur selten gelingt.“ Ebenso ist der Nachwuchs bei den in ihrer Heimat gefährdeten Ameisenbären noch immer ein besonderes Ereignis und eine erfolgreiche Fortsetzung der halleschen Ameisenbärenzucht. Auch hier beteiligt sich der Zoo Halle an einem internationalen Zuchtprojekt, dass im zoologischen Garten Dortmund koordiniert wird. Ziel der Erhaltungszuchtbemühungen der zoologischen Gärten ist es, gemeinsam eine überlebensfähige Population in menschlicher Obhut aufzubauen und damit auf Wildfänge weitgehend zu verzichten. Aufgrund der dafür notwendigen Populationsgröße könnte dies ein einzelner Zoo niemals realisieren. Beide Arten gehören zur Gruppe der so genannten Zahnarme, die nur in Südamerika vorkommen. Der Bergzoo Halle zeigt ganz bewusst schwerpunktmäßig Tiere von diesem artenreichsten Kontinent und setzt sich seit Jahren für den Erhalt der südamerikanischen Tierwelt ein. Für Zoodirektor Dr. Dennis Müller sind die zwei Neugeborenen daher vor allem auch Botschafter für ihre in der Natur lebenden Artgenossen. Sie sollen für das neue Artenschutzprojekt des Bergzoos Pate stehen. „Unser Faultier-Zwerg rettet das Zwergfaultier!“, fasst Dr. Müller das Projekt plakativ zusammen. Das Zwergfaultier ist akut vom Aussterben bedroht. Es handelt sich dabei um eine erst im Jahr 2001 beschriebene Tierart, die nur auf der kleinen, nur 4,3 km2 großen Insel Escudo de Veraguas vor der Küste von Panama zu finden ist. Bei einer Zählung konnten in diesem Gebiet gerade einmal 79 Exemplare gefunden werden – damit zählt das Zwergfaultier zu den 100 am meisten vom Aussterben bedrohten Tierarten weltweit. Obwohl als Schutzgebiet ausgewiesen, fehlt auf der Insel ein Parkmanagement und noch immer werden die Mangrovenwälder, der einzige bekannte Lebensraum des Zwergfaultiers, an den Küsten abgeholzt. Im Rahmen des Schutzprojekts zur Rettung des Zwergfaultiers sollen einerseits mehr wissenschaftliche Erkenntnisse über diese fast unbekannte Tierart gewonnen werden, andererseits sollen infrastrukturelle Maßnahmen ergriffen werden, um einen effektiven Schutz des Gebietes zu gewähren und Einnahmequellen für die an der Küste Panamas lebende Bevölkerung im Rahmen eines sanften Ökotourismus zu erzeugen. Nur wenn es gelingt, die Lebensbedingungen für die dort lebende Bevölkerung zu verbessern, kann das Zwergfaultier gerettet werden. Das Projekt wird über die zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) betreut und stellt auch sicher, dass die Spenden aus dem Bergzoo tatsächlich den Zwergfaultieren zu Gute kommen. Eine erste großzügige Spende über 1.500€ für das neue Projekt erhielt der Zoo heute über den Verein der Förderer und Freunde des halleschen Bergzoos vom EDEKA-Markt Eckart in der Ludwig-Wucherer Straße. Damit dieses wichtige Projekt zur Erhaltung einer der am meisten vom Aussterben bedrohten Tierarten unserer Erde nachhaltig realisiert werden kann, ruft der Bergzoo Halle engagierte Bürger und Unternehmen zu weiteren Spenden auf.

Zoo Augsburg, 11.06.2015
Löwe Aru gut im Zoo Augsburg angekommen
In der Nacht vom 10. auf den 11. Juni war eine ganz besondere Fracht auf den Straßen Deutschlands unterwegs: Der Löwe Aru aus dem Zoo Berlin fuhr in sein neues Zuhause im Zoo Augsburg. Nachdem der Löwe Arthos im Alter von 15 Jahren wegen eines Krebsleiden eingeschläfert werden musste, soll nun der siebenjährige Aru der neue Lebensgefährte von Löwendame Tanya werden. „Wir freuen uns sehr, dass wir so schnell einen neuen Löwen für Tanya gefunden haben. Dies war vor allem durch die gute Zusammenarbeit deutscher Zoos möglich“, berichtet Zoodirektorin Frau Dr. Barbara Jantschke. Die Zusammenführung soll in nächster Zeit erfolgen. Die beiden sollen sich aber zunächst in Ruhe beschnuppern.

Thüringer Zoopark Erfurt, 11.06.2015
Nachwuchs im Aquarium am Nettelbeckufer: Zwei Lisztäffchen geboren
Zwillinge haben bei den Lisztäffchen im Aquarium am Nettelbeckufer am 28. Mai das Licht der Welt erblickt. Der Nachwuchs im Doppelpack ist bei diesen Krallenaffen ganz normal. So kann jedes Elternteil ein Jungtier tragen. Die kleinen Kobolde klammern sich derzeit noch fest an Vaters und Mutters Rücken, schauen aber schon neugierig von dort aus die Besucher an. Sobald die Kleinen etwas größer – und damit auch schwerer – werden, dürfen die älteren Geschwister Taxi spielen. Zu dem Zeitpunkt erkunden die Affenkinder auch auf eigenen Beinen das Gehege – aber immer unter den wachsamen Augen der Familienmitglieder. Die kleine Gruppe im Aquarium besteht aus dem Elternpaar und den eigenen Nachkommen. Lisztäffchen sind Bewohner des tropischen Regenwaldes Südamerikas. Neben Gemüse und etwas Obst stehen auch Baumsäfte, Rinden, Knospen und Insekten auf dem Speisezettel. Wer die putzigen Krallenäffchen beim Turnen im Geäst beobachten will, kann dies täglich im Außenbereich des Aquariums von 10 bis 18 Uhr tun.

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